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DE916948C - Verfahren zur Herstellung von Oximen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oximen

Info

Publication number
DE916948C
DE916948C DEF8941A DEF0008941A DE916948C DE 916948 C DE916948 C DE 916948C DE F8941 A DEF8941 A DE F8941A DE F0008941 A DEF0008941 A DE F0008941A DE 916948 C DE916948 C DE 916948C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oximes
catalysts
oxime
nitrocyclohexane
cyclohexylamine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF8941A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Johannes Weise
Dr Harry Welz
Dr Gustav V Schuckmann
Dr Harry Danziger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF8941A priority Critical patent/DE916948C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE916948C publication Critical patent/DE916948C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2601/00Systems containing only non-condensed rings
    • C07C2601/12Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
    • C07C2601/14The ring being saturated

Landscapes

  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Oximen Es ist bekannt, Nitrocyclohexan mit Wasserstoa in Gegenwart von Wasser und von Katalysatoren zu Cyclohexanonoxim zu reduzieren. Hierbei werden aber nur unbefriedigende Ausbeuten erhalten. Weiter ist bekannt, daß sich Nitrocyclohexan in Abwesenheit von Wasser mit Wasserstoff in Gegenwart von Silber- oder Kupferkatalysatoren zum Oxim reduzieren läßt. Andere Katalysatoren außer Silber und Kupfer versagen bei dieser Reaktion völlig oder geben nur Spuren von Oxim. Die Reduktion führt mit solchen Katalysatoren in der Hauptsache zum Amin.
  • Es wurde nun gefunden, daß die katalytische Reduktion von aliphatischen und cycloaliphatischen Nitroverbindungen mit Wasserstoff zu den entsprechenden Oxim@en besonders glatt verläuft, wenn man die Reduktion in Gegenwart von basischen Stickstoffverbindungen, wie Ammoniak, Äthylamin, Propylamin, Butylamin und höheren aliphatischen Aminen sowie Cyclohexylamin und Anilin, durchführt. Bei Anwendung solcher basischer Stickstoffverbindungen erhält man gute Ausbeuten an Oximen nicht nur mit Silber- oder Kupferkatalysatoren, sondern auch z. B. mit solchen Katalysatoren, welche die Metalle und/oder Metalloxyde der i. und B. Gruppe des Periodischen Systems oder die Sulfide, Selenide und Telluxide der Metalle der 6. und B. Gruppe des Periodischen Systems enthaften.
  • Die Menge der zuzusetzenden basischen Stickstoffverbindung kann in weiten Grenzen. schwanken. Besonders gute Ergebnisse werden erhalten, wenn man mindestens 1/2 Mol und insbesondere etwa i bis etwa 2 Mol der Stickstoffverbindung, bezogen auf i Mol Nitroverbindung, verwendet.
  • Die Durchführung der Reduktion kann in der Weise geschehen., daß der Katalysator in einer Lösung der Nitroverbindung unter Zusatz der basischen Stickstoffverbindung, wie Ammoniak, suspendiert wird. Bei Anwendung größerer Mengen einer flüssigen Stickstoffverbindung, z. B. von Cyclohexylamin, kann diese auch das Lösungsmittel ersetzen. Die Reduktion verläuft bereits bei normaler Temperatur, vorteilhafterweis@e arbeitet man jedoch bei erhöhten Temperaturen, insbesondere bei Temperaturen bis etwa 17o°. Außerdem wird die Reaktion durch erhöhten Wasserstoffdruck, z. B. durch Drücke oberhalb etwa i o atü, insbesondere von etwa 8o bis etwa i5oatü, begünstigt. Die Reaktionsbedingungen richten sich im einzelnen nach den jeweils angewandten Nitroverbindungen und Katalysatoren und können durch einfachen Versuch leicht ermittelt werden.
  • Unter den Oximen, die nach dem vorliegenden Verfahren aus den entsprechenden Nitroverbindungen erhalten werden können, seien z. B. genannt: Acetaldoxim, Propionaldoxim, Butyraldoxim, Acetoxim, Butanoxim-(2), Pentanoxim-(2), Diäthylketoxim, Cyclopentanonoxim, Cyclohexanonoxim und a-Naphthanonoxim. Beispiel i In einer Mischung von 5o g Niitrocyclohexan und 509 Cyclohexylamin werden o, 5 g Platinoxyd suspendiert. Das Gemisch "vird in einen 1/2-1-Autoklav gefüllt, dann werden bei Raumtemperatur iooatü Wasserstoff aufgepreßt. Nach dem Aufheizen auf 70° tritt eine deutliche Druckab:nahme,ein, die nach 6o Minuten 35 Atm. beträgt. Die Reaktion, wird durch Abkühlen unterbrochen; dann wird .entspannt und das Reaktionsprodukt nach Abtrennung des Katalysators durch Destillation und Säureextraktion aufgearbeitet. Hierbei fallen an: 5 g neugebildetes Cyclohexylamin, 4 g Cyclohexano1 und Cyclohexanon, 21 g Cyclohexanonoxim (= 65 %, bezogen auf umgesetztes Nitrocyclohexan) und 13g nicht umgesetztes Nitrocyclohexan.
  • Bei einem Vergleichsversuch, der unter den gleichen Bedingungen durchgeführt wird, bei dem aber an Stelle des Cyclohexylamins 5o g Methanol angewandt werden, setzen sich die Reaktionsprodukte wie folgt zusammen: 2o g Cyclohexylamin, 3 g Cyclohexanol und Cyclohexanon, 5 g Oxim (= 15 %, bezogen auf umgesetztes Nitrocycl,ohexan) und i i g Nitrocyclohexan.
  • Beispiel 2 50g Nitrocyclohexan, 5o cm3 Methanol und io g eines Nickelselenidkatalysators werden zusammen mit 25g Ammoniak in einen 1/2-1-Autoklav gefüllt. Nach dem Aufpressen von iooatü Wasserstoff und Aufheizen. auf 13o° tritt Druckabnahme ein, die nach i Stunde 2o Atm. beträgt. Die Reaktionsprodukte werden, wie im Beispiel i beschrieben, aufgearbeitet. Es werden erhalten: 6g Cyclohexylamin, 5 g Cyclohexanol und Cyclohexanon, i 8 g Cyclohexanonoxim (= 57%, bezogen auf umgesetztes Nitrocyclohexan) und '4g nicht umgesetztes Nitrocyclohexan. Bei einem Vergleichsversuch ohne Zusatz von Ammoniak werden nur 8 g Oxim erhalten.
  • Beispiel 3 Sog Nitroäthan, 5ocm3 Methanol und iog eines Nickelkatalysators werden zusammen mit 25g Ammoniak in einen 1/2-1-Autoklav gefüllt. Dann werden bei Raumtemperatur i oo atü Wasserstoff aufgepreßt. Nach dem Aufheizen auf i io° tritt Druckabnahme auf, die nach 7 5 Minuten 4o Atm. beträgt. Nach Aufarbeitung der Reaktionsprodukte werden 5 g Äthylamin und 25,5 g Acetaldoxim (=70%, bezogen auf umgesetztes Nitroäthan) erhalten.
  • Bei einem Vergleichsversuch ohne Zusatz von Ammoniak beträgt die Ausbeute an Acetaldoxim nur 9 g. Beispiel 4 5oo Gewichtsteile Niitrocyclohexan werden mit 5o Gewichtsteilen Cyclohexylamin, 5oo Gewichtsteilen. Methanol und 2 5 Gewichtsteilen eines mit Wasserdampf vorher aktivierten Kupfer-C:a.dmium-Chrom-Kata:lysat,ors bei 85° und 25 atü 8o Minuten lang mit Wasserstoff behandelt.
  • Die Aufarbeitung nach Abtrennung des Katalysators ergibt 550/0 Cyclohexanonoxim neben 5010 unverändertem Nitrocyclohexan und 30% Cyclohexylamin.
  • Werden statt des Cyclohexylamins 5o Gewichtsteile Triäthylamin angewendet, so werden bei 8o° in 6o Minuten 6o % Cyclohexanonoxim neben 50/0 unverändertem Nitrocyclohexan und 25% Cyclohexylamin erhalten.
  • Wird die Reduktion ohne jeden Aminzussatz durchgeführt, so werden bei ioo° in 125 Minuten nur 330/0 Cyclohexanonoxim neben Cyclohexylamin und unverändertem Nitrocycl.ohexan erhalten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRüCHE: i. Verfahren zur Herstellung von aliphatischen und cydoaliphatischen Oximen durch Reduktion der entsprechenden Nitroverbindungen mit Wasserstoff in Gegenwart vom Katalysatoren, vorzugsweise unter Druck und bei höheren Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduktion in Gegenwart von basischen Stickstoffverbindungen, vorzugsweise in Mengen von mindestens 1/2 Mol und insbesondere von etwa i biss etwa 2 Mol je MoI Nitroverbindung, vorgenommen wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Oximen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da.ß als Katalysatoren die Metalle und/oder Metalloxyde der i. und B. Gruppe des Periodischen Systems der Elemente verwendet werden..
  3. 3. Verfahren zur Herstellung vom. Oximen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysatoren die Sulfide, Selenide und/oder Telluride :der 6. und B. Gruppe des Periodischen Systems der Elemente verwendet werden.
DEF8941A 1952-04-30 1952-04-30 Verfahren zur Herstellung von Oximen Expired DE916948C (de)

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DE916948C true DE916948C (de) 1954-08-23

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