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DE916553C - Elektrische Gas- und Dampfentladungslampe fuer Zwecke der Lichtaussendung - Google Patents

Elektrische Gas- und Dampfentladungslampe fuer Zwecke der Lichtaussendung

Info

Publication number
DE916553C
DE916553C DED14658D DED0014658D DE916553C DE 916553 C DE916553 C DE 916553C DE D14658 D DED14658 D DE D14658D DE D0014658 D DED0014658 D DE D0014658D DE 916553 C DE916553 C DE 916553C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
radiation
electric gas
grid
lamp according
steam lamp
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED14658D
Other languages
English (en)
Inventor
Ulrich W Doering
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ULRICH W DOERING
Original Assignee
ULRICH W DOERING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ULRICH W DOERING filed Critical ULRICH W DOERING
Priority to DED14658D priority Critical patent/DE916553C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE916553C publication Critical patent/DE916553C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J61/00Gas-discharge or vapour-discharge lamps
    • H01J61/02Details
    • H01J61/30Vessels; Containers
    • H01J61/34Double-wall vessels or containers

Landscapes

  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description

  • Elektrische Gas- und Dampfentladungslampe für Zwecke der Lichtaussendung Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Entladungslampen, und zwar im besonderen auf solche, die der Lichtaussendung dienen, in denen eine elektrische Gas- und Dampfentladung zwischen geeigneten Elektroden betrieben wird und bei denen diese Entladung als primäre Quelle der Strahlung dient.
  • In solchen Lampen wird nun zugleich mit der nützlichen Lichtstrahlung ein großer Teil der Energie in Form ultravioletter Strahlen ausgesandt, die zur Leuchtkraft der Lampe nichts beisteuern. Außerdem können bei solchen Lampen manche der sichtbaren Strahlungsarten im überfluß vorhanden sein und dadurch den Farbeindruck der Lampe verzerren. Ein zu großer Teil der sichtbaren Strahlung kann auch von kurzer Wellenlänge; insbesondere blau oder violett, sein, wobei er zwar an sich sichtbar ist, jedoch praktisch nichts zur Leuchtkraft der Lampe beisteuert.
  • Nun' ist es an sich schon bekanntgeworden, die ultraviolette Strahlung oder ein Zuviel an violetter oder blauer Strahlung, wie sie von vielen Typen von Gas- und Dampfentladungsröhren, insbesondere Quecksilberdampflampen, ausgesandt wird; durch Leuchtstoffe in sichtbares Licht umzuwandeln. Zu diesem Zweck wurde die Metalldampflumpe mit Leuchtstoffen bedeckt, es wurden fluoreszierende Gläser verwendet, oder es wurden einschließende Behälter, Hüllen oder Reflektoren verwendet, die selber fluoreszierend oder mit Leuchtstoffen bedeckt waren.
  • Diese bekannte Methode hat nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt, und zwar hauptsächlich aus dem Grund nicht, weil die sichtbare Strahlung, die von der Dampflampe emittiert wird, bei Reflexion an der Leuchtstoffschicht oder noch mehr beim Durchgang durch dieselbe erheblich absorbiert wird. Selbst solche Leuchtstoffe, die im Hinblick auf geringe Absorptionsfähigkeit für sichtbares Licht ausgewählt werden, sind zwar imstunde, die Farbe des Lichtes zu einem gewissen Grad zu verbessern, jedoch sind sie außerstande. die Gesamtökonomie der Emission zu vergrößern.
  • Es ist das Ziel der Erfindung, diese Nachteile zu vermeiden und eine geeignete primäre Strahlenquelle mit geeigneten Leuchtstoffen in einer solchen `'eise zu verbinden, daß unsichtbare oder jedenfalls überschüssige Strahlung in zusätzliche Strahlung, die die Leuchtstärke und/oder die Farbe verbessert, umgewandelt wird, ohne jedoch die Primärstrahlung in ihrer Intensität zu vermindern oder in ihrer Farbzusammensetzung zu verzerren Nach der Erfindung werden hierzu die von der Gas- oder Dampflampe ausgesandten Strahlen durch optische Mittel in einen sichtbaren und in einen unsichtbaren Anteil getrennt. Es wird ferner der sichtbare Anteil nach außen unmittelbar abgestrahlt und durchgelassen, daher praktisch ohne Verluste, ohne durch einen Durchgang oder eine Reflexion durch oder von Leuchtstoffschichten vermindert zu «-erden und ohne in unerwünschter Weise in bezug auf ihre Wellenlänge verändert zu werden. Auf der anderen Seite wird dafür Sorge getragen, daß die ultraviolette Strahlung, möglicherweise auch die blaue Strahlung oder in jedem Fall alle Strahlung, die umgewandelt werden soll, auf Leuchtstoff auffällt, so daß sie dadurch in gewünschte sichtbare Strahlung umgewandelt wird. Auf diese Weise wird eine zusätzliche Menge sichtbarer Strahlung erzeugt, ohne daß die sichtbare Primärstrahlung vermindert wird. Außer einer Verbesserung in der Farbe wird auch eine absolut verbesserte gesamte Leuchtökonomie erreicht. Der Prozeß der Umwandlung der ultravioletten Strahlung in komplementierende oder jedenfalls zusätzliche sichtbare Strahlung geht hierbei in Abwesenheit der sichtbaren Strahlung oder Wärmestrahlung, die andernfalls gleichzeitig die Leuchtstoffflächen trifft, sogar mit erheblich verbessertem Nutzgrad vor sich. Die Trennung der beiden Gruppen von Strahlung, wie sie von der primären Strahlungsquelle emittiert werden, kann durch verschiedenartige optische Mittel erreicht werden, die die Eigenschaft eines unterschiedlichen Brechungsvermögens. Reflexionsvermögens oder Dispersionsvermögens in bezug auf die verschiedenen Wellenlängen besitzen und die es daher ermöglichen, die Strahlen örtlich zu trennen, wie z. B. Linsen (Kugellinsen oder zylindrische Linsen) oder Prisinen, oder indem man den für erschiedene Wellenlängen verschiedenen Winkel der totalen Reflexion benutzt oder durch ähnliche Mittel.
  • Die Erfindung wird noch besser verstanden durch Bezugnahme auf die Zeichnungen, die in beispielsweiser Ausführungsform verschiedene Schnitte der Lampe darstellen.
  • Abb. i stellt einen Ouerschnitt der Lampe dar: Abb. -a ist ein Querschnitt senkrecht zu erstgenanntem durch eine ähnliche Lampe, die eine :Mehrzahl von Hüllen besitzt; Abb. 3 ist ein Schnitt durch einen strahlungsumwandelnden Teil der Wand; Abb. 4 ist eine Projektion eines Teiles der strahlenumwandelnden Hülle.
  • In Abb. i stellt i die Gas- und Dampfentladungslampe dar, insbesondere eine Hochdruckquecksilberdampflampe. Für die Erfindung ist es vorteilhaft, in solchen Lampen Drucke von mehreren Atmosphären bis hinauf sogar zu mehreren hundert Atmosphären anzuwenden, um den elektrischen Lichtbogen, der als die primäre Strahlenquelle dient, optisch zu einem punktförmigen oder linienförmigen Gebilde zu verkleinern. Sodann wird bei erhöhten Drucken der Anteil der unsichtbaren ultravioletten Strahlung, die nach der Erfindung umwandlungsfähig ist, vergrößert auf Kosten der unsichtbaren, jedoch nicht umwandelbaren infraroten Strahlung. Die Lampen können, wie bekannt, mit Quecksilberelektroden versehen sein, vorzugsweise jedoch mit aktivierten heißen Kathoden; Metalldämpfe, wie Kadmium oder Zink, können an Stelle oder zusätzlich zu dem Quecksilber eingeführt seid. Andere Arten von elektrischen Lichtbögen, kondensierten elektrischen Entladungen, die eine besonders starke Ultraviolettstrahlung im Vergleich zu nur geringer Hitzeentwicklung besitzen, oder Funkenentladungen in offener Luft oder geschlossenen -Metalldampflampen oder in Lampen, die bleibende Gase, wie Edelgase, Wasserstoff oder Stickstoff, enthalten, können jedoch ebenfalls verwendet «-erden. Die Wandung der Lampen ist vorzugsweise für Ultraviolettstrahlung gut durchlässig gewählt. Sie mag beispielsweise aus Quarz oder Gläsern, die einen hohen Anteil an Kieselsäure haben, oder aus Phospbatgläsern oder aus Borsäuregläsern, die noch nicht einmal wetterfest zu sein brauchen, bestehen. Die eigentliche Lichtbogenlampe ist umschlossen von einer Hülle 2 bzw. einem Hüllgefäß 2, die vorzugsweise Zylinderform besitzen, wenn sie für Lampen mit gestrecktem Lichtbogen angewandt werden sollen. '\#,'eitere etwa vorhandene Umschließungen sind in Abb.2 mit 13 und 14 bezeichnet.
  • Die Lampe und die an erster Stelle erwähnte Hülle haben einen in Abb. i dargestellten Querschnitt. Die Hülle 2 ist auf ihrer der primären Strahlungsquelle zugewandten Seite mit zahlreichen Linsen 3, 4, 5... besetzt, die in Abb.3 noch in vergrößertem Maßstab gezeigt sind. Im folgenden ist eine Konstruktion, die eine große Anzahl von Linsen, die zu einer Art von Netz oder Gitter kombiniert sind, enthält, lediglich als Beispiel beschrieben. Die Erfindung kann trotzdem auch durch Einzellinsen, die nicht miteinander fest verbunden sind, verwirklicht werden oder überhaupt durch noch andere optische Mittel, die eine örtliche Trennung der verschiedenen Wellenlängen bewirken. Auf Grund ihres größeren Brechungsexponenten wird die kurzwellige Strahlung, die irgendeine der dargestellten zylindrischen, z. B. die Linse 3 in Abb. 3 trifft, in Punkt 6 konzentriert. Beispielsweise wird es hierbei so eingerichtet, daß der Punkt 6 in der Ebene der äußeren Oberfläche der Hülle liegt. Die langwellige, sichtbare Strahlung wird nicht in Punkt 6 konzentriert, sondern durchsetzt die Ebene der Außenfläche auf einer breiten Fläche und würde erst in einem Punkt 7 fokussiert werden, der außerhalb der Hülle liegt.
  • Am Punkt 6 der Zeichnung, der bei Kugellinsen ein wirklicher Punkt, bei Zylinderlinsen eine lange Linie in Wirklichkeit ist, sind die Leuchtstoffe in einer Schicht von genügender Dicke angebracht, Sie wandeln die Ultraviolettstrahlung, die auf ihnen konzentriert wird, in sichtbare Strahlung um, während der Durchtritt der primären sichtbaren Strahlung wegen ihrer geringen Ausdehnung mir geringfügig gehindert wird. Die Leuchtstoffe mögen auf der äußeren Glaswand so aufgetragen' sein. Sie können in kleine Furchen oder Rillen gefüllt sein, die an diesen Stellen angebracht sind, wie hei 8 und 9 angedeutet. Bei letzterer Ausgestaltung ist ein verhältnismäßig tiefes, aber enges Loch oder eine entsprechend tiefe und enge Rille im Material der Hülle vorgesehen, die mit Leuchtstoffen gefüllt ist. Wie ersichtlich, wird der Durchtritt der sichtbaren Strahlung bei dieser Anordnung der Leuchtstoffe kaum behindert. Bei Verwendung von gestreckten primären Strahlungsquellen werden entsprechende Zylinderlinsen verwendet, die in derselben Richtung angeordnet und auf einer Hülle, die ebenfalls möglichst Zvlinderform hat, wie gezeigt, angebracht sind. Dadurch werden sozusagen ultraviolette Bilder der Lichtbogenröhre auf der Außenfläche eines solchen Zylinders erzeugt, die alle in derselben Linie liegen. Bei Verwendung kurzer Lichtbögen sind Linsen von kugelförmiger Form geeigneter, wie leicht verständlich. In diesem Fall hat die die Linsen tragende Hülle ebenfalls möglichst kugelige Form, so daß die zahlreichen einzelnen Bilder der primären Strahlungsquelle in der Ebene der Außenfläche der Hülle zu liegen kommen. Damit die Ultraviolettstrahlung in der richtigen Ebene, d.11. wo das Leuchtstoffmaterial angeordnet ist, fokussiert wird, wird die Wandung der Hülle unter Berücksichtigung der Brechungskraft ihres Materials und des Abstandes zwischen der primären Strahlungsquelle und der Hüllenwand entsprechend dick bemessen. Eine Hochdruckquecksilberlampe hat eine sehr starke Emission zwischen 3-00o und 320031 und zwischen 3,6oo und 3700A. Wie ersichtlich, sind diese Wellenlängen viel kürzer als die benachbarte violette Strahlung bei 4000A und um ein beträchtliches noch kürzer als die hauptsächliche primäre Netzstrahlung bei 55'oo und 58oo A. Der starken Brechung wegen, die die ultravioletten Strahlen erleiden; ist die Trennung relativ leicht zu bewerkstelligen. Bei Verwendung von Quecksilberlampen oder Kadmiumlampen beispielsweise ist es vorteilhaft, auch einen großen Teil der überschüssigen violetten und blauen Strahlung auf den Leuchtstoffen zu konzentrieren, wobei die Trennung von der restlichen Strahlung sogar noch erleichtert wird. Es ist lediglich wichtig, dafür zu sorgen, daß die (primäre) Grün- und Gelbstrahlung (bei Kadmiumlampen auch die rote Strahlung) ungehindert nach außen dringt. Doch ist dies leicht zu ermöglichen wegen ihrer geringen Brechung und ihrer geringen Konvergenz, welche es diesen Strahlen erlaubt, zu passieren. So kann man also je nach der Art der verwendeten Strahlungsquelle, der Art von primär erzeugter Strahlung und der Zusammensetzung des Lichtes, die man schließlich erreichen will; einen mehr oder weniger großen $ruchteil der sichtbaren Strahlung einer Umwandlung unterwerfen. In diesem Fall wird das Leuchtstoffmaterial so im Gang der Strahlen, die die Linsen passiert haben, angeordnet, daß es auch im Konzentrationsbereich beispielsweise der violetten oder blauen Strahlen liegt. Dies wird beispielsweise erreicht, indem man die Dicke der die Linsen und die Leuchtstoffe tragenden Hülle dieser Brennweite anpaßt. Statt dessen kann auch mit geringerem Nutzgrad diese Wirkung durch Vergrößerung des Durchmessers der Leuchtstoffflecke erreicht werden. So kann das von einer Quecksilberlampe ausgesandte Licht in bemeßbarer Weise je nachdem blauweiß, reinweiß oder sogar gelblichrötlich gemacht werden.
  • Auch das Leuchtstoffmaterial wird an die Zusammensetzung der umzuwandelnden Strahlung, d. h. an die von der primären Strahlungsquelle aus. gesandten Strahlenarten angepaßt. So unterscheidet sich z. B. das vom Kadmiumdampf ausgesandte Ultraviolett in seiner Wellenlänge und Verteilung von deriljenigen, das von einer Quecksilberlampe ausgesandt wird. Die Leuchtstoffe werden so ausgewählt, daß ihre Bereiche hoher Anregbarkeit übereinstimmen mit den hauptsächlichen Emissionsbereichen der primären Strahlungsquelle, die umgewandelt werden sollen. Wenn auf diese Weise verfahren wird, so ist es nicht mehr nötig, sich wegen einer vermindernden Absorption der sichtbaren Strahlung Sorge zu machen. So sind als Leuchtstoffe verschiedenartige Zinksilikate, besonders solche, bestehend aus kleinen Teilen von i bis 5 ,u, ferner Zinksulfide, insbesondere solche, die zusätzlich mit Mangan aktiviert sind, geeignet. Zinksilikate und Zinksulfide kombinieren sich vorteilhaft mit Lichtbogenentladungen in Kadmium-und/oder Quecksilberdampf von hohem Druck. Quecksilherdampflampen mögen zweckvoll auch mit ihre Farbe ergänzenden Leuchtstoffen, die eine starke rote Emission haben, wie z. B. Bariumsulfid, das mit Kupfer aktiviert ist, Magnesiumsulfid, das mit Mangan aktiviert ist, ferner mit Sulfiden, Seleniden und ähnlichen Verbindungen des Samariums, Praseodyms, Erbiums oder anderen Grundmaterialien kombiniert werden. Nach der Erfindung können sogar Leuchtstoffe, wie Eosin oder Rhodamin oder grün-, gelb- oder rotleuchtende Farbstoffe, verwendet werden, die die Gelb- und Grünstrahlung der primären Strahlungsquelle absorbieren würden. Zahlreiche andere solche geeignete Leuchtstoffe, die eine gute rote, orange oder panchi-omatische Emission haben, sind allgemein bekannt.
  • Bezugszeichen 2 stellt eine Hülle dar, die vorzugsweise aus einem genügend Ultraviolett durchlässigen Glas, aus Gläsern, die Aluminiumphosphat enthalten, besteht und hohe Dispersionskraft besitzt, oder aus Quarz. Auch organische Substanzen, die für ultraviolette Strahlen durchlässig sind, wie geeignete Arten von Cellulosederivaten Vinylabkämmlinge und ähnliche Substanzen, sind ebenfalls geeignet. Ratsatnerweise macht man die Abmessungen der Linsen, Prismen od. dgl. möglichst klein, in manchen Fällen sogar nicht größer als Bruchteile eines Millimeters, um dadurch die Wandstärke herabsetzen und die Weglänge der ultravioletten Strahlen innerhalb des Hüllenmaterials vermindern zu können. Dadurch wird es möglich gemacht, die Wandstärke auf weniger als i mm oder Bruchteile davon zu verringern und gewöhnliche Glasarten zu verwenden. In gleicher Weise können zwei konzentrische Hüllen, die in ihrer gegenseitigen Lage adjustiert sind, verwendet werden, wobei die innere, sehr dünne Hülle das Gittersystem der Linsen trägt, die äußere Hülle, die gleichzeitig auch als Glasschirm dienen mag, das entsprechende System oder Gitterwerk von fluoreszierenden Linien oder Punkten. Man kann auch von einer speziellen zusätzlichen Hülle absehen und die Gitteranordnung der Linsen sowohl wie diejenige der Leuchtstoffe auf (äußerem) Rohr oder Kolben 13 der Lampe (in Abb. 2) anordnen. Ein solcher kann dann, wie bekannt, die eigentliche Lichtbogenröhre (oder den Lichtbogen selber) einschließen. Bei gestreckten primären Strahlungsquellen hat der Kolben vorzugsweise die Form eines Zylinders, der koaxial zu der Lichtbogenröhre angeordnet ist. Um das Leuchtstoffmaterial gegen Hitzeeinwirkung zu schützen, mag der Kolben evakuiert sein, kann jedoch auch mit einem verdünnten Gas gefüllt sein. Unter Weglassung einer zusätzlichen Hülle 13 kann das Gitterwerk der Linsen und Leuchtstoffe auch auf einer Hülle 1.4 (in Abb. 2) angebracht sein, die einen Teil der üblichen Lampenarmatur bzw. Leuchte darstellt. Vorzugsweise ist ein Reflektor i i, der ebenfalls mit Vorteil zum Trennen der Strahlengruppen dient und Gitteranordnungen von Linsen und Leuchtstoffen trägt, einbegriffen. Der Reflektor weist hierbei eine reflektierende Metallisierung oder einen weißen Schirm 12 auf, der die Leuchtstoffe oder die diesbezügliche Fläche bedeckt. Letzterer kann unmittelbar darauf oder unmittelbar aufliegend oder mit kurzem Abstand angebracht sein. Bei Verwendung .einer entsprechenden Hülle kann diese an ihrem Boden durch eine Platte oder einen Hohlkörper io abgeschlossen sein, die ebenfalls mit einer Gitteranordnung von Linsen, etwa in der Art, wie in Abb. d. angedeutet, versehen sind.
  • Die genaue gegenseitige Läge der zahlreichen Linsen, die das Linsengitter bilden, und der die Leuchtstoffe enthaltenden Rillen, die ein Leuchtstoffgitter bilden, wird sichergestellt, indem man das Glas oder sonstige Material in oder zwischen Formkörper von einander entsprechenden Lehren oder Mustern oder zwischen geeignete pressende Platten oder Walzen bläst, preßt oder rollt. Der Zylinder 2 kann z. B. hergestellt werden, indem man eine flache Platte entsprechend walzt, in geeignete Streifen schneidet und diese schließlich zu Zylindern zusammenbiegt. Die Leuchtstoffe werden nach Zufügen geeigneter Bindemittel in die Oberfläche gerieben oder gepulvert, und letztere wird darauf poliert, so daß das Material ausschließlich nur in den Rillen oder an den aufgerauhten Stellen haftenbleibt.
  • Man kann einen Raster, bestehend aus Punkten, Linien oder sonstigen Anordnungen von Leuchtstoffen, der optisch dem zugehörigen Raster der Linsen und Prismen entspricht; auch auf photochemische Weise erzeugen. Man trägt z. B. auf der Außenfläche der Hülle 2 in Abb. i (oder 14 in Abb.2) Chromatgelatine auf. Darauf wird der Linsenraster von einer der späteren Lichtbogenlampe entsprechenden Lichtquelle oder in sonstiger Weise so durchstrahlt, daß an den Brennpunkten bzw. Brennlinien etwa der ultravioletten Strahlung die Chromatgelatine gehärtet wird. Die nicht gehärteten Partien werden mechanisch entfernt, das Ganze etwa mit Paraffin überstrichen, über die verbliebene Chromatgelatine überstehendes Paraffin entfernt und darauf die Oberfläche mit Flußsäure behandelt. Diese rauht die Glasoberfläche da, wo sie nicht mit Paraffin bedeckt ist, auf oder ätzt sie sogar aus, d. h. also, an oder entsprechend den gehärteten Gelatinestellen. Darauf werden die Reste der Gelatine ebenso wie das Paraffin entfernt und die Oberfläche mit Leuchtstoff eingerieben und gegebenenfalls festgebrannt bzw. mit einem Schutzlack überzogen. Wie verständlich, haftet der Leuchtstoff nur an den nufgerauhten oder durch Ätzung vertieften Stellen, also da, wo er dann auch im Betrieb die dort konzentrierte kurzwellige Strahlung umzuwandeln hat.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Der Lichtaussendung dienende, mit Leuchtstoffen versehene elektrische Gas- und Dampflampe, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anwendung hoher Betriebsdrucke eine eingeschnürte, insbesondere punkt- oder linienförmige Lichtbogenentladung erzeugt wird, die Entladung umschließende Mittel vorgesehen sind, die vermöge unterschiedlicher Brechkraft gegenüber Strahlung verschiedener Wellenlänge eine entsprechende örtliche Trennung der ausgesandten Strahlung nach ihrer Wellenlänge, insbesondere in kurzwellige, nicht oder schlecht sichtbare und in langwellige, sichtbare Strahlung, bewirken, sowie Leuchtstoffe, die ausschließlich oder bevorzugt im Gang der kurzwelligen Strahlung angeordnet sind und eine Umwandlung derselben in sichtbare Strahlung oder Strahlung sonstwie gewünschter Wellenlänge bewirken.
  2. 2. Elektrische Gas- und Dampflampe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Innenfläche einer den als primäre Strahlungsquelle wirkendenLichtbogen umschließenden Hülle eine Vielzahl von einen Punkt-, Strich- oder Gitterraster bildenden Linsen und/oder Prismen angeordnet ist, die die umzuwandelnde kurzwellige, insbesondere ultraviolette Strahlung auf etwa in-der Ebene ihrer Außenfläche in einem optisch entsprechenden System von Punkten, Flecken oder Linien angeordnetenLeuchtstoffe konzentrieren, während die anders gebrochene und örtlich anders fokussierte längerwellige sichtbare Strahlung im wesentlichen ungehindert durch die Zwischenräume im Leuchtstoffraster passiert.
  3. 3. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder beiden der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der primär aussendende Lichtbogen hei kurzer Ausbildung zentral innerhalb einer mehr kugeligen, die trennenden optischen Mittel umschließenden Hülle angeordnet ist und gegebenenfalls den Leuchtstoffraster trägt. q.. Elektrische Gas-- und Dampflampe nach einem oder mehreren der Ansprüche i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei längerer Lichtbogenform dieser bzw. die eigentliche Entladungslampe axial innerhalb einer ungefähr zylindrischen Hülle untergebracht ist, die die optisch trennenden Mittel und gleichzeitig gegebenenfalls den Leuchtstoffraster trägt. 5. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Linsen bei mehr punktförmiger primärer Strahlungsquelle bevorzugt kugelig, bei mehr gestreckter Form auch oder mehr bevorzugt linienförmig sind. 6. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Linsen-bzw. Prismenraster einerseits, der Leuchtstoffraster andererseits auf der Innen- und der Außenfläche derselben, die primäre Lichtbogenentladung bzw. Lampe umschließenden Hülle, die auch ein einschließender Kolben üblicher Art sein kann, untergebracht ist. 7. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Linsen- bzw. Prismenraster einerseits, Leuchtstoffraster andererseits auf einer Hülle, Überglocke oder sonstigenEinschließung angebracht sind, die einen Bestandteil der Lampenarmatur oder üblichen Leuchte bildet. B. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Brechkraft und Dispersion der Linsen bzw. Prismen, Abstand der primären Strahlungsquelle und Dicke der Hülle aufeinander abgestimmt sind. y. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche i bis 5 und 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der brechende Linsen- bzw. Prismenraster und der umwandelnde Leuchtstoffraster je auf verschiedenen, konzentrisch adjustierten Hüllen angeordnet sind. io. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Trennung der verschiedenen Wellenlängen der unterschiedliche Winkel der totalen Reflexion vermittels Prismen oder Linsen benutzt wird. i i. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine einschließende, z. B. zylindrische Hülle mit weiteren abschließenden, gegebenenfalls flachen Teilen, die bevorzugt ebenfalls strahlentrennende und umwandelnde Mittel enthalten, kombiniert ist. 12. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Leuchtstoffrasters oder der Leuchtstoffraster auf einem Teil der Umschließungen; insbesondere auf einer oberhalb der Lichtquelle befindlichen Haube, mit einem reflektierenden metallischen oder sonstigen Überzug hinterlegt ist, so daß das auffallende Primärlicht ebenso wie die umgewandelte Ultraviolettstrahlung wieder durch den Linsen- bzw; Prismenraster zurück- und hinausgeworfen werden. 13. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als primäre Strahlungsquelle eine Quecksilberhochdruckentladung, bevorzugt des Bereiches von eini.genAtmosphären Innerndruckaufwärts, dient. 1q.. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nicht nur ultraviolette, sondern auch noch ganz oder teilweise violette und blaue Strahlung der Quecksilberentladung auf Leuchtstoff fokussiert und umgewandelt werden. 15. Elektrische Gas- und Dampflampe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet; daß licht-und ultraviolettdurchlässige organische Substanzen, wie Vinylderivate, Cellulosederivate, als Material für die trennenden und umwandelnden Umhüllungen dienen.
DED14658D 1937-09-21 1937-09-21 Elektrische Gas- und Dampfentladungslampe fuer Zwecke der Lichtaussendung Expired DE916553C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US10366874B2 (en) 2016-08-22 2019-07-30 Osram Gmbh Gas discharge lamp and spotlight system comprising gas discharge lamp

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US10366874B2 (en) 2016-08-22 2019-07-30 Osram Gmbh Gas discharge lamp and spotlight system comprising gas discharge lamp

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