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Einstellvorrichtung für elektrostatische Scheider Die Erfindung betrifft
eine einstellbare Trennplattenvorrichtung für Maschinen zum Trockenscheiden und
Klassieren von. Feinmaterialien, heispielswei-se für mechanische und elektrostatische
Scheidemaschinen bekannter Art. Im Betrieb derartiger Scheidemaschinen ist es von
Bedeutung, daß die Trennplatte sich. genau in der Lage des Stromes der fallenden
Teilchen befindet, um die gewünschte Scheidung durchzuführen, wobei Teilchen .verschiedener
Eigenschaften auf gegenüberliegende Seiten der Trennplatte fallen. In vielen Fällen,
insbesondere wenn die Maschine und Trennplatte eine wesentliche Länge von beispielsweise
3,66 m haben oder wenn die Maschine in ein staubsicheres Gehäuse eingebaut
ist, ist es häufig schwierig, die Trennplattenstäbe zugänglich zu machen und in
Augenschein zu nehmen und an beiden Enden der Platte eine gleichmäßige und genaue
Einstellung herzustellen und aufrechtzuerhalten.
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Eine Aufgabe der Erfindung besteht nun in der Schaffung einer Trennplattenvorrichtung,
um die Lage der Trennplatte an ihren, beiden. Enden genau und gleichmäßig zu dem
zu trennenden Materialstrom einzustellen, entsprechend den besonderere vorliegenden
Arbeitsbedingungen.
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Ferner soll es möglich sein, die Vorrichtung gemäß der Erfindung ohne
weiteres und bequem von einer Stelle aiußerhalb des Maschinengestells oder Gehäauses,
in das sie eingebaut werden kann, zu betätigen.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung bietet den weiteren Vorteil, daß
sie ohne weiteres an. dem Rahmen, einer Scheidemaschine montiert werden
kann
und von einfacher, derber und geeigneter Konstruktion ist, so daß sie wirtschaftlich
hergestellt und eingebaut werden kann.
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Die Einstellvorrichtung für elektrostatische Maschinen zum Scheiden
von Materialien mit unterschiedlichen elektrostatischen Eigenschaften und mit einem
Rahmen mit langer Elektrode -weist eine lange Trennplatte in parallelem Abstand
zu der genannten Elektrode auf, und sie enthält ein mixt. jedem Ende der Trennplatte
verbundenes Zahnradgehäuse, eine Einstellvorrichtung in dem Gehäuse, die Verbindungen
mit den Enden des Trennblattes aufweist bzw. dasselbe trägt und in einer Richtung
relativ zu der genannten Elektrode, einstellt, wobei die Einstellvorrichtung in,
den Gehäusen Verbindungen: mit dem Gestell hat, um die Gehäuse zu tragen, und einzustellen
und ferner die erwähnte Einstellvorrichtung in anderer Richtung relativ zu der Elektrode
zu verstellen, ferner ein gemeinsames Betätigungsglied, das mit der Trennpla,tteneinstellvorrichtung
der Gehäuse verbunden ist, ein gemeinsames Betätigungsglied, das mit der Gehäuseeinstellvorrichtung
verbunden ist, und Mittel zur Betätigung der Glieder, um die Enden des Trennblattes
in jeder der genannten Richtungen gleichzeitig und gleichmäßig einzustellen.
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Die Erfindung betrifft ferner eine Einstellvorrichtung für elektrostatische
Maschinen zum Scheiden, von Materialien von unterschiedlichen elektrostatischen
Empfindlichkeiten, die ein. Gestell mit einer langen Elektrode, ein langes Trennblatt
in parallelem Abstand zu der genannten Elektrode hat, ferner Tragköpfe an den Enden
des Trennblattes, ein Zahnradgehäuse aufweist, das je mit den Enden des Trennblattes
verbunden ist, ferner Spindeln, von denen ein Ende drehbar in einem der Gehäuse
angeordnet -und das andere Ende durch Gewinde mit einem der Köpfe verbunden ist,
um dieselben zu halten und in einer Richtung relativ zu der Elektrode einzustellen,
-wobei ein Zahnstangenzahnradgetriebe die Gehäuse mit dem Gestell verbindet, um
die Gehäuse in einer anderen Richtung relativ zu der Elektrode einzustellen, wobei
ein Stab die Köpfe unterhalb des Trennblattes verbindet, eine Ablenkplatte drehbar
auf dem Stab, unter dem Trennblatt gehalten: -wird, um die durch das Trennblatt
geschiedenen. Materialien wegzutragen, eine Welle an ihren Enden und Spindeln: Zahnradverbindungen
hat, um eine gleichmäßige Drehung derselben herzustellen, eine Welle mit den Zahnrädern.
des Zahnstangenzahnradgetriebes verbunden ist, um eine gleichzeitige, und gleichmäßige
Drehung derselben zu bewirken, und eine Drehvorrichtung für die Wellen, um die Enden
des Trennblattes in jeder Richtung gleichzeitig und gleichmäßig einzustellen.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in einer Ausführungsform beispielsweise
veranschaulicht.
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Fig. i ist eine Seitenansicht einer elektrostatischen Scheidemaschine,
an die eine Trennblattvorrichtung gemäß der Erfindung montiert ist; Fig. 2 ist teilweise
im Schnitt und zum Teil weggebrochen eine Aufsicht auf dieselbe; Fig. 3 ist eine
Seitenansicht der Fig. i von links gesehen in größerem Maßstabe, wobei Teile des
Maschinengestells weggebrochen sind; Fig. q. zeigt in größerem Maßstabe eine Zahnstange
der Vorrichtung; Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 3 ; Fig. 6 ist
eine Schnittaufsicht nach der Linie 6-6 der Fig. 5 ; Fig. 7 ist ein Schnitt in größerem
Maßstabe nach der Linie 7-7 der Fig. 6; Fig.8 ist in größerem Maßstabe eine Ansicht,
teilweise ein Schnitt nach der Linie 8-8 der Fig. 6, und Fig. 9 ist in größerem
Maßstabe ein Schnitt nach der Linie 9-9 der Fig.5.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung eignet sich zur Verwendung an
einer elektrostatischen Trennmaschine, deren Endrahmen oder Träger io und 12 (Fig.
i bis 3) im Abstand angeordnet, aus hohlen Metallteilen 13 aufgebaut und deren Flansche
14 in i$ übereinander verschraubt sind. An den gegenüberliegenden Enden des Rahmens
sind die Wellen 16 gelagert, die im Abstand voneinander zwei zylindrische Elektroden
tragen, die üblicherweise eine größere drehbare Transportelektrode 17 enthalten
und eine kleinere Elektrode 18 im Abstand davon, wobei die fein zerteilten zu trennenden
Materialien aus einem nicht dargestellten Trichter auf die drehbare Transportelektrode
17 abgegeben werden. Diese Materialien werden durch die- Elektrode 17 in einem frei
fallenden Strom durch ein zwischen den Elektroden erzeugtes elektrostatisches Feld
mit dem Erfolg geliefert, daß die Teilchen gemäß ihrer Charakteristiken abgestoßen
oder niedergedrückt und daher im Abstand voneinander gelegene Ebenen geschieden
werden, zwecks Trennung in verschiedene Sorten durch das Trennblatt i9. Eine abgetrennte
Sorte von Teilchen kann hierauf zu dem nächst tieferen Elektrodenpaar 20 zur -weiteren
oder unterschiedlichen Behandlung gefördert werden, um die gewünschte Scheidung
fortschreitend zu bewerkstelligen.
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Falls solche in der bisherigen Art verwendete Vorrichtungen durch
innerhalb des Gehäuses der Maschine gelegene Mittel einstellbar gehalten wurden,
war es schwierig, sie zu erreichen und erforderte häufig die Betätigung der Teile
in gefährlicher Nähe der hochgeladenen elektrischen Leiter und die Unterbrechung
des Betriebes der Maschine während der Einstellung. Ferner erwies es sich als schwierig
und mühevoll, namentlich bei Trennblättern von wesentlicher Länge, ein Ende der
Schiene genau zu einer Zeit einzustellen, -während man sie in paralleler Lage zu
der Ebene der zu trennenden Materialien hält.
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Wie sich, gezeigt hat, kann diese Schwierigkeit dadurch mit Vorteil
beseitigt werden, daß eine verbesserte Trennblattvorrichtung in einfacher Weise
einstellbar an, der Außenseite der Endsäulen io und 2o .der Scheidemaschine angeordnet
wird. Zu diesem Zweck dienen vorzugsweise Zahnstangen 21 (Fig. 4) zur Befestigung
an den in den Zeichnungen
dargestellten Gestellträgern. Jede Zabn.-sta,nge
liegt mit einer Aussparung 22 hinter der Seitenfiäche der Säule und bildet mit der
Säulenwand einen Führungskanal, in. dem eine Befestigungsplatte 23 (Fig. 6 und 8)
Aufnahme findet und mit der Außenfläche der beiden Zahnradgehäuse 24 und 25 an jeder
der Gestellsäulen verschraubt ist. Durch diese Platten 23 werden die Zahnradgehäuse
auf dem Gestell für eine begrenzte vertikale Einstellung gehalten und geführt.
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Die gegenüberliegenden Wände dieses Zahnradgehäuses tragen Lager 26
und 27 (Feig. 5), in denen die Enden einer zwischen den Gehäusen, liegenden Welle
28 gelagert sind. An jedem Ende der Welle ist innerhalb jedes Gehäuses ein. Zahnrad.
29 montiert, das mit der zugehörigen .Zahnstange 21 zusammenarbeitet. Auf einem
Ende der Welle 28 ist im Gehäuse 24 ein Schneckenrad 30 (Fig. 5 und 6) montiert,
das mit einer Schnecke 31 auf einer kurzen Welle 32 im Eingriff ist, die in Lagern
auf gegenüberliegenden Wänden des Gehäuses gelagert ist und durch dne vordere Wand
in 33 vorragt und dort eine Kurbel 34 (Fig. 2) aufnimmt. Daher dient eine Drehung
der Welle 33 mittels des Rädergetriebes dazu, die Welle 28 und deren Zahnräder in
Drehung zu versetzen, die mit den Zahnstangen an dem Rahmen im Eingriff sind, und
hierdurch gleichzeitig die beiden Zahnradgehäuse 24 und 25 gleichmäßig zu heben
oder zu senken, um die durch die Gehäuse getragene Trennplatte in noch zu beschreibender
Weise zu heben. oder zu senken.
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Eine andere Welle 35 (Fig. 5 und 9) ist in Lagern auf gegenüberliegenden
Seitenwänden der Getriebegehäuse 24 und 25 gelagert, und diese Welle ragt an, ihrem
rechtsseitigen. Ende aus dem Getriebegehäuse in 36 vor und nimmt eine Handku:bel
37 (Fig. i) auf, um die Welle in: Drehung zu versetzen. Auf der Welle 35 ist in
jedem der Getriebegehäuse ein. Schneckenrad 38 montiert, das mit einem ähnlichen
Rad 39 auf der Spindel 40 zusammenarbeitet, die vorn und hinten in jedem Ge-Hiuse
gelagert ist. Jede Spindel 4o ragt nach hinten über ihr Gehäuse hinaus und trägt
ein Schraubgewinde 4i. In zwei im Abstand angeordneten Köpfen 42 wird in einer Gewindeöffnung
43 die betreffende Gewindespindel 41 aufgenommen. Die Köpfe 42 sind durch das Trennblatt
i9 miteinander verbunden und tragen dasselbe. Zu diesem Zweck ist das Trennblatt
zwischen den Flanschflächen 44 einer Büchse 45 festgeklemmt, die durch Bolzen 46
auf festen: Endzapfen 47 befestigt ist. Die Zapfen 47 sind in geteilten Lagern in
den oberen Enden der Köpfe 42 festgeklemmt, die mittels der Bolzen 48 (Fig. 3) festgezogen
werden und. daher das Trennblatt in seiner Einstellungslage auf den Köpfen sicher
festhalten.
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Die Köpfe 42 siimd ferner durch eine Stange 49 (Fig. 3) verbunden,
auf der eine Ablenkplatte So mittels eines halbkreisförmigen Flansches 51 am oberen
Hakenende desselben auf der Stange drehbar befestigt ist. Die Ablenkplatte So reitet
während der Einstellung des Trennblattes an ihrem unteren Ende auf einer Stütze
52 auf dem Mar schinenrahmen. Die Lenkplatte ist daher unter dem Trennblatt so,
angeordnet, da,ß sie auf die Rückseite derselben fallende Teilchen auffängt und
in einen Fallkanal 53 für eine geeignete Bereitstellung liefert.
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Es ist zu beachten, daß jede der zur Gleichverstellung dienenden Walzen
28 und 35 durch ein rohrförmiges Zwischenstück 54 (Fig. 5) einstellbar mit den gegenüberliegenden.
Enden jeder Welle durch eine Büchse 55 gekuppelt ist. Jede Büchse ist einstellbar
auf dem Zwischenrohr und dem benachbarten Wellenende durch Schraubsätze 56 befestigt.
Hierdurch und durch die Verwendung des Schneckenradgetriebes wird, jedes Bewegungsspiel
vermieden, um eine gleichmäßige und genaue Einstellung der Enden des Trennblattes
sicherzustellen.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, daß die Drehung der
Welle 33 durch die Handkurbel 34 die Welle 28 und ihre Zahnräder 29 in Drehung versetzt,
die mit den an denn Rahmen ortsfesten Zahnstangen im Eingriff sind, und hierdurch
die Getriebegehäuse 24 und 25 hebt und senkt und so beide Enden des Trennblattes
mit gleichmäßiger Genauigkeit hebt und senkt. In ähnlicher Weisse setzt die Drehung
der Welle 35 durch die Kurbel 37 jede der Gewindespindeln 4o in einer oder der anderen
Richtung in Drehung und verstellt die Köpfe 42 und das Trennblatt von und gegen
die Förderelektrode 17 mit gleichmäßiger Genauigkeit und sichert hierdurch die parallele
Lage des Trennblattes zu der Trennebene der Materialien. Die vertikale und horizontale
Verstellung wird daher getrennt durch je Eine einzige an der Außenseite der Maschine
geeignet angeordnete Handkurbel durchgeführt. Die Vorrichtung gewährt einen großen
Verstellungsbereich, des Trenn.-Mattes, wile er durch die ausgezogenen und punktierten
Stellungen in Fig. 3 dargestellt ist. Das Trennblatt wird daher schnell, . genau
und bequem in die für jede besondere Arbeitsbedingung vorteilhafteste Stellung eingestellt.
Gleichzeitig verstellt sich die Ablenkplatte 50 selbsttätig, um eine der durch das
Trennblatt geschiedenen Klassen von Teilchen aufzunehmen und gesondert von, der
übrigen Materialklasse, die durch eine geeignete Ablenkplatte 57 gefördert wird,
zu dem nächst tieferen Elektrodenpaar auszutragen.
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Die Aufgaben der Erfindung werden daher durch die in einer bevorzugten
Ausführungsform beschriebene Anordnung erfüllt, es ist aber zu beachten, daß die
Erfindung nicht auf die beschriebene Ausführungsform beschränkt ist und vielmehr
mannigfaltige Abänderungsmöglichkeiten bestehen.