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DE915970C - Verfahren zum Verbessern der Eigenschaften von kuenstlichen Formgebilden aus hydroxylgruppenhaltigen hochmolekularen Stoffen - Google Patents

Verfahren zum Verbessern der Eigenschaften von kuenstlichen Formgebilden aus hydroxylgruppenhaltigen hochmolekularen Stoffen

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Publication number
DE915970C
DE915970C DET4862D DET0004862D DE915970C DE 915970 C DE915970 C DE 915970C DE T4862 D DET4862 D DE T4862D DE T0004862 D DET0004862 D DE T0004862D DE 915970 C DE915970 C DE 915970C
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DE
Germany
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molecular weight
high molecular
solutions
weight substances
properties
Prior art date
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Expired
Application number
DET4862D
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Phrix Werke AG
Original Assignee
Phrix Werke AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Phrix Werke AG filed Critical Phrix Werke AG
Priority to DET4862D priority Critical patent/DE915970C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE915970C publication Critical patent/DE915970C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

Im Hauptpatent 913 946 wurde ein Verfahren zum Verbessern der Eigenschaften von künstlichen Formgebilden aus hydroxylgruppenhaltigen Stoffen beschrieben, welches darin besteht, daß entweder den zu verformenden Lösungen des betreffenden Ausgangsmaterials, vorzugsweise in gekühltem Zustande, kalte Lösungen von N-Halogenmono- oder N, N'-Dihalogendiamiden in alkalischen Medien zugeführt werden, worauf nach der Formung oder während derselben durch Erwärmen die Veredlung entwickelt, gespült und getrocknet wird oder bereits gewonnene Formgebilde mit Lösungen dieser Halogenamide nachbehandelt werden.
Es wurde nun weiterhin gefunden, daß man dieses Verfahren dadurch verbessern kann, daß man an Stelle von ätzalkalischen Lösungen der Halogenamide Lösungen verwendet, die schwächere Basen als die Alkalihydroxyde enthalten, und zwar vorzugsweise zwei- oder mehrwertigeMetallhydroxyde, insbesondere die Hydroxyde der Erdalkalien. So haben sich besonders Magnesium-, Calcium-, Strontium- und Bariumhydroxyd bewährt. Es können aber auch gegebenenfalls Zink-, Aluminium-, Eisen-, Manganusw. Hydroxyd angewendet werden.
Da die Hydroxyde von zwei- und mehrwertigen Metallen in Wasser schwer oder unlöslich sind, die
Halogenamide ihrerseits jedoch nur schwachsaure Eigenschaften besitzen, so daß sie in den meisten Fällen nicht unmittelbar mit den verfahrensgemäß anzuwendenden Hydroxyden der zwei- und mehrwertigen Kationen in Lösung gehen, kann man erfindungsgemäß so vorgehen, daß man die Halogenamide zunächst mit Alkalihydroxyden in wäßrige Lösungen bringt und zu diesen Lösungen ein zur Bildung von Hydroxyden geeignetes Salz der Erdalkalien xo oder der anderen Kationen in äquivalenten Mengen zugibt. Auf diese Weise gelingt es am vorteilhaftesten, die Halogenamide und die Erdalkalie- usw. Ionen gemeinsam in Lösung zu bringen. Es ist jedoch in manchen Fällen auch möglich, die Halogenamide mit den Metallhydroxyden in Wasser aufzuschlämmen und durch längeres Rühren in der Kälte die Lösung zu bewirken; um die etwa noch vorhandene Trübung der Lösungen zu entfernen, empfiehlt es sich, dieselben vor dem Gebrauch entsprechend zu klären. Derartige Lösungen sollen nun den Lösungen der hochmolekularen hydroxylgruppenhaltigen Stoffe vor ihrer Verformung zu Gebilden, wie Fäden, Fasern, Filme oder Folien, zugegeben- werden. Wie beim Verfahren des Patents 913 946 muß hier auf eine gute Kühlung der halogenamidhaltigen Lösungen geachtet werden, und zwar mit besonderer Sorgfalt, da es sich gezeigt hat, daß erdalkali- usw. hydroxydhaltige Halogenamidlösungen im Vergleich zu den entsprechenden alkalinydroxydhaltigen Halogenamidlösungen durch höhere Temperaturen noch wesentlich leichter zersetzt werden.
Entsprechend dem im Patent 913 946 beschriebenen Verfahren besteht eine andere Anwendungsform des vorliegenden Verfahrens darin, bereits fertige Formgebilde aus hochmolekularen, hydroxylgruppenhaltigen Substanzen mit den^ erfindungsgemäßen Lösungen, welche das Veredlungsmittel enthalten, nachzubehandeln. Diese Nachbehandlung erfolgt am vorteilhaftesten unmittelbar nach der Formgebung, also z. B. nach dem Verspinnen, in noch hochgequollenem Zustande vor dem Trocknen. Es ist indessen nicht ausgeschlossen, auch fertige, getrocknete oder sogar weiterverarbeitete Formgebilde, wie getrocknete Fäden, Garne oder fertige Gewebe, 4-5 durch Eintragung in die das Veredlungsmittel enthaltenden Lösungen nachzubehandeln, sofern die Formgebilde in Wasser noch genügend quellbar sind, so daß eine gleichmäßige Durchdringung der Gebilde durch die Lösung gewährleistet ist. Das Verfahren sei durch folgende Ausführungsbeispiele näher erläutert:
i. Cellulosehydratfäden oder Stapelfasern aus Cellulosehydrat werden vor dem ersten Trocknen durch eine Flotte geführt, welche 2 % N, N'-Dichloradipin-. säurediamid und die äquivalente Menge Magnesiumhydroxyd enthält, Diese Lösung hat man zuvor dadurch gewonnen, daß man 212 Gewichtsteile N, N'-Dichloradipinsäurediamid in 2000 Teilen Wasser aufnimmt und dazu unter Kühlung und Rührung 80 Teile Natriumhydroxyd, in 400 Teilen Wasser gelöst, zugibt. Dabei geht das Chloramid in Lösung. Hierzu gibt man sodann 220 Gewichtsteile kristallisiertes Magnesiumchlorid und füllt mit Wasser auf, bis die Konzentration in bezug auf das Chloramid etwa 2 % beträgt. Die Fäden bzw. Fasern werden nach der Behandlung abgequetscht und in feuchtem Zustand etwa 5 bis 15 Minuten einer Temperatur von 50 bis 6o° C ausgesetzt. Danach werden sie in Wasser gründlich gewaschen und getrocknet.
Die Wirkung der Veredlung läßt sich z. B. leicht ■ auf folgende Weise erkennen: Legt man eine unbehandelte und eine behandelte Probe der getrockneten Fasern gleichzeitig auf eine Wasseroberfläche, so sinkt das unbehandelte Muster sofort unter und saugt sich voll, während das nachbehandelte auf der Wasseroberfläche schwimmt.
2. 200 Gewichtsteile Polyvinylalkohol werden zur besseren Lösung zunächst trocken mit je 15 Teilen Harnstoff und Thioharnstoff vermischt. Die Mischung wird sodann nach und nach in 670 Teile etwa 80° heißes Wasser unter kräftigem Rühren eingetragen. Sobald sich die Substanz gelöst hat, kühlt man auf unter 4-5° ab und gibt hierzu 100 Teile einer ebenfalls auf unter + 50 gekühlten 5%igen Lösung, berechnet auf die Trockensubstanz, eines technischen N, W-Dichlorsebazinsäurediamids, die mit der äquivalenten Menge Calciumhydroxyd angerichtet worden war, hinzu. Hierauf läßt man die Lösung durch einen schmalen Schlitz in ein warmes Formaldehydbad von etwa 500 eintreten, worauf der auf diese Weise gebildete Film in bekannter Weise gestreckt wird. Nach gründlichem Waschen mit Wasser wird der Film unter Spannung getrocknet.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Verbessern der Eigenschaften von künstlichen Formgebilden aus hydroxylgruppenhaltigen hochmolekularen Stoffen, wobei entweder der zu verformenden Lösung des betreffenden Ausgangsmaterials kalte Lösungen von N-Halogenmono- oder N, N'-Dihalogendiamiden in alkalischen Medien zugeführt werden oder das bereits fertige Formgebilde mit alkalischen Lösungen dieser Halogenamide nachbehandelt wird, nach Patent 913 946, dadurch gekennzeichnet, daß die N-Halogenmono- oder N, N'-Dihalogendiamide in Gegenwart von mindestens äquivalenten Mengen schwächerer Basen, als es die Alkalihydroxyde sind, vorzugsweise der zwei- oder mehrwertigen Metallhydroxyde, mit den hochmolekularen Stoffen umgesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Halogenamide zunächst mit etwa äquivalenten Mengen Alkalihydroxyden in Lösung bringt und diesen Lösungen sodann äquivalente Mengen von löslichen Salzen der zwei- oder mehrwertigen Metalle hinzufügt.
© 9534 1.
DET4862D 1941-12-11 1942-06-23 Verfahren zum Verbessern der Eigenschaften von kuenstlichen Formgebilden aus hydroxylgruppenhaltigen hochmolekularen Stoffen Expired DE915970C (de)

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