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An- und Abstellvorrichtung für den Gummizylinder einer Rotations-Gummidruckmaschine
Die Erfindung betrifft eine An- und Abstellvorrichtung für den Gummizylinder einer
Rotations-Gummidruckmaschine mit einem Zylinder, welcher mit Druckplatten- und Druckflächen
versehen ist und welcher mit einer mit ihm fest verbundenen Achse drehbar an dem
Rahmen der Maschine in Nähe des Gummizylinders angeordnet ist, der zu dem Zylinder
hin und von diesem fort bewegt werden kann, wobei der Gummizylinder in wenigstens
einem am Maschinenrahmen schwenkbar aufgehängten Träger gelagert ist.
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Das An- und Abstellen des Gummizylinders an den Hauptzylinder erfolgte
bisher so, daß die in Gleitlagern oder Gleitführungen gelagerte Welle des Gummizylinders
durch eine mit Kurvenscheiben arbeitende Vorrichtung nach dem Hauptzylinder zu oder
von ihm ab bewegt wurde.
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Die Steuervorrichtung nach der Erfindung ermöglicht bei einfacher
Bauweise und wirtschaftlichem Betrieb eine einwandfreie Regelung der periodischen
Bewegungen des Gummizylinders gegenüber dem Hauptzylinder und gestattet außerdem
gleichzeitig eine Regelung des Anpreßdruckes der Gummiwalze, so daß verschieden
starke Druckplatten sowie Papiere verschiedener Stärke Verwendung finden können.
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Erreicht wird dies dadurch, daß erfindungsgemäß der Träger des Gummizylinders
unter dem Druck einer Feder steht, welche den Gummizylinder dauernd gegen den Zylinder
preßt, und die Stellung
des Gummizylinders zu dem Zylinder infolge
der Anpressung durch die Feder sowie der jeweilige Anpreßdruck zwischen dem Gummizylinder
und dem Zylinder durch diese Feder mittels einer Steuervorrichtung geregelt wird,
welche auf wenigstens einen der Träger einwirkt.
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Die Steuervorrichtung nach der Erfindung wird durch eine Unterbrechung
der Blattzufuhr zu der Maschine betätigt uM unterbricht darauf den weiteren Gang
der verschiedenen Einrichtungen der :Maschine, so daß eine überflüssige weitere
Beaufschlagung mit Farbe und Feuchtigkeit unterbunden und der Gummizylinder abgehoben
wird. Das Abstellen des Gummizylinders wird vorteilhaft durch einfache elektromagnetische
Klinkenvorrichtungen ausgelöst, und zwar dann, wenn ein Blatt oder mehrere Blätter
fehlerhaft ausgefallen sind. Da die Klinkvorrichtungen nur sehr wenig Strom verbrauchen,
ist ihre Arbeitsweise besonders wirtschaftlich.
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In den Zeichnungen ist die Erfindung im einzelnen wiedergegeben, und
zwar zeigt Fig. i die Seitenansicht der rechten Seite einer Ausführungsform der
Druckmaschine nach der Erfindung, in welcher die Abdeckung oder Gehäuseteile fortgenommen
sind, Fig. 2 eine Seitenansicht, zum Teil im Schnitt, der in Fig. i dargestellten
Maschine, und zwar in der gleichen Blickrichtung, jedoch unmittelbar hinter der
Seitenplatte oder dem Rahmen von Fig. i, Fig. 3 eine Seitenansicht nach Fig. i,
jedoch von der anderen Seite der Maschine aus, Fig. 4 in vergrößertem Maßstabe die
Teilansicht eines Teiles des in Fig. 3 wiedergegebenen Mechanismus für die Blattzuführung,
Fig. 5 gleichfalls in vergrößertem Maßstabe einen Ausschnitt unter Fortlassung einzelner
Teile des Mechanismus nach Fig. 4., jedoch von der anderen Seite gesehen, Fig. 6
eine Teilansicht der Gummizylinder in vergrößertem Maßstabe von der Seite aus und
zum Teil im Schnitt mit den Traggliedern und der zugehörigen Steuervorrichtung,
Fig. 7 die Draufsicht eines Teiles des Mechanismus nach Fig. 6, zum Teil horizontal
geschnitten, Fig.8 die Rückansicht eines Teiles des in den Fig.6 und 7 dargestellten
Mechanismus sowie des entsprechenden Teiles auf der gegenüberliegenden Seite des
Rahmens, Fig. 8 a den Schnitt durch einen Teil der Fig. 8 nach Linie 8a-8a, Fig.
g einen elektrischen Schaltplan für die Druckmaschine mit den Traggliedern für den
Gummizylinder und den zugehörigen Steuervorrichtungen, wie sie in den: Fig. 1, 6,
7 und 8 wiedergegeben sind, zugleich mit Schaubildern von einzelnen Teilen weiterer
Mechanismen, Fig. io in vergrößertem Maßstabe die Seitenansicht, teilweise geschnitten,
der Druckmaschine mit einer anderen Ausführungsform der Tragglieder für den Gummizylinder
und deren Steuervorrichtungen, Fig. i i einen; Horizontalschnitt und die Draufsicht
auf den Mechanismus nach Fig. io, Fig. 12 einen Vertikalschnitt nach Linie 12-r2
in Fig. io unter Fortlassung des Hauptzylinders und Fig.13 einen weiteren elektrischen
Schaltplan für die Druckmaschine nach der abgeänderten Ausführungsform entsprechend
den Fig. io, i i und 12.
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Die erfindungsgemäße Steuervorrichtung für den Gummizylinder ist nachstehend
in Verbindung mit einer Zweizylinder-Rotations-Gummidruckmaschine beschrieben; hierbei
sind nur die Teile der Druckmaschine näher erläutert, die zu einem vollen Verständnis
der Erfindung erforderlich sind.
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Die verschiedenen Einrichtungen der Maschine werden von zwei Seitenplatten
2 und .l getragen, die durch eine Anzahl -Stangen, einschließlich der dargestellten
Stangen 8, io und 12; in Abstand gehalten werden. Nach Fig. 2 befindet sich der
Hauptzylinder der Maschine, welcher durchgängig mit 14 bezeichnet ist, drehbar zwischen
den Seitenplatten 2 und 4. Er besitzt ein Druckplattenseginent 16 und ein Drucksegment
18. Das Druckplattensegment dient zur Aufnahme und Einspannung der lithographischen
Druckplatte. Das Drucksegment 18 führt nacheinander die mitgenommenen Blätter durch
die Maschine, so daß diese bedruckt werden können.
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Hinter dem Hauptzylinder 14 und gleichfalls zwischen den Seitenplatten
2 und 4 ist drehbar ein Gummizylinder 20 mit einem Gummituch vorgesehen, der dazu
dient zunächst mit der angefeuchteten und mit Farbe versehenen lithographischen
Druckplatte zum Umdruck des Satzes auf den Gummizylinder in rollende Berührung zu
kommen und sodann mit dem Blatt auf dem Drucksegment, so daß er den Satz auf das
Papier überträgt. Der Gummizylinder und der Hauptzylinder sind zur gegenseitigen
Drehung mit Zahnkränzen 22 und 24 versehen, deren Teilkreise gleich den Durchmessern
des Gummizylinders und des Zylinders sind. Die besondere Anordnung des Gummizylinders
wird weiter unten im einzelnen beschrieben.
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Aus Fig. z sind weiterhin folgende Vorrichtungen zu entnehmen: der
Tisch für den zuzuliefernden Stapel von Druckblättern, mit 26 bezeichnet; der Blattabheber
und -anlieferer 28; die Zubringer-Walzenvorrichtung 30; die Farbzufuhrvorrichtung
32; die Anfeuchtungswalze 34; der Blattabstreifer mit den Niederhalte- und Auswurfwalzen
36; die Ablagemulde 38; der elektrische Motor 4o und die kombinierte Druck- und
Vakuumpumpe üblicher Bauart 42.
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Auf der Vorderseite der Maschine befindet sich zwischen den unteren
Enden der Seitenplatten ein Schaltbrett 44, auf welchem alle Steuerorgane für die
verschieden en Vorrichtungen der Maschine angeordnet sind.
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Wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich, ist der Elektromotor 4o, welcher
die Kraftquelle für den Antrieb der Maschine bildet, auf deren Rückseite angeordnet.
Die Treibwelle 46 des Motors ist
durch die Seitenplatte 4 hindurchgeführt
und auf deren Außenseite mit einer Treibrolle 48 versehen, wie in Fig. 3 dargestellt.
Diese Rolle 48 bildet mit der getriebenen Rolle 5o und dem Riemen 52 ein veränderliches
Übersetzungsgetriebe, dessen Einzelausführung hier nicht näher beschrieben werden
soll. Die Rolle 50 sitzt auf der Welle 54, die wieder im Innern des Rahmens
das Zahnrad 56 trägt, das im Eingriff mit dem Zahnkranz 58 steht, welcher an dem
Druckplattensegment 16 des Hauptzylinders 14 befestigt ist (Fig. 2). Der Gummizylinder
2o besitzt einen ähnlichen Zahnkranz 6o, welcher mit dem Zahnkranz 58 im Eingriff
steht, so daß der Hauptzylinder 14 den Gummizylinder 20 mitdreht.
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Ein zweites Zahnrad 62 auf der Welle 54 steht im Eingriff mit einem
nicht dargestellten Zahnrad auf der Welle 64, die auch die fest aufsitzende Rolle
66 trägt. Diese Rolle 66 bildet gemeinsam mit den Rollen 68 und 7o durch den mit
Zahneinschnitten versehenen Riemen 72 einen geschlossenen Antrieb.
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Die Welle 74 des Hauptzylinders ist in ähnlicher Weise wie die Antriebswelle
46 des Motors 40 durch die Seitenplatte .4 hindurchgeführt und trägt auf dem äußeren
Ende fest verbunden die Antriebsrolle 76, welche zusammen mit der Rolle 78, einem
Phasenkorrekturmechanismus 8o und der Rolle 82 wieder einen geschlossenen Antrieb
über den Zahnriemen 84 bilden.
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Diese beiden Riementriebe ergeben zusammen mit der angetriebenen Welle
54 und den mit dieser verbundenen Zahnrädern den Hauptteil des Antriebes der Maschine.
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Wie aus den Fig. 2 und 6 zu ersehen, besteht der Gummizylinder 20
im wesentlichen aus einem zylindrischen Metallkörper 86 mit einer sich längs erstreckenden
Einbuchtung oder Lücke 88, in welcher die Klemmittelgo in an sich üblicher Art zur
Befestigung eines Gummituches 92 auf der Um--> fangsfläche des Zylinders angeordnet
sind. Die Enden der Walze liegen in geeigneten Lagern, durch welche die Walze drehbar
an einer nicht drehbaren Achse 94 aufgehängt ist. An dem einen Ende des Gummizylinders
ist das Zahnrad 6o befestigt, das von dem Zahnkranz 58 an der gleichen Seite des
Druckplattemsegmentes von dem Hauptzylinder mitgenommen wird, so daß also der Zylinder
und der Gummizylinder gemeinsam rotieren.
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Die Enden der Achse 4 greifen lose durch Öffnungen in den Seitenplatten
2 und 4. Über jeder Öffnung befindet sich ein Zapfen 96, welcher mit seinem verjüngten
und mit Gewinde versehenen Ende durch die Seitenplatte hindurchgeführt ist und in
fester Winkeleinstellung in dieser durch i eine Mutter 98 gehalten wird, wie am
besten aus den Fig. 8 und 8 a zu entnehmen. Von dem Zapfen 96 hängt ein Arm ioo
mit einem sich nach vorn erstreckenden Ausschnitt 102 herab (in Fig. 6 nach links),
welcher dazu dient, einen am Umfang gezahnten Teil 104 der Walzenachse aufzunehmen.
An den unteren Enden ist jeder dieser Tragarme ioo mit einer Auskerbung io6 versehen,
in welche ein Ende eines Kupplungshakens oder einer Kupplungsöse io8 eingehängt
ist, deren anderes Ende mittels einer starken Zugfeder iio (Fig: 2) an denn seitlichen
Maschinenrahmen befestigt ist: Auf jedem Zapfen 96 ist ferner zu beiden Seiten der
Maschine ein herabhängender Arm 112 angeordnet, welcher vorn vor der Achse 94 liegt
und gegen diese Achse gedrückt werden kann. Die unteren Enden der Arme 112 stoßen
gegen die Stifte 114, welche auf den kurzen, sich nach oben erstreckenden Armen
116 der Verstellwelle 118, die sich quer durch die Maschine erstreckt und in den
Seitenplatten gelagert ist, sitzen. Auf diese Weise wird durch die Verstellwelle
i 18, den herabhängenden Arm 112 und den Hebelarm 116 die Vorwärtsbewegung der Walzenachse
94 durch die Arme ioo in Verbindung mit der Feder i io begrenzt. Durch eine Drehung
der Welle 118 im Uhrzeigersinn (Fig.6) wird die Achse 94 somit nach rechts (Fig.2)
verstellt.
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Nach Fig. 8 a, die eine Darstellung dieses Einzelteiles im Schnitt
zeigt, weist jeder Zapfen 96, an dem die Tragarme ioo und die nach unten verlaufenden
Arme i 12 aufgehängt sind, einen konzentrischen Teil 96d auf, an welchem der Tragarm
angebracht ist, und einen exzentrischen Teil 96b, welcher durch die kreisförmige
Öffnung im oberen Ende des Armes 112 umgriffen wird. Der Kopf des Zapfens ist mit
einer Rille versehen, so daß nach Lösen der Mutter 98 seine Winkelstellung und damit
das obere Ende des Armes 112 nach vor-oder rückwärts verstellt werden kann, ohne
daß hierbei die Vor-, Rückwärts- oder Höhenstellung des oberen Endes von dem Tragarm
ioo eine Änderung erfährt. Die Stellung der Arme 112 begrenzt die Lage der Walzenachse
94 bis zu welcher diese durch die Feder i io bewegt werden kann. Auf diese Weise
kann . also durch entsprechende Einstellung der Zapfen 96 der Gummizylinder genau
parallel mit dem Hauptzylinder 14 eingestellt werden. Die vorstehend beschriebene
Wirkungsweise der Gummizylinderanordnung trifft, wenn sie auch zunächst nur sich
auf die Fig. 2 und 4 bezieht, in gleicher Weise auch für die Fig. io, i i und 12
zu, in welchen eine zweite Ausführungsform des Einstellmechanismus für den Gummizylinder
dargestellt ist. Die gleichbleibenden Teile dieser zweiten Ausführung sind mit den
gleichen Bezugsziffern, jedoch mit einem ' versehen.
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Die erste Ausführungsform des Steuermechanismus einschließlich der
Mittel zur Regelung der Pressung zwischen dem Gummizylinder und dem Hauptzylinder
ist am besten aus den Fig. i, 6 und 7 zu entnehmen und sei nachstehend näher ausgeführt.
An dem äußeren Ende der Welle i 18 ist abnehmbar ein Haupthebel i2o angeordnet,
der sich nach vorn zu erstreckt und einen Anschlagstift 121 trägt. Gegen diesen
Stift 121 liegt das eine Ende der Feder 123, welche bestrebt ist, den Haupthebel
i2o mit der Welle 118 in eine annähernd rechtwinklige Stellung zu drücken; wenn
die Schraube 125 gelockert wird. Die Feder ist zu diesem Zwecke mit ihrem anderen
Ende fest mit der Welle i 18 verbunden. Auf der oberen Fläche des Haupthebels
120
sind schwenkbar drei Hilfshebel 122, i2.1 und 126 gelagert,
am besten in Fig.7 ersichtlich. Das äußere Ende des Haupthebels i2o ist mit drei
hochstehenden einzelnen Drehbalken 128, 130 und 132 versehen, auf denen jeweilig
einer der Hilfshebel 122, 12q. und 126 schwenkbar angebracht ist. Der erste Hilfshebel
122 besitzt an seinem äußeren Ende eine Gabel, zwischen deren Seitenteilen drehbar
eine Laufrolle 13.1 befestigt ist, so daß diese der Nockenscheibe 136 aufliegt,
die an dem einen Ende der Hauptzylinderwelle 64 sitzt und den Gummizylinder von
und zu dem Hauptzylinder bewegen kann.
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In ähnlicher Weise hat der Hilfshebel 24 an dem äußeren Ende eine
Gabel, welche in ihren Seitenarmen die Laufrolle 138 trägt, die der Nockenscheibe
1.1o anliegt, welche zur Steuerung des Anpreßdruckes zwischen dein Gummizylinder
und der Druckplatte dient. Auch der dritte Hilfshebel 126 weist in gleicher Weise
zwischen der Gabelung am äußeren Ende eine Laufrolle 142 auf, die mit der N ockenscheibe
1.1.1 in Berührung steht und zur Einstellung der Pressung zwischen dem Gummizylinder
und dem zu bedruckenden Blatt dient.
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Der Hilfshebel 122, welcher das Anlegen und Abheben des Gummizylinders
steuert, schwingt normalerweise frei auf und nieder, wenn die Nokkenscheibe 136
sich mit der Zylinderwelle 74 dreht, also ohne hierbei die Lage des Haupthebels
120 zu beeinflussen. Es ist aber ein Klinkenmechanismus vorgesehen, durch welchen
der Hebel 22 ergriffen werden kann, wenn dieses gewünscht wird, so daß er den Haupthebel
12o dann in dieser eingeklinkten Stellung mitnimmt und sich dieser mit der Nokkenscheibe
136 mitbewegt. Das äußere Ende des Haupthebels 120 ist ferner mit einem herabhängenden
Teil 146 versehen, an dem sich die Magnetspule 1.18 befindet. `'Weiterhin trägt
der Haupthebel 120 einen Klinkenarm 15o, der drehbar auf dem Drehzapfen 152 in dem
Haupthebel 120 gelagert ist, wie aus Fig. 6 ersichtlich. Das untere Ende 144 des
Klinkenarmes i5o ist so gestaltet, daß es zu der 1Iagnetspule 148 geschwenkt werden
kann, wenn diese erregt wird. Das obere Ende 156 wird normalerweise durch die Feder
158 an dem Haken 16o des Klinkenarmes in Uhrzeigerrichtung wie in Fig. 6 gedrückt,
so daß es gegen den Anschlagstift 162 gepreßt ist.
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Das untere Ende 15.1 des Klinkenarmes i5o wird entsprechend den ausgezogenen
Linien in Fig. 6 von der unter Strom gesetzten Magnetspule 148 angezogen, wobei
der Klinkenarm in Uhrzeigerrichtung um den Drehpunkt 152 schwenkt. Die Stellung
bei nicht erregter Magnetspule ist in gestrichelten Linien wiedergegeben. Der Arm
i5o ist ferner so gelagert, daß, wenn er sich in der Lage der gestrichelten Darstellung
befindet, sein oberes Ende 156 einen Anschlag für das innere Ende des Hebels 122,
der zum Anlegen und Abheben des Gummizylinders bestimmt ist, bildet. Wenn also die
Magnetspule 148 nicht erregt ist, wirkt der Hilfshebel i22 als eine feste Verlängerung
des Haupthebels i 20, während bei erregter Magnetspule 148 der Hebel ausgeklinkt
ist und frei um den Drehbalken 178 hin und her schwingt, ohne irgend-; wie
die Stellung des Haupthebels i 2o zu beeinflussen: Das obere Ende des Drehbalkens
1ä8 ist mit einer Klinkennase 162 versehen, welche mit dem hakenförmigen Ende 164
des Klinkenarmes 166, der sich um einen Zapfen 168 in der Seitenwand 2 zu drehen
vermag zusammenwirkt. Für gewöhnlich wird der Arm 166 durch eine auch an der Seitenplatte
2 befestigte Feder 170 gegen die Nase 162 des Drehbalkens 128 gezogen, so daß, wenn
sich der Hilfshebel 122 in der eingeklinkten Lage befindet und der Haupthebel i2o
durch die Laufrolle 134 angehoben wird, der Arm 166 mit dein Drehbalken 128 einrastet.
Ist der Haupthebel i2o einmal in dieser Hochstellung, so bleibt er darin, bis die
Magnetspule 172 wieder erregt wird und der Arm 166 entgegen der Federwirkung der
Feder 170 zurückgezogen werden kann. Dies kann aber erst dann erfolgen, da
der Hilfshebel 1-z2 nach Fig. 6 durch die, verglichen mit der Feder 170,
wesentlich stärkere Feder 174 kräftig nach unten gezogen wird, wenn die Rolle 134
sich wieder auf der Nockenscheibe in Höchststellung befindet; bis dahin bleibt also
die einmal erfolgte Einrastung zwischen dem Arm 164 und der Nase 162 aufrechterhalten.
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Wenn der Hilfshebel i22 mit dem Haupthebel i2o durch den Arm i5o eingeklinkt
ist und sich somit der Haupthebel r2o entsprechend der I@aufrollenbewegung auf der
Nockenscheibe 136 bewegt, wird in gleicher Weise der sich nach oben erstrekkende
Arm 116 und der in diesem befestigte Stift 11.1 bogenförmig mitbewegt. Da ferner
die Stifte 114 normalerweise gegen die unteren Enden der herabhängenden Arme 112
drücken, werden diese gleichfalls um die Zapfen 96 geschwenkt. Eine Bewegung der
Arme 112 im Gegenzeigersinn bewirkt, daß die Gummizylinderachse 94 von dem Hauptzylinder
abgeschwenkt wird, während eine Bewegung des Armes 112 im Uhrzeigersinn bewirkt,
daß unter dem Einfluß der Feder i io die Achse 94 und der Gummizylinder 2o zu dein
Hauptzylinder 14. hingezogen werden. , Bei eingeklinktem Hilfshebel 122 wird also
der Gummizylinder 2o durch die periodische Anhebung der Laufrolle 134 von dem Zylinder
14 abgeschwenkt. Ist die Nockenscheibe i36 entsprechend ausgebildet und in dem richtigen
Winkel zu der Zylinderwelle 74 eingestellt, so kann der Gummizylinder mittels dieser
Anordnung jeweils von dem Drucksegment 18 des Hauptzylinders 14 abgeschwenkt werden.
Der Sinn dieser besonderen Ausbildung soll weiter unten erläutert werden: Wie bereits
erwähnt, ist der Hilfshebel 124 in gleicher `'eise wie der Hilfshebel 122 an einem
Drehbalken i3o (Fig. 6 und 7) am äußeren Ende des Haupthebels i2o drehbar
befestigt. Das innere Ende des Hebels 12.1 .ist mit einer mit Innengewinde versehenen
Lochung versehen, im welche eine Abstützschraube 176 eingeschraubt ist, und zwar
so, daß deren unteres Ende auf der oberen Fläche des Haupthebels 120, wie aus Fig.
6 ersichtlich, ruht. Zur Einstellung der Abstützschraube 176 dient die
Klemmutter
178. Wie bereits beschrieben, liegt ferner die Laufrolle 138 der Nockenscheibe i4o
an. Diese ist so ausgearbeitet, daß sie die Rolle 138 und den Hilfshebel 124 nur
auf eine geringe Dauer während jeder Drehung des Hauptzylinders anhebt und damit
eine entsprechende Verstellung der Welle 118 und des Armes 116 bewirkt. Die so ausgelöste
Bewegung auf die Enden der Achse 94 des Gummizylinders beträgt nur einige Hundertstelmillimeter
und dient zur kurzen Aufhebung der Pressung zwischen dem Gummizylinder und dem Hauptzylinder,
und zwar unmittelbar vor der Berührung der Führungskante der Druckplatte auf dem
Druckplattensegment mit dem Gummizylinder.
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Ebenso schwingt der Haupthebel 120, wenn die Laufrolle 138 wieder
in die Abflachung der Nockenscheibe iq.o eintritt, ein klein wenig abwärts bzw.
bis dahin, wo seine Bewegung durch einen anderen Teil, beispielsweise die Nockenscheibe
144 in Verbindung mit der Laufrolle 142 und dem Hilfshebel 126 gehemmt wird.
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Wie ersichtlich, kann die Auswirkung durch die Nockenscheibe i4o und
den Haupthebel i2o auf den Anpreßdruck des Gummizylinders leicht durch eine entsprechende
Einstellung der Abstützschraube 176 geregelt werden. Wird die Schraube 176 beispielsweise
nach oben verstellt, so erhält der Haupthebel i2o eine tiefere Lage, und umgekehrt.
Es kann also jede gewünschte Einstellung des Haupthebels und damit auch des Druckes
auf das Druckplattensegment des Hauptzylinders erfolgen. Damit ist aber auch die
Möglichkeit gegeben, verschieden starke Druckplatten zu verwenden,.
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Der Hilfshebel 126 ist, wie schon erwähnt, schwenkbar auf dem Drehbalken
132 in dem Punkt 178 gelagert (Fig.6). Er dient dazu, den Preßdruck zwischen dem
Gummizylinder 2o und dem Hauptzylinder 14 während der Zeit einzustellen, in welcher
der Überdruck von dem Gummizylinder auf das Papierblatt, das auf dem Druckteil des
Hauptzylinders 14 angeklemmt ist, erfolgen soll. Die Nockenscheibe 144 weist eine
Form auf, die der der Nockemscheibe 140 sehr ähnelt, doch ist diese Nockenscheibe
auf der Zylinderwelle 74 mit ihrem hervorstehenden Teil entgegengesetzt angeordnet.
Es erfolgt also eine Anhebung durch die Nockenscheibe 144 im wesentlichen in, der
Zeit, wenn die Laufrolle der Nockenscheibe i4o sich in dem abgeflachten Teil befindet.
Die weitere Wirkungsweise entspricht wieder der des Hilfshebels 124, so daß eine
nähere Darlegung sich erübrigt. Es wird also durch die Nockenscheibe 144 jeweils
die gewünschte Pressung zwischen dem Gummizylinder 20 und dem Hauptzylinder 14 in
der Zeit geregelt, wenn der Druck auf das Papierblatt übertragen wird.
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Bei der Verwendung von Blättern verschiedener Dicke ist es natürlich
erwünscht, auch Verstellmittel zur entsprechenden Änderung des Druckes des Gummizylinders
je nach der Papierstärke zu haben. Diese Verstellmittel sind in Form einer von Hand
einstellbaren Nockenscheibe i 8o (Fig.6 und 7) vorhanden. Die Nockenscheibe 18o
ist drehbar auf der Welle 182 angeordnet, die aus einer Verlängerung der Welle 118
besteht. Die Scheibe dient zur Aufnahme der unteren Fläche des Hilfshebels 126 und
wirkt somit auf diesen Hebel in im wesentlichen gleicher Weise wie die Abstützschraube
176 auf den Hilfshebel 12q.. Fig. 7 zeigt, daß die Welle 182 einen beiderseits hervortretenden
Stift 184 besitzt, welcher für gewöhnlich in zwei diametral gegenüberliegenden Rillen
186 der Außenseite von der Nockenscheibe 18o liegt. Die nach außen gebogene federnde
Unterlegscheibe 188 drückt die Nockenscheibe i8o zu diesem Stift hin. Weiterhin
ist ein Stellknopf igo vorgesehen, der auf dem Ansatz 192 auf der Außenseite der
Nockenscheibe 18o durch den Haltering 194 befestigt ist. Wird nun der Knopf igo
eingedrückt, wird auch die Federscheibe 188 zusammengepreßt und die Nockenscheibe
i8o nach innen verschoben, so daß der Stift 184 aus den Rillen 186 freikommt. Die
Nockenscheibe kann nunmehr in die gewünschte Stellung gedreht werden. Beim Loslassen
des Knopfes i i9 dringt der Stift 184 wieder in zwei der Rillen 186 ein. Es empfiehlt
sich noch, eine entsprechende Teilung für die Einstellung des Knopfes vorzunehmen,
aus welcher jeweils für eine bestimmte Papierstärke sich die Einstellung ergibt.
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Weiterhin ist das untere Ende des Hilfshebels 126 mit einem Handgriff
196 versehen (Fig. 7), der sich in einer solchen Lage befindet, daß er leicht von
oben her durch die Bedienung erfaßt werden kann. Wird dieser Handgriff 196 angehoben,
wird auch der Haupthebel i2o nach oben geschwenkt und damit zugleich der Gummizylinder
20 von dem Hauptzylinder 14 abgedrückt. Durch diese Anordnung ist die Bedienung
der Maschine in der Lage, den Gummizylinder 20 auszurücken, um beispielsweise ein
Papierblatt zwischen den Gummizylinder und den Zylinder einzuführen und dieses durch
Loslassen des Handgriffes 196 zwischen Gummizylinder und Zylinder in normaler Weise
anzupressen. An der Seitenplatte :2 ist zudem an den Vorsprüngen Zoo eine Führungsleiste
198 angebracht, um den Hilfshebel 126 während einer solchen Betätigung stets
in der richtigen senkrechten Lage zu halten. Diese Einrichtung ist sehr zweckmäßig
bei der Probe der richtigen Anlage des Gummizylinders 20 und außerdem auch zur Bestimmung
und Feststellung des von dem Gummizylinder auf den Hauptzylinder ausgeübten Preßdruckes.
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Wie bereits erwähnt und aus den Fig: 3 und 4 ersichtlich, arbeitet
die Rolle 82 mit dem Zahnriementrieb 84 und der Welle 202 zusammen, die auch den
Antrieb für einen intermittierenden Bewegungsmechanismus bildet, welcher den Blattzuführer
28 betätigt. Dieser Mechanismus und der Blattzuführer können von üblicher Form sein
und werden hier nicht näher beschrieben.
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Aus Fig. 5 ist zu entnehmen, daß der Saugfuß 2O4 des Blattzuführers
so angeordnet ist, daß er jeweils das zu oberst liegende Blatt 2o6 von dem darunterliegenden
Stapel abhebt. Er trägt das Blatt sodann aufwärts und bringt es über einen weiteren
Teil
des Zuführers 28 zur gegebenen Zeit weiter vor bis gegen die Stoppfinger 2o8, die
als Teile eines Gliedes 21o ausgebildet sind. Letzteres ist mit seinem vorderen
Teil um eine Welle 2i2 umgebogen und an dieser befestigt. Die Welle ist drehbar
zwischen den Seitenplatten 2 und 4 angeordnet. Die Führungskante des Papierblattes
2o6 wird normalerweise bis zum Anstoß mit den nach oben gebogenen rückwärtigen Enden
der Stoppfinger 2o8 vorbeweg t.
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Wie in Fig. 4. dargestellt, erstreckt sich ein Ende der Welle 212
durch die Seitenplatte 4. hindurch, wo sie mit einem Ring 214 versehen ist, welcher
einen Arm 216 aufweist. Die Klemmschraube 2i8 zur Befestigung des Ringes 214 ist
mit einer leichten Zugfeder 220 verbunden, die mit ihrem anderen Ende an der Seitenplatte
4. befestigt ist. Der Arm 216 liegt einer Rolle 220 in dem Hebelarm 224 an. Dieser
dreht sich um den Stift 226, der in die Seitenplatte q eingeschraubt ist. Das nach
rück-1j-ärts sich erstreckende Ende des Hebelarmes 224 wird durch eine Zugfeder
228, die mit ihrem unteren Ende gleichfalls an der Seitenplatte 4 befestigt ist,
nach unten gezogen. Das vordere Ende des Hebelarmes 224 trägt eine Rolle 23o, die
unter der innenliegenden -Nockenscheibe 232 liegt, die mit der Rolle 82 in Verbindung
steht. Beim Drehen der \ockenscheibe 232 wird die Rolle 23o abgedrückt und über
die Rolle 222 am anderen Ende des Hebels 22.1 der Arm 216 angehoben und damit die
Welle 212 im Gegenzeigersinn verstellt. Hierdurch erfolgt wieder ein Absenken der
Stoppfinger 2o8, wie in Fig. 5 dargestellt. Umgekehrt wird beim Abrollen der Rolle
230 in den tieferen Teil der Nockenscheibe 232 erreicht, daß sich die Stoppfinger
aufrichten und in die Bahn der Führungskante des Papiers legen.
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Die in Fig.5 gezeigte untere Zubringerwalze 235 besteht aus einer
Anzahl in Abständen angeordneter Gummizylinder, die auf der Welle 236 sitzen. Die
Zwischenräume zwischen den einzelnen Gummiwalzen sind in ihrer Breite den Stoppfingern
2o8 angepaßt, so daß die Spitzen der Stoppfinger, wenn diese abgesenkt werden, unter
der Ebene durch die Oberflächen der Zylinder liegen. Die Welle -236 wird durch einen
(nicht dargestellten) Antriebsmechanismus mit einer verhältnismäßig großen Geschwindigkeit
gedreht, so daß ihre Umfangsgeschwindigkeit größer als die des Hauptzylinders ist.
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Die obere Zubringerwalze 238 ist ähnlich wie die untere Walze 234
ausgebildet und so angeordnet, daß die Gummizvlinder beider Walzen aufeinanderpassen,
gleichwie die dazwischenliegenden Zwischenräume. Die Walze 238 ist zwischen zwei
Armen 240 gelagert, die ihrerseits wieder drehbar an den Verbindungsstücken 242
aufgehängt sind, wobei die Enden der Verbindungsstücke an den Platten 2 und 4 angeschlossen
sind. Das rückwärtige und nach oben gerichtete Ende des Armes 24o trägt jeweils
eine Laufrolle 244, die dem Kurvenlaufring 246 an dem Hauptzylinder 14 anliegt.
Der Kurv enlaufring ist durch eine Anzahl Kopfschrauben 248 in den Bogenschlitzen
25o mit dem Hauptzylinder verbunden.
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Wenn die Laufrollen -a44 in die vertieften Stellen 232 der Laufringe
246 eintreten, erfolgt eine Verstellung der Arme 240 im Gegenzeigersinn (Fig. 5),
und zwar unter Wirkung der Zugfedern 232, die einerseits in die Haken 254 eingreifen
und mit ihren anderen Enden an den Seitenplatten 2 und 4 der Maschine befestigt
sind. Die obere Zubringerwalze 238 wird somit auf die Fläche des Papierblattes herabgesenkt
und drückt dieses Blatt fest gegen die kontinuierlich sich drehende Walze 234. Natürlich
sind die Nockenscheiben 232 und die Einbuchtungen 252 in den Kurvenscheibenringen
246 so aufeinander abgepaßt, daß die Stoppfinger 2o8 aus dem Weg der Papierbahn
herabgesenkt werden, bevor die obere Zubringerwalze 238 sich auflegt. Auch die Betätigung
des Blattabhebers 28 ist zeitlich so mit der Bewegung des Hauptzylinders 14 abgestimmt,
daß das Blatt jeweils in der richtigen Folge mit den Stoppfingern 208 und mit der
Zufuhrwalze 238 in Berührung kommt.
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Die Blattniederhältewelle 256 ist ebenfalls schwenkbar in den beiden
Seitenplatten 2 und 4 gelagert. Ein Ende dieser Welle erstreckt sich durch die Seitenplatte
4, wie in Fig. 4. wiedergegeben. Dieses Ende 256 trägt einen Ring 258 mit einem
Arm 26o. Unter dem Arm liegt die Laufrolle 262, die an einem Ende des sich um den
Zapfen 226 drehenden Hebelarmes 264 sitzt, während das andere Ende eine Laufrolle
266 aufweist, die der außen sitzenden Nockenscheibe 268, welche mit der Rolle 82
in Verbindung steht, anliegt. Wenn sich die Nockenscheibe 268 dreht; rückt der Nocken
die Rolle 266 ab und verstellt damit den Hebelarm 264 in Uhrzeigerrichtung (Fig.
4). Dadurch wird der Arm 26o entgegen der Wirkung der Feder 27o angehoben und die
Welle 236 im Gegenzeigersinn verstellt. Beim Nachlassen des Druckes der Nockenscheibe
268 auf die Rolle 266 schwingen die Teile in entgegengesetzter Richtung unter dem
Einfluß der Feder 27o zurück, und die Welle 256 wird ebenfalls im Uhrzeigersinn
verstellt. Auf der Niederhaltewelle 256 ist ein U-förmiger Bügel 272 (Fig.
5) angebracht, welcher einen Finger 27q. zum Niederhalten des Blattes besitzt, der
so geformt ist, daß er mit seinem äußeren Ende dem Teil 21o der Stoppfingeranordnung
aufliegt. Der Nocken der Scheibe 268 ist derart geschwungen, daß der Finger 274
erst dann in diese Auflagestellung zu der Stoppfingeranordnung bewegt wird, nachdem
zuvor ein Papierblatt gegen die Stoppfinger geführt ist, wogegen das Abheben des
Fingers 274 zur gleichen Zeit mit der Berührung der oberen Zubringerwalze 2,90 mit
dem Papierblatt, das von dem Finger 274 gehalten wird, erfolgt.
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Obwohl in Fig. 5 nicht gezeichnet, trägt auch die Welle 256 einen
Ring 276, wie schematisch in Fig. 9 angedeutet. An dem Ring ist ein sich aufwärts
erstreckender Arm 278 angeordnet, welcher dazu dient, mit einem schwenkbaren Kontaktarm
28o des Schalters 282 in Verbindung zu kommen
und damit den Kontakt
zwischen den beiden Kontaktfedern 284 und 286 während der Zeit zu unterbrechen,
wenn der Finger 274 entweder mit der Stoppfingerplatte 210 oder mit einem auf dieser
liegenden Blatt in Berührung steht. Der Sinn dieser Anordnung wird weiter unten
beschrieben.
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Der elektrische Schaltplan für den Steuermechanismus des Gummizylinders
nach den Fig. i bis 8 und den Fig. io bis 12 ist in Fig. 9 bzw. 13 wiedergegeben,
und zwar zusammen mit den elektrischen Schaltungen für die weiteren elektrisch gesteuerten
Einrichtungen der Maschine. Gleiche Teile wie in Fig. 9 sind in dem Schaltplan Fig.
13 mit gleichen, jedoch mit einem ' versehenen Ziffern angezeigt.
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Die Hauptstromzufuhr für die Maschine erfolgt aus einem Wechselstromnetz
durch die Leitungen L, und L2 zu dem Motorschalter M, welcher vorzugsweise
in der Mitte des Schaltbrettes 44 angeordnet ist. Der Strom wird nach dem Einschalten
dieses Schalters durch die Leitungen 288 dem Motor 40 und von dort parallel zu dem
Gleichrichter R zugeführt.
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Im oberen Teil des Schaltplanes nach Fig. 9 und Fig. 13 sind die verschiedenen
Magnetspulen für die Betätigung der einzelnen Teile der Maschine aufgezeichnet;
so z. B. die Spule 29o für die Feuchtigkeitszufuhr, 292 für die Farbzufuhr, 294
und 296 zur Steuerung der Anfeuchtungswalze und die Spulen 298 und 300 für
die Farbzufuhrwalze. Sämtliche Magnetspulen steuern die angeschlossenen Vorrichtungen
in solcher Weise, daß diese ausgeklinkt oder anderweitig in die Nichtarbeitsstellung
gebracht werden, wenn die Magnetspulen ohne Strom sind, bzw. umgekehrt.
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Bei der Inbetriebsetzung der Maschine wird zunächst der Hauptschalter
M (Fig. 9) geschlossen und der Strom zu dem Motor 40 und dem Gleichrichter R geleitet.
Durch Schließen des Schalters M erfolgt somit sowohl der Anlauf des Hauptzylinders
als auch der Zugwalze. Von dem Gleichrichter R geht eine Leitung 302 zu dem
mittleren Hebel 304 des Doppelumlegschalters 3o6, der für gewöhnlich sich in der
in Fig. 9 wiedergegebenen Stellung befindet, d. h. in Kontakt mit dem Punkt 3o8.
Die Leitung 3o2 ist auch mit dem Kontakt 31o des Schalters 312 für den Blattdetektor
verbunden, welcher normalerweise geöffnet ist, wenn nicht gerade ein Blatt durch
den Blattzubringer 28 zugeführt ist. In ähnlicher Weise wird der Strom durch die
Leitung 314 zu der Sammelleitung 316 zugeleitet und damit zu der einen Seite der
Magnetspulen 148, 172, 298, 300, 294, 296, 292 und 290, wie auch zu der einen Seite
der Spule 318, welche den Schalter 3o6 steuert. Die andere Seite der Spule 318 steht
durch die Leitung 320 mit dem Arm 28o des Schalters 282 in Verbindung, welcher
Arm den Kontaktansatz 286 trägt. Diese Seite des Schalters 282 ist wieder durch
die Leitung 322 mit dem beweglichen Arm 324 des Schalters 312 für den Blattdetektor
verbunden.
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Der Schalter 312 für den Blattdetektor wird durch den Arm 326 auf
einem Blattzähler, der nicht dargestellt ist, geschlossen, er kann aber auch auf
irgendeine andere Weise während der Zeit, in welcher der Blattzubringer 28 tätig
ist, geschlossen werden. Dieser Arm 326 wird, wie aus Fig. 9 ersichtlich, mit der
Abwärtsbewegung des Kolbens 328 in dem Zylinder 330 mitgenommen. Der Zylinder
330 steht durch die Leitung 332 mit dem Vakuum des Blattabhebermechanismus
28 in Verbindung. Durch diese Anordnung wird erreicht, daß der Schalter 312 immer
dann geschlossen wird, wenn ein Blatt durch den Saugfuß 2o4 aufgenommen wird, und
er bleibt dann so lange geschlossen, wie der Blattabhebermechanismus unter Saugdruck
steht, d. h. normalerweise etwa, wenn Druckblätter zugeführt werden, während einer
Zweidritteldrehung des Hauptzylinders 14.
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Da der Blattdetektorschalter 312 normalerweise offen steht, wenn kein
Papier durch die Maschine läuft, fließt zu Anfang auch kein Strom durch die Magnetspule
318 und durch den Stromkreis, welcher den Schalter 312 mit einschließt. Bei solchen
Bedingungen bleibt also der Schalter 3o6 deshalb auch in der in Fig. 9 wiedergegebenen
Stellung, so daß also zwischen dem Arm 3o6 und dem Kontaktpunkt 308 eine
Verbindung besteht. Diese Kontaktstelle 3o8 ist ihrerseits durch die Leitung 334
mit dem Kontakt 336 des Schalters B.C. verbunden. Der Schalter B.C. ist auf dem
Schaltbrett 44 angeordnet, zusammen mit dem Farbekontrollschalter I. C., dem Hauptschalter
M, dem Farbzufuhrschalter I.F. und dem Feuchtigkeitszufuhrschalter M.F. A11 diese
Schalter, mit Ausnahme des Hauptschalters M, bestehen aus Druckknöpfen und befinden
sich für gewöhnlich in der in Fig. 9 wiedergegebenen Stellung, wenn nicht gerade
ein Knopf eingedrückt worden ist. Es ergibt sich also, daß, wenn die Maschine nicht
druckt und keine Blätter zugeführt werden, durch Druck auf den Knopf des Schalters
B.C. der Kontaktarm 338 von dem Kontakt 4o abgerückt wird und mit dem Kontakt 336
in Verbindung kommt. Die Leitung 342 ist mit dem einen Ende an den Arm 338 und mit
dem anderen an eine Seite der Spule 172 angeschlossen, welche den Klinkenarm 166
steuert. Die andere Seite der Spule 172 ist durch die Leitung 344 an die Sammelleitung
316 angeschlossen. Durch Eindrücken des Schalterknopfes B.C. wird somit, wenn kein
Papier zugeführt wird, der Stromkreis von dem Gleichrichter durch den Schalter 3o6
zu der Spule 172 und zurück zu dem Gleichrichter durch die Leitung 344 und 314 geschlossen
und damit die Spule 172 erregt, so daß die Klinke 166 von ihrem Eingriff mit dem
Anschlag 162 an dem Drehbalken 128 (Fig. 6) abgezogen wird. Der Haupthebel 120 kann
sich nunmehr in die uneingeklinkte Lage, wie bereits beschrieben, bewegen. Wenn
nun die Magnetspule 148 nicht erregt ist, befindet sich der Hilfsarm 122 in der
eingeklinkten Stellung mit dem Arm 120. Die Nockenscheibe 136 kann dann den Gummizylinder
20 während jeder Umdrehung des Hauptzylinders abrücken, so daß sie nicht das Drucksegment
des Hauptzylinders tangiert.
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Die Leitung 334 steht auch mit der Sammelleitung
346
in Verbindung, die wiederum mit den Kontakten 348 des Schalters I.C., 35o des Schalters
J-I.C., 352 des Schalters I.F. und 354 des Schalters M.F. verbunden ist. Da die
Schwenkarme aller dieser Schalter mit dem einen Ende der einzelnen Magnetspulen
verbunden sind, in gleicher Weise wie der Arm 338 mit der Spule z72, kann die Spule
29o, wenn kein Papier zugeliefert wird, durch Drücken des Druckknopfes von dem Schalter
11.F., welcher den Arm 356 steuert; unter Strom gesetzt werden; die Spule 292 w=ird
durch Drücken des Knopfes I.F. über den Arm 358 erregt; die Spulen 294 und 296 durch
den Schalter :II.C. über den Arm 36o und die Spulen 298 und 3oo durch Drücken des
Knopfes I.C. über den Arm 362.. Es ist also möglich, von Hand die Feuchtigkeitszufuhr,
die Einfärbung und den Gummizylindersteuermechanismus einzuschalten, während die
21,laschine läuft, obwohl kein Papier zugeliefert wird. So kann insbesondere die
Druckplatte angefeuchtet und eingefärbt und der Gummizylinder mit einem Abdruck
versehen werden, noch bevor die Papierzufuhr beginnt.
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Wenn von dem Saugfuß 204 ein Blatt aufgenommen wird, wird sogleich
auch der Arm 326 der Zufuhrkontrolle herabgedrückt und auch der Schalter 3z2 für
den Blattdetektor geschlossen. Wie schon erwähnt, bleibt dieser Schalter dann während
etwa einer Zn eidritteldrehung des Hauptzylinders 14. geschlossen. Wenn sich der
Schalter 312 schließt, wird die Leitung 322 mit der Leitung 302 von dem Gleichrichter
verbunden und, da ersterer auch mit der Leitung 320 in Verbindung steht, wird auch
die Magnetspule 318 erregt. Damit wird aber der Schwenkarm 364 -in Gegenzeigerrichtung
(Fig. 9) gedreht und damit auch der Arm des Schalters 3o6 nach unten in Berührung
mit dem Kontakt 366. Die Leitung 368 ist mit dem Kontakt 366 und der Leitung
370 verbunden. Letztere ist wiederum, wie schon erwähnt, mit dem einen Ende
an den Kontakt 340 voll dem Schalter B.C. angeschlossen und mit dem anderen Ende
an die eine Seite der Magnetspule 148, welche den Klinkenarm 150 steuert. Die andere
Seite der Spule 148 ist durch die Leitung 372 mit der Leitung 314 verbunden. Auf
diese Weise wird der Stromkreis bei Zuführung eines Papierblattes geschlossen und
die Magnetspule 148 erregt. Die Leitung 368 ist auch mit der Leitung 374, welche
zu dem Kontaktpunkt 284 des Schalters 282 führt, verbunden. Durch Schließen des
Schalters 3o6 wird so auch ein Halte-Kreis für die :Magnetspule 3:18 geschlossen,
welcher Kreis auch den Schalter 282 einschließt. Ist einmal dieser Halte-Kreis gebildet,
bleibt der Schalter 3o6 geschlossen, bis der Schalter 282 unterbrochen wird.
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Wie bereits beschrieben, ist der von der Welle 256 getragene Arm 258
dazu bestimmt, mit dem Arm 28o des Schalters 282 in Berührung zu kommen, so daß
er den Schalter 282 während jeder Umdrehung des Hauptzylinders 14 einmal öffnet.
Da der Schalter 312 parallel mit dem Schalter 282 geschaltet ist, wird durch Unterbrechen
des letzteren auch der Schalter 3o6 unterbrochen, wenn nicht der Schalter
312 geschlossen ist. Die Dauer, während welcher der Schalter 282 geöffnet
ist, ist sehr kurz und so bemessen, daß sie in den Zeitraum fällt, zu welchem der
Schalter 312 normalerweise geschlossen wird, wenn ein Blatt zugeführt ist. Das Öffnen
des Schalters 282 wirkt sich deshalb, wenn die Papierblätter durch die Maschine
laufen und der Schalter 312 normal geschlossen ist, nicht auf den Regelstrom aus.
Wenn jedoch ein Blatt ausfällt, wird sich der Schalter 312 nicht schließen,
und wenn sich demgemäß der Schalter 282 öffnet, wird der Halte-Kreis für die Spule
318 unterbrochen. Der Schalter 3o6 kehrt sofort in die in Fig. 9 gezeigte Stellung
zurück und bleibt in dieser, bis wieder ein Blatt zugeführt wird. Sämtliche Magnetspulen
sind dann stromlos, der Gummizylinder ist ausgeklinkt und auf die Druckplatte wird
weder Feuchtigkeit noch Farbe übertragen.
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Wenn bei normalem Gang die Papierbogen durch die Maschine laufen und
der Halte-Kreis, wie vorher beschrieben, geschlossen ist, fließt der Strom normal
durch die Leitung 3o2, den Schalter 3o6 und die Leitungen 368 und 370 zu der Sammelleitung
376. Die Kontakte 3q.o des Schalters B.C. und 378 des Schalters I.F. sind auch mit
der Sammelleitung 376 verbunden, so daß die Magnetspulen 172 und 292 erregt
werden, `wenn sich der Schalter 312 schließt. Da die Leitung 37o auch mit
der einen Seite der Magnetspule 148 in Verbindung steht, ist auch diese Spule bei
geschlossenem Schalter 312 unter Strom. Die übrigen Magnetspulen werden normalerweise
nur dann unter Strom gesetzt, wenn der Quecksilberkippschalter 380 geschlossen
ist. Dieser Schalter ist auf derselben Welle wie ein nicht gezeigtes Ventil für
den Blattabheber angeordnet, und zwar so, daß er geöffnet werden kann, während das
Ventil noch offen steht. Mit anderen Worten, der Hebel für das Abhebersteuerventil
kann in zwei Stellungen verstellt werden, nämlich einmal in die genau senkrechte
Lage, wodurch das Ventil offen bleibt, aber auch sich der Quecksilberschalter
380 öffnet, oder noch weiter in eine zweite Lage, in welcher das Abhebersteuerventil
geöffnet ist und der Quecksilberschalter 38o geschlossen.
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Ist der Schalter 38o geschlossen, wird die Sammelleitung 376 über
die Leitung 382 mit dem Kontakt 384 des Schalters I.C. und dem Kontakt 386 des Schalters
M.C. verbunden. Der letztere Kontakt steht über die Leitung 388 mit dem Kontakt
390 in Verbindung. Die Magnetspulen 290, 29q., 296, 298 und 300 sind
deshalb normalerweise unter Strom, wenn der Schalter 380 geschlossen wird,
während die Druckbogen durch die Maschine laufen, wie es normalerweise der Fall
ist, da der Schalter 38o nur geschlossen werden kann, nachdem das Ventil für die
Blattzufuhr geöffnet ist. Umgekehrt können aber auch alle Magnetspulen, die von
den Schaltern auf dem Schaltbrett 44 gesteuert werden, stromlos gemacht werden,
während die Papierblätter durch die Maschine laufen, indem man die Knöpfe drückt,
so daß also die Schalterarme
356, 358, 36o, 362 und 338 in die
untere Lage nach Fig. 9 verstellt werden. Dies läßt sich durchführen, weil, wenn
der Schalter 3o6 durch die Spule 318 betätigt wird, die Leitung 334 unterbrochen
ist und die Sammelleitung 346 nicht länger erregt wird.
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Es ergibt sich also, daß beim Schließen des Hauptschalters M die Maschine
anläuft und der Hauptzylinder und- der Gummizylinder sich zu drehen beginnen. Das
Papier jedoch wird erst dann durch die Maschine geleitet, wenn das Ventil für die
Papierzufuhr offen steht. Wie schon erwähnt, ist die Sammelleitung 346 normalerweise
durch den Schalter 3o6 mit der Stromquelle verbunden, nachdem der Hauptschalter
M geschlossen ist. Es kann also jede der Magnetspulen 290, 292, 294, 296, 298,
300 und 172 nach Wunsch unter Strom gesetzt werden, wenn man den entsprechenden
Knopfschalter rückt.
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Angenommen, daß eine Druckplatte sich auf dem Druckplattensegment
befindet, so kann der Druckschalter M.F. gedrückt werden, wodurch Feuchtigkeit auf
die Anfeuchtungswalze gespritzt wird. Ebenso kann der Farbezufuhrmechanismus durch
Drücken des Druckschalters 1.F. eingeschaltet werden. Anschließend kann der Knopf
des Schalters M.C. gedrückt werden, um Feuchtigkeit auf die Druckplatte zu überführen,
und der Knopf 1.C., um die Platte einzufärben. Wünscht man, den Gummizylinder mit
dem Druckplattensegment des Hauptzylinders, bevor Papierblätter in die Maschine
eingeführt werden, in Berührung zu bringen, um beispielsweise schon einen Schrift-
oder Bildsatz auf den Gummizylinder umzudrucken, so kann dieses durch Drücken des
Knopfes B.C. erfolgen;, wodurch die Magnetspule 172, wie bereits beschrieben,
erregt wird. Da die Spule 148 nur -dann erregt werden: kann, wenn die Papierzufuhr
begonnen hat, hält der Klinkenarm i5o Aden ersten Hilfshebel 122 mit dem Haupthebel
120 gekuppelt, so daß der Gummizylinder mit dtem Druckplattensegment unter Kontrolle
der Nockenscheibe 136 in Verbindung kommt und von dem Hauptzylinder abgeschwenkt
wird, bevor sie mit dem Drucksegment des Zylinders in Berührung treten kann. Diese
Einrichtung ist äußerst erwünscht beim Einfärben, des Gummizylinders und zur Verhinderung
eines Umidruckes von dieser auf das unbedeckte Drucksegment.
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Wenn die Maschine so für den Druck vorbereitet ist, wird der Schalter
für die Papieraufnahme in seine voll offene Stellung gedreht, in welcher der Quecksilberschalter
38o dann geschlosisen ist. Bei diesen Stellungen sind alle Magnetspulen 29o bis
300 und 172 unter Strom. Zugleich beginnt die Zufuhr ,der Blätter, und der
Schalter 312 schließt sich, so daß der schon beschriebene Halte-Stromkreis in Funktion
tritt und die Magnetspule 148 erregt wird und den Klinkenarm 15o aus der Verbindung
mit dem ersten Hilfshebel 122 löst. Der Gummizylinder wird nunmehr nicht länger
von einer Berührung mit der Druckplatte zurückgehalten, -undi die M-asebine liefert
so lange die normalen Abdrucke, bis die Blattzufuhr unterbrochen wird.
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Die zweite Ausführungsform des Steuermechanismus für den Gummizylinder
und die Mittel zur Regelung der Pressung zwischen, dieser und dem Hauptzylinder
ist am besten den Fig. i o., i i und 12 zu entnehmen.
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Diejenigen Teile dieser zweiten Ausführungsform, die denen der ersten
Steuervorrichtung für den Gummizylinder gleich sind, tragen dieselben, jedoch mit
einem ' versehenen Bezugsziffern. jeder der beiden herabhängenden Arme ioo' (Fig.
vo, i i und 12) ist mit einer Rolle 391 versehen, die in Berührung mit der Innenfläche
des anlegenden Rahmens 2 oder 4 steht. Am unteren Ende besitzt jeder Tragarm einen
in der Stirnfläche angeordnieten Stift 393, welcher durch eine der Öffnungen in
dem hakenförmig gebogenen Metallband 395 durchgesteckt wird. Das Metallband ist
mit einer Feder iio' verbunden. Die unteren Enden der Arme 112' sind durch die Zapfen
397 an kurze, aufwärts gerichtete Arme 116' aasgelenkt, welche auf der Verstellwelle
118' sitzen. Gleich wie in der ersten Ausführungsform nach der Erfindung sind die
Tragarme ioo' und die hera@bhängenden Arme 112' auf Achsenstücken 196' angeordnet,
also in der gleichen Weise wie die Achse 96 in Fig. 8a, so daß .der Gummizylinder
wieder genau parallel zu dem Hauptzylinder eingestellt werden kann. An dem äußeren
Ende .der Welle 118' .ist der Haupthebel 392 befestigt, der sich nach vorn erstreckt
und auf seiner oberen Fläche eine Verlängerung 394 besitzt. Das vordere Ende dieser
Verlängerung trägt in, einer Gabel 396 ein Laufra,d 398, das mit der mittleren Kurvenscheibe
4oo am Ende der Hauptzylinderwelle 74' in Berührung steht und hinsichtlich seiner
Wirkung weiter unten beschrieben wird.
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Unter dem Hebel 392 liegt an, dem Rahmen 2' ein exzentrischer
Anschlag 402, der dazu dient, ,die Abwärtsbewegung des Haupthebels 3g2 und dadurch
auch die Bewegung :des Gummizylinders zu begrenzen.
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Wie weiter aus den Fig. i I und 12 ersichtlich, besitzt dieser exzentrische
Anschlag eine exzentrische Hülse 4o4, die einen gleichfalls exzentrisch gelagerten
Zapfen 4o5 umschließt. Hinter der inneren Fläche befindet sich eine ge wölbte Unterlegscheibe
4o6; welche die Hülse mach außen gegen einen Stift 4o8 an dem Zapfen drückt, so
daß der Stift in die diametral angeordneten Rillen eingreift. Der exzentrische Zapfen,
der zur Grobeinstellung dient, und die Hülse können nach Wunsch verstellt werden,
und zwar entsprechend der Stärke des zu bedruckenden Papierblattes, wie noch näher
erläutert wird: In dem Haupthebel 3-92 ist auf einem Stift 410 in einiger Entfernung
von der Außenkante des Hebels drehbar ein Hilfshebel 412 gelagert, der eine Laufrolle
414 am vorderen Ende und eine Nase 416 an seinem rückwärtigen Endre besitzt. Diese
Nase dient zum Eingriff" mit einer Falle 4.18, die drehbar um den Stift 420 an dem
Haupthebel
392 angeordnet ist und durch die Feder 422 nach vorn
gezogen wird. Die Rückwärtsbewegung der Falle,erfolgt (Fig. io) durch eine Magnetspule
.I24, die an dem Haupthebel befestigt ist.
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Die gleiche Anordnung ist auf der inneren Seite des Hebels 392 vorgesehen.
Dort befindet sich ein weiterer Hilfshebel .I26 drehbar um den Stift 410 mit einer
Laufralle 425 an dem vorderen und einer Falle 43o hinter seinem rückwärtigen Ende,
die von der 1lagnetspul,e 432 (Fig: 1-2) beeinflußt wird.
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An der Seitenwand 2 ist ferner an einem exzentrischen, verstellbaren
Zapfern 434 drehbar ein herabhängender Klinkenhaken .I36 gelagert, welcher mit dem
inneren: Ende des Stiftes 4io in Eingriff kommt, wenn der Haken durch die Feder
.I38 vorgezogen wird. Dies ist aber nur möglich, wenn: der Elektromagnet 44o an
der Seitenplatte stromlos ist.
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Die Laufrolle ,I14 liegt einer Nockenscheibe 4q.2 an, die fest mit
dem äußeren Ende .dies Hauptzylinderschaftes 74' verbunden ist und normalerweise
durch die Feder 444 angedrückt wird. Eine ähnliche, nicht dargestellte Feder hält
die Rolle .I28 mit der Nockenscheibe 446 in B°rührung, die gleichfalls auf der Welle
74' sitzt, jedoch nach innen zu und in einem gewissen Abstand von der mittleren
Nockenscheihe 4oo, wie aus Fig. ii am besten zu ersehen.
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Mit dieser zweiten Ausführung sind bei normalem Gang der :Maschine
die 1Zagnetspu;len :I24, 432 und 44o sämtlich unter Strom, sie halten somit die
Klinken 418 und 430 in der zurückgezogenen Ruhestellung und den Haken q36 außer
Eingriff mit dem Stift 41o. Die Laufrolle 398 auf dem Arm 394, der auf dem Haupthebel
392 befestigt ist, wird von der N:ockenschei:be 4oo angehoben, jedoch ist deren
Nockenerhöhung nur sehr gering, so .daß auch der Arm 392 nur wenig nach oben geschwenkt
wird (Fig. io). Es wird also bei jeder Umdrehung des Hauptzylinders auch nur eine
entsprechend kleine Verstelihew-eguäg der Welle i i 8' und des Armes 116' herbeigeführt.
Diese Bewegung wird durch die Arme 112' auf die Enden' :der Achsenstücke 9-t' übertragen,
wodurch dies,-. ein klein wenig nach rückwärts bewegt werden, und zwar im Umfang
von nur wenigen Hundertstelmillimebern. um die Pressung zwischen dem Gummizylinder
und dem Hauptzylinder etwas aufzuheben. Diese Abhebung vollzieht sich kurz vor der
Berührung der Führungskante der Druckplatte auf dem Druckplattensegment mit dem
Gummizylinder, um den Andruck während des Umdruckes zu verringern.
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Wenn die Laufralle 398 auf der Abflachu g ider mittleren iNockenscheibe
4oo anfliegt, schwingt d-; r Haupthebel: 39:2 ein wenig nach unten:, entweder bis
au-f den Boden der Abflachung öder bis seine Bewegung durch den exzentrischen Anschlag
i .I02, je nach dessen Einstellung, gehemmt wird, wobei diese Einstellung durch
die Dicke der zii bedruck°ndeü Blätter bestimmt wird. Die Abflaehu,ng der Nockenscheibe
ist zu dem Drucksegment des Hauptzylinders so eingestellt. d@aß sie den Druck des
Gummizylinders auf das Papier-` Blatt des Drucksegmentes verringert. Da es jedoch
erwünscht ist, das Maß der Bewegung und damit die Höhe der Pressung während der
Übertragung des Bildsatzes von dem Gummizylinder auf das Blatt in Abhängigkeit von
der Dicke des: Blattes zu regeln, so daß nicht die volle Kraft der Feder i io' sich
auf das Papier auswirkt, ist der exzentrische Anschlag vorgesehen, der einen Teil
des Anpreßdrucke s aufhebt.
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Die Muffe 494 ist entsprechend der Stärke des zu bedruckenden Papiers
einzustellen. Auf diese Weise wird für alle Stärken der Druck im wesentlichen konstant
gehalten.
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Während des normalen Druckens, bei dem die Magnetspulen 42q. und 432
erregt sind, schwingen die Hilfshebel 412 und 426 ohne weitere Wirkung auf und ab.
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Die Nockenscheiben 446 und 442 regeln einmal die Ausschaltstellung
des Gummizylinders, also die Stellung, in welcher diese sich ohne Kontakt mit dem
Hauptzylinder befindet, und das andere Mal die Bewegung der Walze in die Drucklage.
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Die Nockenscheiben übertragen ihre Bewegung auf den Gummizylinder
nur dann, wenn die Magnetspulen 42.a. und .a.32 stromlos sind, so da.ß also die
von diesen gesteuerten Klinkenarme nach vorn schwingen können und sich unter die
-zugeordneten rückwärtigen Enden der Hilfshebel 4i: und 426 einzustellen vermögen.
Es sind also zwei getrennte Nockenscheiben, einmal für die Ausschaltstellung und
das andere Mal für die Einschaltstellung des Gummizylinders vorgesehen, so daß diese
Bewegungen einzeln abgestimmt werden können und sich über einen längeren Umdrehungsabschnitt
des Hauptzylinders erstrecken können, als es mit nur einer Nockenscheibe durchführbar
wäre.
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Der Klinkenhalten ,I36 hält den Haupthebel 392. wenn die Spule 4.4o
stromlos ist, in der Hoch-Stellung fest, so daß der Haupthebel 392 zur Bewegung
des Gummizylinders in die Andrückstellung nur durch die Steuerung mittels der hierzu
vorgesehenen Nockenscheibe, bewegt werden kann, und zwar so, daß der Haupthebel
nicht die Abwärtsbewegung bis in die Lücke, in welcher sich die beiden Nockenausbildungen
der Nockenscbeiben 442 und 446 überschneiden, mitmacht..
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In der Konstruktion nach den Fig. io, i i und 12 bewirkt die Nockenscheibe
446 die Ausschaltung und die Nockenscheibe 442, wie erwähnt, die Einschaltung des
Gummizylinders. Wenn die Maschine normal läuft und die drei Magnetspulen unter Strom
sind, so, werden, wenn ein Papierblatt ausfällt, die Spulen stromlos; die Fallen
.I18 und 430 werden dadurch gelöst, so daß sie nach vorwärts springen können, und
das gleiche trifft für den Haken 436 zu. Der Blattniederhaltefinger 272 (Fig.
5) arbeitet bei dieser zweiten Ausführungsform als ein Detektorfinger, der
in Fig. 13 mit 27q.' gezeichnet ist. Wenn dieser Finger nun die Ab--wesenheit eines
Blattes feststellt, befindet sich das Druckplattensegment zu dieser Zeit auf seiner
Bahn in Nähe des Gummizylinders, und der Haupt-
Nebel 392 liegt
mit der Rolle 398 der mittleren Nokkenscheibe 40o auf. Der Hebel 426, der die Ausschwenkung
der Walze bewirkt, läuft auf der Abflachung der Nockenscheibe 446, und der die Gegenbewegung
regelnde Hebel 412 auf der Erhöhung der Nockenscheibe 4.4.2, wobei das hintere Ende
dieses Hebels sich unten befindet und aus der Klinke 418 ausgeklinkt ist. Wenn nun
kein Blatt unter dem Detektorfinger 274' liegt, werden alle drei Magnetspulen unterbrochen,
und die hintere Klinke 430 fällt unter das Ende des Hilfshebels 426, welches sich
in der oberen Stellung befindet und den Klinkenhebel aufzunehmen vermag, da zu dieser
Zeit die Rolle 428 auf der Abflachung der Nockenscheibe 446 läuft. Bei der Weiterdrehung
des Hauptzylinders hebt die Nockenscheibe 446 den flilfshebel426 und den Haupthebel
392 an, da letzterer nunmehr mit dem Hilfshebel durch die Klinke 430 verbunden
ist. Durch diese Anhebung wird der Gummizylinder in eine Lage gebracht, in welcher
er den Hauptzylinder nicht berührt. Während dieses Anhebens der Hebel schwingt der
Haken 436 unter den Stift 41o und die Falle,418 unter das Ende des Hebels 412. Wenn
nun weiter die Abflachung der Nockenscheibe 4,46 sich unter der Rolle 428 befindet,
sinkt der Haupthebel 392 ein wenig ab, bis er auf den Haken 436 trifft und von diesem
gehalten wird. Die Erhebung in der Nockenscheibe 442, die sich über die Rolle 414
und den Hilfshebel 412 auswirkt, und die Klinke 418 heben den Stift 41o ein wenig
von dem Haken 436 ab, doch bleibt der Haken so lange in der Stellung nach vorwärts
gehalten, wie die Magnetspule- 44o ohne Strom ist.
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Erfolgt alsdann wieder die normale Blattzufuhr, so stellt dies der
Blattdetektorfinger 274' an derselben Stelle des Umlaufes der Maschine fest, das
heißt zu der Zeit, wenn die Ralle 428 sich auf der Erhebung der Nockenscheibe 442
befindet; zu dieser Zeit ist jedoch die Gesamtlast durch den Hilfshebel 412 und
die Falle 418 übernommen. Der Detektormechanismus 274' zwischen den Schaltern und
den Relaisstromkreisen, die weiter unten in Fig. 13 beschrieben werden, setzt in
diesem Augenblick alle drei Magnetspulen 424, 432 und 440 unter Strom, mit dem Ergebnis,
daß der Klinkenhebel 430 und der Haken 436,in die Ausklinkstellung schwingen. Die
Falle 418 kann jedoch noch nicht ausschwingen, da sie noch belastet ist. Erst wenn.
die Ralle 414 auf der Abflachung der Nockenscheibe 442 läuft, bewegt sich der Haupthebel
392 nach unten, bis seine Last von der exzentrischen Stoppscheibe 402 aufgefangen
wird, und nun kann sich die Falle 418 frei nach hinten an die Magnetspule 424 bewegen.
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Wenn nun beispielsweise, nachdem die Druckplatte bereits mit Feuchtigkeit
und Farbe versehen ist, der Drucksatz auf den Gummizylinder übertragen werden soll,
bevordieZulieferung derPapiere eingesetzt hat und ohne daß dieser Abdruck von dem
Gummizylinder auf das unbelegte Drucksegment des Hauptzylinders übertragen werden
kann, wird dies dadurch erreicht, indem man die Magnetspulen 440 und 424 unter Strom
setzt, während die Spule 432 weiter stromlos bleibt. Hierdurch wird der Hilfshebel
426 durch die Falle 430 mit dem Haupthebel 392 eingeklinkt, und der Gummizylinder
wird durch die Nockenscheibe 446 außer Berührung mit dem Drucksegme-nit gebracht;
sie berührt aber das Druckplattensegment infolge der Einwirkung der Rolle 428 über
den Hilfshebel 426 während des Einfallens in die Abflachung der Nockenscheibe 446.
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Angenommen, die Maschine wird ohne Zufuhr von Blättern angefahren,
so berührt der Detektorfinger 274' die Stoppfingerplatte 21o' und schließt damit
einen Stromkreislauf von der Leitung 302'
durch den Detektorkonrtakt 278'
auf der Welle 256' und durch die Leitung 320' zu dem linken Ende der Spule
des Relais 448 und von dort durch die Leitungen 450 und 31q.' zurück zu dem Gleichrichter
R. Durch die Erregung des Relais 448 fließt der Strom zu der Spule des rechten Relais
452 von der Leitung 3o2', durch die Abzweigung 454, durch den Kontakt 456 und die
Leitungen 458 und 46o zu der linken Seite dei- Spule und zurück durch die Leitungen
450 und 314 zu dem Gleichrichter. Das rechte Relais 452 besitzt einen Halte-Stromkreis,
gebildet durch die Abzweigung 462 von der Leitung 3o2', den Kontakt 464 und die
Abzweigung 466, die zur Leitung 46o und zu der Spule führt. Das Relais 452 bleibt
deshalb so lange geschlossen, bis der Motorhauptschalter M geöffnet wird.
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Solange das Relais 448 unter Strom ist, kann kein Strom zu den Elektromagnetspulen
und zu dem Solenoid fließen, es sei denn, daß die Druckschalter auf dem Schaltbrett
44 von Hand betätigt werden.
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Das Relais 448 bleibt so lange stromlos, bis die Zufuhr der Blätter
unter den Detektorfinger 274 beginnt. Der Halte-Stromkreis für dieses Relais ist
wie folgt: Der Strom fließt von der Leitung 302' entweder a) zu und durch
den Detektorfinger 27q.', dessen Arm 278' und die Leitung 320' zu der Spule
oder b) von der Leitung 3o2', die Abzweigung 454, durch den Kontakt 468, die Leitung
470, den Detektorschaltkontakt 284', 286' und die Leitung 320' zur Spule
hin. Während des Schwingens der Detektorwelle 256' macht also der Detektorfinger
27q.' zuerst Kontakt mit der Platte 21o', der Arm 278' kommt dann in Berührung mit
dem Schalter 282', und die Kontakte 28q.' und 286' werden hierbei außer Berührung
gebracht. Wenn die Welle nach der anderen Richtung ausschwingt, also nach links,
erfolgt der umgekehrte Vorgang. Die Spule 448 ist also so lange unter Strom, bis
ein Blatt Papier zwischen dem Detektorfinger 27q.' und der Platte 21ö liegt. Hierdurch,
wird der Stromkreis unterbrochen, da der Arm 278' die Kontakte 28q.' und 286' öffnet,
und der Stromkreis bleibt offen, bis ein Blatt ausfällt.
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Die Druckschalter M.F., 1.F., M.C. und I.C. in Fig. 13 arbeiten in
gleicher Weise wie die entsprechenden Druckschalter nach Fig. 9.
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Wenn der Gummizylinder mit dem Hauptzylinder in Berührung gebracht
werden soll, bevor die Zufuhr von Blättern erfolgt, so kann dies durch
Drücken
des Knopfschalters B. C. erreicht werden. der die Gummizy linderbetätigungsspulen
4?4 und 440 unter .Strom setzt. Der Strom fließt dann durch die Spule 424 von den
Leitungen 31q:' und 316' zu der Leitung 342' und dem Zwischenhebel 338' des Schalters
E.C., in diesem zu dem unteren Kontakt 335 und zurück zur Leitung 47o. Die Klinkenhebelspule
44o für den Gummizylinder wirdparallel erregt.
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Auf diese Weise wird der Gummizylinder durch die Schaltung des Knopfes
B. C. von Hand in Arbeitsstellung gebracht; bevor die Blattzufuhr einsetzt. so daß
auf den Gummizylinder von der bereits vorher gleichfalls durch Handschaltung eingefärbten
und angefeuchteten Druckplatte ein Bild gemacht werden kann. Während dieser Zeit
ist die Spule 432 für die Steuerung des Gummizylinders nicht erregt. Die Falle 43o
bleibt deshalb in Verbindung mit dem Hilfshebel 426, mit dem Ergebnis, daß der Gummizylinder
unter Einwirkung der Nockenscheibe 446 mit dem Druckplattensegment in Berührung
kommt und außer Kontakt mit dem Hauptzylinder gebracht wird, bevor das Drucksegment
des Hauptzylinders mit ihr in Berührung kommt. Diese Anordnung ermöglicht also ohne
weiteres die Einfärbung des Gummizylinders, ohne daß der Abdruck sodann von dem
Gummizylinder auf das unbedeckte Drucksegment übertragen wird.
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Wenn die Blattzufuhr in normaler Weise erfolgt, ist, wie bereits gesagt,
das Relais 448 ohne Strom, und dessen Kontaktarme befinden sich in der in Fig. 13
dargestellten Lage.
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Setzt während des normalen Laufes der Maschine die Blattzufuhr einmal
aus, werden alle Spulen stromlos, weil das Relais 448 erregt wird und hierbei die
Stromrückleitung von dem Anschluß 472, der Leitung 474 über den Relaiskontakt a.76
zur Rückführleitung 458 unterbricht. Das Relais 448 wird, wenn ein Papierblatt ausfällt,
durch einen Stromkreis erregt, der von der Leitung 302' zu der Platte 2io'
dem Detektorfinger 274', zur Welle 256', über den Arm 278' und die Leitung
320' zu der einen Seite der Spule führt und zurück durch die Leitungen 450'
und 314.' zu dem Gleichrichter. Das Relais 448 bleibt, solange keine Blattzufuhr
erfolgt, durch den bereits beschriebenen Halte-Stromkreis erregt, und auch die.
Kontrollspulen bleiben eine entsprechende Zeitlang ohne Strom, wenn nicht die Handschalter
betätigt werden.
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Der Zweck des rechten Relais 452 ist, die Erregung irgendeiner der
Spulen zu verhindern, bis der Detektorfinger 27a.' seine erste Bestimmung gemacht
hat, also zu der Zeit des Druckens, wenn die Maschine durch Schließen des Hauptschalters
111 in Gang gesetzt wird. Der Strom kann von den Magnetspulen zur Leitung
302' und zu dem Gleichrichter nur durch den Kontakt 464 des Relais 452 mit
der Abzweigung 462 zurückfließen. Dieser Kontakt ist jedoch nur geschlossen, wenn
das Relais 452 unter Strom steht; es kann aber zu Beginn nur erregt werden nach
einer kurzen Schließung des Relais a.48. Die Zuleitung des Stromes zu der Spule
des Relais 448 wird durch . die Bewegung der Detektorwelle 256' gesteuert, indem
diese einen Stromkreis zur Leitung 302' bildet über die Stoppfingerplatte
2io', den Detektorfinger 27q.', den Arm 278' und den Kontakt 286', welch 'I letzterer
mit dem einen Ende der Spuleq48 in Verbindung steht, deren anderes Ende durch die
Lei-Lungen 45o und 314' mit dem Gleichrichter verbunden ist. Wie schon erwähnt,
hält der Halte-Kreis in Verbindung mit dem Relais 452, wenn dieser einmal geschlossen
ist, den Kontakt 464 so lange geschlossen= bis der Hauptschalter des Motors unterbrochen
wird.
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Der elektrische Schaltplan nach Fig. g oder 13 ist so entworfen, daß
er durch Betätigung der einzelnen Steuerschalter auf dem Schaltbrett 44 während
des Druckens jeweilig in den einzelnen Teilen umgekehrt wird. Mit anderen Worten,
wenn irgendeiner der Druckschalter während des Druckens der Blätter betätigt wird,
wird der durch diesen gesteuerte Mechanismus außer Betrieb gesetzt, oder durch Eindrücken
des Druckschalters I.C. erfolgt beispielsweise eine Unterbrechung der Einfärbung
der Druckplatte; durch Betätigung des Schalters 11.C. kann die Anfeuchtung der Druckplatte
zeitweilig entsprechend geregelt werden. Durch Niederdrücken des Knopfes B.C. während
des Druckens wird in gleicher Weise die Spule 172 oder 440 abgeschaltet, so daß
der Klinkenarm 166 oder 436 sich in die Stellung zu bewegen vermag, in welche er
normalerweise eingeklinkt wäre; da aber die Spule 14.8 oder 432 stromlos bleibt,
bis ein Blatt ausfällt, hat eine solche Betätigung des Knopfes B.C. keinen Einfluß
auf den Gang der Maschine.
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Nachdem eine Druckperiode abgeschlossen ist, kann das sogernannte
Ablaufenlassen der Druckplatte und der Maschine leicht dä.durch erfolgen, indem
man das Blattzufuhrventil betätigt und dessen Schalthebel in die Mittellage stellt,
so: daß also weiterhin Blätter zugeführt werden, der Quecksilberschalter 28o oder
380' jedoch, wie bereits beschrieben, geöffnet wird. Durch das Öffnen dieses
Schalters werden die Schalter I.C., @II.C. und IVI.F. stromlos, und damit wird nicht
weiter Feuchtigkeit oder Farbe der Druckplatte zugeführt. Der Gummizylinder erhält
jedoch weiterhin noch Abdrucke von der Druckplatte und gibt sie den durchlaufenden
Blättern ab. Dieses Ablaufenlassen erstreckt sich auf ungefähr acht oder zehn Umdrehungen
des Hauptzylinders, bis im wesentlichen alle Feuchtigkeit und Farbe von der Druckplatte
und dem Gummizylinder entfernt sind. Ein solches Auslaufen ist jeweils am Ende einer
Druckperiodevorzunehmen, also entweder am Ende eines Arbeitstages oder wenn eine
neue Druckplatte aufgezogen werden muß.
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Bei den beiden beschriebenen Ausführungsformen der den Gummizylinder
tragenden Mittel bestehen diese aus jeweils einem Paar einzeln aufgehängter Teile
ioo oder zoi mit jeweils einer einzelnen Feder iio oder iio' an jedem Ende des Gummizylinders.
Die beiden Teile ioo oder ioö an jeder Seite der Maschine können jedoch auch durch
einen Querbügel verbunden. werden, so daß sie nur ein
einzelnes
Aufhängeteil bilden, bei dem der Querbügel dann durch nur eine einzige Feder, entsprechend
der Feder i io oder r iö , zur Walze hingezogen werden kann. In weiterer Abwandlung
der erfindungsgemäßen Ausführung kann auch nur ein einziger Aufhänger ioo oder ioo'
zur Aufnahme eines Endes des Gummizylinders Verwendung finden, während sich auf
der anderen Seite der Walze ein Gleitlager befindet, das dem Gummizylinder die Möglichkeit
gibt, sich nach dem Zylinder zu und von diesem ab zu bewegen.