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DE9157C - Spiritus-Kontrolapparat - Google Patents

Spiritus-Kontrolapparat

Info

Publication number
DE9157C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
control device
pendulum
lever
alcohol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT9157D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. ABENDROTH und CH. A. DÖLITSCH in Riesa
Publication of DE9157C publication Critical patent/DE9157C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/02Food
    • G01N33/14Beverages
    • G01N33/146Beverages containing alcohol

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)

Description

1879.
Klasse 6.
ARTHUR ABENDROTH und CHRISTIAN AUGUST DÖLITZSCH in RIESA.
Spiritus - Controlapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. August 1879 ab.
Der Spiritus-Controlapparat zerfällt in zwei Theile; der eine Theil mifst das durchfliefsende Quantum, der'andere Theil dient zur Bestimmung des durchschnittlichen Alkoholgehaltes des gemessenen Spiritus.
Der messende Theil . besteht aus einem Gefäfs, welches aus zwei inwendig verzinnten Tellern α von Messingblech zusammengesetzt ist, zwischen welchen eine Gummiplatte b, die durch verzinnte Kupferscheiben versteift ist, also einen Kolben bildet, hin- und herbewegt werden kann. Die Teller α sind durch Schraubenringe zusammengeprefst, und dichtet die Platte b das Gefäfs am Zusammenstofs der Teller ab. Zu beiden Seiten sind Rohre c an- ■ gedichtet, welche am oberen Stutzen je ein Ventilgehäuse d tragen, in welchen hohle Gummikugeln e und £, den Abschlufs nach den Einlaufrohren f und /, dann aber auch nach den Ausflufsrohren g und g, bewerkstelligen, und die so beschaffen sind, dafs sie in ihrer mittleren Stellung beide Rohre abschliefsen. Die Gummiventile werden durch Hebel y von aufsen bewegt. Die die Gummiplatte b versteifenden Scheiben sind auf einer Kolbenstange h. (einem verzinnten Messingrohr) befestigt, welche ihre Führung durch die in Stahlspitzen gehenden Rollen i erhält. Der Abschlufs der Rohre c und der Kolbenstange h erfolgt durch konische Gummirohre, welche auf den Rohren c, sowie auf den Konen k abgedichtet werden, und sich beim Hin- und Herbewegen der Kolbenstange einestheils auf die Konen k auflegen, anderntheils nach aufsen gegen ein ihrer Form angepafstes konisches Messingrohr / anlegen, so dafs eine Formveränderung infolge des hydrostatischen Druckes in ihrem Innern nicht eintreten kann. Zwei auf der Kolbenstange befindliche Bunde 111 dienen zur Bewegung eines dreiarmigen Hebels n, welcher an den unteren Schenkeln Stellschrauben 0 hat, von denen jede einen Hebel/, der durch die Schraubenfeder q schwach nach oben gedrückt wird, nach unten ziehen kann, so dafs die Stahlnase r der Hebel/ den Eingriff mit den entsprechenden Stahlnasen ί eines Pendels t verlieren. Schlieislich ist die Kolbenstange h durch eine Zugstange 11 mit einem zweiarmigen Hebel ν verbunden, der am oberen Ende eine Stange w trägt, welche durch den Pendelarm hindurchgeht und zu beiden Seiten durch Muttern verstellbare Schraubenfedern χ hat. Der Pendelarm ist durch eine Zugstange mit den Hebeln y verbunden.
Die Arbeit des Apparates ist folgende: Der Spiritus soll von links eintreten und rechts ausfliefsen, also müssen die Ventile so stehen, dafs Einlauf/ und Ausflufs g-, offen sind, während Ausflufs g und Einlauf/, geschlossen sind. Der Apparat mufs vor dem Betriebe vollständig angefüllt werden. Der eintretende Spiritus wird vermöge seines hydrostatischen Druckes den Kolben nach rechts drängen und dadurch den Abfiufs einer gleich grofsen Menge rechts bewirken. Schliefslich wird der eine Bund m den dreiarmigen- Hebel η nach rechts schieben, und zwar so lange, bis die Stellschraube 0 den Hebel / erfafst, nach unten drückt, und dadurch den Eingriff der Stahlnasen r und ί löst und das Pendel nach links schwingt. Während die Kolbenstange h nach rechts geht, wird auch der zweiarmige Hebel υ bewegt, Stange w geht nach links und die rechts vom Pendel befindliche Schraubenfeder χ spannt sich gegen den Pendelarm und giebt dem Pendel beim Auslösen die Kraft, um die sich ihm bietenden Widerstände zu überwinden. Um die Federn χ zu spannen, mufs der Spiritus im Einfallrohre steigen, drückt also stärker gegen die Gummiplatte b, so dafs sie sich ganz genau der Form der Teller anschmiegen mufs; und da die Spannung der Federn χ stets dieselbe Höhe erreichen mufs, so mufs auch der Druck gegen den Kolben, also der Druck im Innern des Gefäfses, stets derselbe werden. Ist der Maximaldruck erreicht, was am Ende jeden Hubes eintritt, so werden also die Nasen r und s ihren Eingriff verlieren, das Pendel schwingt nach links, so dafs sich die Nasen T1 in S1 einlegen, und die Hebel y legen sich auch nach links, so dafs die Gummiventile nach rechts gehen, und jetzt Einlauf/, und Ausflufs g offen sind, also das Kolbenspiel in entgegengesetzter Richtung erfolgt. Durch die Bunde m und die Stellschrauben ο wird der Hub des Kolbens genau begrenzt bezw. justirt, also auch die Gröfse des verdrängenden und verdrängten Volumens.
Die einzelnen Theile sind an einen gemeinschaftlichen gufseisernen Rahmen geschraubt und werden die zwei Ausflüsse in einem Rohre vereinigt. Die Ausgüsse sind offen angenom-
men, um die Hebel y direct mit den Ventilen e ex verbinden zu können, ohne Anwendung von Stopfbüchsen. Soll der Apparat unter Druck arbeiten, z. B. als Wassermesser bei Wasserleitungen, so sind die Ausgüsse zu schliefsen und so mit dem Ausflufsrohre zu verbinden.
Durch die Zugstange Z wird die Welle α in oscillirende Bewegung versetzt, was zunächst zur Fortrückung eines Sperrrades mit ioo Zähnen benutzt wird. Zwei Sperrklinken umfassen dasselbe und bewirken bei jedem Spielwechsel das Fortrücken um einen Zahn; von dieser Welle werden durch Zahnrädchen noch zwei Zeigerwellen bewegt.
Der zweite Theil soll zur Ermittelung des mittleren Alkoholgehalts der gemessenen Menge dienen; zu diesem Zwecke nimmt ein Löffel β nach jedem Spiel des Kolbens ein gleich grofses Quantum Spiritus auf. Durch die oscillirende Bewegung der Welle α wird Löffel ß, der in ein Knierohr γ übergeht, gehoben, und sein Inhalt läuft durch das Rohr γ in ein Paar communicirende Rohre ό J1, von denen das eine
einen Alkoholometer, das andere δ einen Kolben β enthält, der durch einen Hebel von der Welle α. aus in Bewegung gesetzt wird und dadurch ein Absondern des leichten und schweren Spiritus verhütet. Die communicirenden Rohre müssen grofs genug sein, um die Proben für eine hinreichend lange Zeit aufnehmen zu können, im anderen Falle wird der Spiritus durch ein Ueberlaufrohr in das allgemeine Abflufsrohr treten. Der Alkoholometer wird den mittleren Alkoholgehalt anzeigen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Steuerung des Kolbens eines Mefsapparates, wie sie durch Zeichnung und Beschreibung der Zusammenstellung und Wirkung erläutert.
2. Ein Mefsapparat für Flüssigkeiten, verbunden mit Zählwerk und Probenehmer, wie gezeichnet und beschrieben.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT9157D Spiritus-Kontrolapparat Active DE9157C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE9157C true DE9157C (de)

Family

ID=286552

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT9157D Active DE9157C (de) Spiritus-Kontrolapparat

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE9157C (de)

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