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DE914032C - Gittersteuerung fuer Stromrichter - Google Patents

Gittersteuerung fuer Stromrichter

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Publication number
DE914032C
DE914032C DEST1163D DEST001163D DE914032C DE 914032 C DE914032 C DE 914032C DE ST1163 D DEST1163 D DE ST1163D DE ST001163 D DEST001163 D DE ST001163D DE 914032 C DE914032 C DE 914032C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
voltage
commutation
grid control
control according
grid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEST1163D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Techn Uno Lamm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ABB Norden Holding AB
Original Assignee
ASEA AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by ASEA AB filed Critical ASEA AB
Application granted granted Critical
Publication of DE914032C publication Critical patent/DE914032C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02MAPPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
    • H02M1/00Details of apparatus for conversion
    • H02M1/02Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters
    • H02M1/04Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters for tubes with grid control
    • H02M1/042Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters for tubes with grid control wherein the phase of the control voltage is adjustable with reference to the AC voltage

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)
  • Inverter Devices (AREA)
  • Rectifiers (AREA)

Description

Der Kommutiervorgang hei Stromrichtern kann mit Rücksicht auf die Durchführbarkeit in zwei Hauptarten eingeteilt werden. Bei der einen, die beispielsweise die freiwillige Kommutierung eines Gleichrichters und die zweite Stufe einer mittels eines Kondensators erzwungenen Kommutierung einschließt, steigt die für die Kommutierung verfügbare Spannung während des ganzen Vorganges, weshalb die Durchführung der Kommutierung immer
ίο gesichert ist. Bei der anderen Art, die beispielsweise bei Wechselrichtern mit verhältnismäßig hoher Aussteuerung und in der ersten Stufe einer mittels eines1 Kondensators erzwungenen Kommutierung auftritt, sinkt die für die Kommutierung verfügbare Spannung wenigstens während des Hauptteils der Kommutierungszeit, weshalb immer eine gewisse Gefahr besteht, daß die Kommutierung nicht abgeschlossen ist, bevor es zu spät wird. Die für die Kommutierung verfügbare Spannung ist beispielsweise bei der Kommutierung zwischen zwei Anoden mit gemeinsamer Kathode gleich der Spannung zwischen den Anoden. Allgemein kann sie, wenigstens unmittelbar vor dem Beginn der Kommutierung, praktisch gleich der Spannung über der antretenden Ventilstrecke gesetzt werden, da die Spannung über der abtretenden vernachlässigbar ist. (Während des Kommutiervorganges selbst wird die Spannung dagegen im wesentlichen in den Blindwiderständen des Kommutierungskreises verbraucht.)
Die Gefahr einer nicht rechtzeitig abgeschlossenen Kommutierung tritt besonders bei Unregelmäßigkeiten des Betriebes ein, beispielsweise bei Überströmen, die eine erhöhte Kommutierungs-
spannung bedingen, oder bei zufälligen Änderungen der Form der Spannungskurve, die die Kommutierungsspannung herabsetzen können. Eine unvollendete oder zu spät abgeschlossene Kommutierung ist besonders gefährlich bei Wechselrichtern, wo die Folgen derselben praktisch mit einem Kurzschluß gleichwertig sind.
Erfindungsgemäß macht man sich von solchen Zufälligkeiten, die einen rechtzeitigen Abschluß der ίο Kommutierung verhindern wurden, dadurch unabhängig, daß das Gitterpotential der antretenden, den Strom übernehmenden Ventilstrecke, welches den Zeitpunkt des Beginns der Kommutierung bestimmt, aus einer Spannung des Hauptkreises derart abgeleitet wird, daß es den augenblicklichen Schwankungen dieser Spannung zu jenem Zeitpunkt folgt. In die Spannung kann als Hauptkomponente vorzugsweise die Spannung über der antretenden Ventilstrecke vor der Kommutierung eingehen. In vielen Fällen kann es zweckmäßig sein, das Gitterpotential auch von der Zeitableitung der letztgenannten Spannung abhängig zu machen, beispielsweise entweder so, daß die Zeitableitung negativ und die Spannung gleichzeitig niedriger als ein gewisser Wert sein muß, um die Zündung zu bewirken, oder so, daß die Zündung vom Quotient zwischen der Spannung und ihrer Zeitableitung abhängt, welcher Quotient bei geradlinig abnehmender Spannung gleich der für die Kommutierung nebst Entionisierung und Sperrung der abtretenden Ventilstrecke verfügbaren Zeit ist.
Eine gemäß der Erfindung ausgeführte Gittersteuerung bietet in vielen Fällen andere Vorteile als das Unabhängigmachen der Kommutierung von zufälligen Schwankungen der Spannungskurve. Dies gilt besonders für hochgespannte Stromrichter, wo verhältnismäßig teure Übertragungskanäle zwischen der gewöhnlich nahe dem Erdpotential arbeitenden, mehr oder weniger automatisierten Ausrüstung für die betriebsmäßige Gittersteuerung und den Steuergittern selbst mit ihrem näheren Zubehör im allgemeinen erforderlieh sind. Bei der Herleitung der Gitter steuerung gemäß der Erfindung kann man in den meisten Fällen die Zahl derartiger Übertragungskanäle bedeutend herabsetzen, beispielsweise auf einen einzigen für die Übertragung einer geeigneten Vergleichsgröße, durch deren Einstellung man jede erforderliche Betriebsregelung bewirkt, wie aus der folgenden Beschreibung der Einzelheiten näher hervorgeht. In der Zeichnung zeigt
Abb. ι ein Spannungsdiagramm eines Wechselrichters, während
Abb. 2 bis 6 schaubildlich verschiedene Ausführungsformen der Erfindung darstellen.
In Abb. ι bedeuten die Kurven I, II, III die Spannungen beispielsweise der Anoden dreier dreiphasig arbeitender Ventilstrecken in bezug auf einen Nullpunkt, wenn die Kathoden miteinander verbunden sind, was der Einfachheit halber im folgenden vorausgesetzt wird: Die stärker ausgezogenen Teile der Kurven entsprechen den Zeiträumen, wenn die betreffenden Ventilstrecken brennen und die Kathode also praktisch dasselbe Potential wie die betreffende Anode hat. Wenn die Kommutierung beispielsweise von der Strecke I zur Strecke II beginnen soll, bedeutet der Unterschied zwischen ihren Spannungskurven also auch die Spannung zwischen Anode und Kathode der Strecke II, die mit Rücksicht darauf, daß sie den Strom übernimmt, die antretende Ventilstrecke genannt wird, im Gegensatz zur Strecke I, die die abtretende heißt. Die Kommutierung muß bekanntlich immer abgeschlossen und die Entionisierung und Sperrung der abtretenden Strecke vollzogen sein, bevor die Kurven sich schneiden, weshalb die Kommutierung durch die EntSperrung der antretenden Strecke eine gewisse Zeit vor dem Schnittpunkt eingeleitet werden muß. Es ist auch wohlbekannt, daß ein gewisser Spannungsunterschied, d. h. eine gewisse Anfangsspannung über der antretenden Ventilstrecke, für die Kommutierung selbst, d. h. für die Überwindung der Kommutierungsreaktanzen, verbraucht wird, wie auch daß sowohl diese Spannung wie die Entionisierungszeit stromabhängig sind, weshalb es notwendig werden kann, auch den Zeitpunkt der Einleitung der Kommutierung stromabhängig zu machen.
Die Rücksichtnahme auf alle bis jetzt genannten Umstände ist, wie gesagt, schon lange bekannt und ganz einfach, solange die Spannungskurven ihre in Abb. 1 dargestellte regelmäßige Form und eine feste Phasenlage erhalten. Es kann jedoch oft eintreffen, daß die Kurvenform oder die Phasenlage oder beide zufälligerweise in ungünstiger Richtung geändert werden, so daß man mit einem festen oder mit der Belastung verschiebbaren Zeitpunkt der Einleitung der Kommutierung diese nicht durchführen kann, entweder weil der Schnittpunkt vor- verlegt wird oder weil die Spannung nicht hinreicht, um die Kommutierungsreaktanzen zu überwinden. Um dieser Gefahr vorzubeugen, ist die Gittersteuerung, wie erwähnt, derart angeordnet, daß das Gitterpotential der antretenden Ventilstrecke derart aus einer die Kommutierung bedingenden Spannung des Hauptkreises hergeleitet wird, daß es den augenblicklichen Schwankungen dieser Spannung beim Zeitpunkt der Einleitung der Kommutierung folgt.
Abb. 2 zeigt eine Schaltung zu diesem Zweck, und zwar von der Art, die sich besonders für hochgespannte Stromrichter eignet. Die Abbildung zeigt nur eine der in den Stromrichter eingehenden Ventilstrecken mit Kathode i, Gitter 2 und Anodes nebst der Schaltung für die Gittersteuerung. Letztere umfaßt zwei Hilfsventil 4, 5 der Elektronenröhrentype, deren nur eine jeweils brennen kann und die dann das Gitter 2 abwechselnd positiv (wenn das Ventil 5 brennt) und negativ (wenn das iao Ventil 4 brennt) machen. Um das Ventil 4 zu löschen und damit das Hauptgitter 2 positiv zu machen, wird ein Transformator 10 verwendet, während Impulse in entgegengesetzter Richtung durch einen Transformator 11 zugeführt werden können.
Zur Schaffung der über den Transformator io erteilten Impulse wird in dieser Ausführungsform die folgende Vorrichtung verwendet: Zwischen Anode und Gitter des Hauptventils liegt ein hoch-5 ohmiger Widerstand 13. Von dem dem Gitter am nächsten benachbarten Teil dieses Widerstandes wird eine Spannung abgegriffen, die entgegen der Spannung eines Transformators 16 dem Gitter einer Elektronenröhre 17 aufgedrückt wird. Die Spannung des Transformators 16 kann im wesentlichen eine Größe und Phase besitzen, die in Abb. 1 von der gestrichelten Kurve A in -einem Maßstabe vertreten wird, der sich zum Maßstabe der Arbeitsspannung umgekehrt wie der Teil des Widerstandes 13, von dem die Spannung abgegriffen wird, zum ganzen Widerstand verhält. In dem Augenblick a, wenn die Kommutierung beginnen soll, nimmt die Spannung des Transformators den gleichen Wert wie die am Widerstand 13 abgegriffene Spannung
ao an, und die Elektronenröhre 17 wird dann gelöscht, wodurch ein Löschimpuls durch den Transformator 10 an die Röhre 4 gegeben wird. Wie bereits gesagt, bedeutet dies, daß das Gitter 2 des Hauptventils positive Spannung erhält und dieses Ventil also zündet. Der Vorteil der Anwendung von Löschimpulsen in den Elektronenröhren 17 und 4 zu diesem Zweck ist, daß diese Röhren infolge der unvermeidlichen Induktanz der Kreise schneller auf Lösch- als auf Zündimpulse ansprechen.
Der Grund, weshalb die Gegenspannung auf das Gitter der Elektronenröhre 17 sinusförmig anstatt konstant ist, ist teils, daß man die Möglichkeit haben will, das Ventil II (Abb. 1) als eine Notmaßnahme bei einem früheren Zeitpunkt b zu zünden, falls die nächst vorhergehende Kommutierung mißlungen war, um hierdurch einen allzu großen Überstrom zu verhindern, teils, daß man eine Zündung zu jedem anderen Zeitpunkt verhindern will. Falls die vorhergehende Kommutierung mißlungen ist, herrscht im Augenblick b über dem Ventil II die Spannung E, entsprechend dem Unterschied zwischen den Kurven III und II. In demselben Augenblick sinkt diese Spannung unterhalb des von der Kurve A vertretenen Wertes.
Das Ventil II wird dann im passenden Augenblick gezündet, um teils eine geraume Zeit für die Kommutierung des erhöhten Stromes zu bieten, teils, bei Zweiwegschaltung, diese Kommutierung durchzuführen, bevor die Kommutierung der gegenüberstehenden Ventilstrecke beginnt, wodurch die gleichzeitige Kommutierung des zweifachen Stromes verhindert wird, schließlich teils um vorzubeugen, daß die diesen Strom hervortreibende Anzahl von Voltsekunden übermäßig groß wird.
Folgt man dem Verlauf der Spannungskurven, so findet man ferner, daß eine Zündung normal nur im Augenblick α und im Falle einer ausgebliebenen Kommutierung nur im Augenblick b stattfinden kann.
Die Herleitung der auf das Gitter der Elektronenröhre 17 aufgedrückten Gegenspannung in der beschriebenen Weise hat jedoch den Nachteil, daß besondere Maßnahmen notwendig werden können, um zu verhindern, daß bei einer Deformation oder plötzlichen Phasenänderung der Kurve der Arbeitsspannung diese Störungen auch auf die Kurve A einwirken, wodurch die Gittersteuerung ihren Zweck im wesentlichen verfehlen würde. Um diesen Nachteil zu beseitigen, kann man die sinusähnliche Spannungskurve A durch eine Kurve des Charakters der strichpunktierten Kurve B ersetzen. Diese Kurve kann, selbst falls ihre überlagerten Scheitel aus der Arbeitsspannung hergeleitet werden, von etwaigen Störungen dieser Spannung praktisch unabhängig gemacht werden. Gleichzeitig wird jedoch mit Rücksicht darauf, daß die von der Kurve B vertretene Vergleichsspannung niemals negativ werden kann, die Aufstellung einer weiteren Bedingung für die Einleitung der Kommutierung nötig, beispielsweise daß die Zeitableitung der die Kommutierung bedingenden Spannung negativ sein soll. Eine Schaltung zu diesem Zweck zeigt, die Abb. 3, die nur das Gerät zur Auslösung des primären Zündimpulses darstellt, während die Gittersteuerung im übrigen nach Abb. 2 oder in beliebiger anderer Weise ausgeführt sein kann.
13 bezeichnet in Abb. 3 wie in Abb. 2 einen hochohmigen Widerstand, der zwischen die Anode des Hauptgefäßes und einem Punkt nahe Kathodenpotential eingeschaltet werden soll. In Reihe mit diesem Widerstand bei seinem Kathodenende liegt jedoch in Abb. 3 eine kleine Drosselspule 18. Der Punkt zwischen dem Widerstand und der Drosselspule ist über ein Ventil 19 mit einem Punkt 20 verbunden, der seinerseits, gegebenenfalls über eine Vorspannungsquelle, mit einem Steuergitter verbunden ist, das z. B. dem Gitter der Elektronenröhre 17 der Abb. 2 entspricht. Das Ventil 19 läßt einen Strom nur in der Richtung zum Punkt 20 hindurch. Letztgenannter Punkt ist auch über einen Widerstand 2'i mit dem unteren, der Hauptkathode zugewandten Ende der Drosselspule 18, welches Ende als Nullpunkt betrachtet wird, und über einen anderen Widerstand 22 mit einem Punkt mit Minuspotential verbunden. Durch ein Ventil 23, das einen Strom nur in der Richtung zum Punkt 20 hindurchläßt, ist letzterer Punkt mit dem Punkt 24 verbunden, der den Minuspol einer Spannungsquelle darstellt, die die Spannungskurve B der.Abb. 1 liefert. Diese Spannungsquelle besteht aus einer Gleichspannungsquelle 25 in Reihe mit einer Sekundärwicklung eines Transformators 26 und einem Ventil 27, das nur die eine Wechselstromhalbwelle durchläßt, während die andere eine zweite Sekundärwicklung mit im entgegengesetzten Sinne gerichteten Ventil durchfließt. Parallel zur Summe der beiden Spannungsquellen liegt ein spannungsabhängiger Widerstand, beispielsweise in der Gestalt einer Glimmlampe 28, die jede Summenspannung oberhalb einer gewissen Höhe abschneidet, so daß man eine iao Gesamtspannungskurve der von der Kurve B in Abb. ι vertretenen Art bekommt. Der Unterschied zwischen der vom Widerstand 13 abgegriffenen Spannung und der eben genannten Spannung nach der Kurve B erscheint im Punkt 24, der gegenüber dem Nullpunkt negativ wird, wenn die Kommu-
tierung eingeleitet werden soll. Damit der Punkt 20 negativ wird, ist es jedoch auch erforderlich, daß das obere Ende der Drosselspule 18 negativ wird, was eintritt, sobald die Zeitableitung des Stromes im Widerstand 13, also der Spannung über diesem Widerstand, negativ wird. Falls diese beiden Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind, kann kein Strom die Ventile 19, 23 durchfließen, weshalb diese sperren und das Potential des Punktes 20 durch seine Lage zwischen dem Nullpunkt und dem Minusende des Widerstandes 22 bestimmt wird.
Die Gleichspannungsquelle 25, die zweckmäßig aus einem Gleichrichter mit Konstantspannungsgerät und Glättungsmitteln besteht, und die Wechselstromquelle 26 können vorzugsweise beide einstellbar sein. Zur Erleichterung einer Einstellung von außen besonders bei hochgespannten Stromrichtern, wo eine solche Umstellung über hochgespannte Isoliertransformatoren oder andere verhältnismäßig komplizierte Übertragungsgeräte (-kanäle) erfolgen muß, kann es jeweils zweckmäßiger sein, eine Schaltung nach Abb. 4 zu verwenden. Diese Abbildung, die dem linken Teil der Abb. 3 entspricht, hat mit letzterer den spannungsabhängigen Widerstand 28 zum Abschneiden der Wrellenscheitel der Spannungskurve gemeinsam. An die Enden dieses Widerstandes sind eine Wechselspannungsquelle 26 und eine Gleichspannungsquelle 25 über je ein Ventil 30 bzw. 29 angeschlossen, wobei die Ventile in jedem Augenblick nur das Geltendmachen der höheren Spannung gestatten. Man erhält also eine Spannungskurve derselben Art wie in Abb. 3, aber eine Einstellung der Gleichspannung beeinflußt nur den niedrigeren Wert der Kurve B, während der höhere Wert nur von der Wechselspannung bestimmt wird. Der spannungsabhängige Widerstand 28 kann hier gegebenenfalls entbehrt werden, falls die Primärspannung des Transformators 26 eine abgeflachte Kurvenform hat.
Gegebenenfalls kann man nach Abb. 5 eine einem Transformator 26 entnommene abgeflachte, gegebenenfalls durch einen spannungsabhängigen Widerstand 31 korrigierte Wechselspannung einfach mit einer Gleichspannung von einer Quelle 25 zusammensetzen und die Summe dem Punkt 24 der Abb. 3 aufdrücken.
Man kann sich auch im normalen Betriebe mit einer konstanten Vergleichsspannung begnügen und diese Spannung nur vorübergehend bei einer ausgebliebenen Kommutierung erhöhen. Eine derartige Erhöhung kann mit Hilfe eines die Vergleichsspannung beeinflussenden Ventils oder spannungsabhängigen Widerstandes, der seinerseits von einer Folgeerscheinung des Ausbleibens, z. B. einer außergewöhnlichen Spannung oder eines außergewöhnlichen Stromes, beeinflußt wird, praktisch augenblicklich geschaffen werden. Bei Zweiwegstromrichtern kann man zu diesem Zweck den Umstand ausnutzen, daß die gegenüberstehende Anode gleichzeitig Strom führt, was normal nicht der Fall ist. Hierbei wird keine Übertragung von Teilen wesentlich abweichenden Potentials nötig.
In gewissen Fällen kann es zweckmäßig sein, die Kommutierung in dem Augenblick einzuleiten, wenn ein gewisses Verhältnis zwischen der die Kommutierung bedingenden Spannung und deren (negativer) Zeitableitung herrscht. Bei einer Form der Spannungskurve, die von der geraden nicht allzuviel abweicht, ist nämlich dieses Verhältnis ein Maß der für die Kommutierung verfügbaren Zeit. Eine Schaltung zu diesem Zweck zeigt Abb. 6, die ein Hauptventil, einen zwischen dessen Anode 3 und Kathode 1 eingeschalteten Widerstand 13 in Reihe mit einer Drosselspule 18 und eine Elektronenröhre 17 darstellt, deren Kathode mit der des Hauptventils verbunden ist, während ihr Gitter an einem Punkt des Widerstandes 1.3 liegt. In dem Augenblick, wenn die Spannung über dem zwischen dem Gitter der Elektronenröhre und der Drosselspule liegenden Teil des Widerstandes gleich der durch das Abnehmen des Stromes bestimmten Spannung über der Drosselspule wird, bekommt der an das Gitter der Röhre 17 angeschlossene Punkt Nullpotential, wodurch die Röhre zum Erlöschen gebracht werden kann. Falls man das Verhältnis zwischen der Spannung und ihrer Zeitableitung, bei dem dies eintrifft, verändern will, kann man beispielsweise den untersten Teil des Widerstandes als spannungsabhängigen Widerstand g0 ausführen und ihn durch eine aufgedrückte Querspannung ändern, wobei die Querspannung entweder über einen prismatischen Widerstandsstab oder über die Brückenleitung vierer in Viereck geschalteter Widerstände aufgedrückt wird.
Falls man in irgendeiner der Schaltungen nach Abb. 3 bis 6 den untersten Teil des Widerstandes 13 zum Abgreifen eines Löschimpulses für das Hauptventil verwenden will, wie in Abb. 3 angedeutet wurde, kann man die Drosselspule 18 oberhalb anstatt unterhalb dieses Teiles einschalten. Die hierdurch bedingten Änderungen der Schaltung dürften im übrigen einem Fachmann ohne weiteres verständlich sein. Anstatt die Zeitableitung der Spannung durch eine vom Strom durchflossene Drosselspule herzustellen, kann man die Spannung selbst einem Kondensator in Reihe mit einem Widerstand aufdrücken und die Spannung diesem Widerstand abgreifen. Die dargestellte, eine Drosselspule enthaltende Ausführungsform dürfte no jedoch im allgemeinen einfacher sein.
Die Erfindung ist selbstverständlich auf jede Art von Gittersteuerung anwendbar, wo die Kommutierung dadurch eingeleitet werden kann, daß eine Spannung einen gewissen Wert durchschreitet. Unter Gittersteuerung wird dann auch die damit in den meisten Hinsichten vollkommen gleichwertige Steuerung mit schnell wirkenden Zündanoden einbegriffen, die den Zeitpunkt der Zündung der Ventilstrecke bestimmen.
Die beschriebene Steuerung in Abhängigkeit von der die Kommutierung bedingenden Spannung bzw. ihrer Zeitableitung kann in verschiedener Weise mit anderen S teuer methoden, ζ. B. mit der gewöhnlichen, allgemein zeitbestimmten Steuerung, kornbiniert werden. Das auf die Gitter unmittelbar
wirkende Steuergerät, das von verschiedenen Seiten Impulse empfangen kann, kann hierbei in früher beschriebener Weise vorzugsweise derart ausgeführt werden, daß bei jedem Kommutierungsvorgang nur der erste Impuls wirksam wird. Beispielsweise kann bei einem Wechsel- oder Umrichter die normale Betriebssteuerung in vorher bekannter Weise erfolgen, während die erfindungsgemäß ausgeführte Steuerung in Reserve liegt, so daß sie
ίο eingreift, falls die Kommutierung durch die normale Betriebssteuerung bei irgendeiner Gelegenheit scheitern würde. Hierbei kann die verstellbare Größe, z. B. eine Vergleichsspannung, die den Kommutierungszeitpunkt bestimmt, selbstverständlieh auf alle die Kommutierungszeit beeinflussenden Umstände, in erster Linie natürlich auf den Strom, Rücksicht nehmen.

Claims (14)

  1. Patentansprüche:
    ao i. Gittersteuerung für Stromrichter, bei
    denen die für die Kommutierung verfügbare Spannung während des Kommutierungsvorganges sinkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential der antretenden Ventilstrecke zur Zeit des Beginns der Kommutierung von einer die Kommutierung bedingenden Spannung im Hauptkreis derart bestimmt wird, daß es auf die augenblicklichen Änderungen der letztgenannten Spannung zu dieser Zeit anspricht.
  2. 2. Gittersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential der antretenden Ventilstrecke von der Spannung zwischen Anode und Kathode der genannten Ventilstrecke bestimmt wird.
  3. 3. Gittersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential der antretenden Ventilstrecke auch von der Zeitableitung der dasselbe bestimmenden Spannung abhängt.
  4. 4. Gittersteuerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential vom Quotient zwischen der bestimmenden Spannung und ihrer Zeitableitung abhängt.
  5. 5. Gittersteuerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential eine Kommutierung nur dann ermöglicht, wenn die die Kommutierung bedingende Spannung einen gewissen Wert durchläuft und ihre Zeitableitung gleichzeitig negativ ist.
  6. 6. Gittersteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential der antretenden Ventilstrecke durch den Unterschied zwischen der die Kommutierung bedingenden Spannung und einer Vergleichsspannung bestimmt wird.
  7. 7. Gittersteuerung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichsspannung periodisch schwankt.
  8. 8. Gittersteuerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichsspannung eine Wechselspannung ist.
  9. 9. Gittersteuerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichsspannung aus einer Gleichspannung und einer Wechselspannung abgeflachter Kurvenform zusammengesetzt ist.
  10. 10. Gittersteuerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichsspannung entweder aus einer Gleichspannung oder einer Wechselspannung besteht, und zwar aus derjenigen Spannung, die augenblicklich den höchsten positiven Wert besitzt.
  11. 11. Gittersteuerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsableitung in der Form einer Spannung über einer Drosselspule (18, Abb. 3) abgegriffen wird, die vom Strom eines Potentiometerwiderstandes (13) durchflossen wird, auf den die Spannung aufgedrückt wird, deren Zeitableitung man herleiten will.
  12. 12. Gittersteuerung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Punkt (20, Abb. 3), dessen Potential durch Wechsel seines Vorzeichens den Beginn der Kommutierung bestimmt, sowohl mit einem Punkt (24), dessen Potential sein Vorzeichen wechselt, wenn die die Kommutierung bedingende Spannung unter einen gewissen Wert sinkt, wie mit einem Punkt, dessen Potential sein Vorzeichen gleichzeitig mit der Zeitableitung der genannten go Spannung wechselt, über Ventile in Verbindung steht.
  13. 13. Gittersteuerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Punkt, dessen Potential durch Wechsel seines Vorzeichens den Beginn der Kommutierung bestimmt, durch den Unterschied zweier Spannungen beeinflußt wird, deren eine der die Kommutierung bedingenden Spannung und die andere deren Zeitableitung proportional ist (Abb. 6).
  14. 14. Gittersteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie den letzten Zeitpunkt der Zündung der Ventilstrecken bestimmt, während die normale betriebsmäßige Zündung durch eine gewöhnliche zeitabhängige Gittersteuerung '105 bestimmt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    1 9522 6.54
DEST1163D 1943-11-25 1944-11-17 Gittersteuerung fuer Stromrichter Expired DE914032C (de)

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