DE914032C - Gittersteuerung fuer Stromrichter - Google Patents
Gittersteuerung fuer StromrichterInfo
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- DE914032C DE914032C DEST1163D DEST001163D DE914032C DE 914032 C DE914032 C DE 914032C DE ST1163 D DEST1163 D DE ST1163D DE ST001163 D DEST001163 D DE ST001163D DE 914032 C DE914032 C DE 914032C
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- H02M1/042—Circuits specially adapted for the generation of grid-control or igniter-control voltages for discharge tubes incorporated in static converters for tubes with grid control wherein the phase of the control voltage is adjustable with reference to the AC voltage
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Description
Der Kommutiervorgang hei Stromrichtern kann
mit Rücksicht auf die Durchführbarkeit in zwei Hauptarten eingeteilt werden. Bei der einen, die
beispielsweise die freiwillige Kommutierung eines Gleichrichters und die zweite Stufe einer mittels
eines Kondensators erzwungenen Kommutierung einschließt, steigt die für die Kommutierung verfügbare
Spannung während des ganzen Vorganges, weshalb die Durchführung der Kommutierung immer
ίο gesichert ist. Bei der anderen Art, die beispielsweise
bei Wechselrichtern mit verhältnismäßig hoher Aussteuerung und in der ersten Stufe einer
mittels eines1 Kondensators erzwungenen Kommutierung auftritt, sinkt die für die Kommutierung
verfügbare Spannung wenigstens während des Hauptteils der Kommutierungszeit, weshalb immer
eine gewisse Gefahr besteht, daß die Kommutierung nicht abgeschlossen ist, bevor es zu spät wird. Die
für die Kommutierung verfügbare Spannung ist beispielsweise bei der Kommutierung zwischen
zwei Anoden mit gemeinsamer Kathode gleich der Spannung zwischen den Anoden. Allgemein kann
sie, wenigstens unmittelbar vor dem Beginn der Kommutierung, praktisch gleich der Spannung über
der antretenden Ventilstrecke gesetzt werden, da die Spannung über der abtretenden vernachlässigbar
ist. (Während des Kommutiervorganges selbst wird die Spannung dagegen im wesentlichen in den
Blindwiderständen des Kommutierungskreises verbraucht.)
Die Gefahr einer nicht rechtzeitig abgeschlossenen Kommutierung tritt besonders bei Unregelmäßigkeiten
des Betriebes ein, beispielsweise bei Überströmen, die eine erhöhte Kommutierungs-
spannung bedingen, oder bei zufälligen Änderungen der Form der Spannungskurve, die die Kommutierungsspannung
herabsetzen können. Eine unvollendete oder zu spät abgeschlossene Kommutierung ist besonders gefährlich bei Wechselrichtern,
wo die Folgen derselben praktisch mit einem Kurzschluß gleichwertig sind.
Erfindungsgemäß macht man sich von solchen Zufälligkeiten, die einen rechtzeitigen Abschluß der
ίο Kommutierung verhindern wurden, dadurch unabhängig,
daß das Gitterpotential der antretenden, den Strom übernehmenden Ventilstrecke, welches
den Zeitpunkt des Beginns der Kommutierung bestimmt, aus einer Spannung des Hauptkreises derart
abgeleitet wird, daß es den augenblicklichen Schwankungen dieser Spannung zu jenem Zeitpunkt
folgt. In die Spannung kann als Hauptkomponente vorzugsweise die Spannung über der antretenden
Ventilstrecke vor der Kommutierung eingehen. In vielen Fällen kann es zweckmäßig
sein, das Gitterpotential auch von der Zeitableitung der letztgenannten Spannung abhängig zu machen,
beispielsweise entweder so, daß die Zeitableitung negativ und die Spannung gleichzeitig niedriger als
ein gewisser Wert sein muß, um die Zündung zu bewirken, oder so, daß die Zündung vom Quotient
zwischen der Spannung und ihrer Zeitableitung abhängt, welcher Quotient bei geradlinig abnehmender
Spannung gleich der für die Kommutierung nebst Entionisierung und Sperrung der abtretenden Ventilstrecke verfügbaren Zeit ist.
Eine gemäß der Erfindung ausgeführte Gittersteuerung
bietet in vielen Fällen andere Vorteile als das Unabhängigmachen der Kommutierung von
zufälligen Schwankungen der Spannungskurve. Dies gilt besonders für hochgespannte Stromrichter,
wo verhältnismäßig teure Übertragungskanäle zwischen der gewöhnlich nahe dem Erdpotential
arbeitenden, mehr oder weniger automatisierten Ausrüstung für die betriebsmäßige Gittersteuerung
und den Steuergittern selbst mit ihrem näheren Zubehör im allgemeinen erforderlieh sind.
Bei der Herleitung der Gitter steuerung gemäß der
Erfindung kann man in den meisten Fällen die Zahl derartiger Übertragungskanäle bedeutend
herabsetzen, beispielsweise auf einen einzigen für die Übertragung einer geeigneten Vergleichsgröße,
durch deren Einstellung man jede erforderliche Betriebsregelung bewirkt, wie aus der folgenden
Beschreibung der Einzelheiten näher hervorgeht. In der Zeichnung zeigt
Abb. ι ein Spannungsdiagramm eines Wechselrichters,
während
Abb. 2 bis 6 schaubildlich verschiedene Ausführungsformen der Erfindung darstellen.
In Abb. ι bedeuten die Kurven I, II, III die Spannungen beispielsweise der Anoden dreier dreiphasig
arbeitender Ventilstrecken in bezug auf einen Nullpunkt, wenn die Kathoden miteinander
verbunden sind, was der Einfachheit halber im folgenden vorausgesetzt wird: Die stärker ausgezogenen
Teile der Kurven entsprechen den Zeiträumen, wenn die betreffenden Ventilstrecken
brennen und die Kathode also praktisch dasselbe Potential wie die betreffende Anode hat. Wenn die
Kommutierung beispielsweise von der Strecke I zur Strecke II beginnen soll, bedeutet der Unterschied
zwischen ihren Spannungskurven also auch die Spannung zwischen Anode und Kathode der
Strecke II, die mit Rücksicht darauf, daß sie den Strom übernimmt, die antretende Ventilstrecke genannt
wird, im Gegensatz zur Strecke I, die die abtretende heißt. Die Kommutierung muß bekanntlich
immer abgeschlossen und die Entionisierung und Sperrung der abtretenden Strecke vollzogen
sein, bevor die Kurven sich schneiden, weshalb die Kommutierung durch die EntSperrung der antretenden
Strecke eine gewisse Zeit vor dem Schnittpunkt eingeleitet werden muß. Es ist auch
wohlbekannt, daß ein gewisser Spannungsunterschied, d. h. eine gewisse Anfangsspannung über
der antretenden Ventilstrecke, für die Kommutierung selbst, d. h. für die Überwindung der Kommutierungsreaktanzen,
verbraucht wird, wie auch daß sowohl diese Spannung wie die Entionisierungszeit stromabhängig sind, weshalb es notwendig
werden kann, auch den Zeitpunkt der Einleitung der Kommutierung stromabhängig zu
machen.
Die Rücksichtnahme auf alle bis jetzt genannten Umstände ist, wie gesagt, schon lange bekannt und
ganz einfach, solange die Spannungskurven ihre in Abb. 1 dargestellte regelmäßige Form und eine
feste Phasenlage erhalten. Es kann jedoch oft eintreffen, daß die Kurvenform oder die Phasenlage
oder beide zufälligerweise in ungünstiger Richtung geändert werden, so daß man mit einem festen oder
mit der Belastung verschiebbaren Zeitpunkt der Einleitung der Kommutierung diese nicht durchführen kann, entweder weil der Schnittpunkt vor-
verlegt wird oder weil die Spannung nicht hinreicht, um die Kommutierungsreaktanzen zu überwinden.
Um dieser Gefahr vorzubeugen, ist die Gittersteuerung, wie erwähnt, derart angeordnet,
daß das Gitterpotential der antretenden Ventilstrecke derart aus einer die Kommutierung bedingenden
Spannung des Hauptkreises hergeleitet wird, daß es den augenblicklichen Schwankungen
dieser Spannung beim Zeitpunkt der Einleitung der Kommutierung folgt.
Abb. 2 zeigt eine Schaltung zu diesem Zweck, und zwar von der Art, die sich besonders für hochgespannte
Stromrichter eignet. Die Abbildung zeigt nur eine der in den Stromrichter eingehenden Ventilstrecken
mit Kathode i, Gitter 2 und Anodes nebst der Schaltung für die Gittersteuerung.
Letztere umfaßt zwei Hilfsventil 4, 5 der Elektronenröhrentype, deren nur eine jeweils brennen
kann und die dann das Gitter 2 abwechselnd positiv (wenn das Ventil 5 brennt) und negativ (wenn das iao
Ventil 4 brennt) machen. Um das Ventil 4 zu löschen und damit das Hauptgitter 2 positiv zu
machen, wird ein Transformator 10 verwendet, während Impulse in entgegengesetzter Richtung
durch einen Transformator 11 zugeführt werden können.
Zur Schaffung der über den Transformator io
erteilten Impulse wird in dieser Ausführungsform die folgende Vorrichtung verwendet: Zwischen
Anode und Gitter des Hauptventils liegt ein hoch-5 ohmiger Widerstand 13. Von dem dem Gitter am
nächsten benachbarten Teil dieses Widerstandes wird eine Spannung abgegriffen, die entgegen der
Spannung eines Transformators 16 dem Gitter einer Elektronenröhre 17 aufgedrückt wird. Die
Spannung des Transformators 16 kann im wesentlichen eine Größe und Phase besitzen, die in Abb. 1
von der gestrichelten Kurve A in -einem Maßstabe
vertreten wird, der sich zum Maßstabe der Arbeitsspannung umgekehrt wie der Teil des Widerstandes
13, von dem die Spannung abgegriffen wird, zum
ganzen Widerstand verhält. In dem Augenblick a, wenn die Kommutierung beginnen soll, nimmt die
Spannung des Transformators den gleichen Wert wie die am Widerstand 13 abgegriffene Spannung
ao an, und die Elektronenröhre 17 wird dann gelöscht,
wodurch ein Löschimpuls durch den Transformator 10 an die Röhre 4 gegeben wird. Wie bereits gesagt,
bedeutet dies, daß das Gitter 2 des Hauptventils positive Spannung erhält und dieses Ventil also
zündet. Der Vorteil der Anwendung von Löschimpulsen
in den Elektronenröhren 17 und 4 zu diesem Zweck ist, daß diese Röhren infolge der
unvermeidlichen Induktanz der Kreise schneller auf Lösch- als auf Zündimpulse ansprechen.
Der Grund, weshalb die Gegenspannung auf das Gitter der Elektronenröhre 17 sinusförmig anstatt
konstant ist, ist teils, daß man die Möglichkeit haben will, das Ventil II (Abb. 1) als eine Notmaßnahme
bei einem früheren Zeitpunkt b zu zünden, falls die nächst vorhergehende Kommutierung
mißlungen war, um hierdurch einen allzu großen Überstrom zu verhindern, teils, daß man
eine Zündung zu jedem anderen Zeitpunkt verhindern will. Falls die vorhergehende Kommutierung
mißlungen ist, herrscht im Augenblick b über dem Ventil II die Spannung E, entsprechend
dem Unterschied zwischen den Kurven III und II. In demselben Augenblick sinkt diese Spannung
unterhalb des von der Kurve A vertretenen Wertes.
Das Ventil II wird dann im passenden Augenblick gezündet, um teils eine geraume Zeit für die
Kommutierung des erhöhten Stromes zu bieten, teils, bei Zweiwegschaltung, diese Kommutierung
durchzuführen, bevor die Kommutierung der gegenüberstehenden Ventilstrecke beginnt, wodurch
die gleichzeitige Kommutierung des zweifachen Stromes verhindert wird, schließlich teils um vorzubeugen,
daß die diesen Strom hervortreibende Anzahl von Voltsekunden übermäßig groß wird.
Folgt man dem Verlauf der Spannungskurven, so findet man ferner, daß eine Zündung normal nur
im Augenblick α und im Falle einer ausgebliebenen Kommutierung nur im Augenblick b stattfinden kann.
Die Herleitung der auf das Gitter der Elektronenröhre
17 aufgedrückten Gegenspannung in der beschriebenen Weise hat jedoch den Nachteil,
daß besondere Maßnahmen notwendig werden können, um zu verhindern, daß bei einer Deformation
oder plötzlichen Phasenänderung der Kurve der Arbeitsspannung diese Störungen auch auf die
Kurve A einwirken, wodurch die Gittersteuerung ihren Zweck im wesentlichen verfehlen würde. Um
diesen Nachteil zu beseitigen, kann man die sinusähnliche Spannungskurve A durch eine Kurve des
Charakters der strichpunktierten Kurve B ersetzen. Diese Kurve kann, selbst falls ihre überlagerten
Scheitel aus der Arbeitsspannung hergeleitet werden, von etwaigen Störungen dieser Spannung
praktisch unabhängig gemacht werden. Gleichzeitig wird jedoch mit Rücksicht darauf, daß die von der
Kurve B vertretene Vergleichsspannung niemals negativ werden kann, die Aufstellung einer weiteren
Bedingung für die Einleitung der Kommutierung nötig, beispielsweise daß die Zeitableitung der die
Kommutierung bedingenden Spannung negativ sein soll. Eine Schaltung zu diesem Zweck zeigt, die
Abb. 3, die nur das Gerät zur Auslösung des primären Zündimpulses darstellt, während die
Gittersteuerung im übrigen nach Abb. 2 oder in beliebiger anderer Weise ausgeführt sein kann.
13 bezeichnet in Abb. 3 wie in Abb. 2 einen hochohmigen
Widerstand, der zwischen die Anode des Hauptgefäßes und einem Punkt nahe Kathodenpotential
eingeschaltet werden soll. In Reihe mit diesem Widerstand bei seinem Kathodenende liegt
jedoch in Abb. 3 eine kleine Drosselspule 18. Der Punkt zwischen dem Widerstand und der Drosselspule
ist über ein Ventil 19 mit einem Punkt 20 verbunden, der seinerseits, gegebenenfalls über
eine Vorspannungsquelle, mit einem Steuergitter verbunden ist, das z. B. dem Gitter der Elektronenröhre
17 der Abb. 2 entspricht. Das Ventil 19 läßt einen Strom nur in der Richtung
zum Punkt 20 hindurch. Letztgenannter Punkt ist auch über einen Widerstand 2'i mit dem
unteren, der Hauptkathode zugewandten Ende der Drosselspule 18, welches Ende als Nullpunkt
betrachtet wird, und über einen anderen Widerstand 22 mit einem Punkt mit Minuspotential
verbunden. Durch ein Ventil 23, das einen Strom nur in der Richtung zum Punkt 20 hindurchläßt,
ist letzterer Punkt mit dem Punkt 24 verbunden, der den Minuspol einer Spannungsquelle darstellt,
die die Spannungskurve B der.Abb. 1 liefert. Diese
Spannungsquelle besteht aus einer Gleichspannungsquelle 25 in Reihe mit einer Sekundärwicklung
eines Transformators 26 und einem Ventil 27, das nur die eine Wechselstromhalbwelle durchläßt,
während die andere eine zweite Sekundärwicklung mit im entgegengesetzten Sinne gerichteten Ventil
durchfließt. Parallel zur Summe der beiden Spannungsquellen liegt ein spannungsabhängiger Widerstand,
beispielsweise in der Gestalt einer Glimmlampe 28, die jede Summenspannung oberhalb einer
gewissen Höhe abschneidet, so daß man eine iao Gesamtspannungskurve der von der Kurve B in
Abb. ι vertretenen Art bekommt. Der Unterschied zwischen der vom Widerstand 13 abgegriffenen
Spannung und der eben genannten Spannung nach der Kurve B erscheint im Punkt 24, der gegenüber
dem Nullpunkt negativ wird, wenn die Kommu-
tierung eingeleitet werden soll. Damit der Punkt 20 negativ wird, ist es jedoch auch erforderlich, daß
das obere Ende der Drosselspule 18 negativ wird, was eintritt, sobald die Zeitableitung des Stromes
im Widerstand 13, also der Spannung über diesem Widerstand, negativ wird. Falls diese beiden Bedingungen
gleichzeitig erfüllt sind, kann kein Strom die Ventile 19, 23 durchfließen, weshalb
diese sperren und das Potential des Punktes 20 durch seine Lage zwischen dem Nullpunkt und dem
Minusende des Widerstandes 22 bestimmt wird.
Die Gleichspannungsquelle 25, die zweckmäßig aus einem Gleichrichter mit Konstantspannungsgerät
und Glättungsmitteln besteht, und die Wechselstromquelle 26 können vorzugsweise beide
einstellbar sein. Zur Erleichterung einer Einstellung von außen besonders bei hochgespannten
Stromrichtern, wo eine solche Umstellung über hochgespannte Isoliertransformatoren oder andere
verhältnismäßig komplizierte Übertragungsgeräte (-kanäle) erfolgen muß, kann es jeweils zweckmäßiger
sein, eine Schaltung nach Abb. 4 zu verwenden. Diese Abbildung, die dem linken Teil der
Abb. 3 entspricht, hat mit letzterer den spannungsabhängigen Widerstand 28 zum Abschneiden der
Wrellenscheitel der Spannungskurve gemeinsam. An die Enden dieses Widerstandes sind eine Wechselspannungsquelle
26 und eine Gleichspannungsquelle 25 über je ein Ventil 30 bzw. 29 angeschlossen,
wobei die Ventile in jedem Augenblick nur das Geltendmachen der höheren Spannung gestatten.
Man erhält also eine Spannungskurve derselben Art wie in Abb. 3, aber eine Einstellung der Gleichspannung
beeinflußt nur den niedrigeren Wert der Kurve B, während der höhere Wert nur von der
Wechselspannung bestimmt wird. Der spannungsabhängige Widerstand 28 kann hier gegebenenfalls
entbehrt werden, falls die Primärspannung des Transformators 26 eine abgeflachte Kurvenform
hat.
Gegebenenfalls kann man nach Abb. 5 eine einem Transformator 26 entnommene abgeflachte, gegebenenfalls
durch einen spannungsabhängigen Widerstand 31 korrigierte Wechselspannung einfach
mit einer Gleichspannung von einer Quelle 25 zusammensetzen und die Summe dem Punkt 24 der
Abb. 3 aufdrücken.
Man kann sich auch im normalen Betriebe mit einer konstanten Vergleichsspannung begnügen und
diese Spannung nur vorübergehend bei einer ausgebliebenen Kommutierung erhöhen. Eine derartige
Erhöhung kann mit Hilfe eines die Vergleichsspannung beeinflussenden Ventils oder spannungsabhängigen
Widerstandes, der seinerseits von einer Folgeerscheinung des Ausbleibens, z. B. einer außergewöhnlichen
Spannung oder eines außergewöhnlichen Stromes, beeinflußt wird, praktisch augenblicklich
geschaffen werden. Bei Zweiwegstromrichtern kann man zu diesem Zweck den Umstand ausnutzen, daß
die gegenüberstehende Anode gleichzeitig Strom führt, was normal nicht der Fall ist. Hierbei wird
keine Übertragung von Teilen wesentlich abweichenden Potentials nötig.
In gewissen Fällen kann es zweckmäßig sein, die Kommutierung in dem Augenblick einzuleiten,
wenn ein gewisses Verhältnis zwischen der die Kommutierung bedingenden Spannung und deren
(negativer) Zeitableitung herrscht. Bei einer Form der Spannungskurve, die von der geraden nicht
allzuviel abweicht, ist nämlich dieses Verhältnis ein Maß der für die Kommutierung verfügbaren
Zeit. Eine Schaltung zu diesem Zweck zeigt Abb. 6, die ein Hauptventil, einen zwischen dessen Anode 3
und Kathode 1 eingeschalteten Widerstand 13 in Reihe mit einer Drosselspule 18 und eine Elektronenröhre
17 darstellt, deren Kathode mit der des Hauptventils verbunden ist, während ihr Gitter an
einem Punkt des Widerstandes 1.3 liegt. In dem Augenblick, wenn die Spannung über dem zwischen
dem Gitter der Elektronenröhre und der Drosselspule liegenden Teil des Widerstandes gleich der
durch das Abnehmen des Stromes bestimmten Spannung über der Drosselspule wird, bekommt
der an das Gitter der Röhre 17 angeschlossene Punkt Nullpotential, wodurch die Röhre zum Erlöschen
gebracht werden kann. Falls man das Verhältnis zwischen der Spannung und ihrer Zeitableitung,
bei dem dies eintrifft, verändern will, kann man beispielsweise den untersten Teil des
Widerstandes als spannungsabhängigen Widerstand g0
ausführen und ihn durch eine aufgedrückte Querspannung ändern, wobei die Querspannung entweder
über einen prismatischen Widerstandsstab oder über die Brückenleitung vierer in Viereck
geschalteter Widerstände aufgedrückt wird.
Falls man in irgendeiner der Schaltungen nach Abb. 3 bis 6 den untersten Teil des Widerstandes 13
zum Abgreifen eines Löschimpulses für das Hauptventil verwenden will, wie in Abb. 3 angedeutet
wurde, kann man die Drosselspule 18 oberhalb anstatt unterhalb dieses Teiles einschalten. Die
hierdurch bedingten Änderungen der Schaltung dürften im übrigen einem Fachmann ohne weiteres
verständlich sein. Anstatt die Zeitableitung der Spannung durch eine vom Strom durchflossene
Drosselspule herzustellen, kann man die Spannung selbst einem Kondensator in Reihe mit einem
Widerstand aufdrücken und die Spannung diesem Widerstand abgreifen. Die dargestellte, eine
Drosselspule enthaltende Ausführungsform dürfte no jedoch im allgemeinen einfacher sein.
Die Erfindung ist selbstverständlich auf jede Art von Gittersteuerung anwendbar, wo die Kommutierung
dadurch eingeleitet werden kann, daß eine Spannung einen gewissen Wert durchschreitet.
Unter Gittersteuerung wird dann auch die damit in den meisten Hinsichten vollkommen gleichwertige
Steuerung mit schnell wirkenden Zündanoden einbegriffen, die den Zeitpunkt der Zündung
der Ventilstrecke bestimmen.
Die beschriebene Steuerung in Abhängigkeit von der die Kommutierung bedingenden Spannung bzw.
ihrer Zeitableitung kann in verschiedener Weise mit anderen S teuer methoden, ζ. B. mit der gewöhnlichen,
allgemein zeitbestimmten Steuerung, kornbiniert werden. Das auf die Gitter unmittelbar
wirkende Steuergerät, das von verschiedenen Seiten Impulse empfangen kann, kann hierbei in früher
beschriebener Weise vorzugsweise derart ausgeführt werden, daß bei jedem Kommutierungsvorgang
nur der erste Impuls wirksam wird. Beispielsweise kann bei einem Wechsel- oder Umrichter die
normale Betriebssteuerung in vorher bekannter Weise erfolgen, während die erfindungsgemäß ausgeführte
Steuerung in Reserve liegt, so daß sie
ίο eingreift, falls die Kommutierung durch die
normale Betriebssteuerung bei irgendeiner Gelegenheit scheitern würde. Hierbei kann die verstellbare
Größe, z. B. eine Vergleichsspannung, die den Kommutierungszeitpunkt bestimmt, selbstverständlieh
auf alle die Kommutierungszeit beeinflussenden Umstände, in erster Linie natürlich auf den Strom,
Rücksicht nehmen.
Claims (14)
- Patentansprüche:ao i. Gittersteuerung für Stromrichter, beidenen die für die Kommutierung verfügbare Spannung während des Kommutierungsvorganges sinkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential der antretenden Ventilstrecke zur Zeit des Beginns der Kommutierung von einer die Kommutierung bedingenden Spannung im Hauptkreis derart bestimmt wird, daß es auf die augenblicklichen Änderungen der letztgenannten Spannung zu dieser Zeit anspricht.
- 2. Gittersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential der antretenden Ventilstrecke von der Spannung zwischen Anode und Kathode der genannten Ventilstrecke bestimmt wird.
- 3. Gittersteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential der antretenden Ventilstrecke auch von der Zeitableitung der dasselbe bestimmenden Spannung abhängt.
- 4. Gittersteuerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential vom Quotient zwischen der bestimmenden Spannung und ihrer Zeitableitung abhängt.
- 5. Gittersteuerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential eine Kommutierung nur dann ermöglicht, wenn die die Kommutierung bedingende Spannung einen gewissen Wert durchläuft und ihre Zeitableitung gleichzeitig negativ ist.
- 6. Gittersteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gitterpotential der antretenden Ventilstrecke durch den Unterschied zwischen der die Kommutierung bedingenden Spannung und einer Vergleichsspannung bestimmt wird.
- 7. Gittersteuerung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichsspannung periodisch schwankt.
- 8. Gittersteuerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichsspannung eine Wechselspannung ist.
- 9. Gittersteuerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichsspannung aus einer Gleichspannung und einer Wechselspannung abgeflachter Kurvenform zusammengesetzt ist.
- 10. Gittersteuerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vergleichsspannung entweder aus einer Gleichspannung oder einer Wechselspannung besteht, und zwar aus derjenigen Spannung, die augenblicklich den höchsten positiven Wert besitzt.
- 11. Gittersteuerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsableitung in der Form einer Spannung über einer Drosselspule (18, Abb. 3) abgegriffen wird, die vom Strom eines Potentiometerwiderstandes (13) durchflossen wird, auf den die Spannung aufgedrückt wird, deren Zeitableitung man herleiten will.
- 12. Gittersteuerung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Punkt (20, Abb. 3), dessen Potential durch Wechsel seines Vorzeichens den Beginn der Kommutierung bestimmt, sowohl mit einem Punkt (24), dessen Potential sein Vorzeichen wechselt, wenn die die Kommutierung bedingende Spannung unter einen gewissen Wert sinkt, wie mit einem Punkt, dessen Potential sein Vorzeichen gleichzeitig mit der Zeitableitung der genannten go Spannung wechselt, über Ventile in Verbindung steht.
- 13. Gittersteuerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Punkt, dessen Potential durch Wechsel seines Vorzeichens den Beginn der Kommutierung bestimmt, durch den Unterschied zweier Spannungen beeinflußt wird, deren eine der die Kommutierung bedingenden Spannung und die andere deren Zeitableitung proportional ist (Abb. 6).
- 14. Gittersteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie den letzten Zeitpunkt der Zündung der Ventilstrecken bestimmt, während die normale betriebsmäßige Zündung durch eine gewöhnliche zeitabhängige Gittersteuerung '105 bestimmt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 9522 6.54
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1944
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Also Published As
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| CH262099A (de) | 1949-06-15 |
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