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Elastischer Holzski Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
elastischen Ski zu schaffen, der allen Anforderungen des Abfahrts- und Tourenlaufs
genügt.
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Bei dem bekannten Ski ist ein verhältnismäßig starker Mittelteil vorgesehen,
der im Bereich der Standfläche eine Stärke von etwa 25 bis 28 mm aufweist. Dieser
starke Mittelteil ist einerseits nötig, um eine genügend hohe Standfläche für Bindung
und Schuh zu schaffen, damit Schuh und Bindung (insbesondere beim Kanten) nicht
am Boden streifen und hängenbleiben. Ferner wurde bisher eine größere Stärke des
Skimittelteils als notwendig angesehen, um dem Ski eine entsprechende Steifigkeit
zu geben. Die bekannten Skier weisen daher eine ungenügende und ungleichmäßige Elastizität
auf, insofern als nur Schaufel und Skiende sich bei Belastung abbiegen, dagegen
das Skimittelstück ;tuf eine größere Länge steif ist. Diese bekannte Bauart hat
wesentliche Nachteile. Es ist nur eine schlechte Anpassung des Skis .:in den Boden,
insbesondere beim Durchfahren von Mulden, vorhanden, daher wird das Schwingen erschwert.
Die bekannten Skier erfordern außerdem einen hohen Materialaufwand und höhere Herstellungskosten,
insbesondere beim Arbeiten eine:; Skis aus vollem Holz. Mit Rücksicht auf den starken
Mittelteil ist ein Rohholz mit einer durchgehenden Stärke von etwa 28 bis 3o mm
erforder lieh, aus welchem der Ski herausgearbeitet werden muß, wobei in der Regel
der die Standfläche bildende Mittelteil als erhöhte Stufe ausgebildet ist. Im Gegensatz
zu den bekannten Bauarten ist :auf dem im Mittelteil ohne Stufe glatt durchgehenden
Ski eine in Längsrichtung unterteilte, mindeste -a zweiteilige Standplatte befestigt;
deren Stärke annähernd gleich der halben Dicke des Skimittelteils
ohne
die Standplatte ist, wobei die Dicke des Skimittelteils :etwas kleiner ist als das
Zweifache derjenigen der Skienden.
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Ein solcher Ski ist vollelastisch, d. h. er ist im mittleren Teil
nicht wie bisher versteift und besitzt auf seiner ;ganzen Länge :eine gleichmäßige
Elastizität, so daß ein solcher vollelastischer Ski sich dem Boden, insbesondere
Mulden, ausgezeichnet anpaßt. Auch die Herstellungs- und insbesondere die Materialkosten
werden erheblich vermindert, da der Ski aus einem wesentlich schwächeren Rohholz,
nämlich von etwa i9 mm Stärke, gefertigt werden kann.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des elastischen Skis nach
der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. i eine Aufsicht auf einen vollelastischen
Ski, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig.3 eine Seitenansicht des belasteten durchgebogenen
Skis, Fig.4 eine Seitenansicht eines bekannten belasteten Skis, Fig.5 den Mittelteil
des Skis der Fig. 2 in größerem Maßstab, Fig. 6 und 7 Aufsicht und Längsschnitt
durch einen Ski in anderer Ausführung.
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In Fig. i bis 3 und 5 ist ,ein Ski #'dargestellt@ der zweckmäßig aus
Mehrschichtenholz hergestellt ist. Wie ersichtlich, ist der Mittelteil i dieses
Skis ohne Stufe glatt durchgeführt. Die Stärke m des Skimittelteils beträgt nur
etwa 18 bis 19 mm, während die Schaufelstärke v und die Stärke lt am Ende des Skis
:etwa i o mm betragen.
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Die Stärke m des Mittelteils ist also etwas kleiner als das Zweifache
der Skiendstärken. Zur Bildung einer erhöhten Standfläche ist ,auf dem Skimittelteil
eine Standplatte 2 befestigt, die bei der in Fig. i bis 3 und 5 gezeigten Ausführung
aus einer aufgeleimten Furnierholzplatte besteht. Diese Standplatte hat eine Stärke
s von etwa 8 mm, ist also annähernd halb so stark wie die Skistärke m. Die Furnierplatte
2 kann aus Abfallholz billig hergestellt werden. Um die Elastizität im Skimittelteil
zu erhöhen, sind vorteilhaft ein oder mehrere quer laufende Aussparungen 3 in dieser
Standplatte vorgesehen. Zweckmäßig bilden diese Aussparungen, wie .aus Fig. 5 ersichtlich,
schmale Einschnitte mit einer Breite b von etwa i mm. Gegebenenfalls können in diese
schmalen Einschnitte Füllstücke, z. B. Stahlbleche, eingeklemmt werden, so daß damit
je nach Bedarf die Elastizität des Skis reguliert werden kann.
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In Fig.3 ist die Durchbiegung des Skis bei Belastung gezeigt. Es ist
ersichtlich, daß der Ski sich vollelastisch gleichmäßig durchbiegt und sich daher
Bodenunebenheiten (Mulden) ausgezeichnet anpaßt. Das ist bei einem bekannten Ski
nach Fig.4 nicht der Fall, da sich hier zwar bei Belastung Schaufel und Ende abbiegen,
aber der Mittelteil im Bereich d steif bleibt, also eine Anpassung .an tiefe Mulden
nicht möglich ist. Als Beispiel ist in Fig.4 ein ,gekehlter Ski gezeigt, der bei
,a jeweils mit einer Stufe in den starken Mittelteil (Standfläche) 4 übergeht.
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In Fig. 6 und 7 ist eine weitere erfindungsgemäße Ausführung ,gezeigt.
Danach ist die Standplatte z beliebig ausgebildet, und :es besteht der vordere Teil
aus einer zur Befestigung der Bindung dienenden Metallplatte 5, während der andere
Teil der Standplatte aus einer Platte 6 aus Gummi :od. dgl. besteht. Die Metallstandplatte
5 ist hohl ausgebildet b-zw. an den Enden abgewinkelt und mit Holzschrauben 7 auf
dem Ski befestigt.
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Vorteilhaft ist diese Metallstandplätte so ausgeführt; daß sie zugleich
einen Teil der Bindung bildet. Zu diesem Zweck sind. bei dem gezeigten, Beispiel
auf der Platte 5 zwei Zahnleisten 8 aufgeschweißt. In diese greifen die Backenteile
9 ein, die mit :einer Deckplatte i o von oben gehalten werden. Letztere ist mit
Metallschrauben i i auf der Standplatte 5, 8 befestigt.
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Bei 12 ist ein von oben ,auf den Ski aufgeschraubter Kabelniederhalter
gezeigt, in den bei 13 das Bindungskabel eingehängt werden kann.