DE902440C - Bautalfel mit Holzrahmen sowie Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Bautalfel mit Holzrahmen sowie Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Classifications
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- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
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Description
- Bautafel mit Holzrahmen sowie Verfahren zu ihrer Herstellung Die Erfindung betrifft eine großfiächnge Bautafel mit Holzrahmen, welsche fiabrikmäßiig hergestellt wird und beim raschen Errichten von leichteren Behelfshauten, wie z. B. Baracken; Wöhnhäwsern, Garagen, Werkstätten, Schuppen u. dlgl., für die Wände und Decken verwendet werden kann.
- Es sindi für ddesen Zweck bereits Bautafeln mit einem Holizrahmen bekanntgeworden-, der zu beiden Seitten mit zemenitgebundenen Platten versehen ist, auf die unter gleichzeitiger Ausfülilung der vorhandenen Fugen ein mit demRahmern bündig verliaufender Zementglättstrich aufgebracht ist, Abgesehen: davon, daß diese bekannten Bautafeln ein verhältnismäßig hohes Gewicht besitzen, was nicht nur für den Transport, sondern auch für die Hamdhabung beim Bauen mit Nachtbeilen und Schwierigkeiten verhunden ists ist die Herstellung verhältnismäßig umstärndLch und zeitraubend, da zunächst einmal --die al's Wandlschaile dienenden. dünnwandigen Zementplatten, hergestellt wenden müssen, die llängere Zeit zum Abbinden und! Trocknen benötigen. Eine nicht minder lange Trocknungs- und A#bbindlezeit erfordert der Zementaufstrich, woraus sich die Notwendigkeit geräumiger frostflreier, nach Möglichkeit gutheizbarer Fiahrikations,räume ergibt. Darüber hinaus ist die Wärmedämmfähigkeit dieser zementgebundenen Bautafeln nur gering, so daß sich besonders im Winter an der Innenseite
Parallel zu den kurzen. Rahmenhölzern 2 sind zwei stärkere Fültstäbe 4 angeordnet, welche mit durchgehenden Zapfen. in die Rahmenhölzer eingesteckt, verleimt und verdübelt sind.der Außenwände von aus ihren hergestellten Bauten Schwitzwasser usw. hilidet, wie auch überhaupt dass Wohnen in Räumen finit Betonwänden nicht gerade als besonders gesund bezeichnet werden, kann. Die durch den Werkstoff und die Herste,-llungs- weise bedingten Nachteile der bekannten Bautafeln wenden durch das Verfahren gemäß der Erfindung beseitigt. Es besticht im wesentkc'hen darin"daß ein an sich bekannter stabiler Holzrahmen mit in ihrer Höhe der Dicke der gewünschten Luftschicht entsprechen- den Füllstäben: versehen wird, auf denen - beilder- seitig ein geeib@net:@r Putzträger befesbigt wird, und diaß lauf .dem Putzträger eine Mörtelschicht mit vor- zugsweise gewichtmingeraden Zusätzen, Zuschlägen od.,dgl, aufgebracht und bünidig mit den äußeren Rahmenflächen,gliatt albgezogen wird. Die Rahmenhölzer weiden dabei an ihren Innen- kanten. zweckmäßig mit je einem spitzwinkligen, nach der Mittelebemle des Rahmens verbreiterten Faliz versehen, der bünid@ig mit dien Außenseiten der Füllstäbe verläuft. so daß der PutztTäger nicht nur auf den, Füllstäben, ,sondern auch in den Falzen des Rahmrens, befestigt werden kann. Der Putzträger besteht dabei vorzugsweise aus Schilifrohrinatten: cd. digli., diie zweckmäßig unter Venven,d-ung eines mitels Krampen od. d'gl.. zu be- festigen!den Drahtes auf den Fülilstäben. und - benenfall's auf dien Falzen der Ralimenliölzer an- geheftet werden. Der auf dien Putzträger aufzubringgernde :Mörtel wird vorzugs:«-e;i,se auf der Grundlage von, Gips her- gestellt" der zum Z,veicke der Verminderung dies spezifischen Gewichtes entweder mit Poren bi.tden- den, an sich bedöannten Zusätzen oder mit gewicht- vermindernden Zuschlägen.., wie z. B. Sägemehl od. dgl'., vermischt wird;. Obwohl für die Zusammensetzung ,des auf dieser Grundlage hergestell:tenMörtels vii-11eMöglichkeiten bestehen, so hat sich, um ein Ausführungsbeispiel zu nennen, bei den bisher angefertigten Bautafeln gemäß :der Erfindlung .die folgende Zusammenisetzung als zweckmäßig und vorteilhaft erwiesen: Etwa 2o Raumteile Sägemehl wer&n mit etwa ro Raum- teilen Hartputzgips, ro Raumteilen Putzgips und 5 Rammteilen Schwarzkalk in trockenem Zustande innig vermischt, und das Gemisch wird alisidann mit etwa 15 Raumteilen Wasser zu einem Brei geeig- neter Konsistenz angerührt. Alles Nähere über die Erfindung und, weitere Einzelheiten ergeben sich aus der, nachfolgenden Eraiäuterung der Zeichnung, auf der zwei Aus- führungsbeispiele einer nach dem erfindungs- gemäßen Verfahren hergestellten Bautafel darge- stellt sind. Der in. Fig. i inAufsiciht und inFiig. 2 im Längs- schnitt gemäß Linlie II-11 der Fig. i dargestellte Holzrahmen besteht aus zwei mit einer mittleren Außennut versehenen langen Rahmenhölzern i und den zwei kurzen, ebenfalls mit einer Außennut 3 versehenen Rahmenhölzern 2, die zur Erzielung der erforderlichen Stabiliität an den Ecken zusammen- geschert, verleimt und verdübelt sind. - Die durch .die zwei starken Füllstäbe 4 geschaffenen drei Felder des Rahmens sind durch je zwei dünnere Füllstäbe 5 in- drei liangeschmale Felder unterteilt.
- Die Füllstäbe 5, welche die gleiche Höhe .aufweisen wie,die Füllstäbe 4, sind mit kurzen Zapfen in beispielsweise kreiiisbogrnenförinigen Ausfräsungen der Rahmenhölzer .eingelassen, verleimt und, vernagelt.
- Die Rahmenhölzer i und 2 sind an ihren Innenkanten mit einem spi!tzwsnkl'sgen, nach der Mittelebene des Rahmens verbreiterten Falz 6 versehen, dessen Form aus dein etwa im vierfachen Maßstabe dargestellten Querschnitt an d.r Stoßfuge zweier zusammengefügter ferbib r Bautafeln ersichtlich ist.
- Die Falze 6 sind so tief geführt. daß sie mit ihrer zur Tafeleihene parallelen Fläche bün.dti.g mit den Außem s@2iten d!er Füllstäbe .4 und 5 verlaufen. Auf .die Füllstäbe 4 und 5 ist eine Schii'lifrohrmatte 7 mit parallel zu dien., lungern Rahmenhölizern i verlaufenden Schilfrohren aufgelegt und sowohl auf den Fülistäben 4 unid 5 als auch in den Falzen 6 durch einen beispielsweise mit Krampen od!. dgl. befestigten Draht angeheftet.
- Die in ihrem Innenraum ,auf @diese Weise mixt in sich abgeschlossenen Luftdeammern versehene Tafel wind nun, beiiderseifig mit einem Mörtel der weiter oben angeführten Art bestrichen, der bündig mit den äußeren Rahmenflächen glatt abgezogen; wird, Die Rahmenhölzer i und 2 dienen bei dieser Form zugleich als Kantenschutz.
- Beim Zusammen!bauderartiger Rautafelni zu Wänden; u. ,dgl. wird die an, der Außenseite der Rahmenhölizer i befindliche I\Tut 3 mitt einer ihr an: gepaßten Holzfeder 9 ausgefüllt und die Stoßsteile wird( zurErhöhung ,QhrWimidd@iichtiigkeit undFestigkeit auf beiden Seiten mit Dedkhrattiern to abgedeckt.
- Die Breifite der Rahmenhölzer kann auch, wie Fig. 4 in dem der Fiig. 3 entsipriechendenQuerschnitt zeigt, geringer geballten werden .alis idie Dicke der Bautafek In diesem Falle wird bei der Herstel'l'ung der Tafel auf die Ralhmenhölzer an beiden Seiten eine Leiste aufgenagelt, welche die Aufgabe einer Putzleiste beim Vermörteln und eines Kantensc'hutzes während :des Transportes hat und nach dem Abnehmen an der Baustelle als Feder zum Zusammenfügen der einzelnen Bautafeln verwendet werden kann.
- Die an der Stoßstelle zwischen. den durch NTut und Feder miteinander verbundenen Bautafeln verbleibenden Unterbrechungen der Mörtelschichten werden, gegebenenfalls nach Bekleidung der Holzoberfläche mit einem Putzträger, z. B. -einer SchilfrÖhrimatte oid. dgl., in der aus FinG. 4 ersichtlichen Weise m-it einer dem Mörtel der Taf:ln en:ts.predhenden Masse ausgestrichen.
- Bei Bautafeln für Außenwände wird die als Außenseite verwendete Selbe zweckmäßig mit einem wetterfesten bzw. wasserabweisen@dien Überzug versehern, der beiisp,iielisweise aus Wasserglas, einem geeigneten Kunsthiarzlack od. dg1. bestehen kann.
- Die Beschaffenheit der Bautafeloberfläche, die bei Verwendung eines Sägemehlmörtels das Aussehen einer rauben Tapete hat, bringt den Vorteil mit sich, däß auf jedwede Innenbehandlung durch Anstreichein, Tapezieren od, dgl. verzichtet wer,dien kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von großflächigen, durch einen Holizmahmen eingefaßten Bautafeln mit auf beiden, Seiten angeordneten, einen Hohlraum einschliießenden mineralisch abgebundenen Bekleklungen, :dadurch gekennzeichnet., daß der Holzrahmen mit in ihr-,r Höhe der Dicke -der gewünschten Luftschicht entsprechenden iFüllstäben versehen wird, auf dienen beiderseitig ein geeigneter Putzträger befestigt wird, und @daß auf dem Putzträger eine Mörtelschicht mit vorzugsweise gewichtmintl_rnden Zusätzen, Zuschlägen @ad. @d@gl!. aufgebracht und bündig mit dien äußeren Rahimenflächen glatt artgezogen wird. a. Im Verfahren nach Anspruch i hergestellte Bautafel, didürch gekennzeichnet, daß der Holzrahmen an seinen Innenkanten mit je einem spitzwinkligen, nach der Mittekbene des Rahmens verbreiterten Falz versehen ist, der bündig mit dien Außenseiten der Füllstäbe verläuft, und däß der Putzträger nicht nur auf den Füllstäben, sondern auch im Falz dies Rahmens befestigt, ist. 3. Bautafel nach Anspruch i oder a, dadurch gekennzeichnet, ,daß der Putzträger aus einer Schilfrohrmatte od. dgl. besteht, die unter Verwendung eines mittels Krampen od. dgl. zu befestigenden Drahtes auf den Füllstäben und gegebenenfalls in den Falzen des Rahmens angeheftet ist. q.. Bautafel nach einem der Ansprüche i his 3, dadurch gekennzeichnet, daß der auf dien Putzträger aufzubringende Mörtel. auf der Grundlage von. Gips hergestellt ist. 5. Blautafel nachAn@spruch q., dadurch gekennzeichnet, däß dl-r Gips zum Zwecke der Verminderung dies spezifischen ,Mörtelgewichtes mit Poren bildenden, an such bekannten Zusätzen oder mit gewichtmindernden Zuschlägen, wie z. B. Sägemehl, od.,dgl., vermischt ist, 6. Verfahren zur Herstellung des Mörtels für eine Bautafel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß etnva 2o Raumteile Sägeure h'1 mixt etwa nio Raumteilen H-artputzg;ips, io Raumteilen Putzgüps und! 5 Raumteilen SchwarrzIkal.k in trockenem Zustande innig vermischt werden. und,daß das Gemisch .alsdann mit etwa 15 Raumteilen Wasser zu einem Brei geeigneter Konsistenz angerührt wird. 7. Bautafel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, -dadurch geikennzeichnet, däß der Holzrahmen an seiner Außenseite mit einer Längsmut versehen ist, in welche beim Zusammenfügen, der Bautafeln ziu Wänden oder Decken zum Zwecke der Abdichtung und. fluchtrechten Anordnung entsprechend bemessene Holzfedern eingesetzt worden sind. B. Bautafel nach einem der Ansprüche @i bis 7, .dadurch gekennzeichnet däß die Rahmenhölzer zerr Erzielung der erforderlichen Stabilität an dien Ecken zusaimmengeschert, verleimt und v erdübelt sind. 9. Bautafel nach einem der Anisprüche i bis B. dadurch gekennzeichnet, daß die Füllstäbe parallel zur Schmalseite der Tafel verlaufen und daß einige von ihnen zur Versteifung dies Rahmens istärker bemessen und vorzugsweise mit durchgeliendlen Zapfen in die Rahmenhölzer eingesteckt, verleimt und verdübelt sind, während die übrigen, nur als Schalenträger dienenden schwächeren Füllstäbe in die Rahmenhölzer mit kurzen Zapfen eingelassen, verleimt und vernagelt sind'.. io. Bautafel nach einem der Ansprüche ; bis; 9, dadurch gekennzeichaiet, daß die Breite der Rahmenhöleer geriinger alis die Tafeldicke ist und' daß ,der Rahmen beiderseitig mlit bei der Vermörtelung der Tafel' als Putzleisten und wähTend des Transportics als Randschutz dienenden provisorisch angehefteten Leisten ver-,seihen ist, welche znveckmäßiig so bemessen sind, daß sie nach dem Entfernen an der Baustelle als Holzfedern zum Einsetzen in, die Rahmennuten der einzelnen Bautafeln verwendet werden können, worauf die an den Stoßstehlen zwischen den Bautafeln vorhandene Unterbrechung der Mörtelschichten, errforder1iichenfalls, nach Aufbringen eines geeigneten Putzträgers, mit einer dem Mörtel, dier Bautafel entsprechenden Masse bündig ausgestrichen werden kann. i i. Bautafel nach einem der Ansprüche i bis io für Außenwäntde, dadurch gekennzeichnet, daiß ihre als Außenfläche bestimmte Seite mit einem wetterfesten Überzug, beispielsweise aus Wasserglas od!. dgl., versehen ist.
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