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DE901921C - UEberstromtraege Schmelzsicherung - Google Patents

UEberstromtraege Schmelzsicherung

Info

Publication number
DE901921C
DE901921C DEM2131A DEM0002131A DE901921C DE 901921 C DE901921 C DE 901921C DE M2131 A DEM2131 A DE M2131A DE M0002131 A DEM0002131 A DE M0002131A DE 901921 C DE901921 C DE 901921C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solder metal
solder
fusible
fuse
fuse according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM2131A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Mergler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DEM2131A priority Critical patent/DE901921C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE901921C publication Critical patent/DE901921C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/04Fuses, i.e. expendable parts of the protective device, e.g. cartridges
    • H01H85/05Component parts thereof
    • H01H85/055Fusible members
    • H01H85/06Fusible members characterised by the fusible material

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description

  • Überstromträge Schmelzsicherung Die Erfindung bezieht sich auf eine überstromträge Schmelzsicherung, bei der die Herabsetzung der Belastbarkeit durch die Bildung einer Legierung erzielt wird.
  • Es sind bereits verschiedene Arten solcher Sicherungen bekannt. So sind Sicherungen bekanntgeworden, bei denen, .der Schmelzleiter entweder mit einem Lotauftrag versehen oder getrennt und wieder zusammengelötet wurde. Diese Sicherungen weisen die Eigentümlichkeit auf, daß sie einer Alterung unterworfen sind. Wird der Schmelzleiter durch überlastung nur vorübergehend auf die Ansprechtemperatur gebracht, dann entsteht eine den Schmelzpunkt an der Lotstelle herabsetzende Legierungsbildung, die zur Wirkung hat, daß der Abschmelzvorgang bei einer der Wiederabkühlung folgenden überlastung verfrüht stattfindet, d. h. durch diese Alterung ist die Grenzstromstärke der Sicherung herabgesetzt worden.
  • Bei einer anderen Art von Sicherungen, deren Trägheit durch besondere Ausbildung der Schmelzleiter erreicht wird, sind an den Schmelzleitern leicht schmelzende Metallmassen vorgesehen, die den Zweck haben, die Ansprecheigenschaft der Sicherung zu beeinflussen. Eine weitere Art von Sicherungen benutzt einen Leiter leicht schmelzenden Werkstoffes, der um einen Leiter eines schwerer schmelzenden Werkstoffes gewickelt ist. Eine wirkungsvolle Legierungsbildung zwischen den verschiedenen Metallen kann hierbei nicht stattfinden, da dieser die Oxydschichten der Metalle hindernd entgegenstehen.
  • Der Erfindung liegt die Schaffung einer überstromträgen Sicherung unter Ausnutzung der Legierungsbildung zugrunde, bei der die Legierungsbildung erst kurz vor der eigentlichen Absclunelzung stattfindet. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß in unmittelbarer Nähe des gegenüber dem einer flinken Sicherung derselben Grenzstromstärke im Querschnitt erhöhten Schmelzleiters ein Lvtmetall zusammen mit einem Löt- oder Flußmittel vorgesehen sind. Vorteilhaft umschließt hierbei das Lotmetall das Löt- oder Flußmittel hermetisch.
  • Durch eine solche getrennte Anordnung des Lotmetalls gegenüber dem Schmelzleitermetall wird erreicht, daß die Legierungsbildung bei einer Temperatur des Schmelzleiters stattfindet, bei der diese in kürzester Zeit vollzogen wird. Durch geeignete Bemessung des Abstandes zwischen dem Lot-- und dem Schmelzleitermetall, gegebenenfalls unter Anwendung eines Wärmegefälles zwischen beiden Metallen, ist es möglich, den für die Schmelzung des Lotmetalls vorteilhaftesten Temperaturwert zu erzielen. Das Löt- bzw. Flußmittel hat dabei vornehmlich die Aufgäbe, die Legierungsbildung zu fördern.
  • Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und den Ansprüchen: Die Erfindung, die sowohl für geschlossene als auch für offene Sicherungen anwendbar ist, ist in den Fig. i bis 5 beispielsweise dargestellt.
  • Fig. i zeigt zwei Ansichten eines Schmelzleiters i, um den vorteilhaft in der Mitte ein Lotdräht a mit einer oder mehr Windungen gewickelt ist, der innen mit einem Löt- oder Flußmittel versehen und an den Enden geschlossen ist. Als Löt- und Flußmittel kann z: B. Kolophonium, vorteilhaft mit einer organischen Säure, wie z. B. Salyzilsäure, Harnstoff -säure, einer Fettsäure aus der Glyzerinreihe od. dgl-, Anwendung finden.
  • Hat der Schmelzleiter bei einer Überlastung der Sicherung eine Temperatur erreicht, bei der das Lotmetall in den Schmelzzustand übergeführt wird, dann hat das vom Lotmetall umschlossene Löt- oder Flußmittel infolge der erhöhten Temperatur eine Druckerhöhung erfahren, wodurch das nach und nach erweichende und den Fließpunkt erreichende Lotmetall schließlich gesprengt und mindestens ein.. Teil davon mit einem Teil des Löt- oder Flußmittels gegen den Schmelzleiter i geschleudert wird. Am Schmelzleiter kann jetzt die Legierungsbildung zur Herabsetzung der Belastbarkeit unmittelbar stattfinden. Eine frühzeitige Legierungsbildung der sich berührenden Metalle wird durch die natürliche Oxydschicht dieser Metalle wirksam verhindert.
  • Gemäß Fig. z wird das ein Löt- oder Flußmittel umschließende Lotmetall dadurch gehalten, daß der Schmelzleiter 3 mit einer oder mehr Windungen 4 um das Lotmeta115 herumgeführt ist. Das Verhalten dieser Anordnung ist im wesentlichen dasselbe wie das der Anordnung von Fig. i.
  • Je nach der Zahl der Windungen 4 und der Masse des Lotmetalls 5 ist es möglich, daß an dieser Stelle eine stärkere Beheizung oder daß eine stärkere Abkühlung stattfindet bzw. daß die durch die Windung oder Windungen 4 bewirkte Beheizung durch die Wärmeaufnahme und Wiederabstrahlung 1 durch das Lotmetall 5 aufgehoben wird. Eine stärkere Beheizung findet statt, wenn die Zahl der Windungen ¢ groß ist gegenüber der Masse des Lotmeta.lls 5. Umgekehrt wird die Beheizung durch die Anwendung eines Lotmetalls 5 großer Masse herabgesetzt bzw. unwirksam gemacht oder gär aufgehoben. Durch geeignete Ausnutzung dieser Maßnahmen lassen sich Sicherungen verschiedener Trägheitsgrade erzielen.
  • Bei der Anwendung von bandförmigen Schmelzleitern kann das Lotmetall 5, wie Fig.3 zeigt, am Schmelzleiter 6 durch Anquetsch .en von Randteilen ; des letzteren an das Lotmetall 5 festgehalten werden.
  • Um einen größeren Unterschied zwischen der Temperatur des Schmelzleiters und dem Lotmetall zu erzielen, kann zwischen diesen eine wärmeisolierende Abstandsschicht oder Zwischenlage zur Erzielung eines. bestimmten Wärmegefälles vorgesehen werden. Eine solche besteht z. B., wie Fig. 4 zeigt, aus einer vorteilhaft mit Durchbrechungen 8 versehenen Umhüllung i o des ein Löt- oder Flußmittel9 umschließenden Lotmetalls 5. Die Umhüllung kann aus Asbest, Glimmer, einem Kunstharz od. dgl. bestehen. Vorteilhaft wird als Abstandsschicht eine den Lichtbogen unterdrückende Schicht angewendet, z. B. ein Harnstoffharz, Melamin od. dgl.
  • Bei Anwendung einer mit Durchbrechungen versehenen Abstandsschicht wird das entsprechend erhitzte Lotmetall und das Löt- und Flußmittel beim Ansprechen der Sicherung durch die Durchbrechungen dieser Schicht gegen das Schmelzleitermetall geschleudert. Benutzt man ein Kunstharz als Abstandsschicht, dann wird dieses vorteilhaft durch Tauchen, Aufspritzen od. dgl, aufgebracht. Bei entsprechender Erhitzung des Lotmetalls wird dieses durch das Löt- und Flußmittel erhöhten Druckes zersprengt und gegen den Schmelzleiter geschleudert, wobei die Kunstharzschicht mit zersprengt wird.
  • Da- bei Überlastung die Unterbrechung an der Stelle der Legierungsbildung stattfindet, wird der dabei entstehende Lichtbogen bei Anwendung eines Harnstoffharzes, Melamin od. dgl. wirksam unterdrückt, wodurch die Abschaltfähigkeit eine Steigerung erfährt. Aber auch wenn bei starken kurzschlußähnlichen Überlastungen die Unterbrechung an einer anderen Stelle als an der des Lotmetalls stattfindet, wird die Abschaltfähigkeit dadurch gesteigert, daß der den Lichtbogen unterdrückende Stoff zur Wirkung kommt, wenn der Schmelzleiter bei der Schaltung einer hohen Leistung der Länge nach zerstört wird. -An Stelle der Anwendung eines am Schmelzleiter angeordneten Lotmetalls kann dieses auch, wie Fig. 5 zeigt, einen besonderen Schmelzleiter i i darstellen, der in der Nähe eines Schmelzleiters 12! aus einem Metall mit höherem Schmelzpunkt angeordnet und vorteilhaft mit diesem verdrillt und zu diesem parallel geschaltet ist. Es kann auch hierbei, wie vorstehend angeführt, und mit derselben Wirkung zwischen dem Schmelzleiter i z und dem Lötmetalleiter i i mit einer Lötmittel- öder Flußmitteleinlage 13 eine mit Durchbrechungen versehene Abstandsschicht vorgesehen werden oder auf den Leiter i i eine isolierende und gegebenenfalls den Lichtbogen unterdrückende Schicht aufgebracht sein.
  • Wird eine solche Schmelzleiteranordnung überlastet, dann wird ebenfalls ein Teil des Lotmetalis und des Löt- und Flußmittels gegen den Schmelzleiter höheren Schmelzpunktes geschleudert, so daß unverzüglich die Legierungsbildung und die Herabsetzung der Belastbarkeit stattfindet. Die Herabsetzung der Belastbarkeit wird bei dieser Anordnung ferner noch dadurch vergrößert, daß mit der Zerstörung des das Lotmetall darstellenden Leiters i i der Schmelzleiter 12 den Stromanteil des Lotmetalleiters i i mit übernehmen muß, wodurch die Legierungsbildung bei erhöhter Strombelastung, d. h. bei noch erhöhter Wärmezufuhr stattfindet und entsprechend beschleunigt wird.
  • Zur Erzielung bestimmter Abschalteigenschaften kann die Zahl der Schmelzleiter 12 und der Lotmetalleiter i i verschieden sein. Als Lotmetall wird man vorteilhaft Zinn und Legierungen mit vorwiegendem Zinngehalt anwenden. Es können aber auch andere Lotmetalle, wie z. B. Blei und Zink und Legierungen dieser Metalle, benutzt werden. Auch ist es nicht unbedingt erforderlich, daß das Löt- oder Flußmittel vom Lotmetall umschlossen ist, vielmehr kann das Löt- der Flußmittel auch frei zwischen dem Schmelzleiter und dem Lotmetall angeordnet sein.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Überstromträge Schmelzsicherung unter Ausnutzung einer Legierungsbildung, dadurch gekennzeichnet, daß in unmittelbarer Nähe des gegenüber einer flinken Sicherung derselben Grenzstromstärke im Querschnitt überbemessenen Schmelzleiters ein Lotmetall zusammen mit einem Löt- oder Flußmittel vorgesehen sind.
  2. 2. Sicherung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Lotmetall das Löt- oder Flußmittel hermetisch umschließt.
  3. 3. Sicherung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzleiter der Träger des Lotmetalls ist.
  4. 4. Sicherung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Lotmetall am Schmelzleiter, vorteilhaft in der Mitte desselben, angeordnet ist.
  5. 5. Sicherung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Lotmetall um einen oder mehrere Schmelzleiter geführt ist.
  6. 6. Sicherung nach Anspruch 1, 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Lotmetall einen besonderen Schmelzleiter darstellt, der zu einem oder mehreren Schmelzleitern parallel geschaltet ist.
  7. 7. Sicherung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Schmelzleiters um das Lotmetall geführt ist. B.
  8. Sicherung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei bandförmigen Schmelzleitern Randteile um das Lotmetall gelegt sind.
  9. 9. Sicherung nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Schmelzleiter und dem Lotmetall eine wärme- und elektrisch isolierende Abstandsschicht vorgesehen ist. io.
  10. Sicherung nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsschicht mit Durchbrechungen versehen ist. i i.
  11. Sicherung nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsschicht durch Tauchen, Aufspritzen od. dgl. aufgebracht ist.
  12. 12. Sicherung nach Anspruch i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsschicht aus einer den Lichtbogen unterdrückenden Schicht, z. B. einem Harnstoffharz, Melamin od. dgl., besteht. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 698 74o, 672 542.
DEM2131A 1950-03-01 1950-03-01 UEberstromtraege Schmelzsicherung Expired DE901921C (de)

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DEM2131A DE901921C (de) 1950-03-01 1950-03-01 UEberstromtraege Schmelzsicherung

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DEM2131A DE901921C (de) 1950-03-01 1950-03-01 UEberstromtraege Schmelzsicherung

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DE901921C true DE901921C (de) 1954-01-18

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DEM2131A Expired DE901921C (de) 1950-03-01 1950-03-01 UEberstromtraege Schmelzsicherung

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DE (1) DE901921C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1233477B (de) * 1960-10-12 1967-02-02 Siemens Ag Traeger Schmelzeinsatz mit verdrillten Schmelzleitern
DE1301852B (de) * 1965-05-18 1969-08-28 Siemens Ag Schmelzleiter in Bandform fuer traeger Schmelzeinsaetze

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE672542C (de) * 1934-12-08 1939-03-04 Hermann Bellen UEberstromtraege Sicherung
DE698740C (de) * 1937-01-19 1940-11-16 Aeg UEberstromtraege Schmelzsicherung

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