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DE901537C - Verfahren zur Herstellung von Ferrochlorid aus einsenoxydhaltigen Stoffen, insbesondere aus Eisenerzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ferrochlorid aus einsenoxydhaltigen Stoffen, insbesondere aus Eisenerzen

Info

Publication number
DE901537C
DE901537C DEC3406A DEC0003406A DE901537C DE 901537 C DE901537 C DE 901537C DE C3406 A DEC3406 A DE C3406A DE C0003406 A DEC0003406 A DE C0003406A DE 901537 C DE901537 C DE 901537C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
temperature
iron
hydrogen chloride
gas
final
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC3406A
Other languages
English (en)
Inventor
Marion Ernest Graham
Ashland Stevens Henderson
Irving Percival Whitehouse
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Crowley-Republic Steel Corp
Original Assignee
Crowley-Republic Steel Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Crowley-Republic Steel Corp filed Critical Crowley-Republic Steel Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE901537C publication Critical patent/DE901537C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G49/00Compounds of iron
    • C01G49/10Halides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Ferrochlorid aus eisenoxydhaltigen Stoffen, insbesondere aus Eisenerzen Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Ferroohlorid (Fe C'2) in trockenem Zustand aus eisenoxydhaltigem Material. Insbesondere betrifft sie die Verarbeitung solcher Rohstoffe, wie Eisenerze, die ein oder mehrere Eisenoxyde enthalten und die zur Umwandlung des Eisens in Ferrochlorid ohne Schmelzvorgang oder Lösung in einem flüssigen Medium behandelt werden. Infolge der Tatsache, daß die meisten Eisenoxyde zum mindesten einiges Eisen im Ferrizustand enthalten, ist es notwendig, daß das Eisen aus dem dreiwertigen in den zweiwertigen Zustand reduziert wird und vorzugsweise gleichzeitig mit dieser Umwandlung in das Chlorid. übergeführt wird, so daß das gebildete Chlorid aus Ferrochlorid besteht, ohne Ferrichlorid zu enthalten.
  • Das Verfahren ist auf die Behandlung aller eisenoxydhaltigen Materialien anwendbar, wobei andere Stoffe, wie andere Metalloxyde mit mehr oder weniger Gangart, zugegen sein können. So ist es auf Erze des bei der metallurgischen Eisenherstellung verwendeten Typs anwendbar und, ebenso zur Behandlung von Eisenerzen mit relativ geringem Gehalt. Einige Eisenoxyd, enthaltende Stoffe, die nach der vorliegenden Erfindung verwendet werden ;können, können nicht als Eisenerze im gewöhnlichen handelsüblichen Sinne angesehen werden, doch sie enthalten genügend Eisenoxyd oder -oxyde, daß der vorliegende Prozeß auf sie angewendet werden kann. Im allgemeinen kann man eisenoxydhaltige Stoffe, wie Flugstaub, der als Nebenprodukt bei den üblichen metallurgischen Verfahren der Eisenherstellung erhältlich ist, als festes Rohmaterial für das vorliegende Verfahren verwenden. Walzsinter kann ebenfalls verwendet werden. Andere Materialien mit Eisenoxyd, die nicht als Erze betrachtet werden können, :die aber als Nebenprodukte bei anderen Prozessen anfallen, können auch nach dem vorliegenden Verfahren behandelt werden und sind in dem allgemeinen Ausdruck eisenoxydhaltige Stoffe einbegriffen.
  • Die Erfindung kann folgendermaßen zusammengefaßt werden: Ein eisenoxydhaltiger Stoff wird auf eine Anfangstemperatur von ungefähr 26o bis ungefähr q.25° C, vorzugsweise auf q.oo bis q.25° C, aufgeheizt und wird dann der Einwirkung eines Gasgemisches, .dessen hauptsächliche aktive Bestandteile aus Wasserstoff und H Cl bestehen, in solcher Weise unterworfen, daß das feste Material fortschreitend oder absatzweise während des Prozesses aufgeheizt wird., so @daß die Endtemperatur bei ungefähr 425 bis 65o° C und vorzugsweise bei 565 bis 62o° C liegt. Es ist zweckmäßig, aber nicht notwendig, .daß das Gasgemisch den eisenoxydhaltigen Stoff im Gegenstrom passiert. Dieses Gasgemisch hat bei der Einwirkung auf das feste eisenoxydhaltige Material bei der höchsten Temperatur einen maximalen' HCl-Gehalt bis zu. ungefähr 5o ')/ü. Indessen wird die H Cl=Konzentration in denGasen gewöhnlich nicht über ungefähr 15')/o betragen und kann auf ungefähr 50/0 erniedrigt werden. Die Wasserstoffkonzentration der Gase muß in diesem Stadium .des Verfahrens genügend sein, daß der stöchiometrische Gehalt an Wasserstoff, der für die Reduktion des dreiwertigen Eisens erforderlich ist, vorhanden ist. In einigen Stufen können die .Gase nur aus Wasserstoff und-H Cl bestehen, gemischt mit mehr oder weniger Wasserdampf, während in anderen Stufen diese Gase mit etwas inertem Gas, wie Stickstoff,gemischt sein können. In gewissen Verfahrensstufen können auch andere reduzierende Gase zugegen sein, wie Kohlenmonoxyd, obgleich dies nicht für das vorliegende Verfahren wesentlich ist.
  • Bei der Verfahrensstufe mit niedriger Temperatur, d.h. bei derTemperatur, beider die Gaseinwirkung auf das feste Material beginnt, haben die einwirkenden ;Gase einen relativ niedrigeren H Cl-Gehalt. Diese Verfahrensstufe dient in erster Linie zur Nutzbarmachung der Gase, deren HCl schon zum größten Teil verbraucht ist. Beispielsweise ist es sogar vorzuziehen, daß die HCl-Konzentration bei dieser Verfahrensstufe aus Gründen, die weiter unten auseinandergesetzt werden, ziemlich auf Null herabgesetzt wird.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es wesentlich, daß den ganzen P'rozeß überein Wärmegefälle aufrechterhalten wird, welches durch gleichmäßige oder ungleichmäßige Steigerung der Temperatur, je nachdem der Prozeß fortschreitet, erzeugt wird. Die Temperaturerhöhung wird durch den Ausdruck fortschreitend ausgedrückt, wie er im Zusammenhang mit der erforderlichen Temperaturerhöhung oder dem erforderlichen Temperaturgefälle, vom festen Rohmaterial aus gesehen, angewendet wird.
  • Bei diesem Verfahren ist es technisch möglich, eine große Menge des anfänglich vorhandenen Eisens in Ferroehlorid zu überführen, wobei Ausbeuten von 9o bis gi5 % als in Fe C12 umgewandeltes Eisen,die Regel bilden.
  • Als Hauptziel der Erfindung muß angesehen werden, daß der allergrößteTeil des Eisens, welches anfänglich in oxydischer Form vorliegt, umgewandelt wird, wobei die Bildung von metallischem Eisen hintangehalten wird. Das FeC12 kann von .den anderen Stoffen, die anfangs zugegen sind, getrennt und für alle Zwecke verwendet werden, für die diese Substanzgebraucht wird, Als besonderer Vorteil des vorliegenden Verfahrens ist die Gewinnung des Eisens aus Materialien anzusehen, deren Eisen auf andere Weise schwierig zu gewinnen ist, wobei das Eisen in wirtschaftlich wertvoller Form anfällt.
  • Wenn auch das Verfahren in verschiedener Art ausgeführt werden kann, wie es weiter unten beschrieben wird, und ebenso in verschiedenen Vorrichtungen, so werden doch in den Zeichnungen zwei verschiedene Vorrichtungstypen angegeben, die vorzugsweise für das Verfahren in Frage kommen.
  • Fig. i stellt eine kontinuierlicheDrehofenvorrichtung ,dar, in welcher das Verfahren ausgeführt wird, wobei der Gasstrom entgegengesetzt der Fortbewegungsrichtung des Festmaterials fließt.
  • Fig. 2 veranschaulicht eine Mehrzahl von Reaktionskammern, welchen das Festmaterial zugeführt wird und in welchen das. Verfahren vorzugsweise schrittweise ausgeführt wird.
  • Die eisenoxydhaltigen Stoffe werden, falls erforderlich, gewöhnlich gebrochen oder auf andere Weise zerkleinert, damit sie in der gewünschten Beschaffenheit vorliegen. Die Rohstoffe können in ihrer chemischen Zusammensetzung variieren, beispielsweise können die Erze in der Hauptsache aus Magnetit neben der Gangart .bestehen. Sie können Eisen in. der Form von Fee 03 (als Hämatit) enthalten, während andere als Braun- oder Raseneisenstein vorliegen können. Die Art des Erzes als eisenoxydhaltigen Stoffs hat einen Einfluß auf das Verfahren und muß hinsichtlich der besonderen Bedingungen bei seiner Ausführung in Rechnung gezogen werden., wie später beschrieben wird. Ferner können verschiedene andere Arten eisenoxydhaltiger Stoffe verwendet werden. Einige Erze, die nach dem vorliegenden Verfahren verwendbar sind, enthalten neben Eisen andere Metalle, beispielsweise lateritische Erze.
  • Das Festmaterial muß zuerst auf Temperaturen gebracht werden, bei. denen die Reaktion stattfinden kann. Diese Temperaturen der ersten Verfahrensstufe .richten sieh nach der Form der Vorrichtung, in welcher sie ausgeführt wird. Dieses Vorerhitzen kann beliebig vorgenommen werden. Wenn der Prozeß in einem Drehofen ausgeführt wird, so wird- beispielsweise für die Vorerhitzung ein Ende des Ofens verwendet, oder man kann das Erhitzen vor Zuführung des Materials zum Reaktionsgefäß in einer unabhängigen Vorrichtung für sich ausführen.
  • Das Vorerhitzen wird bei ungefähr 26o bis ungefähr q.25° C ausgeführt. Unterhalb dieser für die verschiedenen Erze verschiedenenTemperaturen ist die Reaktionsgeschwindigkeit so gering, daß eine zufriedenstellende Umwandlung des Eisenoxydmaterials in FeC12 nicht stattfinden kann. Es ist nicht wirtschaftlich, unter die :genannten Temperaturgrenzen herunterzugehen.
  • Diese Temperaturstufe des Verfahrens vollzieht sich nun so, daß die zuggeführten Gase zu einem wesentlichen Teil aus Wasserstoff im Gemisch mit einem wesentlichen Anteil an Wasserdampf bestehen, der durch ,die Reduktion des Eisenoxyds in anderen Stadien des Verfahrens entstanden ist (früheren in bezug auf die Gase, doch späteren in bezug auf das Festmaterial bei. Anwendung des iGegenstromprinzips). Die HCl-Konzentration ist relativ niedrig. Erwünscht ist, daß in dieser Verfahrensstufe der größte Teil der vorhandenen H Cl für die Umwandlung des Eisens in Ferrochlorid verbraucht wird, so daß die bei dieser Verfahrensstufe austretenden Gase ein Minimum an H Cl enthalten. Die HCl-Absorption findet am besten bei niederen Temperaturen statt. Daß die H Cl in diesem Verfahrensstadium praktisch ausgenutzt wird, ist wichtig, denn sonst würde die verbleibende H Cl verloren sein. Beim Verlassen dieser Verfahrenszone haben sich .die Gase abgekühlt, so daß gewöhnlich der größte Teil des Wassergehalts kondensiert wird. Etwa in den Gasen verbleibende H Cl wird im Kondenswasser gelöst sein, und in diesem üblichen Fall kann sie wirtschaftlich nicht zurückgewonnen werden. Daher ist es zur Gewährleistung eines wirtschaftlichen Verbrauchs an H Cl notwendig, sie möglichst weitgehend aus den Gasen in dieser Verfahrensstufe zu entfernen.
  • In der anschließenden letzten: Verfahrensstufe muß die Temperatur den. für die Umwandlung des eisenoxydhaltigen Materials zulässigen Höchststand erreichen. Diese Temperatur kann zwischen etwa 425 und etwa 65o° C schwanken und. hängt von der Anfangstemperatur und der Art des Festmaterials ab. Bei dieser höchsten Temperaturstufe geht die Reduktion leichter vor sich als bei tiefen Temperaturen. Nach der vorliegenden Erfindung erreicht ,die H Cl-Konzentration der Gase in diesem Stadium hoher Temperatur ihr Maximum. Infolgedessen findet in dieser Stufe die hauptsächliche Umwandlung des Eisens zu Ferrochlorid statt.
  • Wenn die Temperatur höher wird, zeigt das Ferrochlorid eine größer und größer werdende Neigung zu sintern, denn Ferrochloriid schmilzt bei ungefähr 670° C. Wenn die Temperatur 65o° C erreicht, nimmt das Sintern merklich zu, so d'aß diese Temperatur .die praktische Grenze darstellt, bei welcher das Verfahren ohne Verlust und: unerwünschtes Sintern mit dem damit verbundenen Zusammenbacken des Festmaterials ausgeführt werden kann. Dies ist wichtig, besonders wenn das Verfahren in einem Drehofen, wie in Fig. i dargestellt, ausgeführt wird, wobei die Fortbewegung des Festmaterials für das Verfahren notwendig ist.
  • Eine andere Temperaturbegrenzung in diesem Verfahrensstadium ist dadurch .bedingt, daß, wenn die Temperatur erhöht wird, der Prozentsatz an H Cl im Gas in demselben Maße größer sein muß, um die Umwandlung in Chlorid- zu bewirken. Bei der praktischen Anwendung muß die Grenze des Prozentgehalts an H Cl auch davon abhängen, inwiefern dieser Prozentgehalt einen begrenzenden Einfluß auf die Temperatur der letzten Verfahrensstufe des Prozesses hat, da die Temperatur nicht bis zu einem Punkt erhöht werden darf, bei welchem die im Gas anwesende H Cl-Konzentration dem Chloridbildungseffekt gleich ist.
  • Ein anderes Kennzeichen dieses letzten Verfahrensstadiums ist die Chloridbildung aus demjenigen Eisen, welches zur elementaren Form reduziert worden ist. Dieses Eisen, welches möglicherweise bis zu einem gewissen Grade bei verschiedenen Verfahrenszwischenstufen des Prozesses gebildet werden. kann, soll in diesem Verfahrensstadium in Chlorid umgewandelt werden. Dies setzt die Gegenwart einer entsprechenden I-1 Cl-Menge in den Gasen voraus und erfordert eine entsprechende Reaktionszeit für die Chloridbildungsreaktion, welche durch das Temperaturgefälle des Gesamtverfahrens bedingt ist. Man kann das vorliegende Verfahren besonders vorteilhaft nach dem Gegenstromprinzip ausführen. Wenn das Verfahren vollständig im Gegenstrom ausgeführt wird, wie es in einer Vorrichtung von der Art eines Drehofens stattfindet, wie in Fing. i dargestellt, weichen die Bedingungen der fortschreitenden Verfahrensoperation insofern. von den oben beschriebenen Bedi,ngun@gen ab, als die erste Stufe die Bedingungen erfüllt, die bei der letzten Stufe beschrieben sind. Wenn das Verfahren andererseits auf rein chargenmäßiger Basis ausgeführt wird oder, wie es in Fig.2 veranschaulicht ist und weiter unten im einzelnen beschrieben wird, so kann man die Verfahrensmaßnahmen als ein schrittweise fortschreitendes Verfahren ansehen, wobei die Bedingungen bei. jedem Schritt fortschreitend verschieden sind von den oben angegebenen Grenzbedingungen und wobei zum mindesten eine und gewöhnlich mehrere Zwischenstufen auftreten.
  • Es wird angenommen, daß das Eisen, von dem mindestens ein Teil anfänglich in der Form von Eisenoxyd (Fe20a) oder möglicherweise Magnetit (Fe. 04) .vorliegt, zum zweiwertigen Zustand in der Weise reduziert wird, daß ein mehr oder weniger wieder verschwindendes Zwischenprodukt in Form des niederen Eisenoxyds (Fe0) zugegen ist. Es wird vermutet, daß dieses niedere Eisenoxyd durch die H Cl zu Fe Cl. chloriert wird. Die Reaktion muß so ausgeführt werden, daß die Reduktion des Eisens zu FeO nicht zu lange vor der Chlorid#bildung aus FeO stattfindet. Es muß daher jederzeit :genügend HCl zugegen sein, um das Eisen fast genau so schnell in Chlorid überzuführen, als es im Anfangsstadium zu Fe0 reduziert wird. Diese Verfahrensweise muß man den ganzen Prozeß über einhalten, so,d.aß entsprechende H Cl-Konzentrationen immer zugegen sein müssen. Aus diesem Grunde kann die Temperatur nicht so schnell im Verhältnis zur Umwandlung des Eisens in FeC12 erhöht werden, da dieses die Geschwindigkeit der Reduktion im Hinblick auf die Chlori-dbildung zu sehr beschleunigen würde. Ferner darf die Zwischenperiode, während welcher das Rohmaterial einer gegebenen Temperatur zwischen den Grenztemperaturen ausgesetzt wird, nicht zu lang sein. Beispielsweise neigt, wenn die Reduktion in zu großem Abstand vor der Chloridbildung einhergeht, z. B. 3 Stunden, das Fe O, welches bei den Chloridbild'ungstemperature.n unstabil ist, dazu, sich zu elementarem Eisen und. Fei 04 zu zersetzen, wenn es solchen Temperaturen zu lange ausgesetzt wird. Wenn es auch möglich ist, metallisches Eisen in -der letzten Verfahrensstufe des Prozesses, wenn die notwendige H Cl zugegen ist, zu chlorieren, so kann dies doch in einer annehmbaren Zeit nur mit verhältnismäßig kleinen Eisenanteilen geschehen. Es wurde auch gefunden, daß, wenn das Eisen in Form von Fei 04 vorliegt, die schwierigste Bedingung für die.Chloridbildung gegenüber allen anderen Eisenoxyden gegeben ist. Denn dann ist der Anteil des so reduzierten Eisens in elementarem Zustand zu groß, als.daß die Zeit in der letzten Verfahrensstufe des Prozesses ausreichen könnte, um alles in Chlorid. umzuwandeln. Obgleich dies möglich wäre, wenn,die Zeit dazu genügend lang wäre, so ist sie dann zu lang für -die wirtschaftliche Durchführung des Verfahrens. Daher besteht eine Beziehung zwischen dem Wärmegefälle und der H C1-Konzentration in den Gasen entsprechend der Strömungsgeschwindigkeit der Gase, welche in solchen Grenzen gehalten werden muß, daß die besteVerfahrensweise für jedes besondere Erz oder jeden anderen eisenoxydhalti:gen Stoff besonders festzustellen ist. Diese Beziehung kann am besten durch jeweilige Versuche ermittelt werden. Dies ist nicht grundlegend für die Verfahrensweise, doch beeinflußt es den Wirkungsgrad.
  • Das vorliegende Verfahren bedingt besonders ein Anwachsen der Temperatur im Unterschied zu einer Reaktion bei konstanter Temperatur. Beispielsweise wurde gefunden, daß, wenn die gewünschte Reaktion vor sich gehen soll, diese nur in einem gewissen und unerwünscht kleinen Ausmaß bei einer konstanten Temperatur vor sich geht, während eine Temperatursteigerung notwendig ist, damit die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens auf der ;gewünschten Höhe bleibt. Wenn eine höhere Temperatur als konstante Temperatur gewählt wird, so ist die Umwandlung größer, .doch gegenüber der vorliegenden Erfindung immer noch unbefriedigend. Wenn jedoch in Übereinstimmung mit dem vorliegenden Verfahren die Temperatur gesteigert wird: und bei. einer niederen Temperatur angefangen und darauf diese allmählich gesteigert wird. ist die Ausbeute des Verfahrens zufriedenstellend hoch. Diese Leitsätze werden durch. folgende zwei Beispiele veranschaulicht: Beispiele i. Durch leicht anchloriertes Erz wird in einer Laboratoriumsvorrichtung ein Gasgemisch aus Wasserstoff, HCl und mehr oder weniger Wasserdampf geleitet, wobei die HO-Konzentration i o % beträgt und wenig Wasserdampf am Austritt auftritt. Das Erz war auf eine Maschenweite von 146o Maschen pro Ouadratzentimeter und feiner gemahlen worden. Die Temperatur wurde konstant bei ungefähr 6oo° C gehalten. Nach zweistündiger Reaktionszeit wurde das verbleibende feste Material analysiert. Es wurde gefunden, daß es 39,014 des ursprünglich vorhandenen Eisens in Form von elementarem oder metallischem Eisen enthielt.
  • 2. Dasselbe Erz wie im Beispiel i wird in derselben Vorrichtung und. mit derselben anfänglichen Gaskonzentration und- zusammensetzung behandelt. .Als einziger Unterschied gegenüber Beispiel i beträgt die Anfangstemperatur 4.25° C, welche stufenweise auf ungefähr 6oo° C gesteigert wird. Nach beendeter Reaktion wird gefunden, -daß nur o,6% des ursprünglich vorhandenen Eisens in Form von metallischem oder elementarem Eisen vorliegen.
  • Es ist anzunehmen, .daß diese Unterschiede in den Ergebnissen zum mindesten zu einem wesentlichen Teil der Tatsache zuzuschreiben sind, daß das Eisen zu Fe0 reduziert wurde, welches im Beispiel i bei der gegebenen Temperatur so lange gehalten wurde, daß es in metallisches Eisen und Fei 04 zerfiel, so daß das Fe 0 zu Fe reduziert wurde. Die annehmbaren Ergebnisse im Beispiel 2 sind wahrscheinlich der Tatsache zuzuschreiben, daß das Wärmegefälle so aufrechterhalten wurde, daß der Grad der Reduktion des Eisens zu Fe 0 den Grad, der Chlori.dbildung aus Fe0 nicht wesentlich überstieg, so daß nur sehr wenig von dem Eisen zu elementarer oder metallischer Form reduziert wurde.
  • Weiter wurde gefunden, daß eine Temperatur, die in bezug auf das feste Ausgangsmaterial allmählich ansteigt, gegenüber einer konstanten Temperatur vorteilhafter in bezug auf ein Maximum an Ohloridbildung ist. Dies wird veranschaulicht durch einen Versuch bei einer gleichbleibenden Temperatur von ungefähr 542° C gegenüber einer allmählich ansteigenden Temperatur nach der vorliegenden Erfindung. Unter diesen Umständen wurde mit einer Gaskonzentration von ungefähr 9o%Wasserstoff und io%HCl die Chlorid bildurig 3 Stunden lang in Gang ,gehalten. Danach fiel der Ohlori,dbildungsgrad sehr schnell ab, was sich durch die Absorption. der HCl feststellen ließ. Das Ergebnis dieses Versuches zeigte, ,daß, wenn @die Chloridbildung bis zu einem gewissen Ausmaß fortgeschritten war, eine weitere Chloridbildung über diesen iGra-d hinaus nur in geringem Maß eintrat, selbst wenn zusätzlich Zeit aufgewandt wurde. Bei diesem Versuch wurde nur ungefähr ein Drittel des Eisens in Fe C12 umgewandelt, welches Ergebhis in viel längerer Zeit nicht wesentlich gesteigert werden konnte. Bei dem Verfahren nach der Erfindung dagegen findet unter Verwendung derselben Apparatur und derselben Anfangsgasikonzentration, doch mit einend allmählich erhöhten Temperaturgefälle ohne Schwierigkeit eine Umwandlung von go bis 95 0/a des Eisens in FeC12 statt.
  • Ein anderes nachteiliges Moment muß bei der Ausführung -des Verfahrens vermieden werden, nämlich ein zu hoher Wassergehalt in den Gasen. Wenn der Wassergehalt der Gase zu hohe Werte erreicht, kann er die Reduktion verzögern, woraus sich auch eine Verzögerung der Chloridbildung aus dem Eisen ergibt. Viel Schwierigkeit ist indessen zu vermeiden, wenn man im Gegenstrom arbeitet (vgl. Zeichnung). Hierbei fließen die Gase beständig durch die Vorrichtung,derart, daß das Wasser nach seiner Bildung abgeführt wird. Auf diese Weise kann die Wasserdampfkonzentration niemals einen Punkt erreichen, an welchem sie den Reaktionsablauf stören kann.
  • Bei der Betrachtung des Wirkungsgrades der verschiedenen Arten von eisenoxydhaltigen Stoffen bei dem Verfahren und, der Bedingungen, welche zur Kompensation der Unterschiede des Rohmaterials eingehalten werden müssen, wurde gefunden, daß Erze vom Hämatittyp am leichtesten zu chlorieren sind. Als Beispiel für ein derartiges relativ leicht zu chlorierendes Erz dient ein Michiganerz, in welchem das Eisenoxyd in Form von Fe20g vorliegt und welches die folgende iZusammensetzung aufweist:
    Wasser .............. 0,270/0
    Glühverlust . . . . . . . . . . 4,130/0
    Si 02 . . . . . . . . . . . . . . . . 41,23.%
    Fe . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32,770/0
    Ca 0 . . . . . . . . . . . ..... 0,45 0/a
    P ................... 0,290/0
    S ................... nicht vorhanden
    M90 . . . . . . . . . . . . . . . . 0,480/01
    A12 03 . . . . . . . . . . . . . . . 2,530/0
    Mn . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,081/0
    Bei Verwendung eines Gases mit einer Anfangskonzentration an HCl von ungefähr io% und im übrigen entsprechendem Wasserstoff wurde Glas Erz in einerMehrzaähl gesonderter Stufen behandelt, wobei jede als Chargenoperation für sich behandelt wurde und in jeder die H CI-Konzentration fortschreitend größer wurde. Die Temperatur wurde fortschreitend von ungefähr 425° C in der ersten Stufe auf ungefähr 60o ° C in der letzten von acht Stufen gesteigert. Die H Cl=Konzentration der Gase in einer letzten Stufe, die in bezu.g .auf das Gas die erste war, war ungefähr 10/0. Die Gesamtzeit für das ganze Verfahren betrug für eine gewisse Erzmenge ungefähr 2 Stunden. Gefunden wurde, daß bei Beendigung des Prozesses, über 9o % des Eisens in Fe Cl. umgewandelt waren.
  • Bei mehr oder weniger ähnlichen Bedingungen wurden unter Verwendung anderer limonitischer Erze Ausbeuten von mehr als 95 0/a an Fe C12 gegenüber dem eingesetzten Eisen bei Temperaturen zwischen ungefähr 482 und 542° C erhalten, wobei die Anfangstemperaturen ungefähr 26o bis ungefähr 272° C betrugen. In den .beschriebenen Versuchen wurde der Rohstoff als ein Pulver mit einer Teilchengröße von 146o Maschen/cm2 und feiner verwendet.
  • Erze des Magnetittyps sind, insbesondere wenn ein großer Teil des Gesamteisens als Fei 04 vorliegt, relativ schwierig in Chlorid überzuführen. Dies veranschaulicht folgendes Beispiel: Ein Magnetiterz folgender Zusammensetzung dient als Ausgangsstoff:
    Fe ............. 67,25 0/0
    Mn ............ 0,o4 0/0
    P . . . . . . . . . . . . . 0,0120/0
    Si 02 . . . . . . . . . . 5,51 0/0
    Ca0 .......... -
    Mg0 .......... 0,22 0/0
    Dieses Erz wurde wieder zu einer Teilchengröße von 146o Maschen/cm2 und feiner gemahlen. Das Eisen lag im wesentlichen in Form von Fes04 vor. Es zeigte sich, daß die Chloridbildung bei relativ niedriger Temperatur zwischen etwa 315 und etwa 482° C vor sich ging, wobei nur die Hälfte oder weniger an Chlorid gebildet wurde als bei dem Michiganerz im vorhergehenden Beispiel. Um eine zufriedenstellende Chloridbildung zu erreichen, war es notwendig, den Prozeß bei ungefähr 425 bis 482° C beginnen zu lassen. Dann wurde die Temperatur schnell auf ungefähr 60o bis 63o° C oder hoch etwas mehr gesteigert und schließlich eine End- oder höchste Temperatur bei dem zulässigen Maximum von ungefähr 65o°' C erreicht. Beim Arbeiten im höchsten Temperaturbereich, insbesondere von etwa 63o bis etwa 65o° C, erwies es sich als notwendig, eine höhere HCl-Konzentration zu verwenden, ungefähr 15%, damit die Chlori-dbil,dung in diesem Temperaturbereich zufriedenstellend verlief.
  • Es wurde festgestellt, daß limonitische Erze (hydratisierter Hämatit) nach der vorliegenden Erfindung mit Anfangstemperaturen. von ungefähr 3I5° C und' Endtemperaturen von ungefähr 482° C behandelt werden müssen. Kristalliner Hämatit (Fe, Q,) kann nach der vorliegenden Erfindung dann zufriedenstellend in Chlorid übergeführt werden, wenn Anfangstemperaturen um 425° C und Endtemperaturen um 60o° C angewendet werden. Magnetiterze (Fes 04) erfordern die höchsten Temperaturen und können nach der vorliegenden Erfindung nur bei Anfangstemperaturen um 4;&2° C und Endtemperaturen um 65o° C zufriedenstellende Ausbeuten liefern.
  • Um in einem mittleren Temperaturbereich arbeiten zu können, muß entweder ein Erz verwendet werden, das für diesen Bereich verwendbar ist, oder Mischungen verschiedener eisenoxydhaltiger Stoffe, die eine Chloridbildung im gewünschten Temperaturbereich gestatten.
  • Die Teilchengröße des Rohmaterials ist ein anderer beachtlicher Faktor. Im allgemeinen reagieren die kleineren Teilchen schneller als die größeren Teilchen. Wenn z. B. das Ausgangsmaterial eine Teilchengröße von 146o Maschen/cm2 und feiner besitzt und es unter entsprechenden Bedingungen. behandelt wird, ist eine prozentuale Umwandlung des Eisens von ungefähr 95'/ü erhältlich. Bei gleichen anderweitigen Bedingungen, doch bei einer Teilchengröße von 58 Maschen/cm2 und feiner beträgt,die ,prozentuale Umsetzung nur noch 55 °/a. Nimmt man die feineren Teilchen heraus und verwendet nur gleichmäßige Teilchen in einer Größenordnung von 58 bis 115 Maschen/cm2, so findet eine Umwandlung desEisens nur zu ungefähr 31 °/o statt.
  • Wenn man größere Teilchen teilweise oder ausschließlich verwendet und trotzdem praktisch hohe Ausbeuten wünscht, so kann man dergleichen nur erhalten bei schärferen Chlorieru-ngsbedingungen, entweder durch längeres Erhitzen oder durch. Anwendung hoher Temperatur und höheren H Cl-Anfangskonzentrationen oder durch Kombination von beiden. Als Faktor hat die Zeit einen viel geringeren Einfluß auf die relativ gröberen Materialteilchen als die Anfangskonzentration an H Cl und die Temperaturfaktoren auf die Vergrößerung der Ausbeute. Praktisch muß man einen wirtschaftlichen Ausgleich zwischen den Kosten der Zerkleinerung des Ausgangsmaterials bis zu einer gewünschten kleinen Teilchengröße gegen die vermehrten Kosten durch die höhere Temperatur und höhere H Cl-Konzentration abwägen.
  • Wünschenswert ist es, daß der Kontakt der Gase mit dem Festkörper dauernd oder während des ganzen Prozesses stattfindet. Deshalb ist eine Art Rühren erwünscht. Eine ,Methode, um den notwendigen Kontakt der Gase mit dem Festkörper zu erhalten,. bildet -die Anwendung eines Drehofens.
  • In Fig. i wird eine Reaktionskammer in Form eines Drehofens io gezeigt. Das feste zerkleinerte Ausgangsmaterial wird in eine Art Trichter i i ein--geführt.
  • Das eisenoxydhaltige Material kann, bevor es in den Trichter i i eingebracht wird, vorerhitzt werden. Das Material fällt dann in ein Rohr 12 und bewegt sieh in diesem durch ein Fördermittel, wie eine Förderschnecke 13, die durch eine Antriebswelle 14 getrieben wird. Das durch den Prozeß gegangene Festmaterial wird aus dem Ofen durch eine beliebige Vorrichtung, schematisch angedeutet durch den Pfeil 15, gefördert. Dieses den Ofen io verlassende Material enthält FeCl2 neben inerten Stoffen und möglicherweise einer kleinen Menge unveränderten Eisenoxyds.
  • Die Gase werden dem Ofen io durch eine Rohrleitung 16 unter Kontrolle eines Hahns 17, zugeführt, wobei den Gasen, z. B. durch eine Rohrleitung 18, Wasserstoff unter Kontrolle eines Hahns i,gi und H Cl durch eine Rohrleitung 2o unter Kontrolle eines Hahns 21 zugeführt wird. Die im wesentlichen aus Wasserstoff und Wasserdampf bestehenden Austrittsgase verlassen den Ofen, wie durch, den Pfeil 22 angedeutet, und können eine Kondensvorrichtung (nicht gezeichnet) passieren, in der das Wasser niedergeschlagen wird, während. der Wasserstoff in den Kreislauf zurückgeführt wird.
  • Die gesamte Reaktion gemäß der Erfindung trägt exot'hermen Charakter. Daher muß während des Prozesses Wärme zugeführt werden, teils den Gasen, teils dem Rohstoff beim Eintritt in den Prozeß. Gegebenenfalls muß durch geeignete Mittel für Abführung der Wärme im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung Sorge getragen werden, um das erwünschte Temperaturgefälle nufrechtzuerhalten. Gegebenenfalls muß man auch Heizvorrichtungen anbringen, um zur Erzielung und Aufrechterhaltung,des notwendigen Wärmegefälles im festen Material di@es.es Gefälle allmählich in dem Maße zu erhöhen, als das Festmaterial im Verfahren fortschreitet, obgleich. in einigen Verfahrensstadien das' Material bei einer gewiesen Temperatur beträchtliche-Zeit gehalten werden muß.
  • In Fig. 2 ist eine andere Art Vorrichtung schematisch veranischaulicht, in (der das erfindungsgemäße Verfahren ausgeführt werden kann. Hier sind acht Reaktionskammern: vorgesehen, die mit I bis VIII bezeichnet sind. Vorgesehen ist eine allgemeine Zufuhrleitung 23, der .die Gase durch eine Leitung 16, die .ihrerseits wieder durch die Leitunggen 18 um idl 2o gespeist wird und die mit den Hähnen 17, 19 und 21 versehen sind, zugeführt werden. In der Zeichnung ist die Leitung 23 mit jeder der Reaktionskammern I biss VIII durch diie Leitungen. 24 verbunden, deren jede einen Hahn 25 hat. So können die Gase aus der Leitung 23 gesondert jeder der Reaktionskammern I bis VIII zugeführt werden.
  • Ferner ist eine Absiaugs:ammelleitung 26 gezeichnet, verbunden mit. &m Abzug 27, der dem Abzug oder der Abzugleitung 22 im Fig. i entspricht.
  • Die Absaugsam.melleitung 26 isst mit jeder der Kammern I bis VIII durch die Leitungen 28 verbunden, jede unter Kontrolle eines Hahns 29. Auf diese Weise kann Gas uns einer der Kammern I bisVIII zur Absaugsammelleitung 26 gesaugt werden und von dort zum Abzug 27 unter Kontrolle der eingebauten Hähne 29.
  • Jede .der Reaktionskammern I bis VIII ist mit der nächsten Kammer durch eine ununterbrochene Reihe von verbindenden Durchgangsleitungen 30 verbunden, wobei der Gasstrom in jeder durch einen Hahn 31 kontrolliert wird.
  • So isst es bei normalem Betriebe möglich, jeder der Kammern ein Gasgemisch aus Wasserstoff und H Cl zuzuführen. Dann passiert das Gasgemisch aus der betreffenden Kammer in der Folge eine Vielzahl andLrcr Kammern, um schließlich aus der letzten Kammer abgesaugt zu werden. Eine Art .des Betrieb, der Vorrichtung nach Fig. 2 wäre es beispielsweise, die Gase der Kammer VIII zuzuführen, dann nacheinander durch die Kammern VII bis III zu leiten und schließlich durch die Leitungen 28, 26 und 27 abzusaugen. Neues Rohmaterial kann dünn in die Kammer II gefüllt unid: Kammer I entleert werden.
  • Nacheiner bestimmten derartigen Betriebsperiode könnte der Hahn 25 in .der Leitung 24 zur Kammer VII geöffnet und der Hahn: 31 zwischen .dien Kammein VII und. VIII geschlossen werden. Kammer VIII, @die nun Material enthält, dessen Prozeß zu Ende ist, könnte dann entleert werden.
  • Ist gleicherweise Kammer II gefüllt, so kann der Hahn 29 in der Leitung 28, die diese Kammer mit der Leitung 26 verbindet, geöffnet werden, während. der Hahn 25 in der Leitung 24 von der Kammer II her geschlossen bleibt, der Hahn 31 zwischen den Kammern I und 1I ebenfalls geschlossen bleibt und der Hahn 3,1 zwischen den Kammern II und III offen bleibt. Dann kann der Hahn 29 in der Leitung 28 von Kammer III her geschlossen werden. Unter diesen Umständen strömen die Gase durch die Kammer II, bevor sie aus ,der Vorrichtung abgesaugt werden. Ahnlie h wird das Verfahren im wesentlichen kontinuierlich weitergeführt in Stufen am Ende eines beliehigen; Zeitintervalls. Während' eines solchen Zeitintervalls können bis zu sechs Kammern gleichzeitig in verschiedenen Verfa'hrensstufen in Betrieb sein., während ;gleichzeitig eine Kammer ihres festen Ma:terials entleert und eine andere gefüllt. wird.
  • Diese Verfahrensweise ist tatsächlich ein Gegenstromverfahren, doch mit während dies Prozesses unibeweglich bleibendem Material, wobei die Einwirkung in fortschreitenden Sbuf:n auf jede Charge für sich stattfindet. Bei Einhaltung .der erforderlichen Kontrollmaßnahmen bei jeder der Reaktibnskammern I bis VIII und bei Einhaltung der erforderliche:, Gaskonzentration bei Eintritt des Gases in die Anfangskammer, vom Gasstrom aus gesehen, kann die Reaktion so fortschreiten, wie es oben beschrieben ist.
  • Wenn auch nur zwei für dias Verfahren brauchbare Arten von Vorrichtungen s4chematisch gezeichnet und beschrieben worden sind und die Wirkungsweise der verschiedenen Änderungsmöglichkeiten bei oder Durchführung des. Verfahrens geschildert worden ist, so fallen alle gleichwertigen Maßnahmen, die aus, dem Vorangehenden abgeleitet werden können, unter den Umfang der vorliegenden Erfindung.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren: zur Herstellung von Ferroc'hlori,d aus eisenoxydhalbigen Stoffen, insbesondere aus Eisenerzen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Stoffe in einem Wasserstoff und Chlorwasserstoff enthaltenden Gas von einer Anfangstemperatur von; etwa 26o bis 425° fortschreitend auf eine Endtemperatur von etwa 425 ,bis 65o° erhitzt werden, wobei der Chlorwasserstoffgehalt des Gases mit steigender Temperatur (und steigender Umsetzung des Eisens zu Ferrochlorid) gesteigert wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dladürch gekennzeichnet, daß die eisenoxydhakigen Stoffe in einer ersten Steife bei Temperaturen von etwa 4oo bis etwa q.25° mit einem Gas mit verhältnismäßig geringem Anteil ran Chlorwasserstoff behandelt werden, während sie in einer letzt:, Stufe bei Temperaturen, zwischen etwa 565 bis 62o° mit einem Gas mit verhältnismäßig hohem Anteil an Chlorweasserstoff behandelt werden undi die Stoffe in mindestens einer Temperaturzwischenstufe mit. einem Gas behandlelt werden, ,ve ches einen Chlorwasserstoffgehalt aufweist, der zwischen, den Chlorwasserstoffgehal.en der Gasse der Anfangs und: Endstufen liegt.
  3. 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Material eine vorgeschriebene Strecke zurücklegt und .auf dieser Strecke im Gegenstrom mit einem Gasgemisch aus Waserstoff und Chlorwasserstoff in Berührung kommt.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, @dgß das Ausgangsmaterial in Pulverform mit einer Teilchengröße von etwa 365 Maschen/cm2 und feiner, z. B. etwa 146o Maschen/cm2, vorliegt.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlb@rwasserstoflkonzentration im Gasgemisch bis ungefähr 81/o und gewünschbenfalls bis zu ungefähr 15 °/o beträgt.
  6. 6. Verfahren. nach einem .der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der eisenoxyd!haltige Stoff ein hydna.tisderter Hämatit ist und die Anfangstemperatur ungefähr 315°C und' diie Endtemperatur ungefähr 48o° C beträgt.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekenzeichnet"daß der ei:senoxyd: haltige Stoff ein krista'lilin er Hämati.t ist und die Anfangstemperatur ungefähr q25° C und d::e Endtemperatur etwa 6oo° C beträgt. B. Verfahren nach einem der Ansprüche i b,is 5, dadurch gekennzeichnet, daß der ei,senoxydhaltige Stoff ein Magnetit i.st und die Anfangstemperatur etwa 48o'° C und die Endtemperatur etwa 65ö° C beträgt.
DEC3406A 1949-11-15 1950-11-15 Verfahren zur Herstellung von Ferrochlorid aus einsenoxydhaltigen Stoffen, insbesondere aus Eisenerzen Expired DE901537C (de)

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