DE900828C - Anordnung zur Fernsehuebertragung von Filmen - Google Patents
Anordnung zur Fernsehuebertragung von FilmenInfo
- Publication number
- DE900828C DE900828C DEC830A DEC0000830A DE900828C DE 900828 C DE900828 C DE 900828C DE C830 A DEC830 A DE C830A DE C0000830 A DEC0000830 A DE C0000830A DE 900828 C DE900828 C DE 900828C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- image
- tube
- storage area
- pulses
- arrangement according
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J29/00—Details of cathode-ray tubes or of electron-beam tubes of the types covered by group H01J31/00
- H01J29/02—Electrodes; Screens; Mounting, supporting, spacing or insulating thereof
- H01J29/021—Electrodes; Screens; Mounting, supporting, spacing or insulating thereof arrangements for eliminating interferences in the tube
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J31/00—Cathode ray tubes; Electron beam tubes
- H01J31/08—Cathode ray tubes; Electron beam tubes having a screen on or from which an image or pattern is formed, picked up, converted, or stored
- H01J31/26—Image pick-up tubes having an input of visible light and electric output
- H01J31/28—Image pick-up tubes having an input of visible light and electric output with electron ray scanning the image screen
- H01J31/30—Image pick-up tubes having an input of visible light and electric output with electron ray scanning the image screen having regulation of screen potential at anode potential, e.g. iconoscope
- H01J31/32—Tubes with image amplification section, e.g. image-iconoscope, supericonoscope
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N3/00—Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages
- H04N3/36—Scanning of motion picture films, e.g. for telecine
- H04N3/40—Scanning of motion picture films, e.g. for telecine with intermittently moving film
- H04N3/405—Scanning of motion picture films, e.g. for telecine with intermittently moving film with film moving only during the field blanking interval
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Transforming Light Signals Into Electric Signals (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Fernsehübertragung von Filmen und insbesondere auf eine Anordnung
zum Filmabtasten, welche eine Bildspeicherröhre von hoher Abtastgeschwindigkeit benutzt, wie sie z. B. als Iconoskop und BiIdiconoskop
bekannt sind, und ist eine weitere Ausbildung des Patents 895 910.
Die genannten Bildspeicherröhren besitzen eine als Signalanode bezeichnete, auf der Vorderseite
eine Speicherschicht tragende Elektrode, deren Speicherfläche in den der punktweisen Helligkeitsverteilung des auf die Röhre projizieren Bildes
entsprechenden Ladezustand versetzt wird. Bei Röhren vom Typ eines Bildiconoskops ist die
Speicherfläche sekundäremissionsfähig; das Bild wird auf eine Photokathode projiziert, deren Oberfläche
entsprechend der örtlichen Beleuchtungsstärke Photoelektronen freigibt, die ihrerseits
beschleunigt und auf die Speicherfläche fokussiert werden. Durch die beim AuftrefFen dieser Elektronen
erzeugte Sekundäremission wird ein dem Bild entsprechendes Ladungsmuster der Speicherfläche
hervorgerufen. Im Fall von Röhren des Iconoskoptyps stellt die Speicherfläche ein lichtempfindliches
Mosaik dar. Wenn das Bild auf dieses projiziert wird, erhält die Speicherfläche durch Emission von
Photoelektronen eine dem Bild entsprechende statische Aufladung. In beiden Fällen wird die
aufgeladene Speicherschicht punktweise durch einen Elektronenstrahl hoher Elektronengeschwindigkeit
abgetastet mit dem Ergebnis, daß an der Signalanode eine Folge von Spannungsimpulsen erzeugt
wird, die die Ausgangsbildspannung der Röhre darstellen. Eine Auffangelektrode in der Röhre
nahe der Speicherschicht sammelt die Elektronen, die von der Speicherfläche im Fall des Bildiconoskops
unter der Wirkung der einfallenden Photoelektronen oder im Fall des Iconoskops unter der
Wirkung des einfallenden Lichts sowie in beiden Fällen unter der Wirkung des Taststrahls
emittiert werden. Im normalen Betrieb solcher ίο Röhren wird die Speicherfläche nach jedem Abtasten
wieder auf ein Gleichgewichtspotential gebracht, von dem für jeden Punkt der Speicherfläche der
Vorgang der Ladungsspeicherung entsprechend dem Lichtwert des zugehörigen Bildpunktes ausgeht.
In Anbetracht der hohen Elektronengeschwindigkeit des Abtaststrahls solcher Röhren nimmt die
Speicherfläche ein Gleichgewichtspotential an, das angenähert dem Arbeitspotential der Auffangelektrode
entspricht.
Solche Bildspeicherröhren besitzen eine Reihe von Nachteilen, die im Hauptpatent eingehender
besprochen sind, und sie werden deshalb gegenwärtig ausschließlich für unmittelbare Aufnahmeübertragung
verwendet, während zur Filmübertragung in der Praxis ausschließlich andere Abtastvorrichtungen,
wie z. B. Farnsworth-Bildzerleger oder Lichtstrahlabtaster, vorgesehen und
verwendet werden, die wiederum für direktes Fernsehen, z. B. für Freilichtaufnahmen, verhältnismäßig
ungeeignet sind.
Im Patent 895 910 ist bereits eine Anordnung zur Verminderung der Nachteile von Bildspeicherröhren
vorgeschlagen worden, bei der periodisch während der Rückführzeiten des Taststrahls, vorzugsweise
beim Bildwechsel, die Speicherfläche einer Bildspeicherröhre gleichzeitig sowohl der
Wirkung einer Bestrahlung, die die Speicherfläche veranlaßt, Elektronen zu emittieren, sowie derjenigen
eines Feldes unterworfen wird, welches veranlaßt, daß die emittierten Elektronen auf die
Speicherfiäche zurückkehren. Hierdurch wird die Speicherfläche gegenüber ihrem normalen Gleichgewichtspotential
(normales Potential der Auffangelektrode) negativ aufgeladen. Das durchschnittliehe
Gleichgewichtspotential der Speicherfläche wird dabei gegenüber dem Potential geändert,
welches sie normalerweise während der Rückführzeiten erreichen würde, womit schließlich der
Arbeitspunkt der Röhre verändert wird. Auf diese Weise wird die Speicherfläche gegenüber der Auffangelektrode
negativer, als sie normalerweise sein würde, und infolgedessen kann eine größere Anzahl
Elektronen, die aus der Speicherfläche infolge der Beeinflussung durch das Lichtbild und unter der
Wirkung des Taststrahls emittiert werden, durch die Auffangelektrode aufgenommen werden.
Nach der Erfindung wird diese Anordnung des Patents 895 910 zum Abtasten von Filmen angewendet,
und es kommt eine verbesserte Apparatur zur Filmabtastung in Vorschlag.
Beim Filmabtasten ist es möglich, eine Beleuchtung von solcher Intensität zu verwenden, daß das
Bild nur während der Strahlrücklaufperiode nach jeder Abtastung des Gesamtbildes auf die Speicherröhre
projiziert zu werden braucht. Dies kann mittels eines üblichen Projektionsapparates mit
intermittierender Filmbewegung geschehen.
Gemäß der Erfindung wird also der zu übertragende Film intermittierend, und zwar jeweils
während der Hauptrücklaufperiode des Taststrahls auf eine Bildspeicherröhre der beschriebenen Art
projiziert. Dabei wird jede Rücklaufperiode in zwei Zeitabschnitte unterteilt. Während des ersten Zeitabschnitts
wird die Röhre in der im Hauptpatent vorgeschlagenen Weise einem Strahlungsimpuls
ausgesetzt, um die Speicherfläche der Röhre negativ aufzuladen. Während des zweiten Zeitabschnitts
aber wird der Film auf die Röhre projiziert, um die Speicherfläche aufzuladen. Dann folgt die Abtastung
durch den Elektronenstrahl. Die beiden Zeitabschnitte der Strahlrückführperiode werden
vorzugsweise voneinander getrennt, so daß sich zwischen der negativen Aufladung der Speicherfläche
während der Impulsbestrahlung und der Projektion des Bildes auf die Speicherfläche keine
Überlappungen ergeben.
Um die erforderliche negative Änderung des Speicherflächenpotentials zu erhalten, wird die
Röhre vorzugsweise gleichzeitig mit diffusen Lichtimpulsen und Spannungsimpulsen betrieben, wie im
Hauptpatent beschrieben wurde, und diese Impulse werden nach der Erfindung während des ersten der
beiden vorerwähnten Zeitabschnitte angewendet. Für die Erfindung können Bildspeicherröhren
normaler Konstruktionstypen verwendet werden, wobei nur ein einfaches Zusatzgerät zur Erzeugung
der Impulse erforderlich ist, ähnlich demjenigen des Hauptpatents, oder wenn es gewünscht wird,
kann die neuartige Röhrenkonstruktion, die ebenfalls in dem Hauptpatent beschrieben ist, angewendet
werden.
Die Ausgangsspannung der Röhre wird zweckmäßig über eine Schutzanordnung, welche die
während der Rückführzeiten entstehenden Impulse großer Spannung eliminiert, einem Verstärker zugeführt,
der vorzugsweise während dieser Rückführzeiten verriegelt wird, wodurch die etwa noch
verbleibenden Reste der Störspannungen eliminiert werden.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel schematisch eine Anordnung der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. ι eine Anordnung zur Fernsehübertragung von Filmen,
Fig. 2 ein typisches Diagramm der am Ausgang der Röhre erhaltenen Stromimpulse,
Fig. 3 ein Schaltschema einer Anordnung zur Begrenzung der Impulsamplitude,
Fig. 4 ein Diagramm, das erläutern soll, wie die
mittlere Bildhelligkeit bzw. der Gleichstrommittelwert im Bildsignal eingeführt wird.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 wird eine Bildspeicherröhre
10 vom Bildiconoskoptyp verwendet, da mit dieser Röhre der Erfindungsgedanke leicht
verwirklicht werden kann. Die Röhre 10 besitzt die normale Konstruktion dieses Röhrentyps und
besteht aus einem evakuierten, im wesentlichen zylindrischen Gehäuse ii mit einer homogenen
Photokathode 12 auf der Innenseite oder an der Innenfläche angrenzend an einem Ende des Gehäuses
und einer Speicherelektrode 13 parallel zur Photokathode und im Abstand von dieser am
anderen Ende des Gehäuses. Die Elektrode 13 besteht aus einer dünnen Isolierschicht 14, gewöhnlich
aus Glimmer, welche mit einer kontinuierlich leitenden Schicht 15 hinterlegt ist, die die Signalanode
bildet. Die der Photokathode zugekehrte Fläche der Schicht 14 bildet die Speicherfläche und
kann so präpariert sein, daß sie eine hohe Sekundärelektronenemission besitzt. Die Speicherfläche
kann als eine Vielzahl von kleinen Kondensatorplatten betrachtet werden, die gegeneinander
isoliert sind, aber von denen jede eine Kapazität gegen die Signalanode 15 besitzt, welche die gemeinsame
Elektrode aller Speicherkapazitäten
ao bildet und welche außerhalb der Röhre mit einem an einen Vorverstärker 17 angeschlossenen Belastungswiderstand
16 verbunden ist. Die von der Photokathode unter dem Einfluß eines auf dieselbe
durch ein geeignetes Linsensystem projezierten
as Lichtbildes emittierten Photoelektronen werden auf
die Speicherfläche zu beschleunigt und durch das Feld einer Abbildungsspule 19, die das Gehäuse 11
umgibt, auf sie eingestellt. Die Speicherfläche 14 wird in einem Linienraster durch einen Strahl mit
hoher Elektronengeschwindigkeit abgetastet, der durch ein Strahlerzeugungssystem 20 in einem
Seitenrohr des Gehäuses n erzeugt wird. Das Seitenrohr 21 ist mit den erforderlichen Spulen 22
und 23 zur Zentrierung und Ablenkung des Strahls umgeben. Eine Auffangelektrode 24 ist in dem Gehäuse
11 angeordnet und besteht gewöhnlich aus einer inneren leitenden Schicht auf der Gehäusewandung.
Sie dient dazu, die von der Speicherfläche 14 emittierten Sekundärelektronen zu
sammeln, und zwar sowohl die durch die von der Photokathode 12 auf treffenden Primärphotoelektronen
als auch die durch den Aufprall der Taststrahlelektronen ausgelösten.
Bei der Erfindung wird die Röhre 10 in der verbesserten
Art, wie im Patent 895 910 beschrieben ist, betrieben, so daß das mittlere Potential der
Speicherfläche 14 durch Impulsladung während der Strahlrückführzeiten beim Bildwechsel in negativer
Richtung geändert wird. Zu diesem Zweck wird,
So ähnlich wie im Patent 895 910, die Speicherfläche 14
mit Impulsen von diffusen Elektronen bestrahlt, die durch Bestrahlung der Photokathode 12 mit Impulsen
diffusen Lichts erhalten werden. Eine geeignete Lichtquelle für diesen Zweck ist eine kleine
Kathodenstrahlröhre 25, die als einfache Triode, bestehend aus einer Kathode 26, einem Steuergitter
27 und einer Anode 28, gebaut ist und so arbeitet, daß sie einen Elektronenstrahl auf einen
Leuchtschirm 29 der Röhre 25 leitet und damit ein diffuses Leuchten desselben erzeugt, durch das die
Photokathode beleuchtet wird. Dabei wird durch das Anlegen geeigneter Spannungsimpulse ^1 auf
das Steuergitter 27 der Leuchtschirm 29 periodisch kurzzeitig zum Aufleuchten gebracht, so daß man
eine entsprechend pulsierende Emission von Elektronen von der Photokathode erhält. Die Nachleuchtzeit
des Leuchtschirmes 29 muß so kurz wie möglich sein, um eine Verlängerung der Lichtimpulse
in die Zeit der Bildprojektion zu vermeiden, wie noch erläutert wird. Die dadurch von
der Photokathode 12 stoßweise ausgelösten Elektronen werden auf die Speicherfläche 14 hin beschleunigt
und auf ihr abgebildet; sie prallen auf die Speicherfläche in einem diffusen Strom hoher
Geschwindigkeit, so daß sie eine Sekundäremission aus dieser Fläche verursachen. Gleichzeitig mit dem
Anlegen der Impulse ex an die Lichtquelle werden
geeignete negative Spannungsimpulse e% einem
Widerstand 30 zugeführt, der in Serie mit der Auffangelektrode 24 der Röhre 10 liegt, so daß sich
diese negativen Impulse auf die Elektrode 24 auswirken. Die Impulse et und e2 sind von gleicher
Dauer und werden während eines Teiles der Strahlrückführperioden beim Bildwechsel angewendet,
wie noch beschrieben wird.
Zur Fernsehübertragung eines Films 31 wird der letztere intermittierend auf die Röhre 10 mittels
eines üblichen Filmprojektionsapparates geworfen, so daß nacheinander jedes Einzelbild des Films
beleuchtet wird, während es im Projektionsapparat stillsteht, und zwar durch das Licht einer Lichtquelle
32, welches durch den Film mittels eines geeigneten Linsensystems 33 projiziert wird und
durch ein Linsensystem 18 auf die Photokathode 12 der Röhre 10 eingestellt wird. Die Lichtquelle 32
zur intermittierenden Bildprojektion ist eine Kathodenstrahlröhre, die ähnlich der Röhre 25 konstruiert
ist und eine Kathode 34, ein Steuergitter 35 und eine Anode 36 besitzt. Sie erzeugt einen
Elektronenstrom, der den Leuchtschirm 37 der Röhre 32 zum Aufleuchten bringt. Dieser Strom
wird durch Anlegen geeigneter Spannungsimpulse es
an das Steuergitter 35 der Röhre so gesteuert, daß intermittierende Lichtimpulse entstehen.
Jede ganze Bildperiode der Fernsehübertragung wird in drei aufeinanderfolgende Zeitintervalle
aufgeteilt. In Fig. 2 verläuft die ganze Bildperiode über das Zeitintervall i-i', dessen Abschnitt 1-3 die
.Hauptrückführperiode und dessen Abschnitt 3-1'
die Bildperiode darstellt, und zwar ist die Strahlrückführperiode 1-3 in die beiden Intervalle 1-2
und 2-3 aufgeteilt. Die Bezugszeichen i', 2' und 3' bezeichnen den Anfang der entsprechenden Intervalle
der nächstfolgenden Periode. Während des ersten Zeitintervalls 1-2 der gesamten Periode i-i'
werden die Spannungsimpulse ex und e% gleichzeitig
auf das Steuergitter 27 der Röhre 25 bzw. auf die Auffangelektrode 24 der Röhre 10 gegeben, so daß
die negative Aufladung der Speicherfläche 14 in der beschriebenen Weise erfolgt. Während des folgenden
Intervalls 2-3 wird das Abbild des dann stehenden Filmbildes auf die Photokathode projiziert,
und der Aufladevorgang geht unter günstigsten Bedingungen auf der Speicherfläche vor sich.
Während des dritten Intervalls 3-1' wird die Speicherfläche durch den Elektronenstrahl mit
höchstem Wirkungsgrad abgetastet, da der größte Teil der Sekundärelektronen, die von der Speicherfläche
14 emittiert werden, nun durch die Auffangelektrode 24 abgesaugt wird. Die ■Bildprojektion
und das Abtasten stellen die normale Gleichgewichtsbedingung der Speicherfläche 14 wieder
her, worauf diese Fläche während des ersten Intervalls i'-ä' der folgenden Bildperiode wieder
die Potentialverschiebung in negativer Richtung erfährt.
Die Eingangsspannung am Verstärker 17 ist durch das Produkt des Signalanodenstroms der
Elektrode 15 und des BelastungsWiderstandes gegeben,
vorausgesetzt, daß die Wirkung der gesamten Verstärkereingangskapazität vernachlässigbar ist,
d. h. daß der Wert des Belastungswiderstandes klein ist gegenüber dem kapazitiven Eingangswiderstand.
Es ist jedoch üblich, für den Belastungswiderstand verhältnismäßig hohe Werte zu nehmen, um ein
einwandfreies Signal im Verhältnis zum Rauschpegel zu erreichen. Unter diesen Umständen muß
die sich ergebende Frequenzbenachteiligung im Verstärker kompensiert werden; aber selbst wenn
dies genau ausgeführt wird, ist die Verstärkerausgangsspannung auch in diesem Fall proportional
zum Signalanodenstrom, und infolgedessen entspricht die Kurvenform der Ausgangsspannung von
Röhre 10 praktisch der Kurvenform des Anodenstroms.
In der folgenden Darstellung werden Sekundäreffekte,
z. B. solche, die auf die Zerstreuung einer kleinen Zahl von restlichen Sekundärelektronen
zurückzuführen sind, vernachlässigt, da Versuchsresultate und eine oszillographische Untersuchung
gezeigt haben, daß die bloße Beachtung der grundlegenden Bedingungen das gewünschte Resultat mit
ausreichender Genauigkeit ergibt.
Während des Impulsaufladungsintervalls 1-2 oder ι '-2' ist im wesentlichen nur der Primärstrom
vorhanden, der sich aus der einem Lichtimpuls ausgesetzten Photokathode 12 ergibt, da unter den beschriebenen
Arbeitsbedingungen das Abfangen der Sekundäremission durch die Auffangelektrode 24
infolge des an sie gelegten negativen Spannungsimpulses e2 im wesentlichen unterdrückt ist. Dies
veranlaßt die (Entstehung eines Stroms a, der graphisch in negativer Richtung dargestellt ist, da
die sich ergebende Spannung gegen Erde am Eingang des Verstärkers 17 negativ ist.
Während des Bildprojektionsintervalls 2-3 ist die Auffangelektrode 24 wieder auf ihrem Normalpotential und ist daher positiv gegenüber der
negativ geladenen Speicherfläche 14, so daß die erforderlichen
Bedingungen für ein verbessertes Einfangen der Sekundäremission aus der Speicherfläche
vorliegen. Infolgedessen wird die Speicherfläche während des Intervalls 2-3 aufgeladen, und
zwar infolge des Lichtbildes auf der Photokathode 12. Die Speicherfläche wird dabei in
positiver Richtung über ihre Fläche von Punkt zu Punkt in größerem oder geringerem Maß entladen,
entsprechend der Lichtverteilung in dem Bild. Diese Entladung der Speicherfläche ruft einen positiven
Stromimpuls b hervor, dessen Strommittelwert dem Integral der Einzelströme über der ganzen Speicherfläche
entspricht. Während des Abtastintervalls 3-1' löscht der Taststrahl die zurückbleibende Ladung
auf der Speicherfläche aus und vollendet die Entladung auf das normale Gleichgewichtspotential
(normales Potential der Auffangelektrode) und erzeugt so den veränderlichen, positiv verlaufenden
Bildsignalstrom c, der periodisch während des Zeilenwechsels durch Sperrimpulse w unterbrochen
ist, deren Bildcharakter dem hellsten Weiß entspricht. Die während des Abtastens entwickelte
Amplitude des Bildsignals ist um so kleiner, je höher der Lichtwert ist, d. h. das entwickelte Bild
besitzt eine ähnliche Polarität wie dasjenige, welches in normaler Arbeitsweise mit einer Röhre
vom Bildiconoskoptyp erhalten wird.
Es folgt aus Fig. 2, daß sich die mittlere Helligkeit des zu übertragenden Bildes während des Abtastintervalls
ergibt, d. h. der Ausgangsbildsignalstrom enthält Gleichstromkomponenten. Der Verlust
dieser Komponenten kann bei Verwendung eines widerstand-kapazität-gekoppelten Verstärkers
mittels eines die Zeilensperrimpulse als Bezugslinie benutzenden Gleichstromwiederherstellers vermieden
werden.
Die oben beschriebene Arbeitsmethode macht eine go
Begrenzung der Eingangsspannungsamplitude zum Verstärker 17 erforderlich. Wie sich aus Fig. 2
ergibt, ist die mittlere Bildsignalamplitude beträchtlich kleiner als die Amplitude der Lade- und
Entladeimpulse, und da die Ladeimpulse α und Entladeimpulse b keinen Bildinhalt repräsentieren,
ist es erwünscht, daß sie im Verstärker eliminiert oder mindestens in der Amplitude auf die Grenzen
beschränkt werden, die durch die maximalen Amplitudenunterschiede beim Bildsignal gegeben
sind.
Eine geeignete Verstärkeranordnung für diese Amplitudenbegrenzung ist als Ausführungsbeispiel
in Fig. 3 dargestellt. Die Amplitudenbegrenzung wird mittels Dioden D1 und D2 ausgeführt. Die
Diode D1 begrenzt negativ verlaufende Signale am
Verstärkereingang durch Unterbrechung der Verbindung zwischen der Anode 40 der Röhre V1 und
dem Gitter 41 der Röhre V2. Die Diode D2 begrenzt
Signale in der anderen Richtung dadurch, daß sie den Anodenwiderstand 42 der Röhre V1 praktisch
kurzschließt. Die Diode P2 muß also einen niedrigen
Wechselstromwiderstand darstellen. Durch geeignete Einstellung der an den Dioden liegenden
Gleichstromvorspannungen ist es möglich, solche Begrenzungen vorzunehmen, daß nur Signale
zwischen den Grenzlinien ^1 und d2 in Fig. 2 übertragen werden.
,Die mit der beschriebenen Anordnung übertragenen Bilder sind solchen gleichwertig, die mit
erstklassigen Filmübertragungsvorrichtungen üblicher Art, z. B. Farnsworth-Bildzerlegern oder mit
kathodenstrahlgesteuerten Lichtpunktabtastern, erhalten werden. Ein Vorteil der Erfindung besteht
darin, daß sie es ermöglicht, eine Kamera von für die normale Studioübertragung üblicher Ausführung
auch für die Filmübertragung zu verwenden, und es ist daher nicht mehr erforderlich, besondere Geräte
ausschließlich für die Filmübertragung zu konstruieren und in Reserve zu halten.
Als Bezugspegel für die Übertragung der mittleren Bildhelligkeit wird vorzugsweise am
linken Bildrand ein schwarzer Streifen angebracht, der während des Zeilenwechsels abgetastet wird, so
daß zu Beginn jeder Zeile das Signal Schwarz an ίο Stelle von Weiß gesendet wird. Die resultierende
Kurvenform nach der Einführung dieses Bezugspegels ist in Fig. 4 wiedergegeben, worin die den
Bezugspegel Schwarz wiedergebenden Impulse m der maximalen Stromstärke entsprechen, von der
aus die Bildsignale in negativer Richtung aufgebaut werden. Es ist selbstverständlich auch
möglich, als Bezugspegel die Impulse w zu benutzen, welche Weiß bedeuten. Dem Vorteil, daß
hierbei der schwarze Streifen naturgemäß in Fortao fall käme, steht der Nachteil gegenüber, daß Intensitätsschwankungen
bei den oben beschriebenen, in der 'Strahlrücklaufperiode beim Bildwechsel zwecks
Aufladung angewandten Licht- und Spannungsimpulsen unmittelbar den Schwarzpegel des über-
*5 tragenen Bildes beeinflussen würden.
Auch für den Fall der Iconoskopröhre kann erfindungsgemäß ähnlich, wie oben für das Bildiconoskop
beschrieben, vorgegangen werden. Es besteht nur der Unterschied, daß die Lichtimpulse das
lichtempfindliche Mosaik bestrahlen an Stelle der Photokathode wie im Fall des Bildiconoskops.
Als Emissionsquellen für intermittierendes Licht sind Kathodenstrahlröhren beschrieben worden, da
dieselben leicht durch Spannungsimpulse zu steuern sind. Es können aber natürlich auch andere Anordnungen
zur Ergänzung der Lichtimpulse benutzt werden, z. B. Gasentladungslampen oder eine Lichtquelle
mit rotierenden oder vibrierenden Blenden. Öbschon bei Bildspeicherröhren vom Typ des
Iconoskops oder Bildiconoskops die Strahlungsimpulse zweckmäßig durch Verwendung der vorhandenen
Photokathode oder des lichtempfindlichen Mosaiks in Verbindung mit einer Quelle intermittierenden
Lichts erzeugt werden, so könnte man natürlich statt dessen ein zusätzliches Kathodenstrahlerzeugungssystem
in die Röhre einbauen, das die zur Bestrahlung erforderlichen Elektronenimpulse direkt erzeugt.
Es versteht sich von selbst, daß alle im Patent 895 910 gekennzeichneten, zur Filmübertragung
anwendbaren Mittel naturgemäß auch für die hier beschriebene Anordnung benutzt werden können.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Anordnung zur Fernsehübertragung von Filmen nach Patent 895 910, bei der die Dauer der negativen Impulsaufladung auf nur einen Anfangsteil der Strahlrücklaufperiode beschränkt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektion der stillstehenden Filmeinzelbilder auf die Speicherfläche nur während der Strahlrücklaufperiode bewirkt wird, so daß sich das Ladungsmuster auf der Speicherfläche nach der negativen Impulsaufladung und vor Beginn der Abtastung durch den Elektronenstrahl aufbaut.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektion der Einzelbilder auf die Speicherfläche erst nach Beendigung der negativen Impulsaufladung beginnt.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Bildprojektion aus einer intermittierenden Lichtquelle zum Ausleuchten des stehenden Filmbildes bestehen, deren Lichtstrom synchron mit dem intermutierenden Filmtransport gesteuert wird.
- 4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Lichtimpulse eine Kathodenstrahlröhre vorgesehen ist, an deren Steuergitter Spannungsimpulse gelegt werden, die den Lichtstrom der Röhre steuern.
- 5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den Ausgang der Speicherröhre ein mit Amplitudenbegrenzung ausgestatteter Verstärker anschließt, so daß von dem Bildinhalt die durch die Lichtimpulse während des ersten Zeitabschnitts der Strahlrücklaufperiode hervorgerufenen negativen Spannungsspitzen ebenso wie die bei der Entstehung des Ladungsmusters während des zweiten Zeitabschnitts dieser Periode zustande kommenden positiven Spannungsimpulse eliminiert werden.
- 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorverstärker mit zwei Dioden ausgerüstet ist, welche so geschaltet sind, daß jeweils die unerwünschten positiven und negativen Spannungsspitzen am Verstärkereingang abgeschnitten werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5660 12.53
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB444749A GB687270A (en) | 1949-02-18 | 1949-02-18 | Apparatus incorporating a video storage tube and method of operating same |
| GB10538/49A GB697722A (en) | 1949-02-18 | 1949-04-20 | Apparatus incorporating a video storage tube, and method of operating same |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE900828C true DE900828C (de) | 1954-01-04 |
Family
ID=41129315
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC830A Expired DE900828C (de) | 1949-02-18 | 1950-04-19 | Anordnung zur Fernsehuebertragung von Filmen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2651674A (de) |
| CH (1) | CH322545A (de) |
| DE (1) | DE900828C (de) |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL92817C (de) * | 1952-11-28 | |||
| US2853648A (en) * | 1953-06-29 | 1958-09-23 | Pye Ltd | Video storage tubes |
| US2870250A (en) * | 1953-09-28 | 1959-01-20 | Fairchild Camera Instr Co | Photoelectric pick-up system for engraving machines |
| US2920134A (en) * | 1953-10-19 | 1960-01-05 | Prudential Insurance Company O | Cue board and spot projection for electronic picture taking |
| US3743771A (en) * | 1970-07-28 | 1973-07-03 | Fuji Photo Film Co Ltd | Television reproducer for a movie film |
| GB8923654D0 (en) * | 1989-10-20 | 1989-12-06 | Walker Digital Audio Video Sys | Film weave correction |
Family Cites Families (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2083995A (en) * | 1931-01-20 | 1937-06-15 | Electronic Television Company | Television |
| BE400336A (de) * | 1932-12-15 | |||
| US2147760A (en) * | 1934-05-24 | 1939-02-21 | Rca Corp | Television apparatus |
| GB445413A (en) * | 1934-09-04 | 1936-04-06 | Francois Charles Pierre Henrot | Improvements in television |
| US2242952A (en) * | 1938-12-29 | 1941-05-20 | Hazeltine Corp | Video-frequency signal-generating apparatus |
| US2324534A (en) * | 1941-09-30 | 1943-07-20 | Bell Telephone Labor Inc | Television transmitter |
| US2352488A (en) * | 1942-09-19 | 1944-06-27 | Farnsworth Television & Radio | Video signal control system |
| US2451640A (en) * | 1945-05-11 | 1948-10-19 | Rca Corp | Control system |
| US2496102A (en) * | 1945-12-18 | 1950-01-31 | Du Mont Allen B Lab Inc | Stroboscopic projection of intermittent film on television cameras |
| US2483149A (en) * | 1946-03-13 | 1949-09-27 | Gen Electric | Television film projection with synchronized discharge lamp |
| FR961424A (de) * | 1947-02-28 | 1950-05-11 |
-
1950
- 1950-04-17 CH CH322545D patent/CH322545A/fr unknown
- 1950-04-19 DE DEC830A patent/DE900828C/de not_active Expired
- 1950-05-08 US US160636A patent/US2651674A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2651674A (en) | 1953-09-08 |
| CH322545A (fr) | 1957-06-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2223270C3 (de) | Infrarot-Bildaufnahmesystem mit pyroelektrischer Speicherelektrode | |
| DE2225711A1 (de) | Kathodenstrahlröhre mit Indexstreifenelektrode | |
| DE699657C (de) | Fernsehsenderoehre | |
| DE3406220C2 (de) | ||
| DE900828C (de) | Anordnung zur Fernsehuebertragung von Filmen | |
| DE936517C (de) | Fernsehgeraet mit Fernsehaufnahmeroehre | |
| DE3342076C2 (de) | Verfahren und Einrichtung zum Umwandeln von Video-Kamerabildern in elektrische Signale | |
| DE69025865T2 (de) | Streakkamera | |
| DE2230529C2 (de) | Fernsehkameraröhre | |
| DE931236C (de) | Selbsttaetige Lichtstaerkeregelvorrichtung fuer Filmabtaster | |
| DE878509C (de) | Speichernde Bildfaengerroehre | |
| DE1043538B (de) | Elektronenentladungsroehre mit Kathode und Leuchtschirm | |
| DE895910C (de) | Anordnung fuer Fernsehaufnahmeroehren | |
| DE1270079B (de) | Ablenkschaltung fuer eine Farbfernsehkamera mit mindestens zwei Bildaufnahmeroehren | |
| DE2231519A1 (de) | Fernsehkameraroehre (vidikon), in der der nachteilige effekt des rueckstrahls vermieden wird | |
| DE763126C (de) | Speichernder Bildfaenger mit einseitiger Mosaikelektrode | |
| DE1762645A1 (de) | Fernsehkamera mit einer Kathodenstrahlroehre vom Speichertyp | |
| DE1439680A1 (de) | Aufnahmespeicher-Elektronenstrahlroehre | |
| AT138336B (de) | Fernsehsystem. | |
| DE1030868B (de) | Anordnung zur Erzeugung elektrischer Signale unter Verwendung einer Aufnahmeroehre mit Fangelektrode vom Ladungsspeichertyp | |
| DE945034C (de) | Vorrichtung zur Aufnahme von Fernseh-Farbbildern | |
| US3223880A (en) | Apparatus and method for detection of targets at high light levels | |
| DE963066C (de) | Speicherroehre | |
| DE1957100C3 (de) | Vorrichtung zum Umsetzen und Mischen von Bildern mit einem Vidikon | |
| DE893056C (de) | Kathodenstrahlroehre fuer die Sendung oder den Empfang von zeilenweise uebertragenen, insbesondere farbigen Fernsehbildern |