-
Beschickungsvorrichtung für stehende Retorten Die Erfindung bezieht
sich auf BescUicku,ngsvorrichtungen für stehende Verkokungsiretorten.
-
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung isst insbesondere zum Beschicken
von absatzweise arbeitenden stehenden Verkokungsretorten derjenigen Art anwendbar,
bei welchen die Retorte zwei oder mehr übereinanderliegende Zonen enthält, deren
oberste die Verkokun:gszone ist, die von außen beheizt wird und in welcher die,
Kohlebes:ch;i[clcung verkokt wird, während in der unteren Zone oder Zonen Koks aus
der Verkokungszone teilweise durch Ausstrahlen von Wärme aus der Wandung der Retorte
und teilweise durch das Einspritzen-von Wasserdampf gekühlt wind. Der Wasserdampf
erzeugt durcl Reaktion mit dem heißen Koks in: dem oberen, Teil] der Kühlzone Wasisergas,
und das auf diese Weise hergestellte Wassergas, strengt in der Retomte und vermischt
sich mit dem in der Verkokungszone erzeugten Kohlengas. Wenn. die Verkokung der
Beschickung ih der Verkokungszone beendet ist, wird eine Menge des gekühlten Kokses
aus dem unteren Auslaß der Reborte in solchem Verhältnis. entfernt, daß der Spiegel
der neu verkokten Beischickuno in der Verkokungszone um eine bestimmte Entfernung
gesenkt wird. Dann wird in die Verkokungszon,e eine neue Kohlebeschickung eingeführt,
und
diese frische Beschickung ist, von -der Kokssäule in der Retorte durch- eine Schicht
aus Koks oder Koksklein getrennt, die vorher auf der Oberseite der Kokssäule verteilt
worden; ist. Dann begihnt diel Verkokung der neuen Kohlebeschickung, und zitr gleichen
Zeit oder kurze Zeit später wird Wasserdampf in die Kühlzone eingeführt, wodurch
der Koks gekühlt- und Wassergas, wie vorher beschrieben, erzeugt wird. Der Kreislauf
der Arbeiitsvorgänge wird dann wiederholt.
-
Es ist sehr erwünscht, daß die obere Fläche einer jeden neuen, Kohlebeschickung
oben in der- Retloete stets auf die gleiche Höhe gebracht wird. Der Spiegel der
zurückbleibenden Kokssiäule .in der Retorte kann sich nach jedesmaligem Entfernen
von Koks etwas. ändern. Hauptzweck der Erfindung ist daher, eine Beschickungsvorrichtung
zu schaffen, durch welche Kohle in eine stehende Retorte der oben beschriebenen
Art biss zu einer glei!chbiliiibend'en Höhe im Oberteil der Retorte unabhängig von,
Veränderungen -in der Höhe des in der Retorte verbleibenden Kokses beschickt werden
kann. Zweck der Erfindung ist weiterhin, eine Beschickungs_vorrichtung zu schaffen,
die diese Bedingungen erfüllt und welche durch verhältnismäßig ungelernte Arbeiter
bedient werden kann. Die B-muchbarkei!t der Beschiickungs@vorriatung gemäß der vorliegenden
Erfindung ist jedoch nicht .auf das Beschicken: von stehenden Verkokungsrertorten
der oben be-
schriebenen Art beschränkt.
-
Demgemäß bezieht sich die Erfindung auf eine zum Beschicken stehender
Retorten dienende Vorrichtung, welche eine ih senkrechter Richtung bewegbare, in
die Retorte eintretende Beschickungsrutsche, einem Kohletrichter und eint bewegliiche
Zuführungsrutsche, welche Kohle a::un@ dem TrÜch'ter in die Beschilckungs:rutsche
führt, umfaß.t; die Vorrichtung iset dadurch gekennzeichnet, daß- die Zuführungs,rurosiche
nahe an ihrem obereng Ende ,angelenkt ist und eine Ausilaßtür besn!tzt, welche an
dem untereng Ende angelenkt isst, und daß sowohl die Zuführungsrutsche als i auch
düe Au,slaß-tür milt einer Umsteuereinrichtung verbunden- s lind,. welche in einer
Richtung dahin: arbeitet , die Zuführungsrutsche in eine Stellung zu bewegen, rin
der ihr unteresEndeo mit d:em oberen Ende der Beschiickungsrutscho verbunden, ist,
wenn letztere sich in einer Reitorte in der gesenkten Stellung befinden, und dahin
arbeitet, die Auslaßtür zu öffnen, weboll die beiden Rutschen dann einen Verbindung
für den Strom der Kohle von oben in die Reitharte bilden und die Urnsteuereinrichtung
rin der umgekehrten Richtung dahin arbeitet, die Auslaßtdir auf der Zuführungsrutsche
zu schließen und: gleichzeitig die Zuführungsmatsche frei von der Beschickungsrutsche
in eine Ruhestellung zurückzuziehen, -wodurch es möglich ist, die Beschickungsrutsche
aus der Retorte herauszuheben.
-
Weitere Merkmale der Erfindung beziehen.sich auf die Verbsendung der
Einrichtung zum Heben und Senken der Beschickungsrutsche mit der die Zuführungsrutsche
steuernden Einsrichtung, wodurch die beiden Rutschen veranlaßt werden; sich in richtiger
Folge -zu bewegen: Weitere Merkmale der Erfindung beziehen such auf die Anordnung
der Kurbeln, welche die Zuführungsrutsche und die das uniteure Ende der Z.uführungsrubsche
verschließen.do Quadranten@ür steuern, wodurch die Tür geschlossen bleibt, ausgenommen
während.' dar Zeiten, während der dasr untere Ende der Zuführungsrutsche,sdich in
, bezug auf das obere Ende der Beschickungsrutsche in der richtigem; Stellung befindet.
Weitere Merkmale beziehen sich auf die Art und Weise der Aufhängung der B,esichi'ckung!s@-rutsche
und auf die Rührungsmittel für, diese und auf die Einrichtung zum Senken und Heben
der Beschickungsrutsche.
-
Die Beschickungsvorrichtung gemäß der Erfindung Ist auf einem Wagen.
angeordnet, der, oberhalb einer Reihe von Verkokungsretorten und unterhalb der @darüberliegenden,
die Retorten speisenden Vorratstrichter für Kohle beweglich ist.
-
Die Ansbi:ldung und Arbeitls-,veise eitner Ausführungsfonm enger Vorrichtung
gemäß der Erfindung soll nun im nachstehenden untrer Bezugnahme auf die Zeichnungen:
beispielsweise beschrieben worden.
-
Eng. i isst eines Sehenansliichti, teilweisse im Schnn!tt, und Fig.
2 ist eine. Vorderansich.t.
-
Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. ist eiirre Reihe, von. fes.tien,
oben angeordneten Kohletrichtern; deren; jeder heuen unteren., durch ein Ventil
gesteuerten Auslaß i aufweist, oberhalb einer Reihe von: stehenden Verkokungsretorten
angeordnet. Die Beschickungsöffnungen, und dar obere Teil einer Retorte sind bei
2 dargestellt. Der Auslaß, i eines jedem; Vorratstrichters. ist senkrecht oberhalb
der oder in bezug auf die entsprechende Beschickungsöffnung oder -öffnungen in der
Reitorte fest angeordnet; die Zahl der Auslässe i entspricht der Zahl der Beschickungsöffnungen
2 im der Retorte. Die Beschickungsvorrichtung wei'st einen (teilweise dargestellten)
Wagen g auf, der unterhalb der festen Trichter von Schienen herabhängt und auf ihnen
beweglich ist und der entsprechend der Anzahl an Beschickungsöffnungen ih jeder
Retorte einen oder mehrere Sätize von zusammenarbeitenden Beschickungs:- und Zuführungsrutschen
trägt; bei, der dargestellten Anordnung enthält die Retorte drei Beschickungsöffnungen.,
und demgemäß sind auf dem Beschickungswagen drei; Sätze von Rutschen vorgesehen.
Bei( der in Fig. 2 dargestellten Anordu nung sind die drei; Beschickungerutsichen
durch Verbindungsstangen 7 miteinander verbunden und arbeiten als eine Einheit.
Da die Ausbildung und Arbeitswoüse die gleiche ist, einerlei ob eine oder mehrere
Beschickungsrutschen vorgesehen sind, genügt es, die Vorrichtung so zu beschreiben,
als ob nur eine einzelne Beschickungsrutsche verwendet würde.
-
Die Beschickungsrutsche q. weist einen oberen, verbreiterten, trichtierarti@gen
Teil auf, der in. einem: unteren, rohrförmigen Teil: übergeht, der in die BeschfckungsÖffnung
eintritt. D'lo Beschickungs= rutsche q. isst vermittels. paralleler Aufhängeketten
5 aufgehängt, die über Führungsrollen laufen, und an
deren gegenüberliegendem
Ende das. Ausglei'ch:sgewicht 6 aufgehängt ist, welches das Gewicht der Beschickungsrutsche
nur teilweise ausbalanciert, so daß die Rutsche, wenn süße nicht andenv ei'.tiig
zurückgehalten wird, bestrebt -Ist, nach unten zu gehen.
-
Um die Beschickungsrutsche 4 innerhalb der Retorte anzuordnen, trägt,
der rohrförmige untere Teil der Rutsche einen, lasen Flansch oder einen Führungsrahmen
8 (bei einer Mehrzahl von Beschickungsrutschen isst der Führungsrahmen allen Beschickungsrutschen
gemai'nsam, wie in Fig.2 dargestellt isst). Der Führungsrahmen 8 ist auf der Unterseite
mit schrägen, Vorsprüngen oder Führungssitücken versehen, undsob,aldd!i-eiBeschickungsirutsche
.i'n eine Retorte gesenkt wird, treten diese Vorsprünge mit dem Rand der Beschickungsöffnung
,in Berührung und ordnen auf diese Wei,se: den Führungsrahmen in; bezug auf die
Beschickungs öffnung zentral an. Der Führungsrahmen 8 d,i;enti dann zum Führen des
unteren Teiles der Beschickungs,rut@sche 4 während, ihres Eiutrütts in die und ihrer
Herausnahmei aus. der Retorte und hindert d ' a s# Ende der Rutsche daran,
gegen. die Seitenwandungen der Retorte zu schaben:. Die Einrichtung, durch welche
die Eintrittstiefe der Beschickungsrutsche 4 in die Retorte geregelt wird, wird
nachstehend beschrieben,. Wenn die Beschickungsrutsche 4 aus der Retorte herausgenommen
worden ist, greifen Vorsprünge g an der Außenfläche des unteren Endes der Rutsche
an der Unterseite des Führungsrahmens 8 an und heben ihn mit der Beschickungsrutsche
frei von der Oberseite der Retortenreihe an. Falls sich vor dem Beschicken der Wagen
3 etwas. außerhalb der richtigen Stellung befindet, so d,aß die Beschickungsrutsche
oberhalb derBeschickungsüffnung nicht genau inAusrichtung liegt, wird der Führungsrahmen
8 beim Eintritte in die Beschickungsöffnung die richtige waagerechte Verschiebung
der Beschickungsrutsche, hervorrufen. Die Verwendung vom. doppelten parallelen
Auf-
hängeketten! 5 ermöglicht dann, wie dargestellt, das Senken der Beschickungsrutsiche
genau senkrecht in, dieser verschobenen Stellung. Durch die richtige Auswahl dies
Verbindungspunktes der Aufhängeketten 5 in: bezug auf den Massenmittelpunkt der
Beschickungsrutsche wird die Beschickun:gsiru'tsche bei ihrem Eintritt in die Retorte
nicht verschwemkt, und infolgedessen wird die Gefahr, daß das untere Ende der Rutsche
untrer diesen Umständen an: der Retortenwandung schabt, vermieden. Die trichterförmilge
Verbreiiterung an dem oberen Ende der Beschickungsrutsche ist auf einer Seite zum
Teil bei; ja zu einem später zu beschreibenden Zweck ausgeschnitten.
-
Mit jeder einzelnen Beschickungs.rutäche 4 arbeitet eihe waagerecht
angelenkte Zuführungsrutsche i i zusammen, die um eine Achse 12 auf dem Rahmenwerk
3 verschwenkbar ist. Die Zuführungsrutsche i i besitzt eine: verbreiterte brich:terartige
Oberseite, die mit dem unteren Teil einer kurzen Hilfshutsche 13 zusammenarbeitet,
welche auf denn Rahmenwerk 3 zwischen dem oberen. Ende jodier Zuführungsrutsche
i i und den Auslaßöffnunigeni i der festen Trichter befestigt ist. Die trichterartiige
Verbreiterung der Zuführungsrutsche i i umgibt,den Auslaß der Hilfsrutsche 13, so
daß weder in der Arbeibs- noch in der Ruhestieildung der Zuführungsrutsche eine
Gefahr des Verschüttens. vom. Kohle über ihre obere Kante vorhanden: eist.
-
Ein quadrantischer Verschluß oder Tür 14 ist an dem unteren Ende der
Zuführungsrutsche i i angelenkt, der Umfangsteil der Tür 14 ist größer, als es tatsächlich
zum Bedecken des Endes der Rutsche i i notwendig ist; auf diese Weise bleibt eine
gewisse Überlappung vorhanden, die während des Arbeitens der Einrichtung erforderlich
isst.
-
Eine waagerechte drehbare Welle 15, die auf dem Rahmenwerk des Wagens,
angeordnet ist, trägt zwei. feste Kurbelarme 16 und 17, die im Winkel zueinander
angeordnet sind; diese Kurbeln sind durch eine nachstehend zu beschreibende Einrichtung
verdrehbar. Die Kurbel 16 ist durch eine Verbindungs, sitange 18 mit einem Drehzapfen
auf der Tür 14 verbunden, während die Kurbel 17 durch eine Verbindüngsistange miit
einem Zapfen verbunden ist, der auf der, Zuführungsrutsche i i in einer Steillung
gegen deren unteres Ende zu angeordnet ist.
-
Wie in Fig. i dargestellt ist, wird die Zuführungsrutsche, wenn: die
Kurbeln 16 und 17 die Stellungen 1611 und. 17d einnehmen, in der Stellung iia durch
die Verbindungsstange 19 gehalten, die die Stellung iga einnimmt, während
die viereckige Tür 14 durch die Verbindungsstange 18 in der geschlossenen Stellung
14a gehalten wird, wobei dieVeribindangsstaAge i8 die Stellung 18a einnimmt. Wenn
sich die Zuführungsrutsche in der Ruhestellung ija befindest, kann die Beschckungsrutische
in -die Förderstellunsg 4a angehoben werdien, in welscher Stellung das untere Ende
derBeschiickungsruts:che und der Führungsrahmen 8 frei von der Oberseite der Retortenreiche
in die, Stellung 8a angehoben ist.
-
Die Einrichtung zum Senken und Anheben" der Beschickungsrutsche und
zum Steuern der Zufüh-
rungsrutsche umfa,ßt den umsteuerbaren Motor 2o, der
durch ein zweckentsprechendes Untersetzungsgetriebe das Antriebszahnrad 2i antreibt,
das., wie, in Fig. i dargesitellt ist, nur über einen Te(i'1 seines Umfanges Zähne
trägt. Auf der einen Seite des Antriebs,zahnrad4es befindet stich ein mtk einem
Zahnsektor versehenes Rad 22, das auf einer Welle befestigt ist, die weiterhin eine
nockenförmige Scheibe 23. trägt. Mit der Welle dess Zahnradesi 22 ist weiterhin
ein Arm verbunden, der ein Ausgleichsgewicht 24 trägt, während ein einstellbarer
Anschlag 25, der die Bewegung des Ausgleichsgewichts 24 in. einer Richtung begrenzt,
auf dem Rahmen`,verk 3 angeordnet ist. Rings um die Nockenscheibe 2:3 isst ein Seiil
oder eine Kette 26 gelegt, die an dem anderen Ende ei'n kleines Zuggewicht 27 hat.
Das Seil 26 und' die Aufhängungsketten 5 für die Beschickungsrutsche 4 gehen frei
durch Öffnungen in. dem Steuergewieht28 hindurch; die Aufhängeketten: 5 sind mit
dem Ausgleichs gewicht 6 verbunden. Das, vereinigte wirksame Gewicht des Ausgleichsgewichts
6 und des Steuergenvichts
28 ist größer als das, wirksame Gewicht
der Beschickungsrutsche 4, jedoch Ist in der in Fig. i dargestellten Stellung die
Hebelkraft des-Ausgleichsgewichts 24 auf der Welle des Zahnrades 22 größer als die
des Steuergewichts 118, das vermittels des Zuggewichts 27 auf das Seil 26 wirkt.
-
Auf der gegenüberliegenden Seite des! Antri!eb,siahnrades zi befindet
sich ein drittes, mit einem Zahnsektor versehenes. Zahnrad! 29, dessen Wollei ein
Kettenrad trägt, das durch, eine Antiriebskette 3o mit einem .auf -der Welle 15
befestigten Kettenrad verbunden ist. Die Welle des, Kettenradesi 29 trägt weiterhin
einen Arm, auf welchem eire Ausgleichsgewicht 31 angeordnet ist, für welches Ausgleichsgewicht
-eint einstellbarer Anschlag 32 auf dem Rahmenwerk 3 vorgesehen ist.
-
Angenommen, der Beschickungswagen befindet seich in einer Stellung
oberhalb der zu beschickenden Retorte, wobeii sich die Hilfsrutsche 13 unterhalb
des Auslasses i des, Vorratstrichters; für Kohle befindet, und die Auslaß,tiir i
ist, geöffnete, während sich die Rutsche 4 in der angehobenen Stellung 411 etwa
oberhalb der Beschickungsöffnung in der Retorte befindet, und der Deckel der Beschickungsöffnung
,ilst entfernt, dann, arbeitet die' Vorrichtung wie folgt: Die Kurbeln 16 und i7
nehmen: dic Stellungen 1611 und i711 ein und, halten: die Zuführungsrutsche ,im;
der Ruhestellung i i11, woben die viereckige Tür 14 geschlossen ist. Die Beschickungsrutsche
4 wird in der angehobenen Stellung gegen: den Anschlag 33 durch die vereinigte Wirkung
des Ausgleichsgewichts, 6 und des, Steuergewmichtsi 28 gehalten, welche die Stellungen1611
und 28a einnehmen; das: Zahnrad 22 befindet sich dann in einer solchen Stellung,
daß seine Zähne mit denen; des Zahnrades 21 im Eingriff sind; die Nockenscheibe
23 befindeat eich in einer entsprechenden: Stellung, in der das. Ausgleichsgewicht
24 rechtes und unterhalb der Welle des Rades 2,2 liegt. Zum Senken der Be!-schickungsrutsche
'wird das Antriebszahnrad2i entgegen dien Uhrzeigersinn durch den Motor 2o gedreht
und veranlaßr daher, das Zahnrad22, such im Uhrzeigersinn zu drehen; die Wirkung
besteht darin, daß das. Zuggewicht 27 aus' der Stellung 27a angehobenen: wird'.
und an dem Steuergewicht 28 angreift und letzteres anhebt, woraufhin, da das, wirksame
Gewicht der Beschickungsrutschel 4 größer ist als: das: des Ausgleichgewi@Chtsi
6; die Beschickungsrutsche beginnt, sich in dem gleüchen -Ausmaß nach unten zu bewegen,
wie dasi Steue'rgewicht
28 sich nach oben bewegt. Das Zahnrad 22 dreht sich,
bis es die ein Fig. i dargestellte Stellung erreicht, woraufhin das Zahnrad '2i
von: selbst freigegeben wird, das. Zahnrad 22 bdeibti in Ruhe, wobei; dies Ausgleichsgewicht
24 gegen den Anschlag 25 ruht, während das Steuergewicht 28 und das Ausgleichsgewicht
6 die in voll ausgezogenen Linien 'dargestellten, angehobenen Stellungen einnehmen.
-Das -gegen den Anisschlag 25 ruhende Ausgleichs-_getwicht 24 hält das Zahnrad 22
in einer solchem; Stellung, d'aß der verbreiterte Zahne 22a sich zum Wiedereingriff
mit den Zähnen auf dem Antriebs-
| zahnrad 21 bei der Rückkehrbewegung in der rieh- |
| tigen Stellung befindet. Dia Gewichte 6 und' 2$ sind |
| etwas, voneinander .getrennt, das Gewicht 28 wird |
| durch die Hebelkraft des; Ausgleichsgewichts 2q. ge- |
| halten, dass; auf die Nockenstheibe 23 einwirkt. |
| Nachdem die Beschickungsrutsche 4 än die Retorte |
| eingetreten isitt, kommt sie zur Ruhe, wobei: die An- |
| schläge' 37 sich gegen den Führungsrahmen 8, legen, |
| während! dass Ausgleichsgewicht 6 die Aufhänge |
| ketten 5 rs@traff hält. Das, Antriebszahnrad 21 setzt |
| seine Drehbewegung entgegen dem Uhrzei!ge-rs,inn |
| fort und, kommt mi:t dem Zahnrad 29 .in Eingriff"das |
| durch das Ausglelichsgewicht 31 in der richtigen |
| Stellung zum Eingriff gehalten wird, wobei: das Ge- |
| wicht 31 gegen den Anschlag 32 ruht. Ein Ketten- |
| rad, das auf der Welle desi Rades 29 befestigt ist, |
| ist durch eine Antriiebskette 311 mit einem auf der |
| Welle' 15 befestigten Kettenrad verbunden.. Eine |
| Drehbewegung des. Rades 29 bewirkt daher, daß die |
| Kurbeln 16 und 17 seich in die Stellung bewegen, |
| die in Fiig, i in voll ausgezogenen Uhien dargestellt |
| ist, wodurch dies Zuführungsrutsche so lange vor- |
| wärts bewegt wird, bis .sie in,die irichterartige Ver- |
| breiterung an der Oberseite der Beschüclcungs- |
| rutsche durch den weggesichnittenen Teil io hlih- |
| durch eintritt. Während der Bewegung der Zu- |
| führungsrutsche i i nach dieser Stellung zu besteht |
| die Wirkung der Kurbel 16 und der Verbindungs- |
| stange 18 darin, die Tür 14 in der geschlossenen |
| Stellung zu halten, bi'si dasi Erde der Rutsche ii |
| sich ausreichend: innerhalb des Oberteiles der |
| Rätsche 4 befindet, beispielsweise bis, die Leitkante |
| der Rutsche i i etwa den Punkt 314 erreifcht hat, |
| woraufhin sich die Tür 14 zu öffnen beginnt, und |
| zu der Zeit, zu welcher die Rutsche i i ihre äußerste |
| Stellung erreicht hat, isst die Tür 14 vod:ls.tändig |
| offen. Die Drehbewegung des, Antriebszahnrades 21 |
| wird dann angehalten, wodurch die Rutsche i i in |
| der in Fig. ii. .dargestellten Stellung gehalten wird. |
| Es siei- angenommen, daß die Zuführungsrutsche i i |
| von dem vorhergehenden Beschickungsvorgang her |
| mit Kohle gefüllt' ist, und sobald das untere Ende |
| unbedeckt ,ist, beginnt die Kohle aus dem Trichter i |
| heraus durch die H'illfsruts@che 13 hindurch nach ab, |
| wärts zur Zuführungsrutsche ii und zur Be- |
| schickungsrutsche 4 in die RetortL zu strömen, bis |
| die Retorte bis zu dem. unteren Ende der Be- |
| schi!ckungsrutsche beschickt ist, d. h. bws' zur Höhe |
| 35, woraufhin 'der Strom der Kohle aufhört. |
| Die Auslaßtür z auf dem Vorratstrichter wird |
| dann geschlossen und die Drehrichtung des Motors, |
| 2o, umgekehrte, um das Antriebszahnrad 21 im Uhr- |
| zeigersünn zu drehen. Dais. Zahnrad 2-i dreht dann |
| das Zahnrads 29 entgegen dem Uhrzeigersiinn, um |
| die Zuführungsrutsche i i aus dem Oberteil :der |
| Beschickungsrutsche zurückzuziehen, und zwar |
| durch -die Wirkung der Kurbeln und. Verbindu:ngs- |
| stangen gemäß vorstehender Beschreibung. Es er- |
| gibt siech aus der Anordnung der Kurbeln 16 und |
| 17, daß bei der umgekehrten Bewegung die Tür 14 |
| vollständig geschlossen ist, b'evo'r das untere Ende |
| der Zuführungsrutsche i i aus dem Oberteil der Be- |
| schickungsruts:che zurückgezogen isst, die' Tür bleibet |
dann noch geschlossen, während die Rutsche i i in die Stellung
i ia zurückgezogen wird. (Die Überlappung, die an der Tür 14 vorgesehen ist, bewirkt,
daß das Ende der Rutsche i i während des größeren Teiles ihrer Wanderung in: den
und: aus idem Oberteil der Rutsche 4 verschlossen bleibt, selbst wenn zwis chen
der Tür 14 und denn Ende der Rutsche i i zufolge der Art der Gelenkverbindung, die
durch die Verbindungsstangen 18 und ig gebildet ist, irgendeine Relativbewegung
stattfindet.) Das Ausgleichsgewicht 31 kommt dann gegen den Anschlag 32 zur Ruhe,
hält die Zuführungsrutsche i i in der Ruhestellung, während das! Zahnrad 21 von
selbst aus dem Zahnrad 29 freigegeben wird. Das, Zahnrad 29 wird dann zum Wiedereingriff
mit dem Zahnrad 21 in der richtigen Stellung gehalten, wenn die Stufenfolge umgekehrt
wird.
-
Das Antriebs:zahn.md2i kommt dann mit dem Zahnrad 22 in Eingriff und
dreht letzteres ent@-gegengesetzt dem Uhrzenger'sinn, um das Seil 26 nachzulassen;
dadurch wird die auf das, Steuergewicht 28 wirkende Stütze entfernt, die vereihilgten
Gewichte 6 und 28 heben dann :di.e Beschickungsrutsche 4 aus der Retorte heraus,
bis die Rutsche gegen den. Anschlag 33 zu ruhen kommt. Die besondere Form, die für
die h?ockenscheilbe 23 gewählt worden ist, ist :derart, daß die anfängliche Aufwärtsbewegung
der Beschickungsrutsche 4 aus der Retorte heraus mit Sicherheit langsam vor sich
aeht,:damit das innerhalb,derBeschickungsrutsche4 zurückgehaltene Volumen an Kohle
in den freien Raum strömen kann, der an Ü er Oberseite der Retorte verbleibt, und
weiterhini, um eine langsame an@ fängliche Abwärtsbewegung zu erhalten, damit der
Führungsrahmen 8 sich selbst auf dem Rand, der Beschickungsöffnung einstellen kann.
-
Die Größe des freien Raumes, der an der Oberseite der Retorte verbleibt,
nachdem der Strom an Kohle durch die Rutschen i i und 4 hindurch aufhört, wird durch
die Tiefe bestimmt, um welche die Beschickungsrutsich0 4 in die Retorte eintritt.
Das Zurückziehen dieser Retorte gestattet dann, daß die bestimmte Menge an Kohle,
die in der Beschickungsrutsche oder den; -rutschen zurückbleibt, in die Retorte
fließt und die Höhe der Kohle in der Retorte auf die gewünschte Endstellung 36 erhöht,
wie .in Fig. 2 dargestellt Ist.
-
Zufolge der Tatsache, d'aß die Ausführungsform der Beschickungsvorrichtung
gemäß vorstehender Beschreibung durch Kraft angetrieben wird, scheint es nicht notwendig,
die Anordnung für die Kurbel 17 und: die Verbindungsstange ig zu beschreiben und
darzustellen. Die Anordnung ist derart getroffen, daß in den beiden äußersten Stellungen
der Kurbel 17 der Kurbelzapfen sich in bezug auf die Welle 15 jenseits seines Totpunktes:
befindet, wodurch die Zuführungsirutsiche i i selbsttätig das Bestreben hat, ih
der einen oder anderen , äußersten Stellung in Ruhe zu bleiben; jedoch kann. gegebenenfalls
eine derartige Anordnung ebensogut für die Kurbel 17 bei'. der vorlegenden Ausführungsform
verwendet werden, ohne daß dadurch die Erfindung umgangen wird. Durch die Erfindung
ist es möglich, eine Retorte bis auf eine vorbestimmte mittlere Höhe zu füllen,
die durch die Tiefe bestimmt wird, auf welche die Beschickungsrutsche oder -rutschen:
in :die Retorte -eintreten, unabhängig von Veränderungen in der Höhe,des Bodens,des
Kohlenraumes in der Retorte. Der untere rohrförmige Teil der Beschickungsrutschen
kann auswechselbar gemacht werden, wodurch Teile verschiedener Längen befestigt
werden können, damit die endgültige mittlere Höhe der Beschickung in der Retorte
gegebenenfalls, verändert werden kann.
-
Der Zweck der Erfindung besteht darin,, die ein,-zelnen notwendigen
Arbeitsvorgänge, wenn Kohle in eine Retorte hineingebracht wird, auf eire Geringstmaß
zu verkleinern. Wenn beispielsweise der Wagen. einmal in die richtige Stellung gebracht
ist und die Auslaßtüren der Kohlenvorratstrichter geöffnet sind, gehen :die gesamte
Folge von Arbeitsvorgängen, nämlich Senken und Zentrieren der Beschickungsrutschen,
Verschwenken der Zuführungsrutschen, Üffnein der Türen der Zuführungsrutschen, und
:die umgekehrten Arbeitsvorgänge in der richtigen Reihenfolge ih einer Art und Weise
vor sich, welche die Arbeit für nur angelerntes Bedienungspersonal der Anlage leicht
macht.