DE9006620U1 - Faserfilzdichtung mit zugeordneten Trägerbereichen - Google Patents
Faserfilzdichtung mit zugeordneten TrägerbereichenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
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Description
- ft -
Die Erfindung betrifft eine Faaerfllzdlchtung mit zugeordneten
Trägerbereichen zum Abdichten gegen Geräusch, Zugluft oder ähnliche Anwendungen sowie zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen, Sicherung gegen Stoßeinwirkung oder dgl.
Besonders geeignet sind erfindungsg^n§Se Dichtungen zur
Anwendung In Fahrzeugirinenriumen zu/ Verhinderung von
Klapper- und QuietschgerSuschen sowie stur isolierung gegen
Fahrgerlusche.
Dichtungen für d?s ksüs^ri&benen Anwendungen bestehen beim
Star-" der Technik aus Flits;, ülfe- Filzpiatten oder Filzplättchen,
ggf. T't einer selbst &kgr; lebenden RC ?ette. &egr;»»-nie Is weise selen
Dlcntstref* ;■* für Fensterrahmen und Füzpii* „hen unter Möbelbelnen
genannt. Aush Fllzringe als WVitr «&igr; JichS ngen in Gleitoder
WälzJsger-Konstruktlonen sind Stand der Technik.
Sofern Filzdichtunger. mit Tragerkonstruktionen verbunden sind,
beistehen diese Träger '^eIm Stand der Technik aus vorgefertigten
Tollen aus Werkstoffen .aller Art, meist aus Kunststoffen oder P^r,:* wie beispielsweise Möbelgleiter, bei denen die Filzplatte
in ein KunststoffnSpfchen eingeklebt ist.
Dir bisherige Stand dor Technik ist vor allem for Anwendungen
Im Kraftfahrzeugbau mit erheblichen Nachteilen verbunden:
a) Filzdichtungen mit gesondert gefertigten Tragerteilen sind
kostenintensiv, vor allem im Hinblick auf die größeren Fliehen - bzw. die langen Berührungsllnlen-, die abzudichten
bzw. gegen Schall zu isolieren sind.
b) Werden Dichtstreifen ohne zugeordnetes Trägertell verwendet,
60 ergeben sich Montageschwierigkeiten beim Aufbringen der Dichtungen, was dazu führt, daß dl· Dichtstreifen manuell
aufgebracht werden müssen, was zeltaufwendig und daher ebenfalls kostenintensiv Ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Faserfilzdichtung zu
schaffen, bei aw dem eigentlichen Dichtbereich mindestens ein
Trägerbereich zur Montageerleichterung zugeordnet ist, d.h., daß Dichtbereich und Trägerbereich fest miteinander verbunden
k sind und eine Montageeinheit bilden.
£ Gaometrieen - auch räumlich verfemten - gefertigt werden können.
Spruches 1 gelost, vorteilhafte Weiterbildungen erläutern die
verdichteten Fasern In Wirr faseranordnung besteht, besitzt die
Faserfilzdichtung die geforderte Anpassungsfähigkeit, die zu ihrer Funktion notwendig Ist, während die den Trägerbereich
bildenden werkstoffglelchen Fasern, im verdichteten Zustand
fixiert, den Trägerbereich hinreichend Formstabil und handhabungsfähig gestalten, so daß das aus Dichtbereich und Trägerbere'ch
gebildete Faserfilzdichtelement für automatisierte Montagen bestens geeignet Ist.
: Der Oberwiegende Mengenanteil der Fasern gehört dabei beiden
Bereichen an, wodurch die unlösbare Verbindung dieser Bereichs
unter allen Betriebsbedingungen sichergestellt Ist.
Über die genannten Vorteile hinaus sind derartige Dlchtungsek;nente
kostengünstig zu fertigen, da sie aus einheitlichem Werkstoff In einem Arbeltsgang gefert'gt werden können, bspw.
durch partielles Vorpressen eines Zuschnittes einer unverdichteten
Wirrfasermatte (VIIm). Ggf., wenn strelfenförmige Dichtungen
gefertigt werden sollen, können Bandpressen &ogr;&aacgr;&bgr;- auch Kalander
kostengünstig eingesetzt werden.
Das Fixieren der Fasern Im Trflgerberelch der Dichtung kann dem
Stand der Technik entsprechend mit Hilfe eines Bindemittel« erfolgen.
Uritsr dsr S^sslchrtutts "BlrtdaBsltte!" t!nd dsbs! such S!ndsnt!tte!-
mischungen zusammengefaßt.
• · &igr;
Werden ium Fixleren der Fasern dee Trigerberelches Bindemittel
eingesetzt, &bgr;&ogr; können die Fasern vortellhafterwelee ausschließlich
nach den Anforderungen an die Dichtung und nach ihrem Preis
ausgewlhlt werden, was auch die Verwendung von Recycling-Fasern
ermöglicht. Unter "Fasern" seien hler -wie bei den "Bindemitteln"-auch
Mischungen von nach Art und Geometrie unterschiedlichen Fasern verstanden.
Vielfach wird es auch vorteilhaft sein, Fasern zu verwenden, die
be! höherer Temperatur selbetklebende Eigenschaften besitzen. In diesem Falle Ist zur Fixierung der Fasern im &igr; rageroereicn
kein zusätzliches Bindemittel notwendig. Da derartige Fasern aus thermoplastischen Kunststoffen bestehen, sind bindemittelfrei
Dichtungen prinzipiell recyclingfähig.
Besonders geeignet ale selbstklebende Fasern sind niedrig
verstreckte amorphe Polyesterfasern, die bei der Ersterwärmung nur an der Oberfläche klebefähig werden. Im Faserkern aber
Ihre Faserstruktur beibehalten.
Dichtungen dieser Art lassen sich Im Reißwolf wieder zu Fasern
aufbereiten, die vielfältig verwendbar sind.
Da niedrig verstreckte Polyesterfasern nur wenig "flauschig"
sind. Ist es vorteilhaft, sie mit anderen, mehr bauschenden
Fasern zu mischen. 20 Cew.% niedrig verstreckter Polyesterfasern genügen dabei - je nach Anforderung an die mechanische
Festigkeit des Trägerbereiches - ggf. zu dessen Fixierung.
Die geometrische Ausbildung erfindungsgemäßer Dichtungen
wird häufig streifenförmig sein. In diesem Falte können bspw.
2 Dichtbereiche einem Trägerbereich zugeordnet werden, andererseits ist die Zuordnung von 2 Trägerberefchen zu einem Dichtbereich möglich.
Die Herstellung erflndungsgemaßer Dichtungen Im Preßverfahren
gestattet es vortellhafterweise, die Dichtung als ein dem Verwendungszweck
und der Einbaugeometrie geometrisch angepaßtes formteil an sich beliebiger, auch räumlich ausgebildeter Geometrie
zu gestalten, was automatische Montagen ermöglicht. Der Dlchtberelch
kann dabei vom Trägerteil abweichende Umrisse aufweisen.
Die Fertigung erfindungsgemäßer Dichtungen mit Hilfe der Preßtechnik
ermöglicht es ferner, dem Trägerbereich punkt-, flächenpder
linienförmige Elemente nnzuformen, die federnd-formschlüsslg
zu der Befestigung der FaserflUüichlung an einem entsprechend
ausgebildeten Gegenstück des Untergrundes geeignet sind; bspw. In Form einer llnlenförmlgen Schnappverbindung. Auch hierdurch
verkürzen sich die Montagezelten sowie die Montagekosten.
Desweiteren Ist es bei erfindungsgemäßen Dichtungen möglich,
"plastische Gelenke" in Form von linienförmigen Einpressungen in das Trägertell ohne Mehraufwand bei der Herstellung anzuformen.
Bei der Verwendung streifenförmlger Dichtungen an Kanten, kann
dies vorteilhaft sein.
Der Trägerbereich der Dichtungen kann In an sich bekannter Welse
zumindest teilweise zu Montagezwecken selbstklebend beschichtet sein, mit den daraus resultierenden Vorteilen, die aus dem Stand
def Technik bekannt sind.
Auch das zumindest teilweise Beschichten des Trägerberelches mit
einem Schmelzkleber bietet Vorteile, vorallem bei automatisierter Montage: bessere Haftfähigkeit auf unterschiedlichen - auch rauhen
Untergründen und kürze Montagzelten seien angeführt.
Die Verwendung farbiger Fasern bietet die vorteilhafte Möglichkeit,
eine färb!Ich auf die Verwendungszwecke abgestimmte Dichtung ohne
Mehrkosten bereitzuhalten, wahrend die mit einfachen Mitteln
mögliche Ausrüstung der Fasern mit Hydrophobierungsmitteln, Bakteriziden und dgl. den Anwendungsbereich erfindungsgemißer
Dichtungen erweitert.
Ein ähnlicher Vorteil kann natürlich auch durch die Verwendung
verrottungsfester und pilzresistenter Fasern erreicht werden.
Die Erfindung sei nunmehr anhand der Figuren 1-4 näher erläutert
und beschrieben:
Figur 1 zeigt In Schnittdarstellung ein streifenförmig ausgebildetes
erfindungsgemäßes Dichtungselement.
Figur 2 erläutert In gleicher Darstellungsart ein Dichtungselement,
bei dem einem Trögerborclch zwei Dichtbereich· und ein
"plastisches Gelenk" zugeordnet sind, und das selbstklebend
ausgerüstet Ist.
Figur 3 zeigt die Anwendung des Ülchtungselementes aus Figur 2
*um Abdichten einer Kante In 2 Richtungen.
Figur U schließlich verdeutlicht ein räumlich ausgeformtes Dichtungselement
anhand einer Drehdurchführung.
In allen Figuren Ist der Dichtbereich mit Wirrfaseranordnung geringer
Verdichtung mit 1 und der Trigerberelch mit hochverdichteten,
fixierten Wtrrfaeern mit 2 bezeichnet.
In Figur 1 Ist erkennbar, daß die Fasern des Dichtbereiches gegenüber
dem Trägerbereich fächer- oder pinseiförmig aufspringen und damit die gewünschte Anpassung an die Dichtfläche vollziehen können.
Durch die Wahl des Verdichtungsgrades des Trägerbereiches 2 kann dabei die Flexibilität des Dichtungsstreifens den Erfordernissen angepaßt
werden.
In Figur 2 sind dem Trägerbereich 2 zwei Dichtbereiche 1 zugeordnet.
Er ist außerdem durch die das "plastische Gelenk" bildende Einkerbung
4 in 2 zueinander abwinkelbare Bereiche unterteilt, so daß das
Dichtungselement mit Hilfe der selbstklebenden Beschichtung 3 in der
Figur 3 gezeigten Weise um die Kante des abzudichtenden Bauteils 5
gelegt und befestigt werden kann.
Die Elemente 2 und 2' bilden den gesamten Tragerbereich. Die sind
gegeneinander um 90° gewinkelt, so daß der Bereich 2' eine Führungsbuchse bildet, während der krelsplattanförmlge Bereich 2 eis Abdeckplatte
dient.
Der Dichtbereich 1 umschließt ringförmig den Buchsenbereich 2',
Der Dichtbereich 1 umschließt ringförmig den Buchsenbereich 2',
-bspv . eine Fensterkurbel- sowohl geführt als auch abgedichtet
werden kann.
Mit Hilfe des Schnappwulstes 6 kann das Dichtungselement einfach
und sicher in der Bohrung der Platte 51 befestigt werden.
Die Figuren 1-H haben den Charakter von Anschauungsbeispielen
und schließen andere Ausführungsformen erfindungsgemäßer Dichtungselemente nicht aus.
Claims (1)
- Ansprüche:1) Faserfilzdichtung mit zugeordneten Trägerbereichen zur Montagevereinfachung zum Abdichten gegen Geräusch, Zugluft oder ähnliche Anwendungen sowie zum Ausgleich von Fertlgungstoleränzen. Sicherung gegen Stoßeinwirkung oder dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtbereich aus unverdichteten oder gering verdichteten Fasern In Wirrfaseranordnung und der Trägerbereich «us werkstoffglelchen verdichteten und in diesem Zustand fixierten Fasern gebildet wird, wobei der Oberwiegende Mengenantell dar Fasern beiden Bereichen angehört.2) Faserfilzdichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern Im verdichteten Trägerbereich mit Hilfe eines Bindemittels fixiert sind.3) r«9«i*fllcdlehtutig noch Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß seine Fasern zumindest teilweise selbstklebende Eigenschaften bei erhöhter Temperatur besitzen und im verdlchtetenTrägerberalch ohne zusätzliches Bindemittel fixiert sind.H) Faserfilzdichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern amorphe Polyesterfasern zu mehr als 20 Gewichtsprozenten enthalten.5) Faserfllzdlchtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß Ihre Geometrie streifenförmig Ist, wobei mindestens einem strelfenförmlgen Trageroirtlch mindestens ein strelfenförmlger Dichtbereich zugeordnet Ist.6) Faserfilzdichtung nach mindestens einem der vorangegangenen . Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß Träger- und Dichtbereich als Formteil ansich beliebiger, auch räumlich ausgebildeter Geometrie gestaltet sind.7} Faserfitedichtung nach mindestens einem dar vorangegangenen Ansprüche,dadur s. gekennzeichnet, daß den? Trägerbereich puhkt-, f!5chen- oder linienförmige Elemente angeformt sind, die federnd-formr} schlüssig zu der Befestigung der Faserfilzdichtung an einemgeeignet ausgebildeten Gegenstück des Untergrundes geeignet sind, beispielsweise In Form einer llnienförmigen Schnappverbindung.I) Faserfilzdichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerbereich mindestens ein linienförmig ausgebildetes "plastisches Gelenk" in Form einer Ausdünnung enthält.9) Faserfllzdlehtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß zumlndestder Trägerbereich zumindest teilweise selbstklebend beschichtet ist.10) Faserfilzdichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der Trfgerberelch zumindest teilweise mit einem Schmelzkleber beschichtet Ist.* I »4• · a ■ ·• · ■ ·G 90 06 620.0 LIGNOTOCK GMBH11. Faserfilzdichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß seine Fasern hydrophob ausgerüstet sind.12. Faserfilzdichtung nach mindestensder vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß seine Fasern aus verro festen und pilzresistenten Werkstoff' 10 bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9006620U DE9006620U1 (de) | 1990-06-08 | 1990-06-08 | Faserfilzdichtung mit zugeordneten Trägerbereichen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9006620U1 true DE9006620U1 (de) | 1990-08-23 |
Family
ID=6854615
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE9006620U Expired - Lifetime DE9006620U1 (de) | 1990-06-08 | 1990-06-08 | Faserfilzdichtung mit zugeordneten Trägerbereichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9006620U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4240516A1 (de) * | 1992-08-26 | 1994-03-03 | Freudenberg Carl Fa | Innenausstattungsteil für Fahrzeuge |
| DE19633947A1 (de) * | 1996-08-22 | 1998-02-26 | Bayerische Motoren Werke Ag | Anbauteil, insbesondere für Innenräume von Kraftfahrzeugen |
-
1990
- 1990-06-08 DE DE9006620U patent/DE9006620U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4240516A1 (de) * | 1992-08-26 | 1994-03-03 | Freudenberg Carl Fa | Innenausstattungsteil für Fahrzeuge |
| DE19633947A1 (de) * | 1996-08-22 | 1998-02-26 | Bayerische Motoren Werke Ag | Anbauteil, insbesondere für Innenräume von Kraftfahrzeugen |
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