DE9004520U1 - Senkloteinrichtung zum Bestimmen der Schütthöhe in einem Schachtofen - Google Patents
Senkloteinrichtung zum Bestimmen der Schütthöhe in einem SchachtofenInfo
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Description
Die Neuerung betrifft eine Senklot-Einrichtung zum Bestimmen der Schütthöhe in einem Schachtofen mit einem
hydraulischen Antrieb einer in einem gasdichten Gehäuse angeordneten Wicklungstrommel zum Ab- und Aufwickeln
eines Seiles oder einer Kette mit am Ende angebrachten Senklot, ferner mit einem von der Wicklungstrommel-Welle angetriebenen Wegawfnehiser.
10
Es ist bekannt, die Schütthöhe in einem Schachtofen mit
ai@chani.sier-ten I», feosonc^n zu überwachen. Dies
^eschie.'-it in <?«sr Weise, G»ß mi^telE einer
Wicklungstrommal ein Senket an ei ^m Seil oder einer
Kett» nängend von oben auf die Sciüttungsoberflache des
Schachtofens hinabgelassen wiru. Das t>eil wickelt sich
dabex von der Trommel, an deren Welle ein Wegaufnehmer angeschlossen ist, ab. Der Wegaufnehmer mißt die
Winkeldrehung U^r Wicklungstrommel, aus der sich die
Zur Feststellung der genauen Teufe ist es notwendig,
daß das Senklotseil auf der Wicklungstrommel stets straff gehalten wird, so daß das Senklot sich in
aufrechter Stellung befindet und so exakt die
Oberfläche der Schüttgutsäule des Schachtofens berührt.
Ein Kippen oder Flachliegen des Senklotes hätte Falschmeldungen zur Folge. Ferner darf die
verursachten größeren Seilgewichtes nicht so groß
werden, daß das Senklot in die Schachtofenschüttung
eindringen kann.
Das Senklot soll bei absinkender Schütthöhe stets auf der Oberfläche der Schüttung verbleiben, d.h. es soll
sich mit absinkender Möllersäule gleichmäßig mit absenken. Das Senklot darf den Kontakt mit der
M^llersäule keinesfalls verlieren. Nur so ist eine -kontinuierliche und genaue iw^si : j des Schachtofen-Füllstandes
möglich.
- -Bei -unruhigem Ofengang ist ein Zuschütten des Senklotes mit Möllerstoffen nicht ganz auszuschließen. Deshalb
ist bei Meßeinrichtungen des Standes der Technik - grundsätzlich eine Betriebsweise bekannt, bei der im
Abstand von 10 bis 20 Sekunden das Senklot um einen Betrag von beispielsweise 1 m hochgezogen und
anschließend sofort wieder auf die Schüttung abgesenkt wird.
Als Antrieb für Meßeinrichtungen des Standes der Technik sind Elektromotoren oder schnellaufende
Hydromotoren bekannt, die über ein Untersetzungsgetriebe die Wicklungstrommel der
Senklot-Einrichtung antreiben.
Bei den bekannten Teufen-Meßeinrichtungen hat es sich
" als Nachteil herausgestellt, daß infolge des mit zunehmender Teufe (Absinken der Möllersäule)
zunehmenden Seilgewichtes durch unpräzise Berücksichtigung der Gewichtsänderung die
Meßgenauigkeit in Frage gestellt wird. Ferner werden
-bei den bekannten Einrichtungen die unterschiedlichen Reibungswiderstände bei der Umkehr dex Drehrichtung der
WicklungstrojTunel (Abwärts- und Aufwärtsbewegung des am Seil hängenden Senklotes) nicht berücksichtigt. Das
Halten dee Senklotes bei Berührung der Schöttung in aufrechter Stellung gelingt trotz erheblichen
Regelaufwandes nur in unvollkommenem Maße.
' Ee ist daher Aufgabe der Neuerung, Senklot
Meßeinrichtungen der vorbeschriebenen Gattunq en 7,u
verbessern, daß die zuvor geschilderten Nachteile vermieden werden und somit eine motorangetriebene
Senklot-Meßeinrichtung zur Verfügung steht, mit deren Hilfe eine Schutthöhenmessung im Schachtofen mit
höchster Meßgenauigkeit ermöglicht wird bei Minimierung der mechanischen Reibungewiderstände und unter strikter
Berücksichtigung der Seilgewichtä- oder
Kettengewichtszunahme bei steigender Teufe, d.h. absinkender Möllersäule.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Schutzanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Die
'5 Merkmale des abhängigen Unteranspruchs betreffen eine
vorteilhafte Ausgestaltung der Meßeinrichtung.
Bei der Senklot-Meßeinrichtung nach der Neuerung wird die Wicklungstrommel von einem langsamlaufenden
Hydromotor, d.h. einem Motor mit einer Drehzahl bis max. 50 Umdrehungen/min., ohne zvischengeschaltetes
Untersetzungsgetriebe direkt angetrieben. Durch dieses Konzept wird eine Minimierung der Reibungswiderstände
erreicht. Der von der Trommelwelle angetriebene Wegaufnehmer liefert ein der jeweiligen Teufe
zugeordnetes Signal, welches unmittelbar ein Druckproportionalventil steuert. Auf diese Weise läßt
sich *3ie Gewichtszunahme des Seiles bzw. der Kette mit
zunehmender Teufe exakt berücksichtiaen. Der Hydromotor
hält das der jeweiligen Teufe entsprechende Gegenmoment
aufrecht.
Mit Hilfe der neuerungsgemäßen Anordnung läßt sich eine bislang nicht gekannte Feinfühligkeit und
Meßgenauigkeit bei der Überwachung der Schütthöhe im
Schachtofen erzielen. Beim Aufsetzen des Senklotes auf
die Oberfläche der Möllersäule bleibt dieses stets in aufrechter &udiagr;teilung, denn der langsamlaufende
Hydromotor besitzt im Gegensatz zu einem Schnelläufer mit Untersetzungsgetriebe nur sehr kleine rotierende
Massen und kann verzögerungslos gebremst werden. Der Gewichts-Haltedruck des Motors ist durch das
Druckproportionalventil genau auf das Gewicht des
Sanklotes zuzüglich augenblicklichen Seilgewichts bemessen. Daher erzeugt die Senklotwinde gerade die
Zugkraft, die zum Aufrechthalten des Senklotes erforderlich ist und die das Absinken des Senklotes mit
absinkender Möllersäule sicherstellt.
Es sei besonders darauf hingewiesen, daß die erwähnte
Feinfühligkeit der neuerungsgemäßen Anordnung erreicht wird, ohne daß mit Hilfe einer Regelung Ventile od.
dgl. betätigt werden müssen. |
wird bei der neuerungsgemäßen Einrichtung ein Hydraulikölspeicher und eine Notstrombatterie (für die
Schaltung des Wegeventils) verwendet, ist die
Möglichkeit gegeben, auch während evtl. Störungen im |
Stromnetz die Teufenmessung über einen festgelegten Zeitraum aufrechtzuerhalten.
Ein Anwendungsbeispiel der Neuerung wird nachstehend anhand eines Schaubildes näher erläutert.
Die Wlcklungstrommel (1) ist über eine Kupplung (2) mit
dem Hydromotor (3), der eine integrierte Bremse (4) aufweist, verbunden. Durch den sich in beide Richtungen
drehenden Hydromotor (3) wird das Seil (5), an dessen Ende das Senklot (6) hängt, auf die Wicklungstrommel
(1) aufgewickelt bzw. von der Wicklungstrommel abgewickelt. Anstelle eines Seiles kann
selbstverständlich auch eine Kette verwendet werden.
Der Druck xum Aufbau des durch den Hydromotor (3)
aufzubringenden Drehmomentes wird so hoch gewählt, daß
das "Gegendrehmoment" des Hydromotors (3) geringfüyig uviter dem Drehmoment der Wicklungstrommel (1), das
durch den Seilzug aus Gewicht des Senklotes (6) zuzüglich Seilgewicht (5) erzeugt wird, liegt. Es ist
somit sichergestellt, daß das Seil (5) ständig straffgehalten wird und die Wicklungstrommel (1) sofort
?un> Stillstand konuivt; de das Snnklot (6) auf das
Möllergut aufsetzt und dadurch das Überschuß-Drehmoment durch das Gewicht des Senklotes zuzüglich dem
Seilgewicht an der Wicklungstrommel (1) gegenüber dem Hydromotor-Drehmoment abgebaut wird.
zum Absenken des Senklotes (6) in den Schachtofen wird über das Wegeventil (7) die Bremse (4) des Hydromotors
(3) gelüftet. Gleichzeitig wird zur Überwindung des Losbrechraomentes der Wicklungstrommel (1) und des
Hydromotors (3) der Hydromotor (3) über das Wegeventil
(8) mit Drucköl aus dem Hydraulikölbehälter (16) in Richtung Absenken des Senklotes beaufschlagt. Nachdem
sich die Wicklungstrommel (1) in Drehbewegung gesetzt hat, wird das Wegeventil (8) wieder in seine Ruhelage
geschaltet. Über den Wegeaufnehmer (9) wird das
iJ Druckproportionalventil (10) entsprechend der
jeweiligen Teufe so angesteuert, daß das Drehmoment des Hydromotors (3) geringfügig unter dem Drehmoment der
Wicklungstrommel (1), erzeugt durch das augenblicklich in Arbeitsrichtung ziehende Senklot (6) zuzüglich
Seilgewicht (5), liegt.
Um zu verhindern, daß das Senklot (6) nach erfolgtem Aufsetzen umkippt, wird zum Ausgleich von
Leckölverlusten über das Wegeventil (11) ständig eine geringe Hydraulikölmenge aus dem Druckölkreis vor das
Druckpropoitionalvenfcil (10) geleitet. Dadurch wird
auch bei stehendem Hydromotor (3) der der jeweiligen Teufe entsprechende "Gewichts-Haltedrurk" (d.h. der
Druck zum Aufrichten des Senklotes) aufrechterhalten. Die Absenkgeschwindigkeit des Senklotes (6) wird am
Stromregelventil (12) und die Einspeisemenge am Ventil x13) eingestellt. Zum Heben des Senklotes (6) wird das
Ventil (14) umgeschaltet, so daß der Hydromotor (3) seine Drehrichtung wechselt und dadurch die
Vficklungstrommel (1) das Seil (5) auf trommelt. Über den Wegaufnehmer (9) wird bei Erreichen der oberen
Ruhestellung (Parkstellung) über das Wegeventil (7) die Bremse (4) aufgelegt und die Wegeventile (11) und (14)
werden in ihre Ruhestellung geschaltet. Das Wegeventil
(11) wird aus dem Grunde in seine Ruhestellung geschaltet, damit während der Meßpausen (während der
Ofenbegichtung) kein Drucköl verbraucht wird. Das
Ventil (14) wird in seine Ruhestellung geschaltet, um das Absenken des Senklotes (6) vorzubereiten. Die
Anhebegeschwindigkeit für das Senklot wird am Stromregelventil (15) eingestellt.
Bei Messung größerer Teufen kann das Stromregelventil (12) durch eine Bypass-Schaltung umgangen werden.
Hierdurch ist es möglich, bei großen Wegen mit höheren Geschwindigkeiten zu fahren. Kurz vor Erreichen der
Meßteufe wird dann auf Meß-Absenken umgeschaltet.
In dem Schaubild (Schaltschema) sind die
ou Rückschlagventile mit (17) bezeichnet.
Claims (2)
1. Senklot-Einrichtung zum Bestimmen der Schütthöhe in einem Schachtofen mit einem hydraulischen
Antrieb einer in einem gasdichten Gehäuse angeordneten Wicklungstrommel zum Ab- und
Aufwickeln eines Seiles oder einer Kette mit am Ende angebrachten Senklot, ferner mit einem von
der Wicklungstrommel-Welle angetriebenen Wegaufnehmer,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wicklungstrommel (1) ohne
daß die Wicklungstrommel (1) ohne
( Zwischenschaltung eines Untersetzungsgetriebes von
einem langsamlaufenden Hydromotor (3) angetrieben
*5 · wird, daß vom Wegaufnehmer (9) ein öer jeweiligen
Teufe zugeordnetes Signal unmittelbar, d.h. ohne eine elektrische Regelung, auf ein
Druckproportionaiventil (10) gegeben wird und daß das Druckproportionaiventil {10) dem Hydromotor
(3) einen der jeweiligen Teufe zugeordneten Senklot-Haltedruck vorgibt.
2. Senklot-Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
/ 25 daß das Senklot (6) in festzulegenden
Zeitabständen, gesteuert von dßm Wegeventil (14)
um einen festzulegenden Längenbetrag aus der Meßposltion angehoben und anschließend wieder in
die Meßposition abgesenkt wird. 30
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9004520U DE9004520U1 (de) | 1990-04-21 | 1990-04-21 | Senkloteinrichtung zum Bestimmen der Schütthöhe in einem Schachtofen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9004520U DE9004520U1 (de) | 1990-04-21 | 1990-04-21 | Senkloteinrichtung zum Bestimmen der Schütthöhe in einem Schachtofen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9004520U1 true DE9004520U1 (de) | 1990-06-28 |
Family
ID=6853083
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9004520U Expired - Lifetime DE9004520U1 (de) | 1990-04-21 | 1990-04-21 | Senkloteinrichtung zum Bestimmen der Schütthöhe in einem Schachtofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9004520U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4339595C1 (de) * | 1993-11-18 | 1995-01-12 | Robert Thalhammer | Vorrichtung zur Längenmessung an einer Gliederkette |
-
1990
- 1990-04-21 DE DE9004520U patent/DE9004520U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE4339595C1 (de) * | 1993-11-18 | 1995-01-12 | Robert Thalhammer | Vorrichtung zur Längenmessung an einer Gliederkette |
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