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DE909352C - Elektrisch nicht leitende Stahllasche der Stossverbindung von Eisenbahn-Fahrschienen - Google Patents

Elektrisch nicht leitende Stahllasche der Stossverbindung von Eisenbahn-Fahrschienen

Info

Publication number
DE909352C
DE909352C DEK10336A DEK0010336A DE909352C DE 909352 C DE909352 C DE 909352C DE K10336 A DEK10336 A DE K10336A DE K0010336 A DEK0010336 A DE K0010336A DE 909352 C DE909352 C DE 909352C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal
rail
conductive steel
butt joint
steel plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK10336A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Erich Freitag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JOHANNA KOEBBEL
Original Assignee
JOHANNA KOEBBEL
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JOHANNA KOEBBEL filed Critical JOHANNA KOEBBEL
Priority to DEK10336A priority Critical patent/DE909352C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE909352C publication Critical patent/DE909352C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01BPERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
    • E01B11/00Rail joints
    • E01B11/54Electrically-insulating rail joints

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Connection Of Plates (AREA)

Description

  • Elektrisch nicht leitende Stahllasche der Stoßverbindung von Eisenbahn-Fahrschienen Einige neuere Systeme des Sicherungs- und Signalwesens der Eisenbahn machen es erforderlich, daß stellenweise die aufeinanderfolgenden Schienenlängen der Gleisanlagen elektrisch gegeneinander isoliert sind. An diesen Stellen müssen dann die Stahllaschen, welche die aufeinanderfolgenden Schienenlängen mechanisch verbinden und den Zwischenraum zwischen diesen, die sogenannte Wärmelücke, überbrücken, zumindest gegenüber einer der beiden Schienenlängen isolierend ausgeführt sein. Es erschien bisher fast aussichtslos, ein geeignetes Isoliermaterial und eine befriedigende konstruktive Anordnung desselben für diese Stahllaschen zu finden; denn die sonst in der Elektrotechnik gebräuchlichen Isolierstoffe sind weder den ungewöhnlich schweren Druck-, Stoß-, Abrieb-, Erschütterungs- und Ermüdungsbeanspruchungen gewachsen, denen die Stoßverbindung im Bahnbetriebe ausgesetzt ist, noch besitzen sie einen genügend hohen Elastizitätsmodul, noch sind sie gegen Witterungs-und Temperatureinflüsse und gegen Verölen beständig. Trotzdem hat man bis heute versucht, mit Isolierschichten oder -zwischenlagen aus Gummi-, Kunstharz- und ähnlichen organischen Polymerisationsprodukten, ja sogar mit Isolierlaschen auszukommen, die durchweg aus Hartholz bestehen. Selbst bei besonders sorgfältiger Ausführung der Schwellen, auf denen die isolierenden Schienenstöße liegen, bleiben diese dann aber doch mechanisch besonders schwache Stellen der ganzen Gleisanlage, und man kann ohne Übertreibung behaupten, daß sie diese im ganzen zu entwerten vermögen.
  • Unter diesen Umständen sieht die Erfindung davon ab, einen der gewöhnlichen elektrotechnischen Isolierstoffe, wie Kautschuk, Kunstharz usw., zu verwenden. Statt dessen benutzt sie elektrisch schlecht leitende Strukturen metalloxydischer, metallphosphatischer, metallsulfidischer oder ähnlicher Art, für deren Herstellung aus dem Grundmetall der Lasche, also aus Oberflächenschichten derselben, sowohl chemische als auch elektrolytische Verfahren bekannt sind. Es handelt sich dabei im Prinzip um die gleichen Verfahren, die zur Herstellung dünner Schutzschichten gegen Korrosion dienen. Da aber im vorliegenden Fall meist eine größere Schichtdicke bzw. eine Vielzahl solcher Schichten nötig sind, kann die Herstellung so betrieben werden, daß auf die chemisch oder elektrolytisch gewonnene Nichtleiterschicht eine metallische Schicht aufgespritzt wird, welche dann wiederum mehr oder weniger vollständig auf chemischem oder elektrolytischem Wege in die nichtleitende verwandelt wird, und abwechselnd, also lagenweise so fort, bis die notwendige Dicke erreicht ist. Schließlich kann man auch noch eine besonders kompakte, hauptsächlich aus Metall bestehende Lage aufbringen, z. B. aufspritzen, die eine solche Nichtleiterstruktur mechanisch zu schützen vermag. Dabei wie überhaupt hat man freilich dafür zu sorgen, daß metallisch verbleibende Schichten nicht die Barunterliegenden Nichtleiterschichten elektrisch überbrücken (kurzschließen) und wertlos machen, indem man beispielsweise die Stirnflächen des Nichtleitergefüges nicht mit Metall überspritzt.
  • Alle diese Gefüge metalloxydischer, metallphosphatischer, metallsulfidischer oder ähnlicher Art weisen einen bedeutend höheren Elastizitätsmodul auf als Gummi, Hartholz od. dgl. und zeigen nicht die nachteilige Sprödigkeit keramischer Isoliermaterialien. Gegenüber organischen Kunstharzpreßmassen aber besitzen sie den sehr wesentlichen Vorteil, daß sie ständigen Erschütterungs-, bekanntlich sogar mahlenden Beanspruchungen recht gut gewachsen sind, daß sie unter diesen Beanspruchungen also nicht, wie z.B. Phenolharz-Produkte, chemisch verändert und somit mechanisch zerstört «-erden können.
  • Die Erfindung besteht also im wesentlichen darin, für die Schienenstoßverbindungen, die isolieren sollen, neuartige Stahllaschen vorzusehen, deren Gefüge zumindest nach dorthin, wo die kraftschlüssige Berührung mit dem Schienenprofil stattfindet, in solch ein Nichtleitergefüge übergeht. Die Tatsache, daß es sich um einen echten, wenn auch künstlich erzielten 1_Tbergang des Stahlgefüges in das Nichtleitergefüge handelt, indem nämlich die innerste Nichtleiterschicht direkt aus der Struktur des Stahls chemisch herausgewachsen sein kann, läßt die Auffassung zu, daß sich die erfindungsgemäße Nichtleiterlasche von allen bisher bekannten Laschen für isolierende Schienenstöße ganz grundsätzlich unterscheidet. Sie unterscheidet sich in praktischer Hinsicht von diesen aber vor allem dadurch, daß nur sie allein es gestattet, beim Anschrauben dasjenige hohe Maß der Vorspannung gegenüber dem Schienenprofil zu erzielen, auf das gleisbautechnisch nicht verzichtet «-erden sollte.
  • Die konstruktive Ausgestaltung der Erfindung soll an Hand der Zeichnung geschildert werden, wobei zu berücksichtigen ist, daß diese absichtlich nur eine ganz schematisierte und lediglich beispielhafte Darstellung des Erfindungsgegenstandes vermittelt.
  • In Abb. r der Zeichnung ist eine einzelne Lasche nach der Erfindung im Querschnitt dargestellt, und zwar in derjenigen Lage, die sie etwa im eingebauten Zustande gegenüber der gestrichelt angedeuteten Fahrschiene a einnimmt. In Abb.2 ist ein Ausführungsbeispiel der Lasche in Seitenansicht und in Abb. 3 eine einfachere Ausführungsform für leichteren Bahnbetrieb gezeichnet, und zwar ebenfalls in Seitenansicht. In Abb. i ist auf die Darstellung der zweiten, parallel verlaufenden Lasche verzichtet, ebenso auf die Darstellung der Laschenbolzen.
  • Mit b ist in Abb. i das gewöhnliche Stahlgefüge bezeichnet, das den überragenden Hauptteil der Gesamtmasse der Lasche ausmacht. Dieses gewöhnliche Gefüge b geht nach dem Schienenkopf zu in die Nichtleiterstruktur c' und nach dem Schienenfuß zu in die Nichtleiterstruktur c" über, welche Strukturen die gezeichneten Wülste und die Berührungsflächen des Kraftschlusses mit der Fahrschiene bilden. Die Strukturen c' und c", d. h. die Wülste, werden im vorliegenden Beispiel durch Phosphatieren von b, durch nachfolgendes Aufspritzen je einer Stahlschicht als Basis der Wulst, durch Phosphatieren dieser aufgespritzten Stahlschichten und so fort durch abwechselndes Aufspritzen von dünnen Stahlschichten und nachfolgendes chemisches (oder elektrolytisches) Phosphatieren derselben hergestellt. Die aus der Nichtleiterstruktur aufgebauten Wülste c' und c" der Lasche verlaufen keineswegs über deren ganze Länge hinweg; sie sind jedenfalls und notwendigerweise in der Mitte der Laschenlänge, also nächst der Lücke zwischen den beiden Fahrschienen, nächst der Wärmelücke, nicht vorhanden, wie dies auch aus Abb. a und 3 deutlich zu erkennen ist; denn die erfindungsgemäßen Strukturen c' und c" haben den großen Vorteil, daß die äußere Strukturschicht, jedenfalls soweit sie die Berührungsfläche mit dem Schienenprofil bildet, eine rein metallische, d. h. verschleißfeste und harte ist. Demzufolge aber dürfen dann die Wülste, wie gesagt, die Lücke der beiden aufeinanderfolgenden Schienen nicht überbrücken, weil sonst nicht die geforderte Isolierung zwischen der einen und der folgenden Fahrschienenlänge erreicht werden würde. Schon an den Randpartien d' und d" der Nichtleiterwülste c' und c", welche Randpartien, elektrisch gesehen, die Kriechwege zwischen der Oberfläche von c' bzw. c" und damit zwischen dem Schienenprofil einerseits und der Laschenmasse b andererseits darstellen, darf keine Berührung mehr mit den Fahrschienen stattfinden, wie überhaupt die Laschenmasse b gegenüber den Fahrschienen oder im Falle der Ausführungsform nach Abb. 3 wenigstens gegenüber einer der aufeinanderfolgenden Fahrschienen elektrisch isoliert gehalten ist.
  • Man erkennt daraus ohne weiteres, daß die Lasche erfindungsgemäß auch in Ausführungsformen gebaut und verwendet werden kann, bei denen die Nichtleiterschicht den ganzen Querschnitt von b peripherisch lückenlos umläuft, so daß also c' und c" ineinander übergehen. Aber auch dann darf diese Nichtleiterschicht nach wie vor selbstverständlich nicht in der Längsrichtung der Lasche deren beide halben Längen überbrücken.
  • In Abb. i ist mit e eine der Isolierbuchsen für die Laschenbolzen im Querschnitt dargestellt, welche Isolierbuchsen in Bohrungen durch das Laschengefüge b unverrückbar eingesetzt sind. Auch diese Isolierbuchsen e können aus einer metalloxydischen, metallphosphatischen, metallsulfidischen oder ähnlichen Nichtleiterstruktur bestehen, zumindest entweder an ihrem äußeren oder an ihrem inneren Umfange. Im übrigen brauchen diese Isolierbuchsen e bei Ausführungsformen nach Abb. 3 nur auf der mit Isolierwulsten ausgestatteten halben Länge der Lasche vorhanden zu sein, während die andere halbe Länge dann keine Isolation der Laschenbolzen benötigt. Somit stellt also die erfindungsgemäße Ausführungsform nach Abb. 3 eine besonders billige dar. Auch die Isolierbuchsen e müssen bezüglich ihrer Abmessungen und ihrer Gestalt so ausgeführt sein, daß genügend lange Kriechwege zwischen den Laschenbolzen und der Laschenmasse b vorhanden sind.
  • Erfindungsgemäß wird das Gefüge jedes Nichtleiterwulstes so gewählt, daß die äußerste Strukturschicht, zumindest soweit sie in unmittelbare, kraftschlüssige Berührung mit einer Anschlußfläche der Fahrschiene kommt, eine mindestens 2 mm starke Metallstruktur, insbesondere ein Stahlgefüge ist. Das ist ohne weiteres möglich, wenn die Herstellung nach dem obenerwähnten Verfahren unter Zuhilfenahme von Metallspritzoperationen erfolgt. Die angegebene Mindeststärke von 2 mm soll im neuen, unabgenutzten Zustand vorhanden sein.
  • Abb. 2 zeigt die Möglichkeit einer zweckmäßigen Anordnung der hier mit f', f", f"' und f"" bezeichneten Nichtleiterwulste, die sich gegen den Schienenkopf, und der Nichtleiterwulste g' und g", die sich gegen den Schienenfuß abstützen. Die Aufteilung dieser Nichtleiterwulste kann aber auch eine gänzlich andere sein, was ihre Zahl oder Ausdehnung anbelangt. Jedenfalls muß der mittlere Bezirk in der Ansicht der Abb. 2 sowohl frei von solchen Nichtleiterwulsten sein als auch einen genügenden Isolierabstand gegenüber den Fahrschienen haben.
  • Die verbilligte Laschenausführung nach Abb.3 zeigt eine mögliche Ausführungsform für die Verteilung der Nichtleiterwulste, die hier mit h' und k" sowie mit i' und i" benannt sind. Die Kantenflächen k und l des gewöhnlichen Stahlgefüges stützen sich, und zwar elektrisch leitend, wie es bei jeder gewöhnlichen Schienenlasche der Fall ist, gegen die Anschlußflächen am Schienenkopf bzw. am Schienenfuß ab. Ihre Abstützung erfolgt nicht an der gleichen Schiene, die h' und k" sowie i' und i" berühren.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i, Elektrisch nicht leitende Stahllasche der Stoßverbindung von Eisenbahn-Fahrschienen, dadurch gekennzeichnet, daß sie, und zwar zumindest auf einer ihrer halben Längen, zum mechanischen Kraftschluß mit der Fahrschiene ausgestaltete Wülste aufweist, die aus einer oder mehreren metalloxydischen, metallphosphatischen, metallsulfidischen oder ähnlichen Nichtleiterstrukturen bestehen.
  2. 2. Elektrisch nicht leitende Stahllasche nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die äußerste Strukturschicht jedes Wulstes, welche also unmittelbare, kraftschlüssige Berührung mit einer Anschlußfläche der Fahrschiene hat, ein mindestens 2 mm (im noch nicht abgenutzten Zustand) starkes Metallgefüge, insbesondere Stahlgefüge ist.
  3. 3. Elektrisch nicht leitende Stahllasche nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher für die Laschenschrauben, gegebenenfalls nur die auf ihrer mit den Wulsten versehenen halben Länge der Stahllasche befindlichen Löcher, mit Isolierbuchsen ausgestattet sind, insbesondere mit solchen, die ganz oder teilweise aus einer metalloxydischen, metallphosphatischen, metallsulfidischen oder ähnlichen Nichtleiterstruktur bestehen.
DEK10336A 1951-06-19 1951-06-19 Elektrisch nicht leitende Stahllasche der Stossverbindung von Eisenbahn-Fahrschienen Expired DE909352C (de)

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Publication Number Publication Date
DE909352C true DE909352C (de) 1954-04-15

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DEK10336A Expired DE909352C (de) 1951-06-19 1951-06-19 Elektrisch nicht leitende Stahllasche der Stossverbindung von Eisenbahn-Fahrschienen

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DE (1) DE909352C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1285497B (de) * 1960-12-03 1968-12-19 Ferroviaires Soc Schienenbefestigungsklammer mit einem sich an einem Ende auf den Fuss der Schienen und am anderen Ende auf die Schienenschwelle aufstuetzenden Metallblatt

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1285497B (de) * 1960-12-03 1968-12-19 Ferroviaires Soc Schienenbefestigungsklammer mit einem sich an einem Ende auf den Fuss der Schienen und am anderen Ende auf die Schienenschwelle aufstuetzenden Metallblatt

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