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DE90932C - - Google Patents

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Publication number
DE90932C
DE90932C DENDAT90932D DE90932DA DE90932C DE 90932 C DE90932 C DE 90932C DE NDAT90932 D DENDAT90932 D DE NDAT90932D DE 90932D A DE90932D A DE 90932DA DE 90932 C DE90932 C DE 90932C
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DE
Germany
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frame
hose
rollers
pairs
pair
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Application number
DENDAT90932D
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English (en)
Publication of DE90932C publication Critical patent/DE90932C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06CLADDERS
    • E06C1/00Ladders in general
    • E06C1/02Ladders in general with rigid longitudinal member or members
    • E06C1/14Ladders capable of standing by themselves
    • E06C1/16Ladders capable of standing by themselves with hinged struts which rest on the ground
    • E06C1/18Ladders capable of standing by themselves with hinged struts which rest on the ground with supporting struts formed as ladders
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C29/00Finishing or dressing, of textile fabrics, not provided for in the preceding groups

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
C. HUMMEL in BERLIN.
Schlauchförmige, an beiden Enden offene Wirkwaaren, welche auf ihrer Aufsenfläche einer Bearbeitung, z. B. dem.Bürsten, Scheeren, Färben, Drucken oder Appretiren unterworfen werden sollen, können sowohl wegen ihrer gewissermafsen unbegrenzten Oberfläche, als auch wegen ihrer Dehnbarkeit und Durchlässigkeit nicht ohne Weiteres so behandelt werden wie Gewebe, welche, weniger dehnbar, zwei durch Leisten begrenzte Oberflächen in getrennten Ebenen darbieten, von denen zumeist nur die eine, als die Oberseite, die erwähnte Behandlung erfährt.
Um nun solche Wirkwaaren so herzurichten, dafs man sie ebenso wie Gewebe und in denselben oder ähnlichen Maschinen bearbeiten kann, bringt man in das Innere des Waarenschlauches einen ebenen, genügend steifen und undurchlässigen, aber biegsamen Körper, wie Prefsspahn, Gummistoff, Wachstuch, Filz, Moleskin oder dünnes Blech.
Dieser Körper, »Einzug« genannt, mufs so breit sein, dafs er den über ihn gezogenen Schlauch genügend spannt, und aufserdem mufs er ihn in der Länge nach beiden Enden überragen. Er giebt dem Schlauche die erforderliche Widerstandsfähigkeit, theilt seine Oberfläche in zwei genau getrennte Hälften, welche einzeln oder gleichzeitig oder nach einander je nach Erfordernifs zu behandeln sind, und schützt jede Hälfte gegen Staub,. Flüssigkeiten und andere Einwirkungen von . Seiten der Gegenhälfte.
. Um nun den Einzug in den Schlauch bringen zu können, bringt man denselben in seiner ganzen Länge auf einen Rahmen, wie dies die punktirte, geschlossene elliptische Linie in Fig. ioa darstellt, und zwar zieht man ihn, vorausgesetzt, dafs er länger ist als der Rahmen, zuerst ganz glatt auf, bis er den Rahmen in der ganzen Länge bedeckt, und schiebt ihn danach, an dessen vorderem Ende beginnend, in parallelen gleichmäfsigen Querfalten zusammen, d. h. man riffelt ihn auf den Rahmen, bis der ganze Schlauch sich auf demselben befindet. Danach führt man den Einzug gespannt in das Innere des Rahmens, bis das Vorderende des Einzuges am entgegengesetzten Ende des Rahmens hervorgetreten ist, zieht dann das zunächst befindliche Ende des Schlauches vom Rahmen so ab, dafs es das Vorderende des Einzuges glatt umhüllt, und wickelt nun den Schlauch mit dem Einzug glatt gespannt auf eine Walze oder auf ein Brett, und der. Schlauch kann dann weiteren Behandlungen, ähnlich wie ein Gewebe^ unterzogen werden. Nachdem dieselben beendet sind, trennt man den Schlauch wieder von seinem Einzüge, indem man ihn auf dieselbe Weise wie zuvor auf den Rahmen zieht, aber gleichzeitig den Einzug in das Innere des Rahmens und am anderen Ende aus demselben hinausführt. Nachdem so der Einzug entfernt ist, zieht man den Schlauch allein vom Rahmen ab.
Der Rahmen besteht aus zwei parallelen, innen ausgehöhlten, glatten Metallschienen b b (Fig. ioa und 4), welche an mehreren Stellen durch getheilte und stellbare Stege b± so mit einander verbunden sind, dafs die Breite des
Rahmens dem Umfang des Schlauches und der erforderten Spannung desselben angepafst werden kann. An beiden Enden sind die Schienen so zugespitzt, dafs der Schlauch ohne erheblichen Widerstand aufgezogen werden kann. Die an den Innenseiten des Rahmens fortlaufenden zwei Nuthen dienen einem leichten Schlitten c (Fig. ioa) zur Führung, welcher mit Haken besetzt oder mit einer Klemme versehen ist, um das Vorderende des Einzuges daran zu befestigen und durch den Rahmen hindurch zu führen.
Der Rahmen ruht mit seinen beiden Enden lose auf den Unterwalzen der zwei Walzenpaare V1 und v2 (Fig. ι bis 8). Jedes dieser Walzenpaare ist in zwei feststehenden verticalen Schlitzen rechtwinklig zum Rahmen so gelagert, dafs die eine Walze von oben, die andere von unten mechanisch gegen den Rahmen geprefst wird, so dafs jedoch beide Walzen gleichzeitig durch den Arbeiter abgehoben und in dieser Lage festgestellt werden können. Aufserdem können in jedem Paare beide Walzen gleichzeitig entweder mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit, und zwar gegen den Rahmen in der Richtung von V1 nach v.2 hin, unabhängig von dem anderen Paare in Umdrehung oder mit der Wirkung wieder in Stillstand gesetzt werden, so dafs sie sich entgegen der vorher erwähnten Drehungsrichtung nicht umdrehen können.
Zwischen diesen beiden Walzenpaaren ist mindestens noch ein Walzenpaar (in Fig. 4 bis 8 sind jedoch beispielsweise noch drei Walzenpaare W1 bis w3) angeordnet, welche ebenso gelagert und gegen den Rahmen zu pressen bezw. abzuheben sind wie V1 und v2, von denen sie sich jedoch dadurch unterscheiden, dafs die Schlitzlager jedes Paares sich auf einem Schlitten U1 bis U3 befinden, welcher, unabhängig vom anderen, ,innerhalb einer gewissen Strecke längs des Rahmens fortbewegt werden kann, und zwar entweder in der Richtung vom Einlafs V1 nach dem Auslafs v2 hin mit einer der Umdrehung der Walzen V1 V2 gleichen Geschwindigkeit oder in entgegengesetzter Richtung mit erheblich geringerer Geschwindigkeit. Ferner kann jedes Walzenpaar W1 bis W3 im Stillstand seines Schlittens mit derselben Geschwindigkeit und in derselben Richtung wie V1 und v2 in Umdrehung gesetzt werden. Damit der Rahmen durch die Bewegung der Walzen und Schlitten nicht verschoben werden kann, wird er durch den Arbeiter an demjenigen Ende, über welches der Schlauch zur Zeit nicht fortläuft, mit dem Hauptgestell der Maschine gekuppelt.
Am Einlafs der Maschine ist die Einrichtung getroffen, um entweder den Schlauch oder den Einzug, sei er aufgewickelt, sei er lose, vorzulegen. Am Auslafs befindet sich die Aufwickeltrommel ^0 mit der Druckwalze ^1 (Fig. 4 bis 8) zum Aufrollen entweder des Schlauches oder des Einzuges oder beider zusammen, jedoch kann statt dessen jede andere bekannte Wickelvorrichtung Anwendung finden.
Für den Fall, dafs der Schlauch oder der Einzug die Neigung zeigt, Längsfalten zu bilden, sind bei χ und y bekannte Vorrichtungen angebracht, um Falten von der Mitte nach aufsen fortzustreichen. . .
Die Anwendung dieser Einrichtungen geschieht nun in der Weise, wie es nachstehend beschrieben und schematisch dargestellt ist, und zwar zeigen die Fig. 4, '4a und 5, wie zuerst der Schlauch allein auf den Rahmen gebracht wird, die Fig. 6, wie der Einzug in das Innere desselben und mit dem Schlauch aufgerollt wird, und endlich die Fig. 7 und 8, wie Schlauch und Einzug wieder von einander getrennt werden.
Beim Beginn der Arbeit befinden sich die Schlitten der Walzenpaare W1 bis W3 in ihren Stellungen ι bis 3 (Fig. 4). Alle Walzenpaare V1, V2, W1 bis W3 sind an den Rahmen angeprefst.
Der Arbeiter fängt damit an, dafs er den Rahmen am Ende des Auslasses gegen Verschiebung feststellt, den aufgerollten Schlauch am Einlafs bei α vorlegt, abrollt, aufweitet, auf das Ende des Rahmens zieht, die Walzenpaare v, und W1 abhebt, den Schlauch zwischen ihnen und dem Rahmen durchführt und beide Walzenpaare wieder gegen den Rahmen prefst, was in dem durch Fig. 4 dargestellten Moment des Arbeitsganges geschehen ist. Der Arbeiter setzt nunmehr das Walzenpaar V1 in Umdrehung und sofort auch den Schlitten von W1 nach rechts hin. in Gang, während Walzenpaar W1 an der Umdrehung gehindert ist. Während also Walzenpaar V1 an seiner Stelle in Fig. 4 durch seine Drehbewegung den Schlauch auf den Rahmen zieht, führt das an den Rahmen geklemmte, nicht drehbare Walzenpaar W1 das Vorderende des Schlauches gespannt weiter, bis es in der Stellung Ix (Fig. 4) an der Grenze seiner Strecke angekommen und sein Schlitten dort stillgesetzt ist. Der Arbeiter, welcher dem Schlitten voraufgegangen ι war und bereits das Walzenpaar w2 abgehoben hatte, setzt Walzenpaar W1 in Umdrehung, zieht alsdann das Schlauchende zwischen den Walzen w.2 und dem Rahmen durch, prefst das Walzenpaar w2 wieder an den Rahmen und setzt sofort den Schlitten von W2 nach rechts in Gang, während Walzenpaar w2 an der Umdrehung gehindert ist und daher das Vorende des Schlauches bis in seine Stellung 2X, die Grenze seiner Strecke, fortführt, wo der Schlitten von W2 stillgesetzt wird.
Dieses Spiel wird fortgesetzt, bis auch Walzenpaar ws in 3x angekommen und vom Arbeiter in Umdrehung gesetzt ist.
Alle Schlitten befinden sich in Ruhe, aber die Walzenpaare V1 unb JP1 bis ws setzen ihre Umdrehung und dadurch das Aufziehen des Schlauches fort. Der Arbeiter hebt daher die Walzen v2 ab, zieht den Schlauch zwischen ihnen und dem Rahmen durch und preist die Walzen V2 wieder gegen den Rahmen, ohne sie jedoch in Umdrehung zu setzen. Dieser Moment ist in Fig. 4a dargestellt.
Um nun den Schlauch, welcher beispielsweise 9 bis 10 mal so lang ist als der Rahmen, in seiner ganzen Länge auf den Rahmen zu bringen, mufs er aufgeriffelt, d. h. in parallelen und regelmäfsigen Querfalten zusammengeschoben werden. Dies geschieht, indem der Arbeiter den Schlitten w^ aus seiner Stellung 3X nach links hin in seine Stellung 3 zurückgleiten lä'fst, und zwar mit einer Geschwindigkeit, welche beispielsweise Y10 mal so grofs ist, wie die fortgesetzte Umdrehungsgeschwindigkeit der Walzenpaare wB bis W1 und V1. Die Walzen wd schieben daher diejenige Länge des Schlauches, welche gleichzeitig zwischen den Walzen w.2 hindurchgeht, auf dem Rahmen zwischen v.2 und wB zusammen, bis sie in Stellung 3 in Ruhe gekommen sind. Dasselbe Spiel wiederholt sich der Reihe nach bei den Walzenpaaren w.2 und W1 , vorausgesetzt, der Schlauch ist genau so lang, dafs diese ganze Arbeit nöthig ist, um ihn auf den Rahmen zu bringen.
Alle Walzen und Schlitten befinden sich jetzt in Ruhe und es folgt nunmehr das Einführen des Einzuges, indem der Arbeiter zuerst den Rahmen b am Einlafs feststellt und die Feststellung zwischen V3 und ^ löst, um ihn dort zu dem späteren Abziehen des Schlauches frei zu machen. Er legt dann bei a, an der Stelle, wo der Schlauchballen sich befunden hatte, den aufgerollten Einzug vor, welcher in den Fig. 6 und 7 durch eine strichpunktirte Linie angegeben ist, befestigt dessen Vorderende an dem Schlitten c (Fig. 10 und ioa), zieht ihn mit dessen Hülfe durch das Innere des Rahmens, bis sein Vorderende zwischen v2 und χ (Fig. 6) heraustritt, hebt dann die Walzen v2 vom Rahmen ab, zieht das Vorderende des Schlauches vom Rahmen ab und führt dasselbe mit dem Einzug zusammen glatt ausgespannt in den Wickelapparat, indem er es um die Unterseite der Trommel ^0, dann aufwärts zwischen ihr und der Aufwickelhülse ^1 hindurch und zuletzt um ^1 herumzieht. Hierauf preist er die Walze v2 wieder an den Rahmen und setzt sie zusammen mit dem Wickelapparat in Bewegung, so dafs sie den Schlauch zwischen V2 und V3 abriffeln. Ist dies, wie Fig. 6 zeigt, geschehen, so versetzt der Arbeiter auch die Walzen wz in Umdrehung, welche nun das Abriffeln auf der Strecke bis zum Walzenpaar w% bewirken, während V2 in Drehung bleibt. In gleicher Weise kommen nach einander W2 und W1 in Thätigkeit, bis der ganze Schlauch abgeriffelt und mit dem Einzug durch den Wickelapparat ^ aufgerollt ist.
Die beabsichtigte Operation ist beendet und es kann dieselbe ohne Weiteres an einem neuen Schlauche vorgenommen werden, da die Schlitten sich bereits wieder in ihrer Anfangsstellung (Fig. 1) befinden.
Im Fall der Schlauch zwar langer als der Rahmen, aber doch kurzer ist als die gröfste Schlauchlänge, welche der Rahmen durch Riffeln aufnehmen kann, so setzt der Arbeiter beim Aufziehen des Schlauches auf den Rahmen das Aufriffeln nur so lange fort, bis der ganze Schlauch, mithin das Ende desselben nicht geriffelt, sondern glatt sich auf dem Rahmen befindet. Demgemäfs wird der Arbeiter beim Abziehen und Aufrollen des Schlauches, und zwar in dem Augenblick, wo das AbrifFeln beendet und nur noch das glatte Ende des Schlauches vom Rahmen abzuziehen bleibt, sofort und gleichzeitig alle Walzenpaare, welche den glatten Schlauch noch an den Rahmen pressen, in Drehbewegung setzen. Wenn der Schlauch fertig aufgerollt ist, werden diejenigen Schlitten, welche die Riffelbewegung nicht oder nur zum Theil ausgeführt haben, sich nicht in ihren Anfangsstellungen (Fig. 1) befinden und müssen daher, bevor ein neuer Schlauch behufs Bearbeitung desselben vorgenommen werden kann, dorthin zurückgeführt werden.
Ist der Schlauch aber so kurz, dafs das Aufriffeln ganz unterbleibt, so müssen alle Schlitten leer in ihre Anfangsstellung zurückgefahren werden.
Wenn der Schlauch nach Erledigung der beabsichtigten Behandlungen von seinem Einzug wieder getrennt werden soll, wird der Ballen, welcher beide enthält, bei α vorgelegt, an den Schlitten c einerseits das Vorderende des Einzuges, andererseits ein Gurt befestigt, den der Arbeiter in den Wickelapparat ^ einführt und lose abfallen läfst. Nun wird der Schlauch durch die Walzenpaare und Schlitten mit Hülfe derselben Bewegungen, welche vorher beschrieben sind, und zwar zunächst glatt bis an das Ende des Rahmens auf diesen aufgezogen, während gleichzeitig im Innern des Rahmens, und zwar ebenfalls bis an dessen Ende, der Einzug durch den Wickelapparat ^ fortgeführt wird. Der Arbeiter trennt den herabgefallenen Gurt ab, führt das Vorderende des Einzuges in den Wickelapparat und läfst ihn denselben allein aufrollen, während das Aufriffeln des Schlauches auf den Rahmen erfolgt, vorausgesetzt, dafs die Länge des Schlauches dies erfordert.
Wenn der Schlauch nicht langer ist als der Rahmen, so befindet sich mit dem Augenblick, wo das Aufrollen des Einzuges beginnt, auch
schon der ganze Schlauch glatt auf dem Rahmen, und alle Walzenpaare sind in Ruhe.
Wenn man die Schlitten fortläfst, also nur in feststehenden Lagern laufende Walzenpaare anwendet, so kann ein Schlauch von gleicher bezw. auch von gröfserer Länge als der Rahmen auf diesen nur dadurch aufgezogen werden, dafs man die Führung des Vorderendes des Schlauches von einem Walzenpaare zum anderen bezw. auch das Riffeln von Hand besorgt.
Mit welchen Constructionstheilen die zuerst beschriebene und vollkommenere Maschine für eine Schlauchlänge von etwa 50 m zur Ausführung gebracht werden kann, ist in den Fig. r bis 3 und 9 bis 11 gezeigt, in welchen die mit den Fig. 4 bis 8 übereinstimmenden Zeichen auch die gleichen Theile angeben.
Das festgelagerte Walzenpaar V1 ist mit den Ausbreitwalzen y und dem Einlafsballen α im Gestell dx , das festgelagerte Walzenpaar v2 ist mit den Ausbreitwalzen x, dem Wickelapparat ^ und dem Hauptbetriebswerk in dem Gestell d2 angeordnet. dx und d2 sind durch das Bett t verbunden, welches die fünf Schlitten U1 bis M5 mit ihren Walzenpaaren W1 bis w% trägt.
Jedes dieser Walzenpaare wird, wie W1 in Fig. g, durch Federn von oben und unten gegen den Rahmen b geprefst, kann aber vermittelst des Hebels Zi1 durch den Arbeiter vom Rahmen abgehoben und durch die Falle h0 festgestellt werden. Die Drehbewegung sämmtlicher Walzen wird durch die endlose Kette S1 (Fig. i, 3 und 4) bewirkt.
In jedem Walzenpaar sind die Achsen beider Walzen gemäfs Fig. 9 bis 11 mit den zwei auf Federn schiebbaren Muffen J1J1 verbunden, durch welche letztere der Arbeiter vermöge Handgriffes JW1 die beiden Walzen gleichzeitig mit den Kettenscheiben g1 gx kuppeln und ihnen die an der endlosen Kette A1 (Fig. 9) angezeigte Drehbewegung ertheilen kann. Die Bewegung dieser Kette erfolgt ununterbrochen stets in derselben Richtung und mit derselben Geschwindigkeit. Die Sperrräder I1 I1 befinden sich nur auf den Walzenachsen der Paare W1 bis Wc, und hindern, dafs diese Walzen durch ihren Druck gegen den Rahmen bezw. gegen den Schlauch in Drehung versetzt werden, wenn dieselben mit ihren Schlitten U1 bis U5 gegen den Rahmen b in der Richtung von V1 nach V2 fortbewegt werden. Die Bewegung der Schlitten M1 bis M5 auf dem Bett t geschieht durch den oberen Strang der. Kette S2 (Fig. i, 3, 9'und 10) in der Richtung von V1 nach v2r also vom Einlafs nach dem Auslafs hin, mit der Umfangsgeschwindigkeit der Walzenpaare oder in entgegengesetzter Richtung mit einer erheblich geringeren Geschwindigkeit, je nachdem der Arbeiter vermittelst Hebel η (Fig. 3) entweder Rad R1 oder R2 mit der Antriebswelle verkuppelt:
Um nun beispielsweise den Schlitten M1 (Fig. 9 bis 11) mit der endlosen Kette S2 zu kuppeln, ist an dem Schlitten, und zwar hineinragend in das Innere des aus zwei parallelen, oben und unten offenen Wangen bestehenden Bettes tj eine Achse k0 mit ihren beiden Lagerungen Z0 aufgehängt und trägt fest aufgekeilt die Kettenscheibe kx und die auf einer Feder schiebbare Frictionsscheibe J1. Der Arbeiter kann nun durch Herabdrücken des Hebels P1 die Frictionsscheibe fx mit dem Schlitten kuppeln, also die Achse Ar0 mit ihrem Kettenrad It1 an der Umdrehung hindern, und dadurch bewirken, dafs der obere Strang der Kette s.2 den Schlitten mitnimmt. Der untere Strang von S2 läuft stets leer. Beim Herabdrücken des Hebels P1 ist die Falle ex in ihre senkrechte Stellung (Fig. 10) gelangt und hindert den Hebel JJ1, der Einwirkung seiner auslösenden Spiralfeder S0 zu folgen. Sobald jedoch Schlitten M1 sich einem der zwei benachbarten Walzenpaare V1 oder M2 auf eine gewisse Entfernung genähert hat, wird seine Falle C1 entweder nach links bei V1 (Fig. 1) an das Horn q1 (Fig. 9) oder nach rechts an das analoge Horn bei Schlitten M2 stofsen und dadurch den Hebel px frei lassen, so dafs Feder S0 die Frictionsscheibe fx und somit den Antrieb des Schlittens M1 auslöst.
Die erwähnten Hörner, deren bei fünf Schlitten (Fig. 1) sechs nöthig sind, haben den Zweck, dafs jeder Schlitten nur innerhalb einer gewissen Strecke seinen Lauf fortsetzt und ihn selbstthä'tig beendet, ohne an den benachbarten Schlitten anzustofsen. Von den sechs Hörnern hat das zunächst V1 befindliche, nicht dargestellte, nur den Schlitten M1 anzuhalten, wenn er von.rechts nach links fährt, und das letzte zunächst v2 befindliche, ebenfalls nicht dargestellte, nur den Schitten M5, wenn er von links nach rechts fährt. Dagegen haben die mittleren vier Hörner die Schlitten M1 bis M4 anzuhalten, wenn sie von links nach rechts fahren, und die Schlitten M2 bis M5, wenn sie von. rechts, nach links fahren. Um nun diese Hörner in jeder dieser zwei Perioden selbstthätig in die richtige Stellung zu bringen, sind sie durch die Stange q0, mit dem Hebel η (Fig. 3 und 9), welcher die Bewegungsrichtung der Kette S2 und der Schlitten umschaltet, so verbunden, dafs sie durch die Einstellung der Bewegungsrichtung der Schlitten selbstthätig in ihre bezügliche Stellung gelangen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι : Ein Verfahren, in schlauchförmige, an beiden Enden offene Wirkwaare eine deren Länge entsprechende widerstandsfähige Einlagej »Einzug« genannt, einzubringen, dadurch gekennzeichnet, dafs zuerst der ganze Schlauch gespannt auf einen in der Breite
    stellbaren, parallelseitigen hohlen Rahmen gebracht wird, und zwar glatt oder insoweit in parallelen Querfalten geriffelt, als der Schlauch länger ist als der Rahmen, danach der Einzug durch das Innere dieses Rahmens bis an dessen Ende geführt und zuletzt der Schlauch mit dem von ihm umschlossenen Einzug gespannt vom Rahmen abgezogen und beide zusammen aufgerollt werden.
    Eine Maschine zur Ausführung des unter ι. gekennzeichneten Verfahrens, bei welcher das Aufziehen des Schlauches auf den Rahmen durch drei oder mehrere rechtwinklig zum Rahmen gestellte, diesen zwischen sich aufnehmende Walzenpaare (V1 W1 : V2) bewirkt wird, deren erstes und letztes Paar (V1 v.2). in feststehenden Lagern mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit und in gleichem Sinne gegen den Rahmen umlaufen, während die anderen Walzenpaare (V1 W2) dagegen zuerst ohne Umdrehung zwecks Aufziehens des Schlauches längs des Rahmens mit der Geschwindigkeit und im Sinne des ersten und letzten Walzenpaares fortbewegt, danach, ohne die Lagerstellung zum Rahmen zu ändern, wie das erste und letzte Paar in Umdrehung gesetzt und zuletzt zum Zwecke des Aufriffelns bei unveränderter Drehbewegung auf dem Rahmen in ihre Ausgangsstellung mit geringerer Geschwindigkeit zurückbewegt werden.
    Eine Maschine der unter 2. gekennzeichneten Art, sofern bei derselben der Rahmen in seinem Innern eine Führung (c C1) für das Einbringen des Einzuges enthält und am Ende des Rahmens eine Wickelvorrichtung vorgesehen ist, durch welche der Schlauch mit dem Einzug oder beide allein aufgerollt werden können. .
    Eine Maschine der unter 2. gekennzeichneten Art, sofern bei derselben die zwischen dem ersten und letzten Walzenpaare angeordneten Walzenpaare eine Zurückbewegung auf dem Rahmen mit verlangsamter Geschwindigkeit nicht ausführen, falls ein Waarenschlauch nicht aufgeriffelt, sondern nur glatt aufgezogen wird.
    Eine Maschine der unter 2. gekennzeichneten Art, sofern bei derselben sich alle Walzenpaare in feststehenden Lagern befinden, falls das Weiterführen des Vorderendes des Schlauches von einem Paare zum anderen und das Aufriffeln nicht von den Walzen bewirkt werden soll.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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