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Vorrichtung zum Aufreihen von Fischen auf Spieße Beim Aufspeichern
von Fischen in Reihen zum Zweck des Aufreihens auf Spieße ist es in Verbindung mit
Speichervorrichtungen, bei denen die Fische in ihrer Längsrichtung hintereinanderliegen,
am einfachsten und zweckmäßigsten, die Speicherung in unmittelbarer :Nähe von Anschlägen
erfolgen zu lassen, welche die vordersten Fische in der Auf reihungslage zurückhalten,
um eine Störung der Ausrichtung der Reihe auf dem Wege vom Speicher bis zur Aufreihungsstelle
zu vermeiden bzw. besondere Mechanismen zur reihenweisen Förderung zwischen diesen
Stellungen entbehren zu können. Die größte Schwierigkeit in diesem Zusammenhang
besteht darin, dafür zu sorgen, daß nach jeder Aufreihung der nächste Fisch in die
richtige Lage kommt und beispielsweise nicht mit dem vorhergehenden Fisch zusammen
die Speichervorrichtung verläßt. Werden offene Rinnen in Verbindung mit einer Abhebevorrichtung
für den Spieß benutzt, so besteht die Gefahr, daß ein Fisch, der sich auf den vorhergehenden
aufgeschoben hat, von dem letzteren aus der richtigen Lage herausgebracht wird.
Es ist daher wichtig, eine aus Rohren bestehende Speichervorrichtung zu benutzen,
welche ein gegenseitiges Überlappen der Fische möglichst verhindert. Ein solches
läßt sich aber wegen der verschiedenen Größe der Fische trotzdem nicht ganz vermeiden,
und wenn beim Entfernen des Spießes die aufgefädelten Fische in ihrer Längsrichtung
aus der Speichervorrichtung herausgezogen werden, beispielsweise indem eine gemeinsame
Sperrklappe aufgeschwenkt wird, besteht
stets die Gefahr, daß die
nachfolgenden Fische ein Stück mitgeschleppt werden, so daß diese der Sperrklappe
in den Weg kommen.
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Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Aufreihen von Fischen
auf Spieße, bei der am Austrittsende einer Speichervorrichtung, bestehend aus einer
Reihe von hochkant liegenden, parallelen Rohren mit einem den größten aufzureihenden
Fischen entsprechenden Querschnitt, die Fische mit ihren Nasen auf eine Reihe von
Anschlägen auftreffen, welche je einem der Rohre gerade gegenüber angeordnet sind,
um jeweils eine Fischreihe während der Aufreihung am Platz zu halten, und beweglich,
z. B. um eine gemeinsame Achse schwenkbar angeordnet sind, um nach dem Aufreihen
eine weitere Vorwärtsbewegung der Fischreihe zu erlauben, wobei die Erfindung in
erster Linie darin besteht, daß die Anschläge entgegen der Wirkung einer Gegenkraft
derart unabhängig voneinander beweglich sind, daß bei der von einer auf den Spieß
einwirkenden Fördervorrichtung bewirkten weiteren Vorwärtsbewegung der Fische die
Anschläge auf der Oberseite je eines Fisches der Reihe aufruhen.
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Dadurch, daß somit eine Anzahl beweglicher Anschläge vorgesehen ist,
die beim Entfernen der aufgefädelten Reihe an der nach oben gekehrten Seite je eines
Fisches der Reihe entlanggleiten, sind die Anschläge besser als bei den vorbekannten
Ausführungen dazu in der Lage, nachfolgende Fische zurückzuhalten, so daß diese
wieder genau ausgerichtet werden können, und dies ist ganz besonders der Fall, wenn
man erfindungsgemäß den Anschlägen eine Form gibt, die im wesentlichen derjenigen
der Oberseite der Barunterliegenden Fische angepaßt und besonders geeignet ist,
die nachfolgenden Fische zurückzuhalten, so daß sie nicht neben die ersteren nach
vorn gelangen können.
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Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung
an Hand derZeichnung hervorgehen, die eine zweckmäßige Ausführungsform zeigt.
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Fig. i ist eine schematische Seitenansicht der Zusammenstellung; Fig.2
ist eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt nach .der Linie II-II in Fig. 3 der
Anordnung an der Aufreihungsstelle; Fig.3 ist eine Vorderansicht derselben Anordnung,
und Fig. 4 und 5 sind eine Seiten- bzw. Unteransicht eines als Anschlag dienenden
Sperrgliedes.
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In Fig. i bezeichnet i die Speichervorrichtung, die bei 2 beweglich
unterstützt ist und mittels eines bei 22 schematisch angedeuteten elektromagnetischen
Vibrators in Erschütterungen versetzt wird, um die Fische in abwärts geneigten parallelen
Bahnen vorwärts zu bewegen, die unten in hochkant liegende, ovale Rohre 3 auslaufen.
Die Anordnung ist in bekannter Weise derart getroffen, daß sich die Fische auf dem
Weg zu den Rohren 3 hochkant stellen, beispielsweise durch eine entsprechende Ausbildung
von Rinnen 4 im oberen Teil der Speichervorrichtung, in die die Fische von einem
Zuführungsbrett oder von Rinnen 5 mit steilerer Neigung herabfallen. Die Rohre 3
sind derart bemessen, daß sie für die größten vorkommenden Fische Platz geben, jedoch
möglichst auch derart, daß selbst die kleinsten vorkommenden Fische nicht aneinander
vorbeigelangen können, sondern Schlange bilden.
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In der Querrichtung vor dem unteren Ende der Rohre 3 ist ein feststehender
Fädelkopf 6 angeordnet, der an Stützen 7 befestigt ist. Gerade gegenüber jedem Rohr
ist der Kopf 6 mit einer waagerechten Rinne 8 ausgebildet, in der derFischkopf beim
Verlassen des Rohres 3 zu liegen kommt. Jede Rinne 8 hat im Boden eine Nut g, so
daß das Auge des Fisches immer ungefähr in der gleichen Höhe zu liegen kommt, gleichgültig
ob der Fisch, wie bei io angedeutet, mit dem Bauch nach unten oder, wie bei i i
angedeutet, mit dem Bauch nach oben ankommt.
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An der Oberseite des Fädelkopfes 6 entlang erstreckt sich eine feste
Achse 12, welche eine Reihe von schwenkbaren Sperrgliedern 13 trägt, die in je eine
Rinne 8 einpassen. An seiner unteren Seite hat jedes Glied 13 eine Tasche 14, die
nach hinten, auf das Rohr 3 zu, offen ist, so tdaß der Fischkopf darin eintreten
kann. Die Glieder 13 stehen unter der Wirkung einer Gegenkraft, die zweckmäßig durch
ihr eigenes Gewicht oder auch mittels Federn herbeigebracht wird, damit die ankommenden
Fische sich nicht aus der dargestellten untersten Lage herausschieben, sondern am
Boden der Tasche angehalten werden. Die Sperrglieder 13 sind sowohl an ihren Vorderkanten
als auch im Boden der Tasche 14 stufenförmig ausgebildet, um vorzubeugen, daß sich
kleinere Fische nebeneinander einkeilen. Folglich wird immer jeweils nur ein Fisch
in jeder Tasche in die in Fig. 2 dargestellte Lage vorgelangen.
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Sowohl in den Wänden 15 zwischen den Rinnen 8 als in den Befestigungsrohren
16 für die Achse 12 sind in der Höhe der Augen der in den Taschen 14 enthaltenen
Fischköpfe Schlitze 17 vorgesehen, die nach vorn in der Bewegungsrichtung der Fische
offen sind und deren innerster Teil mit den unteren Absätzen der Flansche 18 der
Glieder 13 zusammen eine Führung für den Spieß i9 bilden, der eingesteckt wird,
während sich die Fischreihe in der Lage gemäß Fig. 2 befindet. Nach dem Einfädeln
wird der Spieß dann von Mitnehmern 2o mitgenommen, die auf ein Paar beiderseits
des Fädelkopfes 6 angeordneten Förderketten 21 angebracht sind. Der Spieß i9 bewegt
sich dadurch gegen die Absätze 18 der Glieder 13 und schwenkt diese aus der Sperrstellung
heraus, so daß sie an der Oberseite von je einem Fisch zu reiten kommen, während
der Spieß durch die Schlitze 17 herausbewegt wird und die Fische durch die Rinnen
8 vorgleiten. Hierdurch halten die Glieder 13 die nachfolgenden Fische zurück, bis
sie wieder hinter den ausgehenden Fischen herunterfallen, die sodann, indem sie
den Fädelkopf verlassen, in eine am Spieß hängende Lage hinunterschwingen, wie in
Fig. i
dargestellt, während eine neue Reihe von Fischen aus den
Rohren 3 vorgelangt und von den Gliedern 13 angehalten wird. Die Fördervorrichtung
21 kann dann in beliebiger Weise den Spieß mit den aufgereihten Fischen zur Weiterförderung
abgeben, beispielsweise mittels Führungsschienen od. dgl. (nicht dargestellt), die
an der abwärts gehenden Strecke der Förderketten den Spieß auffangen.
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Als ein weiteres Mittel, um vorzubeugen, daß kleinere Fische zu weit
neben die vorhergehenden vorgelangen, ehe die Sperrglieder an die Ausgangslage zurückgekehrt
sind, und dadurch beim Einstecken des nächsten Spießes von demselben hinter dem
Fischauge getroffen werden, ist in der dargestellten Ausführung der Vibrator 22
für aussetzenden Betrieb eingerichtet mit Pausen in denjenigen Zeiträumen, während
welcher die vom Spieß mitgeführten Fische die Sperrglieder gehoben halten.
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Zu diesem Zweck ist in den an den Klemmen 23 an eine Wechselstromquelle
(oder gegebenenfalls an eine Quelle für pulsierenden Gleichstrom) angeschlossenen
Erregungsstromkreis des Vibrators eine Schaltvorrichtung eingeschaltet, indem an
Klemmen 24 der Stromkreis über ein Paar Bürsten 25 an ein Schleifringsegment 26
angeschlossen ist, das von einem Isoliersockel 27 getragen wird, der an der
Welle 28 des antreibenden Kettenradpaares 29 für die Ketten 21 angebracht ist.
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Der längs der Kette 21 gemessene Abstand der Mitnehmer 2o ist gleich
dem Umfang des Kettenrades gewählt, so daß die Welle 28 in jeder Arbeitsperiode,
also für jede Aufreihungsoperation, eine Umdrehung ausführt. Das Segment 26 erstreckt
sich über einen so großen Winkel und ist in einer solchen Winkellage angebracht,
daß der Vibratorkreis während des größten Teiles jeder Arbeitsperiode geschlossen
gehalten, jedoch ungefähr in dem Zeitpunkt geöffnet wird, in dem der Spieß i9 anfängt,
die Sperrglieder 13 aufzuschwenken, und ungefähr in dem Zeitpunkt wieder geschlossen
wird, in dem die Sperrglieder wieder in ihre unterste Lage gelangen. Da die Neigung
der nachfolgenden Fische zur Weiterbewegung dadurch so lange unterbrochen ist, als
die Sperrglieder aus der Sperrlage herausgehoben sind, wird in dieser Weise mit
Sicherheit verhindert, daß einzelne Fische zu weit vorgelangen, um in richtiger
Lage für die Aufreihung angehalten zu werden.
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Da die Sperrglieder 13 an dem festen Fädelkopf 6, also ohne Verbindung
mit der geschüttelten Speichervorrichtung i gelagert sind, werden sie nicht durch
den Vibrator in Schüttelbewegungen versetzt, die eine Vorwärtsverschiebung der Fische
an der Sperrlage vorbei erlauben könnten.
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Es sind innerhalb des Rahmens der Erfindung viele Abweichungen von
der dargestellten Ausführung möglich. So können, wenn Abstandshülsen an der Achse
12 angebracht werden oder die Sperrglieder 13 so weit gemacht werden, daß sie einander
gegenseitig steuern, sämtliche Zwischenwände 15 weggelassen werden, oder man kann
die meisten von ihnen weglassen und nur wenige Zwischenwände in größeren Abständen
als Führung für den Spieß benutzen. Ebenfalls ist es, wenn die Größe der Fische
stark schwankt, so daß die kleinsten Fische nicht lediglich durch die Verwendung
von ovalen Rohren regelrecht aufgerichtet werden, denkbar, in dem der Einsteckseite
zugekehrten Ende der Seitenwand jedes Rohres eine Blattfeder anzubringen, die nach
dem Austrittsende zu schräg einwärts verläuft und dadurch in Zusammenwirkung mit
der gegenüberliegenden Wand die Fische aufrichtet, so daß die Fische eine für die
Aufreihung geeignete Stellung einnehmen und gleichzeitig eine bessere Gewähr dafür
erzielt wird, daß nicht zwei kleinere Fische nebeneinander aus dem Rohr austreten
können.