DE906319C - Foerdervorrichtung fuer plattenfoermiges oder strangfoermiges Gut - Google Patents
Foerdervorrichtung fuer plattenfoermiges oder strangfoermiges GutInfo
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Description
- Fördervorrichtung für plattenförmiges oder strangförmiges Gut Die Erfindung bezieht sich auf eine Fördervornchtung von platten- oder strangförmigem Gut, vornehmlich von Blechstreifen und Blechen unterschiedlicher Länge, bei der Mittel zur Erzeugung einer Relativbewegung zwischen den aufeinanderfolgenden Blechen und dem eigentlichen Fördergang vorgesehen sind, indem die Rollenträger des letzteren unter den Blechen weggezogen werden. Um derartige Fördervorrichtungen ohne Vornahme irgendwelcher konstruktiver Abänderungen gleicherweise zum Stapeln und Entstapeln von platten- oder strangförmigem Gut verwendbar zu gestalten, werden gemäß der Erfindung an zwei über zwei Kettenradpaaren geführten, im Ober- und Untertrum parallel zueinander verlaufenden Kettensträngen in Abständen Gruppen von Tragrollen angeordnet, die in ihrer Länge auf die Länge der jeweiis zu stapelnden oder zt entstapelnden Bleche abgestellt sind. Hierbei sind ferner auf die Anhebekante des oder der Plattenpakete einstellbare Greifvorrichtungen bzw. zum Stapeln neben einem festen Anschlag ein oder mehrere nach Bedarf einschaltbare Anschläge vorgesehen.
- Es sind bereits Stapelvorrichtungen mit umlaufendem Kettenrollgang bekanntgeworden, die jedoch lediglich zum Stapeln von Blechen od. dgl. dienen können. Die endlose Fördervorrichtung ist dabei auf ihrer gesamten Länge mit quer sich erstreckenden Trägern für die Bleche ausgestattet. Über zahlreiche Umlenkrollen erfährt der Rollgang dabei eine verwickelte Zwangsführung, durch welche die zum Stapeln des Gutes notwendige Relativbewegung zwischen den aufeinanderfolgenden Blechen und der Förder- einrichtung erzeugt wird. Infolge der S-förmigen Verformung, welche die Bleche bei dieser Stapelvorrichtung erfahren, ist dieselbe nur bei Blechen von relativ geringer Stärke anwendbar, bzw. die Bleche müssen in noch heißem Zustand zur Ablage gelangen. Demgegenüber zeichnet sich die Fördervorrichtung nach der Erfindung durch größtmögliche konstruktive Einfachheit aus, wobei sich der weitere nicht unwesentliche Vorteil ergibt, daß ein und dieselbe Vorrichtung gleicherweise zum Stapeln und Entstapeln von platten-oder strangförmigem Gut dienen kann. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstands dargestellt.
- Abb. I zeigt eine Seitenansicht der Fördervorrichtung für den Fall, daß plattenförmiges Gut entstapelt werden soll, und Abb. 2 eine ebensolche Ansicht für den Fall, daß das Gut gestapelt wird; Abb. 3 ist ein Querschnitt durch eine Fördervorrichtung gemäß der Abb. I oder 2, während die Abb. 4 und 5 Sonderausführungen der Fördervorrichtung darstellen zum Sortieren von Blechen bzw. zum Doppeln von Platten beispielsweise verschiedener Faserrichtung bei der Furnierholzherstellung.
- Entsprechend der Länge des Blechpaketes sind in bestimmten Abständen Eisenrahmen I angeordnet, die durch Führungsschienen 2 untereinander verbunden sind. In den letzteren führen sich, umgelenkt durch Kettenradpaare 3, zwei endlose Gliederketten 4, die z. B. ungefähr auf der Hälfte der Kettenlänge mit durchgehenden Bolzen 5 und darauf gelagerten Tragrollen 6 verbunden sind. Das eine Kettenrad ist dabei durch einen Motor angetrieben, während das andere gezogen wird.
- Die Arbeitsweise einer derartigen Fördervorrichtung geht folgendermaßen vor sich: Wenn z. B. ein Plattenpaket gebeizt werden soll, so wird der Kettenrollgang, der als vor der Beize 8 stehend zu denken ist, so gedreht, daß alle Rollen 6 unten liegen. Das zu beizende Paket Bandstreifen wird in den im Rahmeninnern befindlichen, gegebenenfalls mit Holz ausgekleideten Stapelraum eingelegt. Wird nun, wie in Abb. I dargestellt, das linke Ende der zuoberst liegenden Platte angehoben und der Kettenrollgang in Umlauf versetzt, so untergreifen die Rollen 6 mehr und mehr die Platte, bis sie ganz zum Aufliegen kommt und nunmehr in üblicher Weise der Beizvorrichtung 8 zugeführt wird.
- Die Platte wird sodann durch letztere hindurchgeschoben.
- Auf der anderen Seite der Beize kann nun, wie in Abb. 2 schematisch angedeutet, ein Rollgang gleicher konstruktiver Ausbildung vorgesehen sein, der den umgekehrten Prozeß, nämlich die Stapelung der inzwischen gebeizten Bleche, vornimmt. Zu diesem Zweck haben die Rollen eingangs eine Stellung einzunehmen, wie in Abb. 2 dargestellt, d. h. die Kette steht mit ihren Tragrollen oben. Der Blechstreifen wird sodann durch den Rollgang mitgenommen, bis er durch einen Anschlag 7 festgehalten wird. Die Tragrollen des weiter umlaufenden Rollganges ziehen sich alsdann unter der Platte weg, wodurch letztere in dem im Rahmeninnern der Fördervorrichtung vorgesehenen Stapelraum zur Ablage kommt. Man kann somit mit zwei gleichartig ausgebildeten Fördervorrichtungen sowohl die Stapelung als auch die Entstapelung von plattenförmigem Gut vornehmen.
- Bei ortsfest eingebauten Fördervorrichtungen ist es möglich, den unteren Strang des Kettenrollganges unterhalb des Flures hindurchlaufen zu lassen, so daß die Bleche unmittelbar auf der Oberfläche des Bodens lagern können. Selbstredend ist es bei kleineren Anlagen ebenso möglich, die Fördervorrichtung als Ganzes ortsbeweglich zu gestalten.
- Während mit dem in den Abb. I und 2 dargestellten Kettenrollgang bei einem einmaligen Umlauf der Gliederkette nur ein Blech gestapelt oder entstapelt werden kann, ist es in sinngemäßer Anwendung des Erfindungsgedankens auch möglich, während eines Umlaufes der Gliederkette mehrere Bleche zu entstapeln bzw. zur Ablage zu bringen, und zwar insbesondere dann, wenn es sich um Bleche relativ geringer Länge handelt. Entsprechend der Anzahl der zu stapelnden oder zu entstapelnden Pakete werden in diesem Falle auf dem Umfang der Gliederkette zweckmäßig Gruppen von Tragrollen vorgesehen, die auf die jeweilige Länge der Bleche abgestellt sein müssen.
- In Abb. 4 ist eine Sonderausführung der Fördervorrichtung nach der Erfindung zum Sortieren eines Blech- oder Plattenpaketes dargestellt. Der Kettenrollgang ist mit drei Gruppen von Tragrollen 6a, 6b, 6e ausgestattet, die in ihrer Länge etwa auf die Länge der zu sortierenden Bleche oder Platten abgestellt sind.
- Bei Unterflurverlegung des unteren Kettenstranges können drei Transportwagen 9a, gb, 9e eingeschoben werden, wobei der Wagen 9a die gesamte Ware enthält, während auf den Wagen 9b bzw. 9 die guten bzw. schlechten aussortierten Platten zur Ablage gelangen.
- Bei kontinuierlich laufender Kette können somit durch Sauger Platte für Platte vom Wagen 9n hochgehoben werden, die Platten werden sodann seitlich transportiert und je nach Betätigung des Anschlages 72 auf den Wagen 9 bzw. 92 als gute oder schlechte Ware gestapelt.
- Umgekehrt ist es mit dem gleichen Rollgang, wie in Abb. 5 dargestellt, möglich, beispielsweise bei der Sortierung von Furnierholzplatten, zwei verschiedenartige Materialien durcheinander zu stapeln. In diesem Falle wird abwechselnd vom Wagen 9a und 99 hintereinander je eine Platte etwa verschiedener Faserrichtung abgehoben, seitlich durch den laufenden Rollgang abtransportiert und somit in bestimmter Reihenfolge auf dem Wagen gestapelt. Dabei können Zwischenoperationen, wie z. B. das Leimen der Furniere, während des Transportes der Platten durch den Rollgang vorgenommen werden.
- Das beim Entstapeln der Bleche od. dgl. notwendige Anheben der einen Plattenkante kann entweder von Hand oder maschinell bewerkstelligt werden. Im letzteren Falle ist oberhalb des oberen Gliederkettenstranges eine verschiebbare, von Hand bedienbare, magnetisch oder pneumatisch arbeitende Greifvorrichtung vorzusehen, die auf die jeweilige Anhebkante des zu entstapelnden Paketes eingestellt werden kann.
- Diese pneumatisch oder sonstwie arbeitende Anhebvorrichtung kann dabei weiter so ausgebildet sein, daß sie automatisch in Tätigkeit tritt, sobald die als erste die Plattenkante untergreifende Tragrolle einer Tragrollengruppe sich der Anhebevorrichtung nähert.
- In sinngemäßer Anwendung des Erfindungsgedankens kann die Tragrollenförderkette auch durch ein Gurtförderband oder eine anderweitig gestaltete Fördereinrichtung ersetzt werden.
Claims (8)
- PATENTANSpRÜcHE: I. Fördervorrichtung für plattenförmiges oder strangförmiges Gut, vornehmlich in Gestalt eines Kettenrollganges, dadurch gekennzeichnet, daß derselbe zum Zwecke des wahlweisen Stapelns und Entstapelns von platten- oder strangförmigem Gut mit einer oder mehreren in Abständen angeordneten Tragrollengruppen (6a, 6, 6c) ausgestattet ist, die in ihrer Länge auf diejenige der jeweils zu stapelnden oder zu entstapelnden Platten abgestellt sind, wobei Ober- und Untertrum der die Rollen tragenden Gliederketten parallel zueinander verlaufen und auf die Anhebekante des oder der Plattenpakete einstellbare Greifvorrichtungen bzw. zum Stapeln neben einem festen Anschlag (7) nach Bedarf einschaltbare Anschläge (7a) vorgesehen sind.
- 2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Sortieren eines senkrecht zwischen die parallel verlaufenden Gliederkettenstränge einfahrbaren (9a) Blech- oder Plattenpaketes neben einem festen Anschlag (7) für die Ablage der einen Blechsorte ein wahlweise zu betätigender zweiter Anschlag (7a) für die Ablage der zweiten Blechsorte vorgesehen ist, wobei für die sortierte Ware wiederum senkrecht zur Längsachse der Fördervorrichtung ein- und ausfahrbare Stapelwagen (ga, ge) vorgesehen sind (Abb. 4).
- 3. Ausführungsform nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zum Durcheinanderstapeln von Platten verschiedenen Materials in bestimmter Reihenfolge (Abb. 5) für die einzelnen Plattensorten je eine auf die Anhebekante einstellbare Anhebevorrichtung und ein fester Anschlag für die Ablage der Platten vorgesehen sind, wobei die einzelnen Plattenstapel durch senkrecht zwischen die parallel verlaufenden Gliederkettenstränge einfahrbare Wagen den Entnahmestellen (9a, gb) zugeführt bzw. von der Ablagestelle (gC) fortgefahren werden.
- 4. Fördervorrichtung nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstangen (5) mit Tragrollen (6) im Kettengliederband (4) auswechselbar angeordnet sind.
- 5. Fördervorrichtung nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Kettenrollganges (4) eine oder mehrere einstellbare, verschiebbare Greifvorrichtungen vorgesehen sind.
- 6. Greifvorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine automatische Steuerung, die jeweils in Abhängigkeit von der Stellung der ersten die Platte untergreifenden Tragrolle zur Plattenkante betätigt wird.
- 7. Fördervorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Gliederkettenstrang unterhalb des Flures, auf dem die Vorrichtung steht, geführt ist.
- 8. Fördervorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe als Ganzes ortsbeweglich ist.Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 566 OI3.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED11187A DE906319C (de) | 1951-12-23 | 1951-12-23 | Foerdervorrichtung fuer plattenfoermiges oder strangfoermiges Gut |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED11187A DE906319C (de) | 1951-12-23 | 1951-12-23 | Foerdervorrichtung fuer plattenfoermiges oder strangfoermiges Gut |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE906319C true DE906319C (de) | 1954-03-11 |
Family
ID=7033667
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED11187A Expired DE906319C (de) | 1951-12-23 | 1951-12-23 | Foerdervorrichtung fuer plattenfoermiges oder strangfoermiges Gut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE906319C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2829762A (en) * | 1956-01-16 | 1958-04-08 | Alvey Conveyor Mfg Company | Live conveyor |
| US2875908A (en) * | 1955-10-20 | 1959-03-03 | Greer J W Co | Pallet loading apparatus |
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| DE2840692A1 (de) * | 1978-09-19 | 1980-04-03 | Dudweiler Untertage Masch | Stapelvorrichtung fuer stabfoermiges stapelgut |
| EP0350756A3 (de) * | 1988-07-14 | 1991-05-02 | Heinz Ruhl | Vorrichtung zur Vereinzelung von übereinander gestapelten Baustahlmatten |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE566013C (de) * | 1929-02-13 | 1932-12-08 | Catherine Conklin Cox | Vorrichtung zum Aufstapeln von Blechen |
-
1951
- 1951-12-23 DE DED11187A patent/DE906319C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
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