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DE905737C - Verfahren zur Herstellung neuer Chinoxaline - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Chinoxaline

Info

Publication number
DE905737C
DE905737C DEC4132A DEC0004132A DE905737C DE 905737 C DE905737 C DE 905737C DE C4132 A DEC4132 A DE C4132A DE C0004132 A DEC0004132 A DE C0004132A DE 905737 C DE905737 C DE 905737C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phenanthroline
parts
quinoxalines
quinone
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC4132A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Jean Druey
Dr Paul Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Application granted granted Critical
Publication of DE905737C publication Critical patent/DE905737C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D471/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00
    • C07D471/12Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, at least one ring being a six-membered ring with one nitrogen atom, not provided for by groups C07D451/00 - C07D463/00 in which the condensed system contains three hetero rings
    • C07D471/14Ortho-condensed systems

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung neuer Chinoxaline Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von 5, 6, 7, 8-Dipyrido-(5', 6', 2", 3")- und 5, 6, 7, 8-Dipyrido-(5', 6', 5", 6")-chinoxalinen mit den Kernen der Formeln besonders von im diheteratomigen Ringe di- oder tetrahydrierten Dipyridochinoxalinen, sowie deren Salze. Die genannten Verbindungen können sowohl im Chinoxalinring als auch in den beiden Pyridinringen substituiert sein, insbesondere durch Alkyl- öder Arylreste.
  • Die neuen Verbindungen werden erhalten, wenn man ein 5, 6-Dioxy-4, 7- oder i, 7-phenanthrolin oder ein 4, 7- oder i, 7-Phenanthrolin-5, 6-chinon mit einem diprimären aliphatischen Diamin, dessen Aminogruppen an benachbarten Kohlenstoffatomen stehen, umsetzt.
  • Als Ausgangsstoffe verwendet man insbesondere das 5, 6-Dioxy-i, 7- und 4, 7-phenanthrolin und i, 7-und 4, 7-Phenanthrolin-5, 6-chinon. Auf diese Phenanthroline läBt man vorzugsweise Äthylen-, 2-diamin einwirken oder ferner z. B. auch folgende aliphatische Diamine: i, 2-Diamino-propan, i, 2-Diarnino-butan, 2, 3-Diamino-butan oder i-Phenyl-äthylen-f; 2-diamin. Diese Diamine können auch während der Reaktion gebildet werden, d. h. an Stelle der genannten Diamine lassen sich auch ihre N-Derivate verwenden, die im Laufe der Reaktion als freie Diamine zu reagieren oder wie diese sich umzusetzen vermögen, beispielsweise Äthylenharnstoff. Die genannten Diamine können auch in Form ihrer Mono- oder Disalze zur Reaktion gebracht werden.
  • Die erfindungsgemäß als Ausgangsstoffe zu verwendenden Phenanthrolin-5, 6-chinone werden z. B. nach dem Verfahren hergestellt, das in der Patentschrift 889 446 beschrieben ist. Aus diesen Chinonen gewinnt man die 5, 6-Dioxyverbindungen mit Hilfe von Reduktionsmitteln.
  • Bei der erfindungsgemäßen Umsetzung mit Verbindungen vom Typ der Dioxyphenanthroline erhält man die Tetrahydrochinoxaline. Demgegenüber lassen sich bei der Reaktion mit den Phenanthrolinchinonen Tetrahydrochinoxaline und Chinoxaline isolieren, indem diese beiden Arten von Verbindungen sehr wahrscheinlich durch Disproportionierung aus den erwarteten Dihydrochinoxalinen entstehen, die sich unter bestimmten Bedingungen auch isolieren lassen.
  • Die Umsetzung kann in An- oder Abwesenheit von organischen oder anorganischen Verdünnungsmitteln, wie Alkoholen, Ketonen, Kohlenwasserstoffen, Estern, Säuren oder Wasser, durchgeführt werden. Es läßt sich bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur in offenem oder in geschlossenem Gefäß unter Druck arbeiten. Je nach den Versuchsbedingungen kann man Katalysatoren oder Kondensationsmittel anwenden. Bei der Umsetzung mit den Chinonen ist gegebenenfalls die gleichzeitige Verwendung von Reduktionsmitteln angezeigt. Es ist möglich, die Umsetzung auch so vorzunehmen, daß das bei der Reaktion gebildete Wasser nach üblichen physikalischen Methoden entfernt wird.
  • Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen Chinoxaline als Basen oder in Form ihrer Salze. Von den Basen können deren Salze hergestellt werden, wie z. B. der Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Rhodanwasserstoffsäure, Essigsäure, Propionsäure, Oxalsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure, Benzoesäure, Methansulfonsäure, Äthansulfonsäure, Oxyäthansulfonsäure, Benzolsulfonsäure oder Toluolsulfonsäure.
  • Die beim beschriebenen Verfahren erhaltenen neuen Chinoxaline besitzen wertvolle therapeutische Eigenschaften. So zeigen sie besonders carcinolytische und ferner antiparasitäre Wirkungen. Sie können als Heilmittel oder als Zwischenprodukte Verwendung finden. Besonders wertvoll sind die bei der Umsetzung von 4, 7- oder i, 7-Phenanthrolin-5, 6-chinon mit Äthyleni, 2-diamin gebildeten Dipyridochinoxaline.
  • Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen beschrieben, ohne damit ihren Umfang zu beschränken. Dabei besteht zwischen Gewichtsteil und Volumteil das gleiche Verhältnis wie zwischen Gramm und Kubikzentimeter. Die Temperaturen werden in Celsiusgraden angegeben.
  • Beispiel i 2o Gewichtsteile 4, 7-Phenanthrolin-5, 6-chinon werden in iooo Volumteilen Methanol gelöst und mit 6 Gewichtsteilen Äthylendiamin versetzt. Die Reaktion tritt sofort ein, sehr wahrscheinlich zunächst unter Bildung von 5, 6, 7, 8-Dipyrido-(5', 6', 2", 3")-dihydro-chinoxaa der Formel Man dampft dann ein. Aus dem Rückstand lassen sich durch Umkristallisation aus Methanol die nachstehenden zwei Produkte isolieren. Das eine ist das 5, 6, 7, 8-Dipyrido-(5', 6', 2", 3")-chinoxalin der Formel es wird am besten aus Methanol weiter umkristallisiert und zeigt dann einen F. von 27o°. Das andere Produkt stellt das 5, 6, 7, 8-Dipyrido-(5', 6', 2", 3")-i, 2, 3, 4-tetrahydro-chinoxalin der Formel dar; es ist in Essigester und Benzol gut löslich und schmilzt bei i87°. Beispiel 2 5 Gewichtsteile i, 7-Phenanthrolin-5, 6-chinon werden in 300 Volumteilen absolutem Äthylalkohol gelöst und heiß mit 1,5 Gewichtsteilen Äthylendiamin versetzt. Die Reaktion tritt sofort unter Farbumschlag ein. Dabei bildet sich sehr-wahrscheinlich zunächst das 5, 6, 7, 8-Dipyrido-(5', 6', 5", 6")-dihydro-chinoxalin der Formel Man dampft auf 8o Volumteile ein. Das ausgefallene 5, 6, 7, 8-Dipyrido-(5', 6', 5", 6")-chinoxalin zeigt nach dem Umkristallisieren aus Methanol einen F. von 302 bis 3o3°. Formel Durch weiteres Einengen der Mutterlauge kann das 5, 6, 7, 8-Dipyrido-(5', 6', 5", 6")-1, 2, 3, 4-tetrahydrochinoxalin der Formel gewonnen werden; es schmilzt bei 17i°. Beispiel 3 Eine Suspension von 3 Gewichtsteilen 5, 6-Dioxy-4, 7-phenanthrolin in 250 Volumteilen siedendem Methanol wird mit einer Lösung von 1,5 Gewichtsteilen Äthylendiamin in io Volumteilen Methanol versetzt. Zur Vervollständigung der Reaktion erhitzt man noch etwa 1/4 Stunde auf 7o°. Es wird dann im Vakuum auf 5o Volumteile eingedampft. Beim Erkalten fällt das in Beispiel i beschriebene 5, 6, 7, 8-Dipyrido-(5', 6', 2", 3")-1, 2, 3, 4-tetrahydrochinoxalin in rötlichen Kristallen aus; sie werden aus wenig Benzol umkristallisiert und schmelzen bei i87°.
  • Das als Ausgangsstoff verwendete 5, 6-Dioxy-4, 7-phenanthrolin läßt sich auf folgendem Wege darstellen: i Gewichtsteil 4, 7-Phenanthrolin-5, 6-chinon wird in ioo Volumteilen Methanol gelöst und bei Zimmertemperatur unter Zusatz von i Gewichtsteil Nickelkatalysator hydriert. Es werden go Volumteile Wasserstoff aufgenommen. Die Lösung wird dann zum Sieden erhitzt, vom Katalysator abgenutscht und auf 2o Volumteile eingedampft. Beim Erkalten fällt das 5, 6-Dioxy-4, 7-phenanthrolin in silberglänzenden Blättchen vom F. 24o° aus. Beispiel 4 30 Gewichtsteile i, 7-Phenanthrolin-5, 6-chinon werden in iooo Volumteilen Methanol heiß gelöst und mit 15 Gewichtsteilen Äthylendiamin versetzt. Die Reaktion tritt sofort unter Farbumschlag ein. Man dampft auf 400 Volumteile ein, wobei das in Beispiel 2 beschriebene 5, 6, 7, 8-Dipyrido-(5', 6', 5", 6")-1, 2, 3, 4-tetrahydro-chinoxalin in gelben Kristallen ausfällt, welche aus Benzol umkristallisiert einen F. von 171° zeigen.
  • Durch weiteres Einengen der methanolischen Lösung kann das 5, 6, 7, 8-Dipyrido-(5', 6', 5", 6")-chinoxalin erhalten werden. Man kristallisiert es am besten aus wenig Methanol; es zeigt einen F. von 3o2 bis 3o3°.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung neuer Chinoxaline, dadurch gekennzeichnet, daß man ein 5, 6-Dioxy-4, 7- oder i, 7-phenanthrolin oder ein 4, 7- oder 1, 7-Phenanthrolin-5, 6-chinon mit einem diprimären aliphatischen Diamin, dessen Aminogruppen an benachbarten Kohlenstoffatomen stehen, gegebenenfalls mit Äthylen-i, 2-diamin, umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man 5, 6-Dioxy-4, 7-phenanthrolin, 5, 6-Dioxy-i, 7-phenanthrolin, 4, 7-Phenanthrolin-5, 6-chinon oder i, 7-Phenanthrolin-5, 6-chinon als Ausgangsstoff verwendet.
DEC4132A 1950-05-05 1951-05-01 Verfahren zur Herstellung neuer Chinoxaline Expired DE905737C (de)

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CH905737X 1950-05-05

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DEC4132A Expired DE905737C (de) 1950-05-05 1951-05-01 Verfahren zur Herstellung neuer Chinoxaline

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