Verfahren zum Silikonisieren von Materialien aller Art, besonders
Gläsern, Flaschen und Ampullen Zusatz zum Patent 894731 Die Anwendung von wässerigen
Polysiloxanemulsionen, die unter Benutzung von Triäthanolaminoleat oder Athyl@enoxyd-Fettsäure-Derivaten
als Emulgatoren hergestellt worden sind, ist zur Hydr ophobierung von Gegenständen
aller Art bekannt. Vielfach erfordert aber die Anwendung eines geradkettigen oder
vernetzten Polysiloxans als Hydrophobierungsmittel eine spätere Aushärtung bei Temperaturen
bis zu zoo°. Dabei tritt dann eine Zersetzung der jeweils benutzten Emulgatoren
ein, und es bilden sich dabei auf den hydrophobierten Gegenständen schwarze Flecken.
Dadurch wird die Verwendung derartig hergestellter Emulsionen stark eingeschränkt
und kommt besonders dort nicht in Frage, wo es sich um das Silikonisieren von Gläsern,
Flaschen, Ampullen für pharmazeutische Zwecke u. dgl. handelt. In dem Patent 89q.
77 i ist ein Verfahren zur Herstellung :einer wässerigen Emulsion von siliciumorganischen
Verbindungen unter Verwendung von in Wasser löslichen Lösungsmitteln unter Schutz
gestellt, das .dadurch gekennzeichnet ist, daß Polysiloxane in einer Mischung von
einwertigen Alkoholen mit Alkylaminen gelöst und dann in Wasser emulgiert werden.
_ Polysiloxanemulsionen, die nach diesem Verfahren hergestellt sind und die erfindungsgemäß
außer härtbaren Polysiloxanen nur solche Stoffe enthalten, die bei Temperaturen
unter i oo° flüchtig sind., eignen sich in hervorragender Weise zum Silikonisieren
von Gläsern, Flaschen, Ampullen und ähnliche Verwendungszwecke, besonders auf dem
pharmazeutischen und kosmetischen Gebiet. Die zu behandelnden Gläser, Flaschen oder
Ampullen
werden mit dieser silikonhaltigen Emulsion bespült und
dann ,einer Nachbehandlung bei Temperaturen bis zu 200" unterworfen. Die so behandelten
Materialien erhalten dadurch eine völlig wasserabweisende Oberfläche: Der äußerst
dünne Silikonüberzug ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen und weist auch keinerlei
Flecken auf, wie sie bei Verwendung der oben geschilderten Emulgatoren naturgemäß
,auftreten müssen. Dieser neue Effekt hat große wirtschaftliche Bedeutung bei Gläsern
aller Art, insbesondere bei Flaschen und Ampullen für pharmazeutische und kosmetische
Zwecke, weil es auf diese Weise möglich ist, eine nahezu verlustlose Entleerung
der Flaschen und Ampullen zu erreichen .oder eine unerwünschte Verdunstung durch
große benetzte Wandflächen zu verhindern.Process for siliconizing materials of all kinds, especially
Jars, bottles and ampoules Addition to patent 894731 The application of aqueous
Polysiloxane emulsions made using triethanolamine oleate or ethyl @ enoxide fatty acid derivatives
as emulsifiers are used to make objects hydrophobic
known of all kinds. In many cases, however, requires the use of a straight-chain or
cross-linked polysiloxane as a hydrophobing agent, a subsequent curing at temperatures
up to zoo °. The emulsifiers used in each case then decompose
and black spots form on the hydrophobized objects.
This severely restricts the use of emulsions produced in this way
and is particularly out of the question when it comes to siliconizing glasses,
Bottles, ampoules for pharmaceutical purposes and the like. In the 89q.
77 i is a method of making: an aqueous emulsion of organosilicon
Compounds using water-soluble solvents under protection
placed, which is characterized in that polysiloxanes in a mixture of
monohydric alcohols are dissolved with alkylamines and then emulsified in water.
_ Polysiloxane emulsions which are produced by this process and which are according to the invention
In addition to curable polysiloxanes, they only contain substances that can be used at temperatures
are volatile below i oo °., are ideally suited for siliconizing
of jars, bottles, ampoules and similar uses, especially on the
pharmaceutical and cosmetic field. The glasses, bottles or to be treated
Ampoules
are rinsed with this silicone-containing emulsion and
then subjected to an aftertreatment at temperatures up to 200 ". The treated in this way
This gives materials a completely water-repellent surface: the extremely
thin silicone coating cannot be seen with the naked eye and does not have any
Stains, as they naturally occur when using the emulsifiers described above
, must occur. This new effect is of great economic importance for glasses
of all kinds, especially in the case of bottles and ampoules for pharmaceutical and cosmetic products
Purposes, because it is possible in this way, an almost lossless emptying
of the bottles and ampoules. or an undesired evaporation through
to prevent large wetted wall surfaces.
Obwohl @es sich bei der erfindungsgemäßen Anwendung der im Hauptpatent
beschriebenen Emulsion um feinverteilte Systeme handelt, können bei der Herstellung
einwandfreier Silikonüberzüge insofern Schwierigkeiten auftreten, als nach dem Bespülen
der behandelten Oberfläche einzelne Tropfen der Emulsion an der Glaswandung haftenbleiben.
Diese Tropfen geben dann beim Aushärten des Silikonfilms Anlaß zu Stellenweiser
Verdickung des Films, wodurch nicht nur ein optisch ungünstiger Eindruck entsteht,
sondern auch die wünschenswerte glatte und damit einwandfreie Silikonoberfläche
nicht erzielt wird.Although @es in the application according to the invention in the main patent
The emulsion described is finely divided systems, can be used in the production
flawless silicone coatings insofar as difficulties arise after rinsing
individual drops of the emulsion stick to the glass wall of the treated surface.
These drops then give rise to spots when the silicone film hardens
Thickening of the film, which not only creates an optically unfavorable impression,
but also the desirable smooth and therefore flawless silicone surface
is not achieved.
Es wurde nun überraschenderweise weiterhin gefunden, daß diese Schwierigkeiten
in einfacher Weise dadurch restlos vermieden werden können, daß ,eine mit Silikonemulsion
behandelte Flasche, Ampulle u. dgl. unmittelbar nach dem Entfernen der Emulsion
mit destilliertem Wasser nachgespült wird. Infolge der großen Affinität der in der
Emulsion befindlichen Silikonverbindung zur Glasoberfläche bildet sich offenbar
bei der Berührung der Emulsion mit der Glasoberfläche sehr rasch ein gleichmäßiger
Silikonfilm, der so fest an der Glaswandung haftet, daß er durch nachfolgendes Spülen
mit Wasser nicht mehr abgelöst werden kann. Diese Tatsache hat sich als wesentlicher
Fortschritt bei der Silikonsierung von Gläsern aller Art erwiesen. So behandelte
Gläser besitzen nach einer Temperaturbehandlung von Zoo' einen dichten, unsichtbaren
und völlig gleichmäßigen Silikonfilm, d er den Gläsern bei völliger -optischer Klarheit
die bekannten wasserabstoßenden Eigenschaften verleiht. Be isp!ele i. Auf einer
mit drehbarem Tisch ausgestatteten handelsüblichen Flaschen- oder Ampullenspülmaschine
werden etwa 12 cm3 fassende Fläschchen zuerst mit Hilfe von Düsen innen mit einem
handelsüblichen Wasch- und Entfettungsmittel gespült und in der nächsten Station
mit Wasser gewaschen. In der weiteren. Station werden dann diese Fläschchen mit
einer wässerigen Emulsion, hergestellt aus i Gewichtsteil Methylsilikonharz, 3 Gewichtsteilen
Isopropylalkohol, 4,5 Gewichtsteilen Äthylalkohol, i Gewichtsteil Triäthylarnin
und 90,5 Gewichtsteilen Wasser; etwa 2 bis 3 Minuten innerlich gut gespült
und anschließend sofort in der nächsten Station mit destilliertem Wasser nachgespült.
Die in den einzelnen Stationen verwendeten Reinigungs-, Hydrophöhlerungs- und Spülflüssigkeiten
werden zweckmäßig im Kreislauf geführt: Die Flaschen werden dann in einen Trockenschrank
gebracht und rlA bis 2 Stunden bei .einer Temperatur von 200' getrocknet und sterilisiert,
wobei gleichzeitig die Aushärtung des Silikonharzfilms erfolgt. Die auf diese Weise
behandelten Fläschchen besitzen einen völlig unsichtbaren, aber sehr wirksamen Silik.onüberzug.
Der Verbrauch je Fläschchen an Emulsion beträgt etwa o,2 cm3, die Gewdchtszunahme
des silikonisierten Fläschchens nach dem Aushärten beträgt 0,3 mg.It has now surprisingly also been found that these difficulties can be completely avoided in a simple manner by rinsing a bottle, ampoule and the like treated with silicone emulsion with distilled water immediately after the emulsion has been removed. As a result of the great affinity of the silicone compound in the emulsion for the glass surface, a uniform silicone film is evidently formed very quickly when the emulsion comes into contact with the glass surface, which adheres so firmly to the glass wall that it can no longer be removed by subsequent rinsing with water. This fact has proven to be a significant advance in the siliconization of all types of glasses. Glasses treated in this way have after a temperature treatment by Zoo 'a dense, invisible and completely uniform silicone film, which gives the glasses the well-known water-repellent properties with complete optical clarity. Be isp! Ele i. On a commercially available bottle or ampoule washer equipped with a rotating table, vials with a capacity of around 12 cm3 are first rinsed with a commercially available detergent and degreasing agent using nozzles and then washed with water in the next station. In the further. These vials are then stationed with an aqueous emulsion made from 1 part by weight of methyl silicone resin, 3 parts by weight of isopropyl alcohol, 4.5 parts by weight of ethyl alcohol, 1 part by weight of triethylamine and 90.5 parts by weight of water; Rinsed well internally for about 2 to 3 minutes and then immediately rinsed with distilled water in the next station. The cleaning, waterproofing and rinsing liquids used in the individual stations are expediently circulated: The bottles are then placed in a drying cabinet and dried and sterilized for up to 2 hours at a temperature of 200 ', with the curing of the silicone resin film taking place at the same time . The bottles treated in this way have a completely invisible but very effective silicone coating. The consumption of emulsion per bottle is about 0.2 cm3, the increase in weight of the siliconized bottle after curing is 0.3 mg.
In entsprechender Weise lassen sich ,alle Arten Glas für den Haushaltoder
die Wirtschaft im oder anschließend an den Herstellungsgang silikonisieren. Fenster-
!oder Ladenscheiben bleiben beim Regenbeschlag völlig klar und durchsichtig, auch
nehmen derart behandelte Oberflächen weniger Schmutz an und behalten ihre glänzende
Oberfläche länger als unbehandelte Glasflächen.In a corresponding way, all types of glass for the household or
siliconize the economy in or after the production process. Window-
! or shop windows stay completely clear and see-through when it drips down, too
surfaces treated in this way accept less dirt and keep their shiny appearance
Surface longer than untreated glass surfaces.
2. In der im Beispiel i angegebenen Flaschen-oder Ampullenspülmaschine
werden nach der Vorre'inigung und Wasserwäsche die Flaschen bzw: Ampullen mit einer
Emulsion behandelt, die folgendermaßen hergestellt ist: i Gewichtsteil Polysiloxan,
dessen Alkyl : Si-Verhältnis 1,95 : i beträgt, wird in einem Gemisch von 3 Gewichtsteilen
Isopropylalkohol, 41/2 Gewichtsteilen Äthylalkohol und o,5 Gewichtsteilen Triäthylamin
gelöst. Diese klare Lösung bildet beim Einbringen in 9i Gewichtsteile Wasser eine
beständige feinstverteilte Emulsion. Diese über lange Zeit beständig bleibende Emulsion
kann im Bedarfsfall noch verdünnt werden. Solche Polysiloxane, deren Alkyl : Si-Verhältnis
von i, i bis 1,95 : i beträgt, können sowohl einheitliche Verbindungen, z. B. Polysiloxanharze,
sein als auch Mischungen aus Siloxanharzen und Silikonölen.2. In the bottle or ampoule washer specified in example i
After pre-cleaning and water washing, the bottles or ampoules are filled with a
Treated emulsion, which is prepared as follows: i part by weight of polysiloxane,
whose alkyl: Si ratio is 1.95: i, is in a mixture of 3 parts by weight
Isopropyl alcohol, 41/2 parts by weight of ethyl alcohol and 0.5 parts by weight of triethylamine
solved. This clear solution forms when introduced into 91 parts by weight of water
stable, finely divided emulsion. This long-lasting emulsion
can be diluted if necessary. Such polysiloxanes, their alkyl: Si ratio
from i, i to 1.95: i, both uniform compounds, e.g. B. polysiloxane resins,
as well as mixtures of siloxane resins and silicone oils.
Die mit dieser Emulsion 2 bis 3 Minuten innerlich gut bespülten Flaschen
oder Ampullen werden dann unmittelbar anschließend in der nächsten Station mit Wasser,
vorzugsweise gereinigtem oder destilliertem Wasser, gespült. Die so behandelten
und im Trockenschrank bei etwa 2oo° ausgehärteten und sterilisierten Flaschen oder
Ampullen eignen sich besonders zur Aufnahme von solchen Arznei-oder Heilmitteln,
die einen Emulgator oder eine oberflächenaktive Substanz enthalten.The bottles that have been thoroughly rinsed internally for 2 to 3 minutes with this emulsion
or ampoules are then immediately afterwards in the next station with water,
preferably purified or distilled water, rinsed. Those treated like that
and bottles cured and sterilized in a drying cabinet at about 2oo ° or
Ampoules are particularly suitable for taking such drugs or remedies,
which contain an emulsifier or a surface-active substance.