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DE905414C - Entladungslampe mit langgestreckter Glashuelle und je einer Elektrode an beiden Enden dieser Huelle - Google Patents

Entladungslampe mit langgestreckter Glashuelle und je einer Elektrode an beiden Enden dieser Huelle

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Publication number
DE905414C
DE905414C DEW2183A DEW0002183A DE905414C DE 905414 C DE905414 C DE 905414C DE W2183 A DEW2183 A DE W2183A DE W0002183 A DEW0002183 A DE W0002183A DE 905414 C DE905414 C DE 905414C
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DE
Germany
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krypton
gas
argon
neon
pressure
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Expired
Application number
DEW2183A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1623978U (de
Inventor
Thomas Henry Heine
George Meister
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Electric Corp
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Electric Corp filed Critical Westinghouse Electric Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE905414C publication Critical patent/DE905414C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J61/00Gas-discharge or vapour-discharge lamps
    • H01J61/02Details
    • H01J61/12Selection of substances for gas fillings; Specified operating pressure or temperature
    • H01J61/18Selection of substances for gas fillings; Specified operating pressure or temperature having a metallic vapour as the principal constituent
    • H01J61/20Selection of substances for gas fillings; Specified operating pressure or temperature having a metallic vapour as the principal constituent mercury vapour
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J61/00Gas-discharge or vapour-discharge lamps
    • H01J61/70Lamps with low-pressure unconstricted discharge having a cold pressure < 400 Torr
    • H01J61/72Lamps with low-pressure unconstricted discharge having a cold pressure < 400 Torr having a main light-emitting filling of easily vaporisable metal vapour, e.g. mercury

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  • Discharge Lamp (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Niederdruckentladungslampen mit einer Füllung aus Edelgasen und Quecksilber.
Zweck der Erfindung ist die Verwendung eines Gemisches von Quecksilber und Edelgasen solcher Zusammensetzung, daß die Fluoreszenz in dem Phosphor derart erregt wird, daß annähernd ein Maximum an ultravioletter Strahlung erzeugt wird1.
Erfindungsgemäß enthält die Lampe ein Gemisch von Argon oder Neon mit Krypton und Quecksilberdampf, wobei das Verhältnis des Kryptons mindestens 45 °/o der Gesamtmischung ausmacht.
Eine solche Lampe hat gegenüber einer Lampe mit nur einem Edelgas in Mischung mit Quecksilberdampf als Füllung den Vorteil des leichteren Startes; sie hat verbesserte Arbeitscharakteristiken, einschließlich eines größeren Ultravioletteffektes und entsprechenden Leuchteffektes, und zwar bei niedrigen Temperaturen; ihre Anwärmzeit, d.h. die zur Erzeugung eines gleichförmigen Lichtes erforderliche Zeitspanne ist geringer; die Kosten sind bei gleicher Leistung niedriger.
Unter Bezugnahme auf die Figuren sind einige Beispiele der erfindungsgemäßen Lampe oder Röhre erläutert.
Fig. ι zeigt einen Aufriß, teilweise im Längsschnitt, einer erfindungsgemäßen Lampe;
Fig. 2 und 3 zeigen in Form von Kurven die Änderungen der Ultraviolettleistung bei Änderung der Gaszusammensetzung; hierbei ist jede Kurve mit einer Ziffer versehen, die den Gasdruck in Millimeter Quecksilbersäule angibt;
Fig. 4 und 5 zeigen ebenfalls in Form von Kurven die Änderungen der Fluoreszenz bei Änderung der G'aszusammensetzung; hierbei ist jede KJurve mit einer Ziffer versehen, die den Gasdruck inMillimeter Quecksilbersäule angibt.
In den Fig. 2 bis 5 ist als Abszisse der Kryptongehalt der Gasmischung von ο bis ioo°/o aufgetragen, wobei in den Fig. 2 und 4 als zweites Gas Argon, in den Fig. 3 und 5 als zweites Gas Neon verwendet ist.
Die Ordinaten in den Fig. 2 und 3 geben den
Wirkungsgrad der Ultraviolettstrahlung in Prozent an, während in den Fig. 4 und 5 als Ordinaten der relative Wirkungsgrad der Fluoreszenzleistung, ebenfalls in Prozent, aufgetragen is-ti.
Bekanntlich wird zur Erzeugung von ultravioletten Strahlungen, welche Phosphor erregen, um sichtbare Strahlen in Leuchtröhren zu erzeugen, Quecksilberdampf in Mischung mit inertem Gas (Edelgas), wie Argon, bei niedrigem Druck verwendet. Der Ausdruck Phosphor bezeichnet ein fluoreszierendes Material.
Die elektrischen Charakteristiken derartiger Xiederdruckquecksilberentladungen sind bekannt. Es hat sich gezeigt, daß bei gegebener Lampentemperatur, bei gegebenem Druck und gegebenem Strom mit ansteigendem Atomgewicht des inerten Gases der Spannungsabfall in der Ouecksilherentladung und der Spannungsverlust in den Elektroden abnehmen.
Der Wirkungsgrad einer solchen Niederdruckquecksilberentladungsleuchtröhre hängt von dem Quecksilberdruck und dem Wattverbrauch bei der Entladung ab. Bei konstanter Lampentemperatur und gegebenem Strom hat ein inertes Gas mit größerem Atomgewicht und niedrigerem lonisations-.potential einen höheren Wirkungsgrad als ein Gias von niedrigerem Atomgewicht und höherem Ionisationspotential. Mit anderen Wbrten, von den in Betracht kommenden Gasen erweist sich Krypton als zweckmäßiger wie Argon und Neon, Diese Angaben gelten für die Verwendung eines der bekannten, genannten Edelgase je für sich in Mischung mit Quecksilber. Die Erfindung beruht auf Untersuchungen der Verwendung vorn Mischungen von inerten Gasen mit Quecksilber in E'ntladelampen.
Um ein möglichst genaues und klares Versuchsergebnis zu 'erhalten, wurde eine Speziairöhre als Versuchslampe verwendet. Bei dieser bestand der mittlere Teil mit einer Länge von 127 mm und einem Innendurchmesser von 38 mm aus einem Bor- [ Silikat-Glas, das ungefähr 96% gebundene Kieselerde enthält und im folgenden kurz als Α-Glas bezeichnet wird.
An beiden Enden dieses Mittelteiles war je ein Rohr von 38 mm Durchmesser aus einem im folgenden als B-Glas bezeichneten Glas angeschlossen. Dies ist ein gegen Hitze sehr widerstandsfähiges Glas, zusammengesetzt aus 80% Kieselerde, 12 °/o Boroxyd (B2O3) und einem Zusatz von Natriumoxyd! (Ha2O) und Tonerde (Al2O3). Die B-Glas-Röhren waren mit Phosphor überzogen. Eis werden unabhängig erhitzte, mit Oxyd überzogene Kathoden in gegenseitigem Abstand von ungefähr 61 cm verwendet. Hinzu kam ein Wassermantel von 76 mm Durchmesser, der über den Lampenkörper geschoben wurde und dessen Mittelteil ebenfalls aus einem 127 mm langen A-Glas-Körper bestand, an dessen beiden iEhden, z. B. mit weißem Wachs, .B-Glas-(Röhren befestigt waren. Mit dieser Spezialkonstruktion war es möglich, die Lichtleistung des Phosphors, die Ultraviolettstrahlung des Ehtladebogens und1 die Lichtleistung des Bogens bei verschiedenen Gasdrücken unter bestimmten Temperaturen bei entsprechenden Spannungen und Kraftbedarf zu verbessern.
Das beschriebene Gerät wurde an ein Entleerungssystem angeschlossen', welches einen während der ganzen Versuchsdauer mit Trockeneis umgebenen Kühlkasten besaß. Die Diffusion der Gasmischungen erfolgte in einem Gefäß, in welches die zur Verwendung kommenden spektralanalytisch reinen Edelgase eingeführt wurden. Ferner war die Anlage mit einem geeichten Druckmesser zum Ablesen der Gasdrücke ausgestattet.
Die Lampe wurde entleert und auf 475'°' C für die Dauer von 1 Stunde erhitzt. Die Kathoden wurden so lange behandelt, bis kein Gas mehr frei wurde. Hierauf . wurde der Wassermantel in Arbeitsstellung gebracht, so daß dessen aus A-Glas bestehende Teile und die entsprechenden Teile der Lampe übereinstimmten; die gegenseitige Lage wurde durch geeignete Befestigungsmittel gesichert. Der Ringraum zwischen der Lampe und dem Wassermantel diente zur Durchflutung mit Wasser bei irgendeiner gewünschten Temperatur, die an einem Thermometer, welches in das die Lampe umgebende Wasser tauchte, abgelesen werden könnte. Ein Spannungsregler diente zur Kontrolle der Spannung an dem Heiztransformator, dem Entladetransformator und dem Ultraviolettmeter.
Das Ultraviolettmeter, welches eine Tantalzelle zum Ablesen' der 2537-Ängström-Einheit-Strahlung enthielt, wurde gegenüber dem A-Glas-Körper in Arbeitsstellung gebracht. Die photoelektrischen Zellen wurden gegenüber dem A-Glas-Körper und den mit Phosphor überzogenen Teilen aufgestellt. Sie wurden jeweils vor und nach einer Anzahl von Ablesungen- mit einer Standardglühlampe kontrolliert unter Benutzung eines Spannungsreglers im Stromkreis. Alle Teile wurden in ihrer gegenseitigen Lage fixiert, so daß keine Änderung der Versuchsanordnung'eintreten konnte. Bevor eine Ablesung vorgenommen wurde, ließ man die Lampe einige Tage lang laufen, und zwar in Quecksilber allein, wobei während der ganzen Periode ständig evakuiert wurde. Während dieses Versuchsabschnittes ließ man entlang der Röhre Wasser hin und her strömen, bis die Wassertemperatur 450C betrug. Alle Werte wurden, bei dieser Temperatur abgenommen. Die Temperatur wurde vor und nach j eder Strcmablesung kontrolliert. Anschließend wurden bei diesem Betriebszustand der Ultravioletteffekt des Bogens,, die Spannung,. die Ausstrahlung des Bogens an sichtbarem Licht und das Strahlungslicht der fluoreszierenden Masse (des Phosphors) abge-
lesen. Unter denselben Bedingungen wurde nach jedem Wechsel der !Gasfüllung oder Gasmischung gearbeitet. Nach Abschluß dieser vorbereitenden Arbeiten und Einstellung der erläuterten Werte wurde der Versuch bei verschiedenen Gasdrücken und verschiedenen Gasmischungen durchgeführt. Die geprüften Edelgase waren Krypton, Neon und Argon, das Gemisch aus Krypton·—Argon und Krypton—Neon. Die Mischungen wurden so variiert, daß zuverlässige Werte bezüglich der Differenzen in den Charakteristiken ermittelt wurden. Jede Gasmischung ließ man mindestens i6 Stunden lang sich ausbreiten, um ein gleichmäßiges Gemisch zu erhalten.
Eis wurden folgende Mischungen verwendet:
.] Krypton Argon Krypton [I Neon
IOO% , 0% 100 % o0/o
75%. -25-% 75% 25%
50 o/o. 50% 50% 50%
25% 75% 25% 75%
0% 100% 0% 100%
Alle in den Kurven der Fig. 2 bis 5 niedergelegten Werte wurden bei einem konstanten Strom von 500 Milliampere und einer konstanten Temperatur von 45° C bei verschiedenen Drücken (in Millimeter Quecksilbersäule) ermittelt.
Spannungscharakteristiken
Für Krypton-Argon-Mischungen wurde die niedrigste Spannung bei 2 mm Gasdruck im Bereich der ganzen Reihe von Zusammensetzungen, d. h. von 100% Krypton bis 100% Argon, erreicht. Da die Spannung in direkter Abhängigkeit von den Ionisationspotentialen der inerten Gase variiert, besitzt Krypton eine niedrigere Spannung als Argon. Auch besteht eine mehr oder weniger lineare Beziehung bei dem Krypton-Argoni-Gemisch zwischen 100% Krypton und 100% Argon. Eine leichte Abweichung von der Linearität scheint einzutreten, wenn bei Verwendung von 100% Krypton der Gasdruck von ι mm überschritten wird. Bei 4 mm Gasdruck wurde eine Abweichung der Spannung vom linearen Verlauf sowohl für reines Krypton wie auch für reines Argon gefunden.
Bei Krypton-Neon-Gasgemischen konnte eine solche Linearität der Spannung im Bereich zwischen reinem Krypton und reinem Neon nicht gefunden werden; die Kurven verlaufen konkav nach oben, und zwar bei allen Drücken, und mehr oder weniger parallel bei Drücken von 2, 3 und 4 mm. Die Spannung ist wiederum am niedrigsten bei einem Gasdruck von 2 mm für Zusammensetzungen zwischen 100% Neon und 40% Krypton. Über dieser Zusammensetzung bis 100% Neon kreuzen sich die Kurven, und die niedrigste Spannung wird erreicht bei einem Gasdruck von 1 mm.
Die Spannung .gemäß den Spannungskurven ist am höchsten bei Neon.- Dieses Resultat stimmt überein, mit der Tatsache, daß das Ionisatipnspotential für Neon höher ist als für Argon oder Krypton.
Bogencharakteristiken
Bei konstantem Strom und konstanter Temperatur zeigen die Kurven, welche den Wirkungsgrad des Bogens der Entladung wiedergeben, ein Minimum bezüglich der Leistung an sichtbarem Licht bei einem Gasgemisch von 50% Krypton und 50% Argon. Die Kurven verlaufen mehr oder weniger parallel für alle Drücke von 1 bis 4 mm. Während aber die Spannung bei Verwendung von Krypton-Argon am niedrigsten ist bei 2 mm Gasdruck, ergibt sich der höchste Wirkungsgrad an sichtbarem Licht für alle Zusammensetzungen zwischen reinem Krypton und reinem Argon bei 1 mm Gasdruck. Da bekanntlich bei konstantem Strom und konstanter Temperatur und bei einem gegebenen Dlruck die Spannung für Krypton niedriger ist als für Argon, so folgt daraus, daß der Wirkungsgrad für reines Krypton höher sein muß als für reines Argon, was auch beobachtet wurde. .
Bei Krypton-Neon-Mischungen wurde ein solches Minimum nicht gefunden. Aber wiederum ist der Wirkungsgrad an sichtbarem Licht bei 1 mm Gasdruck im Bereich von 100% Krypton bis 20% Krypton —80% Argon am größten. Über diesem Punkt tritt eine steile Abweichung im Bogen Wirkungsgrad ein, derart, daß bei 100% Neon der Wirkungsgrad für alle bis 4 mm gezeigten Gasdrücke am niedrigsten ist.
Ultraviolettcharakteristiken
Die Kurven, welche den Wirkungsgrad der Ultraviolettstrahlung bei konstantem Strom und konstanter Temperatur für Krypton-ArgonjGemische wiedergeben, zeigen, wie aus Fig. 2 ersichtlich, ein leichtes Maximum für ein Gemisch von 50 % Krypton und 50% Argon bei 2 mm Druck; dieses Maximum aber scheint bei höheren Drücken leicht zu wechseln.
Der höchste Wirkungsgrad der Ultraviolettstrahlung wird für alle Gaszusammensetzungen zwischen reinem Krypton und reinem Argon ungefähr bei 2 mm Gasdruck erreicht. Er ist bei allen Drücken für reines Krypton höher als für reines Argon. Auch fällt er gegen reines Argon zu ziemlich rasch ab, während gegen reines Krypton zu der Abfall wesentlich flacher stattfindet, so daß bei 100% Krypton die Wirkungsgrade bei 2, 3 und 4 mm Gasdruck verhältnismäßig nahe beieinanderliegen. Die Wirkungsgrade bei 1 und 4 mm Druck sind in den Grenzen zwischen reinem Argon und 50% Krypton und 50% Argon im wesentlichen gleich. In Fig. 2 ist auch noch eine Kurve für 5 mm Gasdruck eingezeichnet.
Bei Krypton-Neoni-Mischungen ist, wie aus Fig. 3 hervorgeht, das Maximum ausgeprägter und liegt ungefähr bei 75% Krypton —25% Neon für alle vier Gasdrücke. Wiederum ist der Ultraviolettwirkungsgrad am höchsten bei ungefähr 2 mm Gasdruck, und zwar für alle Mischungen zwischen reinem Krypton und reinem Neon. Der Ultraviolett-
wirkungsgrad für reines Krypton ist bei allen Drücken größer als für reines Neon. Die Kurven für 2, 3 und 4 mm Gasdruck schneiden sich bei der Annäherung an reines Krypton, wo der höchste Ultraviolettwirkungsgrad bei 3 mm Gasdruck zu Hegen scheint. Die Wirkungsgrade liegen in diesem engen Druckbereich sehr nahe beisammen.
Leucht-(Fluoreszenz-) Charakteristiken
Die Kurven für den Wirkungsgrad der Leuchtkraft (Fluoreszenz) bei konstantem Strom und konstanter Temperatur für Mischungen aus Krypton und Argon zeigen 'bei 50% Krypton und 50% Argon ein Maximum bei einem Druck von etwa 2 mm (Fig. 4). Der höchste Wirkungsgrad der Fluoreszenz wird für alle Mischungen zwischen reinem Krypton und reinem Argon bei 2 mm Druck erreicht. Dieser Wirkungsgrad bei 2 mm Druck stimmt ziemlich genau überein mit der Kurve des Wirkungsgrades der Ultraviolettstrahlung bei 2 mm Druck. Es wurde festgestellt, daß bei dieser Zusammensetzung, bei welcher der Wirkungsgrad der Fluoreszenz ein Maximum ist, der Wirkungsgrad des sichtbaren Lichtes des Bogens ein Minimum darstellt.
Bei Gasmischungen aus Krypton und Neon (Fig. 5) ergibt sich das Maximum bei ungefähr 75% Krypton und 25°/o Neon. Diese Kurven stimmen wiederum ziemlich genau mit dem Maximum der Kurven des Wirkungsgrades der Ultraviolettstrahlen überein.
Es ist des weiteren hervorzuheben, daß, während das Maximum des Wirkungsgrades für die Ultraviolettstrahlung und für die Fluoreszenz für diese inerten Gasmischungen durchweg ungefähr bei 2mm Gasdruck liegt, der Wirkungsgrad der Leistung des Bogens für Krypton-Argon- und Krypton-Neon-Mischungen bei ι mm Druck am größten ist. Die einzige Ausnahme ergab sich unter 20% Krypton und 80 % Neon, wo die Kurve für einen Druck von ι mm jene für einen Druck von 2 mm kreuzt, so daß der Wirkungsgrad des Bogens, jener der Ultraviolettstrahlung und jener der Fluoreszenz, von dieser Zusammensetzung bis 100% Neon in der Nähe von 2 mm Gasdruck liegen. Mit anderen Worten, der Wirkungsgrad der Leistung an sichtbarem Licht des Bogens liegt bei 1 mm Gasdruck, während der Wirkungsgrad der Leistung an Ultraviolettstrahlung und entsprechender Fluoreszenzwirkung bei 2 mm Druck liegt, genau wo die Spannung der Versuchslampe ein Minimum ist.
Diese Werte ergeben ein Optimum für die Zusammensetzung von inerten Gasmischungen, wo die Erzeugung an ultraviolettem Licht (hauptsächlich als Quecksilbernachstrahlung) am wirksamsten ist. Die Erklärung für dieses Resultat kann die Anwesenheit von metastabilen Atomen sein. Eis hat sich gezeigt, daß die Leistung von 2537 Ängström-Einheiten in einer Quecksilber-Edelgas-Ehtladung abhängt von der Konzentration der metastabilen Edelgasatome. Leistungskurven für die inerten Gase haben ihr Maximum ungefähr bei demselben Druck, wie jener ist, bei welchem ein Maximum an metastabilen Atomen vorhanden ist. Es ist daraus zu folgern, daß die Zusammenstöße zwischen metastabilen Bdelgasatomen und Ouecksilberatomen beträchtlich größer sein müssen als Zusammenstöße zwischen zwei inerten iGasatomem, welche die Zerstörung der metastabilen Zustände verursachen.
Die experimentellen Resultate wurden gewonnen unter Benutzung von getrennt geheizten Kathoden, wodurch ein Teil der Kathodenverluste ausgeglichen wurde, jedoch nicht auf Kosten des Wirkungsgrades. Daher werden bei den in der Praxis verwendeten Lampen, bei denen Kat'hodenverluste eintreten, die Wirkungsgrade der Gasgemische niedriger sein als die Versuchskurven zeigen, und zwar um einen Betrag, der abhängt von dem Prozentsatz der Zugabe, sei es von Argon, sei es von Neon zu Krypton. Indessen ist diese Minderung nicht groß genug, um den verbesserten Wirkungsgrad der optimalen Gemische aufzuwiegen.
Die aufgeführten Versuchsresultate beweisen eine beträchtliche Verbesserung beim Arbeiten unter niedrigen Temperaturen. Sie zeigen, daß bei Lampen mit erfindungsgemäßer Gasfülhlung die Wand- und Umgebungstemperaturen der Lampe, bei welchen die Streifenbildung verschwindet, wesentlich niedriger sind.
Umgebungs
temperatur
°C 100 ο,. 0 Zeit bi
glei
Kr
s zur Erzeugung
chförmigen Lieh
750ZoKr
eines
tes
^5 0ZoNe
24,0 0C O Min. 0 Min. 0 Min.
21,0 0C ι bis i, 5 - 0 - 0 -
l8,0 0C 3 bis 4 0 - 0 -
I5.5 0C 5 bis 6 - ι bis 1,5 ■- ι bis 1,5 -
I3.0 0C* ΪΟ - 2 bis 3 - 2 bis 3 -
10,0 0C* 3 bis 4 - 3 bis 4 -
7.0 7,5 bis 8 - 7.5 bis 8-
*) Streifenbildutig bleibt bestehen mit Kr.
Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, daß die erfin-' dungsgemäße Gasfüllung mehr als 70% der Lampenanwärmzeit einspart, die notwendig bei gewöhnliehen Kryptonlampen eingehalten werden mußte, bis das Licht aufhörte zu flackern und gleichförmig wurde.
Zusammenfassend ist zu sagen, daß bei diesen Versuchen mit Krypton-Argon- und Krypton-Neon-Gasgemischen in Gegenwart von Quecksilberdampf bei niedrigem Druck (ungefähr 9 μ Quecksilbersäule entsprechend einer Wandtemperatur von etwa 45° C, die als für die Arbeitsweise wirksamste Temperatur zu gelten hat, obwohl nahezu der gleiche Wirkungsgrad1 bei Temperaturen zwischen 40 und 45°'C und einem entsprechenden Ouecksilberdampfdruck zwischen 6 und 13 μ erreicht wird) das Maximum des Wirkungsgrades des Ultraviolettlichtes und der Fluoreszenz bei einem D'ruck von 2 mm und einem Mischungsverhältnis von 50 % -Krypton und 50% Argon bzw. 75% Krypton und 25% Neon eintritt. Dies zeigt, daß zur Erzielung bester Resultate das Mischungsverhältnis liegen soll zwischen 45 bis 55% Krypton und 55 bis 45% Argon bzw. zwischen 70 bis 80% Krypton und
30 bis 20°/o Neon bei Druck von 2 bzw. zwischen 2 und 31 mm und einer Temperatur von 450'C oder annähernd 45° C (praktisch zwischen40 und 500C).
Handelsübliche Leuchtröhren, von denen eine in Fig. ι gezeigt ist, bestätigen diese experimentellen Ergebnisse. Zusätzlich zeigen sie den entscheidenden Vorteil von reinen Kryptonlampen, daß sie bei niedriger Wandtemperatur und Umgebungstemperatur ohne Streifenbildung arbeiten. Die Röhre oder Lampe der Figur besteht aus einer langgestreckten, durchsichtigen Glashülle 11 mit erhitzten Fadenelektroden 12 und 13 an 'jedem Ebde und einer Füllung aus Edelgasgemisch und etwas Quecksilber, das durch ein Kügekhen 14 angedeutet ist. Bei Leuchtlampen wird der gewählte Phosphor an der Innenoberfläche der Hülle 11 aufgetragen.
Bei den oben erläuterten Versuchen wurde Phosphor in der Zusammensetzung von Zink, Berylliumsilikat und Magnesium-Wolfram-saurem Salz verwendet; für den praktischen Gebrauch kann aber auch irgendein Phosphor verwendet werden, der eine hohe Absorption von ultravioletten Strahlungen im Bereich von 2537 Angström-Einheiten (das ist die Quecksilberresonanzstrahlung) und daher eine starke Ultraviolettwiedergabe, die eine gute Lichtleistung liefert, besitzt. !Andere Beispiele für verwendbare Phosphore sind Halo-PhosphaKPhosphore.
Die Tatielle gibt die durchschnittlichen Resultate eines 300 Stunden dauernden Versuches an handelsüblichen Lampen oder Röhren mit Halo-Phosphat-Phosphor an, und zwar in vergleichender Gegenüberstellung des Wirkungsgrades und der Haltbarkeit von Lampen mit erfindungsgemäßer Füllung aus einem Krypton-Neon-Gemisch und identischen Lampen mit nur Kryptonfüllung.
Gasfüllung
Watt
ο Stunden
LPW
Watt 100 Stunden
I L LPW
Watt
300 Stunden
L LPW
75 Kr und 25 Ne-Hg.
Krypton—Hg
25,8
25,0
1453 1363
56,3 54-5
25.7 24,9 1373
1275
53-4
51,2
25.4
24,6
1360 1243
53-5 50,5
In dieser Tabelle bezeichnet L Lumen und LPW Lumen pro Watt.
Die weitere Tabelle gibt die durchschnittlichen Resultate eines o-Stunden-Versuches mit einer handelsüblichen Lampe oder Röhre, die mit HaIo-Phosphat-P'hosp'hor überzogen war, und zwar in vergleichender Gegenüberstellung des Wirkungsgrades einer Lampe, die mit Gasgemisch aus Krypton und Argon, und einer Lampe, die nur mit Argon gefüllt war.
Gasfüllung Watt Lumen LPW
Krypton—Hg
40 Kr—A-Hg
24.7
25.4
1296
1470
52,6
57.8
Wenn die Lampe zur Bakterientötung oder für andere Zwecke verwendet wird1, wo ultraviolettes Licht erforderlich ist, besteht die Hülle selbstverständlich aus für Ultraviolett hochdurchlässigem Glas, z. B. aus dem obengenannten Α-Glas oder einem anderen, für diesen Zweck bekannten Glas.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Entladungslampe, 'bestehend aus einer langgestreckten Glashülle und je einer Elektrode an beiden Enden dieser Hülle, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle ein Gemisch aus Krypton und Neon oder Krypton und Argon in Verbindung mit Quecksilberdampf enthält, wobei der Anteil des Kryptons mindestens 45°/o und der des anderen Gases so groß ist, daß annähernd ein Maximum an ultravioletter Strahlung erzeugt wird.
  2. 2. Lampe nach Anspruch 1 mit einer Füllung aus einem Gemisch von Krypton und Neon, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasanteile zwischen 70 und 80% Krypton und zwischen 30 und 20% Neon liegen.
  3. 3. Lampe nach Anspruch 1 mit einer Füllung aus einem Gemisch von Krypton und Argon, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasanteile zwischen 45 und 55% Krypton und zwischen 55 und 45% Argon liegen.
  4. 4. Lampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasgemisch in der Hülle einen Druck zwischen 2 und 3 mm Quecksilbersäule aufweist.
  5. 5. Lampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebstemperatur zwischen 40 und 500O liegt.
  6. 6. Lampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche für die Erzeugung von sichtbarem Licht, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenoberfläche der Glashülle ein Überzug aus fluoreszierendem Stoff vorgesehen ist, der ultraviolette Strahlen von 2537 Ängström-Einheiten Wellenlänge für die Erzeugung von sichtbaren Strahlen benötigt.
    Angezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 589856; USA.-Patentschrift Nr. 1977688.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    ® 5782 2.
DEW2183A 1949-06-29 1950-05-24 Entladungslampe mit langgestreckter Glashuelle und je einer Elektrode an beiden Enden dieser Huelle Expired DE905414C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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US102016A US2714684A (en) 1949-06-29 1949-06-29 Low pressure fluoresecent and discharge lamps

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DE905414C true DE905414C (de) 1954-03-01

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DEW2183A Expired DE905414C (de) 1949-06-29 1950-05-24 Entladungslampe mit langgestreckter Glashuelle und je einer Elektrode an beiden Enden dieser Huelle

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DE (1) DE905414C (de)
ES (1) ES193066A1 (de)
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