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Verfahren zur sicheren Festlegung der optischen Achsen der einzelnen
Filmbilder bei der Herstellung von negativen und positiven Raster-Farbfilmen und
-Bildern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur sicheren Festlegung der optischen
Achsen der einzelnen Filmbilder bei der Herstellung von positiven und negativen
Raster-Farbfilmen und -Bildern und besteht darin, daß während jeder Bearbeitungsphase
Filmmaterial und Hilfswerkzeuge gegenüber den Bearbeitungsmaschinen und Apparaten
in den optischen Mitten der Filmbilder blockiert sind.
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Verfahren zur Herstellung von Raster-Farbfilmen mit verschiedenen,
meist in den drei 'Grundfanben gefärbten Rastern sind bekannt. Befriedigende Ergebnisse
wurden jedoch bisher nicht erzielt, und zwar weder in bezug auf die technische Herstellung,
insbesondere die Herstellung von Kopien, als auch in bezug auf die Farbwirkungen
der Filme. Insbesondere vermochten auch die kompliziertesten Methoden, die zum Kopieren
von Raster-Farbfilmen vorgeschlagen wurden, keine gebrauchsfähigen Kopien zu schaffen.
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Die Hauptursache für die bei der Herstellung der Raster-Farbfilme
auftretenden Schwierigkeiten ist in der Filmschrumpfung zu suchen, die bei der Naß-
und Trockenbehandlung stets und noch dazu häufig in einzelnen Filmabschnitten unterschiedlich
auftritt. Müssen mit derart geschrumpften Filmen Arbeiten vorgenommen werden, wie
z. Bi. das
Kopieren eines Negativfilms mit den Negativ rasterdruckmatrizen,
so ist es schwierig, wenn nicht unmöglich, die optischen Mitten der einzelnen Filmbilder
mit denen der Hilfswerkzeuge und der Bearbeitungsmaschinen und Apparate in Deckung
zu bringen. Man hat hier schon zahlreiche Wege vorgeschlagen, um den Folgen der
unvermeidlichen Filmschrumpfung zu begegnen, ohne einen brauchbaren Weg, geschweige
denn einen einfachen Wer zu finden.
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Unter anderem wurde vorgeschlagen, Schlitze in den Filmbändern so
anzuordnen, daß sie auf der Bildfläche, wo sich die Trennungsstriche der einzelnen
Filmbilder befinden, in der Mitte zu liegen kommen. Dieser Weg ist aber nicht gangbar,
denn, abgesehen davon, daß die Schlitze in der Filmfläche eine zusätzliche Schrumpfung
bringen, die durch die Anordnung der Schlitze erzielte Elastizität des Films gestattet
wohl einen gewissen Ausgleich der Gesamtschrumpfung, gewährleistet aber nicht, daß
die optischen Achsen eines jeden Filmbildes in der erforderlichen, einwandfrei richtigen
Lage sind. Außerdem weist aber ein derartig mit Schlitzen versehener Film in der
Bildfläche Entwicklungsfehler auf, da beim Durchlauf durch den Entwickler an den
Schlitzen Wirbelbewegungen des Entwicklers entstehen, die sich dadurch bemerkbar
machen, daß die oberen und unteren Bildkanten der einzelnen Bilder stärker entwickelt
sinn als die :litten.
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Die Erfindung geht nun einen völlig anderen Weg, indem sie jeden Versuch,
die einmal eingetretene Schrumpfung wieder zu beseitigen oder auszugleichen, unterläßt
und statt dessen die Möglichkeit schafft, bei jedem Einzelbild die optische Achse
mit den optischen Achsen der Hilfswerkzeuge und Bearbeitungsmaschinen und Apparate
zur Deckung zu bringen und in dieser Stellung zu blockieren, ohne d'aß dazu komplizierte
:Maßnahmen erforderlich wären. Auf diese Weisse ist es möglich, von ungeschrumpften
und geschrumpften Rusternegativfilmen Kopien herzustellen sowie diese mit identischen
Rastermatrizen, -stempeln usw. zum Drucken, Absaugen oder Färben für Negativ- oder
Positivfilme zu verwenden.
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Die Verwirklichung des Erfindungsgedankens ist auf einem sehr einfachen-
Wege möglich, und zwar derart, daß das gesamte zur Bearbeitung kommende-Filmmateri:al
sowie alle zur Verwendung kommenden Hilfswerkzeuge, wie Rastermatrizen oder -stempel
usw., mit Arretierperforationen in der optischen Achse eines jeden Filmbildes versehen
und dieArretierperforationen während der Bearbeitung des Filmmaterials mit Arretierstiften
in Eingriff gebracht werden, die in den optischen Mitten der Bildfenster oder Bearbeitungsstellen
aller Bearbeitungsmaschinen und Apparate, wie Bildkameras, Kopiermaschinen, Druck-
oder Absaugemaschinen usw., vorgesehen sind.
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Hierbei werden die Arretierperforationen vorteilhaft im Raume der
bekannten Transportperforationskanten in der optischen Achse jedes Filmbildes angeordnet.
:Ulan kann dabei die vorhandenen Perforationslöcher benutzen, indem man je eines
der Perforationslöcher jedes Filmbildes zu beiden Seiten zusätzlich nach den Seiten
hin verbreitert.
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Die durch die Arretierperforationen und Arretierstifte erzielte sichere
Fixierung der optischen Achsen der einzelnen Filmbilder kann man noch dadurch verbessern,
daß man den Negativfilmen eine schwarze 'Umrahmung für jedes Bildfeld gibt. Wird
hierbei im oberen oder unteren Balken je ein Platz für ein Markierzeichen frei gelassen,
so kann man mit Hilfe der dadurch auf den Negativen und Positiven aufbelichteten
Markierzeichen identisch versetzte Raster leichter auffinden.
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Als Filmmaterial 'kann handelsübliches panchromatisches '.Negativmaterial
sowie als Kopiermaterial bekanntes Positivmaterial verwendet werden. Selbstverständlich
kann auch Spezialmaterial verwendet werden.
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Ein Nachteil .der regelmäßig auf der Bildfläche angeordneten Raster
besteht darin, daß ein Bildpunkt bei mehreren aufeinanderfolgenden Bildern innerhalb
einer Rasteranordnung zu liegen kommt, die nicht seiner Farbe entspricht. Um dem
abzuhelfen, ist u. a. vorgeschlagen, die einzelnen Rasteranordnungen durch schwarze
Streifen oder Felder zu trennen und die einzelnen Rasteranordnungen laufend zu versetzen,
so daß die Farben der Rasteranordnungen wandern. Neuerdings wurde auch vorgeschlagen,
die Rasteranordnungen bei Linienrastern nicht parallel zur Filmlängsrichtung verlaufen,
sondern mit dieser einen kleinen Winkel bilden zu lassen, derart, daß die seitliche
Verschiebung der Rasterlinien innerhalb eines Filmbildes gerade die Breite eines
oder mehrerer Rasterstreifen ausmacht.
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Da auch diese Vorschläge keine annehmbare Vermeidung der sogenannten
Moireerscheinung ergaben, wurde festgestellt, daß es auf einfachem Wege gelingt,
die geschilderten Nachteile zu beseitigen, wenn man den Rasteranordnungen in den
Rastermatrizen und -stempeln usw. eine von Bild zu Bild wechselnde Richtung gibt.
In diesem Falle tragen die Rasterkopien von Bild zu Bild wechselnde Rasteranordnungen,
z. B. schräg, senkrecht, waagerecht oder ähnlich, die mit denen des zu kopierenden
Rasternegativs identisch sind.
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Nach der Erfindung besitzen die unschrumpfbaren Rastermatrizen Arretierperforationen.
Die drei Grundfarbenraster sind um die Breite einer Grundfarbenrasteranordnung von
Bildfeld zu Bildfeld versetzt, so daß die Farben der Rasteranordnungen in jedem
Bilde wechseln. Die Rastermatrizen tragen im Raume eines jeden Bildfeldes an der
oberen oder unteren Bildkante je ein Markierzeichen, das der Versetzung der Rasteranordnungen
entspricht. Die jeweiligen Grü,ndfarbenrasteranordnungen sowie die Markierungszeichen
sind in der Matrize wiederkehrend. Eine weitere Matrize druckt die schwarzen Bildumrahmungen
mit freien Stellen für die Markierzeichen.
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Dem handelsüblichen panchromatischen, mit Arretierperforation versehenen
Negativmaterial werden auf einem der bekannten Wege die Rasteranordnungen,
Markierzeidhen
und die Bildumrahmungen zugeführt. Während dieser Vorgänge stehen die Arretierperforationen
der Filme mit denen der Matrizen durch Arretierstifte an den Bearbeitungsstellen
im Eingriff.
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Die schwarzen Bildumrahmungen sowie die Arretierperforatio-nen des
Rasternegativfilms ermöglichen sein richtiges Einsetzen in das Bildfenster aller
Bearbeitungsmaschinen und Apparate. Die Arretierstifte, welche links und rechts
neben dem Belichtungsfenster der Bildkamera angeordnet sind, blockierenden Film
während der Belichtungsphasen und garantieren die optische Bildmitte.
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Das fertig entwickelte Negativ zeigt den Rasteranordnungen entsprechende
Bildaufzeichnungen der drei Grundfarbenbilder und eine weiße Bildumrahmung (unbelichtet)
mit aufbelichtetem Markierzeichen.
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Das Kopiermaterial ist handelsübliches Positivmaterial, welches ebenfalls
mit Arretierperforationen versehen wird.
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Das Bildfenster der Kopiermaschinen trägt ebenfalls rechts und links
die Arretierstifte, die den Rasternegativfilm und den Positivfilm vermittels der
Arretierperforationen während des Belichtungsvorganges blockieren. Danach oder auch
vorher ist der Tonstreifen auf dem Positivfilm aufkopiert worden, wonach der Positivfilm
in üblicher Weise entwickelt wird. Dem Positivfilm wird nunmehr mit Hilfe der identischen
Rastermatrizen das Dreigrundfarbenraster zugeführt.
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Die Arretierperforationen und die Arretierstifte an allen Bearbeitungsstellen
aller Apparate und Maschinen ermöglichen es, daß die drei Grundfarben sowohl in
der ihnen zustehenden Lage erscheinen als auch zur Deckung kommen. Dadurch ist es
erstmalig möglich, Kopien auch von geschrumpften Linienrasternegativfilmen herzustellen.
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In der Zeichnung sind mehrere Anordnungen zur Ausführung des Verfahrens
dargestellt; es zeigt Abb. i ein Stück eines Bildstreifens mit Markierzeichen und
Arretierperforation, Abb.2 die Gleitbahn des Fensters der Kopiermaschine, Abb.3
ein Stück eines Negativstreifens mit schwarzer Bildumrandung.
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Bei .dem Bildstreifen a der Abb. i sind im Raume der Transportperforationskanten
b Arretierperforationen c in den optischen Mitten der Bilder vorgesehen. Diese Arretierperforationen
arbeiten mit Arretierstiften zusammen, die z. B. in den optischen Mitten der Bildfenster
einer Kopiermaschine vorgesehen sind. Eine solche Anordnung von Arretierstiften
d ist in Abb. 2 an der Gleitbahn e des Fensters f einer Kopiermaschine
dargestellt. Die Teile g stellen die normalen Greifer dar.
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In Abb. i sind die drei Grundfarbenraster um die Breite einer Grundfarbenrasteranordnung
von Bildfeld zu Bildfeld versetzt. Der Einfachheit halber ist bei der Darstellung
an Stelle der Vielzahl der Streifen jeweils nur einer für jede Farbe gezeichnet.
Es ergibt sich, daß die Farben Blau, Rot, Grün-Grün., Blau, Rot-Rot, Grün, Blau
abwechseln. Der Rasteranordnung entsprechende Markierzeichen h (o, oo, ooo) sind
gemäß Abb. i in den Balken über jedem Bilde angeordnet. Die Ras.ternegativfilme
i sind gemäß Abb. 3 für jedes Bildfeld mit einer schwarzen Umrahmung k versehen,
wobei im oberen Balken der Umrahmung eine Stelle für die Markierzeichen frei gelassen
ist.