DE904389C - Verfahren zur Erhoehung der Detonations-UEbertragungsfaehigkeit von Sprengkoerpern bzw. Sprengpatronen - Google Patents
Verfahren zur Erhoehung der Detonations-UEbertragungsfaehigkeit von Sprengkoerpern bzw. SprengpatronenInfo
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Description
- Verfahren zur Erhöhung der Detonations-Ubertragungsfähigkeit von Sprengkörpern bzw. Sprengpatronen Gewerbliche Sprengstoffe werden im allgemeinen in Gestalt von fabrikmäßig hergestellten Sprengpatronen in den Verkehr gebracht. Wenn für die angestrebte Sprengwirkung eine Mehrzahl von Sprengpatronen erforderlich ist, werden diese zu einer Ladesäule zusammengestellt, in welcher die Patrone ohne Abstand oder in bestimmten Abständen voneinander angeordnet werden. Dabei wird entweder nur dlie erste oder die letzte Patrone der Ladesäule durch einen Initialzündkörper zur Detonation gebracht, während alle nachfolgenden Patronen durch Übertragung mittels der entstehenden. Detonationswelle gezündet werden. Wenn es erforderlich ist, erfolgt die Zündung in .der Mitte der Ladesäule oder an mehreren beliebigen Stellen der Ladesäule. Die Größe des Abstandes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Patronen ist abhängig von der Übertragungsfähigkeit der verwendeten Sprengpatronen. Die Angabe der Übertragungsfähigkeit stellt also ein Maß dIar für die Länge der Luftstrecke zwischen zwei Sprengkörpern, über die hinweg noch eine sichere Übertragungszündung stattfindet.
- Diese Übertragungsfähigkeit .ist abhängig von der Art des Sprengstoffes und der in der Patrone enthaltenen Sprengstoffmenge, vom Durchmesser der Patrone und auch von dem Werkstoff, aus welchem die Umhüllung der Patrone hergestellt ist. So -weiß man z. B., daß ein Sprengstoff in Aluminiumhülse eine vielfach gesteigerte Übertragungsfähigkeit hat gegenüber dem gleichen Sprengstoff in Papier- oder Papphülse. Ebenso ist es bekannt, daß man die Detonationswirkung von Sprengpatronen durch die Beimischung von leichtbrennbaren Metallpulvern (Aluminium, Antimon, Magnesium, Silicium u. dgl.) erhöhen kann. Die Erfindung besteht darin, daß das zur Erhöhung der Detonationsübertragung @dienende brennbare Metall in Gestalt einer (vorzugsweise i mm) dünnen, ebenen odergewölbten Scheibe an dem in die Übertragungsrichtung weisenden Ende des Sprengkörpers,- z. B. der Sprengpatrone, angeordnet wird. Die Scheibenform ermöglicht eine einfachere Dosierung und Handhabung des Metallzusatzes als die bisher übliche Verwendung von Pulvern. Diese wurden entweder in Beutelchen eingebracht oder dem Sprengstoff beigemischt, konnten jedoch eine derart große Erhöhung der Detonationsübertragung nicht bewirken wie die Anwendung der Scheibe. Zugleich aber ergibt die Anordnung der Metallscheibe an dem in die Übertragungsrichtung weisenden Ende des Sprengkörpers eine Richtwirkung, durch welche die Übertragungsfähigkeit wesentlich gesteigert wird. Die Scheibe kann dabei nur aus einem einzigen Metall, aber auch aus Mischungen oder Legierungen verschiedener Metalle oder von Metallen mit anderen Stoffen bestehen.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand von Sprengpatronen in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt Fi.g. i drei der Länge nach durchgeschnittene Sprengpatronen mit in verschiedener Weise angebrachten Scheiben, Fig.2 eine ,aus einer Zündpatrone und nvei Sprengpatronen bestehende Ladesäule, Fig. 3 eine Ladesäule, die aus zwei Zündpatronen und mehreren Sprengpatronen besteht.
- In Fig. i ist i die Papier- oder Papphülse der Sprengpatrone, die an ,ihrem linken Ende z. B. durch Zusammenfalten geschlossen und dann mit dem Sprengstoff 2 (z. B. Ammonsalpetersprerngstoff der Zusammensetzung 86 bis 8511/o Ammansalpeter, 14 bis 17 % Nitrotoluol., i bis 3 % Pflanzenmehl, o bis 2% Farbe) gefüllt wird. Auf den eingefüllten Sprengstoff wird eine vorzugsweise i mm starke, ebene oder gewölbte Scheibe 3 gelegt, die aus Aluminium, Antimon, Magnesium oder einem ähnlichen leicht brennbaren Metall bzw. einer Legierung daraus :besteht, worauf die Hülse in der üblichen Weise durch Umfalten bzw. Bördeln geschlossen wird. Bei der Bildung einer Ladesäule (Fig.2) wird jeweils das mit der Metallscheibe 3 versehene Ende der Sprengpatronen so angeordnet, daß es in die durch Pfeile 4 angedeutete Übertragungsrichtung weist, also der :in der Zündfolge nachfolgenden Patrone zugewendet ist. Die am Anfang der Ladesäule .angeordnete Sprengpatrone I (Schlagpatrone) wird in der üblichen Weise mit einem Initialzünder 5 versehen, der mittels einer Zündschnur 6 od. dgl. gezündet wind. Die nachfolgenden P@a-- tronen II, III. . . werden nur durch Übertragung gezündet.
- - Fig: 3 zeigt Arie -Anordnung einer Ladesäule mit mehreren (hier 2) Zündpatronen, von welchen eine am Ende der Ladesäule und eine in der Mitte der Ladesäule angeordnet ist. Die Lage der Metallscheibe 3 in den einzelnen Patronen wird derart gewählt, daß sie bei Zündung :in der Mitte der Ladesäule von der Zündpatrone nach beiden Richtungen hin abgewendet ist. Erfolgt die Zündung nur am Ende der Ladesäule, dann ergibt sich die gleiche Anordnung wie in F'ig. 2.
- Es hat sich gezeigt, daß die Übertragungsfähigkeit a (Fig. 2) zwischen zwei Sprengpatronen bei dem Sprengstoff Donarit von i i bis 12 cm bei gewöhnlicher Papier- oder Papphülse auf 40 cm gesteigert werden konnte, wenn in die gleiche Hülse erfindungsgemäß eine ebene oder gewölbte Endscheibe 3 aus i mm starkem Aluminiumblech eingelegt wurde. Eine ähnliche Steigerung der Übertragungsfähigkeit ließ sich auch bei anderen Sprengstoffen feststellen.
- Es ist anzunehmen, d aß die Metallscheibe 3 durch die Detonation des Sprengstoffes in sehr kleine Teile zerlegt wird und diese kleinen Teile in geschmolzenem oder glühendem bzw. brennendem Zustand mit sehr großer Geschwindigkeit auf die benachbarte Patrone derart einwirken, daß die Wirkung der Detonationswelle :in der Übertragungsrichtung erheblich gesteigert wird.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Steigerung der Detonations-Übertragungsfähigkeit von Sprengkörpern, insbesondere von Sprengpatronen, dadurch gekennzeichnet, daß an dem in die Übertragungsrichtungweisenden Ende des Sprengkörpers eine ebene oder gewölbte Scheibe (3) aus an sich zur Erhöhung der Detonationswirkung bekannten leicht brennbaren Metallen (Aluminium, Magnesium, Antimon od.,dgl.) angeordnet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, @daß in das eine Ende der Patrone eine Metallscheibe (3) eingelegt oder auf dieses Ende aufgesetzt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Patrone aus der Metallscheibe (3) gebildet wird. .
- 4. Verfahren nach Ansprüchen :2 oder 3, dad urch gekennzeichnet, däß die Metallscheibe (3) aus vorzugsweise i mm starkem Aluminiumblechgefertigt wird.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE904389C true DE904389C (de) | 1954-02-18 |
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Country Status (1)
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|---|---|
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2563902A1 (fr) * | 1984-05-04 | 1985-11-08 | Diehl Gmbh & Co | Charge brisante |
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1951
- 1951-02-06 DE DEI3761A patent/DE904389C/de not_active Expired
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