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Aus einem Wasserheizer, Gasherd od. dgl. und einem Raumheizer bestehendes
Verbundgerät Es ist bekannt, einen Wasserheizer und einen Raumheizer zu einem Verbundgerät
zu vereinigen. Hierbei wurde der Raumheizer bisher hinter einer mitDurchbrecbungen
od. dgl. versehenenUmmantelungswand des Gerätes vor dem Wasserheizer feststehend
angeordnet. Diese Anordnung hatte den Nachteil, daß der Wasserheizer schlecht zugänglich
war und zur Ausführung von Arbeiten an dem Wasserheizer zunächstderRaumheizer abgenommen
werden mußte. Ferner mußte der Raumheizer so angeordnet werden, daß die Bedienungseinrichtungen
des Wasserheizers frei zugänglich waren, so daß also nur einTeil derFläche vor demWasserheizer
für die Anordnung eines Raumheizers zur Verfügung stand. Die Bedienungsgriffe für
den Wasserheizer mußten außerdem mindestens um den Querschnitt des Raumheizers -
länger als bei der normalen Ausführung eines .derartigen Gerätes ausgebildet sein.
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Die Erfindung bezieht sich auf ein aus einem Wasserheizer, Heizkessel,
Gasherd od. @dgl. und einem Raumheizer bestehendes Verbundgerät und besteht darin,
daß der Raumheizer vor dem anderen Gerät .des Verbundgerätes ausschwenkbar angeordnet
ist. Hierdurch wird erreicht, daß -das hinter dem Raumheizer befindliche andere
Gerät des Verbundgerätes durch Ausschwenken des Raumheizers freigelegt, also in
einfacher Weise jederzeit zugänglich gemacht werden kann. Der Raumheizer kann hierbei
auch ohne Rücksicht auf die Anordnung der
Bedienungseinrichtungen
des hinter dem Raumheizer liegenden Gerätes in beliebiger Höhenlage angeordnet werden;
da nach Ausschwenken des Raumheizers auch die Bedienungseinrichtungen des anderen
iGerätes zur Inbetriebsetzung oder Ausschaltung desselben frei zugänglich .sind.
Man kann also auch einen Raumheizer großer Leistung an= ordnen, ohne dadurch die
Gesamthöhe des Gerätes zu vergrößern. Außerdem (können die Bedienungsgriffe des
hinter dem Raumheizer liegenden Gerätes kürzer als beider normalen Ausführung derartiger
Geräte ausgebildet werden, da es nicht mehr erforderlich ist, daß diese Bedienungsgriffe
durch die Ummantelung .des Gerätes nach außen geführt sind.
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Zweckmäßig kann der'Raumheizer als Türflügel in -die Ummantelung des
Verbundgerätes eingesetzt sein. Hierbei bildet der Raumheizer einen Teil der Ummantelung
selbst, so daß für die Ummantelung weniger 'Material gebraucht wird. Außerdem ergibt
sich hierdurch eine verhältnismäßig einfache und gut aussehende Anordnung des Raumheizers.
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Vorteilhaft wird beim Herausschwenken des Raumheizers die (Gaszufuhr
zu demselben zwangsläufig gedrosselt, damit die Bedienungsarbeiten an dem dahinterliegenden
Gerät nicht bei voller Belastung des Raumheizers ausgeführt werden müssen.
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Es kann auch die Gaszufuhr zum Hauptbrenner des Raumheizers beim Herausschwenken
desselben vollständig abgesperrt und nur zu einem Zündbrenner aufrechterhalten werden.
Nach Zurück-.schwenken des Raumheizers in seine Betriebslage wird dann der Hauptbrenner
von der brennenden Zündflamme selbsttätig angezündet.
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Ferner ist erfindungsgemäß die Anzündöffnung ,des Raumheizers in dessen
Rückwand angeordnet, so .daß er nur in ausgeschwenktem Zustand angezündet werden
kann. Hierdurch wird -erreicht, daß .die Vorderseite des Raumheizers z. B. durch
ein 'Gitter vollständig verkleidet und bei in Betrieb befindlichem Raumheizer auch
die Zündflamme nicht mehr von, vorn zugänglich und damit vor allen Dingen gegen
spielende Kinder geschützt ist.
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Nach einem weiteren Erfindungsgedanken ist in der Rückwand des Raumheizers
ein Abgasstutzen angeordnet, der mit einem kegelförmig verjüngten Ende in .das entsprechend
kegelförmige Ende eines festen Abgasrohres eingreift, wobei die Neigung der kegelförmigen
Rohrteile dem Schwenkkreisbogen des Raumheizers an dieser Stelle angepaßt ist. Hierdurch
wird erreicht, daß der Abgasstutzen des Raumheizers in einfacher Weise und mit guter
Abdichtung an das feste Abgasrohr angeschlossen und diese Verbindung beim Herausschwenken
des Raumheizers ohne Störung selbsttätig gelöst wird.
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In dem festen Abgasrohr ist vorteilhaft eine Absperrklappe angeordnet,
welche bei ausgeschwenktem Raumheizer die Abschlußöffnung zum Abgasstutzen des Raumheizers
abschließt und beim Einschwenken des Raumheizers in seine Betriebslage geöffnet
wird. Hierdurch wird verhindert, daß bei ausgeschwenktem Raumheizer Rückströmgase
bzw. die Abgase eines anderen, ebenfalls an das feste Abgasrohr angeschlossenen
Gerätes an dieser Stelle in den Raum austreten.
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In der Zeichnung ist die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
Es zeigt Fig. i eine Vorderansicht eines aus einem Gasherd, einem Wasserheizer unid
einem Raumheizer bestehenden Verbundgerätes, Fig. 2 eine Draufsicht des Gerätes
nach Fig. i, teilweise im Querschnitt, Eig. 3 einen Längsschnitt durch den den Wasserheizer
und den Raumheizer aufnehmenden Teil des Gerätes nach Schnittlinie III-IN der Fig.
2, Fig. q. eine Vorderansicht eines aus einem Wasserheizer und einem Raumheizer
bestehenden Verbundgerätes, Fig. 5 einen Querschnitt nach ,Schnittlinie V-V der
Fig. q. und Fig. -6 einen Längsschnitt nach Schnittlinie VI-VI der Fig. q..
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Nach den Fig. i bis 3 sind ein Gasherd i, ein Wasserheizer 2 und ein
Rammheizer 3 zu einem Verbundgerät vereinigt, dessen einzelne Geräte unabhängig
voneinander in Betrieb genommen werden können. Der Wasserheizer 2 und der Raumheizer
3 sind in einem seitlich neben dem Gasherd i liegendenAbschnitt der gemeinsamenVerkleidungsummantelung
angeordnet. Der Raumheizer bildet mit einem Rahmenblech q. :den vor dem Wasserheizer
liegenden Teil der Vorderwand der Ummantelung. Der mitdemRahmenblech q. verbundene
Raumheizer 3 ist .als Türflügel ausgebildet, der in ,den Türgelenken 5, 6 schwenkbar
aufgehängt ist. Das untereTürgelenk 6 ist als Gashahn ausgebildet, welcher mittels
einer Leitung 7 mit dem Brenner 8 des Raumheizers 3 und mittels einer Leitung 9
mit einem Absperrhahn io verbunden ist. Der feststehende Absperrhahn io steht über
eine Leitung ii mit der auch zum Wasserheizer 2 führenden 1Gaszufuhrleitung u2 inVerbindung
und ragt durch eine Öffnung 113 des Rahmenbleches d. nach außen, so daß er
von außen bedienbar ist. Die mit dem feststehenden Absperrhahn io verbundene Leitung
7 mündet z. B. in dem Türgelenk 6 in einem feststehenden Hähnküken, auf dem ein
Halmgehäuse drehbar angeordnet ist. An dieses Hahngehäuse ist die zum Brenner 8
führende Verbindungsleitung 7 angeschlossen. Die Gas,durchgangsbohrungen des Hahnkükens
und Hahngehäu.ses ides unteren Türgelenks 6 sind so ausgebildet, daß bei ausgeschwenktem
Raumheizer 3 die Gaszufuhr zum Raumheizer gedrosselt wird, so daß der Brenner nur
in Kleinflammenstellung brennt.
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Falls der Raumheizer mit einer Zündsicherung versehen ist, kann -das
als Gashahn ausgebildete untere Türgelenk 6 auch .derart ausgebildet sein, daß bei
ausgeschwenktem Raumheizer die Gaszufuhr zu dem Brenner 8 vollständig abgesperrt
ist und nur die Gaszufuhr zu dem Zündbrenner der Zündsicherung aufrechterhalten
bleibt. Nach Zurückschwenken des Raumheizers 3 in seineBetriebsstellung wird die
Gaszufuhr zum Brenner 8 wieder voll geöffnet, worauf die Zündflamme das aus dem
Brenner 8 ausströmende Gas anzündet.
Die Anzündöffnung 1.4 für den
Brenner 8 ist in der Rückwand des Raumheizers 3 angeordnet. Zum Inbetriebsetzen
des Raumheizers muß dieser daher zunächst ausgeschwenkt werden, damit die Anzündöffnung
14 zugänglich ist. Nach Zurücks:chwenken des Raumheizers 3 in seine Betriebslage
ist die Anzündöffnung nicht sichtbar und unzugänglich.
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Am oberen Ende der Raumheizerrückwand ist ein kurzer mit kegelförmig
geneigten Wandflächen versehener Abgasstutzen 15 vorgesehen, der in ein entsprechend
kegelförmiges Ende eines festen Abgasrohres 16 eingreift. Die Neigung der ineinandergreifenden
kegelförgimen Teile des Abgasstutzens 15 und des Abgasrohres 16 ist dem Schwenkkreisbogen
des Raumheizers an dieser 'Stelle angepaßt, wodurch erreicht wird, daß die Abgasleitung
an der lösbaren Verbindungsstelle in ausreichender Weise abgedichtet wird und beim
Verschwenken des Raumheizers keine Störung auftritt. In dem Abgasrohr 16 ist eine
Abgasklappe 17 angeordnet, welche nur bei inBetrieb befindlichemRaumheizer geöffnet
ist. Das Abgasrohrt16 mündet in einen Sammelschacht 18, der mit .dem Schornstein
ig in Verbindung steht und an den auch die Abgasleitung des Wasserheizers 2 angeschlossen
ist.
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Zum Inbetriebsetzen ,des Wasserheizers :2 wird der Raumheizer 3 au.sge.sch"venkt,
so daß die gesamte Vorderwand vor dem Wasserheizer frei liegt und dessen Bedienungseinrichtungen
leicht zugänglich sind.
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Der Raumheizer kann natürlich auch an einer anderen Stelle des Verbundgerätes,
z. B. an dem Herd i, angeordnet werden, wo er als Tür des Backofens ausgebildet
sein könnte.
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Das Verbundgerät nach den Fig, q. bis 6 besteht aus einem Wasserheizer
2 und einem Raumheizer 3. Die Teile dieses Gerätes, welche mit den entsprechenden
Teilen des .Gerätes nach den Fig. i bis 3 grundsätzlich übereinstimmen, haben dieselben
Bezugszahlen erhalten. Bei dem Gerät nach den Fig. q. bis 6 ist der Raumheizer 3
wieder als Türflügel ausgebildet, der die Vorderwand der Ummantelung 2o des :Gerätes
bildet und um :die Türgelenke 6 schwenkbar aufgehängt ist. Das untere Türgelenk
6 ist wieder als Gashahn ausgebildet, welcher mit dem Brenner 8 des Raumheizers
und über eine absperrbare Leitung i i mit der Gaszufuhrleitung i2 verbunden ist,
an die auch der Wasserheizer 12 angeschlossen ist. Das An- oder Abstellen der Gaszufuhr
zum Raumheizer kann durch eine in der Verbindungsleitung i i vorgesehene Absperrvorrichtung
zi erfolgen. Das untere Türgelenk -6 dient zum Drosseln bzw. Absperren der Gaszufuhr
beim Herausschwenken des Raumheizers. DerAbgasstutzen. 15 desRaumheizers ist an
den Abgassammelschacht 18 des Wasserheizers angeschlossen. In der Anschlußöffnung
des Abgassammelschachtes 18 ist eine Abgasklappe 17 vorgesehen, die bei herausgeschwenktem
Raumheizer die Anschlußöffnung absperrt. An dem Raumheizer ist eine aus dem Abgasstutzen
herausragende Stange 22 od. dgl. befestigt, welche beim Zurücksch,#venken (des Raumheizers
3 in. seine Betriebslage die Abgasklappe 17 aufdrückt.
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Die @Gasabsperrvorrichtung 21 nach den Fig. q. bis 6 kann auch derart
innerhalb der Ummantelung 2o angeordnet sein, d.aß sie nur bei ausgeschwenktem Raumheizer
bedient werden kann.
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Die ineinandergreifenden kegelförmigen Teile des Abgasstutzens 15
und .des Abgasrohres 16 können in der Betriebsstellung entweder dicht aneinanderliegen,
wie in Fig.6 dargestellt ist, oder einen geringen Zwischenraum für den Durchtritt
von Rückströmg'asen frei lassen, wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist.