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Gastrockenreiniger Es sind Gastrockenreiniger mit rechteckigem Ouerschnitt
bekannt, bei denen. die auf Horden gestapelte Masse in mehreren Lagen übereinanderliegt
und sich zwischen den Lagen Räume für die ein- und austretenden Gase befinden. Dadurch,
daß diese Räume teils als Verteilräume an die ankommende Gasableitung angeschlossen
sind, wird das Gas gezwungen, durch die dazwischenliegenden Masselagen hindurchzugehen.
Insbesondere sind Trockenreiniger mit hintereinander an jeweils benachbarten Kastenwänden
angeordneten Gasverteilungsleitungen bekannt. Es ist weiterhin ein Gastrockenreiniger
aus Gußeisen oder Stahl bekannt, bei dem die übereinanderliegenden Reinigerkästen
über Tellerventile mit einer gemeinsamen Gaszufuhrleitung in Verbindung stehen und
je nach Einstellung der Tellerventile bestimmte Reinigerkästen zur Gasreinigung
herangezogen oder von ihr ausgeschlossen werden können.
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Demgegenüber betrifft die Erfindung solche Gastrockenreiniger, deren
Wände aus Beton bestehen, bei denen ferner die .Anordnung der Gaszu- und -abgänge
mittels vor den Reinigungsräumen angeordneter Vorkammern (Verteilungsräume) und
einer im Kasteninnern vorgesehenen Längswand besonders zweckmäßig und übersichtlich
getroffen ist, und bei welchen schließlich mit verhältnismäßig wenigen Anschlüssen
eine größere .Zahl einfacher und doppelter Schaltungen der Masselagen durchführbar
ist. Gastrockenreiniger aus Beton sind an sich bekannt. Durch die bauliche Verbindung
von Vorkammern und Reinigungskästen längs der ganzen Kastenwand wird infolge der
dadurch möglichen großen Öffnungsquerschnitte eine
besonders widerstandsarme
Gasführung erreicht. Nach der Erfindung läßt sich ferner die ganze Gasreinigungsanlage
durch Anein.andersetzen der einzelnen Kästen als geschlossener Block ausführen,
wodurch in Verbindung mit der Verwendung des Betons als Baustoff eine besondere
Einfachheit, Raumausnutzung und Wirtschaftlichkeit erzielt wird.
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Gemäß der Erfindung sind auf einer Rechteckseite nebeneinander eine
Reihe Vorkammern angeordnet, die nach außen über einen Absperrschieber in die ankommende
bzw. abgehende Gasleitung münden, während ihre nach dem Reiniger zu liegende Wand
mit Schlitzen auf der Höhe der Verteil- und Sammelräume versehen ist. Jede einzelne
Vorkammer steht durch die Schlitze mit verschiedenen Gruppen von Verteil- bzw. Sammelräumen
in Verbindung, so daß je nach der Wahl der angeschalteten Vorkammer die Richtung
der Gasströmung und die Beaufschlagung bei den Masselagen eine andere ist. Vorteilhafterweise
ist durch eine Kastenlängswand der Reiniger unterteilt, und die an die ankommende
Leitung anzuschließenden Vorkammern liegen auf der einen, die an die abgehende Leitung
anzuschließenden auf der anderen Seite dieser Wand; auf der Höhe der Sammel- und
Verteilräume sind in der Längswand regelbare Öffnungen angeordnet, durch deren Einstellung
die Verteilung des Gases über die Länge des Kastens vorgenommen werden kann.
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Eine beispielsweise Ausführungsform des Gastrockenreinigers gemäß
vorliegender Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar stellt Abb. i
einen waagerechten Schnitt entsprechend 1-I von,Abb. 3, Abb. 2 teilweise eine Ansicht,
teilweise einen Schnitt entsprechend: II-II von Abb. i, Abb. 3; einen senkrechten
Schnitt entsprechend III-III der-Abb. i dar.
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Der aus Betonwänden errichtete, vollständig dargestellte Kasten 2
bildet das mittlere Glied einer Reihe, von denen der vorhergehende Kasten mit i,
der folgende mit 3 bezeichnet ist. Die untereinander gleichen Kästen werden durch
eine mittlere Trennwand 4 in Hälften geteilt. Auf der linken Seite der Trennwand
befinden sich die Vorkammern 5, 6, 7, 8, auf der rechten Seite die Vorkammern 9,
io, 1,1, 12. Die Kammern 5 bis 8 sind durch Rohre 13, in denen Schieber 14 angeordnet
sind, mit der ankommenden Gasleitung 15 verbunden, die aus dem mit Glockenschiebern
versehenen Verteilerkasten 16 kommt. Die Vorkammern 9 bis 12 stehen über Rohre 17,
in denen sich Schieber 18 befinden, mit der abgehenden Gasleitung r9- in Verbindung,
die, in den Verteilerkasten 2o eintritt. Zwischen den. Verteilerkästen 16 und 2o
ist noch eine durchlaufende Verbindungsleitung 21 vorgesehen; diese gestattet mit
Hilfe einer vom letzten zum ersten Kasten gehenden Rückleitung, die Kästen 'zyklisch
zu vertauschen. Auf der Innemvand der Vorkammern 5 bis i2 sind Schlitze vorgesehen,
die sich auf der Höhe der Verteil- und Sammelräume 22 befinden, die sich -zwischen
den auf Holzhorden 23 gestapelten Masselagen 24 erstrecken. Auf der Höhe der Räume
22 sind: in der Längswand Öffnungen 25 vorgesehen, die durch Schieber reguliert
werden können und in der Größe von vorn nach hinten zunehmend eingestellt werden,
um das Gas gleichmäßig über die ganze Kastenlänge zu verteilen.
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In dem dargestellten Beispiel sind sechs Masselagen 24 und oberhalb
und unterhalb derselben insgesamt sieben Verteil- bzw. Sammelräume 22 vorgesehen.
Die Vorkammern 5 und io, besitzen Schlitze, die mit den von oben gerechnet ungeradzahligen
Räumen in Verbindung stehen, die Kammern 6 .und 9 Schlitze, die mit den geradzahligen
Räumen in Verbindung stehen. Die Kammern 7 und 12 stehen mit dem dritten und siebenten
Verteilungsraum, die Kammern 8 und i i mit dem ersten und fünften in Verbindung.
Es werden gewöhnlich zusammengeschaltet die Kammern 5 und 9, 6 und 10, 7
und i1, 8 und i2. Bei Benutzung der Kammern 5 und 9 bzw. 6 und io durchsetzt daher
jedes Gasteilchen nur eine Lage der Masse. Bei Benutzung der Kammern 7 und i i bzw.
8 und 12 muß jedes Teilchen. durch zwei übereinanderliegende Masselagen hindurchtreten.
An der Stellung der Schieber 14 und 18 erkennt man sogleich die Schaltung des Kastens.
-Beim übergang von den Kammern 5, 9 auf die Kammern 6, io und ebenso beim -Übergang
von 7, 11 auf 8, i2 kehrt sich die Gasrichtung im Kasten um.