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DE892057C - Meßgerät fur ein Längenmaß - Google Patents

Meßgerät fur ein Längenmaß

Info

Publication number
DE892057C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
measuring
spring
sorting
balls
measuring device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT892057D
Other languages
English (en)
Inventor
Schönkirchen über Kiel Heinrich Wohlk
Original Assignee
Anschütz &. Co. G.m.b.H., Kiel-Neumühlen
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE892057C publication Critical patent/DE892057C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B3/00Measuring instruments characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B3/22Feeler-pin gauges, e.g. dial gauges

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

  • Meßgerät für ein Längenmaß Die Erfindung bezieht sich auf ein Meßgerät für ein Längenmaß, z. B. Dicke, Innendurchmesser, Außendurchmesser od. dgl. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, das Meßgerät so auszugestalten, daß seine Bedienung nur wenig übung erfordert und geringe Zeit in Anspruch nimmt. Auch soll sich das Meßgerät durch Einfachheit und Genauigkeit auszeichnen. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Gerät, dessen Meßbacken - in an sich bekannter Weise an in Richtung aufeinander federnden Äbschuitten eines gemeinsamen Halters sitzen, der sich unter Wirkung einer durch das Ein-stellglied bestimmbaren Kraft, z. B. Federkraft, elastisch verformt, nach der Erfindung zwecks Verwendung des Geräts als Lehre so ausgebildet ist, daß die Feder durch ein die Länge der Meßstrecke angebendes Glied gespannt wird, dessen jeder Stellung eine ganz bestimmte Größe der die elastische Veränderung der Meßstrecke bewirkenden Kraft zugeordnet ist. Die Erfindung eignet sich besonders zum Messen des Durchmessers von Lagerkugeln.
  • Für die Herstellung eines hochwertigen Kugellagers benötigt man einen Satz Kugeln, die so genau wie möglich den gleichen Durchmesser besitzen und so wenig wie möglich von der mathematischen Kugelgestalt abweichen. Die Auslese der Kugeln gleichen Durchmessers sowie die Prüfung ihrer Kugelgestalt erfolgt zur Zeit meistens von Hand mit Hilfe von Mikrometerschrauben und anderen geeigneten Meßwerkzeugen, deren Bedienung Übung erfordert und verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nimmt.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt darin, die Kugeln selbsttätig je nach dem Meßergebnis zu sortieren. Diese messenden Backen werden zwecl<-mäßig von einem kräftigen Bügel getragen, der sich unter der Einwirkung einer durch das Einstellglied spannbaren Zugfeder um mikroskopische Strecken aufweitet.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe werden die die Meßhacken nach ihrer Aufweitung passierenden Kugeln durch sich entsprechend der Federspannung bewegende Mittel einem. der jeweiligen Abmessung entsprechenden Sortierfach zugeführt.
  • Das Gerät läßt sich mechanisch antreiben, so daß sich bei mechanischer Zuführung der Kugeln eine selbsttätige Arbeitsweise ergibt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch im Grundriß dargestellt.
  • An einer Wand IO des Meßgerätes. ist ein Halter 1 1 befestigt, der einen verhältnismäßig kräftigen Bügel 12 aus Stahl trägt. An diesem Bügel sind die beiden Meßbacken 13 und I4 befestigt, und zwar die Meßbacke I3 fest, die Backe 4 hingegen mittels einer Mikrometerschraube 15 verstellbar. Der von den Backen gebildete Durchlaß I6 für die zu vermessenden Kugeln kann daher auf verschiedene Durchmesser eingestellt werden. Während die eine Längsseite des Bügels an ihrer Mitte vom Fuß II getragen wird, greift in der Mitte der anderen Längsseite eine SchraubenfedereI7 an, -die an dem kürzeren Arm eines als Zeiger ausgebildeten Hebels I8 befestigt ist. Dieser ist schwenkbar in einem Halter 19 gelagert, der an der der Wand Io gegenüberliegenden Wand 20 des Meßgerätes befestigt ist. Befindet sich der Zeiger am Teilstrich Null, so ist die Feder?7 entspannt. Der Durchlaß I6 hat dann eine etwas kleinere Weite, als es dem Solldurchmesser der zu prüfenden Kugeln entspricht.
  • Zum Zweck der Prüfung legt man die zu prüfende Kugel auf die Öffnung I6. Zunächst kann sie durch diese nicht hindurchfallen. Dann schwenkt man den Hebel 18 in der Richtung des Pfeiles.
  • Hierbei wird die Feder I7 gespannt und. übt auf den Bügel 12 einen zunehmenden Zug aus. Die Stärken der Feder 17 und des Bügels 12 sind so aufeinander abgestimmt, daß ein großer Ausschlag des Hebels nur eine ganz kleine Aufweitung des Bügels hervorruft. Beispielsweise kann ein Weg der Hebelspitze von I cm den Bügel um t/2000 mm aufweiten. Man verschwenkt also den Zeiger r8 von dem Nullstrich seiner Teilung ausgehend so weit in Pfeilrichtung, bis die Kugel hindurchfällt, und liest dann die betreffende Stellung des Zeigers ab. Sie stellt ein eindeutiges Maß für den Kugeldurchmesser dar.
  • Das Meßgerät läßt sich leicht so ausgestalten, daß es selbsttätig arbeitet. Zu diesem Zweck werden unter dem Bügel 12 Sortierfächer angeordnet.
  • Ein schwenkbares Rohr, dessen oberes Ende unter dem Durchlaß I6 liegt, ist derart mit dem Zeiger I8 verbunden, daß sein unteres Ende durch Schwenkung des Zeigers I8 auf verschiedene den Strichen der Teilung entsprechende Sortierfächer eingestellt wird. Kugeln gleicher Größe gelangen in das gleiche Sortierfach, wobei die Sortierung beliebig feinstufig erfolgt.
  • Eine völlig selbsttätige Arbeitsweise ergibt sich durch Zuordnung eines Antriebes, der den Zeiger r8 selbsttätig hin und her bewegt und nach jedesmaliger Zurückführung in seine Nullage eine neue zu prüfende Kugel auf den Durchlaß I6 leitet. Statt den Zeiger I8 mit einem schwenkbaren Leitrohr zu kuppeln, kann man auch die Sortierfächer auf einem beweglichen Träger anordnen, so daß sie der Reihe nach unter dem Durchlaß I6 hindurchlaufen. Ihr Träger bewirkt dann die Pendelbewegung des Hebels I8. Das kann etwa in der Weise geschehen, daß die Sortierfächer auf einer um eine feste senkrechte Achse umlaufenden Scheibe angeordnet sind, die einen den Hebel I8 verschwenkenden Nocken aufweist. Während diese Scheibe die Sortierfächer unter der Offnung I6 hindurchlaufen läßt, verschwenkt ihr Nocken den Hebel I8 mit stetiger Geschwindigkeit von dem Nullstrich der Teilung ausgehend bis zum Höchstausschlag. Alsdann läßt der Nocken den Hebel I8 plötzlich wieder in die Nulllage zurückschnappen, worauf die Scheibe die Zuführung einer neuen Kugel zur Öffnung I6 bewirl.it.
  • Das gleiche Gerät erfüllt die Aufgabe, die Kugelgestalt nachzuprüfen. In diesem Falle wird es mit vorsortierten Kugeln gleicher Größe beschickt, und die Kugeln läßt man dann etwa fünfzehnm-aldurch das Gerät laufen. Dabei kommen immer wieder andere Durchmesser zur Messung, so daß abweichende Durchmesser, seien es größere oder kleinere, in benachbarten Sortierfächern landen, und nur die einwandfreien Kugeln sich in dem dafür bestimmten Fach zusammenfinden.
  • Die Erfindung kann in mannigfacher Weise abgeändert werden. So kann der Durchlaß I6 an Stelle des runden Querschnitts eine Gestalt aufweisen, die sich ergibt, wenn er aus mehreren, etwa drei gehärteten Spitzen gebildet wird. An die Stelle der Zugfeder I7 kann auch ein anderes Element treten, das seine in Abhängigkeit vom Hebel oder vom Sortierfachträger bemessene Kraft auf elektromagnetische, hydraulische oder pneumatische Weise oder durch Gewichtswirkung erzeugt.
  • Das Meßgerät läßt sich auch so ausgestalten, daß es anderen Zwecken als der Messung oder Prüfung von Lagerkugeln dienen kann. So eignet es sich ohne weiteres zur Dickenmessung, wenn die Meßbacken I3 und I4 entsprechend gestaltet sind, z. B. ebene parallele Flächen einander zuwenden oder Meßspitzen aufweisen, zwischen dile das Werkstück geschoben wird.
  • Statt der Dickenmessung kann aber- auch bei entsprechender Ausgestaltung des Gerätes jede andere Größe gemessen werden. Handelt es sich beispielsweise um die Messung eines Innenmaßes eines hohlen Werkstückes, so besteht das Meßgerät aus einem in das Werkstück einzuführenden aufspreizbaren Körper, dessen Aufspreizung um mikroskopische Strecken unter der Einwirkung einer genau einstellbaren Kraft erfolgt, wobei diese Kraft wiederum durch eine um makroskopische Beträge spannbare Feder oder auf elektromagnetische, hydraulische oder pneumatische Weise erzeugt werden kann.
  • Im Gegensatz zu dem Meßgerät nach der Erfindung sind die bekannten Meßgeräte so gestaltet, daß ihre Meßbacken von getrennten, gleitend oder drehbar aneinander geführten Haltern getragen werden, deren Verstellung zueinander durch formschlüssig wirkende Mittel, z. B. Sdhraubengewindc, -Keile od. dgl., erfolgt. Die Träger der Meßbacken sind dabei möglichst starr ausgeführt, um jede elastische Verformung zu verhindern. Beim Meßgerät der Erfindung aber wird eine solche Verformung gerade herbeigeführt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Meßgerät für ein Längenmaß, z. B. Dicke, Innendurchmesser, Außendurchmesser od. dgl., mit Meßbacken, die in Richtung aufeinander federnd an einem gemeinsamen Halter sitzen, der sich unter der Wirkung einer durch eine Feder ausgeübten Kraft elastisch verformt, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verwendung des Meßgerätes als Lehre die Feder durch ein die Länge der Meßstrecke angebendes Stellglied gespannt wird, dessen jeder Stellung eine ganz bestimmte Größe der die elastische Veränderung der Meßstrecke bewirkenden Kraft zugeordnet ist.
  2. 2. Lehre für Lagerkugeln nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die feineinstellbaren Meßbacken von einem Bügel getragen werden, an dem die Feder angreift.
  3. 3. Sortiervorrichtung für Lagerkugeln mit einer Lehre nach Anspruch 2, bei der die Kugeln nach Durchlauf durch die Öffnung der Lehre Sortierfächern zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln, welche die von den Meßbacken gebildete Öffnung unter ihrem Eigengewicht passieren, nach Maßgabe der Größe der auf die Meßbacken wirkenden Federspannung sortiert werden.
  4. 4. Sortiervorrichtung nach Anspruch 3 mit einem unter der Lehrenöffnung hindurchlaufenden Sortierfachträger, dadurch gekennzeichnet, daß der Sortierfachträger mit einem die Feder abwechselnd spannenden und entspannenden Triebwerk versehen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem um eine lotrechte Achse umlaufenden Sortierfachträger ein Nocken verbunden ist, der während des Umlaufs des Sortierfachträgers einen Federspaunhebel in der einen Richtung verschwenkt, ihn aber bei Beendigung des Umlaufs zu plötzlicher Rückkehr in die Ausgangslage freigibt.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 262 272; schweizerische Patentschrift Nr. go I26.
DENDAT892057D Meßgerät fur ein Längenmaß Expired DE892057C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE892057C true DE892057C (de) 1953-08-20

Family

ID=581085

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT892057D Expired DE892057C (de) Meßgerät fur ein Längenmaß

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE892057C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5383283A (en) * 1992-10-29 1995-01-24 Morton International, Inc. Automated diameter gauging system

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE262272C (de) *
CH90126A (de) * 1919-02-11 1921-08-01 Rudge Whitworth Limited Verfahren und Apparat zum Messen und Sortieren von Gegenständen.

Patent Citations (2)

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Cited By (1)

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