DE8905628U1 - Stopfbüchsdichtung - Google Patents
StopfbüchsdichtungInfo
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Classifications
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- F16K3/243—Packings
-
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
• · I
STOPFBÜCHSDICETÜNG
Die Neuerung bezieht sich auf eine axial spannbare Stopfbüchsdichtung zum Abdichten zwischen einer
Gehäusebohrung und einem darin verschiebbaren, zylindrischen Element, mit Packungsringen aus verformbarem
Dichtungsmaterial, die in der Gehäusebohrung angeordnet sind und deren Außen- und Innemnantel mit
dem Gehäuse bzw- dem zylindrischen Element dichtend in Eingriff stehen, wobei wenigstens ein Packungsring Bi&ägraphit enthält. Solche Stopfbüchsdichtungen
haben sich gut durchgesetzt und im Vergleich zu keinen
Blähgraphit enthaltenden Bauweisen sehr gut bewährt. Die sich ergebende Dichtheit ist für normale An*
Wendungen zufriedenstellend, obwohl - je nach Bean* spruchung - ein axiales Nachspannen, d.h. Zusammenpressen fallweise erforderlich wird.
Die sich bei solchen Bauweisen ergebende Dichtheit ist dann nicht ausreichend, wenn umweltschädliche
Medien enthaltende Räume abgedichtet werden müssen, weil
dann trotz axialem Nachspannen solche Medien in unzulässig großen Mengen austreten. Die Neuerung beschäftigt
sich mit der Aufgabe, die Dichtheit der bekannten Stopfbüchsenbauweise so weit zu verbessern, daß auch
stark schädigende Medien sicher ausreichend abgedichtet werden. Es wurde gefunden, daß dies einfach dadurch
erreicht wird, daß mindestens «siner der Blähgraphit enthaltenden
Packungsringe zumindest an der unterdruckseitigen Stirnfläche mit einer für das anzudichtende
Fluid undurchlässigen ringförmigen Abdeckung und am Innendurchmesser mit einem Abstreifelement aus Kunststoff
versehen ist. Durch diese Konstruktion ist eine Kombination vcn Wirkungen erzielbar. Durch die ringförmige
Abdeckung sind zunächst beim Graphit enthaltenden Packungsring ein Durchtritt oder ein Austritt eines diffusionsfähigen
Mediums verhindert, sodaß durch das Abstreifelement
:- 2: -t
eine zusätzliche Abdichtung ab dem verschiebbaren und
jj gegebenenfalls gleichzeitig verdrehenden zylindrischen · Element, sowie eine Äbstreifwirkung für die auf diesem
&iacgr; Element haftenden Graphitteilchen erreicht wird. Es ergibt
sich eine sehr gute Dichtheit und - bei richtiger Materialwahl für das Abstreifelement - ein geringer Verschleiß,
sodaß auch sin axiales Nachpressen weitgehend vermieden
.j werden kann und in vielen Fällen Faltenbalgabdichtungen
nicht nötig sind.
L Weitere Verbesserungen sind aus den Unteransprüchen |. xu entnehmen.
Die Neuerung wird nun anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele in For=; eines Kolbenventils
(Aufrißschnitt) näher erläutert.
Dieses Ventil besteht gemäß Fig. 1 aus einem Gehäuse 1 (Anschlußenden nicht dargestellt), in dessen Gehäusebohrung
ein unterer Dichtungsring 2 und ein oberer Dichtungsring eingesetzt sind, die durch ein käfigartiges Distanzstück
voneinander getrennt sind. Diese Dichtungsringe wirken mit einem Kolben 5 zusammen, der mittels eines Spindel 6
axial in eine obere Offen- und eir.e untere Schließstellung verstellbar ist. In der dargestellten Schließstellung
steht dieser Kolben 5 mit beiden Dichtungsringen in dichtender Verbindtng, sodaß die Strömung zwischen der
einen Gehäuseöffnung I1 und der anderen Gehäuseöffnung 1"
unterbrochen ist. In der Offenstellung wirkt der Kolben nur mehr mit dem oberen Dichtungsring 3 zusammen und die
Strömungsverbindung zwischen den Gehäuseöffnungen 1' und 1" iöt freigegeben. Die Spindel 6 ist in einer (nicht
dargestellten) Gewindeverbindung eines Oberteils 7 gelagert.
Dieses Oberteil 7 greift mit einem rohrförmigen Fortsatz in die Gehäusebohrung ein, wobei die Stiftschraubenverbindung
9 zwischen Gehäuse 1 und Oberteil 7 auch dazu dient, öle Dichtungsringe 2 und 3 unter axi&ler Spannung
zu halten, um eine ausreichende Abdichtung zwischen
Kolben und Gehäuse über die Dichtungsringe herzustellen. Dieses Äbaiehtsystem bildet also eine axial
spannbare Stopfbüchsdichtung.
Der untere Dichtungsring 2 kann beispielsweise aus Blähgraphit bestehen. Der obere Dichtungsring 3 besteht
aus einem Packungsring 3l, der aus gepreßten
Blähgraphitgranulat (gegebenenfalls mit Beimengungen) mit einer Dichte von etwa lf8 besteht. An der oberen
und unteren Stirnseite sind 1 mm dicke Packungsringe 3"
Einbaus mit dem Graphitpackungsring 31 verklebt
sein können, wobei zur Erhöhung des Einsatzbereichs auch gefülltes PTFE zur Anwendung kommen kann. Da diese
PTFE Packungsringe infolge ihrer geringen Dicke zwar
fließen, aber nur in geringem Maße können sie sowohl über die Ringbreite die Abdeckfunktion als auch am
Innendurchmesser die Abstreiffunktion erfüllen.
Dieser erfindungsgemäße Aufbau der Stopfbüchsendichtung ergibt eine wesentlich verbesserte Abdichtwirkung nach
aussen. Wenn man nämlich ein Ventil mit einer dargestellten"
Stopfbüchsenbauweise einer Erprobung mit Sattdampf von 40 bar (25O°C) aussetzt, weist dieses
Ventil vor der Erprobung unter einem Prüfdruck von 30 bar bei einer Prüfung mit Helium-Dichtheitsprüfgerät
eine Dichtheit von 4.10~ mbar.l/sec. auf. Diese
sehr geringe Undichtheit nimmt dann ohne axiale Nachspannung bis zu lOOO Betätigungen etwas zu und schwankt
dann bis zu den vorgenommenen IO-0OO Betätigungen
zwischen 1O~3 - 1O~4 mbar.l/sec., dabei entspricht der
letztgenannte Wert anders ausgedrückt etwa einer Dichtheit \Ton OjOOecmS/min. Diese ohne Nachspannen erzielte
Dichtheit läßt schon den Vergleich mit manchen Falten-
ü Zu ·
Bei einer Ausfuhrungsform, die big: auf die weggelassenen
PTFE-Pacfcungsringe 3" mit der vorbeschriebenen identisch
ist, ergeben sich unter gleichen Bedingungen vor der Erprobung eine Undichtheit von 3.10** inbar.l/sec., wobei
diese Undichtheit schnell zunimmt und ab 1.000 Betätigungen schon etwa 10 mbar.l/sec. beträgt/ was anders ausgedrückt
etwa einer ündichtheit von 6 l/min, entspricht. Es ist noch zu erwähnen, daß bei einer Erprobung mit einem
trockenen Gas (statt Sattdampf) noch unterschiedlichere Erprobungsergebnisse zustande kommen.
Die Fig. 2 zeigt im Ausschnitt einen anderen Aufbau
des oberen Dichtungsrings für ein Kolbenventil nach Fig. Er besteht aus einem Blähgraphit enthaltenden Packungsring
CH*) und weist oben und unten einen abdeckenden Kunststoffring {11"} auf, der am Innendurchmesser einstückig
als lippenförmiges Abstreifelement ausgebildet ist. Der Kunststoff ist in diesem Fall ein Polyamid.
Dieser Werkstoff läßt eine bedeutend höhere Temperaturbelastung,
als PTFE zu, ist aber anderseits bedeutend
weniger verformbar, sodaß bei einer Pressung zwischen Distanzstück 4 und Oberteilfortsatz 8 kein radiales
Fließen eintritt und demnach die vorgesehene Lippe mit Untennaß auf den Kolben 5 aufgeschoben werden muß.
Die in Fig. 2 dargestellte Stopfbüchsendichtung ist also thermisch bedeutend höher belastbar und weist trotzdem
noch eine sehr gute Dichtwirktmg auf. Bei einer g"1 eichen
Erprobung wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ergibt
sich eine Anfangsdichtheit von 5.10~ mbar.l/sec. Nach 5.00O und 7.5OO Betätigungen ist bei 30 bar Helium noch
eine Dichtheit von 5.1O mbar.l/sec, erhalten, die dann
allerdings bei 10.000 Betätigungen unter 30 bar Helium 4.1O absinkt. Die Dichtheitswerte sind also auch bei diesen höher
belastbaren Dichtelementen noch bedeutend besser als beim vorgenannten Seispiel genannten Kontroliversuch mit einem
Packungsring nach
• -* 5 "—
&igr; · ·&ngr;·
Es ist aber auch möglich, den oberen/ unterdruckseitigen Kunststoffring 11" nach Fig. 2 mit am Innendurchmesser
vorgesehener Lippe im Außendurchniesser
bedeutend kleiner vorzusehenr sofern er - wie am vorliegendem
Beispiel - vom Oberteilfortsatz 8 zusammengepreßt wird, weil dann dessen Stirnfläche direkt als
Abdeckung wirkt. Ebenso kann auch der andere, untere Kunststoff ring (H") »it sineia kleineren ÄuSendurch=
messer ausgeführt werden, weil dort die obere Stirnfläche
des Distanzstücks 4 die Abdeckfunktion übernimmt·
Claims (6)
1. Axial spannbare Stopfbüchsdichtung zum Abdichten zwischen einer Gehäusebohrung und einem darin verschiebbaren,
zylindrischen Element (5), mit Packungsringen (3) aus verformbarem Dichtungsmaterial,
die in der Gehäusebohrung angeordnet sind und deren Außen- und Innenmantel mit dem
Gehäuse (1) bzw. dem zylindrischen Element IS) dichtend in Eingriff stehen, wobei wenigstens
ein Packungsring (3) Blähgraphit enthält, •^dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der
Blähgraphit enthaltenden Fadftungsringe (31) zumindest
an der unterdruckseitigen Stirnfläche mit einer für das aßzudichtende Fluid undurchlässigen
ringförmigen Abdeckung und am Innendurchmesser mit einem Abstreifelement aus Kunststoff
versehen ist.
2. Stopfb'üchsdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdeckung einstückig mit dem Abstreifelement, insbesondere in Lippenform,
als Kunststoffring (3") ausgebildet ist.
Stopfbüchsdichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kunststoffring (3n) eine Stärke bis zu 2 mm besitzt, wobei die Stärke des Packungsrings (3*) ein Mehrfaches der Stärke des Kunststoff
rings {3") ist.
Stopfbüchsdichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoffring (3n) aus
Polytetrafluorethylen besteht.
Stopfbüchsdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das insbesondere in Üppenforai
ausgebildete .Sbstreifelement aus Kunststoff
mit einem dieses und die zugeordnete Ringstirnfläche
abdeckenden metallischen fibdeckring (3") zusammenwirkt, der Spiel zum zylindrischen
Element (5) besitzt.
6. Stopfbüchsdichtung nach einein der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmige Abdeckung
C3·) mit dem P&ckungsring (3*) fest verbunden,
vorzugsweise verklebt ist.
Stopfbüchsdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Blähgraphit enthaltender
Packungsring (3'} direkt an der mit der Stirnfläche die undurchlässige Abdeckung bildenden
Stopfbuchsbrillt= od. dgl. anliegt, die mit dera Abstreifelement
zusammenwirkt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8905628U DE8905628U1 (de) | 1988-05-13 | 1989-05-05 | Stopfbüchsdichtung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8806340 | 1988-05-13 | ||
| DE8905628U DE8905628U1 (de) | 1988-05-13 | 1989-05-05 | Stopfbüchsdichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8905628U1 true DE8905628U1 (de) | 1989-07-13 |
Family
ID=25953050
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8905628U Expired DE8905628U1 (de) | 1988-05-13 | 1989-05-05 | Stopfbüchsdichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8905628U1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4306369A1 (de) * | 1993-03-02 | 1994-09-15 | Kempchen & Co Gmbh | Dichtungspackung für Stopfbuchsen an Armaturen und Apparaten |
| EP0836041A1 (de) * | 1996-10-09 | 1998-04-15 | Hydrair Limited | Durchflussregelvorrichtung für scherempfindliche Fluide |
| DE20005320U1 (de) * | 2000-03-22 | 2001-05-10 | Braig, Hans, Hoerdt | Feuerfeste Packung zum Abdichten einer Schaltwelle einer Armatur |
| DE102009049422A1 (de) * | 2009-10-14 | 2011-04-21 | Behr Thermot-Tronik Gmbh | Ventil zum Steuern eines Fluidstromes |
-
1989
- 1989-05-05 DE DE8905628U patent/DE8905628U1/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4306369A1 (de) * | 1993-03-02 | 1994-09-15 | Kempchen & Co Gmbh | Dichtungspackung für Stopfbuchsen an Armaturen und Apparaten |
| EP0836041A1 (de) * | 1996-10-09 | 1998-04-15 | Hydrair Limited | Durchflussregelvorrichtung für scherempfindliche Fluide |
| DE20005320U1 (de) * | 2000-03-22 | 2001-05-10 | Braig, Hans, Hoerdt | Feuerfeste Packung zum Abdichten einer Schaltwelle einer Armatur |
| DE102009049422A1 (de) * | 2009-10-14 | 2011-04-21 | Behr Thermot-Tronik Gmbh | Ventil zum Steuern eines Fluidstromes |
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