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Schaltvorrichtung für mit einem Strömungsgetriebe verbundene mechanische
Geschwindigkeitswechselgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung bezieht
sich auf eine Schaltvorrichtung für mit einem Strömungsgetriebe verbundene mechanische
Geschwindigkeitswechselgetriebe mit stets im Eingriff befindlichen Zahnradsätzen
und durch Reibung wirkenden: Gangschaltkupplungen (oder Schaltbremsen im Falle eines
Planetenradgetriebes), insbesondere für Kraftfahrzeuge mit Antrieb durch eine Brennkraftmaschine.
Die Erfindung ist besonders, aber nicht ausschließlich für Planetenrad@geschwindigkeitswechse:lgetriebe
anwendbar, bei denen die Schaltbremse oder bremsen (und die Gangschaltkupp@lung
oder -kupplungen, falls vorhanden) elektromagnetisch geschaltet werden, wobei Metall
auf Metall wirkende Reibglieder einen Teil des magnetischen Kreislaufes des schaltenden
Magneten bilden.
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Gang wählende Reibungskupplungen und -bremsen müssen in der Regel
gedrungen sein und arbeiten infolgedessen mit hoher speizifischer Belastung, mit
dem Ergebnis, daß insbesondere bei Kupplungen und Bremsen mit Metall auf Metall
liegenden Reibgliedern die Kupplung oder Bremse bei hohem Reibungsdruck im Betrieb
zu funken anfängt und so beim Gangwechsel Geräusch verursacht, während, falls der
Reibungsdruck hinreichend niedrig ist, um das Funken zu vermeiden, die Kupplung
oder Bremse, außergewöhnlich stark zum Schlüpfen neigt, wenn sie:, eine Drehmomentbelastung
aufnehmen
soll, so daß sie unter hohem Drehmoment ununterbrochen
schlüpft, was die Reibflächen schnell unbrauchbar macht. Aus diesem Grund ist es
üblich, eine kräftige Magnetisierung der Kupplungen und Bremsen solcher elektromagnetischer
Getriebe vorzunehmen, wobei man bis zu einem gewissen Grad die Sanftheit des Einrückens
der Dauerhaftigkeit opfert: Ein Zweck der Erfiadiung ist die Schaffung einer vervollkommneten
Einrichtung, bei -der diese Mängel beseitigt oder mindestens herabgesetzt sind.
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Bei einer Energieübertragungseinrichtung der oben bezeichneten Art
wird zuweilen, z. B. bei Kraftfahrzeugen, die Anwendung eines. izusätizlichen mechanischen
Getriebes, erforderlich, beispielsweise als Umkehrgetriebe oder Notlangs:amgang,
der bei stillstehendem Fahrzeug durch Aus- rund Einrücken zusamnmenar'beitenderVerzahnungengeschaltet
wird. Das Strärnungsgetriebe überträgt ein wesentliches Schleppmoment, wenn seine
Abtriebswelle festgebremst wird und, Idas Pumpenrad mit Motordrehzahl umläuft; da
es während des Scheltens des Umkehrgetriebes. zweckmäßig ist, die übertragung des
Drehmoments in demjenigen Getriebezug, welcher die reibenden Gangwählmittel enthält,
nicht zu unterbrechen, verursacht das Schleppmoment eine Reibbelastung auf die gezahnten
Glieder des, lUmkehrgetriebes, die hinreicht, um ihre Ausrückung zu erschweren oder
sie, bei hohen Leerlaufgeschwinidigkeiten, zu verhindern.
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Ein weiterer Zweck der Erfindung ist idie Schaffung einer einfachen
Anordnung, um diese Schwierigkeit herabzusetzen.
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Die Erfindung macht von einem besonderen Zustand des Strömungskreislaufes
Gebrauch, der in :dem Augenblick eintritt, wo (das durch ihn hindurchgehende Drehmoment
unterbrochen oder umgekehrt wird. Während eines solchen Wechsels des Drehmoments,
bricht der Flüssigkeitswirbelring im Arbeitskreislauf zusammen und befindet sich
in diesem Augenblick in gänzlich ungeregelter Form vermischt mit etwa vorhandener
Luft. Wird unter diesen Umständen. plötzlich wieder einDrehmoment eingeleitet, so.
ist die augenblickliche, Fähigkeit der Kupplung zum Durchleiten .desselben wesentlich
niedriger alsdann, wenn die Ringströmung der Flüssigkeit oder der Wirbelringkreislauf
wiederhergestellt ist.
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Gemäß,der Erfindung ist das Getriebe mit einem für die Auswahl der
Gänge des Getriebes (dienenden Steuerglied ausgerüstet, und das die Maschinenleistung
regelnde Glied, z. B. die Drossel einer Vergasermaschine, ist so. mit dem Gangwähler
verbun-.den, daß die Durchführung von wenigstens einigen .der möglichen Gangwechsel
in oder wesentlich in demjenigen Augenblick veranlaßt oder ermöglicht wird, wodurch
eine entsprechende Betätigung des Steuergliedes für :die Motorleistung die Unterbrechung
oder Umkehr des: Drehmoments in dem Strömungskreislauf,vorzugsweise einer Strömungskupplung,
eintritt. Das Steuerglied ist vorzugsweise ein Vorwähler. Wird jedoch eine unmittelbar
wählende Steuerung angewendet, so muß der Bedienende sie verstellen, wenn das Steuerglied
so für die Leisitung geregelt wird, daß eine Unterbrechung oder Umkehr des Drehmoments
in dem StrömungsgetrIebe eintritt.
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Die Erfindung ist in ider Zeichnung an mehreren Ausführungsbeispielen
für ein Straßenfahrzeug veranschaulicht, .dessen Antriebsmaschine durch eine Strömun@gskupplung
mit einem Cotal-Vierganggetriebe gekuppelt ist, wobei ein Umkehrgetriebe vor demselben
vorgesehen ist.
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Fig. z zeigt einen Längsschnitt durch die Strömungskupplung und Idas
mechanische Getriebe, Fig.2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eines Teils
des Fahrzeuges mit der Energieübertragungseinrichtung von der entgegengesetzten
Seite zu Fig. r gesehen, Fig. 3 eine abgeänderte Einzelheit zu Fig. r, teilweise
im Schnitt, Fig. 4 einen Querschnittlurch den Vorwählerregler, Fig. 5 und 6 Schnitte
gemäß den Linien 5-5 und 6-6 ,in Fig. 4, Fig.7 eine Aufsicht, teilweise im Schnitt,
auf den Vorwähler von Fig. 4, Fig. 8 einen Querschnitt gemäß der Linie 8-8 in Fig.
6, Fig. 9 ein Schema ,des elektrischen Stromkreises und Fig. ro bis 12 schematische
Schnitte zur Veranschaulichung der verschiedenen Arbeitsbedingungen in der Strömungskupplung.
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Gemäß. Fig. r und 2 ist die Brennkraftm@aschine2o mit einer Strömungskupplung
2r ausgerüstet, die auf :der Kurbelwelle 23 befestigt ,ist. ;Das Turbinenrad z5
der Kupplung ist auf einer hohlen getriebenen Walle 26, angeschraubt, die mit Federkeilen
auf der Eingangswelle 24 eines Vier..gang-Cotal-Pla netengetriebes befestigt ist.
Das Gstriebe22 schließt ein Umkehrplunetengetriebe ein, das unmittelbar auf seiner
Eingangswelle 24 ,angebracht ist. Das Cotal-Getriebe umfaßt vier ringförmige Elektromagnete,
von denen die Magnete A und B mit einer gemeinsamen- Ankerscheibe 27 und die Magnete
C und D mit einer gemeinsamen Ankerscheibe 28 zusammenarbeiten. Die Magnete B und
C sind indem Getriebegehäuse 29 befestigt und. stellen Rückdruckbrems!g1ieder 1dar,
während idie Magnete A und D Kupplungsglieder sind. Der Magnet A ist an der
getriebenen Hohlwelle 3o ides Umkehrgetriebes befestigt, rauf der außerdem ein Sonnenrad
31 eines Mehrfachplanetenradgetriebes befestigt ist. Der Magnet D ist auf der getriebenen
Welle 32 des Systems befestigt, auf der außerdem der Planetenradträger 33 eines
Einfachplanetenradgetriebes befestigt ist. Der Anker 27 ist an dem Innenzahnrad
34 -des Mehrfachplanetenraidgetriebes befestigt. Der Planetenradträger35 ,des Mehrfachplianetenradgetriebes
ist ran dem Innenzahnrad 36,des Einfachplanetenradgetriebes befestigt. Der Anker
28 ist an .dem Sonnenrad 37 des Einfachplanetenradgetriebes befestigt.
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Die erregenden Windungen der Elektromagnete sind mit ,ihrem einen
Ende geerdet und mit ihren
anderen Enden an die -Klemmen a,
b, c, d an-,geschlossen. ssen. Die Anschlüsse an die drehbaren Magnete
A und
D erfolgen durch Schleifringe 38 und
39. Dieses Getriebe
ermöglicht folgende vier Vorwärtsgänge:
| Gang Erregte Magnete |
| r. B C |
| z. B D |
| 3. A C |
| 4. (direkt) A D. |
Das Umkehrgetriebe umfaßt ein Sonnenrad 40 auf der Eingangswelle 24, ein Innenzahnrad
41, das an der Welle 3o befestigt ist, und einen Planeltenradträger 42, der auf
der Welle 24 verschiebbar und ,drehbar ist und die Planetenräder 43 trägt. Die Zähne
:dieser Räder haben eine, kleinere Breite als .die der Zahnräder 40 und 41. Der
Planetenradträger 42 ist mit Zähnen 44 :ausgerüstet, die abwechselnd entweder in
das Innenzahnrad 41 oder einen gezahnten Sektor 45 eingreifen können, der an dem
Getriebegehäuse befestigt ist. Der Planetenradträger ist verschiebblar mittels des
Umkehrhebels 48 und einer Wählerstange46, die zwei Stellkerben hat. Diese Kerben
bedeuten Vorwärts- und Rückwärtsgang und arbeiten mit einer von einer Feder belasteten
Kugel 47 zusammen. Wenn der Planetenradträger 42 in den Sektor 45 eingreift, ist
die Welle
30 gezwungen, umgekehrt zu derWelle 24 und: langsamer als diese
umzulaufen. Ist der Planetenr:adträger 42 mit dem Innenzahnrad 41 gekuppelt, .so
sind die Wellen 24 und 30 miteinander versperrt.
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Der Vorwählerschalter gemäß Fig. 4 bis 8 umfaßt ein Gehäuse aus Isolierstoff,
das aus den oberen und unteren Teilen 5o und 51 besteht. Diese sind untereinander
durch Schrauben 52 verbunden und durch Schrauben 54 mit der Steuersäule 53. Der
obere Gehäuseteil 5o enthält einen bogenförmigen Kontaktstreifen 55 und vier Paare
von Kontaktknöpfen. Jeder Kontaktknopf -ist-durch eine Ziffer und einen Buchstaben
bezeichnet, die Ziffer stellt den Geschwindigkeitsgang und der Buchstabe die Klemme
des Gotal-Getriebes,dar, mit <der der Knopf elektrisch verbunden ist. Ein. isolierter
Bürstenarm 56 ist um einen Zapfen 57 schwenkbar, der in dem Gehäuse 5o,
5 1 gelagert ist. Der Bürstenarm trägt .die Bürsten 58, die (den Kontaktstreifen
55 mit den einzelnen Paaren von Kontaktknöpfen abwechselnd verbinden können. Ein
Sperriegel 6o, um den Schraubenzapfen 61 schwenkbar, hat eine bogenförmige geflanschte
Leiste mit drei Kerben 62 (Fig. 8). Diese Kerben. können eine Rippe 59 an dem Bürstenarm
56 fassen und so diesen Arm in den Stellungen für den ersten, zweiten und dritten
Gang sperren (Fig. 7). Eine Stufe 6,211 in der Leiste .des Riegels 6o erlaubt dem
Bürstenarm, sich zwischen der neutralen Stellung und der vierten Geschwindigkeitsstellung
zu. bewegen, selbst wenn der Riegel in seiner Sperrstellung ist. Bei dieser Anordnung
ist es dem Bürstenarm jedoch unmöglich, sich von der vierten zu einer kleineren
Geschwindigkeit zu bewegen. Ein Vorwählerhandgriff 63 ist an einem Federblatt 64
befestigt, das seinerseits an dem Zapfen 57 befestigt ist. Der Handgriff 63 hat
eine Rippe 65, die in fünf Kerben 66 eingreifen kann, die an Bern unteren Gehäuseteil
51 in Stellungen angebracht sind, die der neutralen und den vier Geschwindigkeitsstellungen
entsprechen. Das Federblatt 64 des Vorwählers ist mit dem Bürstenarm 59 durch eine
Kupplungsfeder 69 (Fig. 4 und 5) verbunden, die aus einem den Zapfen 57 umgebenden
Schraubenteil und zwei gekreuzten und danach gewöhnlich parallel zueinander verlaufenden
Enden besteht. Ein jedes Ende verläuft auf einer Seite von zwei Zapfen 67 und 68,
die an .dem Federblatt 64 bzw. dem Bürstenarm 56 befestigt sind. Die Enden dieser
Feder widerstreben ihrerAuseinanderbewegung und suchen so die Zapfen 67 und 68 auf
der gleichen radialen Linie zu dem Zapfen 57 zu halten.
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Der Riegel 6o wird durch eine Stoßstange 70 bewegt, die bei
71 gelenkig an ihm angebracht und bei 72 .in dem Gehäuseteil 51 geführt ist. Die
Stoßstange 70 wird durch eine Feder 73 abwärts ge-.drückt und ist bei 74
an einen Lenker 75 angelenkt, der eine Kurvenfläche 76 und einen Schlitz 77 hat.
Eine Pendelplatte 78 ist bei 8o schwenkbar an einem Halter 79 befestigt und trägt
einen Stift 81, der ,in den Schlitz 77 eingreift, und einen Stift 82, der sich gegen
die Oberfläche der Kurvenscheibe 76 zu legen vermag. Die Pendelplatte 78 wird durch
eine Stange- 83 bewegt, deren unteres Ende bei 84 (Fig. 2) geführt und durch einen
Lenker 85 mit ,dem Arm 86 der Drossel der Maschine 2o gekuppelt ist. Der Drosselarm
ist außerdem durch eine Stange 87 mit dem Gashebe188 gekuppelt; die Drossel wird
durch die Feder 89 zurückgeführt.
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In Fig.2 bezeichnet go einen elektrischen Verteilerkasten, 9r -die
Batterie des Fahrzeuges, 92 den Ladeunterhrecher und 93 den elektrischen Generator.
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Wird das Cotal-Getriebe, wie es in Fig. z veran.schaulicht ist, durch
eine Strömungskupplung angetrieben, so wird die-Welle 3o durch das Schleppmoment
der Strömungskupplung ;gedreht, wenn die Maschine leer läuft und das elektromagnetische
Getriebe in seiner neutralen Stellung steht, wobei alle Elektromagnete nicht erregt
sind. Wird unter diesen Umständen das Umkehrgetriebe geschaltet, so veranlaßt :das
ein Ratschen der Zähne 44 des Planetenradträgers mit dem Sektor 45 oder dem Inneng
zahnraad 41. Dies kann vermieden werden, indem an dem Umkehrhebel ein Schalter angebracht
wird, .der so bedient werden kann, @daß er einen der vier Vorwärtsgänge, vorzugsweise
den vierten (direkten) Gang, eingeschaltet hält, während das Umkehrgetriebe geschaltet
wird.. Hierbei ist ein Kontaktstift 103 (Fig. 9) an :den negativen. Pol der Batterie
gr, deren positiver Pol geerdet ist, angeschlossen, und zwar über einen Widerstand
zog, der die Erregung,der M.agneteA und D hinreichend schwächt, um eine schroffe
Einrückung der elektromagnetischen Kupplung und infolgedessen einen Stoß zu verhüten,
der durch das plötzliche Anhalten des
Läufers 25 der Strärnungskupplung
verursacht werden würde.
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Der kreisförmige Kontaktstreifen 55 des Vor-Wählerreglers ist durch
eine Leitung i io an einen Punkt des Ladestromkreises auf der Generatorseite des
Kontaktes i i i des Ladeunterbrechers angeschlossen. Ein Schalter 112 ermöglicht,
daß der Vorwählerregler unmittelbar von der Batterie erregt wird, beispielsweise
im Falle einer Beschädigung des Generators.
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Die Einrichtung arbeitet beim Vorwärtsgang folgendermaßen: Es werde
-angenommen, daß das Fahrzeug stillsteht und die Maschine leer läuft und daß das
Umkehrgetriebe auf Vorwärtsgang geschaltet ist, wobei der Handgriff 63 des Vorwählers
und der Bürstenarm 56 in :der neutralen Stellung stehen. Die Magnete sind also nicht
erregt, und das Turb:inenrad der Steuerungskupplung und ,die damit verbundenen Teile
des mechanischen Getriebes laufen leer. Der Vorwählerhandgriff wird nun in die Stellung
i bewegt, der Bürstenarm folgt aber nur bis zu der Stellung 4, wo er durch die Stufe
62a des Riegels 6o angehalten wird, so daß die Feder 69 gespannt wird. Alsdann wird
der Gashebel 88 niedergedrückt und veranlaßt eine Drehung der Pendelplatte 78 gemäß
Eig. 4 im Uhrzeigersinn. Dadurch wird der Stift 8i über die obere Totlage gebracht
und hebt den Riegel an, bis ,die Stufe 62a und die, Zahnlücken 62 am Riegel von
der Rippe 59 des Bürstenarms freikommen. Dieser Arm bewegt sich jetzt über die Stellungen
3 und 2 und kommt in der Stellung i zur Ruhe. Es ist zweckmäßig, die Anordnung so
zu treffen, daß der Bürstenarm. bereits ausgelöst wird, wenn der Gashebel um etwa
io°/o seines ganzen Hubes niedergedrückt worden ist.
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Würde das Turbinenrad 25 der Strömungskupplung, das im Leerlauf
durch das Schleppmoment mitgenommen sich dreht, durch Einrücken des ersten vorgewählten
Ganges in bekannter Weise plötzlich angehalten, so: würde seine Trägheit dem Fahrzeug
einen Ruck erteilen. Die vervollkommnete Einrichtung vermindert diesen Ruck auf
ein unbedenkliches Maß durch zwei Mittel: Erstens, da die Elektromagnete mit Strom
von der Generatorseite des Ladeunterbrechers 92 versorgt werden, bevor die Maschine
diejenige Geschwindigkeit erreicht hat, bei welcher der Generator den Unterbrecher
92 schließt, ist die zum Erregen der Elektromagnete verfügbare Spannung kleiner
als die Batteriespannung, so daß die Magnete nur schwach unter der Leerlaufbe@dingung
erregt wenden, wenn das durch die Strömungskupplung übertragene Drehmoment niedrig
ist; das Turbinenrad der Strömungskupplung wird daher allmählich stillgesetzt.
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Zweitens, wird der Bürstenarm von der neutralen Stellung zu der de
s ersten Ganges bewegt, so wird er plötzlich in der Stellung des vierten Ganges
angehalten, und die Einrückung der ElektromagneteA und D hält die Drehung des Läufers
25 ohne schädlichen Stoß an, .da keine Vergrößerung des Drehmoments in -dem Getriebe
und dementsprechend kein hoher Rückstoß auf das Fahrzeug vorhanden ist.
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Wird die Drossel geöffnet, so geht der Bürstenarm, wie bereits erwähnt,
schnell durch die Stellungen 3 und 2, bevor er in der Langsamgangstellung (Gang
i) angehalten wird, und sobald sich die Maschine beschleunigt, schließt sich der
Unterbrecher, volle -Batteriespannung wird an die Magnete B und C gelegt, und das
durch die Strömungskupplung geleitete Drehmoment steigt zu einem Wert, der ,genügt,
das Fahrzeug in Bewegung zu setzen. Inzwischen hat die fortgesetzte Niederdrückung
des Gashebels dem Riegel 6o erlaubt, seine Sperrstellung wiederzugewinnen, die zweckmäßig
so angeordnet wird, daß sie erreicht ist, wenn der Gashebel um 15 °/a ,durchgedrückt
ist.
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Zum Übergang auf eine höhere Geschwindigkeit, etwa den zweiten Gang,
wird der Vorwählerhandgriff in, die Stellung :2 bewegt, während der Bürstenarm in
der Stellung i gesperrt bleibt. Solange der Gashebel noch niedergedrückt ist und
treibendes Drehmoment übertragen wird, ist der Wirbelring -umlauf in der Strömungskupplung
so, wie dies in Fig. io dargestellt ist, wo ein hohler Kreisring von Flüssigkeit
um einen Kern von Luft oder träger Flüssigkeit, sofern die Kuppelung vollständig
mit Flüssigkeit gefüllt ist, umläuft. Wird die Drossel geschlossen, so. beginnt
das- Fahrzeug, die Antriebs-.maschine zu überholen, und der Wirbelumlauf bricht
zusammen. In dem Augenblick, wo,das Drehmoment Null Ist, sucht sich die Flüssigkeit
in einem dichten Ring gegen die äußere Wandung des Arbeitskreises zu sammeln, während
etwaige Luft, die gewöhnlich in dem Kern des Stromkreises vorhanden ist, sich in
der Nähe der Kupplungs-achs@e zu sammeln sucht. Würde das Drehmoment dauernd Null
bleiben, so würde auch der in Fig. I i dargestellte Zustand dauernd aufrechterhalten
bleiben. Es wird also nur während eines sehr kurzen Zeit= raumes, nachdem das Drehmoment
Null geworden ist, ein wirres Gemisch von Flüssigkeit und Luft in der Kupplung gebildet,
wie es Fig. 12 zeigt. Für den Fall, daß die Kupplung keine Luft enthält, befindet
sich der Wirbelring der Flüssigkeit in zusammengefallenem oder einem wirren Bewegungszustand,
wie Fig. 12 veranschaulicht, gegenüber .den wohl geregelten Formen nach Fig. io
und ii.
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Inzwischen hat jedoch das Loslassen des Gashebels den Riegel 6o angehoben
und dem Bürstenarm erlaubt, in die Stellung 2 zu gehen. Die Magnete B und
D werden erregt, während die Kupplung noch in dem durch Fig. 12 dargestellten
Zustand ist, in dem die Fähigkeit zur Drehmome@ntübertraagung wesentlich kleiner
ist, als es der Fall wäre, wenn der Wirbelring nach Fig. ro@ wiederhergestellt wäre
oder wenn sich der dichte Ring von toter Flüssigkeit nach Fig. i i gebildet hätte.
Als Folge ergibt sich, daß der durch das Einrücken der Elektromagnete hervorgerufene
Stoß wesentlich herabgesetzt wird, wenn gewährleistet wind, daß die Wirkungen :der
Drehmomentumkehr, Ausrücken eines Ganges und Wiedereinrücken des nächsthöheren Ganges
in den notwendigen kurzen Zeitabschnitten
vor sich gehen. Ferner
braucht die magnetisierende Kraft nicht so stark zu sein, als es der Fall sein würde,
wenn gefordert würde, die reibenden Oberflächen unter vollem Drehmoment in synchronen
Eingriff zu bringen.
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Alle Wechsel von einer niedrigeren zu einer höheren Geschwindigkeit
während des Ganges des Fahrzeuges werden in der soeben beschri-ebcr°n Weise vollzogen.
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Beim Wechsel von einem höheren zu einem niedrigeren Gang, z. B. beim
Lastkraftverkehr, wenn :das Fahrzeug langsamer zu fahren oder anzuhalten hat, mag
der Gashebel vollständig ausgelöst und darauf derVorwählerhandgriff verstellt werden,
um einen langsameren Gang vorzuwählen. Da der Riegel 6o jetzt in der Sperrstellung
steht, bleibt der höhere Gang eingerückt, bis der Gashebel zum Gangwechsel abermals
niedergedrückt wird und sich :das Fahrzeug beschleunigt. Statt dessen kann man auch,
wenn auf eine niedrigere Geschwindigkeit gewechselt werden soll, den niedrigeren
Gang durch den Handgriff 63 vorwählen, während der Gashebel teilweise niedergedrückt
ist, und der Wechsel kann durch Loslassen des Pedals herbeigeführt werden, so daß
er erfolgt, während sich die Strömungskupplung in :dem Zustand nach Fig. 12 befindet.
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Der Wechsel von einem höheren zu einem niedrigeren Gang, wenn von
dem Fahrzeug eine schnelle Beschleunigung oder das schnelle Erklümrnen eines Hügels
verlangt wird, wird vorzugsweise durchgeführt, indem man den gewünschten niedrigeren
Gang vorwählt, während der Gashebel fast niedergedrückt ist, und darauf den Gashebel
bis zu seinem Ende niederdrückt, was zur Folge hat, daß der Stift 82 an der
Pendelplatte 78 (Fig.4) die Kurvenfläche 76 trifft und so den Riegel 6o anhebt,
was den Gangwechsel ermöglicht. Statt dessen kann auch das Herunterschalten auf
den niedrigeren Gang bei voll niedergedrücktem Gashebel herbeigeführt werden, indem
.man den Vorw,ählerhebel auf die gewünschte niedrigere Gangstellung bewegt. In jedem
dieser beiden Fälle wird der Antriebsmaschine die Beschleunigung durch das bei der
Übernahme des Antriebes durch den vorgewählten niederen Gang momentan auftretende
Überholmoment erleichtert. Der Wirbelring aber wird durch diese Umkehr des Drehmoments
zerrissen, obwohl die Drossel weit geöffnet gehalten wird. Infolgedessen wird die
Aufnahme des Antriebes durch den weichen Zustand .der Kupplung gedämpft. Es ist
zweckmäßig, die Anordnung so zu treffen, daß sich :der Riegel in der Sperrstellung
befindet, während der Gashebel zwischen 15 und 951/6 niedergedrückt ist, während
die letzten 5 °/o der Ab@wärtsbewe:gung :den Riegel auslösen.
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Um ein Ratschender Zähne währenddes Wechsels zwischen Vorwärts- und
Rückwärtsgang zu verhüten, mag in bekannter Weise eine Einrichtung vorgesehen sein,
welche die durch das Leerlaufschleppmoment der Strömungskupplung hervorgerufene
Drehung herabsetzt oder beseitigt, beispielsweise eine Läuferbremse oder ein Ringschieber
mit einer Läuferbremse. Werden derartige Mittel vorgesehen, so ist es nichtwesentlich,
daß ein Vorwärtsgang während des Verstellens ,des Umkehrhebels eingeschaltet wird.
Fig. 3 veranschaulicht eine solche Läuferbremse, die ebenso in Fig. 2 zu erkennen
ist. Eine Ankerscheibe 49 sitzt auf der Welle 24 undrehhar, aber verschiebbar und
arbeitet mit einem an dem Getriebegehäuse 29 befestigten Elektromagnet E zusammen.
Ein Ende der Erre,gungswirndung dieses Magnets ist geerdet, das andere an die Klemme
e angeschlossen. Diese Klemme ist gemäß Fig.9 mit dem Kontaktknopf io2 des Schalters
an :denn Umkehrhebel 48 verbunden, und die in Fig.9 mit vollen Linien gezeichneten
Leitungen zu den Knöpfen ioi und rot können wegfallen. Bei dieser geänderten Anordnung
kann der Umkehrwähler 46a (Fig. 3) mit einer mittleren neutralen Kerbe versehen
sein, die mit der Haltekugel 47 zusammenarbeitet.
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Obwohl die Erfindung im besonderen mit Bezug auf eine Einrichtung
beschrieben worden ist, die eine Strömungskupplung einschließt, kann sie ebenso
bei Einrichtungen mit bestimmten Arten von hydraul.ischenDrehmomentwandlern angewandt
werden, beispielsweise einem Wandler mit einem umlaufenden Gehäuse, das auf dem
Pumpenrad befestigt ist, nebst einem Leitschaufelring, der an einer Stütze in der
Nähe der Drehachse angebracht ist.