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DE898592C - Kolbendampfmaschine - Google Patents

Kolbendampfmaschine

Info

Publication number
DE898592C
DE898592C DESCH1311D DESC001311D DE898592C DE 898592 C DE898592 C DE 898592C DE SCH1311 D DESCH1311 D DE SCH1311D DE SC001311 D DESC001311 D DE SC001311D DE 898592 C DE898592 C DE 898592C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
piston
valve
inlet
engine according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH1311D
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Schwarz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DESCH1311D priority Critical patent/DE898592C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE898592C publication Critical patent/DE898592C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B17/00Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
    • F01B17/02Engines
    • F01B17/04Steam engines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2170/00Steam engines, e.g. for locomotives or ships
    • F01B2170/04To-be-deleted with administrative transfer to parent group
    • F01B2170/0405To-be-deleted with administrative transfer to parent group
    • F01B2170/0423Single acting steam engines with 1, 2 or 3 cylinders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Kolbendampfmaschine Kolbendampfmaschinen mit einer Vielzahl von nacheinander öffnenden Einlaßventilen sind bekannt; der Zweck dieser Ventile ist, durch das zuerst öffnende Ventil eine Vorentlastung des oder der später öffnenden Ventile herbeizuführen.
  • Es ist ferner bekannt, die Auslaßöffnungen längs des Zylinders anzuordnen, mit dem Ziele, die schädlichen Räume der einzelnen Ventilkammern reihenweise zuzuschalten.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Kolbendampfmaschine die Dampfführung so zu gestalten, daß Hoch- und Höchstdruck sowie Dampf und Temperatur ohne vorhergehenden Wärmeentzug nur mit Expansion in einem Zylinder verarbeitet werden. Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß eine Vielzahl von Einlaßöffnungen längs des Zylinders angeordnet und derart gesteuert ist, daß der Dampfeinlaß mit fortschreitender Bewegung des Kolbens in aufeinanderfolgenden Stufen stattfindet; - es eilt also gewissermaßen die Dampfeintrittsöffnung dem Kolben nach, was durch Verwendung von längs des Zylinders verteilten Einlaßöffnungen, die jeweils nach Vorbeigang des Kolbens geöffnet werden, erreicht wird. Auf diese Weise ist Gewähr dafür gegeben, daß der Kolben und auch der Zylinder auf stets gleicher Temperatur gehalten werden, so daß Wärmeverluste und Kondensatbildung auf ein Minimum reduziert werden, was eine erhebliche Steigerung des Wirkungsgrades bedeutet.
  • Besonders zweckmäßig ist es, die erfindungsgemäße Anordnung in Verbindung mit längs des Zylinders verteilten Auslaßöffnungen zu treffen, wobei die Verdichtungsspannung in bekannter Weise durch Offen-oder Geschlossenhalten der einzelnen Auslaßventile verändert werden kann; dadurch wird erreicht, daß beim Zurückgehen des Kolbens der gesamte im Zylinder enthaltene Dampf nicht den gleichen Weg über die ganze Zylinderlänge zurücklegen muß wie der Kolben; dies aber arbeitet einer Abkühlung des Zylinders und des Kolbens in erheblichem Maße entgegen. Die Maßnahme der an sich bekannten Anordnung von längs des Zylinders verteilten Auslaßöffnungen ist daher ein wichtiger Beitrag zur Lösung der Erfindungsaufgabe, den Kolben und den Zylinder auf möglichst stets gleicher Temperatur zu halten.
  • Vorteilhaft sind die Ein- und Auslaßöffnungen zu längs des Zylinders angeordneten, je aus einem Eir-und Auslaßventil bestehenden Ventilsätzen zusammengefaßt.
  • Die Steuerung der Ein- und Auslaßventile geschieht zweckmäßig durch den aus einem öder mehreren Auslaßkanälen ausströmenden Dampf; die Regelung der Dampfzufuhr zu und der Dampfableitung von diesem Steuerkolben erfolgt durch umlaufende Steuerwalzen mit mantelseitigen Durchgangsöffnungen.
  • In weiterer Entwicklung des eingangs erwähnten Erfindungsgedankens wird das in den innenliegenden Ventilkammern komprimierte Dampfgemisch zur Vorwärmung des Kolbens ausgenutzt. Zu diesem Zweck wird der Kolben ganz oder teilweise hohl ausgebildet und an der den Ventilen gegenüberliegenden Stelle mit einer Dampfdurchgangsöffnung versehen, durch welche das in den Ventilkammern komprimierte Dampfgemisch in das Kolbeninnere gelangen kann.
  • Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar Fig. i einen Längsschnitt durch Zylinder und Steuerungsgehäuse, Fig. 2 und 3 einen der Ventilsätze vergrößert im Achsschritt, und zwar Fig. 2 im Querachsschnitt zum-Hauptzylinder mit nur einem Steuerungszylinder und der Dampfzu- und der Dampfableitungsschieberwalze, letztere im Querschnitt, Fig.3 den Ventilsatz im Längenachsschnitt zum Hauptzylinder mit zwei nebeneinandergebauten Steuerungszylindern. (wie in Fig. _ im mittleren Ventilgefäßraum eingesetzt dargestellt ist).
  • Längs des Zylinders Z sind in Abständen fünf Ventilgefäße VG I bis VG V (Fig. z) angeordnet. Der Kolben der Maschine ist mit K bezeichnet und in Fig. z in seiner Mittelstellung bei der Bewegung vom rechten zum linken Totpunkt gegenüber dem Ventilsatz VG III gezeigt; er sitzt auf der Kolbenstange KS. Die Kurbelseite des Zylinders ist mit Ku S, die Deckelseite mit DeS-bezeichnet; gemäß Fig. 2 und 3 besteht jeder der Ventilsätze VS I bis VS V aus zwei ringförmigen Schiebern V I und V II, deren ersterer für den Dampfauslaß und deren letzterer für den Dampfeinlaß bestimmt ist. Der Schieber V I hat kleineren Durchmesser als der Schieber V II; bei seinem Öffnungshube legt sich der Schieber V I in den Schieber V II. Beide Schieber bewegen sich vor Dampfdurchgangsschlitzen Sch, welche den Dampfdurchgang von Dampfzuleitungskanälen EK bzw. zu Dampfableitungskanälen AK ermöglichen. Der innere. Aufbau jedes Ventilsatzes gliedert sich, wie Fig. 2 und 3 zeigen, in fünf übereinändergebaute Teilstücke, und zwar in die eigentliche Ventilkammer VK, in die topfartig eingelegte Dampf- und Olabdichtungsbuchse St, für beide Ventile V I und V II in die zentral gelegene Ölkammer Ö, in den Hubraum H für die Ventilhöhe und in die Dampfsteuerungszylinder DZ I und DZ II. Das Ölzuleitungsrohr ÖZ (Fig. 2) zieht seitlich an den fünf Ventilsätzen vorbei und speist die Ölkammern Ö mit der aus einer Ölpumpe zugebrachten Ölmenge. Von den beiden Dampfsteuerungszylindern des in Fig. 2 gezeigten Ventilsatzes ist nur einer zu sehen; in Fig. 3 und i hingegen sind die nebeneinanderliegenden Steuerungszylinder eines Ventilsatzes sichtbar. Beide Ventile V I und V II führen, wenn sie auf Öffnen und damit auf Herstellung der Verbindung mit dem Dampfeinlaßkanal EK bzw. dem Dampfablaßkanal AK gestellt werden, einen Hub nach oben aus. Das Dampfeinlaßventil V II verschiebt sich hierbei gegenüber der Abdichtungsbüchse St, welche mit der inneren Wandung des Ventilgehäuses zu diesem Zweck einen Ringraum R bildet. Die Abdichtungsbüchse St ist zugleich Träger sämtlicher Dampf-und Öldichtungen. Das Auslaßventil V I erhält die Verbindung mit seinem zugehörigen Steuerungskolben mittels einer Ventilspindel SP und den Querstegen Qu, welche mit dem Ventilschieber V I fest verbunden ist. Das Einlaßventil V II ist nicht mit einer mittleren axialen Ventilspindel verbunden, sondern mit zwei exzentrisch angeordneten Spindeln. Der Ventilring des Einlaßventils V II hat zu diesem Zweck an den Stellen L zwei Ausbuchtungen, in welchen die beiden Ventilspindeln Sp I und SP II eingeschraubt sind. Die Dampf- und Olabdichtungsbuchse St nimmt eine Abdichtung SA für die Auslaßventilspindel Sp auf; ferner sind seitlich ebensolche Abdichtungen SA I und SA II für die Einlaßventilspindeln SP I und SP II vorgesehen. Die mittlere Ventilspindel SP des Auslaßventils V I ist unabhängig von den beiden äußeren Spindeln SP I und SP II des Einlaßventils gesteuert. Geführt wird die zentrale Ventilspindel SP des Auslaßventils an einer Spindelführungsplatte ER I (Erhebungsplatte), die Ventilspindeln SP I und SP II an einer Führungsplatte ER II. Diese Führungsplatten übermitteln mittels Führungsbolzen den Ventilen bei ihren Auf- und Abwärtsbewegungen eine genaue Führung. In jedem der Steuerungszylinder DZ I und DZ II läuft ein Steuerkolben EV I und EV II, von -denen in Fig. 2 nur einer zu sehen ist. In Fig.3 und auch i dagegen sind beide Steuerungszylinder eines Ventilsatzes nebeneinandergebaut ersichtlich. Die beiden Kolben sind j e durch eine kleine Kolbenstange KS I und KS II mit der Führungsplatte (Erhebungsplatte) ER I und ER II verbunden, so daß also, wie erkennbar, bei einem Hub des Kolbens IV I das Auslaßventil V I, bei einem Hub des Kolbens EV II hingegen das Einlaßventil V II geöffnet wird: Die Steuerung des Kolbens EV I und EV II in den Zylindern DZ I und DZ II erfolgt durch Dampf, Welcher diesen Zylindern über zwei seitlich der Ventilsatzserie VS I bis VS V und parallel angeordnete Dampfleitungen DL I und DL II zu- bzw. von diesen, abgeführt wird (s. Fig. 2 und auch x). Die Leitungen DL I und DL II besitzen Mantelöfinungen M, durch welche der Dampf in radialer Richtung strömen kann. Umgeben sind die Leitungen DL I und DL II je von einer Schieberwalze JE I und JE II. Diese Schieberwalzen sind an ihrem Mantel ebenfalls mit Dampfdurchgangsöffnungen versehen und regeln somit je nach ihrer Stellung den Eintritt von Steuerungsdampf in die Zylinder DZ I und DZ II. Jeder Zylinder DZ I und DZ II hat über und unter den zugehörigen Kolben EV Dampfein-und Dampfaustrittsöffnungen (Fig.2), welche mit Leitungen gegen die Schlitze der äußeren Laufbuchse M I der Schieberwalze JE I und JE II münden, so daß also, wenn die betreffende Schieberwalze mit einer Dampfdurchtrittsöffnung einer dieser Leitungen gegenübersteht, Dampfdurchgang und damit Beeinflussung des zugehörigen Kolbens EV' erfolgt. Um den Grad der Füllung verändern zu können, sind die Schieberwalzen JE I und JE II axial verschiebbar. Die Mantelöffnungen der Schieberwalzen, durch welche der Dampf ein- bzw. austritt, sind keilförmig und in Fig. i für Vorwärtslauf in der Schieberwalze JE I mit Vo bezeichnet, in der. Schieberwalze JE II mit Vo I angegeben. Ebenso sind die Keilschlitze für Rückwärtslauf in der Schieberwalze JE I mit Rii und in der Schieberwalze JE II mit Rü I bezeichnet. Die Stellung der Steuerung in Fig. 3 entspricht der Stellung des Ventilsatzes VS III in Fig. i. Der Steuerungskolben EV I, welcher mit dem Dampfauslaßschieber in Verbindung steht, ist auf Geschlossen gestellt, der Steuerungskolben EV II, welcher mit dem Dampfeinlaßschieber in Verbindung steht, auf Offen. Der Kolben K wandert nach links (Fig. i); die Beaufschlagung der Steuerungskolben EV I und EV II mit neuem Steuerungsdampf und die dadurch erzielte Verschiebung dieser Kolben enden in jenem Zeitpunkt, zu dem die Querschnittsflächen der Keilschlitze Vo bzw. Rü der Schieberwalze JE I vor den Schlitzen der Manteloberflächen M bzw. M I sich durch deren Drehung verkleinern, im Gegensatz zu jenen Querschnittsflächen der sich nach entgegengesetzter Richtung bewegenden Keilschlitze Vo I bzw. Rü I der Schieberwalze JE II vor den Schlitzen der Manteloberflächen M bzw. M I. Diese Querschnittsflächen gewinnen an Durchgangsfläche so viel, als bei der gegenüberliegenden Schieberwalze JE I ausscheidet. Wie oben angegeben, ist nach Fig. i der Dampfeinlaßschieber V II des Ventilsatzes VS III auf Offen gestellt. Tritt nun, wie nach Fig. i dargelegt, eine Beeinflussung des Steuerungskolbens EV II des Ventilsatzes VS III in diesem Sinne ein, daß damit das dazugehörige Dampfeinlaßventil sich schließt, so bleibt dieses geschlossen, bis der Kolben K die Stellung der Fig. i auf dem Rückweg wieder einnimmt. Dies entspricht einer halben Kurbelumdrehung, und aus diesem Grunde sind die Keilschlitze unter sich je doppelt in Versetzung von 18o° vorgesehen (in Fig. i ist nur die eine Keilschlitzgruppierung ersichtlich). Durch Axialbewegung der Schieberwalze läßt sich, wie ersichtlich, der Füllungsgrad verändern. Wird die Axialverschiebung so groß, daß die Keilschlitze Ra bzw. Rü I wirksam werden, dann ist die Maschine auf Rückwärtslauf umgesteuert. Die Keilform der Schlitze Vo und Rü bzw. Vo I und Rii I ist daher in entgegengesetzten Keilformen zueinander gestellt. Aufgabe der Schieberwalze JE I ist demnach, die Steuerungszylinder DZ I bzw. DZ II unter Volldruckdampf zu setzen, damit die Ventilbewegung mit größtmöglicher Beschleunigung stattfindet, während die Leitung DL II die Aufgabe der frühzeitigen und raschen Entleerung der Steuerungszylinder hat. Wie in Fig. 2 für das Auslaßventil V I gezeigt, münden die Leitungen i und 3 über die Kolben EV I und EV II in den Zylinder DZ I und DZ II und die Leitungen 2 und q. unter diesen Kolben. Sinngemäß ist die Anordnung für jeden der weiteren Steuerungszylinder. Jede der beiden Schieberwalzen JE I und JE II muß gemäß obigem für jeden der Zylinder DZ I bzw. DZ II zwei Steuerschlitze besitzen. Da beispielsweise fünf Zylinder DZ I und fünf Zylinder DZ II vorhanden sind, macht dies für jede Schieberwalze viermal fünf = zwanzig derartige Schlitze aus (je vier gehören zu einem Ventilsatz, s. Fig. i). Die Dampfmenge, welche aus dem Hauptzylinder bei der Ventilkammer VK III in den Ausströmkanal AK III austritt, wird nicht nach dem Kondensator geleitet, sondern wird über ein Überströmungsrohr zu der Leitung DL I und von hier in die zehn Steuerungszylinder gesteuert (in jedem der fünf Ventilsätze sind zwei derartige Steuerungszylinder vorhanden). Nach vollzogener Beeinflussung der Steuerungskolben EV I und EV II strömt der Abdampf über den Abdampfleitungen zu der Schieberwalze JE II, um von hier über die Dampfleitung DL II und das Ableitungsrohr zum Kondensator zu fließen. Der Antrieb der beiden Schieberwalzen erfolgt mit Hilfe von Zahnrädern von einer Welle der Dampfmaschine aus und somit in zwangsläufiger Abhängigkeit von der Bewegung des Kolbens. Erfindungsgemäß wird der Dampf zum Antrieb der Maschine dem Zylinder Z jeweils mittels der ersten drei auf dem Kolbenweg von einem Totpunkt zum andern hintereinanderliegenden Ventilkammern VK V, VK IV, VK III bzw. VK I, VK II, VK III zugeleitet. In der dargestellten Stellung der Fig. i vollführt der Kolben, wie bereits angedeutet, eine Linksbewegung; das auf der Kurbelseite RüS liegende Dampfeinlaßventil V II des fünften Ventilsatzes VS V hat, je nach Notwendigkeit des gesteuerten Füllungsgrades der Schieberwalzen JE I und JE II; seine Öffnung beibehalten oder auch wieder geschlossen. Die so gesteuert eingetretene Dampfmenge leistet Expansionsarbeit, und der Kolben gelangt zur nächstliegenden Ventilkammer VZ IV. Steht der Kolben auf gleicher Höhe mit dieser Kammer, kommen die gleichen Eintrittsmöglichkeiten für diesen Ventilsatz zur Geltung, wie dies soeben für den vorerwähnten Ventilsatz angegeben wurde. Diese zweite Dampfeinströmung trifft auf die bereits expansierenden Dampfanteile im Zylinder und ergänzt bzw. überhitzt diese bereits kraftleistende Dampfmenge. Da nun der Kolben bei seinem weiteren Wege im Zylindermittel infolge des Kurbelgesetzes auch seine größte Geschwindigkeit annimmt, benötigt er wiederum eine dieser Geschwindigkeit angepaßte Dampfmenge; durch das Einlaßventil V II des dritten Ventilsatzes VS III wird sie ihm zugeleitet. Diese Öffnung erfolgt, wenn der Kolben auf gleicher Höhe mit der Ventilkammer VK III steht. Abermals erfolgt eine Wiederüberhitzung und Ergänzung der Dampfmenge im Zylinder.
  • Erfindungsgemäß finden je nach Kraftbedarf -'Füllungsschaltung kleinere oder größere stufenweise Expansionen im Zylinder während eines Hubes statt. Infolge der stufenweisen Dampfeinströmung ist es gegeben, daß die Dampfzuführung mittels düsenartiger, spiralenförmiger Dampfzuleitungsbahnen im Ventilgehäuse eine endlose und nicht umkehrbare Dampfströmung vor den Einlaßventilen ermöglichen läßt. Es greift der Dampf vor den Ventilen um dieselben, ohne eine Strömung zu ändern, ohne von einem Pressungszustand in einen Strömungszustand und umgekehrt gezwungen zu werden. Die Dampfströmungsgeschwindigkeit in der Dampfleitung im Ventilgehäuse ist gleich der Geschwindigkeit des Kolbenhubes. Die düsenfeine Einströmbahn vor den Einlaßventilen sowie der stufenweise Dampfeintritt in die Ventilkammern sind die Voraussetzungen des Geschwindigkeitstreffens von Dampf und Kolben im Zylinder. Es wird demzufolge immer die hochüberhitzte Frischdampfmenge auf die Kolbenstirnwandfläche treffen, also gewissermaßen mit den Kolben wandern, was bei der jeweiligen Kompression auf dieser Kolbenseite von großem Vorteil ist. Die in der Bewegungsrichtung des Kolbens vor demselben liegenden Ventilsätze sind jeweils auf Auslaß gesteuert. Wandert der Kolben aus der Stellung der Fig. i in Richtung gegen die Ventilkammer YK II weiter, so schließen die Auslaßventile der beiden vor dem Kolben liegenden Ventilsätze VS II und VS I, wodurch in an sich bekannter Weise eine Kompression der in diesem Teil des Zylinders vorhandenen Dampfmenge stattfindet. Geht der Kolben durch seinen deckelseitigen Umkehrpunkt, so erfolgt die Beaufschlagung des Kolbens über das Einlaßventil V II des Ventilsatzes VS I. Bei den anderen Ventilsätzen VS II, VS III, VS IV und VS V sind die Einlaßventile alle geschlossen. Die Auslaßventile öffneten sich, bevor der Kolben seine Totpunktstellung einnimmt. Die vorher tätig gewesene Dampfmenge strömt, ohne eine Längenströmung im Zylinder auszuführen, durch die Auslaßkanäle AK nach dem Kondensator, das Auslaßventil V I des Ventilsatzes VS III hat mit dem Kondensator keine Verbindung, sondern, wie schon erläutert, wird diese hier austretende Dampfmenge mittels Überströmungsleitung zu den Steuerungszylindern DZ I und DZ II abgezweigt. Dieses Auslaßventil öffnet sich früher als die übrigen, um den im Zylinder nicht ganz expandierenden Dampf noch nutzbringend zur Steuerung des Ventils zu bekommen. Erfindungsgemäß wird ein Teil der Hubleistungsrestmenge des Arbeitsdampfes im Zylinder nicht mehr unausgenutzt zum Kondensator gesteuert und auch nicht mehr mittelbar über Kurbelwelle, Exzenter, Federn usw., sondern unmittelbar zur Steuerung der Ventile verwendet. Erfindungsgemäß scheiden auch die schädlichen Räume und Flächen der drei mittleren Ventilkammern mit fortschreitender Kolbenbewegung für die Kompression aus; nur noch eine Ventilkammer und der Raum zwischen Zylinderstirnwand und Kolbenstirnfläche verbleiben als Kompressionsraum. Diese günstigen Verhältnisse finden eine weitere Ergänzung auf der jeweiligen Expansionsseite des Zylinders bzw. Kolbens mittels der hier stattfindenden reihenweisen Zuschaltung der drei mittleren Ventilkammern, wodurch- für das Expansionsvolumen bei Beginn des Hubes günstigere Voraussetzungen sich ergeben und erst im Zylindermittel sich der Einfluß der drei Ventilkammern auswirken kann. Bei der erfindungsgemäßen Maschine wird, wie ersichtlich, der im Kessel erzeugte Dampf von hohen Drücken und hohen Temperaturen ohne vorhergehenden Wärmeentzug nur mit Expansion in jeweils einem Zylinder verarbeitet. Selbstverständlich kann die Maschine sinngemäß als Mehrzylindermaschine mit zweckmäßig versetzt arbeitenden Kolben ausgeführt werden, wobei sich dann in jedem dieser Zylinder die beschriebenen Vorgänge abspielen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kolbendampfmaschine mit einer Vielzahl von Einlaßventilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaßöffnungen längs des Zylinders angeordnet und derart gesteuert sind, daß der Dampfeinlaß mit fortschreitender Bewegung des Kolbens in aufeinanderfolgenden Stufen stattfindet, und daß ferner die Auslaßöffnungen zweckmäßig ebenfalls, wie an sich bekannt, längs des Zylinders verteilt sind, wobei die Verdichtungsspannung in bekannter Weise durch Öffnen oder Geschlossenhalten der einzelnen Auslaßventile verändert werden kann.
  2. 2. Kolbendampfmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein- und Auslaßöffnungen zu längs des Zylinders (Z) angeordneten, je aus einem Ein- und einem Auslaßventil bestehenden Ventilsätzen (VG I bis VG V) zusammengefaßt sind.
  3. 3. Dampfmaschine nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Ein- und Auslaßventile (VG I bis VG V) durch den aus einem oder mehreren Auslaßkanälen (AK III) ausströmenden Dampf erfolgt. q..
  4. Dampfmaschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ventilsatz (VS I bis V
  5. S V) aus zwei gleichachsig übereinander angeordneten Schiebern (TV I und V II) besteht, von denen einer (V II) der Steuerung des Dampfeinlasses, der andere (V I) der Steuerung des Dampfauslasses dient, und welche je mit einem von dem -ausströmenden Dampf beaufschlagten Steuerkolben (EV I und EV II) gekuppelt sind. Dampfmaschine nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schieber (V I) in dem zu diesem Zweck hohl ausgebildeten anderen Schieber (V II) geführt ist.
  6. 6. Dampfmaschine nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Dampfzufuhr zu und der Dampfableitung von den Steuerkolben (EV I und KV II) durch umlaufende Steuerwalzen (IE I und IE II) mit mantelseitigen Dampfdurchgangsöffnungen erfolgt.
  7. 7. Dampfmaschine nach Anspruch i bis 6; dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwalzen (IS I und IE II) axial verschieblich sind und die Dampfdurchgangsöffnungen sich konisch erweitern, so daß durch Verschiebung der Walzen (IE) der Füllungsgrad geändert werden kann. B. Dampfmaschine nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwalzen (IE I und IE II) für Dampfzufuhr und -ableitung allen Ventilsätzen (VS I bis VS V) gemeinsam sind und parallel auf gegenüberliegenden Seiten der Ventilsatzserie (VS I bis VS V) angeordnet sind. g. Dampfmaschine nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfeinströmung an den verschiedenen Ventilsätzen (VS I bis VS V) mit verschiedener Geschwindigkeit entsprechend der Geschwindigkeitsänderung der Kolbenbewegung erfolgt. io.' Dampfmaschine nach Anspruch i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Dampfzuführungskanal (ZK) zu den Einströmöffnungen (Sch) der Einlaßventile (V II) abgezweigten Kanäle (EK) in düsenförmiger Verjüngung um die Einlaßventile (V II) geführt sind. ii. Dampfmaschine nach Anspruch i bis =o, dadurch gekennzeichnet, daß jede düsenförmige Zuleitung (EK Ibis EK V) entsprechend der jeweils erforderlichen Dampfgescbwindigkeit bemessen ist.
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