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Magnetschalter, insbesondere für Eisenbahn-Sicherungseinrichtungen
Die im Eisenbahn-Sicherungswesen verwendeten Elektromagneten für die Steuerung von
Getriebeteilen, Überwachungskontakten u. dgl. bestehen aus einem möglichst klein
dimensionierten Schwachstrommagneten mit einem am Magnetkörper scharnierartig gelagerten
Anker, durch den die am Tagnetkörper sitzenden Überwachungskontakte unmittelbar
gesteuert werden. Da durch die schwache und empfindliche Lagerung des Ankers dieser
als (Sperr- oder Treiborgan der durch die zu beeinflussenden Stellhebel, Verschlußschieber
u. dgl. auftretenden statischen Beanspruchung nicht gewachsen ist, werden besondere
Sperr- oder Treiborgane, beispielsweise Sperrklinken, Treibhebel u. dgl., verwendet,
die in Verbindung mit dem zu beeinflussenden Stellhebel, Verschlußschieber od. dgl.
gelagert und durch Laschen mit dem Anker verbunden sind. Diese organische Trennung
der durch den Anker unmittelbar beeinflußten Überwachungskontakte von den unmittelbar
gesteuerten Sperr- oder Treiborganen erfordert einen erheblichen konstruktiven Aufwand
und ist sicherungstechnisch nicht einwandfrei, weil die Lage der Sperr- oder Treiborgane
die Sicherheit bedingt, also unmittelbar und im Zusammenhang mit den Überwachungskontakten
überwacht werden müßte.
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Die Erfindung bezweckt, ein Relais bzw. einen Magnetschalter zu schaffen,
der bei möglichst kleinen Ausmaßen .doch stabil genug ist, um Kräfte aufnehmen zu
können, wenn er nicht nur als Schalter, sondern auch als Sperre od. dgl. verwendet
wird.
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Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß zwecks Lagerung
des Ankers an dem Magneten, der Anker mit einer Bohrung bzw. Aussparung versehen
ist, in welche der Magneteisenkern eingeschoben ist, oder umgekehrt, wobei die Bohrung
so viel Spiel besitzt, daß der Anker frei beweglich ist. Der Anker bzw. der Magnetschenkel
erhält zweckmäßig eine Verlängerung, die die
statischen Beanspruchungen
aufnimmt und gleichzeitig auch zur Befestigung der Überwachungskontakte an dem Elektromagneten
dienen kann.
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Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen beispielsweise erläutert.
Hierbei ist in den Fig. i bis i o ein U-förmiger Magnetkörper, in den Fig. i i bis
24 ein U-förmiger Anker verwendet. In allen Figuren sind die wesentlichen Bestandteile
des Erfindungsgedankens einheitlich bezeichnet, und zwar: Magnetkörper i, Magnetschenkel
2, 3, Anker 4, Ausschnitt im Anker 5, Magnetspule 6, Befestigungsleiste 7. Die Fig.
i bis 3, 8 und 9 zeigen vertikal die Fig. 4 bis 7 und io horizontal angeordnete
Elektromagneten. Alle Figuren zeigen den Erfindungsgedanken: den mit seinem Ausschnitt
5 auf dem Magnetschenkel2 beweglich gelagerten Anker 4 und die der Lagerung des
Ankers und der Befestigung des Magneten dienende Verlängerung , des Magnetschenkels
2 mit der Befestigungsleiste 7. Die Art der Befestigung des Magneten richtet sich
nach Form und Anordnung .des Magnetschenkels z. Beispielsweise zeigen .die Fig.
i und 5 den flach anliegenden zu verschraubenden Magnetschenkel 2, die Fig.3 zeigt
einen im Zapfen gelagerten mit Muttern zu verschraubenden Magnetschenkel 2. Die
Fig. 2, 6, 7 bis io zeigen den keilartigen Sitz des geschlitzten Schenkels 2 in
dem Ausschnitt der Befestigungsleiste 7 auf dem Sitzbolzen B. In den Fig. i, 2,
4 bis 8 und io ist der Anker als Sperrklinke ausgebildet, beispielsweise in Fig.
i für einen Stellhebel 12, in Fig. 2 und 6 für einen Verschlußschieber 13 und in
Fig. 1o für die Fallklappe 16 einer Tableaueinrichtung. Der Sitz der Überwachungskontakte
9 ist in den Fig. i, 2., 3, 5 gezeigt, wobei in Fig. i, 2 und 3 .die Kontaktfedern
durch ein am Anker sitzendes Brückenstück io verbunden werden und in Fig. 5 durch
einen Stempel i i aus Isoliermaterial gegeneinander gedrückt werden. In der Fig.
8 ist die Reihenanordnung der für diesen Zweck besonders geeigneten schmalen Bauform
des Elektromagneten nach Fig.2 .dargestellt für die Sperrung der,Schieber eines
mechanischen Verschlußregisters. In der Fig.9 ist gezeigt, wie gleichartige Magnete
mit dem als Kniehebel ausgebildeten Anker 4 den Schieber 13 hin bzw. her
bewegen. Die Fig. io zeigt einen Kleinstmagneten, durch den die Fallscheibe 16 einer
Tableaueinrichtung in Hochlage gehalten wird, während in der Fig. 4 .der flache,
geschlitzte Schenkel 2 keilartig auf den Kopfstiften 8 sitzt.
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In den Fig. i i bis 24 ist der Magnetkern mit ioi bezeichnet, der
Anker mit io2, der Ankerausschnitt mit 103, die Spule mit io#4, die Kontakttraverse
mit i o5 und die Befestigungsleiste mit i o6. Die Fig. i i und 12 zeigen einen Magnetschalter
mit flachliegendem Kern ioi, die Fig. 13 und 14 zeigen einen Magnetschalter mit
hochkant liegendem Kern ioi. In den zugeordneten Fig. 15 und 16 sind die Ankerschenkel
io2 mit dem Ankerausschnitt 103 dargestellt. In den Fig. 17 und 18 ist beispielsweise
ein Magnetschalter dargestellt, bei dem das Lagerende des Magnetkerns ioi winklig
abgebogen ist. In allen Beispielen ist der Anker U-förmig ausgebildet. Die Fig.
i9 zeigt,den Querschnitt der Lagerstelle bei abgefallenem Anker und angezogenem
Anker. Der Anker rastet hier auf der unteren, schneidenartigen Kante 107 des Ankerausschnittes
103. Da auch die obere Ausschnittfläche io8 als Anlage dienen kann, ist diese ebenfalls
schneidenartig abgekantet. Die Fig.2o zeigt die Lagerstelle bei abgefallenem und
angezogenem Anker, wobei die obere Anlage des Ankers durch das Schneidenblech iog
gebildet wird und für die untere Anlage das Schneidenblech iio vorgesehen ist. Die
beiden Schneidenbleche können natürlich auch ein einziges, gelochtes Blech sein.
Durch die Traverse io5 werden die Kontaktsätze durch die Traversennocken 111, 11:2
usw. beeinflußt, und zwar bei abgefallenem Anker die Kontaktfedern 113, 114, 115,
116 usw., bei angezogenem Anker die Kontaktfedern i 17, 118, 119,
1:20.
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Bei dem Beispiel nach Fig. i i und 12 sind die Kontaktsätze z. B.
in zwei Reihen nebeneinander angeordnet, während in Fig. 13 und 14 die Kontaktsätze
in einer Reihe übereinandersitzen, wodurch der in der Breite weniger Platz beanspruchende
Magnetschalter für die horizontale Reihenanordnung der Magnetschalter besonders
geeignet ist. Der U-förmige Charakter des Ankers bleibt hier auch bewahrt, wenn
die Schenkel, wie die Fig. 21 bis 23 zeigen, nicht parallel zueinander sind oder
die Schenkelenden nach den Fig.21 bis 24 parallel zum Kern verlaufen.