Verfahren zur Herstellung von Kugellinsen, insbesondere für Mikroskope
und Kleinmikroskope Es besteht seit geraumer Zeit ein Bedürfnis nach einem billigen
Kleinmikroskop, das insbesondere beim Schulunterricht Anwendung finden kann. Bisher
war im Schulbetrieb in der Regel nur ein Mikro-skop, :bestenfalls waren mehrere
vorhanden, was den Nachteil hat, daß die Schüler mikroskopische Präparate während
des Schulunterrichtes nur kurzzeitig beobachten können. Durch idieSchaffungeines
billigen. Kleinmikroskopes besteht nun,die Möglichkeit, daß jeder Schüler mit einem
Kleinmikroskop ausgerüstet werden kann, so daß bei einem umfangreichen Beobachtungsunterricht
jeder Schüler dauernd das Präparat beobachten und -so dem Vortrag des Lehrers genau
beobachtend folgen kann. Auch kann er :an Hand. des Mikroskops das Beobachtete sofort
nachzeichnen. Diesem Bedürfnis wird in hervorragender Weise durch die Herstellung
der sehr billigen Kugellinse und des Kleinmikroskops entsprochen. Die Optik des
Kleinmikroskops, auch Büchsenmikroskop genannt, besteht aus einem Satz Glaskügelchen
von etwa 1,5 bis 3 mm Durchmesser, mit denen sich bemerkenswert klare, etwa
50- bis i5ofache lineare Vergrößerungen .erreichen lassen. Diese völlig kugeligen
Glasperlen müssen, um als Linsen überhaupt verwendet werden zu können, in geeigneter
Weise gefaßt sein. Als Linsenfassungen dienen dünne Unterlegscheibchen aus Eisenblech,
.die auch al-s Nietscheibchen beizeichnet werden und deren äußerer Durchmesser etwa
5 his 8 mm beträgt und in :deren öffnungen die Perlen eingeschmolzen sind.
Beim
Einschmelzen der auf die Unterlegscheibe= aufgesetzten -Glasperle muß darauf geachtet
werden, daß der Lochdurchmesser etwas kleiner als der Durchmesser der Perle ist,
damit die Perle nicht durch das Loch hindurchfällt. Hierbei kommt der Kugelmittelpunkt
etwas über dem Zentrum des Loches zu liegen. Auf diese Weise wird eine ungleichmäßige
.Krümmung der Kugeloberfläche erzielt. In welchem Verhältnis der Lochdurch,mess-er
kleiner als .der Durchmesser der Glasperle sein muß, kann durch Versuche genau ermittelt
werden.Process for the production of spherical lenses, in particular for microscopes and small microscopes There has been a need for an inexpensive small microscope which can be used in school lessons in particular for some time. Up until now there was usually only one microscope in school: at best there were several, which has the disadvantage that the pupils can only observe microscopic specimens for a short time during school lessons. By creating a cheap one. With the miniature microscope, there is now the possibility that every student can be equipped with a miniature microscope, so that in an extensive observation lesson, each student can constantly observe the preparation and thus closely follow the teacher's lecture. He can also: by hand. Immediately trace what you have observed using the microscope. This need is met in an excellent manner by the production of the very cheap ball lens and the small microscope. The optics of the miniature microscope, also known as the rifle microscope, consist of a set of glass spheres about 1.5 to 3 mm in diameter, with which remarkably clear, approximately 50 to 15 times linear magnifications can be achieved. These completely spherical glass beads must be set in a suitable manner in order to be able to be used as lenses at all. Thin washers made of sheet iron serve as lens mounts, which are also referred to as rivet washers and whose outer diameter is about 5 to 8 mm and in whose openings the pearls are melted. When melting the glass bead placed on the washer = care must be taken that the hole diameter is slightly smaller than the diameter of the bead so that the bead does not fall through the hole. Here, the center of the sphere comes to lie slightly above the center of the hole. In this way, a non-uniform curvature of the spherical surface is achieved. The ratio in which the hole diameter must be smaller than the diameter of the glass bead can be precisely determined by experiments.
Das Verfahren zur Herstellung der Kugellinse besteht darin, daß man
von Glasperlen von 1,5 bis 3 mm Durchmesser ausgeht. Diese Glasperlen ibesitzen
praktisch nur selten genaue Kugelform und sind deswegen für optische Zwoecke so
noch nicht verwendbar. Sie werden erfindungsgemäß optisch brauchbar gemacht, indem
sie zum Schmelzen gebracht werden. Es erfolgt also die Kugelherstellung nicht wie
in üblicher Weise durch Schleifen. Dieser einzige erfindungsgemäße Arbeitsgang veredelt
die Glasperle .gleichzeitig in dreifacher Weise: Zunächst wird die unregelmäßig
-geformte Glasperle durch das Schmelzen in idealer Weise gerundet und so die zur
Linsenwirkung erforderliche Kugelform erreicht. Zum anderen schmilzt die so erhaltene
Kugellinse gleichzeitig im Loch des T-Tnterlegscheibchens fest, so daß das ganze
Gebilde bequem gehandhabt werden kann, indem man es mit der Pinzette in das Linsenloch
eines Linsenträgers einlegt. Schließlich wird die meistens verschrammte oder blind
gewordene Oberfläche der Perle durch das Schmelzengeglättet undgewis-sermaßenpoliert,
so daß die Kugellinse voll lichtdurchlässig wird.The method of making the ball lens is that one
starts from glass beads with a diameter of 1.5 to 3 mm. These glass beads own
practically rarely exact spherical shape and are therefore used for optical purposes
not usable yet. According to the invention, they are made optically useful by
they are melted. So the ball production does not take place as
in the usual way by grinding. This single operation according to the invention refines
the glass bead. at the same time in three ways: First, it becomes irregular
-shaped glass bead rounded by melting in an ideal way and so the for
Lens effect required spherical shape achieved. On the other hand, the one obtained in this way melts
Ball lens at the same time firmly in the hole of the T-washer, so that the whole
Formation can be conveniently handled by inserting tweezers into the lens hole
a lens carrier. Eventually, most of the time it becomes scarred or blind
The surface of the pearl that has become smoothed and, to a certain extent, polished by the melting,
so that the ball lens is fully translucent.
Die so erhaltene bikonvexe Linse weist eine Brennweite von 2 bis 3
mm .und eine lineare Vergrößerung auf das Hundertfache auf. Diese Kugellinsen können
als Optik in einem mikroskopischen Stativ verwendet werden. Sofern man sie in geeigneter
Schraubfassung einbaut, können sie als konkurrenzlos billige Objektive der üblich
zusammengesetzten Mikroskope benutzt werden. Ferner sind sie als Okulare einfacher
astronomischer Fernrohre verwendbar.The biconvex lens thus obtained has a focal length of 2 to 3
mm. and a linear magnification of 100 times. These ball lenses can
be used as optics in a microscopic tripod. Unless they are more suitable
Built in screw mounts, they can be compared to the usual cheap lenses
compound microscopes can be used. They are also simpler than eyepieces
astronomical telescopes can be used.
Die Zeichnung stellt die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dar.
Es zeigt Fig. i einen Axialschnitt durch ein Büchsenmikroskop und Fig. 2 eine Draufsicht
auf,das gleiche Mikroskop. . Das Gehäuse .des Mikroskops besteht aus einer Büchse
i, z. B. einer gewöhnlichen Konservenbüchse, die dem Mikroskop eine besondere Handlichkeit
und Standsicherheit gilbt. Die übliche Konservenbüchse wird durch einige Schnitte
und Biegungen derart umgewandelt, idaß@ von dein oberen Rand:2 ausgehend in ziemlich,
starker Krümmung 3 eine federnde Blechzunge q., in der Hauptsache nahezu horizontal
verlaufend, rüber die Mitte der Büchse gebogen wird. In einem mittleren Loch 5 wird
das Unterlegscheibchen 6 mit der Kugellinse 7 lose anfliegend.angeordnet. An Stelle-
des 'oberen Blechbo-dens, der herausgeschnitten ist, wird eine Objekttischplatte
S., beispielsweise aus Pappe, au fgesetzt-,und mit umgebogenen Deckelblechwatfdungsteilen
9 gehalten. Die Objekttischplatte 8 weist in .der Mitte, d. h. an .der Stelle der
Kugellinse ein Loch roi auf.The drawing shows the invention in an exemplary embodiment. It shows FIG. 1 an axial section through a can microscope and FIG. 2 a plan view of the same microscope. . The housing .des microscope consists of a sleeve i, z. B. an ordinary tin can, which gives the microscope a special handiness and stability. The usual tin can is transformed by a few cuts and bends in such a way that @ from its upper edge: 2 starting with a fairly strong curvature 3 a resilient sheet metal tongue q., Mainly running almost horizontally, is bent over the middle of the can. In a central hole 5, the washer 6 with the ball lens 7 is loosely attached. Instead of the upper sheet metal base, which has been cut out, an object table top S , for example made of cardboard, is put on and held with bent cover sheet metal parts 9. The object table top 8 has a hole roi in the middle, ie at the point of the spherical lens.
E.in Teil oder Mantelwandung wird durch dreifaches Umbiegen zu einem
Lager ii für eine Stellschraube 12 ausgebildet, -die auf einem Gewinde eine Mutter
13 trägt, mittels welcher die federnde Zunge verstellt und damit eine Scharfeinstellung
auf den Objektträger 14 erfolgen kann. Um eine Achse 15 ist ein an ihr befestigter
Spiegel 16 schwenkbar gelagert, so daß die einfallenden Strahlen 17 nach Reflexion
bei genauer Einstellung auf die Kugellinse treffen.E. in part or jacket wall becomes one by bending it three times
Bearing ii designed for an adjusting screw 12 -that has a nut on a thread
13 carries, by means of which the resilient tongue is adjusted and thus a focus adjustment
can be done on the slide 14. An axis 15 is attached to it
Mirror 16 pivotally mounted so that the incident rays 17 after reflection
hit the ball lens when precisely adjusted.
Falls erforderlich, kann auch ein besonderer Okularaufsatz verwendet
werden, der aus einem Dreibeintu'bus besteht, ;der fest auf den oberen Falzrand
der Blechbüchse .aufgesetzt wird. Er ruht demnach auf -dem Rand des Objekttisches.
Er braucht nicht verstellt zu werden. Die Scharfeinstellung des so erhaltenen zusammengesetzten
Mikroskops geschieht ebenfalls nur durch Einstellung des Linsenträgers. Sofern am
Okularende des Tubus eine schiwach vergrößernde Lupe eingehängt wird, vernvandelt
sich das Gerät zu einem zusammengesetzten Mikroskop.If necessary, a special eyepiece attachment can also be used
which consists of a three-legged bus, which is firmly attached to the upper folded edge
the tin can. is placed. It rests on the edge of the object table.
It does not need to be adjusted. The focus of the composite thus obtained
Microscope is also only done by adjusting the lens carrier. Unless on
A weak magnifying glass is attached to the eyepiece end of the tube
the device into a compound microscope.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Der Spiegel 16 wird
.durch Drehen an der Achse 15 so eingestellt, daß die Lichtquelle, welche aus einem
hellen Fenster oder einer abgeschirmten Glühbirne bestehen kann, durch die Blendenöffnung
io ,des Objekttisches 8 und das Linsenloch 5 .des Linsenträgers 6. hindurch im Spiegel
sichtbar wird. Alsdann. wird der Objektträger 14 so auf den Objekttisch 8 aufgelegt,
daß fdas-eigentliche Objekt genau in :der Mitte unter das Linsenlochs zu liegen
kommt. Alsdann wird mittels einer Pinzette die Kugellinse in das Linsenloch des
Linsenträgers eingehängt, wobei darauf zu achten ist, .daß die größere Linsenwölbung
nach unten zeigt. Nunmehr nähert man die Linse dem Objekt -mit Hilfe der Stellschraube
oder auch einfach durch Fingerdruck auf Millimeterbruchteile, bis die Scharfeinstellung
erreicht wird. je näher das Auge an rdie Linse herangebracht :wird, um so mehr erweitert
sich :das Blickfeld. Augengläser werden daher beim Mikroskopieren zweckmäßigerweise
abgesetzt.The operation of the device is as follows: The mirror 16 is
. Adjusted by turning the axis 15 so that the light source, which consists of a
bright window or a shielded lightbulb through the aperture
io, of the stage 8 and the lens hole 5 .of the lens carrier 6th through in the mirror
becomes visible. Then. the specimen slide 14 is placed on the specimen table 8 in such a way that
that the actual object lies exactly in: the middle under the lens hole
comes. Then use tweezers to insert the ball lens into the lens hole of the
The lens holder is attached, whereby it must be ensured that the larger lens curvature
pointing down. Now approach the lens to the object using the adjusting screw
or simply by pressing a fraction of a millimeter with your finger until the camera is in focus
is achieved. the closer the eye is brought to the lens, the more it is expanded
yourself: the field of vision. Eyeglasses are therefore useful when using the microscope
discontinued.