DE897822C - Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus einer Mischung von hydraulischen Bindemitteln und Faserstoffen, insbesondere Asbestzement - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Formkoerpern aus einer Mischung von hydraulischen Bindemitteln und Faserstoffen, insbesondere AsbestzementInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 23. NOVEMBER 1953
S 26051 VIb /80 a
Asbestzement
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Formkörpern mit und ohne Bewehrung
aus hydraulischen Bindemitteln und Faserstoffen, im besonderen aus Asbestzement.
Sie bezweckt insbesondere, dieses Verfahren so auszubilden, daß es besser als bisher den verschiedenen
Erfordernissen der Praxis entspricht, indem es gestattet, die Herstellungszeit und den
Gestehungspreis bei gleichzeitiger Erzielung von homogenen, widerstandsfähigen Formungen herabzusetzen.
Die Erfindung besteht hauptsächlich, insbesondere hinsichtlich eines Verfahrens der betrachteten
Art für zusammengesetzte Stoffe, welche anfänglich einen Überschuß von Wasser oder Flüssigkeit
enthalten, darin, die Teile durch Formung mit Hilfe von Formen herzustellen, in welchen die eingeführte
Mischung oder Masse einer Rüttelwirkung od. dgl. ausgesetzt wird, um ihre Dichte durch Erleichterung
des Austrittes des überschüssigen Wassers zu vergrößern, welches nach Maßgabe seiner Freisetzung von den Wänden der Form aufgefangen
und dort wenigstens vorübergehend durch die Wirkung von absorbierenden Mitteln festgehalten
wird, mit welchen die Form ausgefüttert ist, so daß die absorbierend gemachte und mit
Wasser getränkte Wand infolge der Unzusammendrückbarkeit
des Wassers starr wird.
Gemäß einem weiteren, das Formverfahren betreffenden Kennzeichen der Erfindung werden
wenigstens gewisse Wände der Formen mit Schichten von absorbierenden Werkstoffen überzogen,
und zwar insbesondere zu dem obenerwähnten Zweck, wobei diese Werkstoffe insbesondere
schwammig sind und während des Formens infolge ίο der Aufnahme von selbst unzusammendrückbarem
Wasser unzusammendrückbar zu werden suchen. Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung beispielshalber erläutert. Fig. ι zeigt schematisch einen Schnitt einer Form
für die Ausübung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Formungen aus
Asbestzement;
Fig. 2 und 3 zeigen schaubildlich eine Hälfte der
Form bzw. den in diese einzupassenden Kern zur Formung eines Teils aus Asbestzement, z. B. eines
Aufsatzes für eine Rauch- oder Belüftungsleitung; Fig. 4 zeigt schematisch in Seitenansicht die
durch die Form und einen Rütteltisch gebildete Anordnung;
Fig. 5 zeigt schließlich den Aufsatz nach dem Ausheben aus der Form.
Es sei zunächst der Klarheit der nachstehenden Ausführungen wegen daran erinnert, daß die verwendete
Mischung im allgemeinen ziemlich flüssig ist, d.h. einen großen Wasserüberschuß, z.B. 20 bis
30%, aufweist, was für die innige Mischung und gleichmäßige Verteilung der Fasern in dem Bindemittel
oder den Bindemitteln und den anderen Bestandteilen der Mischung erforderlich ist. Dies ist
der Hauptgrund für die bisherigen Schwierigkeiten bei der Herstellung von Erzeugnissen oder Teilen
durch Formung, so daß man in Wirklichkeit verschiedene Verfahren benutzte, um zunächst Platten
herzustellen, und zwar im allgemeinen auf einem sich in dem flüssigen Mischgut drehenden Zylinder
(Hatchek-Verfahren usw.), wobei diese Platten in ihrer ursprünglichen Form benutzt oder anschließend
so bearbeitet werden, daß Gegenstände beliebiger Formen entstehen.
Anstatt auf diese Weise vorzugehen, benutzt man erfindungsgemäß ein Verfahren zur direkten Verformung
der flüssigen Mischung oder Masse in geeigneten Formen, welche bereits die Form der
herzustellenden Platten, Röhren, Gegenstände usw. haben, wobei die Formen einer Einwirkung, insbesondere
durch ein Rüttelverfahren, unterworfen werden, welche die Ausscheidung des Wassers bewirkt
oder begünstigt, wobei außerdem die Wände der Form mit Mitteln überzogen werden, welche
wenigstens zeitweilig das Wasser nach Maßgabe seiner Freisetzung zurückhalten, wobei diese
doppelte Einwirkung der Freisetzung und der kontinuierlichen Aufnahme des Wassers kennzeichnend
für die Erfindung ist.
Diese letzteren Mittel werden gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform durch Wände aus
einem absorbierenden, insbesondere schwammigen Stoff gebildet, mit welchem wenigstens ein Teil der
Innenfläche der Formen überzogen wird. Dieser vor der Wasseraufnahme biegsame Stoff sucht sich
nach Aufnahme und Zurückhaltung des Wassers infolge der Unzusammendrückbarkeit desselben zu
versteifen.
Gemäß diesem Verfahren kann man z. B. zur Herstellung von Platten aus Asbestzement folgendermaßen
vorgehen:
Man gießt das Mischgut i, wie in der Zeichnung
dargestellt, in eine Form, von der wenigstens gewisse Wände, z. B. die Wände 2, mit wenigstens
einer Schicht 3 eines absorbierenden Stoffes überzogen sind, oder auch mit mehreren Schichten aus
absorbierenden Stoffen, deren Gefüge und Zusammensetzung gleich oder verschieden sein kann.
Hierauf wird die Form, zumindest auf gewissen Seiten, insbesondere an dem unteren Teil oder auf
allen Seiten, wie schematisch bei 4 dargestellt, mittels eines beliebigen bekannten Verfahrens
Rüttelungen ausgesetzt.
Es sei übrigens darauf hingewiesen, daß die in der Zeichnung dargestellte lotrechte Anordnung
keine Beschränkung darstellt und daß insbesondere zur Herstellung von Platten die Seitenwände 2
waagerecht liegen können. Man kann sogar in diesem Fall nur eine einzige Wand 2 unter der zu
formenden Platte vorsehen, so daß die obere Wand wenigstens teilweise fortfällt.
Die absorbierenden Wände bestehen z. B. vorzugsweise aus einem schwammigen Stoff, wie Filz,
dessen Zusammensetzung ganz verschieden sein kann, Löschpapier od. dgl., absorbierender, vorzugsweise
dicker Leinwand* Schwammgummi oder kleinporigem Gummi, einem Stoff der für Schwämme
benutzten Art, usw.
Es ist hervorzuheben, daß die Dicke dieser absorbierenden Schichten und die Wahl ihres Gefüges
durch die Masse der in der Form verteilten Mischung 1 und den während der Rüttelung zu
absorbierenden Wasseranteil bestimmt werden. Es ist beispielshalber zweckmäßig, bei der Herstellung
von Platten aus Asbestzement mit einer Dicke der Größenordnung von 10 mm auf den beiden gegenüberliegenden
Seiten der Form Schichten von Filz oder einem anderen Werkstoff mit einer Dicke von
etwa 3 bis 4 mm vorzusehen. Man kann auch eine Filzschicht nur auf einer dieser Seiten vorsehen,
wobei dann diese Schicht dicker ist, so daß ihre Dicke etwa 5 mm beträgt.
Im allgemeinen ist es zweckmäßig, das Wasser in diesen Schichten während der Rüttelung bis
zum Entformen des Stückes zurückzuhalten. Da das Wasser nicht zusammendrückbar ist, sucht es
nämlich die normale Dicke der absorbierenden Schichten nach Maßgabe seiner Absorbierung aufrechtzuerhalten.
Es trägt daher dazu bei, diese Schichten widerstandsfähig zu machen, wodurch die Stauchung und Zusammendrückung des Mischgutes
ι durch die Rüttelungen ohne Verformung des herzustellenden Teils oder Gegenstandes und
ohne Erzeugung von Lufttaschen, Blasen usw. im Innern oder an der Oberfläche des Mischgutes ermöglicht
wird.
Ferner ist zu bemerken, daß das absorbierte und in den absorbierenden Schichten bleibende Wasser
während des Abbindens des Zements, wenn es sich um ein Gemisch auf Zementgrundlage handelt,
dazu beiträgt, den Formkörper in einer Feuchtigkeitshülle zu halten, welche sein Erhärten, sein Abbinden
und seine Festigkeit begünstigt. Ein Teil des absorbierten Wassers kann übrigens zum Teil
wieder aufgenommen werden und in der Faserstoff-ίο Bindemittel-Schicht das zur Kristallisation des
Zements erforderliche Wasser ausgleichen.
Der Rüttelvorgang hängt natürlich, insbesondere hinsichtlich der Frequenz und der Amplitude, von
der Art des zu formenden Gegenstandes ab. Gegebenenfalls können Überschallfrequenzen benutzt
werden.
Nachstehend sei nun das Verfahren in seiner Anwendung auf die Herstellung eines Teils zylindrischer
Form beschrieben, z. B. eines Aufsatzes für Rauch- oder Belüftungsleitungen, wobei sich
das Verfahren jedoch natürlich auch für beliebige andere Formen eignet.
Es wird z. B. eine aus zwei Teilen 2a bestehende
Form der in Fig. 2 bis 5 dargestellten Art benutzt, welche erhabene Teile 5 für die hohlen Teile oder
Ausnehmungen 6 des fertigen Gegenstandes 7 (Fig. 5) aufweist.
Mit dieser Form wirkt ein vorzugsweise leicht ausbaubarer, in der Achsrichtung gleitender zweiteiliger
Kern 8, S1 zusammen.
Ferner wird wenigstens auf den Flächen der Form oder denen des Kerns, vorzugsweise auf
diesen letzteren, ein Überzug aus Filz od. dgl. in einer Schicht konstanter Dicke oder, im Gegenteil,
veränderlicher Dicke vorgesehen, welcher jedoch jedenfalls ein Profil hat, welches sich dem des
herzustellenden Stückes anschmiegt.
Die Füllung der Form mit dem zu verformenden Gut kann durch beliebige geeignete Mittel erfolgen,
insbesondere durch Einspritzen, wobei es jedoch wichtig ist, daß wenigstens für kleine Stücke vorher
die Füllung jeder Hälfte der Form vorgenommen werden kann, wie dies nachstehend erläutert ist.
Das benutzte Mischgut ist nämlich im allgemeinen ziemlich breiförmig, so daß die Wände
der Form leicht mit einer Schicht davon überzogen werden können, welche anschließend, wenigstens
teilweise, durch das Einsetzen des Kerns • vergleichmäßigt wird und während der Rüttelung
ihre endgültige Lage einnimmt.
Dies ist besonders bei der Benutzung einer Masse der Fall, deren Zusammensetzung etwa
folgende ist:
Zement 3,000 kg
Asbest 0,660 kg
Wasser 1,500 kg
5,160 kg,
d. h. das Wassergewicht beträgt etwa die Hälfte des Zementgewichts.
Eine derartige, in einem beliebigen geeigneten Rührwerk, also ohne Zuhilfenahme der Pappmaschine,
wie bisher, hergestellte Masse besitzt eine gewisse Fließfähigkeit und kann bequem mit
der Kelle oder auf beliebige andere Weise bearbeitet werden.
Wie in Fig. 2 dargestellt, wird also auf die Wände der Formhälfte 2" bei 1 eine mehr oder
weniger regelmäßige Schicht der Mischung aufgebracht, welche aus'dem Rührwerk kommt, z.B.
unmittelbar aus einem Trichter, und mit der Kelle, dem Streichbrett oder auf beliebige andere
Weise, insbesondere durch selbsttätige Verteilung, verteilt wird.
Hierauf wird der Kern eingesetzt, welcher bei der dargestellten Ausführungsform zwei Filzschichten
3 verschiedenen Durchmessers aufweist, welche den ebenfalls verschiedenen Durchmessern
der beiden Abschnitte des Aufsatzes entsprechen. Die Dicke des Filzes wird in geeigneter Weise in
Abhängigkeit von der zu erhaltenden Wandstärke, d. h. von der aufzunehmenden Wassermenge, gewählt.
Hierauf wird die andere Hälfte der Form gefüllt, worauf die beiden Hälften zusammengesetzt
und durch beliebige geeignete Mittel energisch gegen den Kern gepreßt werden.
Die Form ist dann allseitig geschlossen, außer auf der Seite des Betätigungsorgans 10 des
Kerns, was jedoch ohne Bedeutung ist, so daß das abgeschiedene Wasser praktisch nicht aus der
Form austreten kann und daher den Filz tränkt, wodurch dieser infolge der Unzusammendrückbarkeit
des Wassers steif wird, wie oben auseinandergesetzt.
Zur Ausscheidung dieses Wassers dient der Rüttelvorgang, welcher gleichzeitig die Masse
vergleichmäßigt und verdichtet.
Dieser Vorgang erfolgt auf einem Rütteltisch 11 (Fig. 4) oder auf beliebige andere geeignete
Weise, wobei die Form lotrecht oder waagerecht steht oder nacheinander in verschiedene Stellungen
gebracht wird.
Der Vorgang kann z. B. 5 Minuten dauern, diese Zeitangabe ist jedoch nur als Hinweis aufzufassen.
Hierauf wird das Stück aus der Form gehoben, worauf gegebenenfalls eine Ofentrocknung bei
einer bestimmten Temperatur vorgenommen werden kann. In diesem Fall werden zunächst der Kern
und der Filz entfernt, was sehr einfach ist, da ja der Kern als ausbaubar angenommen war, worauf
die so freigelegte Form in den Ofen gebracht wird. Die Trocknung im Ofen dauert ζ. Β. ι Stunde,
worauf das fertige und zum Abgraten bereite Stück aus der Form gehoben wird. Falls keine Ofentrocknung
vorgenommen wird, muß z. B. 24 Stunden bis zum Entformen gewartet werden, da dann
der Zement langsamer abbindet.
Der Filz wird durch seine Tränkung mit Wasser infolge der Unzusammendrückbarkeit desselben
starr, so daß er eine richtige Wandung der Form bildet. So kann z. B. die an dem oberen Teil des
Aufsatzes vorgesehene Ausnehmung 12 (Fig. 2) dadurch geformt werden, daß ein Filzwulst 14
außen auf die Filzmuffe 3 aufgesetzt wird.
Man erhält so ein "Verfahren zum Herstellen von geformten Teilen, insbesondere aus Asbestzement,
welches gegenüber den bereits bekannten Verfahren zahlreiche Vorteile besitzt, insbesondere folgende:
Man kann zunächst unmittelbar durch Formung zusammenhängende nahtlose Teile beliebiger Form
aus Asbestzement od. dgl. herstellen. Die übliche Pappmaschine wird durch ein einfaches Rührwerk
ersetzt. Gelernte Arbeiter sind unnötig, da ja die
ίο am Ausgang des Rührwerks entnommene Masse
ohne besondere Vorsicht auf den Oberflächen der Form verteilt wird.
Die Herstellung erfolgt daher viel schneller als bisher, was eine Senkung des Gestehungspreises
ergibt.
Die Formlinge (Platten, geformte Gegenstände, Röhren, Zubehörteile usw.) besitzen außerdem
dank der Rüttelung eine erhebliche Homogenität und Festigkeit. Sie haben in der Tat im Vergleich
zu ihrer Wandstärke ein besonders kompaktes und dichtes Gefüge, was eine große Festigkeit ergibt.
Die Stücke besitzen eine gut zusammenhängende Oberfläche, da die absorbierenden Schichten ihrerseits
keine Unterbrechungen aufweisen, was ein sofortiges oder zumindest beschleunigtes Entformen
ohne Abreißen von Masseteilchen oder Erzeugung von Luftlöchern oder Aufblähungen gewährleistet.
Es ist zu bemerken, daß diese schwammigen absorbierenden Schichten, nachdem sie durch
Wasseraufnahme starr geworden sind, infolge der neuerlichen Wasseraufnahme durch das Werkstück
nach der Kristallisation des Zements wieder eine gewisse Nachgiebigkeit erhalten, was das Entformen
erleichtert und besonders wertvoll ist, falls Kerne benutzt werden, die ebenfalls mit absorbierenden
Schichten bekleidet sind, wie z. B. bei der Herstellung von Röhren.
Diese Vorteile treten auch bei.der Verarbeitung von anderen Stoffen als Asbestzement auf, und es
sei hervorgehoben, daß die Erfindung auch auf Verfahren zum Herstellen von Formungen der genannten
Art durch Rütteln beliebig zusammengesetzter Mischungen mit oder ohne Fasern anwendbar
ist, wobei dank der das Wasser nach Maßgabe seiner Befreiung absorbierenden schwamrnigen
Schichten die Bildung von Lufttaschen, Blasen usw. verhindert und gleichzeitig ein bequemes
Entformen ohne Abreißen von Massestüeken aus der Oberfläche ermöglicht wird.
Claims (6)
- Patentansprüche:ι. Verfahren zum Herstellen von Formungen aus einer Mischung von hydraulischen Bindemitteln und Faserstoffen, insbesondere Asbestzement, in Formen, dadurch gekennzeichnet, daß das einen Wasserüberschuß enthaltende Mischgut in eine Form, bei der wenigstens gewisse Wände mit einem wasseraufnehmenden Werkstoff ausgekleidet sind, gebracht, dann die Form gerüttelt, wobei die Auskleidung der Form wenigstens teilweise den Wasserüberschuß absorbiert, und anschließend das geformte Stück entformt und gegebenenfalls im Ofen getrocknet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Asbestzementmischung etwa ι Gewichtsteil Wasser auf 2 Gewichtsteile Zement enthält.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Asbestzementmischung aus etwa 3 kg Zement, 0,7 kg Asbest und 1,5 kg Wasser besteht.
- 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach der Wasseraufnahme unzusammendrückbar werdende Auskleidung der Form aus Filz besteht.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die absorbierende Auskleidung für geformte Wände mit einer Dicke von etwa 10 mm selbst eine Dicke von 3 bis 4 mm hat.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Benutzung einer Form mit einem Kern der absorbierende Überzug wenigstens teilweise auf den Oberflächen des Kernes angeordnet ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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