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DE897431C - Schaltungsanordnung zur Frequenz- bzw. Phasenmodulation von Dezimeterwellen unter Verwendung von steilheitsgesteuerten Blindwiderstaenden - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Frequenz- bzw. Phasenmodulation von Dezimeterwellen unter Verwendung von steilheitsgesteuerten Blindwiderstaenden

Info

Publication number
DE897431C
DE897431C DES3222D DES0003222D DE897431C DE 897431 C DE897431 C DE 897431C DE S3222 D DES3222 D DE S3222D DE S0003222 D DES0003222 D DE S0003222D DE 897431 C DE897431 C DE 897431C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frequency
slope
circuit arrangement
phase modulation
tube
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES3222D
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Wiese
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES3222D priority Critical patent/DE897431C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE897431C publication Critical patent/DE897431C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03CMODULATION
    • H03C3/00Angle modulation
    • H03C3/10Angle modulation by means of variable impedance
    • H03C3/12Angle modulation by means of variable impedance by means of a variable reactive element
    • H03C3/14Angle modulation by means of variable impedance by means of a variable reactive element simulated by circuit comprising active element with at least three electrodes, e.g. reactance-tube circuit

Landscapes

  • Microwave Amplifiers (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung zur Frequenz- bzw. Phasenmodulation von Dezimeterwellen unter Verwendung von steilheitsgesteuerten Blindwiderständen In der Hochfrequenztechnik werden häufig einstellbare Scheinwiderstände benötigt, so z. B. zum Abstimmen von Brücken in Meßgeräten, zum Abstimmen von Schwingungskreisen in Empfängern oder auch in Sendern, beispielsweise bei der Übertragung eines Meßwertes durch bestimmte Wahl der Sendefrequenz oder zur periodischen Änderung einer Sendefrequenz für verschiedene Meßzwecke und für andere Zwecke mehr. Besonders wichtig ist die Anwendung derartig einstellbarer Scheinwiderstände für die Frequenz- bzw. Phasenmodulation.
  • Man hat zu diesem Zweck bereits Schaltungsanordnungen verwendet, bei denen die Raumladungserscheinung von Röhren ausgenutzt wurde. Beispielsweise kann ein elektrostatisch regelbarer Kondensator dadurch gebildet werden, daß bei einer ionisierten, mit Gas gefüllten Röhre, in der sich eine gegenüber dem umgebenden Gas negativ geladene Elektrode befindet, die sich um diese Elektrode bildende Schicht von positiven Ionen als regelbare Kapazität benutzt wird, deren Regelung durch Veränderung der Dicke der erwähnten positiven Ionenschicht erfolgt, z. B. durch entsprechende Änderung der Ionisationsstärke oder durch Spannungsänderung der negativen Elektrode. Derartige Schaltungen haben in einem gewissen Bereich befriedigende Ergebnisse gezeigt. Es zeigte sich jedoch in der Praxis, daß die Anwendung von sogenannten steilheitsgesteuerten Blindwiderständen sowohl in bezug auf die Anwendung vorhandener Schaltelementtypen als auch auf die Anwendbarkeit im Kurzwellen- und Ultrakurzwellengebiet bedeutend günstiger ist, insbesondere bezüglich der Frequenzmodulation. Benutzt man nämlich regelbare Kapazitäten, .die durch Ausnutzung der Raumladung von Röhren gebildet sind, so ist es bei vielen Anwendungszwecken, insbesondere bei der Verwendung für Frequenz- bzw. Phasenmodulation, sehr schwierig, zwischen Gitter und Kathode eine genügende Hochohmigkeit zu erhalten. Außerdem ist die Modulationskennlinie beiVerwendung derartiger Schaltungen nicht ausreichend linear. Die Anordnung selbst ist außerdem auch sehr störungsanfällig; beispielsweise können Verzerrungen durch Temperaturschwankungen auftreten.
  • Im Dezimeterwellengebiet ergeben sich nun andererseits bei Anwendung von steilheitsgesteuerten Blindwiderständen häufig schwer realisierbare Werte für die erforderlichen Schaltelemente. Die bisher vorwiegend benutzten steilheitsgesteuerten Blindwiderstände werden durch Schaltungen gebildet, bei denen zwischen Anode und Gitter ein Blindwiderstand induktiven oder kapazitiven Charakters und zwischen Gitter und Kathode ein Ohmschei Widerstand angeordnet ist oder umgekehrt. Sie beruhen auf einer mit etwa go° Phase behafteten Spannungsteilung zwischen Anoden- und Gitterspannung.
  • Zur Frequenzmodulation bzw: Phasenmodulation im Dezimeterwellengebiet kann auch der Gitter-Anoden-Widerstand einer Röhre benutzt werden, der sich wie eine fast reine Kapazität verhält, die im wesentlichen nur von der Steilheit abhängt. Der gesteuerte Blindwiderstand wird dabei nur aus den natürlichen gegenseitigen Kapazitäten der Elektroden einer Röhre gebildet, so daß außerhalb der Röhre keine zusätzlichen, für Dezimeterwellen schwer realisierbaren Widerstandswerte erforderlich sind.
  • Das Verhalten des Gitter-Anoden-Widerstandes einer Röhre in Abhängigkeit von der Steilheitsänderung wird im folgenden an Hand der Fig. i und 2 betrachtet. Der Eingangsleitwert @" errechnet sich aus der Anordnung nach Fig. i zu Dieser Ausdruck wird übersichtlich, wenn man ihn im Ersatzschaltbild der Fig. 2 betrachtet. Für die Widerstandsänderung sind danach die von der Steilheit abhängigen Wellenwiderstände S - R., # R,., und R i bestimmend. Da die erforderliche Modulationsspannung verhältnismäßig gering ist, kann vorausgesetzt werden, daß die Raumladung in der Röhre nahezu konstant bleibt. Damit bleibt auch die Kapazität im wesentlichen unverändert. Aus dem Ersatzschaltbild ergibt sich noch, daß die beiden steuernden Größen S - R"k - Rak und Ri in bezug auf Kapazitätsänderung gegensinnig arbeiten. Mit steigender Frequenz wird jedoch Ri gegenüber Rak immer größer, so daß es bei Frequenzen oberhalb von 500 MHz meist ganz unberücksichtigt bleiben kann. Die geringe Wirkung der steuernden Widerstände auf die Amplitude des Senders ist durch die Hochohmigkeit der Gesamtanordnung gegeben.
  • In Fig. 3 ist beispielsweise eine Anordnung dargestellt unter Benutzung eines röhrengesteuerten Blindwiderstandes zur Frequenzmodulation. Links von der gestrichelten Linie ist der Generatorteil dargestellt, der in üblicher Weise aufgebaut ist und nicht näher behandelt wird. Die Gitter-Anoden-Anschlüsse der Röhre V werden parallel zum Abstimmkondensator C über einen kleinen Koppelkondensator C, an das: Schwingsystem angeschlossen. Zur Modulation benutzt man dabei vorteilhaft die gleiche Röhrentype wie zur Schwingungserzeugung. Die Modulatiönsspannung wird über den Übertrager Ü und die Drossel Dy zwischen Gitter und Kathode der Röhre V angelegt. Für die Steuerung des Frequenzhubes ist dabei allein die Änderung der gegenseitigen Elektrodenkapazitäten bzw. des inneren Widerstandes maßgebend. Außerhalb der Röhre werden für den gesteuerten Blindwiderstand keine zusätzlichen Schaltelemente benötigt.
  • Mit einer derartigen Modulationsschaltung wurden bei Versuchen mit Wellenlängen von 50 cm und i m die in der Fig. q. in den Kurven z und 2 angegebenen Modulationskennlinien erreicht. Es ist aus diesen Kurven ersichtlich, däß die Modulationskennlinie im Bereich dieser Wellenlänge bis zu einem Gesamtfrequenzhub von etwa 5oo kHz bzw. 8oo kHz vollkommen linear verläuft. Die gleichzeitig auftretende Amplitudenmodulation ist äußerst gering. Sie liegt in jedem Falle unter 10/0.
  • Die Erfindung sieht nun bei einer Schaltungsanordnung zur Frequenz- bzw. Phasenmodulation unter Verwendung von steilheitsgesteuerten Blindwiderständen eine solche Ausbildung vor, daß die Elektronenlaufzeit in der Röhre größenordnungsmäßig der Schwingungsdauer der Betriebsfrequenz entspricht. Bekanntlich wird die Steilheit bei Betriebsfrequenzen, deren Schwingungsdauer in die Größenordnung der Laufzeit. der Röhren kommt, komplex. Die Laufzeiteinflüsse bringen dabei also ebenfalls noch einen Anteil zur Kapazitätsänderung. In Fig. 5 ist die Ortskurve der Steilheit abhängig vom Laufzeitwinkel (0 -c, Gitter-Kathode) aufgetragen. Aus dieser Darstellung ist der komplexe Verlauf der Steilheit bei derartigen Betriebsfrequenzen zu ersehen. Die Erfindung sieht nun weiter vor, den Laufzeitwinkel so zu bemessen, z. B. durch Vergrößerung der Elektrodenabstände, @daß die Steilheit rein imaginär wird.. Dies ist in der in Fig. 5 dargestellten Ortskurve der Fall an den Punkten A und B. An diesen Punkten wird die Steilheit rein induktiv bzw. rein kapazitiv. Es wird so möglich, nur durch Laufzeiteffekte eine reine Blindwiderstandssteuerung zu erreichen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung zur Frequenz- bzw. Phasenmodulation von Dezimeterwellen unter Verwendung von steilheitsgesteuerten Blindwiderständen, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung, daß die Elektronenlaufzeit in der Röhre größenordnungsmäßig der Schwingungsdauer der Betriebsfrequenz entspricht.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Laufzeitwinkel so gewählt ist, daß die Steilheit rein induktiv bzw. rein kapazitiv wird. Angezogene Druckschriften Britische Patentschrift Nr. 5o7 852; deutsche Patentschrift Nr. 71q.696.
DES3222D 1942-05-28 1942-05-28 Schaltungsanordnung zur Frequenz- bzw. Phasenmodulation von Dezimeterwellen unter Verwendung von steilheitsgesteuerten Blindwiderstaenden Expired DE897431C (de)

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DES3222D DE897431C (de) 1942-05-28 1942-05-28 Schaltungsanordnung zur Frequenz- bzw. Phasenmodulation von Dezimeterwellen unter Verwendung von steilheitsgesteuerten Blindwiderstaenden

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DES3222D DE897431C (de) 1942-05-28 1942-05-28 Schaltungsanordnung zur Frequenz- bzw. Phasenmodulation von Dezimeterwellen unter Verwendung von steilheitsgesteuerten Blindwiderstaenden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE897431C true DE897431C (de) 1953-11-19

Family

ID=7470037

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES3222D Expired DE897431C (de) 1942-05-28 1942-05-28 Schaltungsanordnung zur Frequenz- bzw. Phasenmodulation von Dezimeterwellen unter Verwendung von steilheitsgesteuerten Blindwiderstaenden

Country Status (1)

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DE (1) DE897431C (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB507852A (en) * 1936-12-21 1939-06-21 Marconi Wireless Telegraph Co Improvements in or relating to automatic frequency control circuits
DE714696C (de) * 1938-11-22 1941-12-04 Wilhelm Klein OElkasten mit eingesetztem Schmierpolstergestell fuer Eisenbahnwagenachslager

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB507852A (en) * 1936-12-21 1939-06-21 Marconi Wireless Telegraph Co Improvements in or relating to automatic frequency control circuits
DE714696C (de) * 1938-11-22 1941-12-04 Wilhelm Klein OElkasten mit eingesetztem Schmierpolstergestell fuer Eisenbahnwagenachslager

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