DE896829C - Verfahren zur kurzzeitigen Unterdrueckung des Elektronenstrahls in Elektronenstrahlroehren - Google Patents
Verfahren zur kurzzeitigen Unterdrueckung des Elektronenstrahls in ElektronenstrahlroehrenInfo
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- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
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Description
- Verfahren zur kurzzeitigen Unterdrückung des Elektronenstrahls in Elektronenstrahlröhren Um den Elektronenstrahl in einer Elektronenstrahlröhre vorübergehend zu unterdrücken, werden üblicherweise einer der Elektroden der Elektronenstrahlröhre besondere Impulse zugeführt, welche die Strahlunterdrückung bewirken. So führt man beispielsweise dem Wehneltzylinder von Braunsehen Röhren negative oder der Kathode positive Spannungsimpulse entsprechender Höhe und Dauer zu, die an den zur Ablenkung des Elektronenstrahls dienenden Spulen abgenommen werden.
- Die Erfindung bezweckt, durch besondere Maßnahmen die Strahlunterdrückung zu verbessern, insbesondere hinsichtlich einer stetsgleichbleibenden Dauer der Strahlunterdrückungszeit. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß es besser ist, an Stelle der bisher meist zum Zwecke der Strahlunterdrückung an den Ablenkspulen od. dgl. abgenommenen Impulse, welche einen exponentiellen Verlauf der Rückflanke besitzen, davon abgeleitete Impulse anderer Form zu verwenden.
- Erfindungsgemäß wird zur Unterdrückung des Elektronenstrahls in Elektronenstrahlröhren u. dgl. ein Verfahren verwendet, bei dem die vorzugsweise an den Ablenkinduktivitäten abgenommenen, die Strahlunterdrückung bewirkenden Impulse einen Schwingkreis anstoßen, an dem Impulse konstanter Dauer mit steiler Vorder- und Rückflanke, vorzugsweise Sinushalbwellen, abgenommen werden. Diese werden dann erst zur Unterdrückung des Elektronenstrahls und/oder zur Sperrung eines der Elektronenstrahlröhre nachgeschalteten Verstärkers benutzt.
- Im nachfolgenden wird die Erfindung an Hand der Ausführungsbeispiele darstellenden Figuren beschrieben. Hierbei dienen Fig. i, 3 und 4 zur Erläuterung des Erfindungsgedankens, die Fig.2 und 5 zeigen Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Schaltanordnungen.
- Fig. i zeigt den zeitlichen Verlauf eines an den Ablenkspulen einer Braunschen Röhre abgenommenen Austastimpulses. Die Vorderflanke v des Impulses ist steil, während die Rückflanke r einen exponentiellen, langsam abklingenden Verlauf aufweist. Daher ist eine einwandfreie Awtastung während des Endes der Rücklaufzeit schwierig. Durch die Vorderflanke v des Impulses wird ein Schwingungskreis angestoßen, dessen Schwingungsdauer z praktisch doppelt so .groß ist wie die beabsichtigte Dauer der Strahlunterdrückung. Die erste Halbwelle der im Schwingungskreis erregten Schwingung soll erfindungsgemäß zur Unterdrückung des Elektronenstrahls, dienen; die zweite, gestrichelt gezeichnete Halbwelle wird durch eine dem Schwingungskreis parallel geschaltete Entladungs,sitrecke unterdrückt. Solange die am Schwingungskreis auftretende Spannung e größer ist als die zur S.trahlunterdrückung erforderliche Sperrspannung esp, wird der Elektronenstrahl unterdrückt. Bei geeigneter Wahl der Sperrspannung esp ist sowohl im Zeitpunkt der beginnenden Strahlsperrung als auch der Beendigung- der Strahlsperrung der Verlauf der Schwingung hinreichend flankensteil, um einen. zeitlich genauen: Einsatz und eine zeitlich genaue Beendigung der Strahlsperrung zu gewährleisten.
- Bei der Anwendung der Erfindung für Fernsehgeräte ist es günstig, gemäß Fig.2 den Schwingungskreis Z zur Unterdrückung des Elektronenstrahls während des Zeilenrücklaufs und den Schwingungskreis B zur Unterdrückung des Elektronenstrahls während des Bildrücklaufs hintereinanderzuschalten. Die zur Erregung des Schwingungskreises B dienenden Impulse werden hierbei über die Klemmen i und 6 und den Hochohmwiderstand 2, die zur Erregung des Schwingungskreises Z dienenden Impulse über die Klemmen 3 und 6 und den Hochohmwiderstand 4 zugeführt. Parallel zum Schwingungskreis Z liegt eine durch ein RC-Glied entsprechend vorgespannte Diodenstnecke Dz, während zu der Reihenschaltung der beiden Schwingungskreise eine entsprechend vorgespannte Diode DB parallel liegt. Durch diese beiden Dioden werden jeweils die positiven bzw. negativen sinusförmigen Halbwellen des zugeordneten Schwingungskreises in einen impulsförmigen Spannungsverlauf umgeformt. An den Klemmen 5 und 6 wird das fertige Gemisch der Zeilenaustastimpwlse und Bildaustastimpulse albgenommen und der Elektronenstrahlröhre zugeführt.
- In Fig. 3 ist dargestellt, wie durch die Wirkung der entsprechend vorgespannten Dioden. die negative, sinusförmige Halbwelle des vorerwähnten Schwingungskreises in einen impulsförmigen Spannungsverlauf umgeformt wird. Der strichpunktiert eingezeichnete Impuls a,, welchem der Austastimpuls der Fig. i entspricht, stößt einen Schwingungskreis an und erzeugt in diesem gedämpfte Schwingungen gemäß Kurvenverlauf b. Während die erste positive Halbwelle der Schwingung (voll gezeichnet) durch die Diode nicht beeinfiu;ßt wird, wird kurz nach Beginn; der ersten: negativen Halbwelle, sobald die negative Vorspannung ey der Diode unterschritten ist, die Diode leitend. An Stelle des schraffiert gezeichneten: sinusförmigen Impulses von der Fläche I wird ein rechteckförmiger Impuls kleiner Höhe, aber großer Dauer mit der Fläche II entstehen. Die schraffiert gezeichneten Flächen I und II sind einander gleich. Durch Verändern der Vorspannung ev hat man es in der Hand, das Ende E des rechteckförmigen Impulses innerhalb weiter Grenzen beliebig einzustellen, also auch so; daß es mit dem folgenden Impuls zusammenfällt.
- In manchen, Fällen ist der bei E auftretende Potentialsprung störend, beispielsweise dann, wenn er wähnend der Bildübertragungsdauer auftritt, da dann die scheinbare Helligkeit des übertragenen Bildeis plötzlich geändert wird. In diesen Fällen empfiehlt es sich, durch passende Wahl der Größe des Diodenvorwiderstandes dafür Sorge zu tragen, da,B der durch Umformung der einen Sinushalbwelle entstehende rechteckförmige Impuls nicht während der Bildübertragungszeit beendet ist. Es ist daher zweckmäßig, die Länge dieses rechteckförmigen Impulses derart zu; wählen, daß er nicht vor dem Eintreffen des 'nächstfolgenden Auslöseimpulses beendet ist. Fng. 4 zeigt diesen Fall. Das Ende E des rechteckigen Impulses trifft zeitlich mit der Vorderflanke v des eintreffenden Impulses s zusammen oder liegt zeitlich ein kurzes Stück danach.
- Fig. 5 zeigt eine andere Ausführung der erfindungsgemäßen Anordnung, wobei die beiden Dioden Dz und DB durch eine Verstärkerröhre 1' ersetzt sind. Die Impulse zur Unterdrückung des Bildrücklaufs werden über die Klemmen i und 6 und den Hochohmwiderstand 2 von 5o kOhm, die Impulse zur Unterdrückung des Zeilenrücklaufs über die Klemmen 3 und 6 und den Hochohmwidersta,nd 4 von 5oo kOhm zugeführt. Der auf die doppelte Dauer des Zeilenrücklaufs abgestimmte Schwingungskreis besteht z. B. aus den- Induktivität Lz von 40 mHy und einer Kapazität Cz von 50 PF, während der auf die doppelte Dauer des Bididirücklauf@s. albgestimmte S,chwdngungsknei@s aus der Induktivität ZB von z. B. 3i Hy und einer Kapazität CB von 2o ooo pF besteht. Die Schwingung des erstgenannten Schwingungskreises wird durch die Gitter-Kathoden-Strecke der Röhre Ir verformt, wobei die notwendige Vorspannung durch das in der Gitterzuleitung der Röhre liegende CR-Glied (500o PF bzw. 7 kOhm) hervorgerufen wird. Die Umformung der Schwingung des anderen Schwingungskreises erfolgt durch die Kathoden- Anoden-Strecke der Röhre V. Diese Entladungsstrecke ist wegen ihres größeren Innenwiderstandes weniger wirksam als die Gitter-Kathoden-Strecke, und es empfiehlt sich deshalb, zur Unterdrückung der im Kurvenverlauf noch etwa auftretenden Schwingungen ein aus dem Widerstand 7 von 7 kOhm und dem Kondensator 8 von o,i pF bestehendes Dämpfungsglied einzuschalten. An den Klemmen 5 und 6 wird das fertige Gemisch der Austastimpulse abgenommen und der Braunsehen Röhre (nicht gezeichnet) zugeführt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Unterdrückung des Elektronenstrahls bei Elektronenstrahlröhren u.@dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die die Strahlunterdrückung bewirkenden Impulse einem Schwingkreis =geführt werden und daß an dem durch diese Impulse angestoßenen Schwingungskreis Impulse konstanter Dauer mit, #siteiler Vorderr- und Rückflanke, vorzugsweise Sinushalbwellen, abgenommen werden, welche dann erst zur-Unterdrückung des Elektronenstrahls und/oder zur Sperrung des der Elektronenstrahlröhre nachgeschalteten Verstärkers benutzt werden. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine derartige Abstimmung des Schwingkreises, daß dessen Schwingungsdauer gleich oder nur wenig größer ist als die doppelte Strahlunterdrückungsdauer. 3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da.ß parallel zu dem Schwingungskreis eine Entladungsstrecke, vorzugsweise eine vorgespannte Diodenstrecke oder Gitter-Kathoden-Strecke einer Verstärkerröhre liegt. .4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse dem Schwingungskreis über einen Hochohmwidersta,nd zugeführt werden, dessen Widerstandswert erheblich größer ist als der Innenwiderstand der Entladungsstrecke. 5. Anordnung nach Anspruch 3 und q. zur Rücklaufünterdrückung bei Fernsehübertragungen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß zwei Schwingungskreise in Reihe geschaltet sind, von denen der eine etwa auf die doppelte Dauer der Zeilenrücklaufzeit und der andere etwa auf die doppelte Dauer der Bildrücklaufz.eit abgestimmt ist, und daß an den Enden dieser Reihenschaltung das fertige Gemisch der Auistas:timpulse abgenommen und der Fernsehröhre zugeführt wird. 6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichn@et, daß den beiden in Reihe geschalteten Schwingungskreisen eine Triode oder Mehrgitterröhre parallel geschaltet ist, derart, daß die Gitter-Kathoden-Strecke dieser Röhre einem der beiden Schwingungskreise, vorzugsweise dem auf die doppelte Zeileu.rücklaufdauer abgestimmten Schwingungskreis, parallel geschaltet ist. 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schwingungskreis, welchem nicht die Gitter-Kathoden-Strecke der Verstärkerröhre parallel liegt, zusätzlich ein besonderes Dämpfungsglied parallel geschaltet ist. B. Anordnung nach Anspruch 7, wobei periodisch Auslöse@impulse zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwiderstand der Diode eine solche Größe besitzt, daß der durch Umformung der einen Sinushalbwelle entstehende rechteckfö@rm.ige Impuls nicht vor Eintreffen des nächstfolgenden Auslöseimpulses beendet ist.
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| DE896829C true DE896829C (de) | 1953-11-16 |
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1943
- 1943-12-21 DE DEF4409D patent/DE896829C/de not_active Expired
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