[go: up one dir, main page]

DE896050C - Verfahren zur Gewinnung von reinem Eisenoxyd und Eisen aus Erzen, insbesondere aus armen Erzen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von reinem Eisenoxyd und Eisen aus Erzen, insbesondere aus armen Erzen

Info

Publication number
DE896050C
DE896050C DEH8283A DEH0008283A DE896050C DE 896050 C DE896050 C DE 896050C DE H8283 A DEH8283 A DE H8283A DE H0008283 A DEH0008283 A DE H0008283A DE 896050 C DE896050 C DE 896050C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
reduction
iron oxide
ore
ores
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH8283A
Other languages
English (en)
Inventor
Kurd Von Dipl-Ing Haken
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEH8283A priority Critical patent/DE896050C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE896050C publication Critical patent/DE896050C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/70Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper
    • B01J23/74Iron group metals
    • B01J23/745Iron
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B1/00Conditioning for facilitating separation by altering physical properties of the matter to be treated
    • B03B1/02Preparatory heating
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G49/00Compounds of iron
    • C01G49/02Oxides; Hydroxides
    • C01G49/06Ferric oxide [Fe2O3]
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B13/00Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B13/00Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
    • C21B13/08Making spongy iron or liquid steel, by direct processes in rotary furnaces
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von reinem Eisenoxyd und Eisen aus Erzen, insbesondere aus armen Erzen Für die unmittelbare Gewinnung von reinem Eisen aus Erzen unter wirtschaftlichen Bedingungen ist es wesentlich, eine möglichst vollkommene Trennung der Gangart von den Eisenoxyden zu bewirken und diese allein zu Eisen zu reduzieren, um die metallurgisch nachteilige und wärmewirtschaftlich ungünstige Mitführung der Gangart bis zur Endstufe der Eisengewinnung auszuschalten sowie die Endreduktion der abgeschiedenen Eisenoxyde zu reinem Eisen bei so niedrigen Temperaturen durchzuführen, daß ein Zusammenintern der Oxydes zu größeren Klumpen vermieden wird, weil andernfalls eine nur unvollkommene Reduktion eintritt und diese verhältnismäßig lange Zeit dauert.
  • Diesen Gesichtspunkten wurde durch die bisher bekannten Vorschläge nicht oder nur unvollkommen Rechnung getragen. So erfolgt bei dem Krupp-Renn-Verfahren keine Trennung der Gangart von den im Erz enthaltenen Eisenoxyden; diese werden vielmehr gleichzeitig mit der Reduktion des Oxydes in einen teigigen Zustand übergeführt und mit den Luppen aus dem Ofen abgezogen, so daß die gewonnenen Luppen nicht frei von Schlackeneinschlüssen, Phosphor und Schwefel sind.
  • Das Wiberg-Verfahren geht von hochwertigen Erzen aus, die zu 9o °/o und mehr aus Magnetit bestehen. Doch erfolgt auch hier keine Trennung von der Schlacke. Es wird vielmehr ein nur etwa 7o bis 8o °/o Eisen enthaltender Eisenschwamm gewonnen, der auf reines Eisen weiterverarbeitet werden muß. Außerdem erfordert die Reduktion der in den Erzen enthaltenen Eisenoxyde viele Stunden, so daß das Verfahren trotz mancher Vorzüge zu unwirtschaftlich arbeitet und aus diesem Grunde für die Verarbeitung eisenarmer Erze überhaupt nicht in Frage kommt.
  • Demgegenüber beruht das vorliegende Verfahren darauf, zerkleinertes Erz zunächst einer solchen reduzierend und darauf oxydierend wirkenden Vorbehandlung zu unterwerfen, daß als Abschluß dieser Behandlung ein Erz anfällt, in dem die Eisenoxyde nicht wie bei den bisher bekannten Verfahren aus einem Gemisch verschiedener Oxydarten, wie I'vvlagnetit, Eisenoxydul oder a-Fe203, sowie Eisenkarbiden bestehen, sondern als einheitliches, genau definiertes Eisenoxyd, nämlich als y-Fe203 vot,liegen. Die meisten Verfahren zur Magnetisierung von Eisenerzen basieren auf der Entstehung von y-Fe2 03, nun ist aber diese Modifikation temperaturempfindlich und setzt sich bei 40o° in die a-Fez 03 Modifikation , um, das dann unmagnetisch wird und praktisch zu ungleichmäßigen, magnetisch schwer zu scheidenden Eisenoxyden führt.
  • Das y-Eisenoxyd besitzt nicht nur dieselben magnetischen Eigenschaften wie Magnetit, sondern weist bei seiner Entstehung ein gewisses Kristallwachstum auf, so daß bei der Behandlung nach vorliegenderErfindung der Verband des Erzes gesprengt wird und leicht zerrieselt, so daß bei der anschließenden Feinvermahlung und Magnetscheidung eine praktisch vollkommene Trennung dieses Oxydes von der Gangart ermöglicht wird.
  • Es wurde festgestellt, daß man durch Vorreduktion und nachfolgende Zwischenoxydation zu magnetischen Eisenoxyden bei recht tiefen Temperaturen, nämlich zwischen 27o und 4o0°, einen deutlichen Endpunkt erhält, während beim Arbeiten zu künstlichem Zunder stets Suboxyde entstehen sowie durch nachfolgende Umsetzung auch a-Eisenoxyd, wobei letzteres meist noch an die Gangart gebunden bleibt und sich von dieser - überhaupt nicht trennen läßt. Dieser Sachverhalt beruht nicht nur darauf, daß die Reduktionsmittel ungleichmäßig auf das aufzuschließende Erz einwirken, sondern darauf, daß bei der üblichen Behandlung zeitweilig Überhitzungen entstehen, die schon bei 7oo bis 8oo° zu Sinterverbindungen führen, gegebenenfalls auch durch Kohlenasche Sinterungen hervorgerufen werden. Bei diesen Sinterungen entstehen hartnäckige, zum großen Teil völlig unmagnetische Ferroverbindungen, bei denen nur wenig magnetische Punkte von zunderartigem Material nachbleiben. Aus diesem Grunde gibt es nur eine Möglichkeit, zu Eisen zu kommen, nämlich das Sinterprodukt bei hohen Temperaturen zum Schmelzen zu bringen und beispielsweise im Hochofen zu reduzieren.
  • Das nach dem Verfahren gewonnene y-Fe203 läßt sich, ohne daß störende Sintervorgänge eintreten, schon bei verhältnismäßig tiefen Temperaturen in Anwesenheit größerer, stark C 0-haltiger Gasmengen reduzieren. Zweckmäßig wird die Reduktion durch reinen festen Kohlenstoff in Form von Koks durchgeführt, der in dem Temperaturbereich zwischen 7oo bis 8oo ° ausreichende Mengen C 0-haltiger Gase liefert, die durch Umsetzung mit dem Sauerstoff des Eisenoxydes eine C 02 Bildung gewährleisten. Bei der C 02 Bildung wird viel überschüssige Wärme frei, die zur Vermeidung von Überhitzungen schnell abgeführt werden muß, zweckmäßig durch Spülen mit kalten Gasen.
  • Die Abgase des Reduktionsprozesses führen einen erheblichen Wärmeeinhalt mit sich. Sie werden vorteilhaft nur etwa zur Hälfte zu C 0-haltigen Gasen_regeneriert, während die andere Hälfte für Nebenprozesse des Betriebes, z. B. zum Vorerhitzen und zur Vorreduktion des Erzes dient.
  • Um die Reduktion der reinen Eisenoxyde in metallurgisch und wirtschaftlich möglichst günstiger Form durchzuführen, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, das zur Reduktion verwendete Koksklein mit Portlandzementzu überziehen. Diese Überzüge wirken der Abgabe von Phosphor und Schwefel durch den Koks entgegen und geben dem Koksklein bei Temperaturen unterhalb .rooo° eine solche Festigkeit, daß er im Gegenstrom zu den sehr feinen Eisenoxyden bewegt werden kann, wenn man beide Stoffe durch ein Sieb von entsprechender Maschenweite trennt, durch das die zu reduzierenden Eisenoxyde leicht durchfall en können. Die letzte Reduktion der Eisenoxyde wird zweckmäßig unter Zusatz von Wasserstoff vorgenommen, der nach der Reduktion der Eisenerze bei deren nachträglicher Oxydation zu y-Fe203 durch Behandlung mit Wasserdampf entsteht.
  • Demnach wird das Verfahren in folgenden drei Hauptabschnitten ausgeführt: r. Nach grober Vermahlüng auf eine Korngröße von z bis 2 mm wird das Erz beispielsweise in einem Drehrohrofen unter Zusatz von festen Brennstoffen und reduzierend wirkenden Gasen in Richtung auf Magnetitbildung verarbeitet, wobei eine gewisse überschüssige Reduktion zu Fe 0 eintritt, da der Endpunkt der Fe304 Bildung nicht genau feststellbar ist.
  • 2. Dem vorbehandelten Erz wird Wasserdampf zugeführt, durch den sowohl die niedrigeren wie die höheren Eisenoxyde zu y-Fe203 umgewandelt werden, wobei Wasserstoff für die endgültige Reduktion dieses Oxydes frei wird. Anschließend wird das so vorbehandelte Erz einem Feinmahlprozeß unterworfen, der dadurch ganz wesentlich erleichtert wird, daß bei der Oxydation von Fe0 und Fe304 zu y-Fe203 ein Kristallwachstum auftritt, das zur Sprengung des Verbandes der Erze führt. Infolgedessen läßt sich das ,y-Fe2O3, das die gleichen magnetischen Eigenschaften wie Magnetit hat, praktisch vollkommen durch geeignete Magnetfeinscheidung von der Gangart trennen, wenn bei seiner Herstellung ein Temperaturbereich von 5oo° nicht überschritten wird.
  • 3. Die Endreduktion des so erhaltenen y-Fe, 03 läßt sich infolge der sehr feinen Staubform des Produktes schon bei Temperaturen durchführen, bei denen die CO-Bildung möglich wird, also zwischen 72o bis 8oo°. Es läßt sich dann die Reduktion in Gegenwart von Kohle durchführen, wobei das sich bildende Kohlenoxyd mit dem Sauerstoff des Eisenoxydes zu CO, umgesetzt und die Reduktion durch die Zuführung des bei der Bildung von y-Fe2 03 entstandenen Wasserstoffes zu Ende geführt wird.
  • Durch Zugabe von Eisenpulver als Katalysator läßt sich die Endreduktion zu reinem Eisen auch bei Temperaturen zwischen 420 und 500° durchführen, ohne den Reaktionsverlauf ungünstig zu beeinflussen.
  • Auf diese Weise läßt sich ein mehr oder weniger kohlenstofffreies Eisen ohne alle oxydischen Beimengungen, praktisch frei von Phosphor und Schwefel, gewinnen. Für die reine Reduktion werden etwa i2o kg Kohlenstoff aus Koks verbraucht; bei der notwendigen doppelten Vorreduktion steigt der Verbrauch auf etwa 135 kg C. Unter diesem Gesichtspunkt ergibt sich bei Verarbeitung eines 25°/oigen Erzes etwa folgendes Bild
    i. Erhitzung von q. t Erz mit Nebenreaktionen auf
    etwa q.80° . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 450 000 WE
    2. Vorreduktion auf unreines Fe304 . . . . . . . . . . . . . . 50 000 WE
    3. Nachreduktion von 1,4 t Fe, 0, mit o,14 t C..... 220 000 WE
    q.. Oxydation zu Fe20........................... - 50 000 WE
    5. Erhitzung des Fe" 03 und Vorreduktion im zweiten
    Ofen ................................. .... i2o ooo WE
    6. Insgesamt frei werdende Wärme durch den Kohlen-
    stoff ........................................ = I ioo ooo WE
    7. Wert der Abgase............................. - Zoo ooo WE
    840 000 WE - 1 350 000 WE.
    Zur Erläuterung des Verfahrens ist in der Zeichnung rein schematisch eine Anlage für die Durchführung dargestellt.
  • Im Vorbrecher i wird ein mürbes Erz aufgegeben, ein billiger Abfallbrennstoff in Mengen von etwa i1/2 °/o Kohlenstoff zugegeben und beides auf etwa i mm Korngröße vermahlen. Im Drehrohrofen 2 wird dieses Erz von Gasen, die im Gegenstrom aus Leitung q. zugeführt werden, auf Temperaturen bis zu q8o° erhitzt, wobei in die hintere Zone aus der Leitung 3 zusätzlich Luft eingeführt wird, um das vorreduzierte Erz wieder zu oxydieren. Hier schließt sich eine neue Reduktionszone an, die durch zusätzliches Gas aus der Leitung q. unterhalten wird.
  • Das aus dem Drehrohrofen 2 anfallende 'reduzierte Erz wird im Behälter 6 heißem Wasserdampf im Gegenstrom ausgesetzt, der aus der Leitung 7 zutritt und zu y-Fe2 03 oxydiert, es gelangt dann in die Mühle 8, in der es fein gemahlen wird. Durch die chemische stufenweise Behandlung im Drehrohrofen 2 ist das Erz mürbe geworden, mit Ausnahme etwaiger in ihm enthaltener Oolithen, die ausgeschieden werden. Nach der Feinvermahlung tritt das Erz in den lYlagnetscheider g. Die Gangart wird durch das Sammelrohr io auf die Halde ii geleitet, während die abgeschiedenen Oxyde durch die Zuführung 13 in einen zweiten Drehrohrofen i2 aufgegeben werden.
  • In diesem Drehrohrofen, der beispielsweise horizontal angeordnet sein kann, werden die aufgegebenen Oxyde durch den Schraubenförderer 14 auf der Innenwandung des Ofens nach links befördert. Der feine Eisenoxydstaub ist durch ein verhältnismäßig grobes Sieb 15 von dem Innenraum getrennt, in welchem die Koksführung durch einen entgegengesetzt wirkenden Schraubenförderer 23 nach rechts geleitet wird. Der mit einem Zementüberzug versehene Koks wird durch den Trichter 2o vom anderen Ende des Drehrohrofens aufgegeben. Der Schraubenförderer 23 hat an seinem rechten Ende einen Anschlag 23', der einen Übertritt des Kokses verhindert. Die bei der Reaktion austretenden Gase werden durch Leitungen q. oder q." abgeführt. Der aus dem Rohr q.' austretende Teil der Gase heizt den Dampfkessel 18 und wird dann teilweise zur Regeneration durch Austreiben der Kohlensäure weitergeleitet. Die mit C O angereicherten Gase treten durch Rohr 24 verhältnismäßig kalt in den Ofen zurück und werden hier so verteilt, daß Überhitzungen mit Sicherheit vermieden werden. Rohr ig dient zur Überleitung des Wasserstoffes, der in dem Behälter 6 durch Einwirkung des Wasserdampfes auf das hier eintretende reduzierte Erz gebildet wird, und zwar wird der Wasserstoff dem Austragsende des Drehrohrofens 12 zugeleitet. Der Koks, der aus dem Behälter 2o in den Drehrohrofen 12 kontinuierlich aufgegeben wird, hat eine Korngröße von mehr als io mm, damit er keinesfalls durch die Öffnung des Siebes 15 hindurchtreten kann, während das Sieb den feinen Eisenoxyd- bzw. Eisenstaub frei passieren läßt.
  • Der gewonnene Eisenstaub wird bei 21, nötigenfalls mittels eines Schüttelsiebes, ausgetragen und unmittelbar in einen Schmelzofen 22, beispielsweise einen Martin- oder Elektroofen, mit guter Durchwirbelung so eingetragen, daß der Staub einwandfrei eingeschmolzen wird. Die durch Rohr q. des Drehrohrofens 12 austretenden Abgase werden in den Vorreduktionsofen 2 geleitet und verlassen diesen bei 25 mit einer Temperatur von etwa 2q.0°. Der Wärmeverlust an dieser Stelle beträgt etwa 2o°.
  • Anstatt der in dem Beispiel dargestellten Drehrohröfen können naturgemäß beliebige andere Röstöfen verwendet werden, die die Bedingungen einer guten Zuführung für den mit einem Zementüberzug versehenen Koks und den Eisenoxydstaub erfüllen. Auch kann man natürlich mit Generatorgasen geeigneter Beschaffenheit arbeiten.
  • ` Wenn auch noch weitere zusätzliche Verfahrensstufen benutzt werden könnten, z. B. eine stufenweise Röstung der Erze oder ein Zusatz von Eisenpulver zur Karborierung bei der Reduktion der Oxyde zu Eisen, so bleibt das Wesentliche der Erfindung, daß die fein zerkleinerten Erze einer solchen Vorbehandlung unterworfen werden, daß die in ihnen enthaltenen Eisenoxyde zu einheitlichen, scharf definierten y-Fe203 umgewandelt werden, weil dadurch bei genügender Zerkleinerung und bei einer Behandlung bei hinreichend niedrigen Temperaturen sich die Scheidung von der Gangart einwandfrei durchführen läßt. Wesentlich ist dabei, daß sich die Endphase dieser Oxydation zu y-Fe203 genau fixieren läßt und ein Überschuß von Sauerstoff daran nichts verderben kann. Außerdem bleibt das Material magnetisch.
  • Wesentlich ist weiter, daß der Prozeß der Endreduktion durch Zusatz des bei dieser Oxydation zu y-Eisenoxyd gewonnenen Wasserstoffes ohne andere Hilfsmittel abgeschlossen werden kann.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von reinem Eisenoxyd und Eisen aus Erzen, insbesondere aus armen Erzen, bei denen das zerkleinerte Erz einer reduzierenden Vorbehandlung zu Zunder bzw. bis zur Suboxydbildung unterworfen wird und darauf nachoxydiert, dadurch gekennzeichnet, daß die im Erz enthaltenen Eisenoxyde vörreduziert und darauf erst bei tiefen Temperaturen unterhalb 500° oxydiert werden, worauf erst die Zerkleinerung und die magnetische Scheidung erfolgt. Erst darauf folgt die Reduktion zu reinem Eisen etwa unterhalb 8oo°.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Endpunkt der Vorbehandlung vor der Zerkleinerung und der Scheidung unter Bildung von y-Fe, 03 erfolgt, vorzugsweise bei Temperaturen von 27o bis 4o0°, so daß für die weitere Reduktion die Reduktionsmittel in ihrer Zusammensetzung und in ihrem physikalischen Verhalten auf dieses einheitliche Erzeugnis eingestellt werden können.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydation der im Erz enthaltenen Eisenoxyde zu y-Fe203 durch Behandlung mit Wasserdampf zweckmäßig bei Temperaturen zwischen 27o und 40o° erfolgt, wobei der entsprechende Wasserstoff für die Endreduktion der reinen Eisenoxyde zu Eisen verwendet wird. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zerkleinerte Erz nach praktisch vollständiger Umwandlung der in ihm. enthaltenen Eisenoxyde zu -y-Fe, 03 und der dadurch bewirkten Sprengung des Erzverbandes einer so weitgehenden Feinvermahlung- ,unterworfen wird, daß eine praktisch vollkommene Trennung des y-Fe, 03 von der Gangart durch Magnetscheidung ermöglicht wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in y-Fe, 03 umgewandelten Eisenoxyde zunächst einer Reduktion mit reinem Kohlenstoff oder mit porösen Zementüberzügen versehenem Koksklein in C 0-haltiger Atmosphäre unterworfen werden und die Reduktion mittels CO- und H2 haltigen Gasen, gegebenenfalls mit reinem H2, bei Temperaturen zwischen 400 und 6oo° zu Ende geführt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der mit oder ohne Schutzüberzug versehene Koks im Gegenstronn zum aufgegebenen Eisenoxyd derart bewegt wird, daß das zu reduzierende bzw. reduzierte Eisenoxydpulver von den wesentlich gröberen Koksstücken getrennt gehalten wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die im wesentlichen aus C O und CO, bestehenden Abgase des Reduktionsofens für das Eisenoxyd in einem Wäscher von CO, befreit und nach entsprechender Kühlung mit ihrem C 0-haltigen Bestandteil der Reduktionsphase zugeführt werden und durch Regelung ihrer Umlaufgeschwindigkeit die für die Reduktion günstigsten Temperaturen aufrechterhalten. B. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ofen 2 für das Aufschließen der Erze und dem Ofen 12 für die Reduktion des Eisenoxydes ein Behälter 6 für die Oxydation des vorreduzierten Erzes mit Wasserdampf eingeschaltet wird, wobei der hier entstehende Wasserstoff der letzten Phase der Eisenoxydation zu reinem Eisen im Ofen 12 zugeführt wird. g. Drehrohrofen zur Durchführung der Endreduktion des Eisenoxydpulvers gemäß Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß in ihm zur Zuleitung kalten C O-haltigen Gases ein sich zentrisch mitdrehendes Rohr 24 angebracht ist und in ihm zwei übereinanderliegende, durch ein zylindrisches Sieb 15 getrennte gegenläufige Schnecken 14 und 23 arbeiten, wobei die äußere, unmittelbar an der Ofeninnenwandung anliegende Schnecke das zu reduzierende Eisenoxyd bewegt, während die innere, in dem zylindrischen Sieb umlaufende Schnecke das Koksklein in entgegengesetzter Richtung zum Eisenoxydpulver bewegt.
DEH8283A 1951-04-24 1951-04-24 Verfahren zur Gewinnung von reinem Eisenoxyd und Eisen aus Erzen, insbesondere aus armen Erzen Expired DE896050C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH8283A DE896050C (de) 1951-04-24 1951-04-24 Verfahren zur Gewinnung von reinem Eisenoxyd und Eisen aus Erzen, insbesondere aus armen Erzen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH8283A DE896050C (de) 1951-04-24 1951-04-24 Verfahren zur Gewinnung von reinem Eisenoxyd und Eisen aus Erzen, insbesondere aus armen Erzen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE896050C true DE896050C (de) 1953-11-09

Family

ID=7145454

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH8283A Expired DE896050C (de) 1951-04-24 1951-04-24 Verfahren zur Gewinnung von reinem Eisenoxyd und Eisen aus Erzen, insbesondere aus armen Erzen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE896050C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1083085B (de) * 1957-01-30 1960-06-09 Kurd Von Haken Dipl Ing Verfahren zum Reinigen von Kohlenoxyd und Kohlenwasserstoffe enthaltenden Abgasen mit Eisenoxyde enthaltenden poroesen Koerpern
DE1182268B (de) * 1955-04-12 1964-11-26 Hydrocarbon Research Inc Verfahren zur endothermischen Reduktion feiner Teilchen aus Eisenoxyd in einer Wirbelschicht
DE1205568B (de) * 1957-05-07 1965-11-25 Veronika Von Haken Geb Daltrop Verfahren zur Bildung einer leichtfluessigen Schutzschlacke beim Einschmelzen von pulverfoermigem Eisen
DE1205569B (de) * 1960-12-19 1965-11-25 Veronika Von Haken Geb Daltrop Verfahren zur Erzeugung von verformten Eisenluppen aus bei tiefen Temperaturen reduzierten lateritischen Eisenerzen

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1182268B (de) * 1955-04-12 1964-11-26 Hydrocarbon Research Inc Verfahren zur endothermischen Reduktion feiner Teilchen aus Eisenoxyd in einer Wirbelschicht
DE1083085B (de) * 1957-01-30 1960-06-09 Kurd Von Haken Dipl Ing Verfahren zum Reinigen von Kohlenoxyd und Kohlenwasserstoffe enthaltenden Abgasen mit Eisenoxyde enthaltenden poroesen Koerpern
DE1205568B (de) * 1957-05-07 1965-11-25 Veronika Von Haken Geb Daltrop Verfahren zur Bildung einer leichtfluessigen Schutzschlacke beim Einschmelzen von pulverfoermigem Eisen
DE1205569B (de) * 1960-12-19 1965-11-25 Veronika Von Haken Geb Daltrop Verfahren zur Erzeugung von verformten Eisenluppen aus bei tiefen Temperaturen reduzierten lateritischen Eisenerzen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69806718T2 (de) Verfahren zur Herstellung reduzierter Eisenpellets
DE3042276C2 (de) Anwendung eines Verfahrens zur Gewinnung von Chrom in Form einer Chrom/Eisen-Legierung aus dem Chromoxid enthaltenden Staub metallurgischer Prozesse als Ausgangsstoff auf die Gewinnung der Chrom/Eisen-Legierung aus dem beim Refining von Stahlschmelzen anfallenden Staub
EP2664681A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen von feinteilchenförmigem Material in die Wirbelschicht eines Reduktionsaggregates
DE1263316B (de) Verfahren zur Gewinnung von Nickel, Nickelverbindungen und/oder Ferronickel aus eisenhaltigen, oxydisch-silikatischen Nickelerzen
DE3228593C2 (de) Verfahren zum Herstellen einer Fe-B-Metallschmelze
DE1086256B (de) Verfahren und Einrichtung zur Eisengewinnung aus staubfoermigen bzw. feinkoernigen Eisenerzen mittels Brennstoffen in feinem Verteilungsgrad oberhalb des Schmelzpunktes der nicht gasfoermigen Reaktionsprodukte
DE896050C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Eisenoxyd und Eisen aus Erzen, insbesondere aus armen Erzen
DE3347685C1 (de) Verfahren zur Herstellung von Ferromangan
DE2306475A1 (de) Konzentration von nickel in oxidierten erzen
EP0012363B1 (de) Verfahren und Anlage zur Reduktion von Erzen
DE2659213A1 (de) Verfahren zur eisenerzverhuettung
DE3713883A1 (de) Verfahren zur herstellung von ferrochrom
DE1123351B (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenerzbriketts
DE3347686C1 (de) Verfahren zur Herstellung von Ferrochrom
DE1533827B1 (de) Verfahren zur Agglomerierung von feinkoernigem Rohgut in Form von Eisenoxydmaterial bei erhoehter Temperatur
DE3885862T2 (de) Verfahren zur Schmelzreduktion oxydischer Erze.
DE3826824C1 (de)
DE588652C (de) Verfahren zur Durchfuehrung von endothermen Reaktionen
AT230914B (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenerzbriketts aus Eisenfeinerzen
DE1266775B (de) Verfahren zur Reduktion von Eisenerz
DE2931025C2 (de) Direktreduktion von Eisenerzen
DE641703C (de) Verfahren zur Verarbeitung von Eisenschwamm
DE2361742C3 (de) Verfahren und Anlage zur Rückgewinnung von eisenhaltigen Abfallprodukten bei der Eisenverhüttung
AT218556B (de) Verfahren zur elektrischen Verhüttung
DE810156C (de) Verfahren zur Gewinnung von Eisen und titanhaltiger Schlacke aus titanhaltigen Eisenerzen