-
Sauerstoffatemschutzgerät mit Kreislauf der Atemluft und lungengesteuerter
Sauerstoffzufuhr Gegenstand des Patents 865 z r o ist ein S auerstoffatemschutzgerät
mit Kreislauf der Atemluft und lungengesteuerter Sauerstoffzufuhr, bei dem die Druckschwankungen
in dem Raum zwischen dem lungengesteuerten Sauerstoffzuführungsventil und einer
in dem Weg des zuströmenden Sauerstoffs angeordneten Düse zum Herauspumpen von Atemluft
aus dem Atemluftkreislauf benutzt werden. Dadurch wird erreicht, daB fortlaufend
mit der Gerätluft aus dem Atemluftkreislauf eine, ausreichende Menge an Fremdgas
entfernt wird, und zwar abhängig von dem Sauerstoffbedarf des Gerätträgers. Die
Druckschwankungen in dem Raum zwischen dem Ventil und der Düse bewirken, daB selbsttätig
Atemluft aus dem Gerät herausgepumpt wird. Dabei wird die Arbeit für das Herauspumpen
der Atemluft von dem zuströmendenSauerstoff geleistet. Die Art und Weise, in der
dies erfolgt, kann unterschiedlich sein.
-
Das neue Sauerstoffatemschutzgerät kann dabei derart ausgebildet sein,
dafi der Raum zwischen dem lungengesteuerten Sauerstoffzuführungsventil und der
Düse mit der einen Kammer einer als Kolben- oder Membranpumpe ausgebildeten Spülluftpumpe
verbunden ist, deren andere Kammer an den Atemluftkreislauf, vorzugsweise zwischen
Alkalipatrone
und Atembeutel, angeschlossen ist und deren Kolben bzw. Membran unter dem Druck
einer dem Sauerstoffdruck entgegenwirken-den Feder steht.
-
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Gegenstandes des
Patents 865 11o und besteht darin, .daß in der Sauerstoffleitung oder in der Spülluftleitung
eine Pfeife oder eine andere durch das durchströmende Gas angeregte Signalvorrichtung
angebracht ist. Als Signalvorrichtung wird zweckmäßig eine Pfeife verwandt. Diese
wird bei der einen Bauart durch den beim Anspringen des Lungenautomaten schnell
ausströmenden Sauerstoff zum Ertönen gebracht. Wird die Pfeife oder eine andere
Signalvorrichtung bei einer anderen Bauform in der Spülluftleitung angeordnet, dann
wird sie durch die austretende Spülluft zum Ertönen gebracht. Das Signal bzw. das
Pfeifen zeigt dem Gerätträger an, daß die Sauerstoffzufuhr bzw. die Spülluftpumpe
arbeitet.
-
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen eines Sauerstoffabemschutzgerätes
nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i den Aufbau des Atemschutzgerätes,
Abb. 2 halbschematisch einen Schnitt durch das lungengesteuerte Sauerstoffzuführungsventil
und eine Spülluftpumpe mit einer anders angeordneten Signalpfeife, Abb. 3 Einzelheiten
einer dritten Ausführungsform.
-
In dem Sauerstoffatemschutzgerät sind in dem oberen Teil die Alkalipatrone
i und im unterenTeil die Sauerstoffflasche :2 untergebracht. Zwischen beiden liegt
der Atembeutel 3. Von der Sauerstoffflasche 2 führt eineLeitung 4., an der
derDruckmesser 5 angeschaltet ist, zu dem lungengesteuerten Sauerstoffzuführungsventil,6.
Von diesem strömt der Sauerstoff durch die Leitung 7 zu dem Ventilkasten 8, von
dem die Faltenschläuche 9 und io zum nicht gezeichneten Mundstück bz.w. zur Maske
führen. Die Atemluft tritt durch den Atemschlauch 9 über die Alkalipatrone i in
den Atembeutel 3 ein und wird von dort durch das Rohr i i, den Ventilkasten 8 und
den Atemschlauch io vom Mund angesaugt. An der oberen Wand des Atembeutels 3 ist
der Steuerhebel 12 befestigt, der das Sauerstoffzuführungsventil6 betätigt.
-
Der vom Druckminderventil kommende Sauerstoff tritt durch die Bohrung
13 (vgl. Abb. 2) in die Kammer 14 ein, die durch die Düse 15 abgeschlossen ist.
Der Ventilteller 16 steht unter dem Druck einer Feder. Wird aus dem Atembeutel 2
Luft entnommen, dann drückt schließlich der Hebel 12 mit seinem verstellbaren Druckstück
i2a gegen den Ventilstößel 18. Die Bewegung- dieses Stößels wird über die Membran
i9 auf die im Querschnitt viereckige Ventilstange 2o übertragen, - die den Ventilteller
r6 von seinem Sitz 2i abhebt. Der Sauerstoff strömt nunmehr aus der Kammer 17 über
.die Bohrung 22 in die Leitung 7 ab.
-
Beim Öffnen des Sauerstoffzuführungsventils 16, 21 fällt der Druck
in der Kammer 17 zunächst ab, da der Sauerstoff schneller abströmt, als er durch
die Düse 15 nachströmen kann. Bei dem Füllen des Atembeutels 3 durch den nachströmenden
Sauerstoff wird schließlich das Ventil 16; 21 von dem Steuerhebel 12 wieder geschlossen.
Bei geschlossenem bzw. nur wenig geöffnetem Ventil 16, 21 steigt der Druck in der
Kammer 17 wieder an.
-
Die Druckschwankungen in der Kammer 17 pflanzen sich in den Raum 23
der Spülluftpumpe fort, die als Membranluftpumpe ausgebildet ist. Die Membran 24
wird entgegen der Wirkung der Feder 25 bei Druckanstieg in den Kammern 17 und 23
nach oben, dagegen bei Druckabfall in den Kammern 17 und 23 durch die Feder 25 nach
unten bewegt. Der obere Raum 26 der Membranpumpe steht über das Rohrstück 27 mit
dem Ventilkasten 28 in Verbindung, der mit seinem Stutzen 29 unmittelbar an das
Verbindungsstück 30 zwischen Alkalipatroue i und Atembeutel 3 angeschlossen
ist. Der Stutzen 29, ist durch den Ventilteller 31 abgeschlossen, der unter dem
Druck der Feder 32 gegen den Ventilsitz 33 gepreßt wird. Auf der anderen Seite ist
ein ins Freie führendes Ventil vorhanden, dessen Ventilteller 34 unter dem Druck
der Feder 35 steht. Der Stutzen 36 mündet ins Freie. Die Druckschwankungen in den
Kammern 17, 23 erzeugen Volumenänderungen in derKammer 26 der Spülluftpumpe, da
der Druck auf dieser Pumpenseite annähernd gleichbleibt. Bei einer Vergrößerung
des Volumens der Kammer 26 wird Atemluft aus dem Atemluftkreislauf durch den Stutzen
29 und das Ventil 33 und über den Rohrstutzen 27 in die Kammer 26 gesaugt. Bei Druckanstieg
in den. Kammern 17 und 23 wird diese Luft, da sich das Ventil 34 33 schließt, über
das Ventil 34 und den .Stutzen 3,6 ins Freie gedrückt. Bei jeder Betätigung des
lungengesteuerten Sauerstoffzuführungsventils wird also eine geringeMenge Luft aus
dem Atemluftkreislauf abgesaugt. Wie Abb. i zeigt, ist an dem Ende der Leitung 7
eine Pfei,fe4o angeordnet, die jedesmal ertönt, wenn beim Öffnen des Sauerstoffzuführungsventils
16, 21 der Sauerstoff aus der Kammer 17 und der Leitung 7 in den Atemluftkreislauf
abströmt.
-
Die Abh. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei der an den ins Freie mündenden
Stutzen 36 eineSignalpfeife 41 angeordnet ist. Diese ertönt, wenn beim jedesmaligeuBetätigen
deslungengesteuertenSauerstoffzuführungsventils eine geringe Luftmenge aus dem Atemluftkreislauf
abgesaugt und durch das Ventil 34, 35 ins Freie gedrückt wird.
-
Wie Abb. 3 zeigt, kann in die Saugleitung 29 der Spülluftpumpe eine
Drosseldüse 37 eingesetzt sein. Dadurch wird erreicht, daß bei kurzzeitigem Anspringen
des lungengesteuerten Sauerstoffzuführungsventils 6 weniger Spülluft gefördert wird
als bei einer längeren Öffnungszeit dieses Ventils, wie z. B. bei einem tiefen Atemzug.