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DE89429C - - Google Patents

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Publication number
DE89429C
DE89429C DENDAT89429D DE89429DA DE89429C DE 89429 C DE89429 C DE 89429C DE NDAT89429 D DENDAT89429 D DE NDAT89429D DE 89429D A DE89429D A DE 89429DA DE 89429 C DE89429 C DE 89429C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
goblet
cup
container
wine
cap
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT89429D
Other languages
English (en)
Publication of DE89429C publication Critical patent/DE89429C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47GHOUSEHOLD OR TABLE EQUIPMENT
    • A47G33/00Religious or ritual equipment in dwelling or for general use
    • A47G33/002Communion cups, chalices or the like

Landscapes

  • Closures For Containers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTV^
Abendmahlskelch.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Abendmahlskelch, um welchen ein ä'ufserer Mantel drehbar angebracht ist, der eine auf dem Kelchrand reitende, halbkreisförmige Kappe trägt, die beim Drehen den Kelchrand reinigt und trocknet. Aufserdem ist der Kelch im Innern mit einem besonderen Weinbehälter versehen, der, mit der Reinigungskappe verbunden, sich mit dieser gleichzeitig dreht und bei jeder Drehung eine genügende Menge Wein in den Kelch übertreten läfst.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist dieser Kelch dargestellt.
Fig. ι giebt einen senkrechten Längsschnitt.
Fig. 2 stellt eine Oberansicht dar.
Fig. 3 ist ein waagrechter Schnitt nach der Linie x-x der Fig. 1.
Fig. 4 zeigt einen. Theil des Kelches, theilweise im senkrechten Schnitt.
Fig. 5 ist ein waagrechter Schnitt nach der Linie y-y der Fig. 1.
Fig. 6 veranschaulicht einen Theil des Kelchrandes in Seitenansicht.
Fig. 7 giebt einen Theil einer anderen Ausführungsform wieder.
A ist der aus passendem Metall oder Material geformte Kelch, von dessen Boden nach oben eine Hülse B vorspringt, die in ihrer Wandung eine beliebige Anzahl von Oeffnungen C hat (nach der Zeichnung beispielsweise vier). Die Hülse ist am unteren Ende geschlossen und mit dem Kelchstiel verbunden und am oberen Ende mit einem Flantsch E versehen, auf welchem ein Behälter F frei aufruht und mit seinem hohlen Zapfen G in die Hülse B hineinragt. Dieser Zapfen hat in seiner Seitenwandung eine Oeffnung H oder mehrere, welche bei geeigneter Stellung die Verbindung zwischen dem Weinbehälter F und dem Kelche A durch den hohlen Zapfen G herstellen.
Der Zapfen G ist unten bei J geschlossen und ruht auf dem Boden D der Hülse auf, so dafs er dazu beiträgt, den Behälter in seiner Lage zu erhalten.
Am, oberen Ende des Kelchstieles K ist ein waagrechter Kragen M gebildet, auf welchem ein äufserer Mantel M frei aufruht, dessen Boden eine Oeffnung hat, welche die Dille D frei durchläfst. Der Kelch A befindet sich gröfstentheils innerhalb des Mantels N und umgiebt den Behälter F.
Der Behälter F ist oben mit einem durchsichtigen Deckel P abgeschlossen, welcher an einer Seite des Behälters mittelst eines Scharniers angehängt ist, so dafs er leicht geöffnet und geschlossen werden kann. Der Deckel ist aufserdem mit einem Knopf oder Handgriff Q. und einem Schliefsriegel S versehen.
Der Deckel P kann jedoch auch Schraubengewinde haben und in das mit entsprechendem
Gewinde versehene obere Ende des Behälters F eingeschraubt werden (wie in Fig. 7 bei R gezeigt ist).
Das obere Ende des Behälters F ist mit einem daran befestigten waagrechten Kranz F1 umgeben, welcher den angrenzenden Theil der inneren Wandung des Kelches A frei berührt und an einer Stelle, welche seine Vorderseite genannt werden mag, die Auslafsöffnung F2 hat. Die innere Fläche des Kelchrandes hat in Abständen von einem Viertel-Kreisbogen Marken F3 (Fig. 2), von denen jede, wenn sie sich gegenüber der Oeffnung F'2 befindet, angiebt, dafs die Vorrichtung für den praktischen Gebrauch in der richtigen Lage ist.
Ueber den Kelchrand ist eine segmentförmige Kappe T gestülpt, deren Rinne mit einem Stück Schwamm, Filz, Sämischleder oder anderen aufsaugenden und trocknenden oder .reinigenden Materials U ausgefüttert ist, das die obere Kante und die Seitenflächen des Kelchrandes frei umfafst.
Die Kappe T ist mit dem oberen Ende des Mantels N durch eine Schraube V fest verbunden , die durch einen herabhängenden Lappen W (Fig. 6) der Kappe hindurchgeht, der zwischen die Ohren X des Mantels eingepafst ist, so dafs die Kappe auf diese Art sicher in ihrer Lage erhalten wird.
Im oberen Ende des Kelchstieles ist ein federnder Schalthaken Y (Fig. 4 und 5) untergebracht, dessen Nase in jede der vier Aussparungen oder Vertiefungen Z einschnappen kann, die in Abständen in der Unterseite des Mantelbodens gemacht sind; auf diese Weise wird verhindert, dafs der Mantel in der verkehrten Richtung gedreht werden kann. Der Schalthaken wirkt auch als Bremse, indem er den Mantel nach jeder Vierteldrehung an der Stelle sanft festhält, welche dem Abendmahlsnehmer darzureichen ist.
Innerhalb der Kappe T ist ein Band oder eine Platte A1 (Fig. 1) angebracht, welche das Material U berührt und mit einer in die äufsere Wandung der Kappe eingeschraubten Schraube!?1 in Eingriff steht, um dazu beizutragen, das genannte Material in der richtigen Lage zu halten, und um den passenden Druck darauf auszuüben.
Die Benutzung des beschriebenen Kelches ist folgende:
Der Behälter F wird mit Wein gefüllt, welcher nicht austreten kann, wenn die Oeffnungen H und C nicht mit einander zusammenfallen. Wird das Abendmahl dargereicht, so hält man den Stiel K mit einer Hand fest und dreht den Mantel N und somit auch den Weinbehälter F mit der anderen Hand, bis eine der Oeffnungen C mit der Oeffnung H zusammenfällt, wodurch genügend Wein aus dem Behälter in den Kelch fliefst, und hierauf dreht man den Mantel weiter bis zur Vollendung einer Vierteldrehung, um den Zuflufs von Wein abzusperren; die in den Kelch gelangte Menge Wein genügt für einen Communicanten. Dann wird der Kelch dem Conmunicanten dargereicht und dabei gekantet, so dafs der Wein aus dem Kelch durch den Raum zwischen dem Kelch und dem Behälter nach oben fliefst und durch die Oeffnug F2 nach dem Mundstück des Kelches gelangt, wo er von dem gegenüber der Kappe T befindlichen Communicanten aufgenommen wird. Dann wird der Kelch wieder aufgerichtet und abermals der Mantel um eine Vierteldrehung bewegt, wobei eine neue Weinmenge in den Kelch gelangt, welche dem nächsten Communicanten dargereicht wird, und so fort.
Während der Drehung des Mantels kommt inzwischen jener Theil des Kelchrandes, welchen die Lippen berührt haben, in die Kappe T und wird darin durch das Material- U abgewischt oder gesäubert und getrocknet; in diesem Zustande wird dann dieser Theil, wenn er wieder nach vorn gelangt ist, dem folgenden Communicanten dargereicht. Somit ist der Forderung, für jeden Communicanten einen besonderen Abendmahlskelch zu benutzen, und den Einwürfen gegen die Benutzung eines Kelches, welchen viele Lippen berührt haben, begegnet, und das Abendmahl kann daher in reinerem, der Gesundheit zuträglicheremZustande genommen werden, während die Weinmasse frei von Verunreinigungen oder Keimen bleibt, welche bei der früheren Art der Darreichung mit dem von den Lippen zurückfliefsenden Wein in die Weinmasse gelangten.
Das in der Kappe T untergebrachte Material mag mit einem Desinfectionsmittel gesättigt oder gefüllt werden, welches am besten geruchlos und geschmacklos ist.
Die Kappe wird nach Bedarf abgenommen, um das darin befindliche Material herausnehmen, waschen und wieder einbringen oder durch neues Material ersetzen zu können.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein Abendmahlskelch, bei welchem der eigentliche Kelch (A) mit einem äufseren drehbaren Mantel (N) umgeben ist und in seinem Innern einen besonderen, ebenfalls drehbaren Weinbehälter (F) trägt, der einerseits durch ein Verbindungsglied (T) mit dem äufseren Mantel (N) gekuppelt ist, so dafs der Weinbehälter (F) an der Drehbewegung des Kelches nicht theilnimmt, andererseits in seinem unteren Theil eine oder mehrere Oeffnungen (H) hat, die beim Drehen des Kelches eine Zeitlang geöffnet . und dann wieder geschlossen werden, so
    dafs bei jeder Drehung des Kelches nur eine gewisse Menge Wein aus dem Behälter (F) in den Kelch eintritt.
    Eine Ausführungsform des unter i. geschützten Kelches, dadurch gekennzeichnet, dafs das Verbindungsglied (T) zwischen Mantel (N) und Weinbehälter (F) mit Schwamm, Filz oder dergl. (U) ausgefüttert ist und auf dem Kelchrande reitet ^ zum Zwecke, beim Drehen des Kelches gleichzeitig eine Reinigung des Kelchrandes zu bewirken.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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