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DE894261C - Verfahren zur Herstellung eines gesinterten keramischen Koerpers - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines gesinterten keramischen Koerpers

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Publication number
DE894261C
DE894261C DEP55730A DEP0055730A DE894261C DE 894261 C DE894261 C DE 894261C DE P55730 A DEP55730 A DE P55730A DE P0055730 A DEP0055730 A DE P0055730A DE 894261 C DE894261 C DE 894261C
Authority
DE
Germany
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temperature
lowering
sintered ceramic
bodies
exceed
Prior art date
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Expired
Application number
DEP55730A
Other languages
English (en)
Inventor
Eric James Hiles
John Anthony Sugden
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
UNITED INSULATOR Co Ltd
Original Assignee
UNITED INSULATOR Co Ltd
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Filing date
Publication date
Application filed by UNITED INSULATOR Co Ltd filed Critical UNITED INSULATOR Co Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE894261C publication Critical patent/DE894261C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/46Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on titanium oxides or titanates
    • C04B35/462Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on titanium oxides or titanates based on titanates
    • C04B35/465Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on titanium oxides or titanates based on titanates based on alkaline earth metal titanates
    • C04B35/468Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on titanium oxides or titanates based on titanates based on alkaline earth metal titanates based on barium titanates
    • C04B35/4682Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on titanium oxides or titanates based on titanates based on alkaline earth metal titanates based on barium titanates based on BaTiO3 perovskite phase

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Insulating Materials (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

(WiGBI. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 22. OKTOBER 1953
P 55730 VIIIb 12i c D
Middlesex (Großbritannien)
sind als Erfinder genannt worden
DieErfmdung bezieht sich auf keramische Körper, welche geeignet zur Verwendung als dielektrisches Material in Kondensatoren und anderen Gegenständen sind und als Hauptbestandteil Bariumtitanat enthalten, welches 90 oder mehr Gewichtsprozent des Körpers ausmacht. Solche Körper sind vornehmlich wegen des hohen Wertes der Durchlässigkeit von Bedeutung, welche bei ihnen erhalten werden kann.
Diese Körper werden gewöhnlich durch ein Verfahren hergestellt, bei welchem die Bestandteile in einem geeigneten Grad von feiner Unterteilung gut miteinander vermischt, gepreßt, ihnen die geeignete Form und Ausmaße gegeben und sie dann einer Erhitzung unterworfen werden, um die Teilchen zu sintern und einen genügend starken und starren, nicht porösen keramischen Körper zu erzeugen. Die im allgemeinen verwendeten Formen sind dünnwandige Rohre und dünne, flache Scheiben oder rechteckige Platten. Die stärkste Dicke der Rohr- ao wände und der Scheiben oder Platten, im folgenden als Wanddicke bezeichnet, überschreitet normaler-' weise nicht etwa 5 mm.
Das Erhitzen wird gewöhnlich derart ausgeführt, daß eine große Zahl der Körper, wenn notwendig auf geeigneten Trägern, zusammen in einen Ofen eingebracht, der Ofen dann geschlossen, die Temperatur dann allmählich auf den Sinterungsbereich, welcher etwa zwischen 1200 und 13000 ist, gesteigert und dann das Material auf eine verhältnismäßig niedrige Temperatur abkühlen gelassen wird, bevor der Ofen geöffnet wird. Bei einer solchen Behandlung kann sich das Ansteigenlassen der Temperatur bis zum Höchstwert über eine Zeit von
ίο bis 12 Stunden oder länger und das Abkühlen von der Höchsttemperatur bis auf 9000 herunter über einen Zeitraum von 2 bis 3 Stunden oder mehr erstrecken.
Es wurde gefunden, daß die so hergestellten Körper, während sie eine verhältnismäßig hohe Durchlässigkeit,1 von 500 aufwärts, besitzen, nicht einen genügend hohen Wert an Isolierwiderstand bei gewöhnlicher Raumtemperatur aufweisen und eine sehr beträchtliche Verschlechterung dieser Eigenschaft erleiden, wenn die Temperatur auf ioo° erhöht wird, und ferner eine Verschlechterung erleiden, wenn sie einer Dauerspannungsprobe bei dieser und einer niedrigeren Temperatur unterworfen werden. Dieser Mangel beeinträchtigt in ernstlicher Welse die Brauchbarkeit der Körper. Bei Anwendung der Erfindung werden verbesserte keramische Körper der angegebenen Zusammensetzung erhalten, welche ein solch inneres Gefüge besitzen, daß ihr Isolationswiderstand bei· gewöhnlicher Raumtemperatur einen hoben Wert aufweist. Sie besitzen auch befriedigende Werte des Isolations wider Standes bei ioo° und höheren Temperaturen und erleiden keine große Verschlechterung hierin, in manchen Fällen überhaupt keine, wenn sie bei dieser Temperatur für eine lange Zeit einer angewendeten Spannung ausgesetzt sind1. Die verbesserten Körper besitzen auch hohe Werte an Durchlässigkeit, im allgemeinen höhere als die, welche mit Körpern gleicher Zusammensetzung, aber nach dem bisher bekannten Verfahren hergestellt erhalten werden. Sie können z. B. Durchlässigkeitswerte von 1500 bis 4000 aufweisen.
Der wesentliche Faktor zur Erzielung der verbesserten Struktur ist gemäß der Erfindung die Verringerung der Zeit für das Erhöhen der Temperatur von 9000 zur Höchsttemperatur und die Verringerung der Zeit für das Abkühlen vom Bereich der Höchsttemperatur auf 9000 herab. Das Erhitzen von 9000 auf die Höchsttemperatur und das' anschließende Abkühlen auf 9000 kann z. B. stattfinden in etwa 25 Minuten, von welchen etwa 1J i Stunde die Zeit ist, um den Körper von der Sintertemperatur auf 9000 abzukühlen. Es wurde gefunden, daß die verbesserte Struktur erhalten wird, wenn die gesamte Zeit, innerhalb deren der Gegenstand auf einer Temperatur von oberhalb 9000 gehalten wird, weniger als 3 Stunden ist. Vorteilhafterweise kann diese Zeit auf 1 Stunde für Körper mit einer Wanddicke von nicht über höchstens 0,5 mm verringert werden.
Aus dem Vorhergehenden ergibt sich, daß der verbesserte Körper erhalten wird, wenn die frischen Gegenstände auf die Höchsttemperatur zur Bewirkung des S interns erhitzt und dann von dieser Temperatur abgekühlt werden, aber beides in einer raschen Weise erfolgt und eine Zeit von insgesamt 3 Stunden nicht überschreitet. Gleiche Ergebnisse können bisweilen erhalten werden mit Gegenständen, welche schon durch das langdauernde bisherige Verfahren1 gewonnen, aber dann einer kurzen Wärmebehandlung unterworfen werden, in welcher sie schnell auf Smtertemperatur erhitzt und schnell abgekühlt werden. Demnach ist der bestimmende Schritt bei der Behandlung das verhältnismäßig rasche Erhitzen und Abkühlen im Bereich von 9000 nach oben auf die Höchsttemperatur von 1200 bis 1300°' und von der Höchsttemperatur herab auf 9000.
Die mit den verbesserten Körpern erhaltenen Werte des Kraftfaktors sind nicht höher als die, der nach den bisherigen Verfahren hergestellten Körper, und in einigen Fällen sind sie wesentlich niedriger.
Die verbesserte Wärmebehandlung kann geeigneterweise in einem Röhrenofen ausgeführt werden, durch welchen die zu behandelnden Körper entweder allmählich oder schrittweise gefördert werden. Dabei erreichen sie die volle Sintertemperatur in dem mittleren Teil der Rohrlänge und die Abkühlzone am Auslaßende. Durch Kontrolle des Grades der Bewegung der Körper durch das Rohr kann ein geeignetes rasches Erhitzen und Abkühlen erzielt werden.
Es ist erwünscht, die Bedingungen so einzustellen, daß eine reduzierende Atmosphäre innerhalb des Rohres nicht erhalten wird. Dies kann die Hervorrufung eines kleinen Luftstroms durch das Rohr erforderlich machen.
Es wurde gefunden, daß das Verfahren der Erfindung besonders geeignet für Körper der Art ist, wie sie in der britischen Patentschrift 586802 beschrieben und beansprucht sind. Von diesen Körpern zeigen solche, welche Fluoride der Metalle der 2. Gruppe des Periodischen Systems enthalten, die bemerkenswertesten Verbesserungen im Volumenleitungswiderstand.
Die. folgenden Beispiele erläutern die Anwen- "° dung der Erfindung bei der Herstellung gesinterter Körper verschiedener Form und Zusammensetzung und vergleichen die neuen Körper mit den nach den bekannten Verfahren hergestellten.
7η1 tf»O TV^ ^T\ A Tl Form Gesamtzeit Volumenleitungswiderstand 100° C nach, dem Dauerversuch Höchst
Z/USa-inmcii- oberhalb 9000 C Ohm/ccm 3,4XiO10 250 C I 100° C - — temperatur
Scxzung A in Minuten 250C 2XIO8 0C
ia W 26 2XI011 6 xio10 1250
ib A 480 5XIO9 i,7 X JO8 2,8 XIO11 1,6 xio12 1225
2a W 26 5,2 χ io11 1,6 XIO12 1,1 X IO10 1250
2b A 480 5,2XIO10 9 xio8 1,6 xio12 1225
3a X 26 1,6 Χίο12 1238
3b 480 3,IXiO11 1200
M ItCI <fn *%^ οΤΛ Form Gesamtzeit Ohm
250C
Volumenleitungswiderstand nach dem Γ
250C
»auerversuch
1000C
Höchst
^ubciinmcn-
setzung
B oberhalb 9000 C
in Minuten
Ι,ΙΧΙΟ12 /ecm
1000C
temperatur
0C
4a Y 26 2,7 X ΙΟ10 8,4XiO10 Ι3ΟΟ
4b A 480 3,6 χ ίο12 1,4 X ίο10 1200
5a Z 26 ΐ,9 X ίο11 ΐ,6 χ ίο11 Ι35Ο
5b C 540 ΐ,4 X ίο12 9 X ίο10 Ι325
6a X 80 5 X ίο11 ΐ,4 X ίο12 1250
6b 480 5 X ίο10 1225
Bei· diesen Beispielen waren die geprüften Körper alle rohrförmig und von folgenden Abmessungen:
Form Länge Äußerer
Durchmesser
Wanddicke
A
B
C
10 mm
27 mm
15 mm
3 mm
4 mm
3 mm
0,3 mm
0,5 mm
0,7 mm
Im Beispiel 1 (a) war der Körper bereits nach dem bekannten Hitzebehandlungsverfahren während 8 Stunden gesintert worden, bevor er die sohneile Wärmebehandlung erhielt.
Die Zusammensetzungen in Gewichtsteilen (bezeichnet mit WXYZ) waren folgende:
W BaTiO3 IOO
Bentonit I
X BaTiO3 98.5
MgF2 1,0
ZnO 0,5
H3BO3 1.4
Bentonit 1,0
Y BaTiO3 98
MgZrO3 2
Bentonit I
Z BaTiO3 95
MgTiO3 5
Bentonit I
Die erwähnte Dauerprobe bestand darin, daß der Körper einer Beansprudiung von 800 Volt pro mm bei 75° während 170 Stunden unterworfen wurde. Die folgende Tabelle erläutert, wie die Durchlässigkeit (K) und der Kraftfaktor in einigen Fällen verbessert sind.
K Kraftfaktor
Beispiel 1200 (tan X io4)
2a IIOO 300
2b 3000 300
3a 1600 300
3b 400

Claims (2)

PaTENTANSPKÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung eines gesinterten keramischen, für dielektrische Zwecke geeigneten und 90 oder mehr Gewichtsprozent Bariumtitanat enthaltenden Körpers, gekennzeichnet durch den Schritt des Efhöhens der Temperatur des Körpers auf die Sintertemperatur oder eine höhere Temperatur und anschließendes Senken der Temperatur auf 900°, wobei die Gesamtzeit für das Erhöhen und Senken der Temperatur des Körpers 3 Stunden nicht überschreitet.
2. Verfahren zur Herstellung eines gesinterten keramischen Körpers mit einer maximalen Wanddicke von nicht über 0,5 mm, welcher für dielektrische Zwecke geeignet ist und 90 oder mehr Gewichtsprozent Bariumtitanat enthält, gekennzeichnet durch den Schritt des Erhöhens der Temperatur des Körpers auf die Sintertemperatur oder eine höhere Temperatur und anschließendes Senken der Temperatur auf 9000, wobei die Gesamtzeit für das Erhöhen und Senken der Temperatur des Körpers 1 Stunde nicht überschreitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper 0,5 bis 10% eines Fluorids eines Metalls der 2. Gruppe des Periodischen Systems eniMlt.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper 0,5 bis 10% eines Fluorids eines Metalls der 2. Gruppe des Periodischen Systems enthält.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 660971, 712538,
736311;
niederländische Patentschrift Nr. 47568;
schweizerische Patentschrift Nr. 238737;
• französische Patentschrift Nr. 925454;
britische Patentschrift Nr. 586802;
USA.-Patentschriften Nr. 2270872, 2377910, 2399082, 2420692, 2436839, 2469584.
5480 10.5
DEP55730A 1948-09-30 1949-09-24 Verfahren zur Herstellung eines gesinterten keramischen Koerpers Expired DE894261C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB277917X 1948-09-30

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DE894261C true DE894261C (de) 1953-10-22

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CH (1) CH277917A (de)
DE (1) DE894261C (de)
FR (1) FR995850A (de)
GB (1) GB653209A (de)

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