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Einrichtung zur Bestrahlung von Getreide und anderem Schüttgut, insbesondere
mit Ultraviolettstrahlen Es ist bereits eine Anordnung zur Bestrahlung, insbesondere
Ultraviolettbestrahlung, von Getreide und anderem Schüttgut vorgeschlagen worden,
bei welcher zwischen dem Gut und den Bestrahlungslampen eine Relativbewegung stattfindet
und die derart ausgebildet ist, daß das Gut bei der Relativbewegung mit den Bestrahlungslampen
unmittelbar in Berührung kommt. Zu diesem Zweck sind die Strahlungsquellen von verschiedenartig,
z. B. trichterförmig ausgebildeten Leitmitteln umgeben, die hinter- bzw. übereinander
angeordnet sind und durch die sich das Gut unter gleichzeitiger Berührung mit den
Strahlungsquellen hindurchbewegt. Zur besseren Führung des in Fluß befindlichen
Gutes im Innern der Einrichtung sind noch zusätzliche Leitmittel zum Zweck der Vergleichmäßigung
der Strahleneinwirkung auf das Gut vorgesehen.
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Die Erfindung betrifft eine vorteilhafte Verbesserung dieser Anordnung
und hat insbesondere den Zweck, die Strahleneinwirkung auf das Gut nach weiter,
zu intensivieren und insbesondere zu v ergleichmäßigen.
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Auch bei der Einrichtung nach der Erfindung sind, wie bei der genannten
Einrichtung, die insbesondere röhrenförmigen Bestrahlungslampen oder Gruppen derselben
in Abständen übereinander in Form einer unwesentlichen senkrechten Wand an-, g ,eordnet,
über welche das Gut in unmittelbarer Berührung mit ihnen herabrieselt. Erfindungsgemäß
sind jedoch zwischen den von den einzelnen Lampen bzw. Lampengruppen gebildeten
Bestrahlungsräumen
zusätzlich noch Mischkammern für das Gut angeordnet.
Je nach Art des Gutes bzw. nach der vorgesehenen Bestrahlungsintensität können diese
Mischkammern mehrfach in die Behandlungseinrichtung eingebaut werden, so daß z.
B. unter jedem Bestrahlungsraum oder nach einer Anzahl dieser je eine Mischkammer
im Zuge der kolonnenartig aufgebauten Apparatur vorhanden ist.
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Die Mischkammern können in der verschiedensten Weise ausgebildet sein.
Einige Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung näher erläutert.
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Die Fig. i zeigt eine Bestrahlungseinrichtung im Aufriß mit mehreren,
Bestrahlungsräumen, zwischen die nach der Erfindung eine Mischkammer eingebaut ist.
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Das zu behandelnde Gut wird der Einrichtung durch .den Fülltrichter
i aufgegeben und bewegt sich in Pfeilrichtung durch die ebenfalls trichterförmig
ausgebildeten, den Bestrahlungsraum bildenden Leitmittel 2, in denen die Strahlungsquellen
3. angeordnet sind. In der in Fig. i dargestellten Einrichtung gelangt das bereits
vorbehandelte Gut nach Durchlaufen der zwei oberen Bestrahlungsräume in die Mischkammer
4, in der es sich durch seine eigene Schwere nach unten bewegt. Um in dieser Mischkammer
eine möglichst weitgehende Vermengung des Gutes herbeizuführen, sind im Innern der
Kammer in an sich bekannter Weise Leitvorrichtungen 5, z. B. sogenannte Schikanen
oder Prallbleche bzw. Gleitflächen, die die verschiedenartigsten Formen haben können,
angeordnet. Das Gut verläßt nach innigster Durchmischung in der Kammer 4 diese am
unteren Ende und gelangt in die nächsten, unterhalb der Mischkammer angeordneten
Bestrahlungsräume 2, die zweckmäßig in dergleichen Weise wie die oberen ausgebildet
sind, und in denen die weitere Behandlung des Gutes stattfindet.
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Die Regulierung der .Durchsatzmenge erfolgt bei der Einrichtung zweckmäßig
durch einen Schieber 6, der in den unteren Teil der Vorrichtung angeordnet ist.
Es steht nichts im Wege, den Schieber nach oben, unmittelbar zwischen dem Fülltrichter
und dem ersten Bestrahlungsraum anzuordnen. In diesem Fall wird die beim Öffnen
des Schiebers in die Einrichtung einströmende Menge des Gutes ohne merkbare Unterbrechung
des Flusses an sich durch die Gesamteinrichtung hirndurchströmen. Soll das Gut längere
Zeit der Behandlung ausgesetzt werden bzw. in einzelnen Chargen die Einrichtung
verlassen, so wird der Schieber mit Vorteil an der in der Fig. i angegebenen Stelle
eingebaut. Durch entsprechendes Öffnen des Durchgangsquerschnitts bzw. durch rhythmisches
Freigeben des Durchflusses kann der Durchsatz des Gutes weitgehend reguliert werden.
Selbstverständlich ist es auch möglich, an Stelle eines Schiebers andere geeignete
Vorrichtungen, wie z. B. Klappen, anzuordnen.
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Die Fig. 2 zeigt eine andere Ausbildung der Mischkammer, ebenfalls
im Aufriß. Bei dieser Einrichtung ist im Innern der Mischkammer 4; die im übrigen
in der gleichen Weise, wie in Fig. i dargestellt, zwischen den Bestrahlungsräumen
2 angeordnet ist, eine Umwälzeinrichtung 7, z. B. ein im Querschnitt sternförmig
ausgebildetes Flügel-oder Schaufelrad, angeordnet, das sich naeh einer Richtung
oder gegebenenfalls abwechselnd nach beiden Richtungen dreht. Der Behälter 4 ist
je nach der Größe der Einrichtung bzw. den Abmessungen des, Teils 7 kugel- oder
walzenförmig ausgebildet. Die Flügel des Mischrades 7, das mit seiner Achse durch
den Behälter 4 hindurchgeführt und von außen angetrieben wird, können für manche
Art des zu behandelnden Gutes auch rechenförmig ausgebildet sein. Die Enden der
Radflügel sind, je nach der Art und dem beabsichtigten Durchgang des Gutes, der
Wand des Behälters 4 mehr oder weniger genähert.
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Eine Ausbildungsform der Umwälzvorrichtung 7 ist in der Fig. 3 perspektivisch
dargestellt, und zwar ist dieser Teil als vierteiliger, im Querschnitt sternförmig
drehbarer Umwälzer ausgebildet.
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Die Fig. 4 zeigt eine weitere Ausbildung des Erfindungsgegenstandes,
und zwar ist bei dieser in der Mischkammer 4 eine Schüttelvorrichtung 8 vorgesehen.
Die Mischkammer selbst ist in der bereits bei den vorstehenden Einrichtungen beschriebenen
Weise innerhalb der Gesamteinrichtung angeordnet. Die Kammer 4, die in der Regel
unten durch einem. Schieber 6 geöffnet und geschlossen werden kann, ist zweckmäßig
auch auf ihrer Zuflußseite mit einem Schieber g versehen. Die Schieber werden mit
Vorteil gleichzeitig betätigt und sind so eüngestellt, daß die Bestrahlungsräume
2 stets mit dem Gtit angefüllt sind, während in den Mischkammern so, viel Raum zur
Verfügung steht, d'aß das Gut .durch die Schüttelvorrichtung 8 gut durchgemischt
werden kann. Dieselbe Maßnahme kann natürlich auch bei der, Verwendung eines Umwälzers,
wie in der Fig. 2 dargestellt, mit dem gleichen. Erfolge einer guten chargenweisen
Durchmischung des Gutes zur Anwendung gebracht werden.
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Die Fig. 5 zeigt eine Ausbildung des Erfindungsgegen,standes, bei
welcher der Zufluß des Gutes in der Mischkammer über eine bewegliche, rinnenförmig
ausgebildete Vorrichtung erfolgt. Auf der Zuflußseite der Mischkammer 4 ist eine
im Au.friß T-förmig ausgebildete Vorrichtung io um eine Achse i i schwenkbar angeordnet.
In der gestrichelt eingezeichneten Stellung ist die Zuflußöffnung geschlossen. Durch
Bewegung des Hebels 12 wird die Vorrichtung io um die Achse ii gedreht, und zwar,
wie in der Figur dargestellt, zweckmäßig um etwa go°. Dadurch fällt das auf der
einen, z. B. in der Figur rechten. Seite der Vorrichtung io liegende Gut nach unten,
während die andere Seite der Vorrichtung ummittelbar unter die Zuflußöffnung der
Mischkammer 4 zu liegen kommt und dort eine Rinne zur Aufnahme des zufließenden
Gutes bildet. Durch eine der vorbeschriebenen entgegengesetzten Bewegung des Teiles
io wird der vorher die Aufnahmerinne bildende linke Teil in eine Stellung gebracht,
in der das Gut aus ihm nach
unten. fällt, während der andere rechte
Teil nunmehr wieder die Aufnahmerinne bildet. Auf diese Weise ist es ebenfalls möglich,
durch entsprechendes Bewegen dieser Vorrichtung chargenweise das Gut der Mischkammer
aufzugeben.
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Die vorbeschriebene Einrichtung kann auch bei den bereits beschriebenen
'.Mischkammern mit unbeweglichen oder beweglichen Mischvorrichtungen mit Vorteil
angebracht werden.
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Beim Eibau von mehreren Mischkammern in einer größeren Einrichtung
werden die Antriebsvorrichtungen zu den Umwälzeinrichtungen im Innern der Mischkammern
bzw. die Regelorgane für die Zu- und Abflußvorrichtungen miteinander ge#kuppelt,
so daß dieBewegung derderBestrahlung ausgesetzten Gesamtmenge des Gutes in -der
ganzen Einrichtung gleichmäßig erfolgt. Es steht auch nichts im Wege, in der Mischkammer
Strahlungsquellen anzuordnen bzw. Teile der Mischeinrichtung, wie z. B. Leitflächen
usw., als Strahlungsquellen auszubilden. Der Rauminhalt einer Mischkammer wird zweckmäßig
meist größer bemessen als der eines Bestrahlungsraumes.