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DE882957C - Halogensilber-Kolloidschicht fuer Strich- und Rasteraufnahmen - Google Patents

Halogensilber-Kolloidschicht fuer Strich- und Rasteraufnahmen

Info

Publication number
DE882957C
DE882957C DEP16877A DEP0016877A DE882957C DE 882957 C DE882957 C DE 882957C DE P16877 A DEP16877 A DE P16877A DE P0016877 A DEP0016877 A DE P0016877A DE 882957 C DE882957 C DE 882957C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
layer
substances
light
sensitivity
exit side
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP16877A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Heichlinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OTTO PERUTZ TROCKENPLATTENFABR
Original Assignee
OTTO PERUTZ TROCKENPLATTENFABR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by OTTO PERUTZ TROCKENPLATTENFABR filed Critical OTTO PERUTZ TROCKENPLATTENFABR
Priority to DEP16877A priority Critical patent/DE882957C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE882957C publication Critical patent/DE882957C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/005Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein
    • G03C1/06Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein with non-macromolecular additives
    • G03C1/36Desensitisers

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Halogensilber-Kolloidschicht für Strich- und Rasteraufnahmen Bei der Herstellung von photographischen Auf- zeichnungen. auf Halogensilber-Gelatineschichten für Reproduktionszwecke steht man vor der Aufgabe, Strichzeichnungen und Schriften originalgetreu und scharfrandig wiederzugeben und bei gerasterten Aufzeichnungen die Punkte ebenfalls scharf randig und inbestimmtenGrößen zu erzeugen. Gleichzeitig wird. die Forderung gestellt, daß die geschwärzten Bildelemente eine möglichst große Dichte aufweisen, welche nur erreicht wird, wenn die Bildelemente möglichst tief in die Schicht hineinreichen.
  • Da in jeder Halogensilberschicht gleichzeitig mit dem Eindringen des Lichtes in die Tiefe zwangsläufig eine seitliche Streuung verknüpft ist, ist auch der Eindringtiefe des Bildes eine Grenze gesetzt, da man immer an eine bestimmte Breite der einbelichteten Bildelemente gebunden ist.
  • Dieser Umstand wirkt sich besonders bei der Herstellung von Strich- und Rasterkopiervorlagen nachteilig aus.
  • Man hat diese seitlicheLichtstreuung (Diffusionslichthof) zu bekämpfen besucht durch Anfärben der Emulsionsgelatine mit Schirmfarbstoffen. Es hat sich gezeigt, daß die Schirmfarbstoffe wohl die seitliche Lichtstreuung unterdrücken, zugleich aber das Eindringen der Lichtstrahlen in die Schichttiefe hindern.
  • Die Erfindung bezweckt, Schichten herzustellen, ,welche nur die seitliche Lichtausbreitung unterdrücken, dabei aber das Eindringen der Lichtstrahlen in die Schichttiefe nicht hindern. Um dieses zu erreichen, werden in die sensibilisierte oder unsensibilisierteHälogensilher-GelatineschichtSchirmfarbstoffe und/oder desensibilisierende Schirmfarbstoffe und/oder Desensibilisatoren .und/oder ändere Stoffe, welche die Lichtempfindlichkeit der Schicht vermindern und/oder die seitliche Lichtstreuung unterdrücken, nach dem Verfahren der sogenannten »kontrollierten Diffusion« in,der Weise eingebracht, daß sich ihre Konzentration von.Lichteintrittsseite kontinuierlich zur Licbtaustrittsseite ändert.
  • Werden z. B. Schirmfarbstoffe ohne desensibilisierende Eigenschaft in nichthomogener Verteilung eingebracht, so ist die Lichtabsorption in den weniger gefärbten Schichtlagen, also an: der Seite des Lichtaustritts, ,geringer als in den stärker gefärbten Schichtlagen des Lichteintritts. Den bekannten homogen gefärbten Schichten gegenüber stellen solche Schichten bereits eine Verbesserung dar.
  • Werden in sensibilisierte Schichten Schirmfarbstoffe mit desensibilisierenden Eigenschaften eingebracht, so tritt in den Schichtzonen des Lichteintritts eine Verminderung der Lichtempfindlichkeit hinzu. Die Seite des Lichtaustritts wird dadurch der Seite des Lichteintritts gegenüber lichtempfindlicher. Dasselbe wird erreicht durch Verwendung von ausgesprochenen Desensibilisatoren. Vorteilhaft ist es dabei, wenn man die Färbung bzw. Desensibilisierung nicht ganz bis zum Schichtträger eindringen läßt, so daß in der untersten Zone der Schichtdicke (etwa z ,u), soweit eben technisch möglich, nur ein Bruchteil der ursprünglichen Lichtempfindlichkeit erhalten bleibt. Die Farbstoffe od. dgl. müssen diffusionsfest in das Kolloid eingebettet sein" damit beim Lagern keine Änderung ihrer Verteilung durch Diffusion stattfinden kann. Es dürfen deshalb keine Farbstoffe zur Anwendung kommen, welche schon bei geringem Feuchtigkeitsgehalt diffundieren; da die meisten organischen Farbstoffe mehr oder weniger auch Desensibilisatören sind, steht eine groß.- Auswahl zur Verfügung. Die Erzielung einer verlaufenden Färbung wird weiterhin gefördert durch Verwendung eines Gemisches von Farbstoffen, welche unterschiedlich von der Gelatine absorbiert werden. Gute Resultate werden erzielt durch mehrere Farben, welche durch Mischung ein mehr oder weniger neutrales Grau ergeben-.
  • Ein weiterer Vorteil `der erfindungsgemäßen Schichten besteht darin, daß, zur Herstellung von. z. B. Strich- und Rasterkopiervorlagen Schichtdicken von nur q. bis 5 ;u eine gleich starke Dichte ergeben wie gewöhnliches Material mit z- bis 3facher Schichtdicke; weil das Silber von oben bis zum Schichtträger hindurch gleich stark reduziert wird.
  • Um einwandfreie Strich- und R'aster.auswaschreliefs herstellen zu können, ist es notwendig, däß Belichtung und gerbende Entwicklung bis zum Schichtträger vordringen, was nur mit den erfindungsgemä'BenSchichten möglich ist. Das gleiche gilt für dieHerstellung vonStrich- undRasterätzreliefs, bei welchen ein Ausätzen der belichteten Bildelemente nur möglich ist, wenn dieselben Abis zum Schichtträger hindurch gleichmäßig stark reduziertes Silber enthalten.
  • Photographische Aufzeichnungen auf Halogensilber-Gelatineschichten-zeigen im Querschnitt, daß sich Linien oder Rasterpunkte von der Lichteinfallseite nach der Schichttiefe zu verjüngen. Diese -Eigenschaft trägt neben der seitlichen Lichtstreuung dazu bei, daß Linien, insbesondere aber Rasterpunkte; von der Mitte nach dem Rande zu an Deckkraft verlieren und diese einen Verlauf bildet. Bei Verwendung von erfindungsgemäß angefärbten Schichten zur Herstellung von Kopiervorlagen wird durch das Unterdrücken der seitlichen Lichtausbreitung an der Schichtoberfläche auch die Verjüngung der Bildelemente verhindert, wodurch scharfrandige Linien bzw. Punkte entstehen. In Fällen, in denen die Belichtung durch den Schichtträger hindurch, um z. B. seitenverkehrte Bilder zu erhalten, erfolgt, muß naturgemäß die Abstufung der Schichtempfindlichkeit umgekehrt sein, d. h. der unempfindlichere Teil muß sich am Schichtträger befinden. Es wird das erreicht, wenn auf den Schichtträger nur wenig sensibilisierte oder unsenbilisierte Emulsion vergossen wird und die Schicht dann mit Serisibilisatoren in einer der beschriebenen Weisen so behandelt wird, daß der oder die Sensibilisatoren kontinuierlich verlaufend eindringen. Ausführungsbeispiele I. Eine auf einen Schichtträger, z. B. Filmpapier oder Glas, vergossene, sensibilisierte Halogensilber-Kolloidschicht wird entweder im getrockneten oder im angetrockneten oder im noch nassen aber erstarrten Zustand. mit Schirmfarbstoff und/oder desensibilisierenden Stoffen behandelt, z. B. getränkt. Durch Variierung der Viskosität der Kolloidschicht, der Konzentration und der Art des zur Verwendung kommenden Farbstoffes bzw. der verwendeten Lösungsmittel und/oder Desensibilisators sowie mit dessen Einwirkungsdauer und Einwirkungstemperatur sind dabei die Mittel gegeben, die Diffusion des Farbstoffes in der gewünschten Weise zu regeln. In eine noch nasse aber erstarrte Kolloidschicht dringt der Farbstoff z: B. weniger ein als in eine weniger feuchte oder trockene Kolloidschicht. Man kann den Effekt auch erzielen, indem man die Emulsionsschicht in einem Farbstoff und/oder Desensibilisator badet, dem zur Verzögerung der Diffusion Verdickungsmittel oder in .die Gelatine nicht eindringende organische Lösungsmittel zuggesetzt werden: II. Eine auf einem Schichtträger vergossene Halogensilber-Gelatineschicht wird, vorzugsweise noch im nassen erstarrten Zustand; mit einer dünnen Gelatineschicht überzogen, welche den Schirmfarbstoff oder Desensibilisator u. dgl. beigem,enat enthält. Von der Überzugsschicht diffundieren dann Teile des Farbstoffes mit abnehmender Konzentration in die Halögensilberschicht hinein. und ergeben in letzterer eine verlaufend..- Anfärb.unn bzw. Empfindlichkeit. Im trockenen Zustand dient die Überzugsschicht in bekannter Weise als Schutz für die Halogensilberschicht und weiterhin, wenn sichtbare Farbstoffe beigemengt waren., als Filter. Der Gedanke der Verwendung eines gefärbten Überzuges als Lichtfilter hat auch selbständige Bedeutung, ist aber 'in Verbindung mit dem Gedanken der erfindungsgemäßen Einlagerung von Schirmfarbstoff besonders vorteilhaft.
  • Für die erfindungsgemäßen Schichten besteht eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten, z. B. können aus Dünnschichten Kopiervorlagen hergestellt werden, wie Strichaufnahmen, Rasteraufnahmen und Kontaktkopien sowie Ätzreliefs und Auswaschreliefs in Strich und Raster. Besonders die letzteren zeichnen sich gegenüber bekannten durch außerordentlich gute Dichten in den Rasterpunkten. und Strichen aus, während die transparenten Teile absolute Klarheit besitzen. Diese Kopiervorlagen sind für alle Druckverfahren vorteilhaft verwendbar, insbesondere für den Offset-und autotypischen Tiefdruck. Sollen Schichten von normaler Dicke bis auf den Schichtträger durchbelichtet werden, so eignen sich die erfindungsgemäßen Schichten besonders gut dafür, so z. B. für die Herstellung vonHoch- undTiefdruckformen aus Halogensilber-Kolloidschichten., wobei von diesen Formen entweder selbst weggedruckt wird oder diese durch kaltes oder warmes Abprägen, stereotypische oder galvanische Abformung weiterverarbeitet werden.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Halogensilber-Kolloidschicht für Strich-und Rasteraufnahmen, dadurch gekennzeichnet, daß sie Schirmfarbstoffe und/oder desensibilisierende Farbstoffe und/oder Desensibilisatoren und/oder andereStoffe, die dieLichtempfin.dlichkeit des Halogensilbers vermindern und die Lichtstreuung in der Schicht unterdrücken, in ungleichmäßiger Verteilung in Richtung der Dicke der Schicht enthält.
  2. 2. Schicht nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentration der Stoffe von der Lichteintrittsseite zur Lichtanstrittsseite gleichmäßig zu- oder abnimmt.
  3. 3. Schicht nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Schicht selbst hervorgerufene Lichtabsorption nach der Lichtaustrittsseite zu durch eine entsprechende Verteilung der desensibilisierenden Stoffe so ausgeglichen ist, daß eine gleichlaufende Empfindlichkeitszunahme vorhanden ist und nach der Entwicklung alle Bildelemente bi.s zum Schichtträger hindurch gleich stark geschwärzt erscheinen.
  4. Schicht nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffe in der Schicht so verteilt sind, daß eine schmale Zone auf der Lichtaustrittsseite vollkommen davon frei ist.
  5. 5. Schicht nach Anspruch i bis d, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Schicht selli,st hervorgerufene Lichtabsorption nach der Lichtaustrittsseite zu durch entsprechende Verteilung der Sensibilisatoren so ausgeglichen ist, daß eine gleichlaufende Empfindlichl,#eitsstei @eruti,; eintritt und nach der Entwicklung alle belichteten Bildelemente bis zum Schichtträger hindurch eine homogene Schwärzung aufweisen.
  6. 6. Schicht nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffe in der Schicht so verteilt sind, daß auf der Lichtaustrittsseit.e eine schmale Schichtzone davon frei ist.
  7. 7. Verfahren zur Herstellung von Schichten nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Lichtempfindlichkeit vermindernden Stoffe gelöst, in solcher Konzentration und Zeitdauer und. bei solcher Temperatur eingebracht werden, daß die Aufnahme der Schicht an Lösung von der Eintritts- zur Austrittiss-eite abnimmt.
  8. Verfahren zur Herstellung von Schichten nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, die Lichtempfindlichkeit vermindernde Stoffe verwendet «.erden, welche ein unterschiedlichesEindringungsv-ermögen für die betreffende Schicht besitzen.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindliche Schicht eintrittseitig mit einer die Stoffe enthaltend.eii Kolloidschicht überzogen wird, so daß erste:-,e die Stoffe aus letzterer aufnimmt und diese eine Filter- und/oder Schutzschicht bildet. io. Abänderung der Schicht nach Anspruch 3 bis 8 für Belichtungen durch den Schichtträger hindurch, dadurch gekennzeichnet, da.ß Sensibilisatoren, welche die Empfindlichkeit erhöhen, von derLichtaustrittsseite aus v°rlaufend eingebracht sind.
DEP16877A 1948-10-02 1948-10-02 Halogensilber-Kolloidschicht fuer Strich- und Rasteraufnahmen Expired DE882957C (de)

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