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Antrieb und Steuerung der Frontplatte von Mehrmagazin-Matrizensetz-und
Zeilengießmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen,
die mehrere Magazine mit Matrizen für verschiedene Schriftarten bzw. verschiedene
Schriftgrößen enthalten. Bekanntlich werden die Matrizen in einer solchen Maschine
im Kreislauf geführt, d. h. nach der Auslösung aus dem entsprechenden Führungskanal
eines Magazins werden sie dem Sammler zugeführt, gelangen von dort über mechanische
Einrichtungen zur Gießstelle, an welcher der Abguß stattfindet, wonach die Matrizen;
wieder zu den. Magazinen zurückgebracht werden. Die Zurückführung in die Ausgangsmagazinkanäle
erfolgt dabei unter Anwendung bekannter Entmischungsvorrichtungen.
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Es sind bereits Mehrmagazin-Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen
bekannt, bei denen die einzelnen Magazine gegenüber den Einfallkanälen für die ausgelösten
Matrizen in der Höhe verstellbar angeordnet sind. Auch ist es bekannt, die einzelnen
Magazine gegenüber der Ablegevorrichtung und den Einfallkanälen für die ausgelösten
Matrizen verschwenkbar anzuordnen. Hierbei bestehen jedoch Schwierigkeiten in: der
einwandfreien Rückführung der nach der Ausführung des Gießvorganges zu den Magazinen
beförderten Matrizen; andererseits bestehen auch Schwierigkeiten in der Herstellung
der Verbindung zwischen dem feststehenden Tastenbrett -und den mit den Magazinen
verlagerten Auslösevorrichtungen für die einzelnen Matrizen.
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Mit der Erfindung wird; nun ein neuer Weg eingeschlagen. Es werden
nicht die einzelnen Magazine verstellt, sondern diese werden feststehend angeordnet,
und
es wird die Frontplatte, an welcher die Auslöseanordnung für die Matrizen, die F
ührungskanüle für die ausgelösten Matrizen u. dgl. angeor.dnet sind, verlagert.
Eine solche Anordnung ermöglicht die Anbringung der Auslöseanordnung unmittelbar
an der Frontplatte derart, daß ein und dieselbe Auslöseanordnung ohne die Anwendung
besonderer mechanischer Umschaltmittel zur Auslösung der Matrizen mehrerer Magazine
angewendet werden kann.
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Der Antrieb und die Steuerung der Frontplatte, auf welche sich die
vorliegende Erfindung insbeson, dere bezieht, erfolgt gemäß der Erfindung dadurch,
daß die gemäß dem Abstandsunterschied zwischen einer Anzahl Magazine in verschiedenen
Höhenlagen verstellbare Frontplatte," welche die für mehrere Magazine gemeinsame
Matrizenauslöseanordnung, die Führungskanäle für die ausgelösten Matrizen u. dgl.
trägt, bei der Ausschwenküng aus der Betriebsstellung vom Setzen von einem Magazin
mit einem Antrieb in Verbindung gebracht wird, der die Frontplatte in die neue,
von einem Umschalthebel angegebene Höhenlage hebt oder senkt, bei deren Erreichen
dis Verbindung mit dem Antrieb selbsttätig gelöst wird und in der die Frontplatte
in die neue Betriebsstellung zum Setzen von einem anderen, der neuen Höhenlage entsprechenden
Magazin eingeschwenkt werden kann.
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Die Ausbildung erfolgt vorteilhaft in der Weise, daß die in verschiedenen
Höhenlagen verstellbare Frontplatte an einem Führungsschlitten drehbar angelenkt
ist und über Verbindungshebel an, zur Höhenverstellung dienenden angetriebenen Exzenterscheiben
abgestützt ist, die mit einem Antrieb über eine ausrückbare Kupplung und ein Getriebe
in Verbindung stehen. Um ein selbsttätiges Absenken: der Frontplatte und des Führungsschlittens
zu vermeiden, wird hierfür vorteilhaft ein selbstsperren, des Getriebe, wie ein
Schneckengetriebe, angewendet. Die Einrückung der Kupplung kann bei der von Hand-
oder auf andere Weise erfolgenden Ausschwenkung der Frontplatte aus der Betriebsstellung
vorgenommen werden, d. h, aus der Stellung, bei der die Auslöseanordnung zur Betätigung
der an den Magazinen angeordneten Auslösevorrichtungen für die Matrizen wirksam
ist.
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Die eigentliche Betätigung der Kupplung kann in der Weise geschehen,
daß mit dem Ausschwenken der Frontplatte aus einer Betriebsstellung über einen dabei
bewegten Anschlaghebel eine-Kupplun:gs-,velle durch an dieser sitzende Ansätze verdreht
wird, während über die Kupplungswelle die Verlagerung des axial beweglichen Kupplungsteils
zur Ein= rückung der Kupplung stattfindet. Um zu verhindern, daß der Anschlaghebel
vor dein, Erreichen der durch den: Umschalthebel angegebenen, neuen, Höhenlage gegen
einen: der Ansätze der Kupplungswelle stößt und somit das Erreichen der neuen Höhenlage
hindert, ist dieser an einem in seiner Längsrichtung geführten Führungsteil drehbar
gelagert und steht derart unter dem Einfluß von Gleit- bzw. Führungsflächen und
einer Weiche, daß, das An, schlagende des Anschlaghebels bei der Verstellung der
Höhenlage des Führungsschlittens und der Frontplatte nicht gegen die Ansätze der
Kupplungswelle kommt.
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Zur selbsttätigen Ausrückung der Kupplung ist auf der zum Antrieb
der Exzenterscheiben dienenden. Antriebswelle eine Nockenhülse unverdrehbar, aber
axial verschiebbar angeordnet, die mit der Verstellung des Umschalthebels in, axialer
Richtung verlagert wird, so daß einer der jeder Höhenlage der Frontplatte zugeordneten
Nocken in den Wirkungsbereich des Ausrückhebels der Kupplung kommt, der dann betätigt
wird, wenn die Frontplatte in die durch den Umschalthebel angegebene Höhenlage gekommen
ist. Um dies zu erreichen, entspricht die Verdrehung der Nockenhülse der Verdrehung
der die Exzenterscheiben tragenden Well-4. Dies kann in der konstruktiven Ausführung
so geschehen, daß, wie bereits angegeben, die Nockenhülse unmittelbar auf der feststehend
angeordneten, die Verdrehung der Exzenterscheibe vornehmenden Welle sitzt. Es ist
jedoch auch möglich, die Nockenhülse auf einer besonderen Welle anzuordnen, die
mit der die Exzenterscheiben antreibenden Welle durch ein Getriebe verbunden ist,
wobei durch An-,Wendung eines Über- oder Untersetzungsgetriebes für die, die Betätigung
des Aus rückhebels der Kupplung vollziehenden Nocken ein größerer oder klein°-rer
Weg und somit größere oder kleinere Genauigkeiten zustande kommen.
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Die Erfindung ist in den Fig. i bis 8 beispielsweise dargestellt.
Es zeigt Fig. i eine Seitenansicht der Maschine, aus der insbesondere der Antrieb
und die Steuerung dafür ersichtlich ist, Fi,g.2 eine Ansicht des Antriebes auf der
Linie II-II der Fig. i, Fig. 3 eine Seitenansicht von Fig. i, Fig. 4 eine Ansicht
der Verstelleinrichtung ähnlich wie in Fig. i dargestellt, jedoch bei verstelltem
Verstellhebel, Fig. 5 eine Ansicht der die Frontplatte verlagernden Exzenterscheiben
und deren Antrieb, Fig.6 eine Ansicht der Maschine mit herausgeschwenkter Frontplatte,
Fig. 7 eine Ansicht der gegenüber der Fi.g. i in der Höhe verstellten und herausgeschwenkten
Frontplatte und die Fig. 8 a, 8 b, 8 c und 8 d die vier verschiedenen Stellungen,
welche die Exzenterscheiben bei den verschiedenen Höhenlagen der Frontplatte einnehmen,
' Bei der in Fig. i dargestellten Maschine sind vier Magazine io, 11, 1a und 13
vorgesehen, die zwar in der bekannten Weise austauschbar angeordnet sind, aber am
Maschinenrahmen 14 ortsfest, d. h. nicht verlagerbar befestigt sind. Zur Betätigung
der an den. Magazinen angeordneten Auslösevorrichtungen 15 für die in, besonderen
Kanälen der Magazine befindlichen: Matrizen dienen Stangen 16, die an der sogenann:ten
Frontplatte 17 angebracht sind, welche auch die Führungen und das Transportband
für die die Magazine verlassenden und zur Sammelstelle geleiteten Matrizen: trägt.
Die
Frontplatte 17 sitzt an einem Ausleger 18, der im Drehpunkt
i9 an einem senkrecht verschiebbaren. Führungsschlitten 2o gelagert ist. Der Führungsschlitten
2o ist beispielsweise mit einer schwalbenschwanzförmigen Führung versehen, die mit
einer ähnlichen ortsfesten, am Maschinenrahmen 14 angebrachten Führung 2i zusammenarbeitet.
Zur Verlagerung der Frontplatte 17 in der Höhe steht der Führungsschlitten 2o über
Hebel 22, 23, die gegenseitig in einem Winkel verlaufen, mit einem. Dreh-Punkt :24
am ortsfesten Maschinenrahmen in, Verbindung. An den Hebeln 23 sind bei 27 Brücken
26 drehbar gelagert, die Rollen 25 tragen. Die letzteren sind an Nockernscheiben
28 abgestützt, welche zur Verstellung der Frontplatte bzw. des Führungsschlittens
2o von einer Welle 29 angetrieben. werden.
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Der eigentliche Antrieb der Welle 29 wird über eine Kupplung 3o vollzogen,
von der eine Kupplungshälfte 31 fest an einer Welle 32 sitzt, die von einem Motor
(nicht dargestellt) od. dgl. angetrieben wird, während die zweite Kupplungshälfte
33 axial. verschiebbar, aber unverdrehbar auf einer Schneckenwelle 34 sitzt, welche
an ein fest mit der Welle 29 verbundenes Schneckenrad; 35 angreift. Zur Erzielung
der axialen. Verschiebung und Unverdrehbarkeit der Kupplungshälfte 33 gegenüber
der Welle 34 dient eine Feder 36.
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Zur näheren Erläuterung der Verbindung zwischen der Antriebswelle
29 und den Exzenterscheiben 28 ist dieser Antrieb in- Fig. 5 in etwas vergrößertem
Maßstab dargestellt. Die Welle 29 läuft hierbei in einem gabelförmigen Träger 37,
der mit dem ortsfesten Maschinenrahmen. in Verbindung stehen kann und auch zur Lagerung
einer Welle 38 dient, die außerdem noch an ihren äußeren Enden: in Auslegern 39
des Maschinenrahmens gelagert ist. Die Welle 29 trägt ein Kegelrad 40, während die
Welle 38 ein Kegelrad 41 trägt, die mit diesen Wellen. 29, 38 fest verbunden sind
und miteinander im Eingriff stehen. Vorteilhaft wird hierbei ein Übersetzungsverhältnis
von i : i gewählt. Auf der Welle 38 sind ferner die zwei hier vorgesehenen Exzenterscheiben
28 fest verbunden, beispielsweise unter Anwendung von Stiften 42, so d'aß also die
Scheiben 28 bei der Drehung der Welle 29 mitgenommen werden.
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Zur Bestimmung der Verstellung der Höhenlage des Schlittens 2o und
demgemäß der Frontplatte 17 dient ein Umschalthebel 43, der in einem Schlitz
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einer ortsfesten Abdeckung 45 der Maschine geführt ist. Dieser Hebel 43,
der bei 46 ortsfest gelagert ist, steht über einem Schwenkhebel 47 mit einem Winkelhebel
48 in Verbindung, der bei 49 ortsfest gelagert ist und zur Betätigung einer auf
der Welle 29 axial verschiebbar und unverdrehbar angeordneten Nockenhülse 5o dient.
Der Winkelhebel 48 greift mit Stiften 51 oder Rollen eines gabelförmigen Ansatzes
52 in eine Eindrehung 53 der Nockenhülse 50 ein. Die letztere wird auf der
Welle 29 unter Anwendung einer Feder 54 geführt. An der Nockenhülse 5o sind entsprechend
der hierbei vorgesehenen vier Höhenlagen der Frontplatte 17 bzw. des Führungsschlittens
2o vier Nocken 55. 56, 57, 58 angeordnet, deren gegenseitiger Winkelabstand der
Winkelverdrehung der Exzenterscheiben 28 um den Drehpunkt der Welle 38 entspricht;
dies aus dem Grunde, da das Übersetzungsverhältnis zwischen der Welle 29 und der
Welle 38 I : I betragt.
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Die Nocken 55 bis 58 dienen dazu, die Kupplung 3o, nachdem die Frontplatte
17 bzw. der Führungsschlitten die durch die Stellung des. Umschalthebels 43 angegebene
Höhenlage erreicht hat, selbsttätig auszuschalten. Zu diesem Zweck ist ein bei 59
drehbar gelagerter Winkelhebel 6o vorgesehen, der mit einem Betätigungshebel 61
für das bewegliche Kupplungsteil 33 zusammen. arbeitet. Der Betätigungshebel
61 ist bei 62 ortsfest gelagert und greift mit Stiften 63 bzw. Rollen, die am Hebel
61 bzw. einem winkelförmigen Ansatz 64. dieses Hebels sitzen, in eine Eindrehung
65 der Kupplungshälfte 33 ein. Die Einrückung der Kupplung 30 erfolgt über
eine senkrecht angeordnete Kupplungswelle 66, die über einen Hebelansatz
67 und einen Zwischenhebe168 mit dem Betätigungshebel 61 in Verbindung steht.
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Da die an der Frontplatte 17 angeordneten Auslösestangen 16 zwischen
die bzw, unter die Magazine 10 bis 13 greifen, so ist bei der Höhenverstellung der
Frontplatte 17 eine Ausschwenkung der letzteren aus der in der Fig. i dargestellten
Betriebslage in die in Fig. 6 dargestellten Lage erforderlich. Diese Verlagerung
wird zur selbsttätigen Einrückung der Kupplung 3o angewendet. Die Nocken 55 bis
58 hingegen bewirken, wie bereits erwähnt, die selbsttätige Entkupplung der Kupplungshälften
31, 33, so daß in jedem Fall die Gewähr besteht, daß die Frontplatte bzw. der Führungsschlitten
20 nicht über die Exzenterscheiben 28 in der Höhe verstellt werden kann und auch
niemals die Gefahr besteht, daß die Auslösestangen 16 gegen die Auslöser 15 bzw.
die Magazine bewegt werden.
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Zur Betätigung der Kupplungswelle 66 sind an dieser Ansätze 69 vorgesehen,
deren gegenseitiger Abstand dem gegenseitigen. Abstand der übereinander angeordneten
Magazine entspricht. Mit diesen Ansätzen 69 arbeitet ein Anschlaghebel 7o zusammen,
der bei 71 an einem in der Längsrichtung verschiebbaren Führungsteil 72 drehbar
gelagert ist. Das Führungstei172 steht über einen Hebel 73 mit dem Ausleger 18 der
Frontplatte in Verbindung und ist an diesem bei 74 drehbar gelagert.
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Beim Ausschwenken der Frontplatte 17 von der in Fig. i dargestellten
Stellung in, die in Fig. 6 dargestellte Stellung wird demgemäß der Anschlaghebel
70 verstellt und kommt in die in Fig. 6 voll ausgezeichnete Lage. Das Anschlagende
75 des Hebels 70 stößt dabei gegen den entsprechenden Ansatz 69 der Kupplungswelle
66 und bewirkt über die Hebel 67, 68 und 61 die axiale Verschiebung der Kupplungshälfte
33 in Richtung der anderen Kupplungshälfte, wodurch die Einrückung der Kupplung
30 vollzogen wird.
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Damit der Hebel 7o, wenn die Frontplatte in der neuen Höhenstellung
angekommen ist, die Zurückführung
der Ansätze 69 und .der Welle
66 durch den entsprechenden der Nocken 55 bis 58 und den Winkelhebel 6o in die ursprüngliche
Lage nicht hindert, wobei die Kupplung 30 entkuppelt ist bzw. daß die Einrückung
der Kupplung 3o nicht wieder selbsttätig vollzogen wird, ist das dem Anschlagende
entgegengesetzte Hebelende dies Hebels 70 mit einer Rolle 76 versehen, die
mit zwei Führungsflächen 77, 78 zusammenarbeitet. Beide Führungsflächen 77, 78 sind
am Führungsschlitten 2o angeordnet, wobei jedoch die Führungsfläche 77 an einem
bei 79 drehbar .gelagerten, eine Weiche darstellenden Teil 8o sitzt. Unmittelbar
mit der Betätigung der Welle 66 über das Anschlagende 75 und die Anschläge 69 beim
Herausschwenken. der Frontplatte aus den Magazinen gleitet auch die Rolle 76 von
dem Teil 8o ab und fällt auf die schiefe Ebene 78. Hierdurch wird das Anschlagende
75 des Hebels 7o hochgeschwenkt und kann bei der Höhenverstellung de;s Schlittens
2o und der Frontplatte nicht gegen .irgendeinen der Ansätze 69 stoßen. Wird nun
die Frontplatte, nachdem sie die neue durch den Umschalthebel angegebene Lage erreicht
hat, in die neue Betriebsstellung ein, geschwenkt, dann wird auch das Führungsteil
72
zurückgezogen. Hierdurch wird auch der Hebel 7o zurückgezogen und die Rolle76
dieses Hebels gleitet an der Fläche 78 hoch, hebt die Weiche 8o an und gibt diese
schließlich wieder frei, daß sie wieder zurückfallen kann. Bei einer weiteren Veränderung
der Höhe der Frontplatte gleitet dann die Rolle 76 beim Ausschwenken der Frontplatte
17 über die Ebene 77 und vollzieht in: der vorstehend beschriebenen Weise die Verdrehung
der Kupplungswelle 66 über den entsprechenden Arnsatz 69, der dem Anschlagende 75
gerade gegenüberliegt.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung sei an; der Veränderung der Höhenlage
der Frontplatte 17 vom Setzen vom Magazin. io zum Setzen vom Magazin 13 erläutert.
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Als erster Handgriff wird der Umschalthebel 43 von der Stellung I,
in der er sich in den Fig. i und 2 -befindet, in die Stellung IV gebracht, die aus
der Fig. 4 ersichtlich ist. Hierdurch wird die Nockenhülse über die Hebel 47 und
48 von, der unteren in den Fig. i bis 3 dargestellten Lage in die obere in Fig.
4 dargestellte Lage gebracht. Mit dieser Verstellung kommt der untere Schaltnocken;
58 in, die Ebene des: Anschlaghehels 81 des Winkelhebels 6o und somit in dessen
Wirkungsbereich. Jetzt kann die Frontplatte 17 aus der in Fig. i dargestellten:
Betriebsstellung ausgeschwenkt, d. h. in die in Fig.6 dargestellte Lage gebracht
werden. Mit dieser Ausschwenkung wird, wie bereits in der vorstehenden Beschreibung
eingehend erläutert, das Führungsteil 72 nach rechts bewegt, so daß der daran
an:gelenkte Anschlaghebel 70 mit seinem Anschlagende 75 gegen den, oberen
der vier Anschlage 69 der Kupplungswelle 66 stößt. Die Kupplungswelle wird dabei
in der Richtung des Pfeiles 82 gedreht und bewegt über den Arm. 67 und den Zwischenhebel
68 den Betätigungshebel 61, mit dem die axial verschiebbare Kupplungshälfte 33 gegen
die angetriebene KuppIungshälfte 31 zur Einrückung bewegt wird. Die Antriebswelle
32 läuft in 'et durch den Pfeil 83 gekennzeichneten Drehrichtung und dreht
auch die Schnecke 34 in dieser Richtung an. Dadurch wird das Schneckenrad 35 und
demgemäß auch die Antriebswelle 29 in der durch die Pfeile 84 angegebenen Richtung
angetrieben. Über die Zahnräder 40, 41 wird die Welle 38 und die fest daran angeordneten
Exzenterscheiben 28 in der durch den. Pfeil 85 gekennzeichneten Richtung angetrieben.
Da sich die Exzent-erscheiben 28 in der Fig. z in einer Lage befinden, bei der die
Hebel 23 und somit auch der Schlitten 2o und die Frontplatte 17 die höchste Lage
einnehmen, so erfolgt jetzt ein Absenken des Hebels 23, des Schlittens 2o und der
Frontplatte 17.
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Da die Frontplatte von der obersten. Höhenlage in die unterste gebracht
werden soll, so muß auch durch die Exzenterscheiben eine entsprechende Höhenlageveränderung
vollzogen werden. Der Aufbau der Maschine des Ausführungsbeispiels ist derart, daß
die Exzenterscheiben z8 bei der Veränderung der Höhenlage der Frontplatte 17 von
der obersten zur untersten Stellung eine Drehung von 18o° ausführen. Selbstverständlich
ist es, auch möglich, weniger als 18o° anzuwenden, auch können die Exzenterischeiben
eine andere allgemeine Gestalt als die dargestellte kreisförmige mit außerexzentrischem
Drehpunkt haben.
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Bei einer Veränderung der Höhenlage der Frontplatte 17 vom obersten
Magazin io zum untersten Magazin 13 wird die Lage der Exzenterscheiben 28 von der
in Fig. i und 8 a dargestellten Lage in; die in Fig. 8 d dargestellte Lage gebracht.
Die Exzenterscheiben durchlaufen dabei auch die Stellungen 8 b und 8 c. Entsprechend
der Drehung von i8o° der Exzenterscheiben und entsprechend des angewendeten Überseetzungsverhältnisses
von, i : i zwischen der Welle 29, auf welcher die Nockenhülse sitzt, und der Welle
38 beträgt auch der gegenseifige Abstand der auf der Noekenhülse 50 sitzenden äußeren
Nocken 55 und 58 i8o°. Mit der Drehung der Exzenterscheiben 28 wird auch die Nockenhülse
50 verdreht. Die Verdrehung erfolgt so lange, bis der untere Nocken 58 gegen
das Anschlagende 81 des Winkelhebels 6ö läuft, wodurch das dem Anschlagende 81 entgegengesetzte
Ende des Hebels 6o gegen den Betätigungshebel 61 stößt und die Ausrückung der Kupplung
3o durch axiale Verschiebung des: beweglichen Kupplungsteils 33 vollzieht. Hiermit
bleibt auch die infolge des selbstsperrenden Schneckenbetriebes unverdrehbar .gehaltene
Antriebswelle 29 stehen, während der Schlitten 2o und die Frontplatte 17 in, der
unteren. in Fig. 7 dargestellten Lage angelangt sind. Die Frontplatte kann jetzt
aus der in Fig. 7 dargestellten voll ausgezeichneten ausgeschwenkten Lage in die
gestrichelt angedeutete Lage gebracht werden. Dies kann von Hand geschehen, doch
kann hierfür auch irgendeine geeignete Vorrichtung zur Anwendung gelangen.
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Mit der Betätigung des Hebels 61 durch den Winkelhebel 6o bei der
Ausrückung der Kupplungshälfte
33 ist aber auch die Kupplungswelle
66, da sie mit dem Hebel bi über den Schwenkhebel 68 und den. Arm 67 starr verbunden
ist, in die in Fig. 2 dargestellte Lage zurückgebracht worden. Demgemäß würden auch
die Ansätze 69 in den Bewegungsbereich des Anschlagendes 75 des Anschlaghebels 7o
kommen. Dies wird, wie bereits vorstehend erläutert, dadurch verhindert, daß- der
Anschlaghebel 7o bei 71 am Führungsteil 72 drehbar gelagert ist und unmittelbar
nach der Verdrehung der Welle 66 in die in Fig. 6 dargestellte gestrichelte Lage
gebracht ist, so daß, der Ansatz 75 nicht gegen irgendeinen der Ansätze 69 der Welle
66 stoßen kann. Erst nachdem der Schlitten 2o und die Frontplatte 17 die neue Höhenlage
eingenommen haben, in welcher die Frontplatte 17 eingeschwenkt werden kann, wird
der Anschlaghebel 70 wieder mit der Einschwenkung der Frontplatte 17 in die
Betriebslage gebracht, die beispielsweise in Fig. i dargestellt ist und mit welcher
beim wiedererfolgenden Ausschwenken der Frontplatte 17 die Kupplungswelle 66 betätigt
wird.
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Die selbsttätige Einschaltung und, Ausschaltung der Kupplung
30 erfolgt bei der Veränderung der Höhenlage der Frontplatte von irgendeinem
der Magazine zu irgendeinem. der anderen Magazine in genau derselben vorstehend
beschriebenen Weise mit der Ausnahme, daß die Nockenhülse 5o beim Übergang auf eines
der arideren Magazine eine andere Höhenlage erhält und demgemäß ein anderer der
Nocken 55 bis 58 gegen das Anschlagende 81 des Winkelhebels 6o anschlägt. So kommt
beispielsweise, wenn eine Verstellung der Höhenlage der Frontplatte 17 von irgendeiner
beliebigen Stellung in die Stellung III erfolgen soll, der Nocken 57 in den Wirkungsbereich
des Hebelansatzes 81. Entsprechend der versetzten Lage des Nockens 57 wird die Ausrückung
der Kupplung 3o dann vollzogen, wenn., die Exzenterscheiben z8 die in Fig. 8 c dargestellte
Lage erreicht haben. In derselben Weise erfolgt auch die Ausrückung der Kupplung
3o bei einer Verstellung des Umschalthebels in: die Stellung II, wenn, die Exzenterscheiben
28 die in der Fig. 8 b dargestellte Lage erreicht haben.
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Bei dem Ausführungsbeispiel werden, da die Drehrichtung der Antriebswelle
3122 festliegt und keine Umschaltung der Drehrichtung der Welle 32 stattfindet,
beim Wechsel vom Magazin To zum Magazin i i die Exzenterscheiben 28 um etwas mehr
als 27a° verdreht. Dies ist dadurch bedingt, daß die Ausschaltnocken 5.5 bis 5!8
auch nur zwischen einem Kreisumfang von 18o° versetzt angeordnet sind. Es ist natürlich
auch ohne weiteres möglich, die Abschaltung der Kupplung 3o dann vorzunehmen, wenn
die Exzenter Stellungen aufweisen, die gegenüber denen der Fig.8.c und 8b um iSo°
versetzt sind. In diesem Fall müßten auf der Xockenhülse 50 zwei weitere
Nocken angebracht werden, die der Höhenlage der Nocken 56 und 57 entsprechen und
zu diesen um 18o° versetzt angeordnet werden, doch ist es auch möglich, die zusätzlichen
Nocken und die Nocken 5'6 und 5!7 anzuwenden. Beim Ausführungsbeispiel ist die Nockenhülse
5,0 mit den Ausschaltnocken 55 bis 5;8- unmittelbar auf der Antriebswelle 29 angeordnet,
und der gegenseitige Winkelabstand der Nocken entspricht dem gegenseitigen Abstand
der Exzenterscheiben 28 in den entsprechenden Stellungen dieser. !Es ist natürlich
auch möglich, ein anderes Übersetzungsverhältnis zwischen den beiden Wellen 29 und
38 anzuwenden, wobei dann auch der gegenseitige Winkelabstand der Nocken 55 bis
58: eine entsprechende Änderung erfahren muß. Andererseits ist es aber auch möglich,
die Nockenhülse 50 auf einer getrennten Welle anzuordnen, die mit der Welle
29 oder auch gar der Welle 3;8 starr gekuppelt ist und womit möglicherweise eine
größere Verdrehung der Nocken erreicht werden kann, so daß die Auslösegenauigkeit
der Kupplung heraufgesetzt wird. Dies ist insbesondere in solchen Fällen von Vorteil,
wo eine Vergrößerung des Durchmessers der auf der Welle 29 sitzenden Nockenhülse
5a nicht möglich ist.
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Für den Antrieb der Antriebswelle 29 ist, wie bereits vorstehend angedeutet,
ein Elektromotor vorgesehen, der unmittelbar mit der Welle 32- gekuppelt ist. Für
gewisse Fälle kann es aber auch von Vorteil sein, die Welle 29 nur von Hand anzutreiben,
oder den Antrieb wahlweise vom Antriebsmotor oder von Hand vorzunehmen. Um den Antrieb
der Antriebswelle 29 von Hand zu ermöglichen, ist die Schneckenwelle 3q., wie insbesondere
aus den Fig. i und 3; ersichtlich ist, mit einem Vierkant 86 ausgerüstet, auf welche
eine in Fig. 3. gestrichelt dargestellte Handkurbel 87. aufgesetzt werden
kann.
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. An Stelle der unmittelbar an die Welle 3,4 ansetzbaren Handkurbel
87 kann aber auch der Handantrieb über eine besondere, in Fig.2 gestrichelt dargestellte
Übersetzungseinrichtung stattfinden, deren angetriebene Welle an einer geeigneten
Stelle der Maschine herausgeführt ist. Zu diesem Zweck wird auf der Schneckenwelle
3q., wie in Fig. 2 gestrichelt dargestellt ist, beispielsweise ein Kegelrad 8,8,
angeordnet, welches mit einem weiteren Kegelrad 89 in Eingriff steht. Das letztere
sitzt auf einer Welle 9o, die über eine ausrückbare Kupplung 91 und einer weiteren
Welle 92 von einer auf der letzteren sitzenden, an einer geeigneten Stelle der Maschine
herausgeführten Kurbel 9,3, angetrieben werden kann.
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Wenn die Einrichtung auch nur in Verbindung mit einer Matrizensetz-
und Zeilengießmaschine erläutert ist, so ist es doch selbstverständlich, daß diese
sinngemäß auch bei anderen ähnlichen Einrichtungen Anwendung finden kann, bei denen
eine Höhenverstellüng mit selbsttätiger Einschaltung und Ausschaltung des Bewegungsvorganges
eines in der Höhe verstellten Gerätes, Teils od. dgl. erforderlich ist.