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Korb für die Beschickung von Öfen, insbesondere von Elektroöfen Bei
Körben für die Beschickung von Öfen, insbesondere von Elektroöfen, mit aufklappbarem,
aus einer Anzahl von segmentartigen Schürzen bestehendem Boden wurden früher die
Schürzen unter Verwendung eines Metallringes mit einem Hanfseil zusammengebunden
und der Korb auf diese Weise geschlossen. Das Öffnen desselben erfolgt dadurch,
daß beim Einsetzen des Korbes in den Ofen das Hanfseil verbrannte und so die Schürzen
freigab.
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Da heute keine Hanfseile für diesen Zweck mehr zur Verfügung stehen,
hat man sich schon in der Weise zu helfen versucht, daß man die Ösen der Schürzen
gleichfalls unter Verwendung eines oder auch zweier eiserner Ringe mit j e einem
Holzkeil befestigt.
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Beide Befestigungsarten haben große Nachteile. Abgesehen davon, daß
in beiden Fällen die eisernen Ringe jeweils verlorengehen und für jedes Schließen
der Schürzen neue Ringe erforderlich sind, kann es bei Verwendung von Hanfseilen
vorkommen, daß dasselbe schon verbrennt, bevor der Korb über die Mitte des Ofens
gefahren ist, wodurch dessen Inhalt zum Teil außerhalb des Ofens auf die Ofenbühne
stürzt oder aus sehr großer Höhe in den Ofen fällt. Beschädigungen aller Art und
Betriebsaufenthalt sind die Folge. Der Verschluß mit Holzkeilen hat den Nachteil,
daß es oft sehr lange dauert, bis die Keile verbrannt sind. Abgesehen von dem Zeitverlust
werden in dieser Zeit, während welcher der Korb in dem heißen Ofen hängt, die Schürzen
teilweise rotglühend, und die Ösen sowie die Schürzen reißen während des Entleerens
des Korbes durch den Schrott ein. Ein weiterer Naehteil liegt darin, daß für jedes
Schließen der Schürzen viele Holzkeile erforderlich sind, die für j ede Beschickung
neu angefertigt werden müssen.
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Das Zubinden von Hanfseilen sowie das Schließen mit Holzkeilen haben
ferner den Nachteil gemeinsam,
daß Öfen in kaltem Zustande nicht
mit dem Korb beschickt werden können, da weder Hanfseile noch Holzkeile verbrennen
und so der Korb geschlossen bleibt.
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Es ist daher auch schon vorgeschlagen worden, zum Zusammenhalten der
Schürzenaugen ein Drahtseil oder eine Kette zu benutzen, welches von einer außerhalb
des Ofens gelegenen Stelle durchschnitten oder gelöst werden kann, bzw. eine Riegelverbindung
zu verwenden, welche durch eine geeignete Zugvorrichtung am Korb selbst geöffnet
werden kann. So richtet sich ein Vorschlag darauf, den Zusammenschluß der Schürzenaugen
mittels eines ringförmig geschlossenen, durch einen Bolzen in sich zusammengehaltenen
Kettenstückes zu bewerkstelligen, welches an einem Schürzenauge befestigt ist, wobei
der Verschlußbolzen von außen entweder von der Unter-oder Oberseite des Korbes aus
durch Zugorgane lösbar ist, wodurch das ringförmig in sich zusammengeschlossene
Kettenstück auseinanderfällt und mit dem Korb aus dem Ofen herausgezogen und immer
wieder verwendet werden kann. Bei einem solchen Verschluß der Kette zu einem geschlossenen
Ring mittels eines die beiden Kettenenden zusammenhaltenden Bolzens ist nun aber
der Verschlußbolzen mit dem gesamten Kettenzug belastet, welcher durch das Gewicht
der in dem Korb befindlichenBeschickung hervorgerufen wird. Infolgedessen ist selbst
unter Anwendung großer Kräfte ein Lösen des beide Kettenenden durchsetzenden Verschlußbolzens
kaum möglich, weil die auf den Verschlußbolzen wirkenden Kräfte derart groß sind,
daß der dadurch hervorgerufene Reibungswiderstand kaum überwunden werden kann. Dies
dürfte auch wohl der Grund dafür sein, daß in der Praxis Korbverschlüsse mit einer
ringförmig geschlossenen und durch einen Bolzen in sich zusammengehaltenen Kette
bisher keine Anwendung gefunden haben und daß man in Ermangelung von Hanfseilen
zu der vorstehend geschilderten Notlösung mittels eiserner Ringe und je einem Holzkeil
für jede Schürze Zuflucht genommen hat.
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Allen diesen Übelständen wird nun erstmalig erfindungsgemäß dadurch
Abhilfe geschaffen, daß das freie Ende der die Schürzenaugen als offener Ring durchsetzenden,
mit ihrem anderen Ende an einem Schürzenauge befestigten Kette, Drahtseiles od.
dgl. biegsamen Verbindungsorgans nach Hindurchziehen durch dieses Schürzenauge durch
das vorletzte Schürzenauge zurückgezogen und hier mit einem nur das zurückgezogene
Ende erfassenden Verschlußstück, wie Bolzen oder Keil, festgelegt ist, dessen Zugorgan
an der Außenseite des Korbes entlang geführt ist.
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Wesentlich ist dabei, daß die Kette mit ihrem einen Ende an einem
Schürzenauge befestigt ist und durch das Zurückziehen des freien Kettenendes durch
dieses Schürzenauge keinen in. sich geschlossenen, sondern einen offenen Ring. bildet
und daß das Ver-'schlußstück nur das zurückgezogene Ende der Kette festlegt.
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Durch diese neue Art des Verschlusses ergeben sich, verglichen beispielsweise
mit der bekannten Schürzenaugenverbindung mittels einer in sich ringförmig geschlossenen
Kette, insofern ganz andere Verhältnisse, als durch die kurze Umschlingung des letzten
Schürzenauges ein großer Reibungswiderstand hervorgerufen wird, und insofern, als
weiterhin das zurückgezogene Kettenende auch im vorletzten Schürzenauge einen verhältnismäßig
hohen Reibungswiderstand findet. Infolgedessen beträgt die Kraft, mit welcher der
Haltebolzen od. dgl. das zurückgezogene Ende der Kette halten muß und welche demgemäß
aufgewendet werden muß, um diesen Bolzen zu lösen, auch nur einen Teil der Kraft,
mit welcher die Kette durch das Gewicht der Korbbeschickung belastet ist, so daß
der Verschlußbolzen mittels eines an der Außenseite des Korbes entlang geführten
Drahtseiles od. dgl. Zugorgans selbst von Hand stets leicht zu lösen ist.
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Die Zugvorrichtung für das Verschlußstück, -wie Bolzen, Keil od, dgl.,
wird vorzugsweise über eine ausklappbar am unteren Korbrand angeordnete Rolle geführt
und kann bei Handbetätigung weiterhin über eine zweite etwa am oberen Rand des Korbs
vorgesehene Rolle geleitet sein.
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Die Erfindung erstreckt sich ferner noch auf eine selbsttätig wirksam
werdende Vorrichtung zum Herausziehen des Verschlußstückes,welche darin besteht,
daß das freie obere Ende der über eine vorzugsweise ausklappbar am unteren Korbrand
angeordnete Rolle geführten Zugvorrichtung zum Lösen des Verschlußstückes an einem
den Korb umgebenden höhenverschieblichen Winkelring angeschlossen ist, welcher bei
geschlossenem Korb auf an diesem angeordneten Stützen aufliegt und welcher mit vorzugsweise
gleichfalls ausklappbaren Armen ausgerüstet ist, die sich beim Senken des Korbes
auf den Ofenrand auflegen und durch Halten des Winkelringes in dieser Lage beim
weiteren Absenken des Korbes das Öffnen der Schürzen selbsttätig bewirken. Die Entriegelung
der Bodensektoren von Beschickungskörben durch am Außenumfang des Korbes angeordnete
Anschläge, durch deren Anstoß auf dem Ofenrand alle Bodensektoren selbsttätig entriegelt
werden, wird dabei als bekannt vorausgesetzt.
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Zur Erläuterung der Erfindung ist in der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
derselben dargestellt, und zwar zeigt Abb. z den neuen Schürzenverschluß mit selbsttätig-wirksamer
Zugvorrichtung und Abb. 2 den Kettenverschluß in größerem Maßstabe. Durch die Ösen
a der Schürzen ist kreisförmig eine Kette b hindurchgezogen, deren eines Ende c
an dem Auge a1 einer Schürze befestigt ist, so daß die Kette b beim Entleeren des
Korbes mit demselben herausgezogen wird. Nach dem Hindurchziehen der Kette b durch
sämtliche Schürzenaugenwird die Kette durch das Auge a1 der Schürze, an dem ihr
Ende c befestigt ist, und durch das vorletzte Schürzenauge a2 zurückgezogen und
nur dieses zurückgezogene Ende b1 mittels eines Keiles od. dgl. Verschlußstückes
festgelegt (vgl. Abb. 2).
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Der Befestigungsstelle des Keiles e gegenüber befindet sich eine Rolle
f, welche außen am unteren Ende des Beschickungskorbes aufklappbar befestigt ist.
Über diese Rolle läuft eine Kette g, die mit dem einen Ende an dem Keil e und mit
dem anderen Ende an einem um den Korb liegenden beweglichen Winkelring
lt,
der mit waagerechten Armen i versehen ist, befestigt ist. Beim Beladen des
Korbes liegt der Winkelring auf Stützen k, die seitlich am Korb angebracht sind.
Wird der Beschickungskorb in den Ofen gesenkt, so legen sich die Arme des Winkelringes
auf den Ofenrand auf. Beim weiteren Absenken spannt sich die Kette zwischen dem
Winkelring 1a und dem Keil e und zieht letzteren aus dem Kettenende bi heraus. Da
der Inhalt des Korbes infolge seiner Schwere das Bestreben hat, die Schürzen auseinanderzudrücken,
rutscht die Kette b durch die Augen a der Schürzen, gibt dieselben frei, und der
Korb entleert sich.
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Da es von der Länge der Kette zwischen Ring und Keil abhängt, wann
sich der Korb öffnet, hat' man es in der Hand, beliebig durch richtige Wahl der
Kettenlänge, was jederzeit durch Umhängen der Kette in den Haken l des Winkelringes
ausgeführt werden kann, den Beschickungskorb in dem gewünschten Abstand vom Ofenherd
zu öffnen.
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Um den Korb besser transportieren zu können, können die an dem Winkelring
angebrachten Arme i herunterklappbar ausgeführt sein.
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Das Öffnen des Korbes kann im übrigen auch in der Weise erfolgen,
daß an Stelle des Winkelringes ein Hebel an der Seite des Korbes angebracht ist,
mit welchem der Zug an der Kette ausgeübt und der Keil e herausgezogen werden kann,
so daß es dadurch möglich ist, den Korb jederzeit von Hand zu öffnen.
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An Stelle einer alle Schürzenaugen kreisförmif durchsetzenden Verschlußkette
b können auch zwei jeweils etwa die halben Schürzenaugen durchsetzende Verschlußketten
Verwendung finden, wobei jede Kette einendig an einem Schürzenauge befestigt ist
und jeweils nur ihr freies zurückgezogenes Ende mit jeweils einem Verschlußstück
festgelegt ist.