DE887522C - Empfaenger fuer stereophonisch aufgenommene und gesondert uebertragene Schallbilder - Google Patents
Empfaenger fuer stereophonisch aufgenommene und gesondert uebertragene SchallbilderInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04H—BROADCAST COMMUNICATION
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Description
Die Erfindung bezieht sich a,uf einen Empfänger
für stereophonisch aufgenommene und gesondert übertragene Schallbilder, die über wenigstens teilweise
getrennte Empfangskanäle zugeführt und in räumlich getrennten Vorrichtungen wiedergegeben
werden.
Bei der Übertragung von stereophonisch aufgenommenen
Schallbildern müssen' wenigstens zwei
Sendekanäle zur Verfügung stehen; die Übertragung kann z. B. dadurch erfolgen, daß die zwei
Schallbilder verschiedenen Trägerwellen aufmoduliert und mit ihnen ausgesandt werden. Wenn für
eine stereophonische1 Aussendung nicht zwei verschiedene
Trägerwellen zur Verfugung stehen, so kann man die zwei Seitenbänder einer Trägerwelle
als Sendekanäle verwenden. Grundsätzlich sind beide Wege für eine zufriedenstellende stereophonische
Übertragung geeignet.
Das Verhältnis zwischen der Signalstärke beim Empfang und der Signalstärke beim Aussenden,
auch Übertragungsgrad genannt, ist aber durch ungleichen Schwund im allgemeinen für die zwei
Schallbilder nicht gleich.
Falls der Übertragungsgrad für die beiden Schallbilder nicht gleich ist, tritt aber eine Verzerrung
des resultierenden Schallbildes auf.
Der Erfindung liegt die1 Erkenntnis zugrunde, da.ß
eine normale selbsttätige Verstärkungsregelung der Empfangska,näle nicht hinreichend ist, um diese
Verzerrung zu verhüten.
Nach der Erfindung wird mit jedem der Schallbilder eine S teuer schwingung übertragen und die
Verstärkung von wenigstens einem der Empfangskanäle selbsttätig entsprechend den Intensitätsunterschieden
der Steuerschwingungen geregelt, so daß der Einfluß der Unterschiede im Übertragungsgrad
der beiden Schallbilder auf das wiedergegebene resultierende Schallbild wenigstens größtenteils
aufgehoben wird.
Wenn die Aussendung der Schallbilder über verschiedene Trägerwellen erfolgt, so kann jede dieser
ίο Trägerwellen als Steuerschwingung dienen. Wenn
hingegen für die Aussendung eine einzige Trägerwelle mit getrennten Seitenbändern benutzt wird,
so muß wenigstens eine zusätzliche Schwingung als Steuerschwingung ausgesandt werden. Vorzugsweise
schickt man in, diesem Falle zwei beidseitig der Trägerwelle liegende Steuerschwingungen mit.
Zweckmäßig wird der Empfänger so· ausgebildet, daß jeder der Empfangskanäle auf die oben geschilderte
Weise geregelt wird. Weiter empfiehlt es sich, die Verstärkung von wenigstens einem der Empfangskanäle
des Empfängers auch noch entsprechend der Intensität der empfangenen Steuerschwingung
zu regeln. Besonders gute Ergebnisse erhält man, wenn in wenigstens einem der Empf angskanäle
die Verstärkung einer oder mehrerer Stufen ■ entsprechend der Intensität geregelt wird, mit der
die entsprechende Steuerschwingung einfällt, während die Verstärkung vom einer oder mehreren
der darauffolgenden-Stufen entsprechend derlntensitätsunterschie'de
der Steuerschwingungen geregelt wird.
Statt der Regelung gemäß der Empfangsstärke der entsprechenden Steuerschwingung ist die Verstärkung
von wenigstens einem der Empfangskanäle auch selbsttätig regelbar gemäß der mittleren
Stärke, mit der die beiden Steuerschwingungen einfallen.
Zweckmäßig wird dann in wenigstens einem der
Empfangskanäle die Verstärkung einer oder mehrerer Stufen entsprechend der mittleren Stärke
geregelt, mit der die Steuerschwingungen einfallen, während die Verstärkung von einer oder mehreren
der darauffolgenden Stufen entsprechend den Intensitätsunterschieden der Steuerschwingungen
geregelt wird.
Ein sehr einfacher Empfänger entsteht, wenn die
verstärkten Steuerschwingungen je mittels eines einzigen Gleichrichters gleichgerichtet und die
gleichgerichteten Steuerschwingungen derart kotnbiniert werden, daß man wenigstens zwei zur selbsttätigen
Regelung geeignete Regelspannungen erhält, wobei die Größe von einer dieser Regelspannungen
von dent Intensitätsunterschieden der Steuerschwingungen
abhängig ist, während die der anderen Regelspannung von der mittleren Intensität abhängig
ist, mit der die Steuerschwingungen empfangen werden.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
e° In Fig. ι ist ein Empfänger nach der Erfindung
schematisch dargestellt. Der Empfänger ist für den Empfang einer Sendung eingerichtet, bei der
zwei ■ stereophonisch aufgenommene Schallbilder übertragen werden. Die beiden Schallbilder werden
dabei auf verschiedenen Trägerwellen ausgesandt, die zugleich als Steuerschwingungen zur selbsttätigen
Verstärkungsregelung dienen. Der Empfänger hat zwei Empfangskanäle, die je eines der
Schallbilder verstärken und wiedergeben. Die von einer Antenne aufgefangenen Schwingungen werden
zunächst von Hochfrequenzverstärkern 10, 20 verstärkt, dann in Mischstuf ein 11, 21 in der Frequenz
transformiert und darauf in Zwischenfrequenzverstärkern 12,22 und 13,23 wieder verstärkt.
Die Schwingungen werden sodann in Gleichrichtern 14, 24 gleichgerichtet, in Niederfrequenzverstärkern
15, 25 verstärkt und von Lautsprechern 16, 26 wiedergegeben.
Die in den Zwischenfrequenzverstärkern 12, 22
verstärkten Zwischenfrequenzschwingungen werden weiter in Gleichrichtern 17', 27 gleichgerichtet; mittels
dieser gleichgerichteten Spannungen, die je ein Maß für die Stärke bilden, mit der die entsprechende
Trägerwelle empfangen wird, wird die Verstärkung der Verstärker 10 und 12 bzw. 20
und 22 geregelt, wie in der Figur durch Pfeile angedeutet ist. Den Gleichrichtern 14 und 24 wird
eine Regelspannung entnommen, die ein Maß für den Unterschied der Empfangsstärke der beiden
Trägerwellen ist. Mittels dieser Regelspannung wird die Verstärkung der Zwischenfrequenzverstärker
13, 23 derart beeinflußt, daß die Verstärkung des Empfangskanals mit der kleinsten
Trägerwellenamplitude erhöht und die Verstärkung des anderen Kanals herabgesetzt wird. Es ist nicht
erforderlich, aus den gleichgerichteten Signalen zunächst eine Regelspannung abzuleiten, die ein
Maß für den Stärkeunterschied der beiden Trägerwellen
ist. Es ist auch möglich, die Ausgangsspannung des Gleichrichters 14 dem Verstärker 213 und
die Ausgangsspannung des Gleichrichters 24 einem anderen Verstärker, z. B. dem Verstärker 22 zuzuführen.
So entsteht eine Differentialregelung, ohne daißersteineDifferentiälregelspannungerzeugtwird.
Die Differentialregelung ist in der Figur mit Pfeilen angedeutet. Mit dieser Regelung erweist
sich auch bei Schwund eine sehr gute stereophonische Wiedergabe als praktisch möglich.
Ein noch besseres Ergebnis liefert der in Fig. 2 schematisch dargestellte Empfänger. Dieser Empfänger
unterscheidet sich nach dem von Fig. 1 dadurch, daß die Gleichrichter 17 und 27 fehlen, und
weiter, daß nur ein einziger Satz Zwischenfrequenzverstärker 12, 22 vorhanden ist.
Die Regelspannungen werden nun unmittelbar den Gleichrichtern 14, 24 entnommen. Die eine
Regelspannung regelt selbsttätig die Verstärkung der Hochfrequenzverstärker 10, 20 entsprechend
der mittleren Stärke der beiden Steuerschwingungen. Die andere Regelspannung bewirkt die
Differentialregelung der Verstärker 12, 22, und zwar derart, daß die Verstärkung des Empfangskanals
mit der kleinsten Steuerschwingung gesteigert und die des Kanals mit der größten Steuerschwingung
herabgesetzt wird. Die zwei Regelungen sind in der Figur durch Pfeile angedeutet.
In Fig. 3 ist ein weiter ausgebildetes Schaltbild
eines Empfängers nach Fig. 2 dargestellt. Die beiden Hochfrequenzverstärker und die beiden Mischstufen
sind im vorliegenden Falle zusammen mit S io*, so' bezeichnet. Die Zwischenfrequenzverstärker
12, 22 sind über Zwischenfrequenzbandfilter i8, 28
mit den Gleichrichtern 14, 24 gekoppelt. Die Ausgangsspannungen dieser Gleichrichter treten über
in Reihe geschaltete Widerstände 30 und 31 bzw.
ίο 40 und 41 auf, wobei der Verbindungspunkt der
beiden Widerstände 30 und 31 bzw. 40 und 41 geerdet ist. Durch Kombination der über diese
Widerstände auftretenden. Spannungen sind verschiedene Regelspannungen erzielbar.
Es entsteht z. B. mittels eines aus zwei in Reihe geschalteten Widerständen 19, 29 bestehenden
und an entsprechende Enden der Widerstände 30, 40 angeschlossenen Spannungsteilers eine Regelspannung,
die von der mittleren Intensität der Steuerschwingungen abhängig ist. Mit dieser Regelspannung
werden die beiden Hochfrequenzverstärker iof und 2<y geregelt; die Regelung ist in der Figur
durch Pfeile angedeutet. Die Regel spannungen für die Differentialregelung werden dadurch erhalten,
daß zwei aus Widerständen, 32, 42 bzw. 33, 43 bestehende Spannungsteiler je an entgegengesetzte
Enden der Widerstände 3,1 und 40- bzw. 30 und 43 angeschlossen werden. Die von dem Spannungsteiler
32, 42 abgegriffene Regelspannung wird über einen Widerstand 44 dem Steuergitter des Zwischenfrequenzverstärkers
22 zugeführt, während eine dem Spannungsteiler 33, 43 entnommene Regelspannung über einen Widerstand 31 dem Steuergitter
des Zwischenf requenzverstärkers 12 zugeführt wird. Die Niederfrequenzschwingungen werden
über Widerstände 35, 45 den Niederfrequenzverstärkern 15, 25 zugeführt und- von Lautsprechern
6, 26 wiedergegeben.
Die Schaltung nach Fig. 3 hat gegenüber der nach Fig. 1 -den Vorteil, daß für jede empfangene
Trägerwelle nur ein einziger Gleichrichter erforderlich ist; von den insgesamt er forderlich en zwei
Gleichrichtern können die verschiedenen Regelspannungen und gegebenenfalls die wiederzugebenden
Niederfrequenzschwingungen, abgegriffen werden.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Empfänger für stereophonisch aufgenommene und gesondert übertragene Schallbilder, die über wenigstens teilweise getrennte Empfangskanäle räumlich getrennten Wiedergabevorrichtungen zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß mit jedem der Schallbilder eine Steuerschwingung übertragen wird und die Verstärkung von wenigstens einem der Empfangskanäle selbsttätig entsprechend der Intensitätsunterschiede der Steuerschwingungen geregelt wird, derart, daß der Einnuß der Unterschiede im Übertragungsgrad der beiden Schallbilder auf das wiedergegebene resultierende Schallbild wenigstens größtenteils aufgehoben wird.
- 2. Empfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung von wenig- stens einem der Empfangskanäle außerdem selbsttätig entsprechend der Intensität geregelt wird, mit der die entsprechende Steuerschwingung empfangen wird.
- 3. Empfänger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung einer oder mehrerer Stufen von, wenigstens einem der Empfangskanäle entsprechender Intensität geregelt wird, mit der die entsprechende Steuerschwingung empfangen wird, während die Ver-Stärkung von einer oder mehreren, der darauffolgenden Stufen entsprechend der Intensitätsunterschiede der Steuerschwingungen geregelt wird.
- 4. Empfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung von wenigstens einem der Empfangskanäle außerdem selbsttätig entsprechend der mittleren Intensität geregelt wird, mit der die Steuerschwingungen einfallen.
- 5. Empfänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkung von wenigstens einem der Empfangskanäle entsprechend der mittleren Intensität geregelt wird, mit der die Steuerschwingungen einfallen, während die Verstärkung von einer oder mehreren der darauffolgenden Stufen entsprechend den Intensitätsunterschieden der Steuerschwingungen geregelt wird.
- 6. Empfänger nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die empfangenen und verstärkten. Steuerschwingungen je eines einzigen Gleichrichters gleichgerichtet und die gleichgerichteten Steuerschwingungen derart kombiniert werden, da,ß wenigstens zwei zur selbsttätigen Regelung geeignete Regelspannungen entstehen, wobei die Größe von einer dieser Regelspannungen von. den Intensitätsunterschieden der Steuerschwingungen abhängig ist, während die Größe der anderen Regelspan,-nung von der mittleren Intensität abhängig ist, mit der die Steuerschwingungen empfangen werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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1946
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