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Gegenstand. der Erfindung ist eine Elektroden anordnung -für ein
elektrochemisches Behandlungsverfahren ohne besondere Stromzuführung.
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Die Iontophorese als ein elektrochemisches, desinfizierendes Heil-
und Behandlungsverfahren ist -bekannt. Sie wird im allgemeinen mittels besonderer
Apparate und Geräte ausgeführt, die mit einer besonderen Stromquelle verbunden sind.
Die Erfindung geht nun von dem Gedanken aus, eine elektrochemische desinfizierende
Behandlung in ähnlicher Weise, jedoch ohne besonderer Zuführung elektrischen Stromes
durchzuführen. Als Beispiel sei hier eine Zahn- bzw. Kieferbehandlung angeführt,
wobei die Behebung von Zahnwurzelbeschwerden oder eines lokalen Nervenleidens od.
dgl. angestrebt wird. Es kommt nun darauf an, ähnlich wiè bei-der Iontophorese geringe
elektrische Ströme einwirken zu lassen. Gemäß der Erfindung wird dies mit -einer
Elektrodenanordnung erreicht, die. zwei oder mehrere bieg- und schmiegsame Elektroden
aufweist, die mittels Scharniere oder ähnlicher verstellbarer und isolierender Verbindungsglieder
mechanisch miteinander verbunden sowie gegebenenfalls unterteilt sind, und bei der
diese Elektroden aus derart verschiedenen Stoffen bestehen, daß sie in Verbindung
mit beispielsweise Mundspeichel oder besonderen feuchten Kompressen od. dgl. ein
selbständiges Element ergeben. Mit der Elektrodenanordnung nach der Erwindung ist
eine derartige Behandlung besonders einfach und bequem. Die Anordnung der einzelnen
Elektroden ist nach den jeweiligen Erfordernissen wechselseitig untereinander vorzunehmen
bzw. anzuwenden, und es ist somit möglich, den Strom beispielsweise auf bestimmte
Kieferteile zu lokalisieren.
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Zwei Elektroden, z. B. die eine aus Kupfer und die andere aus Aluminium,
werden mittels Scharniere oderähnlicher einstellbarer Verbindungsglieder als ein
Element zusammengefaßt. Es liegt im Wesen der Erfindung, je nach dem Verwendungszweck
diese Elektroden gegebenenfalls besonders bieg- oder schmiegsam auszubilden und
sie beispielsweise dem Kiefer in bequemster Weise anzupassen, Die;Elektroden können
als einzelnes verschiedenpoliges Elektrodenpaar ausgebildet sein, es können aber
auch Elektroden verschiedener Polarität abwechselnd aneinandergereiht - sein, oder
es können gleichpolige Elektroden in einer Reihe aufeinanderfolgen und dabei können
derartige Elektrodenreihen paarig verwendet werden. Erforderlich ist dabei in jedem
Falle, daß' die einzelnen Elektroden bzw. Elektrodenglieder od. dgl. mittels der
wiederum einzelnen Verbindungsglieder voneinander isoliert sind. Unmittelbar nach
Einführung einer derartigen Elektrodenanordnung, beispielsweise in den Mund, ergibt
diese sofort in Verbindung mit dem Mundspeichel ein elektrisches Element, das einen
Stromfluß erzeugt. Damit kann man die Behandlung bzw. die desinfizierende Heilwirkung
beginnen, ohne sich irgendeiner besonderen Stromquelle weiter bedienen zu müssen.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele, und zwar für eine
Zahnbehandlung dargestellt.
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Fig. I stellt eine Elektrodenanordnung mit zwei Elektroden dar; Fig.
2 stellt eine Elektrodenanordnung dar, bei der die zwei Elektroden in einzelne Glieder
aufgeteilt sind, deren Breite gegenüber der Länge beliebig sein kann.
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In Fällen anderer Anwendung als bei der Zahnbehandlung kann die Elektrodenanordnung
beliebig sein und der jeweilige Stromfluß beispielsweise durch Anwendung besonderer
feuchter Kompressen od. dgl. erzeugt werden.
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PATENTANSPRESCHE : I. Elektrodenanordnung für ein elektrochemisches
Heil- und Behandlungsverfahren, gekennzeichnet durch zwei oder mehrere bieg-und
schmiegsame, mittels Scharniere oder ähnlicher verstellbarer und isolierender Verbindungsglieder
mechanisch untereinander verbundene, gegebenenfalls beliebig unterteilte Elektroden
aus derart verschiedenen Stoffen, daß sie in Verbindung mit beispielsweise Mundspeichel
oder besonderen feuchten Kompressen od. dgl. ein selbständiges stromerzeugendes
Element ergeben.