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DE886180C - Verfahren und Einrichtung zur Beseitigung elektrostatischer Ladungen auf elektrisch nichtleitenden Stoffen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Beseitigung elektrostatischer Ladungen auf elektrisch nichtleitenden Stoffen

Info

Publication number
DE886180C
DE886180C DES25237A DES0025237A DE886180C DE 886180 C DE886180 C DE 886180C DE S25237 A DES25237 A DE S25237A DE S0025237 A DES0025237 A DE S0025237A DE 886180 C DE886180 C DE 886180C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spark gap
treated
substance
conductive materials
electrically non
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES25237A
Other languages
English (en)
Inventor
Manfred Dipl-Ing Tschermak
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES25237A priority Critical patent/DE886180C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE886180C publication Critical patent/DE886180C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05FSTATIC ELECTRICITY; NATURALLY-OCCURRING ELECTRICITY
    • H05F3/00Carrying-off electrostatic charges
    • H05F3/06Carrying-off electrostatic charges by means of ionising radiation

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Beseitigung elektrostatischer Ladungen auf elektrisch nichtleitenden Stoffen Bei der Verarbeitung von bahnen- oder fadenförmigem Material aus Gewebefasern, Gummi, Papier oder anderen nichtleitenden Stoffen treten vielfach dadurch Schwierigkeiten auf, daß sich diese Stoffe elektrisch aufladen, wenn sie bei ihrer Bearbeitung durch Maschinen laufen. Um diese Ladungen zu beseitigen, hat man daher bereits in der Nähe der Stoffe mit einem radioaktiven Präparat belegte, geerdete Elektroden angeordnet. Durch die Strahlung dieser Präparate wird dabei in der Umgebung der Stoffe eine Ionisation erzeugt, die teils eine Neutralisation der Ladung dieser Stoffe, teils deren Ableitung nach der Erde hin zur Folge hat. Maßnahmen dieser Art führen jedoch bei schwachen Aufladungen nicht zu dem gewünschten Erfolg und ermöglichen es auch nicht, Restladungen zu beseitigen, da das den Raum um die aufgeladenen nichtleitenden Stoffe erfüllende elektrische Feld in diesen Fällen nur schwach ist, so daß in der Zeiteinheit nur wenige Ionen auf das zu behandelnde Gut gelangen.
  • Gegenstand der Erfindung ist daher eine Einrichtung, die es gestattet, sowohl starke als auch schwache Entladungen auf elektrischen Stoffen, einschließlich der Restladungen, zu beseitigen, und die es außerdem ermöglicht, auch ohne die nicht immer unbegrenzt zur Verfügung stehenden, im allgemeinen ziemlich teueren radioaktiven Präparate auszukommen. Zu diesem Zweck schlägt die Erfindung vor, in der Nähe der zu behandelnden Stoffe durch gleichzeitige Einwirkung eines starken elektrischen Feldes, insbesondere von Sprühentladungen, und ultravioletter Strahlen eine hohe Ionenkonzentration zu erzeugen. Hierdurch gelangt selbst bei einer geringen Aufladung der Stoffe stets eine genügende Anzahl von Ionen in den Feldbereich dieser Aufladungen, so daß eine Neutralisation der Stoffe in jedem Fall gewährleistet ist. Darüber hinaus unterstützen sich .die beiden gleichzeitig angewandten Maßnahmen noch insofern besonders günstig, als es infolge der durch die Ultraviolettbestrahlung hervorgerufenen Ionisation der Umgebung der Stoffe möglich ist, mit wesentlich niedrigeren Spannungen an der Funkenstrecke auszukommen. Es ist daher nicht--mehr erforderlich, im Bereich von Büschelentladungen zu arbeiten, sondern es genügt bereits, wenn man die Einstellung von Spannung und Elektrodenabstand der Funkenstrecke so wählt, daß nur eine gegebenenfalls noch nicht sichtbare Glimmentladung auftritt.
  • Eine zur Durchführung des so gekennzeichneten Verfahrens besonders geeignete Einrichtung, die ebenfalls den Gegenstand dieser Erfindung bildet, sei an Hand der Zeichnung mit weiteren Einzelheiten der Erfindung näher erläutert.
  • Es bezeichnet r eine Bahn eines nichtleitenden Stoffes, beispielsweise aus Papier, der sich bei seiner Bewegung über nicht dargestellte Maschinenteile elektrisch aufgeladen hat und anschließend in der Pfeilrichtung 2 an einer ebenfalls in Seitenansicht wiedergegebenen erfindungsgemäßen Einrichtung zur Beseitigung dieser Ladungen vorbeigeführt wird. Diese Einrichtung weist in dem gewählten Ausführungsbeispiel zunächst einmal eine Funkenstrecke auf, deren Elektroden 3, 4 an eine hochgespannte Gleich- oder Wechselstromquelle 5 angeschlossen sind. Zwischen diesen Elektroden bildet sich daher ein starkes elektrisches Feld aus, dessen Spannungsgradient durch die- Verwendung von Elektroden mit ausgeprägter Spitzenwirkung noch erhöht wird, beispielsweise durch die Verwendung von Spitzenkämmen oder aber auch von scharfkantigen Stäben oder dünnen Drähten, wobei die Länge dieser sich gegenüberliegenden Teile zweckmäßigerweise der Breite der zu behandelnden Papierbahnen od. dgl. entspricht. Im allgemeinen genügt es jedoch, wenn die Spitzenwirkung an einer dieser Elektroden erstrebt wird, während ihre Gegenelektrode dann aus einem Zylinder oder einer Kugel bestehen kann. Weiterhin sind neben dieser Funkenstrecke eine Reihe von Ultraviolettstrahlern, z. B. zwei Stabstrahler 6 ebenfalls wieder von einer Länge der Papierbahnbreite, vorgesehen, deren Strahlung durch Reflektoren 7 so gerichtet ist, daß sie den Raum zwischen der Funkenstrecke und der zu behandelnden Bahn erfüllt, ohne jedoch nach Möglichkeit die Funkenstrecke selber zu erfassen.
  • In der gleichen Weise kann die Einrichtung auch auf der anderen Seite der Papierbahn ausgebildet sein. Im vorliegenden Fall sind hier nur ein oder mehrere, beispielsweise wieder stabförmige Ultraviolettstrahler 8 angeordnet, deren Reflektortrog 9 die Ultraviolettstrahlung vorzugsweise auf den zu behandelnden Stoff z ausrichtet. Auf diese Weise wird die ganze Umgebung dieses Stoffes in einem begrenzten Bereich seiner Länge fortlaufend stark mit Ionen angereichert und damit leitend gemacht, so daß eine intensive Ableitung bzw. Neutralisierung der auf dem Stoff vorhandenen Ladungen erfolgt.
  • Zur Erzielung der angestrebten Wirkung braucht die Funkenstrecke nicht unbedingt, wie dargestellt, etwa parallel zu dem behandelnden Gut zu verlaufen, vielmehr ist es auch möglich, den Stoff zwischen den beiden Elektroden durchzuführen. In der gleichen Weise lassen sich ferner auch ruhende Stoffe neutralisieren.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Beseitigung elektrostatischer Ladungen auf elektrisch nichtleitenden Stoffen, insbesondere auf durch Maschinen geführten Papier-, Gummi- oder Gewebebahnen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe der Stoffe eine hohe Ionenkonzentration durch gleichzeitige Einwirkung eines starken elektrischen Feldes, insbesondere durch Sprühentladungen, und ultravioletter Strahlen erzeugt wird.
  2. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe des zu behandelnden Stoffes (r) eine Funkenstrecke (3, 4) mit mindestens einer Elektrode ausgeprägter Spitzenwirkung und ein oder mehrere Ultraviolettstrahler (6, 8) von vorzugsweise nur auf diesen Stoff gerichteter Strahlung angeordnet sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine solche Anordnung der Elektroden (3, 4) der Funkenstrecke, daß ihr Feld im wesentlichen etwa parallel zu dem zu behandelnden Stoff (r) verläuft.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zu behandelnde Stoff zwischen den beiden Elektroden der Funkenstrecke angeordnet ist.
DES25237A 1951-10-19 1951-10-19 Verfahren und Einrichtung zur Beseitigung elektrostatischer Ladungen auf elektrisch nichtleitenden Stoffen Expired DE886180C (de)

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Publications (1)

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DE886180C true DE886180C (de) 1953-08-13

Family

ID=7478257

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Country Status (1)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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