DE885977C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Huellen fuer scheibenfoermige Gegenstaende - Google Patents
Verfahren und Maschine zur Herstellung von Huellen fuer scheibenfoermige GegenstaendeInfo
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Description
- Verfahren und Maschine zur Herstellung von Hüllen für scheibenförmige Gegenstände Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Hülle an scheibenförmigen Genenständen, wie Schreiibmaschinenfarbbandrollen, Tabletten u. dgl., welche Hülle aus zwei gegenseitig über den scheibenförmigen Gegenstand gestülpten luftundurchlässigen Kappen besteht, die längs gegeneinander anliegender Flanschränder luftdicht miteinander verschweißt sind.
- Dieses Verfahren kennzeichnet sich erfindungsgemäß dadurch, daß zwei über Formwalzen zugeführte Streifen durch je eine mit Ausnehmungen der Formwalzen zusammenwi ikende Stempelvorrichtung entsprechend der Form des einzuhüllenden Gegenstandes vorgeformt und daß hierauf die dadurch gebildeten Kappen von entgegengesetzten Seiten über den Gegenstand gestülpt werden, worauf die Kappen längs gegeneinandergepreßter Flanschränder luftdicht miteinander verschweißt werden.
- Außerdem betrifft die Erfindung eine Maschine zur Durchführung des genannten Verfahrens, welche sich erfindungsgemäß durch zwei gegeneinanderlaufende Formwalzen auszeichnet, die an ihrem Umfang Ausnehmungen aufweisen, in welche am Umfang je einer Stempelwalze angeordnete Stempel eingreifen, um dadurch die von den Formwalzen mitgenommenen Hüllmaterialstreifen voreinformen, sowie eine Zufuhrvorrichtung, durch welche die einzuhüllenden scheibenförmigen Gegenstände einzeln in 4ie durch die vorgeformten Streifen ausgekleideten Ausnehmungen eingelegt werden, wonach deren Ränder aufeinander abge- wälzt werden, wobei gleichzeitig die Flansehränder der Hüllkappen luftdicht miteinander verschweißt werden.
- Als Hüllmaterial eignen sich neben Metallfolien, besonders Aluminiumfolien, auch thermoplastische Materialien. Vorzugsweise werden die nach dem Verschweißen der Ränder noch durch ein Band zusammenhängenden Hüllen aus dem Band ausges tanzt, wonach noch die radial abstehenden, verschweißten Flanschränder umgelegt werden können.
- Zu diesem Zweck kann eine mechanisch mit den umlaufenden Walzen gekuppelte Stanzvorrichtung vorgesehen sein, durch welche die durch ein Band zusammenhängenden Hüllen einzeln ausgestanzt werden. Dabei kann die Stanzmatrize aus einem sich konisch verengenden Rohr bestehen, so daß die durch den periodisch betätigten Stempel nacheinander in das Matrizenrohr gepreßten Hüllen durch das Rohr getrieben werden, wobei die verschweißten Flanschränder umgelegt werden.
- Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Maschine ist in den Fig. I und 2 der Zeichnung in zwei Ansichten vereinfacht dargestellt, während die Fig. 3 und 4 in einer Ansicht und einem Schnitt ein Beispiel der Hülle gemäß der Erfindung zeigen.
- An Hand der Zeichnung wird auch das erfindungsgemäße Verfahren beispielsweise erläutert.
- Die Maschine weist zwei Formwalzen 11 und I2 auf, die gegenläufig angetrieben werden. An ihrem Umfang weisen diese Formwalzen Ausnehmungen I3 auf, die durch stebengebliebene Mantelteile voneinander getrennt und begrenzt sind. Diese Mantelteile 14 wälzen sich bei derlDrehung der Formwalzen unter gegenseitigem Druck vollständig aufeinander ab. Außerdem können die Walzen oder mindestens ihre Mantelteile 14 auf einen vorbestimmten, hö'heren Temperaturwert beheizt werden, was hier schematisch durch Stromzuführungsbürsten 15 angedeutet ist.
- Bandförmige Streifen 21 und 22 des Hüllmaterials sind auf Rollen 23 und 24 gespeichert und werden durch die Formwalzen mitgenommen. Ferner sind zwei Stempelwalzen 3I und 32 vorgesehen, die mit gleicher Drehzahl wie die Formwalzen angetrieben werden. Diese Stempelwalzen sind am Umfang mit Stempeln 33 versehen, welche in die Ausnehmungen I3 der Formwalzen eingreifen, wobei die Streifen 21, 22 in diese Ausnehmungen eingepreßt, d. h. zu Kappen vorgeformt werden, welche die Ausnehmungen I3 auskleiden.
- Nun ist eine Zufuhrvorrichtung vorgesehen, durch welche die einzuhüllenden Schreibmaschinenfarbbandrollen 49a einzeln in die durch die vorgeformten Streifen 21, 22 ausgekleideten Ausnehmungen I3 eingelegt werden.
- Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer quer zu den Formwalzen drehbaren Mitnehmerscheibe 4I, deren Achse 42 durch einen Gestellarm 43 getragen wird und die mit Hilfe eines Sperrzahnrades 44 und eines Sperrzahntragarmes 45, der den Sperrzahn 45a trägt und durch eine Feder 45b zurückgestellt wird, über eine Stange 46 und einem Hebel 47 schrittweise gedreht wird.
- Der Gestängehebel 47 ist auf dem Zapfen 47a drehbar gelagert und trägt am anderen Ende eine Rolle 47&, die auf einer mit den Formwalzen gedrehten Nockenscheibe 48 abläuft.
- Beim schrittweisen Drehen der Scheibe 41 werden in Ausnehmungen 41a derselben von einer Rollenbahn 49 die Schreilbmaschinenfarbbandrollen qga mitgenommen und in die Ausnehmungen I3 eingelegt. Dadurch stülpen sich zwangsmäßig von entgegengesetzten Seiten her Kappen aus Hüllmaterial über die Schreibmaschinenfarbbandrollen.
- Da sich die Mantelteile 14 der Formwalzen aufeinander unter Druck abwälzen, bilden diejenigen - Teile der Hüllmaterialstreifen, die auf diesenTeilen aufliegen, Flanscliränder 2-5, welche gegeneinanderzuliegen kommen und dabei verschweißt werden.
- Insbesondere bei Verwendung thermoplastischen Hüllmaterials, aber auch bei Verwendung von Metallfolien läßt sich eine luftdichteVerschweißung der Flanschränder einfach dadurch erzielen, daß der gegenseitige Abwälzdruck und die Temperatur der Mantelteile 14 genügend hoch gewählt wird.
- Es ist aber auch möglich, das sogenannte Stromschweißverfahren anzuwenden, indem die Formwalzen II, I2 aus stromleitendem Material hergestellt werden, denen über die Kontaktbürsten I5 ein niedergespannter Starkstrom zugeführt wird und die natürlich voneinander elektrisch isoliert gelagert und angetrieben werden. Die beiden Walzen berühren dann die dazwischen laufenden Metallfolien jeweils nur du einer schmalen Mantelzone, so daß die Vorbedingungen für ein Elektroschweißverfahren erfüllt sind, indem die Formwalzen die Schweißelektroden bilden.
- Dieses Verfahren bietet den Vorteil, daß sich nur die jeweils aneinanderliegenden Zonen der Hüllmaterialstreifen und der Formwalzen erwärmen, während die Walzen sellbst gekühlt werden können, was beispielsweise für vieleTa-bletten vorteilhaft ist.
- Aus den Formwalzen treten -dann gemäß den Fig. 3 und 4 durch ein Band zusammenhängende, die Schreibmaschinenfarbbandrollen 49a einhüllende Hüllen hervor, die aus gegenseitig über die Schreibmaschinenfarbbandrollen gestülpten luftundurchlässigen Kappen bestehen, die längs der gegeneinander anliegenden Flauschränder 25 luftdicht miteinander verschweißt sind.
- Es kann nun vorteilhaft sein, die Hüllen mit den Schreibmaschinenfarhbandrollen einzeln aus den Bändern auszustanzen. Zu diesem Zweck ist eine mit den umlaufenden Walzen gekuppelte Stanzvorrichtung vorgesehen, welche aus dem Band, das aus den Formwalzen austritt, die Hüllen einzeln ausstanzt.
- Die Stanzmatrize 51 besteht aus einem sich von rechts nach links (Fig. 1) konisch verengenden Rohr 5 1a, so daß die durch den periodisch bewegten Stempel 50 nacheinander in das Rohr eingepreßten Hüllen durch das Rohr getrieben werden, wobei die verschweißten Flanschränder 25 allmählich umgelegt werden.
- Zum Stempel 50 gehören der Tragblocks2, die Zentrierscheibe 53, die Halteplatte 54 und der Rollenhalter 55, in welchem die Rolle 56 drehbar gelagert ist.
- Der Stanzstempel 50 wird dadurch periodisch betätigt, daß die Rolle 56 an der Exzenterscheibe 57 anliegt, die mit Hilfe der Rolle 58 und des Malteserrades 59 periodiscih gedreht wird, und zwar so, daß jeweils dann, wenn sich eine Schreibmase'hinenfarbbandrolle vor der Matrize 51 befindet, der Stempel betätigt wird.
- Das Malteserrad 59 wird durch das Zahnrad gga und das Zwischenrad 6o von der Welle 6I aus angetrieben, auf welcher die zur schrittweisen Betätigung der Schreibmaschinenfarbbandrollen-Zufuhreinrichtung verwendete Nockenscheibe 48 sitzt und von welcher aus die Formwalzen 11 und 12 angetrieben werden.
- Der Antrieb der Formwalzen 11 und 12 und der Stempelwalzen 3I und 32 erfolgt von der Welle 6I über die Zahnräder 70 und 71.
Claims (10)
- P A T E N T A N S P R Ü C H E : I. Verfahren zur Herstellung von Hüllen für scheibenförmige Gegenstände aus zwei von entgegengesetzten Seiten über den scheibenförmigen Gegenstand gestülpten luftundurchlässigen Kappen, die längs gegeneinander anliegender Flauschränder luftdicht miteinander verschweißt sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwei über Formwalzen zugeführte luftundurclhlässige Streifen durch je eine mit Ausnehmungen der zu, gehörigen Formwalze zusammenwirkende Stempelvorrichtung entsprechend der Form des einzuhüllenden Gegenstandes vorgeformt werden und daß hierauf die dadurch gebildeten Kappen von entgegengesetzten Seiten über den Gegenstand gestülpt und längs gegeneinandergepreßter Flanschränder luftdicht untereinander verschweißt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die nach der Randverschweißung noch zusammenhängenden Hüllen aus den Streifen ausgestanzt und die Flanschränder umgelegt werden.
- 3. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I, gekennzeichnet durch zwei gegeneinanderlaufende Formwalzen (11, 12), die an ihrem Umfang Ausnelhmungen (I3) aufweisen, in welche am Umfang je einer Stempelwalze (31, 32) angeordnete Stempel (33) eingreifen und dadurch die von den Formwalzen mitgenommenen Hüllmaterialstreifen (21, 22) vorformen, sowie eine Zufuhrvorrichtung (4I), durch welche die einzulhüllenden scheibenförmigen Gegenstände (49a) einzeln in die durch die vorgeformten Streifen ausgekleideten Ausnehmungen der Formwalzen eingelegt werden, deren Ränder sich aufeinander abwälzen und dabei die Flauschränder (25) der Hüllkappen luftdicht miteinander verschweißen.
- 4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stanzvorrichtung (50, 51) -derart mechanisch mit den umlaufenden Formwalzen (11, I2) gekuppelt ist, daß die zusammenhängenden Hüllen (21, 22) einzeln ausgestanzt werden.
- 5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stanzmatrize aus einem sich konisch verengenden Rohr (51) besteht, so daß die durch den periodisch bewegten Stanzstempel (50) nacheinander in das Matrizenrohr gepreßten Hüllen durch das Rohr getrieben werden, wobei die verschweißten Flanschränder (25) umgelegt werden.
- 6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stanzstempel (50) durch eine Exzenterscheibe (57) betätigt wird, die periodisch durch ein mit den Formwalzen (11, I2) angetriebenes Maltesergetriebe (58, 59) gedreht wird.
- 7. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die Ränder (I4) der Ausnehmungen (I3) in den Formwalzen (11, 12) beheizt werden.
- 8. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch voneinander isolierten Formwalzen (11, I2) aus stromleitendem Material bestehen und iihnen über Kontaktbürsten (I5) Strom zugeführt wird, so daß die sich beim Abwälzen nur in begrenzten Mantelzonen herührenden Formwalzen als Schweißelektroden wirken, welche die elektnischeWiderstandverschweißung der zwischen den Formwalzen durc'hlaufenden Hüllmaterial streifen (21, 22) bewirken.
- 9. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine quer zu den Formwalzen (11, 12) drehbare, mit Ausnehmungen (41a) versehene Mitnehmerscheibe (4I) schrittweise gedreht wird und dabei von einer Laufbahn (49) einzelne Gegenstände zwischen die ausgekleideten Ausnehmungen (I3) der Formwalzen (11, I2) einlegt.
- 10. Maschine nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine mit den Formwalzen (11, 12) gedrehte Nockenscheibe (48), an welcher eine Rolle (47b) anliegt, deren Bewegungen über ein Gestänge (46, 47) und ein Sperrwerk (44, 45) die schrittweise Verdrehung der Mitnehmerscheibe (4I) bewirkt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH885977X | 1950-09-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE885977C true DE885977C (de) | 1953-08-10 |
Family
ID=4545269
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH9237A Expired DE885977C (de) | 1950-09-19 | 1951-07-26 | Verfahren und Maschine zur Herstellung von Huellen fuer scheibenfoermige Gegenstaende |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE885977C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019957B (de) * | 1953-01-19 | 1957-11-21 | Anonima G D Soc | Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Schokoladenmuenzen |
| DE1159626B (de) * | 1961-04-13 | 1963-12-19 | Formplastic G M B H | Vorrichtung zum Ausschneiden bzw. Ausstanzen von Hohlkoerpern aus Folienbaendern, -stuecken od. dgl. |
| DE1268043B (de) * | 1966-01-26 | 1968-05-09 | Walter Siebler Verpackungsmasc | Maschine zum Verpacken von Suppositorien |
| EP1123005A4 (de) * | 1998-10-23 | 2003-03-05 | Frigorifico San Carlos Sa | Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von würsten |
-
1951
- 1951-07-26 DE DEH9237A patent/DE885977C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019957B (de) * | 1953-01-19 | 1957-11-21 | Anonima G D Soc | Verfahren und Vorrichtung zum Verpacken von Schokoladenmuenzen |
| DE1159626B (de) * | 1961-04-13 | 1963-12-19 | Formplastic G M B H | Vorrichtung zum Ausschneiden bzw. Ausstanzen von Hohlkoerpern aus Folienbaendern, -stuecken od. dgl. |
| DE1268043B (de) * | 1966-01-26 | 1968-05-09 | Walter Siebler Verpackungsmasc | Maschine zum Verpacken von Suppositorien |
| EP1123005A4 (de) * | 1998-10-23 | 2003-03-05 | Frigorifico San Carlos Sa | Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von würsten |
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