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Hubwerk für bewegliche Brücken Bei beweglichen Brücken, z. B. Landestegen,
die an einem Ende bedarfsweise angehoben oder gesenkt werden sollen und dabei um
-eine nahe ihrem anderen Ende angeordnete Achse schwenken, muß das Hubwerk so ausgebildet
sein, daß es der Schwenkbe,#vegung des angetriebenen Brückenendes, also der Bewegung
eines bestimmten Punktes der Brücke auf einem Kreisbogen, dessen Mittelpunkt in
die Schwenkachse der Brücke fällt, gerecht wird. Man hat zu diesem Zweck schon vorgeschlagen,
bei solchen Hubwerken kreisförmig gekrümmte Zahnstangen zu verwenden, mit denen
Kletterritzel zusammenarbeiten. Aus verschiedenen Gründen ist man gezwungen, zwei
solche Zahnstangen, die in einem geringen Abstand hintereinanderliegen, zu verwenden.
Diese Zahnstangen müssen aber verschiedene Zahnteilung aufweisen, und sie müssen
im übrigen sehr genau hergestellt sein, damit der Antrieb reibungslos funktioniert.
Bei Brücken von erheblicher Erstreckung in der Längsrichtung kommt aber noch hinzu,
daß die durch Temperaturschwankungen auftretenden Längenänderungen der Brücke berücksichtigt
werden müssen, die keinesfalls von störendem Einfluß auf den Antrieb sein dürfen.
Außerdem kommt bei solchen Brücken, bei denen im Winter mit Eisgang zu rechnen ist,
noch hinzu, daß die mechanischen Einrichtungen des Brückenantriebs durch Eisbildung
oder Eisansammlungen nicht beeinträchtigt werden dürfen. Aufgabe der Erfindung ist
die Schaffung eines Hubwerkes für bewegliche Brücken der vorher bezeichneten Art,
welches aus einfachen und ohne Schwierigkeiten mit der erforderlichen Genauigkeit
herstellbaren Teilen besteht und das so ausgestaltet
ist, daß störende
Einflüsse bei Längenänderungen infolge Temperaturschwankungen oder bei Eisgang nicht
auftreten können. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß mit zwei nahe
beim beweglichen Brückenende in einigem Abstand hintereinander an einem Hubgerüst
fest angeordneten geraden Zahnstangen Kletterritzel zusammenarbeiten, die an einem
nach Art eines Waagebalkens ausgebildeten Rahmen gelagert sind und über fest mit
ihnen verbundene Zahnräder mit einem Antriebsrad zusammenwirken, das auf einer als
Schwenkachse des Rahmens dienendenZwischenwelle sitzt, und daß an der Zwischenwelle
ein Lenker angreift, der die Koppel für ein weiteres auf ihr sitzendes Zwischenantriebsrad
und ein mit ihm im Zahneingriff stehendes Getriebezahnrad bildet. Ein solcher Antrieb
wird zweckmäßig auf der Brücke selbst, und zwar entweder an ihrem Untergurt oder
an ihrem Obergurt angeordnet.
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Ein solches Hubwerk hat den Vorteil, daß in der Herstellung billige
Zahnstangen gleicher Teilung verwendet werden können und daß die Lastverteilung
auf die beiden Zahnstangen durch die Wirkung -des waagebalkenartigen Rahmens, ungestört
durch Längenänderungen der Brücke, völlig gleichmäßig erfolgt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigt . Fig. i eine Teilansicht der Brücke mit einem Hubwerk nach
der Erfindung, Fig. 2 einen Teilgrundriß des Hubwerkes.
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Das Hubwerk für das heb- und senkbare Ende einer Brücke, die an ihrem
anderen Ende um eine feste Achse schwenkt, weist zwei in einem Abstand a hintereinander
in einem (nicht dargestellten) Hubgerüst fest angeordnete gerade Zahnstangen i und
ia auf, mit denen Kletterritzel 2, 2a im Zahneingriff stehen. Die Kletterritzel
2, 2a sitzen auf Wellen 3, 3a, die in einem Rahmen 4 gelagert sind. Auf den Wellen
3, 3a der KletterritZel 2, 2a sitzen Antriebszahnräder 5, 5a, welche mit einem Antriebsrad
6 im Zahneingriff stehen, das auf einer Welle 7 sitzt. Der Rahmen 4 ist nach der
Art eines Waagebalkens schwenkbar ausgebildet, und als Schwenkachse dient die Zwischenwelle7;
auf welcher ein weiteres Zahnrad 8 undrehbar befestigt ist, welches mit einem Getriebezahnrad
9 in dauerndem Zahneingriff steht. Die Koppel für die Zahnräder 8 und 9 bildet ein
LenIter io, der mit seinem einen Ende die Welle 7 und mit seinem anderen Ende die
das Getriebezahnrad 9 tragende Welle i i erfaßt. Die Antriebsmaschine 12, welcher
das Zahnrad 9 angehört, ist in der Nähe des freien, d. h. heb-und senkbaren Endes
der Brücke, und zwar entweder, wie dargestellt, an ihrem Untergurt oder an ihrem
Obergurt befestigt.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist wie folgt: Bei
laufender Antriebsmaschine i2 wird deren Bewegung über die Zahnräder 8, 9, die Welle
7, ferner über die Zahnräder 6, 5 bzw. 5a auf die Kletterritzel 2 bzw. 2a übertragen,
die sich an der Zahnstange i bzw. ia abwälzen. Etwaige Ungenauigkeiten in der Herstellung
der Zahnstangen i, ia oder Längenänderungen der Brücke infolge von Temperaturschwankungen
@verd-en ausgeglichen durch den- Lenker io, der die Koppel für die Zahnräder 9 und
8 bildet, und durch die Schwingbeweglichkeit des Rahmens 4. Der Rahmen 4 stellt
sich dann, je nachdem ob die Welle i i etwas nach links oder nach rechts wandert,
etwas schräg mit Bezug auf seine normale Einstellung, die horizontal ist.
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An die Stelle von starren Zahnstangen i, ia können bei einer Einrichtung
nach der- Erfindung auch andere Zahnkörper, wie Gelenkzahnstangen oder Ketten, treten..