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DE885218C - Drehkopf-Antrieb - Google Patents

Drehkopf-Antrieb

Info

Publication number
DE885218C
DE885218C DES25357A DES0025357A DE885218C DE 885218 C DE885218 C DE 885218C DE S25357 A DES25357 A DE S25357A DE S0025357 A DES0025357 A DE S0025357A DE 885218 C DE885218 C DE 885218C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
take
roller
rollers
rotary head
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES25357A
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Dipl-Ing Hadwich
Karl-Heinz Hagen
Walfried Weiss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Spinnbau GmbH
Original Assignee
Spinnbau GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Spinnbau GmbH filed Critical Spinnbau GmbH
Priority to DES25357A priority Critical patent/DE885218C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE885218C publication Critical patent/DE885218C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/92Spinning or twisting arrangements for imparting transient twist, i.e. false twist
    • D01H7/923Spinning or twisting arrangements for imparting transient twist, i.e. false twist by means of rotating devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Connection Of Motors, Electrical Generators, Mechanical Devices, And The Like (AREA)

Description

  • Drehkopf-Antrieb D;e bekannten Drehköpfe für Spinnmaschinen erteilen bekanntlich dem Vorgarn die erforderliche Drehun- bei seinem Durchlaufen durch zwei sich drehende Abzugwalzen, die mit ihrem Gehäuse auch noch um die Drehkopfachse umlaufen. Gleichzeitig wird das Vorgarn in Verbindung mit oberhalb des Drehkopfes liegenden Streckwalzen im gewünschten Ausmaß verzogen.
  • Der Antrieb des die erwähnten Abzugwalzen aufnehmenden Gehäuses erfolgt vorzugsweise in dessen unterem Teil durch ein Band oder eine Schnur oder durch Schraubenräder. Am oberen Teil des Gehä@-,ses befindet s-ch in diesem Falle der Antrieb für die zu drehenden Abzugwalzen, indem beispielsweise der Zahnkranz eines Antriebsrades in Ritzel auf den Achsen der Abzugwalzen eingreift. Der Antrieb dieses Antriebsrades durch ein Band oder eine Schnur oder durch Schraubenräder sowie der Antrieb der Gehäuse aller Drehköpfe einer Maschine erfolgt jeweils gemeinsam durch eine oder zwei Antriebswellen oder -trommeln, die sich über die ganze Länge der Maschine erstrecken.
  • Diese Antriebsart bei einer Spinnmaschine mit Drehköpfen hat verschiedene Nachteile. Zunächst bereitet die einwandfreie Lagerung der langen Antriebswellen, auf denen bei Zahnradantrieb die Antriebsritzel für die einzelnen Drehköpfe befestigt sind, immer n-*cht unerhebliche Schwierigkeiten. Die Wellen sollen einerseits bei einer bestimmten und nicht zu engen Bewegungsfreiheit so leicht laufen, daß sie von Hand, auch bei einer z. B. 18 m langen Maschine, durchg:dreht werden können; andererseits sollen sie aber, um ein einwandfreies Kämmen der Antriebsräder zu gewährleisten, in konstanter Entfernung parallel zueinander liegen. Ferner ist ein einwandfreier Eingriff beider Verzahnungen auf der oberen bzw. auf der unteren Welle über die ganze Länge der Maschine hinweg infolge der Summierung aller nun einmal nicht vermeidbaren Toleranzen nur sehr schwer zu erreichen. Infolge dieses bei einzelnen Drehköpfen unvermeidlichen schlechten Zahneingriffs (meist bei den unteren Zahnrädern) ist der Verschleiß übermäßig groß, so daß sich ständige Kontrollen und ein laufender Ersatz der Zahnräder notwendig machen. Auch ist schließlich der Lärm bei solchen Verzahnungen sehr groß. Bei einer 36ospindeligen Maschine sind immerhin 72o Zahnräder vorhanden, die bei einer Drehkopf-Drehzahl von maximal 2ooo U/min mit 72o Gegenrädern kämmen.
  • Einige dieser Nachteile entfallen zwar bei Schnur-oder Bandantrieb; jedoch läßt sich infolge des Schlupfes bei diesen Antrieben kein genau gleicher Lauf für alle Drehköpfe erzielen, so daß dementsprechend Garndrehung und Verzug in den einzelnen Spinnstellen nicht gleichmäßig ausfallen.
  • Der allgemeine Grundgedanke der Erfindung besteht darin, Drehköpfe mit einem elektrischen Einzelantrieb auszurüsten, und zwar vorzugsweise bei beiden Antrieben, d. h. sowohl bei dem Antrieb für die Abzugwalzen als auch bei dem Antrieb für das Gehäuse. Der elektrische Einzelantrieb von Maschinen aller Art ist zwar grundsätzlich bekannt, jedoch ist das erfinderische Moment im vorliegenden Falle darin zu sehen, daß es gelingt, diesen Antrieb bei jedem der ziemlich kleinen, schnell umlaufenden Drehköpfe einer Spinnmaschine in wirtschaftlicher Weise zu verwirklichen.
  • Bei der praktischen Ausführung der Erfindung lassen sich die elektrischen Antriebsmittel der Walzen und !oder des Gehäuses nicht immer unmittelbar im Drehkopfgehäuse unterbringen; es muß daher gegebenenfalls auch eine Anordnung.getroffen werden, bei der die Antriebsmittel wenigstens teilweise außen am Drehkopf liegen.
  • Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung ist darin zu sehen, daß der Einzelantrieb der Abzugwalzen der Drehköpfe intermittierend gestaltet ist. Als elektrisches Antriebsmittel dient beispielsweise ein elektromagnetisches Schaltwerk, bestehend aus einem Klinkentrieb, der durch eine intermittierend erregte Magnetspule betätigt wird und die Abzugwalzen des Drehkopfes absatzweis-3 vorwärts dreht. Das ergibt eine spinntechnisch .günstige Wirkung, da das Garn beim Verzug ebenfalls eine wechselnde Beanspruchung erfährt, wie sie ähnlich beim Wagenspinner vorhanden ist. Ein solches Verziehen macht sich insofern günstig bemerkbar, als der Verzug gleichmäßiger vonstatten geht, weil die unkontrollierbaren Reibungseigenschaften beim Gleiten der Einzelfasern während des Verziehens nur auf kleine Abschnitte verteilt bleiben.
  • Der Antrieb des Gehäuses erfolgt beispielsweise dadurch, daß sein unterer Teil als Rotor eines Gleichstrommotors oder eines Wechsel- oder Drehstrominduktions-notors ausgebildet ist. Auch hier kann aber der Antrieb durch ein absatzweise bewegtes Schaltwerk erfolgen; ferner ist ein Antrieb nach dem Prinzip der Vorwähler und Motorwähler der Fernsprechtechnik möglich. Die gleichen elektrischen Antriebsmittel können auch für den Antrieb der Abzugwalzen benutzt werden, obwohl hier intermittierend arbeitende Antriebe vorgezogen werden.
  • Die elektrischen Einzelantriebe für die Drehköpfe haben zur Folge, daß die eingangs erwähnten Nachteile des gemeinsamen mechanischen Antriebes von langen Wellen aus vermieden sind. Hinzu kommt, daß Untersetzungs- und Differentialgetriebe wegfallen, die für den Betrieb der Drehköpfe eingeschaltet sein müssen, um je für sich Verzug und Drehung des Garnes ändern zu können. Diese Steuerung der Drehköpfe kann nunmehr in der bekannten Weise auf elektrischem Wege erfolgen. Wird beispielsweise ein schrittwe's3 betätigtes Schaltwerk oder ein Antrieb nach dem Wählerpr;nzip der Fernsprechtechnik benutzt, so genügt es, für alle Drehköpfe einer Maschine einen elektrischen Impulsgeber vorzusehen, der etwa von d--r oberen Streckwalze aus angetrieben wird. Von diesem Impulsgeber aus gesteuert führen dann alle Abzugwalzen der Drehköpfe einer Maschine zwangsläufig eine völlig synchrone Drehung aus, was bekanntlich bei den früher oft benutzten Schnurantrieben nicht zu erreichen war, da immer mehr oder weniger Schlupf bei den einzelnen Schnurtrieben vorhanden ist.
  • Es liegt allerdings auch im Sinne der Erfindung, wenn lediglich die Abzugwalzen den elektrischen Einzelantrieb erhalten und die Gehäusedrehung durch 'einen mechanischen Antrieb bekannter Art bewirkt wird, indem die Gehäuse durch Schnurtrieb oder Zahntrieb von einer gemeinsamen Welle aus gedreht werden. Bei der Gehäusedrehung spielt nämlich ein Schlupf von Schnurtrieben keine so ausschlaggebende Rolle wie beim Antrieb der Abzugwalzen. Ein Schlupf bis etwa 50;'o kann beim Gehäuseantrieb in Kauf genommen werden.
  • In Verbindung mit dem elektrischen Einzelantrieb der Abzugwalzen eines jeden Drehkopfes werden vorzugsweise Abzugwalzen mit starrer Lagerung verwendet, wobei die Walzen selbst die erforderliche Elastizität haben. Die Gehäuse der Drehköpfe bestehen aus gepreßten, gegossenen oder gespritzten, d. h. also spanlos verformten Teilen; vorzugsweise wird Leichtmetall-Spritzguß verwendet. Lediglich der Teil, in dem die Abzugwalzen gelagert sind, wird vorteilhaft aus Kunststoff gefertigt.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, die erkennen lassen, daß die Erfindung in ganz verschiedener Weise praktisch verwirklicht werden kann. Es zeigt Abb. z in schaubildlicher Darstellung den unteren Teil eines Drehkopfgehäuses mit Antrieb der Abzugwalmn durch einen innerhalb des Gehäuses angeordneten elektrischen Kleinmotor, Abb. 2 ebenfalls in schaubildl#cher Darstellung den unteren Teil eines Drehkopfgehäus3s mit Antrieb der Abzugwalzen durch ein elektrisch gesteuertes Schaltwerk, das die Abzugwalzen nach Art eines Klinkentriebs antreibt, Abb. 3 einen Schnitt durch ein Drehkopfgehäuse mit Antrieb der Abzugwalzen durch ein ähnliches Schaltwerk wie Abb. 2, jedoch mit außerhalb des Gehäuses liegender Magnetspule, Abb. q. in schaubildlicher Darstellung den unteren Teil eines Drehkopfgehäuszs mit Antrieb desselben und der Abzugwalzen nach dem Wählerprinzip der Fernsprechtechnik und Abb. 5 ein Schaltschema.
  • Im Gehäuseunterteil i, der zur besseren Veranschaulichung der hier wesentlichen Einzelheiten aufgebrochen dargestellt ist, s:nd die Abzugwalzen 2 und 3 gelagert, von denen die Walze 3 nur strichpunktiert angedeutet ist. Zur Lagerung der Abzugwalzen 2 und 3 hat der Gehäuseteil i zwei Stege q., die diesen Gehäuseteil, in der waagerechten Eb°na gesehen, in drei Räume aufteilen. Im mittleren Raum liegen die Abzugwalzen 2 und 3, deren Achsen sich zum Teil bis in die beiden seitlichen Räume erstrecken. In einer Aussparung des Bodens des einen seitlichen Raumes ist ein elektrischer Kleinmotor 5 gelagert, dessen Gehäuse durch einen festgeschraubten Bügel 6 in der Bodenaussparung gehalten ist. Der Elektromotor 5 hat eine senkrechte Welle 7, auf der sich eine Schnecke 8 befindet, die mit der Welle aus einem Stück bestehen kann. Die Schnecke 8 greift in ein Schneckenrad 9' auf der Achse der Abzugwalze 2 ein. Die Welle 7 des Elektromotors 5 ist als fliegende Welle, im vorliegenden Falle nur innerhalb des Motorgehäuses gelagert; gewünschtenfalls kann auch ein Gegenlager im Deckel (nicht dargestellt) des Drehkopfgehäuses vorgesehen sein.
  • Der Antrieb der zweiten Abzugwalze 3 erfolgt von der ersten Walze 2 aus. Zu diesem Zweck sitzen auf den Walzenachsen auf der dem Elektromotor 5 abgewandten Seite des Gehäuses, also in dem anderen seitlichen Raum, Stirnräder io und i i, die miteinander im Eingriff sind. Es ist andererseits möglich, auch für die zweite Abzugwalze 3 einen Elektromotor in dem von den Stirnrädern io und ii eingenommenen Raum vorzusehen; gegebenenfalls kann auch die Schnecke 8 gleich in zwei Schraubenräder auf einer Seite der Abzugwalzen 2 und 3 eingreifen, wodurch beide Abzugwalzen direkt vom Elektromotor 5 aus angetrieben werden.
  • Bei dem dargestellten Beispiel ist angenommen, daß der Gehäuseunterteil i aus Leichtmetall-Spritzguß . besteht. Die eine Klemme 12 des Elektromotors 5 wird daher an Masse gelegt, während die andere Klemme 13 mit einem gegen den Gehäuseteil isolierten Schleifring 14 verbunden ist, dem der Strom (Schwachstrom) durch eine Bürste od. dgl. zugeführt wird.
  • Der Antrieb des Gehäuses selbst erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel durch einen am Gehäuseunterteil i befindlichen Zahnkranz 15, in den ein Schraubenrad (nicht dargestellt) auf einer für alle Drehköpfe einer Maschine gemeinsamen Welle eingreift.
  • Das Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 hat einen Schaltwerkantrieb für die Abzugwalzen. Innerhalb des Gehäuseunterteils 16 ist am Boden des einen seitlichen Raumes neben den Abzugwalzen 17 und 18 eine Magnetspule i9 angeordnet, die beispielsweise in ihrer Längsausdehnung entsprechend dem Gehäuseunterteil 16 gebogen ist und etwa in einer passenden Aussparung im Boden des seitlichen Raumes liegt. Die Magnetspule ig wirkt auf einen Anker 2o, der auf einer von festgeschraubten Haltern 21 getragenen Schwenkachse sitzt. Der Anker 2o besteht mit einem Schalthebel 22 aus einem Stück, der an seinem freien Ende eine gelenkig und federnd angebrachte Schaltklinke 23 trägt. Der Schalthebel 22 wird von einer Feder 24. beeinflußt, die ihn normalerweise nach unten drückt, wobei sich der Anker 20 von der Magnetspule ig entfernt. Die Schaltklinke 23 ist mit einem Schaltrad 25 auf der Achse der Abzugwalze 17 im Eingriff. In das Schaltrad 25 greift die Gegenklinke 26 ein. Auf der anderen Seite der Abzugwalze 17 sitzt auf deren Achse ein Stirnrad 27, das, wie beim Ausführungsbeispiel nach Abb. i, in ein weiteres Stirnrad 28 auf der Achse der anderen Abzugwalze 18 eingreift, so daß diese zweite Abzugwalze 18 von der ersten Abzugwalze 17 aus angetrieben wird.
  • Der Magnetspule i9 wird ein intermittierender Strom zugeleitet, wodurch der Anker 20 laufend angezogen und freigegeben wird. Der Schalthebel 22 schaltet daher mittels der Schaltklinke 23 das Schaltrad 25 und damit die Abzugwalze 17 laufend vorwärts. Der Antrieb geht also intermittierend vor sich.
  • Die Stromzuführung erfolgt einerseits über Masse und andererseits über einen Schleifring 29 im unteren Teil des Gehäuseteils 16. Der Gehäuseteil 16 ist durch Kugellagerung od. dgl. auf einem Ständer 3o drehbar gelagert, der mit seinem vorderen, U-förmig gebogenen Teil eine Bank der Maschine umfaßt, wobei eine Blattfeder 31 in eine Aussparung der Bank einrastet. Auf dem Ständer 3o befindet sich hinter dem Drehkopf eine Klemme 32 zum Anschluß der zweiten Leitung. Die Klemme hat gegenüber dem Schleifring 29 eine Bürste zur Stromübertragung (nicht dargestellt).
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 ist ebenfalls ein Schaltwerk zum Antrieb der Abzugwalzen vorgesehen; jedoch befindet sich hier die Magnetspule 33 zum Betätigen des Schaltmechanismus außerhalb des eigentlichen Drehkopfes, so daß damit die sich drehenden Massen vermindert werden. Die Magnetspule 33 ist fest angeordnet und wirkt mit einem kreisringförmigen Scheibenanker 34 zusammen, der von der Magnetspule 33 bei deren absatzweisem Erregen angehoben wird. Wird die Magnetspule 33 nicht erregt, dann ruht der Scheibenanker 34 in einer entsprechenden Aussparung im Gehäuseoberteil 35. Dieser Gehäuseoberteil 35 hat seitlich über den bereits bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen erwähnten seitlichen Räumen des unteren Gehäuseteils 36 Durchgänge 37. In diese Durchgänge 37 ragen zwei Ansätze 38 des Scheibenankers 3.4 hinein, an denen federnde, in entsprechende Schalträder q.o auf beiden Seiten der Abzugwalzen 41 und 42 eingreifende Schaltklinken 39 befestigt sind. Diese Schaltklinken 39 und damit der Scheibenanker 34 werden durch Federn 43, die, am Gehäuseteil 35 befestigt, in Öffnungen der Schaltklinken 39 eingreifen, in ihrer unteren Lage gehalten.
  • Wird die Magnetspule 33 absatzweise erregt, so werden durch das laufende Anheben und Senken des Scheibenankers 34 die Schalträder q.o absatzweise gedreht, wodurch die beiden Abzugwalzen 41 und 4.2 in entgegengesetzter Richtung gedreht werden. Im unteren Teil des Gehäuseunterteils 36 ist die Lagerung des gesamten Gehäuses auf dem bereits in Abb. 2 dargestellten Ständer ersichtlich. Der Ständer greift mit einer äußeren Hülse 44 in den Gehäuseteil 36 ein. Auf die untere Büchse 45 des Gehäuseunterteils 36, durch die das ablaufende Garn hindurchgeht, ist eine Metallhülse 46 aufgeschoben. Zwischen den Hülsen 44 und 46 befindet sich ein Kugellager 47.
  • Der Antrieb des Gehäuses erfolgt in den beiden Fällen nach Abb. 2 und 3 durch einen am Gehäuseunterteil 36 befindlichen Zahnkranz, wie dies bereits bei Abb. i erläutert wurde.
  • Das Ausführungsbeispiel nach Abb. 4 hat demgegenüber sowohl für die Abzugwalzen als auch für das Gehäuse einen elektrischen Einzelantrieb. Beide Antriebe sind nach dem Prinzip der Motorwähler der Fernsprechtechnik ausgeführt. Im unteren Teil des Gehäuseunterteils sind vier Anker 48 vorgesehen, die in der bekannten Weise mit zwei Magnetspulen 49 und 5o zusammenarbeiten. Die Magnetspulen 49 und 5o, deren Polschuhe 51 und 52 gegen die Anker 48 gerichtet sind, werden wechselseitig und absatzweise erregt. Zu diesem Zweck ist ein Impulsgeber 53 vorhanden, der aus einer Unterbrecherwalze 54 mit zwei Kontaktringen besteht. Auf jedem dieser beiden Kontaktringe schleift ein Schleifkontakt 55 bzw. 56. Jeder Kontaktring hat eine leitende und eine nichtleitende Fläche, die jeweils i8o° umfassen und bei beiden Kontaktringen gegenseitig versetzt sind. Dadurch erhält beim Drehen der Unterbrecherwalze 54, die nach Abb. 4 durch Schnurtrieb angetrieben ist, abwechselnd die eine und die andere Magnetspule 49 oder 5o Strom. Die Spulen werden mithin wechselweise erregt und bewirken über die Anker 48 das Drehen des Drehkopfgehäuses, in dem wieder in der bereits erläuterten Weise die Abzugwalzen 57 und 58 gelagert sind.
  • Die Abzugwalzen 57 und 58 sind bei dieser Ausführung in gleicher Weise angetrieben wie das Gehäuse. Auf den Achsen der Abzugwalzen befinden sich zu beiden Seiten wieder in den seitlichen Räumen des Drehkopfgehäuses vier gebogene Anker 59 und 6o. Unterhalb derselben liegen im Gehäuse die Magnetspulen 61, deren Polschuhe sich direkt unter den Ankern 59 und 6o befinden. Die Magnetspulen 61 werden genau wie die vorher erwähnten Spulen 49 und 5ö durch einen Impulsgeber ähnlich dem Impulsgeber 53 abwechselnd erregt, so daß die um 45° versetzten Anker 59 und 6o auf beiden Seiten der Abzugwalzen diese in Drehung versetzen.
  • Es ist auch möglich, das Drehkopfgehäuse mittels eines Elektromotors ähnlich dem in Abb. i anzutreiben. Hierbei kann der untere Gehäuseteil als Teil des Motors ausgebildet sein. Bei Antrieb der Abzugwalzen durch solche Kleinmotoren kann ebenfalls ein intermittierender Betrieb vorgesehen werden, um die mit diesem Antrieb verbundenen spinntechnischen Vorteile zu erhalten. Ein Schaltschema hierfür zeigt Abb. 5, in der angenomu:en ist, daß die Abzugwalzen gemäß der Ausführung nach Abb. i angetrieben sind, während das Gehäuse von einer durchgehenden Welle 62 aus über das Schraubenrad 63 angetrieben ist. An das Netz 64, 65 ist durch Leitung 66 ein Impulsgeber 67 angeschlossen, während der Leiter 64 an Masse gelegt ist. Der Impulsgeber ist eine Unterbrecherwalze, die in verschiedener Weise über ihre Länge mit leitendem und nichtleitendem Belag 68 versehen Ist. Hier ist ein von null aus ansteigender leitender Belag 68 vorgesehen. Der Schleifkontakt 69 ist in Längsrichtung der Unterbrecherwalze verschiebbar. Von diesem führt eine Leitung 7o zum Schleifring des Drehkopfes und weiter zum Antriebsmotor der Abzugwalzen. Je nach Einstellung des Schleifkontaktes 69 erhält der Antriebsmotor kürzere oder längere Stromimpulse, und umgekehrt bleibt er länger oder kürzer stromlos. Dadurch nimmt der Motor entsprechend seiner Anlaufkurve während des Stromimpulses an Drehzahl zu, wohingegen seine Drehzahl während des stromlosen Zeitintervalls wieder sinkt.
  • Selbstverständlich kann der Belag der Unterbrecherwalze gegebenenfalls auch mehrfach unterteilt sein. Der Impulsgeber 67 wird von der oberen Streckwalze 71 aus angetrieben, gegebenenfalls auch von einem anderen Teil der Maschine. Die Regelung des Verzuges ist hier unabhängig von der jeweiligen Liefergeschwindigkeit nur durch Verschieben des Stromabnehmers nach längeren oder kürzeren Stromimpulsen möglich (Impulszeitverfahren).
  • Der Impulsgeber 53 nach Abb. 4 arbeitet dagegen entweder über Wechselräder 72 mit der oberen Streckwalze 71 oder mit einem anderen Teil der Maschine zusammen; oder das Kontaktrad hat über die Breite verteilt Kontaktreihen mit verschiedenen Kontaktzahlen. In letzterem Falle wird dann durch seitliches Verschieben des Stromabnehmers eine Änderung der Impulszahl pro Umdrehung erreicht, ohne daß Wechselräder für die Änderung des Verzuges notwendig werden.
  • Der intermittierende Antrieb der Abzugwalzen kann übrigens auch auf mehr oder weniger mechanischem Wege erzielt werden.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Drehkopf mit je für sich angetriebenem Abzugwalzenpaar und Walzengehäuse, gekennzeichnet durch einen mit dem Drehkopf unmittelbar verbundenen elektrischen Antrieb für die Abzugwalzen und../oder das Walzengehäuse.
  2. 2. Drehkopf nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen intermittierend arbeitenden elektrischen Antrieb.
  3. 3. Drehkopf nach Anspruch z, gekennzeichnet durch einen seitlich im Drehkopfgehäuse (i) gelagerten Elektromotor (5) mit senkrechter Welle (7) und einer darauf befestigten Schnecke (8), die in ein Schneckenrad (9) auf der Achse der einen Abzugwalze (2) eingreift, während die andere Abzugwalze (3) von der ersten Abzugwalze (2) aus durch Stirnräder (io und ii) angetrieben wird, die auf den Walzenachsen auf der dem Motor (5) abgewandten Seite sitzen.
  4. 4. Drehkopf nach den Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch ein seitlich im Drehkopfgehäuse (16) angeordnetes, elektromagnetisch gesteuertes Schaltwerk, das aus einem durch eine intermittierenderregte Magnetspule (ig) betätigten, schwenkbar gelagerten Anker (2o) und einem mit diesem verbundenen, eine Schaltklinke (23) tragenden Schalthebel (22) besteht, wobei die Schaltklinke (23) in ein Schaltrad (25) auf der Achse der einen Abzugwalze (17) eingreift, während die andere Abzugwalze (18) von der ersten Abzugwalze (17) aus durch Stirnräder (27 und 28) angetrieben wird, die auf den Walzenachsen auf der dem Schaltwerk abgewandten Seite sitzen.
  5. 5. Drehkopf nach den Ansprüchen i, 3 ur_d 4, dadurch gekennzeichnet, daß unter Fortfall der Stirnräder (io und 11; 27 und 28) beide Abzugwalzen (2 und 3;17 und 18) durch je einen Elektromotor (5) bzw. ein Schaltwerk (ig bis 25) angetrieben werden.
  6. 6. Drehkopf nach den Ansprüchen i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß unter Fortfall der Stirnräder (iound ii) die Schnecke (8) in Schneckenräder (g) auf den Achsen beider Abzugwalzen (2 und 3) eingreift.
  7. 7. Drehkopf nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Magnetspule (33) oberhalb des Drehkopfgehäuses (35) angebracht ist und einen am Drehkopfgehäuse senkrecht beweglich gelagerten, kreisringförmigen Anker (34) beeinflußt, an dem sich zwei auf Schalträder (40) auf beiden Seiten der Abzugwalzen (41 und 42) einwirkende Schaltklinken (3g) befinden. B.
  8. Drehkopf nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Achsen der Abzugwalzen (57 und 58) nach dem Prinzip der Motorwähler vorzugsweise vierteilige Anker (5g und 6o) auf beiden Seiten der Abzugwalzen (57 und 58) aufgesetzt sind, die durch intermittierend erregte Magnetspulen (61) angetrieben werden, g.
  9. Drehkopf nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Drehkopfgehäuse ein vorzugsweise vierteiliger Anker (48) vorgesehen ist, der nach dem Prinzip der Motorwähler durch zwei intermittierend erregte Magnetspulen (4g und 5o) angetrieben wird. io.
  10. Drehkopf nach den Ansprüchen i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung des Stromes für die elektrischen Antriebsmittel über Impulsgeber (53 und 67) erfolgt, die beispielsweise als Unterbrecherwalzen mit Schleifkontakten (55 und 56 oder 69) ausgebildet sind und vorzugsweise von der oberen Streckwalze (71) aus angetrieben werden. ii.
  11. Drehkopf nach den Ansprüchen i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Impulsgeber (67) gesteuerten Stromimpulse einstellbar sind, beispielsweise durch verschiedenen Belag (68) der Unterbrecherwalze in Verbindung mit Verschiebung des Schleifkontaktes (6g).
  12. 12. Drehkopf nach den Ansprüchen i bis ii, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Impulsgebers (67) zum Ändern des Verzuges regelbar ist, beispielsweise durch Wechselräder (72).
DES25357A 1951-10-28 1951-10-28 Drehkopf-Antrieb Expired DE885218C (de)

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