DE884471C - Verfahren zum Brennen von Kalkschlamm oder zum Zersetzen von Gipsschlamm zwecks Herstellung von loeschfaehigem, gebranntem Kalk - Google Patents
Verfahren zum Brennen von Kalkschlamm oder zum Zersetzen von Gipsschlamm zwecks Herstellung von loeschfaehigem, gebranntem KalkInfo
- Publication number
- DE884471C DE884471C DEM2901D DEM0002901D DE884471C DE 884471 C DE884471 C DE 884471C DE M2901 D DEM2901 D DE M2901D DE M0002901 D DEM0002901 D DE M0002901D DE 884471 C DE884471 C DE 884471C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sludge
- lime
- mixture
- burning
- dissolved
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N Calcium oxide Chemical compound [Ca]=O ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 26
- 239000010802 sludge Substances 0.000 title claims description 24
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 title claims description 14
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 title claims description 14
- 239000004571 lime Substances 0.000 title claims description 14
- 235000012255 calcium oxide Nutrition 0.000 title claims description 11
- 239000000292 calcium oxide Substances 0.000 title claims description 11
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- 229910052602 gypsum Inorganic materials 0.000 title claims description 6
- 239000010440 gypsum Substances 0.000 title claims description 6
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 19
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 13
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- 239000000446 fuel Substances 0.000 claims description 8
- 230000036571 hydration Effects 0.000 claims description 3
- 238000006703 hydration reaction Methods 0.000 claims description 3
- 238000010304 firing Methods 0.000 claims description 2
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 claims 1
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-L Carbonate Chemical compound [O-]C([O-])=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 3
- 239000000571 coke Substances 0.000 description 3
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 3
- 239000004568 cement Substances 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 2
- 241001140714 Citrus latifolia Species 0.000 description 1
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 235000012241 calcium silicate Nutrition 0.000 description 1
- 230000001055 chewing effect Effects 0.000 description 1
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 238000010791 quenching Methods 0.000 description 1
- 230000000171 quenching effect Effects 0.000 description 1
- 239000002002 slurry Substances 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B2/00—Lime, magnesia or dolomite
- C04B2/10—Preheating, burning calcining or cooling
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Ceramic Engineering (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Treatment Of Sludge (AREA)
Description
- Verfahren zum Brennen von Kalkschlarant oder zum Zersetzen von Gipsschlamm zwecks Herst&1ung von löschfähigem, gebranntem Kalk In der chemischen Industrie findet gebrannter Kalk (Ca0), beispielsweise zur Kaustiftzierung, in großem Umfange Verwendung"der alsdann nach seinem Ablöschen als Kalkschlamm ein lästiges Abfallprodukt darstellt.
- Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Nutzbarmachung solcher Kalkschlämme durch Brennen derselben oder von Gipsschlämmen idurth Zersetzung derselben, um sie auf diese Weise als löschfähigen gebrannten Kalk in die Fabrikation zurückzufühten. Durch das Verfahren der Erfin#dun#g gelingt es, die Betriebskosten für die Drzeugung von gebranntem Kalk aus Schlamm jederArt so niedrig zu gestalten, daß sie eine wesentliche Spanne unter den Beschaffungskosten von frisch gebranntem Kalk liegen. Nach der Erfindung wird der Kalk- oder Gipsschlamm zunächst mit so viel im gleichen Verfahren unter Beimischung von Brennstoff gewonnenem gebranntem Kalk (Rückgut) gemischt, daß zunächst durch die Hvdratation die Mischung trocken oder nahezu Trocken wird, worauf dieser Mischung abermals Schlamm bis zur Erreichung des für das nachfolgende Brennen benötigten Wassergehaltes (etwa 25 bis 30'10) zugemischt und alsdann,diese Mischung in an sieh bekannter Weise gebrannt wird.
- Es ist bekannt, Kalkschlanun mit Brennstoff und Rückgut gemischt, z. B. auf VerbIaserosten, zu brennen. Bei diesem Verfahren besteht das Rückgut aus fertig gebrannten Zementklinkern (Calciumsilicaten), die eine chemische Bindung des für die Krümelling benötigten Wassers nicht in dem ausgedehnten Maße bewirken, wie dies bei der Verwendung von gebranntem Kalk (Ca0) als Rückgut nach der Erfindung eintritt und den Krümelvorgang in einem Arbeitsgang erheblich beLindert. Infolgedessen läßt sich das bekannte Brennen von Kalkschlämmen zu Zement nicht ohne weiteres auf -das Brennen ähnlicher Schlämme zwecks Herstellung von löschfWhigem gebranntem Kalk übertragen. Durch:die Verwendung von löschfähigem gebranntem Kalk als Rückgut ist die Durchführung der Krümelung der Ausgangsmischung, Schlamm, Rückgut (Ca0) und Brennstoff, mit Wasser in einem Arbeitsgang, wie gefunden wurde, nicht möglich, da idie Einhaltung,der für #d#ie Bildung der Krümel-ung notwendigen Wasserzugabe durch die Wasser entziehende Hydratation erheblich. gestört wird. Um diese Schwierigkeiten zu beheben, wird nach der Erfindung die Zugabe des Schlammes in zwei Stufen derart durchgeführt, daß in der ersten Stufe die Mischung durch die Hydratation gerade trocken und in der zweiten Stufe der für das Brennen notwendige Wasserge#halt eingestellt wird, wobei der Wassergehalt dieser Mischung vorteilhaft unter 300/0 gehalten wird, wie dies aus den weiter unten wiedergegebenen Beispielen näher hervorgeht. Die auf diese Weise angefeuchtete Mischung wird zweckmäßig unter 5 mm abgesiebt und unter Zumischung von feinkörnigem Brennstoff, Mspielsweise Koksgrus von o bis 2 mm Körnung, in an sich bekannter Weise z. B. auf einem Sinterrost gebrannt. Die Zumischung des Brennstoffs kann zweckmäßig bereits in der ersten Stufe des Verfahrens, d. h. beim eigentlichen Ablöschen des Rückgutes erfolgen, wobei man z. B. Kalkschlamm, Rückgut und. Brennstoff gleichzeitig durch eine geeeignete Zuteilvorrichtung der Mischvorrichtung (Messerschnecke, Trommel od. dgl.) zulaufen läßt.
- Um die in der -zweiten Mischstufe bis zu einem gewissen Anteil entstehenden gröberen Knollen zu zerkleinern, ist es vorteilhaft, die Mischung dieser zweiten Stufe zunächst durch einen Scheibenwalzenrost gehen zu lassen, der eine sich als besonders zweckmäßig erwiesene Körnung des Gutes von unter 5 mm erzeugen soll. Alisführungsbeispiel i Einem pumpfähigen Kalkschlamm, der Kalk als Karbonat enthielt, mit etwa 430/0 Wassergiehalt -,vurden 2o % Koksgrus von o bis 2 mm, auf Trockensubstanz berechnet, zugefügt. Dieser Mischung wurde so viel gebranntes Rückgut zugefügt, daß .diese sich durch Ablöschen erwärmte- und eine trockene Misdhung zurückblieb infolge der chemischen Bindung des Wassers einerseits und der .dabei frei werdenden Wärme. Die Mischung wurde in einer Messerschnecke vorgenommen, der das Rückgut von einem Dre#hteller zugeleitet wurde. Nach Fertigstellung dieser ersten, nunmehr vollständig abgelöschten Mischung wurde erneut Kalkschlamm der trockenen Mischung in solchenM.engen zugesetzt, daß eine verblase- und lagerf ähige feuchte Mischung entsteht, wobei der Kalkschlamm aus einer Schlammdüse in die Messerschnecke gespeist wurde. Die derart vorbereitete endgültige Mischung enthielt 54 Teile Ausgangsschlamm, auf Trockensubstanz berechnet, 34TeileRückgut, i2TeileKol<sgrus, wozu 3.8 Teilt Wasser, das sind 27,5 % Wasser, kamen.
- 5oo kg der fertig vorbereiteten feuchten Misc#hung wurden auf dem Sinterrost gebrannt, wobei das gebrannte Gut nur noch 2% ungebrannten kohlensauren Kalk enthielt, w2hrend,die fertige Mischling vor dem Brennen einen Gehalt von 5o1/o kohlensaurem Kalk (CaCO.) im Trocknen enthielt. Das Verhältnis von trockenem Roligut zu Rückgut hetrug i : o,63. Ausführungsbeispiel 2 Das Verhältnis von Rohgut zu Rückgut wurde auf i - oß erhöht, der Brennstoffgehalt war der gleiche wie beiVersuch (Beispiel) i,d.h. 2o%Koksgrus auf trockenes Rohgut (Schlamm) gerechnet, und der Wassergehalt betrug 26,71/o. Das Brennprodtikt enthielt o,8:2 1/o GO, entsprechend 1,86 1/o CaCO,. Das Brennen des vorbereiteten Kalkschlammes auf dem Verblaserost kann bis zu jedem gewünschten Grad getrieben werden.
- Das Verfahren der Erfindung läßt sich mit Vorteil auch auf Schlämme anderer Erdalkalisalze, beispielsweise Gips, Rohschlamm usw., anwenden mit dem Ziel, die Base der Salze, beispielsweise Ca0, wieder nutzbar zu niachen und den Säurebestandteil, z. B. CO, oder S 041 zu verflüchtigen.
Claims (1)
- IPATENTANSPRUCH: Verfahren zum Brennen von Kalkschlamm oder zum Zersetzen von Gipsschlamm zwecks Herstellung von läschf2higem, -gebranntem Kalk unter Beimischung von Brennstoff und Zugabe von fertig gebranntem Gut (Rück-gut), gegebenenfalls auf Verblaserosten, dadurch gekennzeichnet, daß dem Rückgut so viel Schlamm zugemischt wird, daß zunächst durch die Hy-.dratation die Mischung trocken oder nahezu trocken wird, worauf dieser Mischung abermals Schlamm bis zur Erreichung des fürdas nachfolgende Brennen benötigten Wassergehaltes (etwa 25 bis 30'/0) zugemischt und alsdann diese Mischung in an sich bekannter Weise gebrannt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM2901D DE884471C (de) | 1938-04-10 | 1938-04-10 | Verfahren zum Brennen von Kalkschlamm oder zum Zersetzen von Gipsschlamm zwecks Herstellung von loeschfaehigem, gebranntem Kalk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM2901D DE884471C (de) | 1938-04-10 | 1938-04-10 | Verfahren zum Brennen von Kalkschlamm oder zum Zersetzen von Gipsschlamm zwecks Herstellung von loeschfaehigem, gebranntem Kalk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE884471C true DE884471C (de) | 1953-07-27 |
Family
ID=7291931
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM2901D Expired DE884471C (de) | 1938-04-10 | 1938-04-10 | Verfahren zum Brennen von Kalkschlamm oder zum Zersetzen von Gipsschlamm zwecks Herstellung von loeschfaehigem, gebranntem Kalk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE884471C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116140B (de) * | 1957-02-14 | 1961-10-26 | Thaelmann Schwermaschbau Veb | Verfahren zur Waermebehandlung von schlammfoermigem, keramischem Gut |
| AT384204B (de) * | 1983-12-21 | 1987-10-12 | Af Processkonsult Ab | Verfahren zur befeuerung eines kalkschlammbrenn- ofens mit einem festen brennstoff |
-
1938
- 1938-04-10 DE DEM2901D patent/DE884471C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116140B (de) * | 1957-02-14 | 1961-10-26 | Thaelmann Schwermaschbau Veb | Verfahren zur Waermebehandlung von schlammfoermigem, keramischem Gut |
| AT384204B (de) * | 1983-12-21 | 1987-10-12 | Af Processkonsult Ab | Verfahren zur befeuerung eines kalkschlammbrenn- ofens mit einem festen brennstoff |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH678423A5 (de) | ||
| DE68911585T2 (de) | Zementzusammensetzungen. | |
| EP0064793B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Gipsformsteinen | |
| EP0324753B1 (de) | Verfahren zur herstellung eines calciumsulfathaltigen festen sekundärrohstoffes | |
| DE884471C (de) | Verfahren zum Brennen von Kalkschlamm oder zum Zersetzen von Gipsschlamm zwecks Herstellung von loeschfaehigem, gebranntem Kalk | |
| DE1169355B (de) | Verfahren zur Herstellung grossstueckiger Produkte aus feinkoernig anfallendem schwefel-saurem Kalzium, das in der chemischen Industrie abfaellt | |
| DE665693C (de) | Verfahren zur Herstellung von gekoernten Kaliduengesalzen | |
| DE3204835C2 (de) | Bergbauleichtmörtel | |
| DE3636615C2 (de) | ||
| DE739166C (de) | Verfahren zur Vorbereitung organischer Stoffe zur Verwendung als Fuellstoffe fuer Leichtbaustoffe | |
| DE604905C (de) | Verfahren zum Herstellen von Leichtbaustoffen | |
| DE442717C (de) | Verfahren zur Herstellung von Silikaten | |
| EP0061517B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines wasserfesten Bindemittels | |
| DE654369C (de) | Verfahren zur Herstellung von porigen, feuerfesten Formlingen | |
| AT167352B (de) | Verfahren zur Herstellung von porösen Baumaterialien, wie Leichtsteinen, Wandputz, Dämmstoffen, Isoliermaterial od. dgl. | |
| CH499469A (de) | Verfahren zur Herstellung von dampfgehärtetem Gasbeton | |
| DE866325C (de) | Trocknen von granulierter Hochofenschlacke | |
| DE373181C (de) | Verfahren zur Herstellung von aus Asche, Kalk und Zement bestehenden Kunststeinen | |
| AT240243B (de) | Verfahren zur Herstellung von Calciumsulfat-Dihydrat | |
| EP0041129B1 (de) | Verfahren zum Herstellen von porösen anorganischen Glasformkörpern | |
| DE542659C (de) | Verfahren zur Herstellung von hydratisiertem Kalk fuer Bauzwecke | |
| DE376001C (de) | Verfahren zur Gewinnung eines mit Wasser abbindenden Mittels aus Anhydrit | |
| DE376615C (de) | Verfahren zur Aufschliessung des grubenfeuchten Trasses durch AEtzkalk | |
| AT137567B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Zementes. | |
| AT222144B (de) | Verfahren zur Herstellung von nicht staubenden Handelsdüngemitteln aus Knochen- und Hornmehl |